Kinderabtreibung
Die Gebetsmühle wird rostig
Alle sagten mit geheucheltem ernstem Blick, es sei das Beste für mich – und jetzt bin ich zu Tode verzweifelt.
Abtreibung ist eine Frage auf Leben und Tod
Abtreibung ist eine Frage auf Leben und Tod
© Eugenio Garcia, flickr, Creative Commons
(kreuz.net, Münster) „Das Verbot der Teilgeburtsabtreibung schützt das ungeborene Kind und die Würde von Müttern und Ärzten“.

Das erklärte Monika Hoffmann – Medienbeauftragte der ‘Christdemokraten für das Leben’ – zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA.

Das Gericht hat am 18. April mit fünf zu vier Stimmen ein Bundesgesetz von 2003 bestätigt, wonach die außergewöhnlich brutale Teilgeburtsabtreibung rechtswidrig ist.

Diese Schlachtungsmethode wird nach Ende des dritten Schwangerschaftsmonats angewendet. Dabei wird das Kind bis zum Kopf geboren. Anschließend sticht der Abtreiber kaltblütig eine Sonde in den Hinterkopf des Kindes und saugt sein Gehirn aus.

„Die Würde der Ärzte, deren Aufgabe es ist, Leben zu erhalten und zu retten, wird bei dieser brutalen Methode in besonderer Weise verletzt. Der Mutterleib ist dabei nicht nur Todeszelle, sondern auch Folterkammer“ – so Frau Hoffmann.

Ungenügende Information und gesellschaftlicher Druck sind – nach Frau Hoffmann – zu oft schlechte Ratgeber von Müttern, die ungewollt schwanger sind und sich die Frage der Abtreibung stellen.

Gebetsmühlenartig würden Abtreibungsbefürworter die Behauptung „Mein Bauch gehört mir“ wiederholen.

Doch gerade in den letzten Wochen sei von Seiten vieler Mütter dieser Behauptung widersprochen worden.

Aussagen wie „Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben“ und „Alle sagten, es sei das Beste für mich und für mein Kind! Nun ist mein Kind tot, und ich bin verzweifelt!“ würden davon zeugen, daß Mütter, die ungewollt schwanger sind unter einem enormen gesellschaftlichen Druck stehen.

Das Urteil des US-Gerichtshofes müsse sich nun auch auf die Lebensschutzdebatte in Deutschland auswirken:

„Wir hoffen, daß das angekündigte Verbot der Spätabtreibung von der Bundesregierung endlich umgesetzt wird.“

Dieser Schritt im Lebensschutz sei dringend notwendig:

„Mütter können ihren Schritt zur Abtreibung, dessen negative Auswirkungen sie erst zu spät wahrnehmen, nicht revidieren.“

„Ich würde es sofort rückgängig machen! Das Kind hat ein Recht auf Leben!“ – so eine Betroffene.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Nachtlaterne   17:22:22 | Montag, 14. Mai 2007
halo charlotte
sie haben so viele gründe füer den tod und so wenig für das leben! spiel mir das lied vom tod.
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#16   Charlotte Bongartz †   21:25:59 | Sonntag, 13. Mai 2007
@möchtegern-kathole
Sie denken immer, wenn etwas legalisiert wird kommt dies einem Animieren gleich. Dem ist nicht so. Abtreibung ist kein Volkssport. Der Staat hat nur erkannt, dass es Situationen gibt, in der Frauen mit einem Kind überfordert wären. Und solange der Staat keine Möglichkeit sieht, diesen Frauen zu helfen, lehnt er ein pauschales Verbot ab. Man kann sagen: Schwache Leistung, Staat! Und man kann daran arbeiten, Alternativen zu einer Abtreibung aufzuführen (echte Alternativen, die die Frau nicht nach ein paar Tagen im Stich lassen!). Aber mit blutrünstigen Anprangerungen ist keiner Frau geholfen.
@HeinrichvonO.
Den Herrn Hussein habe ich nicht ins Spiel gebracht. Ich habe lediglich unterstrichen, dass der Vergleich Saddam und Abtreibung unsinnig ist.
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#15   HeinrichvonOfterdingen   19:26:03 | Sonntag, 13. Mai 2007
Liebe Scharlotte,
vielleicht käme es Ihnen ja entgegen, wenn wir hier künftig schreiben, Saddam Hussein hätte den Irak gesäubert? Damit die Anhänger der Bath-Partei, die sich dem neuen irakischen Rechtsstaat zuwenden wollen nicht verschreckt werden.
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#14   möchtegern-kathole   19:16:10 | Sonntag, 13. Mai 2007
Kriminalisieren?
Wer abtreibt ist kriminell, er wird nicht kriminalsiert. Dass dieser Staat diese Kindstötung faktisch legalisiert, ändert daran nichts, sondern macht ihn selbst zu einem Unrechtsstaat (weil er nicht mehr für das Lebensrecht eintritt, wie es des Staates Pflicht ist). Unschuldige Menschen als „vogelfrei“ zu deklarieren ist kriminell. Insofern dürfen sich die meisten Politiker auf einen Prozess freuen, sollte dieser Staat die Macht zugunsten eines Rechtsstaates verlieren.
„Sensationslüste“ schreiben Sie. Die Begriffe „Schlachten“, „Töten“, sind relativ sachlich. „Abtreibung“ eher verharmlosend – das klingt ja fast wie eine medizinische Behandlung.
Und es ist eine Hilfestellung, die Dinge beim Namen zu nennen. Da geht schon damit los, die Bilder getöteter Föten zu zeigen, weil dort jeder sehen kann, dass es eben kein „Himbeergelee“ ist, sondern ein Mensch.
und wer wollte so grausam sein, einen Menschen zu töten?
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#13   Alligator   19:12:11 | Sonntag, 13. Mai 2007
Charlotte Bongatz = Veritatis
:-D
Veritatis : Auch Puppenspielen erfordert Minimumintelligenz
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#12   Charlotte Bongartz †   18:07:56 | Sonntag, 13. Mai 2007
Gutes Beispiel, möchtegern-kathole!
Saddam wird als „Schlächter“ bezeichnet, Abtreiber hier ebenso. Sie argumentieren jetzt wahrscheinlich (widersprechen Sie, wenn ich falsch liege): beide sind Schlächter, denn sie stehen für den gewaltsamen Tod unschuldigen Lebens.
Dagegen sage ich: Mit dieser Form bedienen Sie Sensationslüste, die betreffende schwangere Frauen verschrecken. Es mag dem Kriminalisieren von Abtreibungsärzten dienen- eine Hinwendung von Schwangeren (vor einer solchen Entscheidung) zur Kirche dürfte es weniger bewirken. Wer so formuliert, dem unterstellt man eher Drohgebärden, als Hilfestellung.
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#11   möchtegern-kathole   17:45:55 | Sonntag, 13. Mai 2007
@Charlotte Bongartz
suchen Sie doch ein bisschen, um den üblichen Sprachgebrauch herauszufinden. Mit „Schlächter von“ haben Sie einen guten Internet-Suchbegriff, der Ihnen viele Ergebnisse liefert. z.B. Saddam wird als Schlächter von Bagdad bezeichnet, übrigens sogar im Spiegel – und da ging es nicht um das Schlachten von Schafen oder Kühen.
„Abtreiber“ ist eine schöne Umschreibung, genauso wie z.B. „Schwangerschaftsunterbrechung“ – suggeriert es würde nach einer Pause schon weitergehen.
Dass kreuz.net nicht so euphemistische Begriffe verwendet, mag Sie ärgern, aber es ist ok. Sie können ja wegsehen, oder ‘weglesen’ :-]
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#10   HeinrichvonOfterdingen   17:27:14 | Sonntag, 13. Mai 2007
Liebe Scharlotte,
Dann besteht nämlich die Gefahr, dass dieser Mensch sich von dieser Seite eher bedroht fühlt, als dass er beraten wird.
einerseits, da haben Sie vielleicht recht. Andererseits wird manche Frau gar nicht in Versuchung kommen einen solchen Kindsmord zu begehen, wenn Ihr klar ist, was da eigentlich geschieht. Die verbale Verschleierung des tatsächlichen Geschehens („Schwangerschaftsunterbrechung“, „himbeerartiges Gebilde“ statt ungeborenes Kind) ist ja ein Mittel um die Frauen trotz bestehender Gewissenszweifel zum Mord am eigenen Kind zu bringen. So nach dem Motto: Das ist alles gar nicht schlimm! Man sollte schon den Mut haben die Dinge beim Namen zu nennen!
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#9   Charlotte Bongartz †   17:16:22 | Sonntag, 13. Mai 2007
@HeinrichvonO.- meinem aktuellen Dialogschätzeken
„Abschlachten“ im Zusammenhang mit Abtreibung & wiederum im Zusammenhang mit katholischer Kirche dürfte
betreffende Frauen nicht gerade dazu animieren, sich von dieser Seite beraten zu lassen. Wenn ein Vegetarier einen
Fleischverzehrer zum Vegetarismus bekehren möchte, wird er ihn nicht als Tiermörder (Kuhschlitzer,Schweinsexekuteur,Hühnerguillotinist etc.) bezeichnen. Dann besteht nämlich die Gefahr, dass dieser Mensch sich von dieser Seite eher bedroht fühlt, als dass er beraten wird. Frauen überlegen sich bestimmt ebenfalls, wem sie sich anvertrauen, wenn die eigene Schwangerschaft ihnen Angst macht. Deshalb: Vernünftig formulieren, weil’s der Sache dient.
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#8   HeinrichvonOfterdingen   16:56:27 | Sonntag, 13. Mai 2007
Nun liebe Charlotte Bongartz,
bei besonders grausamen Verbrechen ist oft von „abschlachten“ die Rede. Synonyme sind töten, schlachten, massakrieren, metzeln. Insofern ist die Wortwahl nicht unzutreffend.
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#7   Charlotte Bongartz †   14:51:27 | Sonntag, 13. Mai 2007
Falsch, Möchtegern-Kathole:
Wie die Begriffe schon sagen: „Schlachter“ sind „Schlachter“ und „Abtreiber“ sind „Abtreiber“. Natürlich kann man versuchen, mit Synonymen zu arbeiten. Das haut aber oftmals nicht richtig hin (siehe auch „Bibel“ für „Wahrheit“).
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#6   möchtegern-kathole   14:45:37 | Sonntag, 13. Mai 2007
@Charlotte Bongartz
auch bei Menschen wird vom „Schlachten“ gesprochen, wenn der Körper in Kleinteile zerlegt wird. Das war z.B. so, als vor paar Jahren 2 sich per Internet verabredeten, dass der eine den anderen umbringt und dann schlachtet – der Fall ging durch de Presse. Nur ist das alles so widerlich, dass es kaum jemand macht, in großem Maßstab jedoch die Abtreiber. Das müssen Sie aber denen ankreiden und nicht jenen, die darüber schreiben.
Auch sonst, z.B bei Wort „Schlachtfeld“ bezieht sich das auf Menschen, und keiner wird das als schlechte Wortwahl, sondern als gute Beschreibung dessen sehen, was da passiert.
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#5   Charlotte Bongartz †   13:51:10 | Sonntag, 13. Mai 2007
@GerdEric
Ich geben Ihnen teilweise Recht. „Selbstbefriedigung“ hieße allerdings, dass sich nach dem Niederschreiben eines solchen Textes „Entspannung“ beim Verfasser einstellen würde. Ich bezweifle das.
Generell: Die Wortwahl ist natürlich irreführend und falsch:
„Schlachtungen“ werden an sog. „Nutztieren“ vollzogen, die dann meistens der Nahrungsmittelindustrie zugeführt werden und in Form von Braten, Bouletten, Koteletts etc. auf dem Tisch landen. Soweit ich weiß, auch auf dem von Katholiken.
Im Kontext von Abtreibungen von „Schlachtung“ zu sprechen ist insofern irreführend, da menschlich gezeugtes Leben in den Bereich der Viehzucht verfrachtet wird, was inhaltlich falsch ist.
Der Verfasser sollte deshalb lieber sachlich über Abtreibung einerseits und Schlachtbetriebe andererseits berichten. Natürlich bieten Massentierhaltung und die fleischverarbeitende Industrie jede Menge Stoff für harsche Kritik. Hier hat kreuz.net schon viel versäumt.
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#4   Bruder Theophil   12:18:25 | Sonntag, 13. Mai 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 14, 23-29
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.
Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.
Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.
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#3   HeinrichvonOfterdingen   12:15:41 | Sonntag, 13. Mai 2007
Lieber GerdEric,
Mir scheint, ergötzen sich die Schreiberlinge an ihrer Wortwahl, auch eine Art der Selbstbefriedigung, die sie sonst nicht erlangen können.
Was für ein beleidigender Schwachsinn!
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#2   GerdEric   12:13:10 | Sonntag, 13. Mai 2007
Hm…
Ich könnte inhaltlich zustimmen, wenn nur die verdammt brutale Art der Stimmungsmache nicht wäre, die im Gleichschritt verlogener faschistischer Menschen steht.
Mir scheint, ergötzen sich die Schreiberlinge an ihrer Wortwahl, auch eine Art der Selbstbefriedigung, die sie sonst nicht erlangen können.
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#1   Nachtlaterne   11:27:07 | Sonntag, 13. Mai 2007
drewermann weiss es ganz genau
www.mutev.de/…erung/Drewermann.jpg
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