Benedikt XVI.
Kontinent der Hoffnungslosigkeit?
Gegenwärtig befindet sich Papst Benedikt XVI. im Flugzeug nach Brasilien. In diesem Riesenland hofft er nicht nur auf Euphorie, sondern auch auf eine konkrete Erneuerung des katholischen Glaubens. Dieser vergeht im Land wie Schnee an der Sonne.
Papst Benedikt XVI. im Flugzeug
Papst Benedikt XVI. im Flugzeug
(kreuz.net, Sao Paulo) Heute beginnt die an große Erwartungen gebundene Südamerika-Reise von Papst Benedikt XVI.

Zum Schutz des Heiligen Vaters werden in den nächsten Tagen rund 7.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz sein – mehr als doppelt so viele wie beim Besuch des US-Präsidenten George W. Bush.

Reformation statt Reform

Rund 130 Millionen der 1,1 Milliarden Katholiken weltweit leben in Brasilien. Doch seit dreißig Jahren vollzieht sich unter den Gläubigen ein Massenabfall.

Seit den Tagen der sogenannten konziliaren Erneuerung und vor allem seit der befreiungstheologischen Unterwanderung des brasilianischen Klerus wenden sich die Brasilianer in Scharen den Evangelikalen und Sekten zu, denen es in erster Linie um Religion und nicht um Politik geht.

Der Weblog 'Rorate Coeli' veröffentlichte die Graphik einer brasilianischen Zeitung zum Papstbesuch
Der Weblog ‘Rorate Coeli’ veröffentlichte die Graphik einer brasilianischen Zeitung zum Papstbesuch
Laut einer kürzlichen Umfrage des brasilianischen Meinungsforschungsinstituts ‘Datafolha’ bezeichnen sich nur noch 64 Prozent der Bevölkerung als katholisch.

Dafür stieg die Zahl der Evangelikalen alleine in den letzten zehn Jahren von 11 auf 17% der Gesamtbevölkerung.

Dabei ist in Rechnung zu stellen, daß Überzeugungsgrad und Engagement bei den Evangelikalen in der Regel um ein Vielfaches höher sind als bei den lauen und in Glaubensfragen völlig ahnungslosen Katholiken.

In Brasilien gibt es 35.000 verschiedene freikirchliche Gemeinschaften.

Der große Einbruch bei den Katholiken startete in den 1970er Jahren:

· Von 1940-1960 – unter Pius XII. († 1958) – fiel ihre Zahl von 95.2% auf 93.1% der Bevölkerung.
· Von 1960-1980 – unter den Päpsten Johannes XXIII. († 1962) und Paul VI. († 1978) – fiel die Zahl von 93.1% auf 89.2% der Bevölkerung.
· Von 1980 bis 2007 – unter Johannes Paul II. († 2005) – kam der Massenabfall. Die Zahl der Katholiken fiel von 89.2% auf 64% der Bevölkerung.

Der traditionalistische Weblogger ‘Rorate Coeli’ sieht Papst Johannes Paul II. nicht als den einzigen Verantwortlichen für den Glaubensverfall. Denn die von Paul VI. eingesetzten, ultramodernistischen Bischöfe regierten zum Teil noch bis zwanzig Jahre nach dessen Tod.

Wer trägt die Verantwortung? Natürlich niemand

Der Präfekt der Kleruskongregation und frühere Erzbischof von Sao Paulo, Claudio Kardinal Hummes, warnte bereits auf der Bischofssynode im Oktober 2005 vor dem kirchlichen Niedergang in Brasilien.

Am Freitag spricht Benedikt XVI. Bruder Antonio de St'Anna Galvao OFM († 1822) heilig.
Am Freitag spricht Benedikt XVI. Bruder Antonio de St’Anna Galvao OFM († 1822) heilig.
Der Kirchenfürst übernahm das Erzbistum Sao Paulo 1998. Sein Vorgänger war der im Jahr 1970 von Papst Paul VI. ernannte linksextreme Kardinal Paulo Evaristo Arns (85). Kardinal Hummes ritt das Erzbistum weiter in den Abgrund.

Dennoch jammerte er vor der Bischofssynode:

„In Brasilien nimmt die Anzahl der Katholiken im Schnitt jährlich um ein Prozent ab. Im Jahre 1991 waren etwa 83 Prozent der Brasilianer Katholiken, heute sind es höchstens noch 67 Prozent. Wir fragen uns voller Angst:

Wie lange noch wird Brasilien ein katholisches Land sein?“

Da die Kirche keine Gegenmaßnahmen unternimmt, um ihren Absturz aufzuhalten, ist die Antwort auf die Frage von Kardinal Hummes mathematisch schnell errechnet:

Im Jahr 2025 werden die Katholiken in Brasilien eine Minderheit sein.
      
27 Lesermeinungen
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#27   Bokrug †   03:12:28 | Dienstag, 28. August 2007
9.11. war ein Inside Job…
…u.a. von David Rockefeller mitgeplant, der auch die US-Evangelikalen in Brasillien finanziert und über seine Geld-Sekten und TV-Prediger viele Gläubige in die Irre führte…Rockefeller ist auch Mitglied im Skull&Bones Orden…wie Bush…die USA und CIA halfen auch dem Militär in Brasillien beim Putsch gegen den Links-Nationalen Präsidenten…
…ww.arbeiterfotografie.com/…dex-taeter-0030.html
Michael C. Ruppert „Crossing the Rubicon – the decline of the American empire at the end of the age of oil“
www.fromthewilderness.com
www.zeit-fragen.ch
www.staatsbriefe.de/…ensmittelbranche.pdf
www.staatsbriefe.de/…hen%20Wirtschaft.pdf
www.staatsbriefe.de/…%20Dollarverkauf.pdf
www.staatsbriefe.de/…%20Dollarverkauf.pdf
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#26   möchtegern-kathole   20:17:02 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Fragwürdiges Experiment???
Die Missionare Lateinamerikas haben folgendes Experiment gemacht:
Sie haben die Alte Messe dort den Heiden gebracht. Ergebnis ist: Katholizismus weit und breit – trotz Kriegen, Ausbeutung, Bürgerkriegen, Währungsreformen usw. usw … politisch das volle Programm, religiös immer katholisch.
Die Modernisten haben ein anderes Experiment gemacht: sie haben die Alte Messe durch den Novus Ordo abgelöst. Ergebnis: der Katholizismus geht zurück.
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#25   methusalix †   17:39:13 | Donnerstag, 10. Mai 2007
@Defensor Fidei
Verpasste Chance! Insofern sind Sie sehr, sehr gut katholisch!
@ obelix
Leider kann ich Ihre Fragen im Rahmen dieses Forums nicht alle beantworten, da mir hierfür nicht genügend Platz zur Verfügung steht. Ich trete schließlich nur unter einem Namen hier auf.
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#24   Armenius   16:22:14 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Kant formulierte das so:
Wirkliche Freiheit kann nur in der Anerkennung der universiellen Gesetze der Natur und damit Gottes sein, da man anderenfalls Sklave seines eigenen Handelns wird. Ist nicht der heutige Liberalismus der beste Beleg für diese These? Sie wollten ihre erdachten Gesetze über die Gottes setzen, und was ist das Resultat? Die Gesellschaft verdummt, degeneriert, veraltet, stirbt aus. Wer sich so den Gesetzen Gottes quer stellt braucht sich nicht wundern wenn er auf den Abfallhaufen der Evolution landet, die nichts anderes ist als Gottes Beurteilungsinstrument. Aus dem sinnvollen Gleichheitsgrundsatz „Gleiche gleich behandeln“ machten sie in ihrer Verblendung die Gleichmacherei; doch wie dichtete schon Goethe? „Gleich zu sein unter Gleichen das läßt sich schwer erreichen: du müsstest ohne verdriessen, wie der Schlechteste zu sein dich entschliessen.“
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#23   Czibo Nieznany   13:09:42 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Gotthard: Fragwürdiges Experiment
Ich zeige einfach mal eine Lösung auf: ganz Lateinamerika feiert ab dem 1. Adventsonntag nur noch die alte Liturgie.
Nach 5 Jahren wird dieses Experiment wissenschaftlich untersucht…
Einverstanden
Was soll bei diesem fragwürdigen Experiment herauskommen und wieso ausgerechnet auf Lateinamerika beschränkt. Das bedeutet doch die Menschen mit dem Ritus zu konfrontieren, denen zartfühlenden Eroberer über das Meer gebracht haben und mit dem Ritus auch die ganzen europäischen Unarten, an denen Lateinamerika immer noch zu knabbern hat. Warum schlagen Sie nicht Grönland, als größte Insel der Erde vor, ab 1. Advent Experimentierfeld für den alten Ritus zu sein?
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#22   Defensor Fidei   12:04:21 | Donnerstag, 10. Mai 2007
@ Sirilo @ obelix
Der Protestantismus hat sich ab 1517 entwickelt, der Liberalismus ab 1688. Wie kann da der Protestantismus ein theologisches Kind des Liberalismus sein?
Sie Verwechseln das Prinzip mit den verschiedenen Ausformungen. Das Prinzip des Liberalismus Ist schon uralt. Das Motiv für den Fall des Engels und für den Sündenfall war schon der Liberalismus. Der Protestantismus (seinem Prinzip nach) ist eine theologische Ausformung des Liberalismus. Daneben gibt es dann noch den (jungen) politischen Liberalismus.
Das Grundprinzip des Liberalismus ist die Freiheit von jedem wie auch immer gearteten Zwang, von sozialen Abhängigkeiten und Notwendigkeiten, die Freiheit von den Banden jeder Art, die den Menschen hindern, nach seiner natürlichen Neigung zu handeln. Für den Liberalen ist diese individuelle Freiheit das Gut par excellence, das fundamentale, unverletzliche Gut, dem alles zu weichen hat, außer vielleicht was durch die rein materielle Ordnung des Gemeinwesens gefordert ist; die Freiheit ist das Gut, dem alles untergeordnet ist, sie ist das notwendige Fundament jedes Gesellschaftsbaues.
Im theologischen Bereich ist der Liberalismus konsequent gedacht immer eine Leugnung der Majestät Gottes. Das höchste Wesen und Prinzip ist im Liberalismus der Mensch und seine Gesetze (=contract social)
@ obelix
Leider kann ich Ihre Fragen im Rahmen dieses Forums nicht alle beantworten, da mir hierfür nicht genügend Platz zur Verfügung steht. Ich trete schließlich nur unter einem Namen hier auf.
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#21   Gotthard   00:45:13 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Hoffnung
Ich zeige einfach mal eine Lösung auf: ganz Lateinamerika feiert ab dem 1. Adventsonntag nur noch die alte Liturgie.
Nach 5 Jahren wird dieses Experiment wissenschaftlich untersucht…
Einverstandenß
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#20   Sirilo   23:40:17 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@Defensor Fidei
Der Protestantismus hat sich ab 1517 entwickelt, der Liberalismus ab 1688 (Bill of Rights, England). Wie kann da der Protestantismus ein theologisches Kind des Liberalismus sein?
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#19   Müller   21:54:51 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@Was ist denn das?
Dieser Artikel ist ja nicht nur tendenziös, sondern auch von mathmeatisch sehr Unbegabten Menschen geschrieben. Johannes Paull II ist also am „Massenabfall“ vom Glauben schuld???
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#18   möchtegern-kathole   19:48:57 | Mittwoch, 9. Mai 2007
das ist eben jene …
… Kirchenkrise, die die Modernisten nicht zur Kenntnis nehmen wollen, die ihnen aber von Lefebvre und co prophezeit worden ist.
Auch jetzt auf dieses Posting hin werden wieder alle schreien, dass das nicht so sei …
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#17   obelix †   19:48:09 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@Defensor fidei
Politisch würde man bei den Evangelikalen von Neokonservativen sprechen. Der Neokonserv. ist jedoch alles andere als wirklich wertkonservativ.
Das ist natürlich eine Auslegung, die mir als Naturwissenschaftler, der für seine Erkenntnisse handfeste Beweise braucht, ziemlich fremd ist, aber sicher den Geisteswissenschaften geschuldet, die sich ja oft mit relativ geringer Bodenhaftung zufrieden geben.
Vielleicht könnten Sie Ihre Einteilung dadurch lichtvoll durchdringen, dass Sie einen Neokonservativen, einen Wertkonservativen und Ihre Einschätzung seiner Heiligkeit anhand von Beispielen, an denen sie sich unterscheiden lassen, nebeneinander stellen.
Vielleicht könnten Sie Besipiele der jüngsten Zeit wählen? Der Kinderkrippendiskurs im Lichte des Feminismus, die demografische Frage mit der besonderen Bedeutung des Schwangerschaftsabbruches, die Zerstörung der Erde durch Ausbeutung, etc. pp.
PS: Und wo sehen Sie sich selbst stehen? An der Seite des Papstes? Ich gehe doch recht in der Annahme, dass Sie sich, so wie wir alle, auf der absolut richtigen Seite wähnen?
?:)
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#16   Defensor Fidei   19:00:38 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@ methusalix
Wenn die protestant. Evangelikalen der USA LIBERAL sind, dann ist George W. Bush ein gottloser … Kommunist!
Liberal heißt nicht, daß man unglaublich tolerant und weltoffen ist und konservativ sein, heißt nicht, daß man sittenstreng, unnachgiebig und rückwärtsgewandt ist. Diese Formeln würden beiden Begriffen nicht gerecht.
Der Liberalismus hat verschiedene Ausprägungen. Es gibt den politischen, den philosophischen & den theologischen Liberalismus. Das Grundprinzip (die Unabhängigkeit) ist allen Zweigen zueigen. Innerhalb des Liberalismus gibt es schließlich noch Abstufungen und Ausprägungen.
Der Protestantismus ist seinem Prinzip nach ein theologisches Kind des Liberalismus. Ohne Liberalismus keinen Protestantismus. Natürlich sind somit auch die Evangelikalen in den USA liberal. Liberal dem Prinzip nach, nicht in jeder einzelnen Frage. Politisch würde man bei den Evangelikalen von Neokonservativen sprechen. Der Neokonserv. ist jedoch alles andere als wirklich wertkonservativ. Dazwischen liegt ein himmelweiter Unterschied. Ob Bush wertkonservativ oder aber neokonservativ ist (wie die meisten in seinem Unfeld), weiß ich nicht. Ich vermute eher letzteres.
Ich lege aber großen Wert auf eine genaue Unterscheidung diesbezüglich. Mit einem Neokonservativen habe ich nämlich oft viel größere Probleme als mit einem Liberalen. Letzterer gibt zu, daß er liberal ist, der Neokonservative verschleiert seine Prinzipienlosigkeit durch einen Etikettenschwindel.
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#15   AthanasiusII   18:52:36 | Mittwoch, 9. Mai 2007
1940-1960
Unter Pius XII. gab es keinen Rückgang unter Brasilianischen Katholiken, sondern eine Masseneinwanderung 1945-1950 aus Deutschland und Nordamerika. Die Deutschen Einwanderer hatten ein ausdrückliches politisches Weltbild (NS), also sakulär oder lutherisch, die Amerikaner waren vor allem protestantisch (in vielen Sekten). Wenn hier her Monophysiten aus Syrien fliehen, nimmt ja auch prozentuell die Zahl der Katholiken ab. Das sagt aber nichts über Glaubensabfall. Nach 1970 aber ist es eindeutig der protestantisierende Neomodernismus zusammen mit den kommunistischen Infilitranten welcher die kath. Kirche in Brasilien beherrscht und die frommen Leute verfremdet und Anstoss gibt. Ausser in Campos unter Mons. De Castro Mayer.
Benedikt XVI. wird das Bistum Campos und die Administration von Bischof Fernando Rifan übrigens nicht besuchen.
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#14   Gotthard   18:21:13 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Dummschwätzer
waren die Damen und Herren Schreiber schon mal in einer brasilianischen Favela?
waren die Schreiber schon einmal im Büro einer lateinamerikanischen bischöflichen Gruppe „justia et pax“?
kennt jemand von den Beflissenen hier einen lateinamerikanischen Bischof?
Wer denn schon einmal den Fuss auf lateinamerikanischen Boden gesetzt?
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#13   methusalix †   18:14:40 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@Defensor Fidei
Defensor Fidei: @ stimme der vernunft >>Die Leute rennen zu den Evangelikalen, weil die ihnen erzählen:…<<
Ich meine, daß man zwischen den protestantischen Gruppierungen und der Theologie der Befreiung doch noch genauer unterscheiden muß. Beide haben zwar das Prinzip des Liberalismus als Grundlage, …
Wenn die protestantischen Evangelikalen der USA LIEBERAL sind, dann ist George W. Bush ein gottloser und landes- und hochverräterischer Kommunist!
^-^ ^-^ ^-^
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#12   Alanus ab Insulis   17:48:35 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Karl Marx:
„Das Sein bestimmt das Bewußtsein.“
Kann man hier mal wieder schön sehen.
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#11   Defensor Fidei   17:45:05 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@ stimme der vernunft
Die Leute rennen zu den Evangelikalen, weil die ihnen erzählen:…
Ich meine, daß man zwischen den protestantischen Gruppierungen und der Theologie der Befreiung doch noch genauer unterscheiden muß. Beide haben zwar das Prinzip des Liberalismus als Grundlage, aber sind völlig andere Ausprägungen. Die Evangelikalen „bieten“ Abwechslung, soziale Wohltaten und haben keinen Personalmangel. Schließlich sind sie weniger streng und versprechen materiellen Reichtum aus eigener Kraft, weil man ein Auserwählter Gottes ist.
Die Befreiungstheologie (zumindest die problematische) verkürzt die Theologie, reduziert sie auf das menschliche, predigt absolute Gleichheit und Klassenkampf. Der Begriff der Erlösung wird pervertiert, indem man Christus das Wort im Munde herumdreht und unter Erlösung in erster Linie die Erlösung der Menschen hier auf Erden versteht.
Diese Befreiungstheologie hat Johannes-Paul II bekämpft und verboten, die evangelikalen Rattenfänger füllen die Lücken
Das wäre zu kurz gesprungen. Außerdem erweckt es den Eindruck als wenn Sie meinen, daß die Befreiungstheologie mit dem kath. Glauben ohne weiteres in Einklang zu bringen sei.
Mit lateinischem Gemurmel und barockem Schnickschnack gewinnt man dort nicht eine einzige Seele…vollgefressen und in Goldbrokat gekleidet
Sie haben doch von den dortigen Verhältnissen keine Ahnung. Das eine darf nicht gegen das andere Ausgespielt werden. Die Befreiungsth. braucht es nicht. Die katholische Soziallehre ist völlig ausreichend.
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#10   matt2 †   17:17:29 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Der Reichtum der Kirche ist ja zu einem Großteil repräsentativ…
eine Kirche soll ja auch etwas vorstellen, einen würdigen Rahmen bieten für die Gottesverehrung. Salomons Reichtum war damals ja auch repräsentativ, obwohl er bei ihm bestimmt auch persönlich und dekadent ausfiel, wovon ja auch sein Abfall von Gott im Alter zeugt. Sicher kann man auch manch Kirchenleuten eine materialistische Gesinnung vorwerfen, wenn man da etwa hört, wie die sich sündteure Dienstautos kaufen, und so das Geld verpulvern für ihren persönlichen Luxus. Das kann so nicht sein und soetwas soll auch öffentlich angeprangert werden. Denn ein Geistlicher sollte über die repräsentativen Aufwendungen zur Ehre Gottes hinaus eigentlich mit einem bescheidenen, persönlichen Wohlstand sein Auslangen finden. Sprich: wenn man nur auf materiellen, nicht geistigen Reichtum aus ist, sollte man sich besser einen anderen Job in der Wirtschaft suchen.
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#9   stimme der vernunft †   16:13:33 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Tja, aber
dann jammert nicht über die sinkende Anzahl Katholiken in Lateinamerika.
Die Armen dort (und es gibt halt eine ganze Menge) hören offenbar lieber auf Evangelikale, die ihnen Wohlstand versprechen, als auf Leute, die vollgefressen und in Goldbrokat gekleidet mit den Schultern zucken und sagen, sie sollen gefälligst ihr Kreuz tragen, die Erde sei nun mal ein Jammertal.
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#8   Armenius   16:00:55 | Mittwoch, 9. Mai 2007
@Stimme_der_Unvernunft
Warum sollte Gott wollen das wir uns auf dieses kurzweilige Leben in der nichtperfekten Welt ausrichten, wo doch das Endziel das ewige Leben im Lichtreich Gottes ist? Sie predigen Satans Willen, der uns wie Mephisto im faust an tierische irdische Genüsse fesseln soll. Dieses Leben hier ist eine Lehrveranstaltung, in der sich unsere Seele entwickeln soll.
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#7   VirFortis   15:59:35 | Mittwoch, 9. Mai 2007
stimme
Befreiungstheologie ist linksmarxistischer Schei--dreck im Deckmantel des Christentums
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#6   stimme der vernunft †   15:56:56 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Die Leute rennen zu den Evangelikalen
weil die ihnen erzählen: Betet, seid fromm und brav, dann macht Gott euch reich und schenkt euch Wohlstand und Geld.
Die Pervertierung der Befreiungstheologie also.
Diese hatte gesagt, Gott möchte, dass es euch wohlergehe auf Erden, er will nicht dass ihr unterdrückt und ausgebeutet werdet.
Diese Befreiungstheologie hat Johannes-Paul II bekämpft und verboten, die evangelikalen Rattenfänger füllen die Lücken, die die Befreiungstheologen hinterlassen haben.
Mit lateinischem Gemurmel und barockem Schnickschnack gewinnt man dort nicht eine einzige Seele für den katholischen Glauben.
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#5   Grzegorz I.   14:40:05 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Noch…
noch sind es zwischen 63 und 73 % der bevölkerung die sich katholisch nennen, aber wie lange noch? ich denke, dass es eine mischung aus allen dingen ist, man kann nicht alles aufs II. vatikanum schieben…sicherlich hat das II. vatikanum mitschuld aber nicht allein und andere gründe kommen noch dazu, aber mir persönlich wäre neu, dass die us-amerikanischen freikirchen marxistisch wären, im gegenteil sogar…also man kommt hier in der argumentation durcheinander…entweder sind die befreiungstheologen schuld oder die us-amerikanischen evangelikalen, die aber genau wie unser freund george w. bush nicht marxistisch sind, sondern sehr konservativ, also sollte man die argumente nicht durcheinander werfen…fest steht aber das sich die kath. kirche in südamerika aber nicht nur dort im rückzugsgefecht befindet…aber wie sagte karl rahner einmal…alles menschen sind ja anonyme christen, also wäre es nach rahner ja egal ob die menschen in brasilien katholisch sind oder nicht. danke.
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#4   landorganist   14:35:24 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Die einfache Hetznet-Formel
lautet:
Juden+NOM+Homos+Freimaurer+Joh. XXIII+Paul VI.+Joh.Paul II + Bene. XVI = Rückgang der Katholiken in Brasilien.
Diese Formel kann man natürlich analog der vereinfachten Denkstrukturen der Katholiban auf Deutschland, Österreich, Frankreich, etc. übertragen. Was könnte man dagegen tun? Nun, auch hier hat Hetznet eine passende Formel parat:
Juden in die Wüste, NOM durch alte Messe ersetzen, Homos u. Freimaurer kasernieren, alle nachkonziliaren Päpste posthum exkommunizieren, B. XVI in Rente schicken, einen genehmen Kandidaten auf die Sedia Gestatoria setzen, und schon sind die Kirchen in Brasilien und Europa wieder voll…
So einfach ist die Welt!
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#3   matt   14:27:34 | Mittwoch, 9. Mai 2007
das ist jetzt vielleicht garnicht so ein Problem…
Bei den Evangelikalen orte ich ohnehin eine tendenzielle Nähe zur katholischen Kirche, etliche sind vielleicht sogar bereit den Papst anzuerkennen. Wenn ihnen das Vertrauen der Gläubigen zukommt, dann zweifellos wegen ihrer Glaubenstreue, von der die kath. Kirche abgeirrt ist. Sie sind also zwar Schismatiker, aber nicht vorwiegend Häretiker. Vielleicht kann man sie doch wieder aus ihrem selbstgewählten Exil heimholen in die Kirche.
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#2   Rudolfus   14:07:16 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Glaubensboten aus den USA & aus Saudi-Arabien
Die USA besitzen sicherlich die engagiertesten Gläubigen weltweit, besonders, was die ungezählten protestantischen Freikirchen betrifft.
Positiv ist, daß die Gläubigkeit der U.S.-Bürger auch auf die römischen Katholiken in den USA abfärbt.
Negativ ist (für die Hl. Römische Kirche), daß die mehrheitlich sektiererischen U.S.-Amerikaner mit ihrem vorbildhaften Glaubenseifer und ihren reichen U.S.-$-Spendenfonds erfolgreich in aller Welt missionieren, besonders erfolgreich bei ihren lateinamerikanischen Nachbarn, aber auch sonst in aller Welt und aller Herren Länder.
Diese Missionare versuchen ihr Glück selbst in den Erdteilen unter dem Joch des Islam, aber auch im säkularen Europa.
Zumindest in Lateinamerika finden sie aber eine größer werdende Zahl an Zuhörern und Anhängern.
Die U.S.-Protestanten können also für ganz Amerika zurecht in Feierlaune sein, und menschlich gesehen kann man ihnen ihre Erfolge als anti-modernistischer Christ vielleicht auch ein bißchen gönnen.
Aber in Feierlaune konnte sich die Hl. Römische Kirche auch bis zum Vorabend der Eröffnung des Vatikan-Pastoralkonzils 1962 befinden.
Gerade in den USA gab es eine große Zahl an Konversionen zur Römischen Kirche, ebenso in Afrika, Westeuropas Kirche war eine feste Burg.
Heute, seit dem Pastoralkonzil, Millionen in Europa sind abgefallen, nach Afrika und Lateinamerika sendet Europa höchstens katholische Sozialarbeiter,
dafür betreibt nun der Islam und die Saudi-Arabier eine erfolgreiche Afrikamission.
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#1   VirFortis   13:42:03 | Mittwoch, 9. Mai 2007
In Brasilien rennen die Gläuien in Scharen zu den Freikirchen über !
Warum?
Weil auch dort der Geist der Indifferenz und des Liberalismus in den Klerus Einzug hält womit dem Evangelium die Kraft geraubt wird.
Die Leute gehen dann halt dorthin wo die Dinge und das Böse auch beim namen genannt werden…
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