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Papst droht mit dem Jüngsten Gericht + „Schiacher Hund“ + Massendemonstration + Protest vor dem Dom + Muttertagskommentar
Benedikt XVI. umarmt Jugendliche auf der Farm der Hoffnung
Benedikt XVI. umarmt Jugendliche auf der Farm der Hoffnung
© João Rangel – visitadopapa.org.br
Papst droht mit dem Jüngsten Gericht

Brasilien. Gestern vormittag besuchte Benedikt XVI. in Guaratingueta – 40 Kilometer nordöstlich von Sao Paulo – die ‘Farm der Hoffnung’. Dort leben junge Drogenabhängige. Das Zentrum wurde von dem deutschen Franziskanerpater Franz Stapel gegründet. Der Papst forderte die Drogenhändler auf, über das Böse nachzudenken, das sie vielen Menschen antun: „Gott wird von ihnen Rechenschaft für das fordern, was sie getan haben. Die Menschenwürde darf nicht mit Füßen getreten werden.“ Den Drogenabhängigen sagte der Papst, daß es nicht reiche, den Körper zu heilen. Man müsse auch die Seele mit kostbaren göttlichen Geschenken – den Sakramenten – schmücken.

„Schiacher Hund“

Österreich. Der Vorsteher des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz bei Wien, Abt Gregor Henckel-Donnersmarck (64) zweifelt an der Glaubwürdigkeit eines Mönchs, der kürzlich mit Mißbrauchsvorwürfen an die Öffentlichkeit getreten ist. Gegenüber ‘profil’ erklärte der Abt: „Ich würde ihm eine Watschn runterhauen. Aber mich ist noch nie ein Homosexueller angegangen. Wohl weil ich ein schiacher [häßlicher] Hund bin.“

Massendemonstration

Italien. Bei einer Demonstration für Ehe und Familie haben am Samstag in Rom rund 500.000 Menschen teilgenommen. Die Menschenmassen protestierten gegen einen Gesetzesentwurf der Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi, Ehen ohne Trauscheine und Homo-Konkubinate zu legalisieren. Die Demonstration wurde von Oppositionschef Silvio Berlusconi angeführt. Auch zahlreiche kirchliche Organisationen waren vertreten.

Protest vor dem Dom

Deutschland. Das Bistum Hildesheim entließ im April eine Religionslehrerin fristlos. Sie stand seit 32 Jahren im Schuldienst und unterrichtete – bei Engpässen – auch bei den Evangelischen. Dies widerspricht dem Arbeitsvertrag mit dem Bistum. Jetzt wollen Eltern und Kollegen der Lehrerin am Montag vor dem Dom gegen den Entscheid des Bistums protestieren. Am Dienstag wird ein Gespräch zwischen Vertretern der Schule und dem Hildesheimer Bischof, Mons. Norbert Trelle (64) stattfinden.

Muttertagskommentar

Österreich. Anläßlich des Muttertags forderte der Weihbischof von Salzburg, Mons. Andreas Laun, ledige Mütter nicht zu diskriminieren. Man könnte – so der Weihbischof – glauben, daß die Zeiten einer solchen Diskriminierung vorbei seien. Schließlich halte eine breite Mehrheit der Bevölkerung den Geschlechtsverkehr vor der Ehe für gut und erlaubt. Allerdings würden Frauen, die laut Volksmund ‘zu dumm zur Verhütung’ seien und ungewollt ein Kind erwarten und dieses nicht abtreiben, immer noch verurteilt.
      
16 Lesermeinungen
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#23   Artois †   16:37:51 | Dienstag, 15. Mai 2007
Die Jungfrauengeburt
ist keines falls „durch die Heidenmission in das Christentum eingeflossen“, sondern authentisches Zeugnis der Offenbarung und der Kirche. Maria war Jungfrau vor in und nach der Geburt und blieb es lebenslang.
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#22   Nachtlaterne   22:00:20 | Montag, 14. Mai 2007
Wer Liebe sucht…
Wer Liebe sucht…
…und Gott verachtet,
der ist wahrhaftig schwer umnachtet.
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#20   Benedikt   13:01:00 | Montag, 14. Mai 2007
Entlassung
Typisch für die Besessenheit auf das Äußerliche, die heute in der Hierarchie vorherrscht. Vermutlich sind im katholischen Religionsunterricht auch wie anderswo Bücher von Harnack, Haag, Küng, Bultmann und Co im Einsatz. Aber einen offiziellen evangelischen Unterricht zu halten, das ist dann ein Kündigungsgrund. Lächerlich.
Die Verantwortlichen in der Kirche sehen dabei zu, wie Generationen von Religionslehrern durch eine häretische Hochschulausbildung verdorben werden (und dieses an ihnen verübte Werk dann in den Schulen fortsetzen). Aber wenn sich eine Kindergärtnerin wiederverheiratet, dann kommt die Kündigung. Dieses Verhalten ist einfach zum Kotzen. Vielleicht sollte man sich mal auf das Wesentliche besinnen.
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#19   Leblhuber   00:20:59 | Montag, 14. Mai 2007
@Czibo:
Die Zeugung des Jesus lag vor der Eheschließung. Weil in den Evangelienberichten immer von der Jungfrau die Rede ist. Wäre es anders, hätte die ganze Jungfrauenverehrung keinen Sinn, sondern wäre ein fundamentales Missverständnis, das aus der Welt geschafft gehört.
Ich glaube, dass die Parthenogenese heute aus gutem Grund weitgehend nicht mehr akzeptiert wird und die Verehrung (Anbetung) der Jungfrau Maria in all ihren übertriebenen Ausformungen dem kath. Glauben abträglich ist. Die Grenzen zur Götzenverehrung sind hier schnell überschritten.
Dem Judentum ist die Jungfrauengeburt fremd. Sie stammt aus anderen antiken Kulten und ist durch die Heidenmission in das Christentum eingeflossen.
Im Psalm 2 heißt es: „Der Herr sprach zu mir: ‘Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.“
Für Israel ist der göttliche Zeugungsakt ein Akt der Erwählung. Der König ist nicht von Gott gezeugt, sondern erwählt.
Die junge Frau wurde zur Jungfrau und verstellt seither die Mutter Jesu, der unsere Hochachtung gebührt.
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#14   methusalix †   18:27:49 | Sonntag, 13. Mai 2007
Hallo wi-bi, wo wohnen Sie denn? In Polen?
Und die Kirche wird auch beim Kampf gegen die Homosexualität den Kürzeren ziehen.
Vielleicht nicht in dieser Runde. Aber es wird passieren.
Gaaaaaanz sicher!
Aber das ist doch schon passiert; sogar im kreuzbraven Bayern, die immer noch diese Hinrichtungsmaschinen an den Wänden der Klassenzimmer hängen haben.
Stoiber hat zwar mit den Zähnen geknirscht, dass man es in Berlin auch ganz deutlich hören konnte, aber er musste unseren gleichgeschlechtlich liebenden Geschwistern die Möglichkeit einer offiziell anerkannten Partnerschaft, wie in der Ehe, bieten.
Ein Land, wo dies noch passieren wird, ist Polen. Selbst wenn die im Lande für lange Zeit keine Möglichkeit anbieten, gleichgeschlechtlich zu heiraten, so werden sie doch solche Partnerschaften von zugezogenen Unionsbürgern anerkennen müssen. Eins zu null für die EU!
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#13   wi-bi   18:10:50 | Sonntag, 13. Mai 2007
Ich wiederhole mich mal:
Die Kirche hat den Kampf gegen eine freie Sexualität verloren.
Die Kirche hat den Kampf gegen die Ehescheidung verloren.
Die Kirche hat den Kampf gegen die Abtreibung verloren.
Und die Kirche wird auch beim Kampf gegen die Homosexualität den Kürzeren ziehen.
Vielleicht nicht in dieser Runde. Aber es wird passieren.
Gaaaaaanz sicher! :-)
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#10   möchtegern-kathole   14:54:58 | Sonntag, 13. Mai 2007
@stephanSchmidt
Josef wird noch verehrt, aber – diese Ihre Beobachtung mag stimmen – nicht mehr in der ganzen Kirche. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Kirche in einer Krise steckt. In den kath. Kreisen der kath. Kirche wird er noch verehrt.
Ansonsten hatte Josef – wie war das? – ich glaube einen Traum, in dem Ihm die Sache erläutert wurde. Ansonsten hätte er richtig getan, sich zu trennen, was er – glaube ich – auch vorhatte.
Dieser große Heilige wird auch in bestimmen Anliegen angerufen.
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#9   Bellarmin   13:22:50 | Sonntag, 13. Mai 2007
Silvio Berlusconi
Wie man überall nachlesen kann wurde die Kundgebung für die Familie von verschiedenen katholischen Gruppen organisiert und war nicht politisch. Verschiedene Politiker nahmen daran teil, zwei Minister der mitte/links Regierung und alle Parteiführer der mitte/rechts Gruppierungen. Kein Politiker sprach, oder war auf dem Podium.
Im Vergleich zu den von den deutschen linken Medien hochgehaltenen Prodi (der auch unverheirateten (sowohl homo-als auch hetero die gleichen Rechte, wie Eheleuten geben möchte), der nur dem Namen nach katholisch ist aber sich gerne damit brüstet, hat Silvio Berlusconi nie gesagt den Geboten der Kirche zu folgen, sondern klar erklärt, dass er in manchen Dingen (Ehe und Familie, Stammzellen u.ä. Forschung, Homosexuelle usw.) mit der Haltung der Katholischen Kirche einverstanden ist.
Aber wie dieses Medium hier zeigt, ist es leicht aus einer katholischen Kundgebung für die Familie ein rein politisches Geschehen zu machen.
Übrigens sprechen die Schätzungen von 1 Mio. teilnehmern, die Gegenveranstaltung der Grünen, Linken und Radikalen hatte 5000-10000 Teilnehmer.
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#8   stephanSchmidt   13:09:16 | Sonntag, 13. Mai 2007
Warum wird eigentlich Joseph nicht mehr verehrt?
Wie es dazu kam, dass Maria noch nach der Eheschließung Jungfrau war, also die Ehe nicht vollzogen war, ist eine interessante Frage. Da sich die Bibel dazu nicht weiter auslässt, währen aber alle Spekualtionen in der Richtung ein reines Ratespiel.
Was mich jedoch verwundert ist die Frage warum Maria so verehrt wird, Joseph jedoch nicht. Nach damals geltendem recht -da er nicht mit ihr geschlafen hat, und sie trotzdem schwanger wurde- hätte sie praktisch als Ehebrecherin die wohl unappetietlichsten Straphen der Justizgeschichte erleiden können. Joseph muss also ein großes Maß an Vertrauen, Treue und Stärke bewiesen haben, um doch zu seiner Frau und dem Kind zu stehen. Er muss sie vor der Welt verteidigt haben. Ansonsten hätte die Geschichte ein ziemlich abbruptes Ende finden können, indem die Frau gesteinigt und der entstandenen Bastard im nächsten Fluss ertränkt wird.
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#7   Czibo Nieznany   12:31:29 | Sonntag, 13. Mai 2007
Bei Eheleuten aufgewachsen
Könnte man sich dahin verständigen, dass Jesus bei Eheleuten aufgewachsen ist. Die Zeugung des Jesus lag vor der Eheschließung. Weil in den Evangelienberichten immer von der Jungfrau die Rede ist. Wäre es anders, hätte die ganze Jungfrauenverehrung keinen Sinn, sondern wäre ein fundamentales Missverständnis, das aus der Welt geschafft gehört.
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#6   GerdEric   12:15:40 | Sonntag, 13. Mai 2007
@ Typ
Nein, gilt nicht mehr. Warum auch? Immerhin soll der Priester ja Christus repräsentieren, und der war: richtig, unehelich geboren (hm, naja, wissen wir nicht, aber jedenfalls nicht vom Ehemann gezeugt).
Jesus ist ehelich geboren, nahm Josef Maria doch zur Frau.
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#5   Bruder Theophil   12:13:09 | Sonntag, 13. Mai 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 14, 23-29
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.
Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.
Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.
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#4   Nachtlaterne   10:40:37 | Sonntag, 13. Mai 2007
Fortsetzung 2
Das Angebot macht’s möglich ! Männer die ihre Körper trainieren, in Bräunungsstudios rennen, die coolsten Klamotten tragen, schnelle Autos fahren, und sich beständig nach dem männlichen Ideal lässig, als Macher, als wissend und erfahren darstellen müssen. Und was Mann nicht hat, kann er ja durch Perfektionierung von etwas anderen vertuschen… Treffpunkte: Kneipen, Discos, Zeitungsanoncen die als Fleischmärkte funktionieren. Und wenn es in dem einen nicht klappt, kann Mensch ja woanders reingucken. Das Angebot macht’s möglich ! Auswechselbare Idealmänner und Idealfrauen gehen nichtssagende Beziehungen ein, aus Sexualität wird Leistung. Und weil sie austauschbar sind, tauschen sie sich auch täglich aus. Das Angebot macht’s möglich. Eine Unendlichkeit von nichtssagenden Beziehungen wird lebbar und auch wichtig, schließlich muß Mensch sich sein Mann oder Frau sein auch bestätigen. Dieser Wunsch wiederum fußt auf nichts anderem denn auf die körperliche Bestätigung als Sexobjekt. Auch wenn diese Beschreibung überzogen wirkt, frei davon ist kaum jemand. Reduzierte Liebe (Sex) bekommt einen gewaltigen Stellenwert im Bewußtsein und Leben der Menschen, welche sich bestens in die Industrie- und Entfremdungsgesellschaft einpassen. Wir konsumieren Sex wie Schokolade. Aus einem natürlichen Bedürfnis wird ein Ersatzbedürfnis. Aus Menschen werden Objekte, die sich auf ihren Körper und ihr Geschlecht reduzieren lassen: Ware in der Warengesellschaft. Die Folgen: Massenhafte Ehescheidungen. In …
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#3   Typ   10:19:46 | Sonntag, 13. Mai 2007
@ Sirilo
Nein, gilt nicht mehr. Warum auch? Immerhin soll der Priester ja Christus repräsentieren, und der war: richtig, unehelich geboren (hm, naja, wissen wir nicht, aber jedenfalls nicht vom Ehemann gezeugt).
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#2   Sirilo   10:13:59 | Sonntag, 13. Mai 2007
Ausgerechnet Silvio Berlusconi,
ein notorischer Schürzenjäger, der in 2. (kirchlich ungültiger) Ehe verheiratet ist, führt eine Demonstration für Ehe und Familie an! Na, da hat man ja den Bock sich zum Gärtner machen lassen…
Und was das Anliegen von Weihbischof Laun angeht: Gilt eigentlich noch die Regel, daß unehelich Geborene nicht Priester werden können?
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#1   Nachtlaterne   08:56:02 | Sonntag, 13. Mai 2007
Gegen Menschen als Ware
Wer kann schon sagen, inwieweit die Sucht nach Sex und das reduzierte Verhalten die westlich industrialisierte Realität bestimmen und das Bewußtsein der dort lebenden Menschen prägt. Sicher ist nur eines: die Reichweite und der Stellenwert ist enorm. Der Einfluß, den Sex auf das Verhalten der einzelnen Individuen hat ist allgegenwärtig. Spürbar im natürlichen Umgang zwischen den Geschlechtern, im geprägten Rollenverhalten, in der Mode, in einschlägigen Zeitschriften bis hin zu den „Zeitgeist-Kulturmagazinen“, kaum ein Film ohne Sex, in den Kontaktanzeigen, in den Blicken auf der Fußgängerzone, im obligatorischen Anbaggern in den Discos, im Smaltalk, in den Gesprächen über das andere Geschlecht, in der Schlagermaschinerie und natürlich im ausleben und Praktizieren von Sexualität. (One – Night – Stands, Einpacken, Auspacken, Orgasmus hinauszögern, tausend Tricks und Stellungen, War ich auch gut? Es ist der Warengesellschaft gelungen, das starke und natürliche Verlangen des Menschen nach Liebe zu kanalisieren, letztlich zu verhindern und die freiwerdenden Energien und Bedürfnisse dem Profit zufließen zu lassen. Aus der Sehnsucht nach Liebe wird sexuelle Bedürfnisbefriedigung. Aus Menschen werden Sexobjekte. Frauen, die durch Frisur, möglichst enge und knappe Kleidung, Diäten, raffinierte Schminktechnik, weiblichem Verhalten, möglichst erotischer Unterwäsche in einen fürchterlichen Konkurrenzkampf verstrickt sind – einem gesellschaftlichem Ideal von schlanken, busenbetonten Frau…
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