Muttergottes
Zurückweisung „wildester Spekulationen“
Gestern feierte die Kirche den 90. Jahrestag der Marienerscheinungen in Fatima. Der Papst und sein Staatssekretär sind sich sicher, daß die gesamte Botschaft von Fatima veröffentlicht und richtig interpretiert wurde.
Kardinal Bertone und Papst Benedikt XVI. vor dem Abflug am Flughafen von Brasilien nach Rom.
Kardinal Bertone und Papst Benedikt XVI. vor dem Abflug am Flughafen von Brasilien nach Rom.
© Ângela Barbour; visitadopapa.org.br
(kreuz.net, Vatikan) Anläßlich des 90jährigen Jubiläums der Erscheinungen von Fatima hat Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ein neues Buch veröffentlicht. Das berichtete die Nachrichtenagentur der US-Bischofskonferenz, ‘Catholic News Service’.

Das Buch heißt „Die letzte Vision von Fatima: Mein Treffen mit Schwester Lucia“. Es besteht aus einem 140seitigen Interview mit dem Kardinal. Als Vorwort dient ein Brief von Papst Benedikt XVI.

Von der Seherin bestätigt

Der Erscheinungen der Heiligen Jungfrau im portugiesischen Ort Fatima begannen am 13. Mai und endeten am 13. Oktober 1917.

Die Seher waren die zehnjährige Lucia zusammen mit dem Geschwisterpaar Jacinta und Francisco Marto. Sie erlebten sechs Muttergotteserscheinungen auf der Weide Cova de Iria – jeweils am 13. des Monats.

Dabei wurden ihnen auch drei Geheimnisse mitgeteilt.

Die ersten beiden Teile der Fatima-Visionen wurden bereits in den späten 30er Jahren bekannt gemacht.

Basilika von Fatima mit den Bildern der Seherkinder Jacinta und Francisco Marto. © GNU
Basilika von Fatima mit den Bildern der Seherkinder Jacinta und Francisco Marto.
© GNU
Sie beinhalten eine Höllenvision und Prophezeiungen über den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, den Aufstieg des Kommunismus und den Endtriumph des Unbefleckten Herzen Mariens – sofern Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht wird.

Das dritte wurde erst von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 öffentlich gemacht. Kardinal Bertone und der damalige Kardinal Ratzinger waren an der Veröffentlichung beteiligt.

Johannes Paul II. sandte damals Erzbischof Bertone als Sekretär der Glaubenskongregation zu Schwester Lucia, um mit ihr die bevorstehende Veröffentlichung zu besprechen.

Kardinal Ratzinger verfaßte einen offiziellen Kommentar zum Geheimnis. Dabei deutete er die Passage in der Vision über einen „weiß gekleideten Mann“, der in einer zerstörten Stadt getötet wird – als prophetische Vision des Attentats auf Papst Johannes Paul II. im Jahr 1981.

Kardinalstaatssekretär Bertone versichert jetzt, daß die Fatima-Seherin und spätere Karmelitin, Schwester Lucia dos Santos ( † 2005), die Auslegung des Vatikan bestätigt habe.

Warum die Veröffentlichung 2000 stattfand

Kardinal Bertone sagt in seinem Buch, daß das Jahr 2000 dem damaligen Papst für die Veröffentlichung des Geheimnisses angemessen erschien.

Im selben Jahr fand die Seligsprechung von Francico und Jacinta Marto statt.

Ein weiterer Grund für die Veröffentlichung seien anhaltende Gerüchte gewesen, wonach der Vatikan Ungereimtheiten zurückhalten würde. Diese Gerüchte hätten auch Schwester Lucia irritiert.

Kardinal Bertone mit Sr. Lucia
Kardinal Bertone mit Sr. Lucia
Um diesen Spekulationen ein Ende zu setzen, habe Johannes Paul II. beschlossen, das Geheimnis zu veröffentlichen: „Der Druck der ‘Fatimisten’ war sehr stark“ – so Kardinal Bertone.

Er kritisiert in diesem Zusammenhang „unverbesserliche Fatimisten“ – Anhänger von Hw. Nicholas Gruner und seines ‘Fatima Kreuzfahrer Magazins’. Diese Gruppe zeigte sich vom dritten Geheimnis enttäuscht.

Hw. Gruner ist ein suspendierter kanadischer Priester. Er hat wiederholt die Befürchtung geäußert, daß der vom Vatikan veröffentlichte Text nicht mit anderen Darstellungen von Schwester Lucia übereinstimme.

Außerdem sei der veröffentlichte Text nicht beunruhigend genug, um drei Päpste – Johannes XXIII., Paul VI. und Johannes Paul II. – so lange von seiner Veröffentlichung abgehalten zu haben.

Verwirrende apokalyptische Spekulationen

Es seien im Zusammenhang mit dem dritten Geheimnis von Fatima wildeste Thesen über Weltkatastrophen oder Häresien an der Spitze der Kirchenführung verbreitet worden.

Somit habe ein „pastorales Anliegen bestanden, die Frage aufzuklären“ – so Kardinal Bertone.

Der Eröffnungsbrief des Papstes in Kardinal Bertones Buch nimmt auch auf dieses Anliegen Bezug:

Sonnenwunder in Fatima am 13. Oktober 1917
Sonnenwunder in Fatima am 13. Oktober 1917
Die Veröffentlichung des dritten Geheimnisses „war eine Zeit des Lichts, nicht nur, weil die Botschaft allen bekannt gemacht wurde, sondern auch, weil es die Wahrheit enthüllte in einem verwirrenden Rahmen apokalyptischer Interpretationen und Spekulationen, die in der Kirche kursierten und die Gläubige verwirrten machten, statt sie zu Gebet und Buße anzuleiten“.

Der Papst bezeugt, den Kommentar zu dem dritten Geheimnis nach intensivem Gebet geschrieben zu haben. Seine Meditationen habe er über den von Schwester Lucia niedergeschriebene Originalzetteln abgehalten.

Nach Benedikt XVI. kann das dritte Geheimnis in dem „tröstenden Versprechen der Heiligsten Jungfrau Maria“ zusammengefaßt werden: „Mein unbeflecktes Herz wird triumphieren.“

Warum starb der Papst beim Attentat nicht?

Der dritte Teil des Geheimnisses erreichte den Vatikan im Jahr 1957. Die aufeinanderfolgenden Päpste kannten dessen Inhalt, enthüllten ihn aber nicht.

Dem Einwand, daß das dritte Geheimnis nicht auf Papst Johannes Paul II. zu beziehen sei, weil dieser beim Attentat im Jahr 1981 nicht starb, antwortet Kardinal Bertone, daß dieses Argument von einer Ignoranz gegenüber dem spirituellen Zweck einer Prophetie zeuge:

„Prophezeiungen werden nicht von einem deterministischen Fatalismus begleitet. Gebet und Buße sind stärker als das Böse und Gewehrschüsse.“

Während die Prophezeiung davor warne, was passieren könnte, wenn die Menschen nicht beten und nicht umkehren, veranschauliche sie auch die Tatsache, daß „Umkehr, Buße und Gebet den Lauf der Geschichte ändern können“.
      
33 Lesermeinungen
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#33   Rudolfus   14:25:44 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Inabikari / Frage der Marienerscheinungen
Was mir nicht ganz begreiflich ist: Wieso erscheint die Jungfrau Maria, wenn sie dem Papst und der Kirche etwas mitteilen möchte, nicht direkt dem Papst oder dem Kardinalskollegium, sondern drei kleinen Hirtenkindern im Outback von Portugal?
Das kann wohl nur Gott beantworten.
Meistens erscheint die Jungfrau nur Gläubigen und nicht dem Papst oder Bischöfen, allerdings mit einer Botschaft an den Bischof oder an den Papst.
Hätte ein Bischof oder ein Papst eine Marienerscheinung, so würden sie diese wohl nicht der Welt mitteilen: Und man würde wohl auch ihre Glaubwürdigkeit bestreiten, wenn der Papst oder ein Bischof regelmäßig Marienerscheinungen hätten, und sie dies auch öffentlich sagen würden.
Es ist aber keienswegs auszuschließen!
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#32   Unschuld   12:21:15 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Sirilio
Hallo,
mit Interesse habe ich Ihre Ausführungen zu Fatima gelesen. Vielen Dank. Ich vermute Sie kommen dem Geheimnis um Fatima recht nahe.
Gruß
Ariel
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#31   Stimme aus dem Tradiland   17:31:07 | Dienstag, 15. Mai 2007
Fatima ist nicht bloß eine private, sondern eine außerordentliche Offenbarung!
@ Sirilo: Fatima ist nicht bloß eine Privatoffenbarung für drei Seher. Es ist eine außerordentliche Offenbarung, die Bedeutung für die ganze Kirche hat. Sowohl für das Heil jedes einzelnen Gläubigen (siehe die „geistliche Lebensversicherung“, die „fünf Samstage“) als auch für das Heil der ganzen Kirche, ja der ganzen Welt (siehe die „Weihe Rußlands an das unbefleckte Herz Mariens“).
Was das „Sonnenwunder“ von Fatima betrifft, so ist nicht dieses das größte Wunder, sondern ein meistens wenig beachtetes Wunder aus diesem Anlaß. Aufgrund stundenlangen Regens waren die Leute, die auf das Sonnenwunder warteten, „waschelnaß“ bis auf die Haut. Nach dem Sonnenwunder, welches aber nur wenige Minuten gedauert hat, waren sie aber alle völlig trocken.
Die Energiemenge, die zur Erzielung dieses Ergebnisses erforderlich wäre, um dies auf natürlichem Wege in dieser kurzen Zeit zu bewerkstelligen, wäre so groß, dass sämtliche Leute sogleich mit ihrer Kleidung verbrannt wären.
Im übrigen gibt es zum Sonnenwunder auch die Aussagen von Unbeteiligten, die in mehreren km Entfernung dieses Wunder beobachtet haben, obwohl sie gar nicht beabsichtigten, das Wunder zu sehen.
Und natürlich wurden nicht alle 70.000 Teilnehmer befragt. Hätte wohl schon organisatorische Schwierigkeiten aufgeworfen. Es gibt aber – was wesentlicher ist – keine gegenteiligen Aussagen (von Teilnehmern, die das Wunder nicht gesehen hätten odgl.).
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#30   santo domingo   17:27:07 | Dienstag, 15. Mai 2007
@ Sirilo
Außerdem wollen wir doch ‘mal wieder festhalten, daß Privatoffenbarungen (sogar wenn von der Kirche für wahr gehalten) nicht Teil des katholischen Glaubensgutes sind!
@ wunderkind3: Ob vermißt, weiß ich nicht (bin selber noch ein Neuling), aber herzlich willkommen!
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#29   wunderkind3   17:18:57 | Dienstag, 15. Mai 2007
guten tag
liebe kreuz.netter,
ich bin, nach langer anbwesenheit wieder da.
wurde ich vermisst?
mit freundlichsten grüßen,
das wunderkind
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#28   Sirilo   17:18:34 | Dienstag, 15. Mai 2007
@matt2
Natürlich hat Sr. Lucia bis zuletzt geglaubt, was sie geglaubt hat. Das, was sie war, war sie ja durch das, was sie „gesehen“ hatte. Ohne das „Gesehene“ wäre sie nichts gewesen und nichts geworden.
Es stimmt natürlich nicht, daß 70.000 Leute das „Sonnenwunder“ sahen, denn es wurden ja nur wenige danach befragt, keineswegs alle 70.000, und die Befragten hatten alle unterschiedliche Dinge gesehen – Dinge, die man bei entsprechender Witterung in manchen Gegenden der Welt sehen kann. Die Wundererwartung läßt manche Menschen eben absonderliche Dinge sehen. (Kein astronomisches Observatorium der Welt hat das „Sonnenwunder“ beobachtet. Also war es ein lokales Phänomen der Massenimagination.)
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#27   matt2 †   17:09:28 | Dienstag, 15. Mai 2007
@Sirilo: Sie übersehen den Gesamteffekt von Offenbarungen…
wenn sie meinten, diese müssten an die dafür (scheinbar) kompetentesten Adressaten gehen. Zum einen sind diese leider nicht immer die Aufnahmewilligsten. Zum anderen geht es nicht nur alleine um den Inhalt. Es geht auch um die Inszenierung einer Glaubensbotschaft, die gerade durch die Kraft ihrer eigenwilligen Inszenierung ausstrahlt und sich den Menschen dadurch einprägt. Sie kann so selbst wiederum zu einer Quelle des Heils und des Glaubens werden.
Ansonsten ist ihre Argumentation mit Kindern und deren Phantasien nicht schlüssig, da Lucia ja auch als Erwachsene noch davon überzeugt war. Also entweder sagt sie die Wahrheit oder sie lügt. Sie glauben demnach letzteres.
Ausserdem wurde, wie Sie hier lesen können das Wunder der Offenbarung nicht nur den Kindern zuteil:
Bei der letzten Erscheinung am 13. Oktober, wo ca. 70 000 Personen anwesend waren, sagte ihnen die Dame, dass sie Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz sei und dass man hier ihr zur Ehre eine Kapelle erbauen solle.Nach der Erscheinung konnten alle Anwesenden das den Kindern im Juli und September versprochene Wunder sehen: die Sonne, die einer Silberscheibe ähnlich wurde, konnte man ohne Schwierigkeit ansehen. Sie drehte sich um sich selbst wie ein Feuerrad, und es schien, als würde sie auf die Erde herabstürzen.
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#26   Sirilo   16:37:57 | Dienstag, 15. Mai 2007
@matt2
Sie mißverstehen mich: Ich verachte Fatima nicht. Ich akzeptiere es als einen Teil der katholischen Folklore, betone aber nur, daß es sich um eine Privatoffenbarung handelt, die eigentlich für das Ganze der Kirche keine Relevanz hat. Und ich betrachte die Seherkinder von Fatima keinesfalls als Lügner, aber – das weiß man aus der forensischen Psychologie – Kinder haben oft eine sehr lebhafte Phantasie und können dabei Realität und Imagination oft nicht unterscheiden. Als mein Sohn klein war, hatte er eine unsichtbare Spielgefährtin, die immer hinter dem Vorhang hervorkam und stundenlang mit ihm spielte ud die für ihn so real war wie seine eigenen Eltern.
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, daß in der Bibel Engel nie kleinen Kindern erscheinen? Als der Engel Josef mitteilen sollte, er solle seine Angetraute Maria zu sich nehmen, da hat sich der Engel direkt an Josef gewandt und nicht an seinen kleinen Neffen Jochanan… Und als der Engel den Weisen aus dem Morgenlande sagen sollte, sie sollten auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurückkehren, da sagte er es auch ihnen direkt und nicht ihrem Pagen oder Stallburschen…
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#25   matt2 †   15:46:57 | Dienstag, 15. Mai 2007
Natürlich gibt es auch falsche Prophetie…
damit mussten sich bereits die wahren Propheten des AT herumschlagen, als Scharlatane daherkamen und allerhand Lüge prophezeiten. Gott hat auch diesen Lügenpropheten ein schlimmes Ende angedroht. Nur muss man auch sehen, wie es die Absicht des Satans ist Verwirrung zu stiften, indem er falsche Prophetie in die Welt setzt und sie als solche entlarven lässt, sodass denkfaule Menschen nun mit der Lüge auch die Wahrheit, bzw. die wahren Offenbarungen ablehnen.
@Sirilo: Bitte, Sie mögen Sich dabei gefallen Fatima zu verachten, ich halte diese Gesinnung für lästerlich und ignorant. Sie stellen damit diese auserwählten Kinder als Lügner dar, die nur für ihren Profit, bzw. den ihres Umfelds Sehertum vorgaukelten. Das ist eine ungeheuere Beleidigung dieser Menschen.
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#24   Sirilo   14:51:29 | Dienstag, 15. Mai 2007
@matt2
Fatima ist nach wie vor eine Privatoffenbarung, die kein Katholik annehmen muß. Und wenn man Fatima als Hirngespinst bezeichnet, ist dies keine Gotteslästerung, sondern eine zulässige Meinungsäußerung.
Die allzu große Leichtgläubigkeit gewisser katholischer Kreise hatt eine Inflation an Erscheinungen erzeugt, deren Botschaft teilweise von erschütternder Banalität ist (siehe z.B. Medjugorje). Man tut so, als sei die Mutter des Erlösers ein Plappermäulchen, das seinen Mitteilungsdrang nicht unter Kontrolle hat. Diese Tendenz ist eine Marienlästerung!
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#23   matt2 †   14:05:16 | Dienstag, 15. Mai 2007
Ignoranten!
die drei Kinder waren aufgrund ihrer beispielhaften Unschuld auserwählt. In der Heilsgeschichte sind die eigentlichen Seher, Propheten nicht die Geistlichen oder weltlichen Herrscher. Sie sind vielmehr von eigener Gnade und gehen hin diesen zu verkünden. Man kann Fatima nicht als ein Hirngespinst abtun. Das ist Gotteslästerung! Und Lucia sagte nicht, was die Geistlichen hören wollten. Vielmehr konnten die Geistlichen nicht hören was sie zu sagen hatte.
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#22   stimme der vernunft †   13:49:53 | Dienstag, 15. Mai 2007
@inabikari
Wieso erscheint die Jungfrau Maria (…) nicht direkt dem Papst
Wahrscheinlich weil ein vernünftiger Mensch wie ein Papst nach so einer „Erscheinung“ nur sagen würde „ich sollte so kurz vor dem Schlafengehen keine Bohnen mehr essen“.
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#21   Inabikari   00:03:37 | Dienstag, 15. Mai 2007
Warum solche Umwege?
Was mir nicht ganz begreiflich ist: Wieso erscheint die Jungfrau Maria, wenn sie dem Papst und der Kirche etwas mitteilen möchte, nicht direkt dem Papst oder dem Kardinalskollegium, sondern drei kleinen Hirtenkindern im Outback von Portugal?
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#20   Leblhuber   23:54:16 | Montag, 14. Mai 2007
@Sirilo:Fatima ist eine Schimäre!
:)3 :)3 :)3
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#19   Sirilo   23:43:26 | Montag, 14. Mai 2007
Zweifelhafte Privatoffenbarungen
Was die sogenannten „Geheimnisse von Fatima“ so unglaubwürdig macht, ist, daß die „Seherkinder“ 1917, unmittelbar nach den Erscheinungen, nichts davon erzählten. Erst lang nach dem Tod der anderen beiden schrieb Sr. Lucia die „Geheimnisse“ nieder, 1941 das 1. und 2. , 1947 das 3. Es ist ganz offensichtlich, daß sie umso mehr schrieb, je mehr in sie gedrungen wurde, daß sie schreiben solle. Sie bediente also eine Erwartungshaltung, die von der „Seherin“ immer mehr erfahren wollte. Und so entstand ein neuer Bastard der Theologie, die Fatimologie, und die ist jetzt schon soweit, daß man sich Gedanken macht, wann welcher Papst wo und wie (mit Pfeilen!) von welchen Soldaten wie weit erschossen wird. Ich kann mir gut vorstellen, daß Papst Benedikt die ganzen „Geheimnisse“ am liebsten in den Papierkorb der Kirchengeschichte werfen würde. Aber das ist eben das Dilemma der Kirche, daß sie jetzt die Geister, die sie nicht rechtzeitig bannte, nicht mehr los wird – bis hin zur Fatima-Parodie Medjugorje und dem Amsterdamer „Grachtendämon“…
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#18   Theotimus   22:52:24 | Montag, 14. Mai 2007
S.E. Kardinal Bertone
hat im Grunde nicht ganz unrecht:
„Prophezeiungen werden nicht von einem deterministischen Fatalismus begleitet. Gebet und Buße sind stärker als das Böse und Gewehrschüsse.“
Während die Prophezeiung davor warne, was passieren könnte, wenn die Menschen nicht beten und nicht umkehren, veranschauliche sie auch die Tatsache, daß „Umkehr, Buße und Gebet den Lauf der Geschichte ändern können“.
Das Problem ist nur:
Kennt irgendjemand irgenswelche konkreten Anzeichen für konkrete „Umkehr, Busse und Gebet“ nach dem Umbruch in den 60gern, die den tödlichen Ausgang dieses Attentates hätten verhindern sollen ??????????
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#17   Rudolfus   21:39:25 | Montag, 14. Mai 2007
@Uwe Schmidt
Zahlenspielereien sind zumindest interessant zu lesen.
Das berühmte Papstattentat fand allerdings am 13. Mai 1981 statt (und nicht am 13. Mai 1979).
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#16   Unschuld   21:32:07 | Montag, 14. Mai 2007
Fatima – religiöser Wahn
Liebe Mitchristen,
anstatt sich wüsten Fantasien hinzugeben, was Fatima oder ähnlich gelagerte Prophetien wie diejenigen von Nostradamus bedeuten könnten, sollte man sich lieber darüber Gedanken machen, ob man den Ansprüchen, die die Heilige Schrift an einen stellt, gerecht wird.
Gruß
Unschuld
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#15   Uwe Schmidt   21:16:07 | Montag, 14. Mai 2007
Fátima
Wer im Internet die Prophezeiungen zum 3. Weltkrieg liest, weiß, dass die neokommunistischen Russen bald Europa überfallen und besonders auch die Christen betroffen sein werden. Ich tippe auf das Jahr 2017, denn 1917 war ja nicht nur das Jahr der Erscheinung von Fátima, sondern auch das Jahr der bolschewistischen Revolution (1517 Luthers Thesenanschlag – protestantische Revolution, darauf beruft sich die Freimaurerei, die sich 1717 in London formierte).
Die Roten werden auch Rom einnehmen und besonders Priester guillotinieren. Darauf bezieht sich das 3. Geheimnis vo Fátima vor allem: Soldaten, die mit ihren Pfeilen auf den Papst zielen, der den Kalvarienberg hinaufsteigt – vorbei an einer zerstörten Stadt (die auch Rom ist). Natürlich war das Papstattentat vom 13. Mai 1979 auch nicht zufällig, die eigentliche Erfüllung der antibolschewistischen Botschaft von Fátima steht uns aber noch bevor. Die Kirche wird gekreuzigt werden, doch dann wird Gott erbarmungslos zuschlagen und seine Feinde vernichten.
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#14   Stimme aus dem Tradiland   17:45:56 | Montag, 14. Mai 2007
Bischöfliche Täter sind Hartgesottene – sie geben nicht leicht ein Geständnis ab
Cardinal Bertone ist ja einer der Haupttäter der 2000er-Farce in Sachen Fatima gewesen, eine Korrektur von daher – da hartgesotten in der Lüge – nicht zu erwarten.
Linkhinweis: Chronologie einer Vertuschung old.fatima.org/…erman/gercroncvr.htm
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#13   stimme der vernunft †   16:40:57 | Montag, 14. Mai 2007
Schon erstaunlich
wie erwachsene Leute solchen Geheimnisprophezeiungsunsinn so wichtig nehmen können.
ich prophezeie euch das vierte Geheimnis von Fatima: Nachts wirds dunkel, aber wenn der Mond scheint, nicht ganz so sehr wie wenn er nicht scheint.
Und das Bier auf dem Oktoberfest wird regelmäßig teurer! Das prophezeie ich euch völlig ohne unbeflecktes Herz!
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#12   AthanasiusII   15:08:50 | Montag, 14. Mai 2007
Vorgrimlers Kritik
ist wertlos, wie die meisten seiner übrigen Arbeiten. Dieser Professor ist von irrationalen Emotionen gegen die römisch-katholische Kirche vor 1964 geprägt. Er dient eigenen Aussagen nach „dem Konzil“. Ich als Katholik der Kirche. Christus hat kein Konzil eingesetzt, sondern eine einzige Kirche.
Hier einiges zu Vorgrimler:
theologisches.net/rahner.htm
Er ist unglaubwürdig. Vor allem weil er selbst als „Liberaler“ gilt, gegen den Zölibat wittert obwohl er besser wissen müsste als Wissenschaftler (die historischen Quellen sind eindeutig nicht gegen den Zölibat). Zudem ist sein Dialog mit Freimaurern sehr fragwürdig ausgekommen. Humanum genus wird wohl nicht existiert haben? Wir kennen ja nur die Schriften von Leo XIII., vielleicht hat dieser Papst ja nie existiert, wir müssen ja historisch-kritisch sein. ;-)
Immer nur These, Antithese, Synthese? Der Absolut_Deutsche Geist? Wieso kann man mit anderen Ideologien die diametral entgegengestellt sind, dialogieren? Mit Individuellen Personen, ja, aber mit „der“ Freimaurerei? Die FM interpretieren schon diesen Dialog als Sieg ihrer eigenen Relativismus-Dogmen im Agnostizismus.
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#11   Athanasius   14:58:42 | Montag, 14. Mai 2007
Das 3. Geheimnis
hat in der Tat keine alles überragende Relevanz, ist aber dennoch wichtig. Die hl. Sakramente und der katholische, rechte Glaube sind zusammen natürlich am wichtigsten. Dennoch bleibt es eine Tatsache, daß die veröffentlichte Version des 3. Geh. nicht die volle Version, nicht die richtige sein kann. Daß bestimmte Kreise um und aus dem Vatikan immer wieder Propaganda gegen Hw. Gruner betreiben, sagt schon genug. Würde man schweigen, wären seine (Gruners) Behauptungen nicht ernst zu nehmen. Seine Ansichten sind aber stark durch Fakten und Aussagen von Pius XII., Ratzinger selbst (sic!) und Johannes-Paul II. belegt. Natürlich ist der Wege der Buße und des Gebetes am wichtigsten und lindert viele weltliche Strafen, aber Verheimlichung des Inhaltes des schon 1960 zu offenbarenden Geheimnissen, spricht nicht für die Integrität der Beruhigenden Botschaften aus dem Vatikan. Vor allem das mit der „Apostasie [dem Glaubensabfall] an der Spitze“ dürfte denen dort nicht immer gut gefallen haben…
Auf der anderen Seite müssen wir uns vor zu viel Erscheinungseifer usw. hüten und Fatimas Geheimnis nicht Tag und Nacht Zentrum des Lebens machen. Das verhindert die Orthopraxis im Glauben!
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#10   Pünktchen   14:42:24 | Montag, 14. Mai 2007
Mahner
Ich möchte Ihnen beipflichten!
Selbst die FSSPX distanziert sich in klarer Form
von diesem kirchenpolitschen Geisterfahrer www.kreuz.net/article.3455.html!
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#9   Unschuld   14:41:48 | Montag, 14. Mai 2007
Fatima
Liebe Mitchristen,
die Geheimnisse von Fatima haben m.E. keinerlei Relevanz für den christlichen Glauben. Die Heilige Schrift gibt genügend Anregungen, um ein christliches Leben führen zu können.
Professor Vorgrimler hat in seinem Buch „Die Geschichte der Hölle“ die Aussagen der „SeherInnen“ als infantil und partiell blasphemisch bezeichnet.
Gruß
Unschuld
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#8   Christus vincit †   14:20:58 | Montag, 14. Mai 2007
@mahner: Magister Johannes Rothkranz
Es mag sein, daß das eine oder andere von dem vielen, was er schon alles geschrieben hat, nicht den Tatsachen entspricht. Sehr vieles ist aber auch plausibel und ist es wert, wenn nicht geglaubt, so wenigstens überprüft zu werden…! :-S
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#7   mahner   14:12:32 | Montag, 14. Mai 2007
@ christus vincit
der link bezieht sich auf Schriften von Mag. Theol. Johannes Rothkranz – was von diesem Herrn zu halten ist, wissen wohl alle Interessierten! – der ist reif für den Gugelhupf!!
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#6   matt2 †   13:23:33 | Montag, 14. Mai 2007
ich glaube ja dieser Version des 3. Geheimnisses…
nicht, weil ich skandalverliebt wäre und der Kirche Böses nachsagen öchte, sondern weil ich es schlichtweg mit der Realität in Einklang sehe also für wahr halte. Wer des Englischen mächtig ist…
www.tldm.org/directives/d130.htm
da können die Herren in Rom über Fatima sagen was sie wollen. Ich glaube dieser Version.
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#5   r.ruhrgebietler   12:46:07 | Montag, 14. Mai 2007
@Christus vincit – stimmt
es gibt so manch trübe Ecke im Vatikan.
Besonders das 3. Geheimnis von Vatima ist mit Sicherheit nicht/nicht richtig/nicht vollständig veröffentlicht worden.
Es wäre ja auch nicht das erst mal, daß die politischen Strömungen des Vatikan etwas veröffentlichen…
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#4   Christus vincit †   12:05:38 | Montag, 14. Mai 2007
Der Vatikan ist nicht nur eine Apostatenhochburg, sondern auch eine Fälscherwerkstatt!
In der Broschüre des Verlags Anton Schmid …ww.verlag-anton-schmid.de/ „Der Vatikan als Fälscherwerkstatt“ …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_4.htm ist nachzulesen, wie das angebliche „3. Geheimnis von Fatima“ entstanden ist…! !:) :-!
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#3   Athanasius   11:56:35 | Montag, 14. Mai 2007
Unsinn
Sodano mag behaupten was er will, aber sein eigener Kollege Mario Kardinal Ciappi sagte, daß Fatima eine Aussage enthielt, daß die „Apostasie in der Kirche an ihrer Spitze anfangen wird“. Johannes-Paul II. sagte in Deutschland 1987, daß Fatima sprach von dem Verschwinden ganzer Länder durch Katastrophen. Zudem ist die veroeffentlichte Version des Geheimnisses nie erfuellt. JoPa II. wurde nicht ausserhalb der Stadt verschleppt von Soldaten und dort erschossen mit Priestern zusammen, wie die 2000-Version sagt. Was Ratzinger dazu damals interpretierte ist egal, da er bekanntlich nicht an Fatima glaubte zu jener Zeit. Muss natuerlich auch nicht per se. Der damalige Nuntius Eugenio Pacelli, spaeter Pius XII., schrieb dass Sr. Lucia sprach von einer Vernichtung der Liturgie durch Progressisten und einer Apostasie wie sie zumindest aeusserlich die Apostel inkl. Petrus selbst angriff vor der Kreuzigung. Leugnung durch Angst.
Das alles wird vom Vatikan explizit nicht behandelt. Das hat mit Hw. Nicolas Gruner gar nichts zu tun. Die Weihe Russlands dem unbefleckten Herzen wurde bisher nicht vollzogen wie erwuenscht, was Sr. Lucia in Sol de Fatima 1985 selbst bestaetigte.
Natuerlich bewirken Gebete und Busse viel, vor allem eine laengere Zeit der Gnade, aber endgueltig werden diese Aussagen zutreffen. Die ueber die allgemeine Apostasie „in“ der Kirche sind schon laengst erfuellt. Die des Papstmordes aber noch nicht.
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#2   Sirilo   11:26:10 | Montag, 14. Mai 2007
Mehr zu den sog. „Geheimnissen“ von Fatima:
www.indian-skeptic.org/…hanauer/fatima5.html
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#1   Rudolfus   11:08:11 | Montag, 14. Mai 2007
Fátima 1917, die Begründung des Kultes um das Unbefleckte Herz Mariens
Dem Einwand, daß das dritte Geheimnis nicht auf Papst Johannes Paul II. zu beziehen sei, weil dieser beim Attentat im Jahr 1981 nicht starb, antwortet Kardinal Bertone, daß dieses Argument von einer Ignoranz gegenüber dem spirituellen Zweck einer Prophetie zeuge.
Ein Cardinal also, der auf Biegen und Brechen die Fátima-Geheimnis-III-Interpretation von Papst Benedikt XVI. verteidigt, veröffentlicht im Hl. Jahr 2000 durch Glaubenspräfekt Cardinal Ratzinger.
Unser Hl. Vater Benedikt XVI. weiß aber sehr wohl, und ich glaube, daß Seine Heiligkeit auch darauf hingewiesen hat, daß dieser Deutungsversuch aus 2000 niemals eine verbindliche, endgültige Deutung sein kann, genausowenig, wie etwa die Deutungsversuche über die Apokalypse des hl. Johannes und der verwandten Zukunftstexte aus der Hl. Schrift verbindlich sein können, da die Zukunft alleine Gott kennt, nicht aber die Kirche, der mystische Leib Jesu Christi.
Wenn das III. Geheimnis nicht völlig auf Vergangenes zutrifft, wird man sagen dürfen, dann liegt noch etwas vor uns.
Eine Diskussion darüber als Cardinal oder Bischof abzuwürgen, bedeutete eine Mißachtung all dessen, was in Fátima 1917 geschehen ist.
Die Madonna erklärte auch, Gott habe sie geschickt, um den „Kult um Ihr mütterliches Unbeflecktes Herz“ in der Welt zu begründen, um zu sühnen (mit dem Opfer und dem Rosenkranzgebet) und die Katastrophen abzuwenden, die der Menschheit bevorstünden.
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