14:07:42 | Montag, 14. Mai 2007

Die neue Kirche St. Joseph in Straßburg
(kreuz.net, Straßburg) Ein neuer Ort, eine besserer kirchenrechtlicher Status – und schon strömen die
Scharen herbei. Mit der Messe im klassischen Ritus entdecken viele Gläubige auch die katholische Religion
neu.
Das geschieht gegenwärtig in der neuen Personalpfarrei „Croix glorieuse“ – Glorreiches Kreuz –
in Straßburg.
Die Stadt Straßburg befindet sich im Elsaß – im Südosten Frankreiches.
Bis zum vergangenen
Herbst nannte sich die altgläubige Gemeinde der Stadt „Gemeinschaft Sankt Arbogast“.
Sie wurde als Gast
in einer hypermodernen Betonkirche geduldet.
Obwohl es im Bereich der Betonkirche leerstehende Lokalitäten
gab, mußten teure Gemeinderäume privat und kilometerweit entfernt von wohlwollenden Laien angemietet
werden.
Im November 2006 erhielt die Ecclesia-Dei-Gemeinschaft
nach sechzehn Jahren Duldung überraschend einen
stabilen kanonischen Status.
Der emeritierte Erzbischof
von Straßburg, Mons. Joseph Doré (70), erhob die Gemeinschaft zu einer Personalpfarrei und gab ihr das
Recht, Kirche und Gemeinderäume einer Territorialpfarrei in Straßburg gleichberechtigt zu benützen.
Den beiden Geistlichen der Personalpfarrei, Hw. Alexander Leonhardt und Hw. Christian Gouyaud, erlaubte
der Bischof sogar, in das Pfarrhaus einzuziehen, wo der Ortspfarrer wohnt.
Aus praktischen Gründen zogen
die zwei Priester jedoch in eine separate Wohnung.
Der neuen Personalpfarrei fehlen die Gläubigen nicht.
Am Hochamt vom vierten Sonntag nach Ostern nahmen fast 300 Gläubige teil. Dabei hat der Erzbischof der
Gemeinde am Sonntag abend sogar noch eine zweite Sonntagsmesse erlaubt.
Am alten Standort erschienen
meist nur halb so viele Gläubige.
Ein normales katholisches GemeindelebenIn den Messen der neuen Personalpfarrei
geschieht nichts Besonderes: ein Gottesdienst im Ritus der Kirche, eine katholische Predigt, gut eingeschulte
Ministranten.
Für die Erstkommunikanten gibt es Exerzitien. Die Studentengruppe trifft sich am Freitag.
Der Kirchenchor probt Gregorianik und Polyphonie.
Heute Montag abend wird Hw. Gouyaud eine Zusammenfassung
der Mittwochskatechesen von Papst Benedikt geben.
Für die Meßdiener wurde kürzlich eine zweiwöchige
Wallfahrt nach Rom organisiert. Sie wurden von den beiden Priestern und einem weiteren befreundeten Diözesangeistlichen
begleitet.
Offenbar genügt es, einfach katholisch zu sein, um die Menschen anzuziehen.
In dem Gemeindblättchen
‘Pie Pélicane’ verkündet Hw. Gouyaud sein kirchliches Credo.
Anlaß dazu ist die bevorstehende Amtseinführung
des neuen Erzbischofs von Straßburg, Mons. Jean-Pierre Grallet, am 13. Mai.
Mons. Grallet ist ein modernistischer
Franziskaner. Bisher war er Weihbischof des scheidenden häretischen Erzbischofs von Straßburg,
Mons.
Joseph Doré.
Hw. Gouyaud stellt in seinem Artikel fest, daß die Bischöfe die Nachfolger der Apostel
sind.
Christus habe das Apostelkollegium mit Petrus als Haupt begründet. Dem Apostelfürsten sei die
Sorge um die Gemeinschaft aller Teilkirchen besonders anvertraut worden.
Das Bischofskollegium mit dem
Nachfolger Petri als Haupt ist – so Hw. Gouyaud – Nachfolger des Apostelkollegiums.
Damit ein Bischof
Mitglied dieses Kollegiums sei, sei neben der sakramentalen Weihe auch die Gemeinschaft mit dem Nachfolger
Petri erforderlich.
Ein Bischof, der außerhalb dieser Kommunion ohne den päpstlichen Auftrag geweiht
werde, sei nur ein schismatischer „Bischof“ – in Anführungszeichen.
Der Bischof sei in seiner Diözese
kein direkter Vertreter des Papstes.
Kraft göttlichen Rechtes sei er vielmehr direkter Stellvertreter
Christi für die ihm anvertraute Teilkirche.
Hw. Gouyaud lädt seine Gläubigen ein, ihren neuen Erzbischof
dankbar als Geschenk und Gnade Gottes zu empfangen.
Der Verfasser ist Landarzt im Nordelsaß.
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Typ 14:16:04 | Montag, 14. Mai 2007