Kardinal Sterzinsky
Die Woche besteht nicht nur aus Sonntagnachmittagen
Mit Schwung und Schlagfertigkeit hat sich der Erzbischof von Berlin in einem Interview geäußert. Einen Bedarf für liturgische Veränderungen sieht er keinen.
Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin
Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin
© Wikipedia-Benützer ‘Longbow4u’, Creative Commons
(kreuz.net, Berlin) Zum Anlaß des vergangenen Osterfestes sprach der Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky (71), mit der deutschen Tageszeitung ‘Märkische Allgemeine’.

Als stärkstes Argument für die Auferstehung Christi bezeichnet er die Tatsache, daß zunächst sogar im engsten Jüngerkreis daran gezweifelt wurde.

Der Kardinal glaubt auch, daß die tiefe Sehnsucht nach ewigem Leben, die sich in jedem Menschen finde, eine Entsprechung in der Wirklichkeit haben müsse.

Bush und Christentum

Zum Stichwort „Religiosität in Amerika“ erklärt der Kardinal:

„Bush lebt seinen Glauben nicht öffentlich, sondern beruft sich auf eine religiöse Überzeugung, die vom kirchlichen Glauben nicht gedeckt ist.“

Religion gewinne an Plausibilität, je mehr sie in eine Gemeinschaft hinein gebunden sei: „Das ist für uns die Kirche. Je mehr sie sich von der Gemeinschaft löst, desto schwieriger wird es.“

Die US-Amerikaner hätten in der Tat ein „anderes Verhältnis“ zur Religion: „Der Glaube gilt dort als eine Privatsache wie jede andere auch. Ein öffentliches Glaubensbekenntnis ist deshalb in den USA Ausdruck der jeweiligen Individualität.“

Gottesbezug in der EU-Verfassung

Der Kardinal beharrt auf einen Gottesbezug in der EU-Verfassung. Dieser sei bisher am Einstimmigkeitsprinzip gescheitert:

„Daß ich bei dieser Bezugnahme auf die religiösen und ethischen Wurzeln Europas eine qualifizierte Mehrheitsentscheidung für angemessener halte, hat nicht nur mit meinem Amt, sondern auch mit meinem Demokratie-Verständnis zu tun.“

Kinderkrippen

Bei der Debatte um die Kinderbetreuung geht es nach dem Glauben des Kardinals nicht in erster Linie um das Familienbild.

Auch in der Kirche, die selber sehr viele Betreuungsplätze anbiete, herrsche Einigkeit darüber, „daß gute Krippenbetreuung besser ist als schlechte Eltern-Betreuung“.

Der Kirche stelle sich die Frage, ob die angebotene Kinderbetreuung nicht jene Eltern benachteilige, die das nicht wollen.

Plakatmotiv der Bekleidungsfirma Benetton: auf Kosten der Kirche
Plakatmotiv der Bekleidungsfirma Benetton: auf Kosten der Kirche
Zölibat: für Frau und Kind

Ob er sich auch ein Leben als Großvater – mit Kaffee, Kuchen und Enkel am Sonntag nachmittag – vorstellen könne und deshalb nicht manchmal insgeheim mit seiner zölibatären Berufswahl hadere, wird der Kardinal gefragt.

„Ich kann mir das sehr gut vorstellen“ – antwortet er flink:

„Ich habe vierzehn Nichten und Neffen, und weiß, wie es Sonntag nachmittags ist. Aber die Woche besteht nicht nur aus Sonntagnachmittagen.“

„Der Sonntag nachmittag mit dem Opa würde nicht mit meiner Arbeit kollidieren und mich auch nicht überfordern“ – fährt der Kardinal weiter:

„Es geht auch nicht darum, ob ich überfordert wäre, sondern daß ich die Familie mit den Ansprüchen meiner seelsorglichen Arbeit überfordern würde.“

„Das ist die Entscheidung, vor der ich stand, als ich Priester wurde. Nicht um meinetwillen, sondern auch um der Frau und der Kinder willen habe ich auf Ehe und Familie verzichtet.“

Opus-Dei Jungengymnasium „ohne meine Unterstützung“

Im Interview wurde der Kardinal auch auf das Projekt einer Opus-Dei-Schule in Potsdam angesprochen.

Es gebe zwar Mitglieder des Opus Dei auf dem Gebiet des Erzbistums. Doch kirchenrechtlich unterstehe diese Organisation dem Leiter des Opus Dei in Rom:

„Ich bin dafür also nicht zuständig und kenne diese Gemeinschaft auch nur von außen.“

„Was ich weiß, ist, daß eine Reihe sehr intelligenter und bedeutender Menschen zum Opus Dei gehören und diese Gemeinschaft im In- und Ausland auch sehr hoch angesehene Schulen und Universitäten führt.“

Das Potsdamer Projekt eines Knabengymnasiums werde mit seiner Kenntnis „aber ohne meine Unterstützung“ betrieben.

Es gebe in Berlin und Umgebung eine steigende Nachfrage nach konfessionellen Schulen, auf welche die Erzdiözese reagieren wolle:

„Die Eltern begründen dies meist mit dem besonderen Klima an unseren Schulen.“

Derzeit arbeite man mit einer Elterninitiative an der Wiedereinrichtung der katholischen Marienschule in Potsdam. Es handelt sich um eine Grundschule, die in nationalsozialistischer Zeit geschlossen wurde.

Gleichzeitig gebe es in Zehlendorf Bestrebungen, das 1979 aufgelöste Gymnasium St. Ursula wieder zu eröffnen:

„Weil es dort aber kein Grundstück gibt, haben sich die beiden Initiativen zusammengetan: die Wiedererrichtung der Mariengrundschule und des St. Ursula-Gymnasiums an einem Standort in Potsdam.“

Beides geschehe in Trägerschaft des Erzbistums.

Der Liturgiemißbrauch ist alltäglich: Messe eines slowakischen Jesuiten
Der Liturgiemißbrauch ist alltäglich: Messe eines slowakischen Jesuiten
Erneuerung der Liturgie?

Zu den Gerüchten um die Freigabe der Alten Messe behauptet der Kardinal, daß es seit dem Konzil „eine Erneuerung der Liturgie“ gegeben habe:

„Der Gottesdienst wird nicht mehr in Latein, sondern in der Landessprache gefeiert, der Priester wendet den Gläubigen nicht mehr den Rücken zu, sondern versammelt sie um den Altar. Diese Form der Messe können wir auch jetzt schon in Latein feiern.“

Dem Papst gehe es aktuell um die Priesterbruderschaft St. Pius X. Diese Gruppe hänge an der „alten Form der Messe“ und habe mit einer Lossagung von Rom gedroht:

„Der Papst hat nun gesagt: Wenn davon die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche abhängt, soll man eine Lösung finden, daß auch diese Form der Messe – bei der etwa der Priester als eine Art Vorbeter mit dem Rücken zu den Gläubigen vor dem Altar steht – weniger behindert wird.“

Für das Erzbistum Berlin könne er nicht erkennen, daß da eine Veränderung notwendig wäre:

„Wichtig ist, daß die neue Form nicht widerrufen, sondern nur die Feier in alter Form erleichtert werden soll. Wann in Rom in dieser Frage eine Entscheidung fällt, ist ungewiß.“
      
27 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#27   Artois †   16:19:14 | Dienstag, 15. Mai 2007
C. Sterzinsky
ist ein intransigenter Kirchenfeind, dessen ganzen Tun und Trachten darauf gerichtet ist, 200 Jahre Aufbauarbeit nach teilweiser Wiederherstellung der Freiheit der Kirche in Brandenburg und Pommern und die Opfer von Millionen in dieser Zeit zu zerstören und zunnichte zu machen. Ich denke, daß selbst die schlimmsten Hohenzollern, wie z.B. der Soldatenkönig, nicht so viel Schaden angerichtet haben, wie C. Sterzinsky. All sein Tun, Predigen und seine ganze „Leitungs“tätigkeit sind von Gemeinheit und Perfidie gekennzeichnet. Wer so einen Bischof hat, braucht keine borussischen, sozialistischen oder NS-Kirchenfeinde mehr …
Redaktion benachrichtigen
#26   Heinz Josef   16:00:49 | Dienstag, 15. Mai 2007
geistige Erbauung der Seele oder gar Seelenrettung?
Hallo Ruhrgebietler,
„Emmaus – ER war es selber, der den Segen sprach über das das Brot.“
Klar doch, denn ER ist der Priester, der Altar und das Opferlamm. Er opfert sich selbst und wenn der Priester an Christi statt die Worte spricht bittet er den Vater das Opfer seines Sohnes anzunehmen. Warum soll dieses Opfer Jesu Christi gestört sein? War es auch schon bei den ersten Christen gestört, wenn sie das Brot in ihren Wohnungen brachen? Warum soll das Opfer um einen Tisch sitzend unwürdig sein, wo ER es doch selbst so gemacht hat?
Ich gönn Ihnen doch den Ritus den Sie für den würdigsten halten. Ich war auch schon dabei wie ein Priester um den Küchentisch würdig die Heilige Messe gefeiert hat. Würde hat nichts mit dem Ritus zu tun, sondern mit der inneren Haltung des Priesters die sichtbar wird in der Art wie er das Opfer feiert. Ich weiß sehr wohl, dass es unwürdige Feiern gibt, aber Ihre pauschale Abqualifizierung des neuen Messritus ist einfach nur albern.
Was bezwecken Sie mit Ihren Postings wirklich? Jedenfall nicht die geistige Erbauung der Seele oder gar Seelenrettung.
Aha, das wissen Sie? Haben Sie die Gabe der Seelenschau?
Redaktion benachrichtigen
#25   Müller   12:56:08 | Dienstag, 15. Mai 2007
@raimund:
Was regen Sie sich auf, wenn der Hw. Herr Kardinal Messen „verbietet“?
In Ihren Augen müsste das doch ein Vorteil sein, oder?
Dieser modernistische Kram NOM soll doch eh aus dieser Welt verbannt werden. Dann müsste es doch vielen hier entgegenkommen, wenn NOM ausfällt? Ist doch eh häretisch, also, freuen Sie sich mit vielen hier!
Redaktion benachrichtigen
#24   landorganist   12:48:26 | Dienstag, 15. Mai 2007
Ja, ja…
was der Raimund so alles gehört hat…wahrscheinlich bei hetz-net!!!
Redaktion benachrichtigen
#23   Benedikt   12:14:42 | Dienstag, 15. Mai 2007
@ Heinz Josef
Ich glaube nicht, dass die Art der Zelebration, wie sie dieser Priester auf dem Foto an den Tag legt geeignet ist, die Bedeutung und die Würde des Altarsakraments wirklich zum Ausdruck zu bringen.
Die Kirche kämpft sowieso schon damit, dass mit der Eucharistie (abgesehen von Zulassungsfragen) kaum noch einer etwas anfangen kann. Messen im Picknick-Stil werden dem wohl kaum Abhilfe schaffen können.
Und natürlich ist es auch offiziell ein Missbrauch. Der Zelebrant hält sich weder an die Kleiderordnung noch an die Rubriken, die für die Elevation Stehen vorschreiben.
Redaktion benachrichtigen
#22   raimund   11:38:12 | Dienstag, 15. Mai 2007
VERBOT DER HL. MESSE!!!
Was ich so gehört habe:
Card. Sterzinsky möchte erklärtermaßen gesellschaftlichen Einfluß!
So soll er selbst mal gesagt haben.
Mission ist ihm weit weniger wichtig.
Er kauft Kindergärten, muß aber atheistische Erzieherinnen übernehmen.
Er will Schulen neu errichten,
ABER:
Kirchen werden verkauft.
In Brandenburg haben jetzt schon die paar restlichen Pfarrer Gebiete die in 100km² bemessen sind zu betreuen. Da er sich über jeden Pfarrer den er nicht bezahlen muß freut, werden die restlichen bald Gebiete zu betreuen haben die in 1000km² bemessen werden.
Die Diasporakatholiken sind die Gekniffenen. Und die Pfarrer werden krank.
Geld ist zwar da – für gesellschaftliche Projekte!
Aber kaum für Seelsorge(r).
So weit meine Infos von dort.
Da paßt es ins Bild, das Card. Sterz. Messen verbietet: Potsdam, Filbinger…
Ist es Aufgabe eines Bischofs Messen zu verbieten?
Kann die Kirche leben, wenn der Bischof Messen verbietet?
Redaktion benachrichtigen
#21   r.ruhrgebietler   09:34:07 | Dienstag, 15. Mai 2007
@Heinz Josef – was für ein geistiger Dumpfiff!
So, lieber matt2,der Schöpfer aller Dinge, der alles ins Dasein gerufen hat, hatte bei der Einsetzung der Heiligen Messe Mangel es richtig zu machen, oder auch in Emmaus? Warum erkannten sie ihn, obwohl die Messe so mangelhaft war? Wahrsceinlich hätten Sie Ihn im tridentinischen Ritus nicht erkannt.
Entsetzlich dieser geistige Dumpfiff!
Emmaus – ER war es selber, der den Segen sprach über das das Brot. Heute wird ER angebetet IN den beiden Gestalten. Zumindest bei FSSPX bzw. in teilen FSSP. Die anderen Sekten haben da wohl eine starke Störung im Wesen der Opfermesse. Das der tried. Ritus sich bislang als der ehrwürdigste erwiesen hat, muss doch kein Nachteil sein? Die V-II-Events jedenfalls haben nicht den geringsten Anflug von Ehrfurcht, Anbetung, Demut. Schon gar nicht sind diese Event zu Gott gewandt – man könnte ja um etwas bitten wollen, gar erbeten.
Was bezwecken Sie mit Ihren Postings wirklich? Jedenfall nicht die geistige Erbauung der Seele oder gar Seelenrettung.
Redaktion benachrichtigen
#20   Rodolfo Panetta   08:48:47 | Dienstag, 15. Mai 2007
Zum finanziellen Desaster …-
… der Erzdiözese Berlin blieben dem Kardinal in dem Interview kritische Fragen erspart.
Redaktion benachrichtigen
#19   Czibo Nieznany   08:05:58 | Dienstag, 15. Mai 2007
Stimme aus dem Tradiland
Da wird eine „tridentinische Messe“ gefeiert und es gehen wirklich viele Leute hin.
Wieviele sind das: wirklichviele Leute…?
Redaktion benachrichtigen
#18   Nachtlaterne   06:00:06 | Dienstag, 15. Mai 2007
Redaktion benachrichtigen
#17   Czibo Nieznany   23:21:51 | Montag, 14. Mai 2007
Kapläne her
„Der Sonntag nachmittag mit dem Opa würde nicht mit meiner Arbeit kollidieren und mich auch nicht überfordern“
Den Schmodder kann ja auch ein kleiner Kaplan tun und schwupp ist er auch wieder befreit…von der Geißel der Liturgie?
Redaktion benachrichtigen
#16   matt2 †   21:31:57 | Montag, 14. Mai 2007
@Heinz Josef: Ja, man muss Jesus hier eine Rüge erteilen…
Er hätte die verdammte Pflicht gehabt diese Messe auf tridentinische Art abzuhalten. Er hätte in der Vorsehen ahnen müssen, dass er sich mit dieser eigenwilligen und unwürdigen Zelebration mit der späteren Tradition seiner Kirche überwerfen würde. Da haben Sie sehr recht Heinz Josef. Gut, dass wir darüber geredet haben!
Redaktion benachrichtigen
#15   Heinz Josef   21:22:15 | Montag, 14. Mai 2007
So, lieber matt2,
der Schöpfer aller Dinge, der alles ins Dasein gerufen hat, hatte bei der Einsetzung der Heiligen Messe Mangel es richtig zu machen, oder auch in Emmaus? Warum erkannten sie ihn, obwohl die Messe so mangelhaft war? Wahrsceinlich hätten Sie Ihn im tridentinischen Ritus nicht erkannt.
Redaktion benachrichtigen
#14   matt2 †   21:16:12 | Montag, 14. Mai 2007
@Heinz Josef…
da ist ein Unterschied ob man der Messe in dem Mangel besonderer Umstände eine angemessene Form versagt oder aus persönlicher Willkür, wie es hier vorliegt.
Redaktion benachrichtigen
#13   Heinz Josef   21:06:43 | Montag, 14. Mai 2007
Jetzt reissen Sie Sich mal zusammen Heinz Josef!
o^/ o^/ o^/ o^/ o^/ o^/ o^/ o^/
Ist das genug Weihrauch?
Hat Jesus nicht auch in dem Wirtshaus in Emmaus an einem Tisch das „Brot gebrochen“? War das etwa unwürdig? Oder beim letzten Abendmahl als er mit seinen Jüngern zu Tische lag?
Lieber matt2? Kennen Sie die Novelle von den drei Weihnachtsmessen? Die Würdigkeit der Heiligen Messe ist auch auf einem Lager möglich. Sogar im KZ. Haben Sie den Film: „Der neunte Tag“ von Volker Schhlöndorf gesehen?
Redaktion benachrichtigen
#12   matt2 †   20:47:47 | Montag, 14. Mai 2007
@Rudolfus: nun leider bin ich auch kein sonderlicher Liebhaber von Zeremonien…
das können Sie meinen anderen Beiträgen entnehmen. Ich war z.B. jahrelang bei keinem Gottesdienst, aber ich habe eben auch meine besondere Art meinen Glauben zu leben. Zeremonien liegen mir nicht, sind mir zu starr und langatmig. Sie sind aber für viele gläubige Menschen von Bedeutung und deshalb ist es wichtig, dass man ihnen auch die angemessene, würdige Form bietet. Wie das genau auszusehen hat, darüber kann man sich im christologischen Sinn sicher immer wieder auseinandersetzen um eine Idealform zu finden. Ob das nun die Alte Messe ist, weiß ich nicht, denn ich kenne sie nicht. Im Urlaubsoutfit, mit Schlappen und Ruderleibchen wird man der Sache aber sicher nicht gerecht.
Was die Jesuiten betrifft gebe ich Ihnen wohl recht. Ich habe auch keine allzu guten Erfahrungen bei denen gemacht. Sie wirkten auf mich wie ein unordentlicher Akademikerverein modernistischer Prägung mit allerhand Schrullen und christlichen Allüren. Rahner ist ja das beste Beispiel dafür.
Redaktion benachrichtigen
#11   Rudolfus   20:04:42 | Montag, 14. Mai 2007
@matt 2 – „Wie der liebe Gott selbst …“
Dem Vergleich kann man nur zustimmen, daß dieser Priester dasäße, als wäre er Gott selbst, mit der Ausnahme, daß Christus auf Erden sicher in eleganter Kleidung aufgetreten ist und nicht in kurzen Hosen wie dieser Jesuit, der aussieht wie deutsche Touristen in einem Urlaubsland.
Gerade die hochgebildeten Jesuiten sind ja ultramodernisitsch geworden, wie viele hochintelektuelle Theologen, denen jede Frömmigkeit abhanden gekommen ist.
Schon St. Thomas v. Aquin, der größte Kirchenlehrer, hat gleichzeitig festgestellt, wie wichtig es ist, fromm zu bleiben.
Diese Erkenntnis haben die Häretiker leider nie erhalten, auch nicht Luther, Calvin & Co, alles hochgebildete Leute, aber ohne Liebe zu den Zeremonien und Andachten der Kirche, denn wie sonst hätte man die Statuen der Heiligen, die hl. Messe selbst und die schönen Andachten einfach verwerfen können, sodaß diese in vielen Ländern etwas völlig Unbekanntes geworden sind, und das bis heute.
Redaktion benachrichtigen
#10   matt2 †   18:53:12 | Montag, 14. Mai 2007
@Heinz Josef: na hören Sie mal…
der Typ zelebriert da auf leger mit beinfreier Short und Sonnenbrille und er hockt da, als wäre er selbst der liebe Gott. Soll das etwa ein andächtiger Gottesdienst sein? Das ist doch wirklich banal. Wenn schon eine Messfeier, dann eine würdige.
Jetzt reissen Sie Sich mal zusammen Heinz Josef!
Redaktion benachrichtigen
#9   Romulus   18:00:46 | Montag, 14. Mai 2007
Fehlbesetzung
Wie konnte eine solche Plaume wie dieser Sterz (so sein Spitzname seinerzeit in Erfurt) überhaupt für das Erzbistum Berlin und dann auch noch für die Kardinalwürde in Frage kommen? Besonders intelligent war JP II in seiner Personalpolitik nie. Ein Scherbenhaufen wohin man blickt.
Redaktion benachrichtigen
#8   )ichthy's   17:57:17 | Montag, 14. Mai 2007
Richtig, Heinz Josef
Der Unterschied zu dem, was man auf den Bildern der von +.net hochgepriesenen KPE sieht, ist marginal.
Redaktion benachrichtigen
#7   Stimme aus dem Tradiland   17:38:43 | Montag, 14. Mai 2007
Ob mit oder ohne Schurz: Sterzinski ist ein Feind der Tradition wie nur irgendeiner!
Kardinal Sterzinskyantwortet mal wieder wie ein Kind seiner Zeit – aus dem Zeit- und Weltgeist heraus.
Ist er auch ein Rotarier/Lions oder gar Freimaurer?
Egal – jedenfalls ein besonders perfider, geradezu bösartiger, Gegner der Tradition. So hat er dem Institut Philip Neri, welches die Erlaubnis zur Zelebration der überlieferten Liturgie in der gesamten Erzdiözese Berlin hat, verboten, regelmäßig Messen in Potsdam zu lesen.
Warum? Weil die Hl. Messen im überlieferten Ritus in Potsdam über die Maßen und Erwartungen gut besucht waren. „Sauerei“: Da wird eine „tridentinische Messe“ gefeiert und es gehen wirklich viele Leute hin. Das „muß man“ ja gleich verbieten. Die wirklichen Sauereien in den kath. Kirchen natürlich nicht
Redaktion benachrichtigen
#6   Guiseppe   17:16:13 | Montag, 14. Mai 2007
… wendet den Gläubigen nicht mehr den Rücken zu …
Kard. Sterzinsky: „Der Gottesdienst wird nicht mehr in Latein, sondern in der Landessprache gefeiert, der Priester wendet den Gläubigen nicht mehr den Rücken zu, sondern versammelt sie um den Altar. Diese Form der Messe können wir auch jetzt schon in Latein feiern.“
Mann kann es auch so sagen: Der Priester wendet jetzt (Novus Ordo) Gott den Rücken zu. Beim Alten Ritus wendet sich der Priester mit der Gemeinde Gott zu.
Dem Papst gehe es – nach Sterzinsky – aktuell um die Priesterbruderschaft St. Pius X. Diese Gruppe hänge an der „alten Form der Messe“ und habe mit einer Lossagung von Rom gedroht.
Um die Priesterbruderschaft St. Pius X. geht es dem Papst weniger, wenn überhaupt. Vielmehr geht es ihm um die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften, die ja gerade nicht den Weg der Piusbruderschaft gehen wollten und wollen. Aber gerade diese Gemeinschaften werden von den meisten Bischöfen restriktiv behandelt. Und der Bischof gibt das sogar indirekt zu:
„… soll man eine Lösung finden, daß auch diese Form der Messe (…) weniger behindert wird.“
Kard. Sterzinsky: „Wichtig ist, daß die neue Form nicht widerrufen, sondern nur die Feier in alter Form erleichtert werden soll.“
Von einer Abschaffung des NOM war nie die Rede!
Entweder hat dieser hohe Würdenträger wenig Ahnung, um was es wirklich geht, oder er verzerrt uns sagt ganz bewußt die Unwahrheit.
Redaktion benachrichtigen
#5   matt2 †   17:14:49 | Montag, 14. Mai 2007
Ein hübsches Mäuschen!
Ein Küsschen wird man ihr noch geben dürfen. Das muss auch unter Geschwistern mal erlaubt sein. Vielleicht träume ich heute von ihr.
Redaktion benachrichtigen
#4   nonnobisdomine   16:54:17 | Montag, 14. Mai 2007
Falsch Röntgen.
Der „Kardinal“ ist offensichtlich ein Kind seiner Zeit, das der Kirche wenig zugetan ist.
Das beweisen seine bisherigen Leistungen in seinem Bistum.
Höchstens noch ein Konkursverwalter, der es nicht versucht hat, Kirche in seinem Bistum zu erhalten.
Er baut ab, Konkursverwalter eben.
Redaktion benachrichtigen
#3   DocRöntgen   16:48:05 | Montag, 14. Mai 2007
Richtig, nonnobis!
Er antwortet wie ein Kind seiner Zeit- und nicht wie ein staubbedecktes, rückgewandtes Individuum, das die Augen vor der Wirklichkeit verschliesst. Die Hauptstadt könnte schlimmere Kandidaten abbekommen, als ihn.
Redaktion benachrichtigen
#2   Heinz Josef   16:41:50 | Montag, 14. Mai 2007
Weshalb ist das,
was der slovakische Jesuit macht, Missbrauch der Liturgie?
Redaktion benachrichtigen
#1   nonnobisdomine   16:30:40 | Montag, 14. Mai 2007
Kardinal Sterzinsky
antwortet mal wieder wie ein Kind seiner Zeit – aus dem Zeit- und Weltgeist heraus.
Ist er auch ein Rotarier/Lions oder gar Freimaurer?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Bistum AachenDiebin in der Domschatzkammer DeutschlandBischöfliche Besserwisser DeutschlandSchwimmen mit dem Strom Kinderkrippen-StreitKardinal blamiert Bischof Bistum FuldaUmweltgerechte Entsorgung? FirmvorbereitungsbuchIm Bistum Rottenburg-Stuttgart führt Allah auf den geraden Weg Levada zu ‘Donum Vitae’Mehr als eine fromme Erklärung? Desolate FinanzlageAufstand in Aachen Kardinal LehmannWeder Freude noch Trauer Pfarrer gegen GläubigeAbgrundtiefes Mißtrauen PastoralreferentinnenLimburger LaiInnen werden die Kirche retten Erzbischof ZollitschDem Tod mit Mühe entronnen Kardinal MeisnerWas soll ein Ehebrecher über eheliche Treue sagen? DeutschlandWie groß ist der Einfluß der Bistümer auf das Buchangebot im Weltbild-Katalog? DeutschlandBonn ist sauer
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net