Bedingungslose Kapitulation des Christentums
Im März äußerte sich der österreich-ungarische Thronfolger über die Art und Weise, wie die rechts-nationalistische US-Regierung in der Welt Frieden herstellt.
(kreuz.net) Anläßlich des fünfzigsten Jahrestages der Römischen Verträge am 25. März sprach der
österreich-ungarische Thronfolger Otto von Habsburg (94) mit dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
Vor fünfzig Jahren – am 25. März 1957 – unterzeichneten zahlreiche Westeuropäische Staaten unter anderem den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) – der Vorläuferin der heutigen EU.
Im Interview kam Otto von Habsburg auch auf die Unterscheidung des christlichen vom heidnischen Friedenskonzeptes zu sprechen:
„Das heidnische ist das »vae victis«, das »Wehe den Besiegten« der Römer.“
Der Krieg ist nach dieser Auffassung dazu da, den Besiegten entweder ganz umzubringen oder aber soweit zu demütigen und zu besiegen, daß er dann nicht mehr auf die Beine komme.
Der Wiener Kongreß von 1815, nach den napoleonischen Kriegen, habe noch zu einem christlichen Friedensschluß geführt, „weil man sogar den Besiegten hat mitverhandeln lassen“.
Damals habe man verstanden, daß ein Krieg nur dann sinnvoll beendet werden könne, wenn man ihn zu einem wirklichen Frieden führe: „Es war ja dann tatsächlich ein ganzes Jahrhundert Friede – von kleineren regionalen Konflikten abgesehen.“
Doch schon ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts begann das heidnische Konzept und zwar mit dem US-Bürgerkrieg, wo erstmals von der „bedingungslosen Kapitulation“ gesprochen wurde.
Der Versailler Friede nach dem Ersten Weltkrieg sei leider auch ein Stück weit diesem Gedanken gefolgt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg habe man daraus schon einiges gelernt und die Besiegten an der Neuordnung beteiligt.
© Bild Graffiti: Flickr-Benützer ‘mxjv2’, Creative Commons
Vor fünfzig Jahren – am 25. März 1957 – unterzeichneten zahlreiche Westeuropäische Staaten unter anderem den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) – der Vorläuferin der heutigen EU.
Im Interview kam Otto von Habsburg auch auf die Unterscheidung des christlichen vom heidnischen Friedenskonzeptes zu sprechen:
„Das heidnische ist das »vae victis«, das »Wehe den Besiegten« der Römer.“
Der Krieg ist nach dieser Auffassung dazu da, den Besiegten entweder ganz umzubringen oder aber soweit zu demütigen und zu besiegen, daß er dann nicht mehr auf die Beine komme.
Der Wiener Kongreß von 1815, nach den napoleonischen Kriegen, habe noch zu einem christlichen Friedensschluß geführt, „weil man sogar den Besiegten hat mitverhandeln lassen“.
Damals habe man verstanden, daß ein Krieg nur dann sinnvoll beendet werden könne, wenn man ihn zu einem wirklichen Frieden führe: „Es war ja dann tatsächlich ein ganzes Jahrhundert Friede – von kleineren regionalen Konflikten abgesehen.“
Doch schon ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts begann das heidnische Konzept und zwar mit dem US-Bürgerkrieg, wo erstmals von der „bedingungslosen Kapitulation“ gesprochen wurde.
Der Versailler Friede nach dem Ersten Weltkrieg sei leider auch ein Stück weit diesem Gedanken gefolgt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg habe man daraus schon einiges gelernt und die Besiegten an der Neuordnung beteiligt.
© Bild Graffiti: Flickr-Benützer ‘mxjv2’, Creative Commons
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Mittwoch, 29. August 2007 20:16
Bokrug †: Globalisierung ist der neue Faschismus
Freihandel: Warum Ricardo widerlegt ist…
http://www.neo-liberalismus.de
Siehe auch Franz Grolls Buch „Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert. Der Weg zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft“ (One Earth Spirit) von Franz Groll (Gebundene Ausgabe – September 2004).
Der unaufhaltsame Niedergang des Westens
Ulrich Berger und Christoph Stein 12.08.2005
http://www.heise.de/…r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/art…
Exportorientierung statt Binnenmarkt – Entwicklung
Ulrich Berger und Christoph Stein 11.04.2005
http://www.heise.de/tp/r4/html/such.html?T=Ricardo+Frei…
Operettenimperialismus der USA
http://www.heise.de/…ikel/14/14587/1.html
Gustav Ruhland
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.neo-liberalismus.de
Siehe auch Franz Grolls Buch „Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert. Der Weg zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft“ (One Earth Spirit) von Franz Groll (Gebundene Ausgabe – September 2004).
Der unaufhaltsame Niedergang des Westens
Ulrich Berger und Christoph Stein 12.08.2005
http://www.heise.de/…r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/art…
Exportorientierung statt Binnenmarkt – Entwicklung
Ulrich Berger und Christoph Stein 11.04.2005
http://www.heise.de/tp/r4/html/such.html?T=Ricardo+Frei…
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http://www.heise.de/…ikel/14/14587/1.html
Gustav Ruhland
http://www.vergessene-buecher.de
Sonntag, 3. Juni 2007 17:37
Mathias Wagener: Kapitulation des Christentums
Wo ist da von einer Kapitulation des Christentums die Rede ?
Freitag, 1. Juni 2007 21:01
Rudolfus: @Armenius
Kann man nur in Richtung der verantwortlichen Kriegspolitiker sagen: Unrecht gut gedeihet nicht!
Freitag, 1. Juni 2007 14:01
Armenius: Der Irakkrieg
war genau so ein durch Propagandaaktionen durchgeführter Krieg wie der spanisch-amerikanische Krieg („Remember
the Maine“), der erste Weltkrieg („Lousitania“-Sache), 2. Weltkrieg (Pearl Harbour, wo Roosevelt genau
wußte das die Japaner angreifen), der Tonking-„Zwischenfall“ (Vietnam), die „Liberty Affair“ oder die
geplante Inszenierung eines Kriegsgrundes gegen Kuba („Operation Northwood“). Ein Paradestück die „Operation
Trojan“, wo die USA für Israel Lybien bombardierten. Auch der Irakkrieg hatte seinen moralischen Aufzieher:
wurde uns nicht von einer angeblichen Krankenschwester erzählt die Iraker hätten kuwaitische Babys aus
Brutkästen geschmissen? Die sich dann als Tochter des kuwaitischen Botschafters herausstellte?
Oder die Falschinformation über den Jugoslawienkrieg? Überall die gleiche Handschrift.
Oder die Falschinformation über den Jugoslawienkrieg? Überall die gleiche Handschrift.
Dienstag, 29. Mai 2007 19:18
Genoveva: @möchtegern-kathole:
So schnell geht das, wenn man ein interessegeleitet-schelchtes Gedächtnis hat.
Also: Natürlich gab es unbezweifelbare Indizien (die Kontrolleure der UN waren ja nicht urlaubshalber im Irak). Die Frage, ob sich aus diesen Indizien (Chemikalienkäufe, Gerätekäufe, Satellitenaufnahmen, etc., etc.) mit genügender Gewissheit ableiten liess, daß das irakische Regime kurz vor der Herstellung chemischer und biologischer Waffe stand, also die Deutungsfrage, wurde weltweit – auch in den USA, auch in Deutschland – offen diskutiert.
Offensichtlich ist es im Rahmen des gesamten Meinungsbildungsprozesses auf britischer und amerikanischer Regierungsseite auch zu Manipulationen, Übertreibungen, etc. gekommen. Es ging schließlich darum, die Entscheidungsträger von der eigenen Meinung zu überzeugen (oder Ihnen die Ergebnisse zu liefern, von denen man annahm, daß sie gerne gesehen werden). Das ist bedauerlich, aber auch ziemlich normal.
Man kann mit guten Gründen der Meinung sein, daß die Entscheidung, den Krieg zu führen, nicht wirklich von der Frage der B- und C-Waffen-Bedrohung abhing. Aber auch das war ja offensichtlich – Bush hat ja keinen Hehl daraus gemacht, daß es für ihn neben diesen (UN-kompatiblen) Gründen auch andere gab (Beseitigung eines unmenschlichen Regimes als erster Dominostein für eine Demokratisierung der Region).
Von einer von den Medien gedeckte Verschwörung kann keine Rede sein.
Also: Natürlich gab es unbezweifelbare Indizien (die Kontrolleure der UN waren ja nicht urlaubshalber im Irak). Die Frage, ob sich aus diesen Indizien (Chemikalienkäufe, Gerätekäufe, Satellitenaufnahmen, etc., etc.) mit genügender Gewissheit ableiten liess, daß das irakische Regime kurz vor der Herstellung chemischer und biologischer Waffe stand, also die Deutungsfrage, wurde weltweit – auch in den USA, auch in Deutschland – offen diskutiert.
Offensichtlich ist es im Rahmen des gesamten Meinungsbildungsprozesses auf britischer und amerikanischer Regierungsseite auch zu Manipulationen, Übertreibungen, etc. gekommen. Es ging schließlich darum, die Entscheidungsträger von der eigenen Meinung zu überzeugen (oder Ihnen die Ergebnisse zu liefern, von denen man annahm, daß sie gerne gesehen werden). Das ist bedauerlich, aber auch ziemlich normal.
Man kann mit guten Gründen der Meinung sein, daß die Entscheidung, den Krieg zu führen, nicht wirklich von der Frage der B- und C-Waffen-Bedrohung abhing. Aber auch das war ja offensichtlich – Bush hat ja keinen Hehl daraus gemacht, daß es für ihn neben diesen (UN-kompatiblen) Gründen auch andere gab (Beseitigung eines unmenschlichen Regimes als erster Dominostein für eine Demokratisierung der Region).
Von einer von den Medien gedeckte Verschwörung kann keine Rede sein.
Dienstag, 29. Mai 2007 11:19
Rudolfus: @Kronprinz Ottos „Verzichtserklärungen“
Kronprinz Otto hat mehrmals deutlich gemacht, was von seinen „Verzichtserklärungen“ gegenüber der Republik
zu halten ist – nämlich nur das Papier, auf dem diese geschrieben sind.
Dr. Otto Habsburg-Lothringen mußte z.B. in diesem Zusammenhang von Thronverzichtserklärung und Einreiserlaubnis etc., als Bundesbürger der Republik Österreich, auch auf „die Zugehörigkeit zum Haus Habsburg-Lothringen“ verzichten.
Mitglieder ehemaliger Herrscherhäuser dürfen z.B. in Österreich trotz der Gleichheit aller Republikbürger nicht als Bundespräsident kandidieren. Somit darf man fragen, ob Dr. Otto Habsburg-Lothringen weiterhin unter dieses Gesetz fällt, da er auf seine Zugehörigkeit verzichten sollte, und meines Wissens dies formell auch getan hat –
Republikbürger Dr. Otto Habsburg-L. bzw. Kronprinz Otto ließ mehrmals deutlich anklingen, daß dies für ihn nur Juristereien mit den Republikmachthabern waren, um Österreich betreten zu können.
Andere Habsburger verzichteten darauf, Österreich unter solchen Auflagen zu betreten, darunter auch Österreichs letzte Kaiserin Zita, die im Exil in der Schweiz lebte.
Kanzler Kreisky (1970-1983), der als einziger SPÖ-Chef Österreich mit absoluter SPÖ-Parlamentsmehrheit (1971-1983) regierte, konnte als unbestrittener, oberster „Sozialistenkaiser“ Kaiserin Zita das Privileg gewähren, daß die letzte Kaiserin Österreich 1982 besuchen durfte, ohne irgendwelcher Abdankungs- oder Verzichtserklärungen.
Die Kaiserin besuchte Mariazell und den Stephansdom.
Dr. Otto Habsburg-Lothringen mußte z.B. in diesem Zusammenhang von Thronverzichtserklärung und Einreiserlaubnis etc., als Bundesbürger der Republik Österreich, auch auf „die Zugehörigkeit zum Haus Habsburg-Lothringen“ verzichten.
Mitglieder ehemaliger Herrscherhäuser dürfen z.B. in Österreich trotz der Gleichheit aller Republikbürger nicht als Bundespräsident kandidieren. Somit darf man fragen, ob Dr. Otto Habsburg-Lothringen weiterhin unter dieses Gesetz fällt, da er auf seine Zugehörigkeit verzichten sollte, und meines Wissens dies formell auch getan hat –
Republikbürger Dr. Otto Habsburg-L. bzw. Kronprinz Otto ließ mehrmals deutlich anklingen, daß dies für ihn nur Juristereien mit den Republikmachthabern waren, um Österreich betreten zu können.
Andere Habsburger verzichteten darauf, Österreich unter solchen Auflagen zu betreten, darunter auch Österreichs letzte Kaiserin Zita, die im Exil in der Schweiz lebte.
Kanzler Kreisky (1970-1983), der als einziger SPÖ-Chef Österreich mit absoluter SPÖ-Parlamentsmehrheit (1971-1983) regierte, konnte als unbestrittener, oberster „Sozialistenkaiser“ Kaiserin Zita das Privileg gewähren, daß die letzte Kaiserin Österreich 1982 besuchen durfte, ohne irgendwelcher Abdankungs- oder Verzichtserklärungen.
Die Kaiserin besuchte Mariazell und den Stephansdom.
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