Die richtige Stelle im Redemanuskript
Der Heilige Vater kehrte heute gegen 12.30 Uhr nach Rom zurück. Gegenwärtig erholt er sich auf seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo. Pressesplitter.
Intensiv und unvergeßlich
„Nach seinem fünftägigen Besuch in Brasilien ist Papst Benedikt XVI. nach Rom zurückgeflogen. In seiner kurzen Abschiedsrede auf dem internationalen Flughafen von Sao Paulo erklärte der Papst, er habe im größten katholischen Land der Erde »intensive und unvergessliche Stunden erlebt«. In Brasilien habe er »eine mächtige Bekundung des Glaubens an Christus« angetroffen, sagte der Pontifex. »In meinem Gedächtnis werden die Bekundungen von Begeisterung und großer Frömmigkeit der ganzen Bevölkerung für immer tief eingeprägt bleiben«.“
Aus einem Bericht der ‘Schweizerische Nachrichtenagentur SDA’
„Wo sind wir denn jetzt?“
„Rund zwei Millionen Menschen im größten katholischen Land der Welt haben den Papst in den vergangenen Tagen persönlich gesehen. Und ihn mit ihrem Beifall manchmal so aus dem Konzept gebracht, daß Benedikt auf der Suche nach der richtigen Stelle im Redemanuskript vor sich hinmurmelte: »Wo sind wir denn jetzt?«“
Aus einem Bericht von Jörg Seisselberg in der deutschen ‘Tagesschau’
Augenscheinlich ausgeruhter
„3200 statt der erwarteten 2000 Journalisten begleiteten das Ereignis, von dem sie nun verblüfft in ihre Heimatländer berichten mußten, wie geschmeidig, charmant und traumwandlerisch sicher der Pontifex wirkte. Nach dem langen Flug aus Rom war er schon dem Flugzeug augenscheinlich ausgeruhter entstiegen als all seine Begleiter. Frisch wirkte er danach auch an all jenen Altären, an denen er große, feierliche Messen las – und den Brasilianern gelegentlich die Leviten. Millionen säumten seine Wege in São Paolo und strömten in das Stadion Pacaembu oder auf das Marsfeld.“
Aus einem Bericht von Paul Badde in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’
Wenige Menschen?
„Doch trotz jubelnder Gläubiger bei den öffentlichen Auftritten des Papstes merkte man, daß die Kirche im katholischen Brasilien wie auch sonst auf dem Kontinent in einer Krise steckt. Im Stadtbild Sao Paulos fand man kaum Hinweise auf den Besuch des hohen Gastes aus Rom. Anders als etwa beim Besuch im katholischen Spanien im Juli 2006 in Valencia gab es in Sao Paulo keine Plakate oder Fahnen. Entlang der Straßen säumten oft nur wenige Menschen den Weg des Papamobils.“
Aus einem Bericht von Jürgen Erbacher für das ‘Zweite Deutsche Fernsehen’
Worum es geht
„Oppositionen vergangener Zeiten haben an Bedeutung verloren: Es geht in Lateinamerika nicht mehr um links oder rechts innerhalb der Kirche. Die Befreiungstheologie ist nicht mehr der vermeintliche Angstgegner konservativer Kreise der vatikanischen Kurie, wie gerne von manchen dargestellt. Die Option für die Armen ist auch für Benedikt XVI. in der Mitte des Glaubens angesiedelt. Es geht um den Gottesglauben selbst: Und hier erscheint der ganz eigene Akzent des Theologenpapstes aus Deutschland: Nur wenn die Substanz des Glaubens gewahrt bleibt, hat die Kirche eine Zukunft.“
Dominikanerpater Max Cappabianca in einem Resümee für ‘Radio Vatikan’
Bote einer anderen Welt
„Doch auch unter denjenigen, die sich nicht abwenden, gärt es. Laut einer aktuellen Umfrage meinten lediglich neun Prozent der brasilianischen Katholiken, daß die Kirche auf ihr Alltagsleben überhaupt noch echten Einfluß habe. 96 Prozent der jungen Katholiken geben etwa an, sie befürworteten den Gebrauch von Präservativen. Millionen gläubiger südamerikanischer Frauen nehmen die Pille – da wirken die Keuschheitsgebote (»auch für die Zeit des Verliebtseins und der Verlobung«) des 80jährigen aus Rom wie Botschaften aus einer anderen Welt. Der Papst weiß, daß – ähnlich wie in Europa bereits geschehen – Millionen Menschen der Kirche zu entgleiten drohen.“
Aus einem Bericht der lokalen Tageszeitung ‘Pforzheimer Zeitung’
Papstreden mit Inhalt
„Zu guter Letzt erreicht der kleine alte Mann mit dem unbeholfenen Lächeln die Herzen der Menschen. Die Begeisterung ist da, auch wenn sie nicht dasselbe Ausmaß wie bei Johannes Paul II. annimmt. Die kritischen Stimmen sind verhalten: »Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der bei seinen Besuchen in Brasilien vorwiegend mit einer Rede der Versöhnung auftrat, hat er all seine Botschaften mit einem rauen Ton des Tadels versehen«, schreibt die ‘Folha de São Paulo’. Und ‘G1’ – das größte Nachrichtenportal des Landes – kommentiert: »Mit einem Lächeln im Gesicht hat er harte Worte gesagt.«“
Aus einem Bericht von Dominik Baur für ‘Spiegel online’
© Titelbild: Douglas Mansur/visitadopapa.org.br
„Nach seinem fünftägigen Besuch in Brasilien ist Papst Benedikt XVI. nach Rom zurückgeflogen. In seiner kurzen Abschiedsrede auf dem internationalen Flughafen von Sao Paulo erklärte der Papst, er habe im größten katholischen Land der Erde »intensive und unvergessliche Stunden erlebt«. In Brasilien habe er »eine mächtige Bekundung des Glaubens an Christus« angetroffen, sagte der Pontifex. »In meinem Gedächtnis werden die Bekundungen von Begeisterung und großer Frömmigkeit der ganzen Bevölkerung für immer tief eingeprägt bleiben«.“
Aus einem Bericht der ‘Schweizerische Nachrichtenagentur SDA’
„Wo sind wir denn jetzt?“
„Rund zwei Millionen Menschen im größten katholischen Land der Welt haben den Papst in den vergangenen Tagen persönlich gesehen. Und ihn mit ihrem Beifall manchmal so aus dem Konzept gebracht, daß Benedikt auf der Suche nach der richtigen Stelle im Redemanuskript vor sich hinmurmelte: »Wo sind wir denn jetzt?«“
Aus einem Bericht von Jörg Seisselberg in der deutschen ‘Tagesschau’
Augenscheinlich ausgeruhter
„3200 statt der erwarteten 2000 Journalisten begleiteten das Ereignis, von dem sie nun verblüfft in ihre Heimatländer berichten mußten, wie geschmeidig, charmant und traumwandlerisch sicher der Pontifex wirkte. Nach dem langen Flug aus Rom war er schon dem Flugzeug augenscheinlich ausgeruhter entstiegen als all seine Begleiter. Frisch wirkte er danach auch an all jenen Altären, an denen er große, feierliche Messen las – und den Brasilianern gelegentlich die Leviten. Millionen säumten seine Wege in São Paolo und strömten in das Stadion Pacaembu oder auf das Marsfeld.“
Aus einem Bericht von Paul Badde in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’
Wenige Menschen?
„Doch trotz jubelnder Gläubiger bei den öffentlichen Auftritten des Papstes merkte man, daß die Kirche im katholischen Brasilien wie auch sonst auf dem Kontinent in einer Krise steckt. Im Stadtbild Sao Paulos fand man kaum Hinweise auf den Besuch des hohen Gastes aus Rom. Anders als etwa beim Besuch im katholischen Spanien im Juli 2006 in Valencia gab es in Sao Paulo keine Plakate oder Fahnen. Entlang der Straßen säumten oft nur wenige Menschen den Weg des Papamobils.“
Aus einem Bericht von Jürgen Erbacher für das ‘Zweite Deutsche Fernsehen’
Worum es geht
„Oppositionen vergangener Zeiten haben an Bedeutung verloren: Es geht in Lateinamerika nicht mehr um links oder rechts innerhalb der Kirche. Die Befreiungstheologie ist nicht mehr der vermeintliche Angstgegner konservativer Kreise der vatikanischen Kurie, wie gerne von manchen dargestellt. Die Option für die Armen ist auch für Benedikt XVI. in der Mitte des Glaubens angesiedelt. Es geht um den Gottesglauben selbst: Und hier erscheint der ganz eigene Akzent des Theologenpapstes aus Deutschland: Nur wenn die Substanz des Glaubens gewahrt bleibt, hat die Kirche eine Zukunft.“
Dominikanerpater Max Cappabianca in einem Resümee für ‘Radio Vatikan’
Bote einer anderen Welt
„Doch auch unter denjenigen, die sich nicht abwenden, gärt es. Laut einer aktuellen Umfrage meinten lediglich neun Prozent der brasilianischen Katholiken, daß die Kirche auf ihr Alltagsleben überhaupt noch echten Einfluß habe. 96 Prozent der jungen Katholiken geben etwa an, sie befürworteten den Gebrauch von Präservativen. Millionen gläubiger südamerikanischer Frauen nehmen die Pille – da wirken die Keuschheitsgebote (»auch für die Zeit des Verliebtseins und der Verlobung«) des 80jährigen aus Rom wie Botschaften aus einer anderen Welt. Der Papst weiß, daß – ähnlich wie in Europa bereits geschehen – Millionen Menschen der Kirche zu entgleiten drohen.“
Aus einem Bericht der lokalen Tageszeitung ‘Pforzheimer Zeitung’
Papstreden mit Inhalt
„Zu guter Letzt erreicht der kleine alte Mann mit dem unbeholfenen Lächeln die Herzen der Menschen. Die Begeisterung ist da, auch wenn sie nicht dasselbe Ausmaß wie bei Johannes Paul II. annimmt. Die kritischen Stimmen sind verhalten: »Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der bei seinen Besuchen in Brasilien vorwiegend mit einer Rede der Versöhnung auftrat, hat er all seine Botschaften mit einem rauen Ton des Tadels versehen«, schreibt die ‘Folha de São Paulo’. Und ‘G1’ – das größte Nachrichtenportal des Landes – kommentiert: »Mit einem Lächeln im Gesicht hat er harte Worte gesagt.«“
Aus einem Bericht von Dominik Baur für ‘Spiegel online’
© Titelbild: Douglas Mansur/visitadopapa.org.br
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Dienstag, 15. Mai 2007 11:35
landorganist: @Stimme
Den Blödsinn glauben Sie doch wohl selber nicht!
Dienstag, 15. Mai 2007 11:29
Stimme aus dem Tradiland: @ cives_romanus
Es gibt eine orientalische Tradition, bei welcher der Gastgeber den auserwählten Gästen einen Bissen
in den Mund steckt. Habe ich selbst in Syrien erlebt.
Ausgehend von dieser – uralten – orientalischen Tradition ist es sogar ziemlich wahrscheinlich, dass Jesus Christus als Gastgeber des Letzen Abendmahles den Aposteln den Leib Christi in den Mund reichte und nicht – wie abendländische Interpreten bei dieser Stelle des Evangeliums sogleich vermuten würden – in die Hand.
Ausgehend von dieser – uralten – orientalischen Tradition ist es sogar ziemlich wahrscheinlich, dass Jesus Christus als Gastgeber des Letzen Abendmahles den Aposteln den Leib Christi in den Mund reichte und nicht – wie abendländische Interpreten bei dieser Stelle des Evangeliums sogleich vermuten würden – in die Hand.
Dienstag, 15. Mai 2007 05:58
Nachtlaterne: bund der anständigen?
Dienstag, 15. Mai 2007 02:37
Gotthard: @rudolfus
Auch ist eine würdevolle Kleidung in der hl. Messe stets ein wichtiger Ausdruck der Ehre, die man Gott
gegenüber erweist.
und splitternankt begegnen sich Ehepaare, die im Sakrament der Ehe verbunden sind – und begegnen dem lebendigen Gott in alle ihrer Ekstase … genau das meint „Sakrament der Ehe“.
Der Gott des Lebens ist ein Gott der Ekstase … wie anders sollte er sein?
Im Höhepunkt des intimsten Momentes begegnen die Gatten im Partner dem Gott des Lebens … unseres Gottes – des Vaters unseres Herrn Jesus Christus.
Wäre es nicht so, wäre die Ehe kein Sakrament sondern ein rein aber fein weltlich Ding.
und splitternankt begegnen sich Ehepaare, die im Sakrament der Ehe verbunden sind – und begegnen dem lebendigen Gott in alle ihrer Ekstase … genau das meint „Sakrament der Ehe“.
Der Gott des Lebens ist ein Gott der Ekstase … wie anders sollte er sein?
Im Höhepunkt des intimsten Momentes begegnen die Gatten im Partner dem Gott des Lebens … unseres Gottes – des Vaters unseres Herrn Jesus Christus.
Wäre es nicht so, wäre die Ehe kein Sakrament sondern ein rein aber fein weltlich Ding.
Montag, 14. Mai 2007 22:30
cives_romanus: Weiß irgendwer
…wie eigentlich Jesus selbst die Kommunion gespendet hat?
Es ist irgendwie eine seltsame Vorstellung für mich, dass er eventuell den Jüngern das gebrochene Brot direkt in den Mund geschoben haben könnte.
Nicht dass man mich falsch versteht: Ich habe kein Problem mit der Mundkommunion, nur diese Frage beschäftigt mich halt.
Es ist irgendwie eine seltsame Vorstellung für mich, dass er eventuell den Jüngern das gebrochene Brot direkt in den Mund geschoben haben könnte.
Nicht dass man mich falsch versteht: Ich habe kein Problem mit der Mundkommunion, nur diese Frage beschäftigt mich halt.
Montag, 14. Mai 2007 22:07
Rudolfus: @Athanasius
So ist es leider.
Sehr zu bedauern ist gerade, daß Papst Johannes Pauls II. (1978-2005) Papstmassenmessen katastrophal waren, insbesonders die Kommunionausteilung.
Das wissen alle rechtgebildeten Gläubigen, die bei diesen Veranstaltungen dabei waren.
Man kann nur der Warnung der PBSPX zustimmen, nicht den NOM zu besuchen – und insbesonders auch nicht diese Papstmassenmessen, denn diese werden von Leuten organisiert, die alle ihre Unmöglichkeiten einbringen, nur um den konservativen Papstgetreuen zu demonstrieren: Seht, was dieser Papst alles in seiner Messe macht und tut (und da käme noch einer mit „römischen Instruktionen“ gegen all die individualistische Liturgiewillkürveranstaltungen, wenn der Papst sich selbst nicht dranhält)!
Sehr zu bedauern ist gerade, daß Papst Johannes Pauls II. (1978-2005) Papstmassenmessen katastrophal waren, insbesonders die Kommunionausteilung.
Das wissen alle rechtgebildeten Gläubigen, die bei diesen Veranstaltungen dabei waren.
Man kann nur der Warnung der PBSPX zustimmen, nicht den NOM zu besuchen – und insbesonders auch nicht diese Papstmassenmessen, denn diese werden von Leuten organisiert, die alle ihre Unmöglichkeiten einbringen, nur um den konservativen Papstgetreuen zu demonstrieren: Seht, was dieser Papst alles in seiner Messe macht und tut (und da käme noch einer mit „römischen Instruktionen“ gegen all die individualistische Liturgiewillkürveranstaltungen, wenn der Papst sich selbst nicht dranhält)!
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