10:16:01 | Dienstag, 15. Mai 2007
Ein österreichischer Blutfetischist bekommt eine neue Ausstellungsfläche. Sein Sammelsurium dekadenter Skurrilitäten wird von Vertretern des kirchlichen Establishments eingeweiht.

Nitsch plaziert gerne barocke Meßgewänder neben seine Farbklecks-Bilder
© Régine Debatty, Creative
Commons(kreuz.net, Mistelbach) Am 24. Mai werden katholische Würdenträger ein sogenannes Museum für Erzeugnisse
des Religionsbeschmutzers Hermann Nitsch (69) einweihen.
Das berichtet die antikatholische Tageszeitung
‘Der Standard’ in seiner heutigen Dienstagsausgabe.
Das Museum befindet sich in der niederösterreichischen
Stadt Mistelbach – fünfzig Kilometer nordöstlich von Wien.
Kirchlich gehört die Stadt zur Erzdiözese
Wien.
Das Museum mit insgesamt mehr als 6.000 Quadratmetern kostet rund fünf Millionen Euro. Es wird
von der Stadtgemeinde Mistelbach und dem Land Niederösterreich finanziert.
Blutfetischist Nitsch wird
mit seinen sogenannten Kunstwerken ein Drittel der Räumlichkeiten füllen.
Die anderen beiden Teile
werden im Oktober 2007 und im Frühjahr 2008 eröffnet. Sie zeigen die Lebenswelt des Weinviertels und
ein Meßweinarchiv.
Der Religionsbeschmutzer beabsichtigt, in den nächsten beiden Wochen noch schnell
vier weitere große Farbklecks-Bilder für das sogenannte Museum zu schütten.
Neben dem Ergebnis seiner
Spritztouren mit dem Pinsel will der Schmierer barocke Meßgewänder – die in den Jahren nach dem Konzil
sowieso massenweise weggeworfen wurden – plazieren.
Gegenwärtig liegen die bestickten Paramente auf
dem Betonboden des zukünftigen sogenannten Museums.
Künstler des EstablishmentsDer naive Bürgermeister
von Mistelbach und der ahnungslose niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll werden die Nitsch-Sammlung
am 24. Mai eröffnen.
Pröll überreichte dem Schmierer schon im Jahr 2004 einen wohldotierten
Preis
von 11.000 Euro.
Laut dem ‘Standard’ werden sich Propst Maximilian Fürnsinn, der Mistelbacher Pfarrer
Hermann Jedinger und der evangelische Superintendent Paul Weiland dazu hergeben, das Nitsch-Museum ökumenisch
einzuweihen.
Die Protestanten lehnen Weihen oder Segnungen von Gegenständen ab. Fetischist Nitsch bezeichnet
sich nicht als Christ.
Propst Fürnsinn ist Vorsteher des Stiftes der Augustiner-Chorherren in Herzogenburg
bei St. Pölten und erster Vorsitzender der Österreichischen Superiorenkonferenz. Er war ein leidenschaftlicher
Feind des emeritierten St. Pöltner Bischofs, Mons. Kurt Krenn.
Die Tageszeitung ‘Standard’ sieht die
kirchliche Präsenz im Nitsch-Museum als eindeutiges Signal:
„Die Zeiten, da das Establishment gegen
Nitschs Aktionen Sturm lief, sind eindeutig vorbei.“
Nur die rechtsnationale ‘Freiheitliche Partei Niederösterreich’
macht gegen das Museum mobil.
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#12
Julian von Aeclanum 16:16:22 | Sonntag, 3. Juni 2007
#11
Nachtlaterne 22:02:17 | Donnerstag, 17. Mai 2007
#10
matt2 † 17:42:11 | Dienstag, 15. Mai 2007
#9
nonnobisdomine 16:59:43 | Dienstag, 15. Mai 2007
#8
kali 11:54:26 | Dienstag, 15. Mai 2007
#7
Stimme aus dem Tradiland 11:54:22 | Dienstag, 15. Mai 2007
#6
Veritatis † 11:35:06 | Dienstag, 15. Mai 2007
#5
PhilomenaWolkenstein 10:59:41 | Dienstag, 15. Mai 2007
#4
Beobachterin 10:57:04 | Dienstag, 15. Mai 2007
#3
Typ 10:50:48 | Dienstag, 15. Mai 2007
#2
Initiative "Nie wieder!" 10:49:42 | Dienstag, 15. Mai 2007
#1
Typ 10:27:24 | Dienstag, 15. Mai 2007