Kultur
Weihwasser für einen Religionsbeschmutzer
Ein österreichischer Blutfetischist bekommt eine neue Ausstellungsfläche. Sein Sammelsurium dekadenter Skurrilitäten wird von Vertretern des kirchlichen Establishments eingeweiht.
Nitsch plaziert gerne barocke Meßgewänder neben seine Farbklecks-Bilder
Nitsch plaziert gerne barocke Meßgewänder neben seine Farbklecks-Bilder
© Régine Debatty, Creative Commons
(kreuz.net, Mistelbach) Am 24. Mai werden katholische Würdenträger ein sogenannes Museum für Erzeugnisse des Religionsbeschmutzers Hermann Nitsch (69) einweihen.

Das berichtet die antikatholische Tageszeitung ‘Der Standard’ in seiner heutigen Dienstagsausgabe.

Das Museum befindet sich in der niederösterreichischen Stadt Mistelbach – fünfzig Kilometer nordöstlich von Wien.

Kirchlich gehört die Stadt zur Erzdiözese Wien.

Das Museum mit insgesamt mehr als 6.000 Quadratmetern kostet rund fünf Millionen Euro. Es wird von der Stadtgemeinde Mistelbach und dem Land Niederösterreich finanziert.

Blutfetischist Nitsch wird mit seinen sogenannten Kunstwerken ein Drittel der Räumlichkeiten füllen.

Die anderen beiden Teile werden im Oktober 2007 und im Frühjahr 2008 eröffnet. Sie zeigen die Lebenswelt des Weinviertels und ein Meßweinarchiv.

Schüttbilder von 1996, ausgestellt in Berlin
Schüttbilder von 1996, ausgestellt in Berlin
© Régine Debatty, Creative Commons
Der Religionsbeschmutzer beabsichtigt, in den nächsten beiden Wochen noch schnell vier weitere große Farbklecks-Bilder für das sogenannte Museum zu schütten.

Neben dem Ergebnis seiner Spritztouren mit dem Pinsel will der Schmierer barocke Meßgewänder – die in den Jahren nach dem Konzil sowieso massenweise weggeworfen wurden – plazieren.

Gegenwärtig liegen die bestickten Paramente auf dem Betonboden des zukünftigen sogenannten Museums.

Künstler des Establishments

Der naive Bürgermeister von Mistelbach und der ahnungslose niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll werden die Nitsch-Sammlung am 24. Mai eröffnen.

Pröll überreichte dem Schmierer schon im Jahr 2004 einen wohldotierten Preis von 11.000 Euro.

Laut dem ‘Standard’ werden sich Propst Maximilian Fürnsinn, der Mistelbacher Pfarrer Hermann Jedinger und der evangelische Superintendent Paul Weiland dazu hergeben, das Nitsch-Museum ökumenisch einzuweihen.

Die Protestanten lehnen Weihen oder Segnungen von Gegenständen ab. Fetischist Nitsch bezeichnet sich nicht als Christ.

Propst Fürnsinn ist Vorsteher des Stiftes der Augustiner-Chorherren in Herzogenburg bei St. Pölten und erster Vorsitzender der Österreichischen Superiorenkonferenz. Er war ein leidenschaftlicher Feind des emeritierten St. Pöltner Bischofs, Mons. Kurt Krenn.

Die Tageszeitung ‘Standard’ sieht die kirchliche Präsenz im Nitsch-Museum als eindeutiges Signal:

„Die Zeiten, da das Establishment gegen Nitschs Aktionen Sturm lief, sind eindeutig vorbei.“

Nur die rechtsnationale ‘Freiheitliche Partei Niederösterreich’ macht gegen das Museum mobil.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Julian von Aeclanum   16:16:22 | Sonntag, 3. Juni 2007
ProblemKUNST
Jaja, die Kunst… das Problem existierte ja vor 70 Jahren auch schonmal. Leider konnte da das ganze „Gerümpel“ nicht effektiv entfernt werden, wie Unkraut eben… aber ich bin mir fast sicher dass sie alle mit Hilfe der Fürstin zu Thurn und Taxis einen ordentlichen Reisighaufen zusammen bekommen und das Problem mit diesen Bildchen schon lösen können (solle die Agnes nicht das Feuerzeug vergessen haben). Und den vielen übrigen Platz, den solche „entartete Kunst“ mal eingenommen hat, kann man ja glücklicherweise mit kitschigen Jesus Bildchen aus dem 19. Jh. zupflastern. Und wer dann immer noch nicht zufrieden ist der stecke sich doch bitte eine Sonnenblume ins Haar und besinge in fröhlichem Reigen die Schönheit der blutlosen Schöpfung… ;-)
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#11   Nachtlaterne   22:02:17 | Donnerstag, 17. Mai 2007
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#10   matt2 †   17:42:11 | Dienstag, 15. Mai 2007
@nonnobis: ach ja?
Die österreichische Kirche an der Spitze der HOMO-Kardinal können mir als Deutschen vollkommen am Ar… vorbeigehen.
Und soll mir als Österreicher die deutsche Kirche jetzt wohl auch am Ar… vorbeigehen? Sind Sie etwa ein Nationalist? Ober haben Sie was gegen Österreicher? Schaut’s etwa besser bei Ihnen aus?
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#9   nonnobisdomine   16:59:43 | Dienstag, 15. Mai 2007
Die österreichische Kirche –
an der Spitze der HOMO-Kardinal können mir als Deutschen vollkommen am Ar… vorbeigehen.
Auch in Bezug auf den Skandal in Heiligenkreuz, denn da wird einiges vertuscht, wenn man die Berichte liest.
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#8   kali   11:54:26 | Dienstag, 15. Mai 2007
Weltherrscher über Sklaven
Um ein Volk und seine Kultur zu vernichten, braucht man nur alles Abartige und Perverse als Kunst und Ideal zu bezeichnen und mit Auszeichnungen zu fördern. Hier treten „unsere“ Politiker und auch „Hirten“ als Handlanger auf um ihre Pfründe behalten zu können und von den steuernden Medien gelobt zu werden. Die Menschheit wird sich dies nicht ewig gefallen lassen. Die Armut wird die Gehirne wieder an die Natur anpassen.
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#7   Stimme aus dem Tradiland   11:54:22 | Dienstag, 15. Mai 2007
Probst Fürnsinn von Herzogenburg ist ein Liebling des staatlichen und kirchlichen Establishments!
Hier noch der Link zum Originalartikel: Besuch beim Bischof mit dem Farbbesen derstandard.at/?url=/?id=28811…
Aber auch Bischof Krenn äußerte sich in seiner Zeit als Weihbischof von Wien 1989 nicht gerade glücklich zu Hermann Nitsch:
„Nitsch ist ein interessanter, ein faszinierender Mensch. Ich könnte mit ihm stundenlang reden … Ich schätze seinen Geist und seinen Scharfblick.“
(Spektrum, ORF, 2. März 1989; Neue Kronen Zeitung, 5. März 1989).
Hier eine lesenswerte Abrechnung mit Hermann Nitsch mit dem Resümee, dass dieser Satanist sei. www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=1303&pid=1…
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#6   Veritatis †   11:35:06 | Dienstag, 15. Mai 2007
Liebe Philo!
Vielleicht wurde er gesponsert? Hier gibt es ja einige ver-rückte Brüder…
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#5   PhilomenaWolkenstein   10:59:41 | Dienstag, 15. Mai 2007
@Initiative
Danke, Herr Humer für die Verlinkung Ihrer Seiten, Sie liefern damit wieder mal einen Grund, Ihrem Sachwalter mitzuteilen, wofür Sie Ihr Taschengeld ausgeben. Für die begehung von Straftaten.
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#4   Beobachterin   10:57:04 | Dienstag, 15. Mai 2007
ahnungslose katholische Würdenträger
Man sollte diesen ahnungslosen katholischen Würdenträgern ein Beispiel der „Kunst“ der Hermann Nitsch zur Kenntnis bringen. Vielleicht das nachfolgende:
wenn christus ausrutscht, springt nr. 38 auf ihn, steckt seinen erigierten penis in die afteröffnung von christus und begattet ihn, andere akteure spritzen aus schläuchen wasser auf die blutbeschütteten gedärme und auf das blutige rohe fleisch.
[…]
christus wird in ein schlachthaus geführt. er schlachtet mit hilfe von metzgern 20 rinder (schlachtschußapparat). die tiere werden ausgeblutet und abgehäutet. hat christus einen stier getötet, legt er sich auf das am rücken liegende abgehäutete noch zuckende tier, saugt am geschlechtsteil des stieres, saugt urin heraus (geschmack von urin) und beißt in das geschlechtsteil des stieres, er küßt die hoden des stieres, schleckt die hoden ab, beißt in die hoden und zerfleischt und zerschneidet sie schreiend mit einem skalpell.
aus: Hermann Nitsch, Die Eroberung von Jerusalem, Raum 22 Schlachthaus
Das müßte reichen, damit Katholiken sich von diesem Herrn Nitsch distanzieren.
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#3   Typ   10:50:48 | Dienstag, 15. Mai 2007
Keine Sorge…
…ich kenne Nitsch sehr gut und mag ihn nicht. Aber als traditionalistischer Katholik sich über „Blutfetischismus“ aufzuregen und gleichzeitig Erziehung mit einem blutend dargestellten Jesus zu betreiben – DAS ist Doppelmoral.
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#2   Initiative "Nie wieder!"   10:49:42 | Dienstag, 15. Mai 2007
zum „TYP“
Sie haben scheinbar von dem „Künstler Nitsch“ keine Ahnung.
Das ist ein perverser und sehr armer und kranker Mensch.
Schauen Sie sich mal die Bilder von seinem „Kunst-Auftritt“ im Wiener Burgtheater an.
Vorsicht, Vorsicht… Sie könnten sich übergeben!!!
www.babycaust.at/…unst/nitsch/perv.htm
www.babycaust.at/…nitsch/professor.htm
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#1   Typ   10:27:24 | Dienstag, 15. Mai 2007
Also…
…in jedem Kinderzimmer ein Kruzifix mit triefenden Wunden aufzuhängen, aber sich dann über „Blutfetischismus“ beschweren, moment, wie nennt man das nochmal? Richtig, Doppelmoral!
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