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Mittwoch, 16. Mai 2007 08:14
kreuzmeldungen
Teil und Kelch + Altes aus Brasilien + Völlig falsch + Rücktritt angenommen + Homo-Priester verurteilt
Benedikt XVI. im brasilianische Wallfahrtsort Aparecida
Benedikt XVI. im brasilianische Wallfahrtsort Aparecida
Teil und Kelch

„Die ersten Förderer der Jüngerschaft und Mission sind diejenigen, die gerufen waren, ‘mit Jesus zu sein und ausgesandt zu werden zum Predigen’ (Mk 3, 14), also die Priester. Ihnen muss bevorzugte Beachtung und väterliche Sorge durch die Bischöfe zukommen, denn sie sind die ersten Förderer einer authentischen Erneuerung des christlichen Lebens unter dem Volk Gottes. Ich möchte ich ihnen ein väterliches Wort der Zuneigung entbieten und die Hoffnung aussprechen, dass „Gott ihr Teil und ihr Kelch“ (Ps 16, 5) sein möge. Wenn der Priester Gott als Fundament und Zentrum seines Lebens erkennt, dann wird er die Freude und die Fruchtbarkeit seiner Berufung erkennen.“

Aus der Ansprache von Papst Benedikt XVI. bei der Eröffnung der V. Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas und der Karibikan am Sonntag in Aparecida

Altes aus Brasilien

Brasilien. Der Vizepräsident der brasilianischen Bischofskonferenz, Mons. Antônio Celso de Queirós, sprach am Montag auf der lateinamerikanischen Bischofskonferenz über die Frauenordination: „Der Papst hat anerkannt, daß die Kirche eine gewisse Schuld gegenüber Frauen hat. Wir wissen, daß derzeit in der Kirche der Dialog über eine mögliche Weihe von Frauen beendet ist. Aber das heißt nicht, daß er nicht wieder eröffnet werden könnte.“

Völlig falsch

Rußland. Der Erzbischof von Moskau, Mons. Tadeusz Kondrusiewicz, hat erklärt, daß es „völlig falsch“ sei zu glauben, daß die Bekehrung Rußlands – die von der Muttergottes in Fatima gewünscht wurde – bedeute, daß alle Russen katholisch werden müßten: „Rußland ist ein orthodoxes Land und die russisch-orthodoxe Kirche ist an erster Stelle verantwortlich für die Bekehrung der Menschen.“ Bei einer Konferenz in Moskau zum 90. Jahrestag der Erscheinungen von Fatima verurteilte der Erzbischof außerdem den „Proselytismus“.

Rücktritt angenommen

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat den altersbedingten Rücktritt des argentinischen Militärbischofs, Mons. Antonio Baseotto, angenommen. Der Bischof vollendete am 4. April sein 75. Lebensjahr. Der Bischof war bereits Anfang 2005 von der Regierung seines Amtes enthoben worden. Grund war seine Kritik der Kinderabtreibung.

Homo-Priester verurteilt

Deutschland. Ein 46jähriger Pfarrer aus Isselburg – hundert Kilometer nordwestlich von Dortmund an der niederländischen Grenze – ist wegen Kinderschändung zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Das erklärte die Staatsanwaltschaft Münster am Montag vor der ‘Katholischen Nachrichten Agentur’. Der Geistliche hat sich viermal an zwei jugendlichen Ministranten vergangen. Den Strafbefehl hat er angenommen. Das Bistum Münster suspendierte den Priester bereits im Spätherbst nach Bekanntwerden des Vorwurfs.

© Bild: Jose Cordeiro – visitadopapa.org.br
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 21 Lesermeinungen:
Freitag, 18. Mai 2007 17:25
Rudolfus: Gültige Taufe und Abfall von der katholischen Kirche (der Kirche Christi)
Die Schlussfolgerung von Rom getrennt und daher nicht mehr in der Krche führt logischerweise zur irrigen Auffassung die Häretikertaufe sei ungültig.

Das ist nicht richtig, denn:

Jeder gültig Getaufte (egal durch welchen Taufspender) wird und ist automatisch ein Teil der katholischen Kirche, bis zu dem Moment, in dem er ausdrücklich das Gegenteil deklariert, nämlich, indem er sich ausdrücklich einer Sekte oder einer Häresie anschließt (also von der katholischen Kirche abfällt).
Mittwoch, 16. Mai 2007 20:50
Karl Murx: Genau, Atha…
Und weil es so ist wie du sagst, nämlich daß die Kirche über die subjektive Gewissenslage des objektiv Irrenden nur „foro externo“ urteilen kann, darum brauche ich auch nicht zu wissen, ob JoPo Zwo „bona fide“ war, oder nicht.

„Foro externo“ hat er sich wie ein Häretiker verhalten, also behandele ich ihn auch so. Vollkommen richtig gesehen, Atha.

Was war an dem Artikel von de Vries nicht erschöpfend? Also hast du ihn doch nicht gelesen. Du hast nâmlich nur die Seiten gelesen, die ich dir geschickt habe. Das sollte aber ein Ansporn sein, sich gesamten Artikel zu besorgen.

Wie bitte? Die Schismatiker sind Instrumente des Heiles? Wie das? Du gibst ja selbst zu, daß sei ein Widerspruch.
Mittwoch, 16. Mai 2007 18:38
Athanasius: Wichtig!
Suprema Haec Sacra.

Schreiben des Heiligen Offiziums aus dem Jahre 1949 in dem nochmal klar die richtige Interpretation des Dogmas „Extra Ecclesiam nulla salus“ dargelegt wird. Zur Verurteilung des Hw. P. L. Feeney SJ. (Dessen Student damals der heutige Avery Kardinal Dulles SJ war.)
Mittwoch, 16. Mai 2007 18:36
AthanasiusII: @FioreGraz
Was Sie da behaupten ist Unsinn. Nach Ihrem Wunsche wären dann auch die Donatisten in der Kirche Christi usw. usw. Die bona fide Irrenden die ohne Schuld sind also, gehören zur Seele der Kirche, uns steht aber kein Urteil zu über wer bona und wer mala fide ist/war. Deswegen entgeht die Kirche dieser Frage. Gültig getaufte Orthodoxen die nicht ob der Notwendigkeit des Römischen Primates und der römischen Communio wissen, und darin unschuldig sind, empfangen die Sakramente mit Gnaden, deswegen sind ja auch diese schismatische Kirchen trotzdem „Instrumente der Rettung“, aber zur gleichen Zeit Gemeinschaften des Irrtums und somit des Unheiles. Das ist paradoxal, aber die Realität.
Mittwoch, 16. Mai 2007 18:30
Athanasius: @Murx
Denn wenn man nicht meht zum Corpus Mysticum gehört, so gehört man auch nicht zur Kirche.

Den Artikel von de Vries zu diesem Thema, der die Korrespendenz und Erklärungen der Päpste über Jahrhunderte verfolgt hatte, scheinst du bis jetzt nicht gelesen zu haben.


Den Artikel den Sie mir geschickt hatten, habe ich gelesen. Dieser Artikel ist aber nicht exhaustiv, auch wenn Sie das so behaupten mögen.

Der Begriff „Kirche“ habe ich als Kirche im Sinne der Diözesen-Teilkirchen verstanden. Leo XIII. hat den Begriff „Kirche“ auf die Orientaler natürlich nicht als „zur Kirche Jesu Christi gehören“ verwendet, aber sehr wohl theologisch. Die Lutheraner wurden in der Geschichte noch nie als Kirchen bezeichnet, die Orientaler aber alle.

Die Zugehörigkeit der bona fide Irrenden zum Corpus Mysticum ist also für uns hier unwichtig, aber sehr wohl gehören diese Seelen eigentlich zur Kirche Christi, da ja außerhalb der Katholischen Kirche kein Heil ist und sie somit in irgendeiner Weise ihr angehören müssen, aber eben nicht in foro externo so behandelt werden. Mit Recht. Denn kein Mensch kann unfehlbar darüber entscheiden wer guten Glaubens war und wer doch selbst auch Schuld war.
Mittwoch, 16. Mai 2007 17:43
Karl Murx: So ein Schwachsinnn, FioreGraz
Was soll man dazu sagen?

da wäre also angeblich die Konsequenz die Ungültigkeit der Häretikertaufe, sofern Häretiker nicht Glieder der Kirche wären.

Sagen Sie mal, was machen Sie eigentlich beruflich?

Was gibt ein Sakrament, wie die Taufe?

a) den Charakter
b) die heiligmachende Gnade mit der Nachlassung der Erbsünde und auch aller anderen Tatsünden, wenn vorhanden.
c) die Eingliederung in den mystischen Leib.

Ein in einer häretischen Gemeinschaft „recte et rite“ getauftes, unmündiges Kind, ist durch diese Taufe Glied der röm.-katholischen Kirche. Ob die sogenannen Orthodoxen das wollen, oder nicht.

Jemand, der sich als erst Erwachsener in einer häretischen Gemeindschaft taufen läßt, -wobei man davon ausgehen kann, daß er normalerweise nicht „bona fide“ ist-, bekommt eben nur den Charakter, ohne daß sich die anderen Wirkungen der Taufe einstellen.

Die Gültigkeit der Tauf ist eben in diesem Falle auf den Charakter beschränkt, weswegen die Taufe auch nicht wiederholt wird. Das gleiche gilt für die Firmung und das Sakrament der Weihe. Sie haben keine Gnadenwirkung außerhalb der Kirche, sondern bewirken nur den Charakter. Hauptwesentlich für die Eingliederung in die Kirche ist übrigens nur der Taufcharakter. Für die Fruchtbarkeit der Gliedschaft im Corpus Mysticum ist die Gnade notwendig.

Näheres dazu in Scheebens Abhandlung, „Der Charakter als Beamtung, Mysterien des Christentums“. Seite 478 ff.
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