[ « 490 491 492 493 494 » ]
Dienstag, 18. Januar 2005 18:03
kreuz.net Katechismusklasse: Welche ist die alleinseligmachende Kirche?
Ungeduldig marschiert der Herr Pfarrer in seinem Weinberg auf und ab. Schon vor zwei Wochen hat er eine dringende Frage an einen wichtigen Theologieprofessor geschickt. Ob die katholische Kirche heilsnotwendig sei, erkundigte er sich im Schreiben. Über die Rebzweige hinweg sieht der Pfarrer endlich den Postboten kommen. Der Theologe hat ihm geantwortet. War auch höchste Zeit.
Carissime Pater!

Vielen Dank für die Schilderung Ihrer Notlage. Verstehe ich Sie richtig? Sie wollen wissen, ob die katholische Kirche zum Heil des Menschen notwendig ist?

Daß die verwirrten Schäfchen Ihrer Nachbarpfarrei zu Ihnen kommen, ist verständlich. Hat der dortige Pfarrer wirklich behauptet, daß es letztlich keine Rolle spiele, ob jemand katholisch oder protestantisch sei? Das kann nicht der Sinn dieser – wie schreiben sie? – „Gebetswoche der Einheit der Christen“ sein. Der Pfarrer möge sich eher darum bemühen, die getrennten christlichen Gemeinschaften in den Schoß der einen, heiligen und apostolischen Mutter Kirche zurückzuführen. Aber ich nehme an, daß auch Ihr Mitbruder die Dinge im Grunde so versteht. Als Vertiefung und Denkanstoß können Sie ihm folgende Zitate aus dem unfehlbaren Lehramt der Kirche vorlegen.

Das ehrwürdige vierte Laterankonzil, das im Jahre 1215 abgehalten wurde, erklärt, daß „die allgemeine Kirche der Gläubigen eine einzige ist und daß außerhalb von ihr niemand gerettet wird“.

Gleiches kann Ihr Mitbruder im Unionskonzil von Florenz (um 1444) nachlesen: „Die hochheilige Kirche glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet – keine Heiden, keine Juden, keine Häretiker und keine Schismatiker – des ewigen Lebens teilhaft werden kann. Er wandert vielmehr in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist.“

Auch der selige Pius IX. († 1878) formuliert ähnlich: „Auf Grund des Glaubens ist festzuhalten, daß außerhalb der apostolischen, römischen Kirche niemand das Heil erlangen kann. Die römische Kirche ist die einzige Arche des Heiles. Wer nicht in sie eintritt, wird in der Flut umkommen.“

Sie könnten, lieber Herr Pfarrer, Ihrem hochwürdigen Nachbarn noch viele andere Stellen aus dem unfehlbaren Lehramt der Kirche liefern. Doch die angeführten Texte sollten genügen. Die Stellen mögen hart erscheinen. Aber die Mutter Kirche ist der Wahrheit und nicht dem schmeichelnden Wort verpflichtet.

Die Zugehörigkeit zur Kirche ist nicht nur darum notwendig, weil das ein Glaubenssatz der Kirche ist. Nein, die Kirche ist als Mittel und Instrument unabdingbar, um in der Flut der Sünden nicht zu ertrinken. Ähnlich war die genannte Arche des Noah das nötige und einzige Mittel, um der Sintflut zu entgehen.

Die Notwendigkeit einer sichtbaren Mitgliedschaft in der Kirche ist freilich keine absolute. In besonderen Umständen, zum Beispiel im Fall einer unüberwindlichen Unkenntnis über die Kirche oder wenn es keine Möglichkeit gibt, die sakramentale Taufe zu empfangen, kann die sichtbare Zugehörigkeit zur Kirche durch das Verlangen nach der Kirche ersetzt werden. Dieses Verlangen mag in der sittlichen Bereitschaft, den Willen Gottes treu zu erfüllen, zum Ausdruck kommen.

Es stellt sich, Hochwürden, für Ihren theologisch verunsicherten Nachbarpfarrer jetzt wohl die Frage, wie man der heilsnotwendigen Römischen Kirche zugehört.

Dazu können Sie auf eine Stelle aus der berühmten Enzyklika „Mystici Corporis“ von Papst Pius XII. († 1958) verweisen: „Den Gliedern der Kirche sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfangen haben, den wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben, noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind.“

Diese wichtige dogmatische Erklärung des Lehramtes nennt drei Bedingungen, um ein Mitglied der Kirche zu sein:

– die Taufe
– das Bekenntnis des wahren Glaubens
– das Verbundensein mit der Gemeinschaft der Kirche

Noch ein Wort zur Predigt Ihres Nachbarpfarrers über die Protestanten: Jene Kinder, die außerhalb der Kirche gültig getauft werden, sind Glieder der Kirche, bis sie ihre Vernunft gebrauchen können und sich freiwillig vom Glaubensbekenntnis oder von der Gemeinschaft der Kirche trennen.

Ich hoffe, werter Herr Pfarrer, daß meine Ausführungen Ihnen und Ihrem Mitbruder genügen. Sollten Fragen auftauchen, können Sie sich jederzeit an mich wenden. Es lohnt sich, über diese Dinge im unfehlbaren Lehramt der Kirche zu lesen. Dann steht man auf einem soliden Grund. Viel Mut beim theologischen Gespräch mit Ihrem Kollegen.

Gott befohlen!

Herzlichst, Ihr Ludwig Ott
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 13 Lesermeinungen:
Samstag, 12. Februar 2005 11:17
GerdEric: es ist doch einfach nur traurig
dass Du nur persönliche Angriffe starten und diffamieren kannst.
Ein Widerlegen meiner Worte ist Dir nicht möglich (so machen es übrigens die sogenannte Zeugen Jehovas auch…).

Bleibe doch bei Argumenten.

mfg
GerdEric
Samstag, 12. Februar 2005 09:09
Bruno-Maria Schulz: wer nicht hören will wird nie verstehen
_
Schönen guten Morgen allen Kreuz.net-Lesern, an diesem, am Rhein zu warmen, trüben Regentag.

Es gibt Hörer euerer Worte in Christus, die halten sich die Ohren zu und schreien und stürmen auf euch los (Apg 7,57) mit hanebüchenen Argumenten, die das Wort Jesu widerlegen sollen.

Ihre Rede ist weniger an euch gerichtet, sondern, wie man von gewissen geistig Unterpriviligierten gewohnt ist, Andere ansehend, deren Zustimmung heischend.

Man antwortet dann meist nicht mehr. Jene sehen das als Beweis der Stimmigkeit ihrer „Argumente“ – wir aber müssen sie sich in ihrer grenzenlosen Ignoranz aalen lassen. Sie fühlen darin, wie die Sau in der Suhle.

Mann muss oftmals das Gespräch beenden und wie haben hier die Rechtfertigung: Lukas 9,5 … dann geht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie.

Bruno-Maria Schulz
Mittwoch, 26. Januar 2005 20:25
GerdEric: GerdEric-typische
Bruno-Maria Schulz: 1 Kor 1,23Ich wende mich an interessierte Mitleser, die die GerdEric-typische Beauptung lasen (die jüdische Verleugnung des Messias und Christus).

Wo siehst Du den Unterschied zwischen Messias und Christus, was doch beides mehr oder weniger gesalbter bedeutet.

Bruno: >>>Der „alte“ Bund ist nie gelöst, und einen neuen gibt es nicht<<<

Das ist natürlich Unsinn in Reinkultur und widerspricht eklatant der Tatsache, dass Christus existierte und erlöste durch Passion und Auferstehung, das Neues Testament gelebt und geschrieben wurde und unzähligen Aussagen Jesu und des Neuen Bundes dazu, wie u.a. (um nur zwei zu nennen):


Ich habe nie behauptet, dass Jesus nicht existierte, auch habe ich sein Leiden nicht geleugnet (doch sein leiden „erlebten“ tausende Juden zu gerade der Römerzeit in Israel).
Das NT ist erst hinzugefügt worden, gerade aber die Nichtevangelien.

Jesus Christus in Lk 22,20:
Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.:


Zu Pesach war es üblich, dass Wein getrunken wurde.

Paulus in Hebr 8,13:
Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.


Dies ist Auslegung des Paulus.

mfg
Mittwoch, 26. Januar 2005 20:14
GerdEric: Bruno, ich lobe deine Konsequenz, das Handtuch zu werfen (schade)
Bruno-Maria Schulz: was bedeutet einem GerdEric schon
Mt 16,18:
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.


wir wissen doch, wie schwankend Petrus war, und dass er auch mit Paulus uneins war…

Bruno-Maria Schulz: GerdEric – die Diskussion mit dir ist müßig – ich beende sie hiermit, denn spräche ich mit Engelszungen, würdest du das Gegenteil behaupten.

Was hat sich Jesus für Dich bemüht, und Du willst ihm nicht zur Seite stehen?

alles Gute für Dich,
und Gottes Segen
Dienstag, 25. Januar 2005 17:20
Bruno-Maria Schulz: 1 Kor 1,23
Ich wende mich an interessierte Mitleser, die die GerdEric-typische Beauptung lasen (die jüdische Verleugnung des Messias und Christus).

>>>Der „alte“ Bund ist nie gelöst, und einen neuen gibt es nicht<<<

Das ist natürlich Unsinn in Reinkultur und widerspricht eklatant der Tatsache, dass Christus existierte und erlöste durch Passion und Auferstehung, das Neues Testament gelebt und geschrieben wurde und unzähligen Aussagen Jesu und des Neuen Bundes dazu, wie u.a. (um nur zwei zu nennen):

Jesus Christus in Lk 22,20:
Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.:

Paulus in Hebr 8,13:
Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.

Bruno-Maria Schulz
Dienstag, 25. Januar 2005 16:51
Bruno-Maria Schulz: schmeißt euere Bibeln weg!
Leute, schmeißt euere Bibeln weg – fragt GerdEric den’s nur einmal gibt. Er sagt:
>>>ich lese da nichts von einer Kirche<<<

was bedeutet einem GerdEric schon
Mt 16,18:
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

GerdEric – die Diskussion mit dir ist müßig – ich beende sie hiermit, denn spräche ich mit Engelszungen, würdest du das Gegenteil behaupten.

Salve
Bruno-Maria Schulz
Alle Lesermeinungen anzeigen 7 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net