Fakultät Fulda
Außer Gefahr?
Die Zahl von 26 Fuldaer Priesteramtskandidaten bewegt sich über dem deutschen Durchschnitt.
Webseite der theologischen Fakultät Fulda
Webseite der theologischen Fakultät Fulda
(kreuz.net, Fulda) „Die Existenz der Theologischen Fakultät Fulda steht nicht in Frage. Es gibt keine Krise für sie.“

Das erklärte der Rektor der Fakultät, Hw. Richard Hartmann, am 10. Mai vor der ‘Fuldaer Zeitung’.

Die ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ hatte jüngst berichtet, daß schon seit einiger Zeit über die Theologische Fakultät Fulda nachgedacht werde, „die nicht an eine Universität angegliedert und schwach ausgelastet“ sei.

Der Rektor erklärt, daß seine Fakultät zwar klein sei, aber den Studenten viel biete.

Gegenwärtig gibt es 44 immatrikulierte Studenten – darunter 26 Priesteramtskandidaten aus dem Bistum Fulda, acht ausländische Studenten und sechs Promoventen.

Daneben nutzen sechzig Gasthörer das Angebot.

Der Rektor erklärt, daß die etwa 130 Studenten des Katholisch-Theologischen Seminars an der Universität Marburg mitgenannt werden müssen, die sich dort auf das Lehramt im Fach Religion vorbereiten.

„Mehr als die Hälfte unserer Professoren haben gleichzeitig einen Lehrauftrag in Marburg“ – so Rektor Hartmann.

So relativiert sich für ihn die Aussage, die hiesige Fakultät sei schwach ausgelastet: „Auch wenn wir kein Problem damit hätten, noch weitere zwanzig Studenten unterzubringen.“

Der Rektor weist auch darauf hin, daß die Zahl von 26 Priesteramtskandidaten in der Diözese Fulda für Deutschland eher hoch ist:

„Das Bistum Mainz hat 30% mehr Katholiken als unsere Diözese, aber weniger angehende Priester.“

Die Fuldaer Fakultät besitzt zehn ordentliche Professoren und einen außerordentlichen. Freiwerdende Lehrstühle werden besetzt.

Die Diözese bringe für die laufenden Kosten der Fakultät und Bibliothek jährlich 1,19 Millionen Euro auf.

Der Verband der Diözesen Deutschlands schießt pro Jahr 170.000 Euro zu.

Die Zusicherungen von Rektor Hartmann kommen in einer Zeit großer bildungspolitischer Umwälzungen.

Vor Jahren hieß es beispielsweise in Bayern auch noch, daß alle Theologischen Fakultäten erhalten bleiben sollen.

Jetzt werden mindestens zwei geschlossen.
      
17 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#17   propst zu paderborn   16:13:22 | Freitag, 18. Mai 2007
@toby
Sie scheinen sich ja gut in unserem Betrieb auszukennen…
Redaktion benachrichtigen
#16   Toby   16:03:28 | Freitag, 18. Mai 2007
@ propst
Dieses Gepränge in unserer Kirche kann nicht so weiter gehen und der Bischof von Fulda ist einer der wenigen, die als Oberhirten in den deutschen Bistümern dagegen tun.
Das verstehe ich jetzt nicht. Wie kann der Bischof von Fulda glaubwürdig gegen ein (vermeintliches) Gepränge in unserer Kirche vorgehen, wenn er privat einem recht luxuriösen Lebensstil frönt?
Und wie kann er die Zwangsumstrukturierungen im Bistum Fulda rechtfertigen, wenn er nicht bereit ist, bei sich selbst und bei der Diözesanspitze anzufangen? Wozu den Luxusbetrieb Theologische Fakultät noch weiter aufrechterhalten, wenn die Zahl der Priester sowieso – auch ohne Not! – reduziert werden soll!? Auch im Fuldaer Generalvikariat gibt es mit Sicherheit noch jede Menge Einsparpotential! Aber das sind wohl heilige Kühe, die nicht geschlachtet werden dürfen …
Redaktion benachrichtigen
#15   propst zu paderborn   14:22:56 | Freitag, 18. Mai 2007
Privatleben
eines jeden Menschen, besonders eines Bischofs sollte uns nichts angehen! Auch wenn er sich mit irgendwelchen Menschen auf ein Glas Wein trifft, sollte uns das egal sein!!!!
Dieses Gepränge in unserer Kirche kann nicht so weiter gehen und der Bischof von Fulda ist einer der wenigen, die als Oberhirten in den deutschen Bistümern dagegen tun. Er ist fortschrittlich und gefählt hier eben anscheinend vielen nicht.
Was den Priesternachwuchs und die Theologische Fakutät in Fulda angeht, so kann ich sagen, dass Algermissen sie nie im Leben aufgeben wird, denn dadurch verliert ein Bistum ein Stück weit sein Herz. Ihm liegt viel daran, dass es mehr Priester aus den Gemeinden seines Bistums gibt. Ich kann aus eigner Erfahrung sagen, dass er für jeden jungen Menschen, der in diese Richtung gehen möchte, betet und ihn mit all seiner Kraft unterstüzt! Ich bin der Meinung, wir alle sollten ihm gleich tun!!!
Redaktion benachrichtigen
#14   Lioba   13:02:51 | Freitag, 18. Mai 2007
@propst zu paderborn
^-^ Ich weiß aus erster Hand über vieles Bescheid, was im fuldischen Bischofshaus abläuft! :-D
Gut, lieber Propst, dass Sie nicht schreiben „Bischof Algermissen überlegt …“, sondern „in diesem barocken Gebäude … wird überlegt, wie es mit dem Bistum Fulda weitergeht.“ In diesem barocken Gebäude wohnt nämlich noch jemand, der für sämtliche Überlegungen nicht ohne Bedeutung ist:
Frau Mathilde Algermissen! :(3
Und schließlich, lieber Propst! Die Freude, dass für das Bistum immerhin 26 Studenten Theologie studieren, um eventuell einmal Priester zu werden, soll Ihnen nicht genommen werden. :-]
Dennoch stellt sich die Frage nach der Finanzierbarkeit des Fuldaer Hochschulbetriebs angesichts verschwindend geringer Studentenzahlen. o.O
Redaktion benachrichtigen
#13   Toby   08:11:10 | Freitag, 18. Mai 2007
@ Heinz Josef
Nein, aber ich bin Zeitungsleser, Fernsehzuschauer und Internetnutzer. Nichts bleibt verborgen.
Redaktion benachrichtigen
#12   Heinz Josef   07:37:40 | Freitag, 18. Mai 2007
Hallo Toby,
sind Sie der Privatsekretär des Bischofs, dass Sie so genau wissen, wie sein Terminkalender aussieht?
Redaktion benachrichtigen
#11   Toby   07:33:44 | Freitag, 18. Mai 2007
@ propost zu paderborn
Sind Sie so naiv, oder tun Sie nur so?
Es ist doch allgemein bekannt und durch entsprechende Medienberichte der Lokalpresse belegt, dass Bischof Algermissen ständig über Priestermangel und selbsterklärte Feinde lamentiert und jammert, im Privaten jedoch einen recht luxuriösen Lebensstil pflegt, der eines Nachfolgers der Apostel eigentlich nicht angemessen erscheint: regelmäßiger Besuch im Sonnenstudio (Spitzname „Sonnenbankkönig“), TV-Auftritte mit tief gebräunter Haut und cooler Designer-Sonnenbrille, wöchentliche Weinabende, großspurige Empfänge und rotarische Festveranstaltungen, mehrfache private Urlaubsreisen im Jahr etc. Tja, in Fulda lässt sich’s gut leben. Das, was er von anderen erwartet, sollte Heinz Josef Algermissen allerdings auch selbst tun und praktizieren.
Redaktion benachrichtigen
#10   propst zu paderborn   06:57:37 | Freitag, 18. Mai 2007
Zum Gejammer
@ Lioba: Woher wollen Sie wissen, dass im fuldischen Bishcofshaus mehr gejammert wird als anderswo??? Bischof Algermissen weiß das die Barockzeit vorbei ist und er nur in diesem barocken Gebäude wohnt, in dem eben nicht gejammert wird, sondern ernsthaft überlegt wird, wie es mit dem Bistum Fulda weitergeht.
Ich freue mich, dass immerhin 26 Studenten für das Bistum Theologie studieren. Klar wären wir froh wenn es mehr wären, aber „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“, dass gilt auch für das Priesterseminar und die Theologische Fakulät Fulda!
Redaktion benachrichtigen
#9   Nachtlaterne   22:03:23 | Donnerstag, 17. Mai 2007
Redaktion benachrichtigen
#8   Lioba   12:05:43 | Donnerstag, 17. Mai 2007
Zum „Gejammere“:
Aus erster Hand weiß ich: Nirgendwo im Bistum wird so viel gejammert wie im Bischofshaus. :'( :-S :-( :'( :-S :-(
Wer in Fulda Bischof wird, sollte wissen, dass die Barockzeit vorbei ist. o^/ Autoritärer Führungsstil und Machtgehabe überzeugen keinen Menschen mehr. :-@ Wer vom Dialog redet, sollte ihn auch praktizieren. ;-) Wer Strukturen verändern will, darf seine Hochschule nicht davon ausschließen. ?:)
Meine Güte, was für eine erbärmliche Schönrederei: Die Zahl der 26 Priesteramtskandidaten bewege sich in Deutschland über dem Durchschnitt. :-[
Wer ohne vernünftigen Grund drei junge und gewissenhafte Priester aus der Diözese verweist, sollte sich bei Äußerungen über den Priesternachwuchs etwas mäßigen! :-#
Erbärmlicher geht’s kaum. :-!
Redaktion benachrichtigen
#7   Typ   23:09:58 | Mittwoch, 16. Mai 2007
@ adlimina
Wer Priester wird, weiß ja wohl vom ersten Semester an, dass er sich nicht hinterher aussuchen kann, ob er in der achso begehrten Bischofsstadt oder auf einer lästigen kleinen oder großen Pfarrei (oder gleich mehreren davon) seinen Dienst zu tun haben wird.
Meine Güte, was für ein erbärmliches Gejammere. Dann sollen die Herren halt nicht Priester werden, wenn sie nur einen einzigen Bischof haben, bei dem sie’s aushalten, und bei einem anderen dann gleich das große Opferlamm spielen müssen. Erbärmlicher geht’s kaum.
Redaktion benachrichtigen
#6   timpressum †   23:09:54 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Und in Rom…
…is grad n Kelch umgefallen!
:-S
Redaktion benachrichtigen
#5   adlimina   22:47:30 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Unterschiedliche Maßstäbe
Was unserem Bistum dadurch angetan worden ist, daß sich der Bischof mit seinem Vertrauen und einem Blanko-Scheck in die Arme des Professors Hartmann gelegt hat, ist unglaublich.
Während die Priester und Pfarreien mit der Peitsche in die Verbünde getrieben und dabei gnadenlos zerrieben wurden, leistet sich eine Clerical Upperclass den Fakultätsbetrieb in Fulda, der nach den sonst angelegten Maßstäben dringend der Angliederung an Paderborn, Erfurt oder Würzburg harrte. Gleichzeitig wurden begabte und tief kirchlich gesinnte Priester aus der Bischofsstadt vertrieben, um in quälenden Pfarreiverhältnissen verheizt zu werden, doch sie schienen zu sehr durch Erzbischof Dyba und Weihbischof Schick geprägt. Einer davon sagte mir: „Im Alten Bund wie in den Tyranneien dieser Welt wurden die Mißliebigen an die Stelle der Front gestellt, wo sie fallen mußten (1 Sam 11,15)!“
:'(
Redaktion benachrichtigen
#4   Wigbert   20:08:30 | Mittwoch, 16. Mai 2007
In Zeiten der Fusionen und Verbünde
sollte das Bistum Fulda auch enger mit anderen Theologischen Fakultäten kooperieren!
Soweit mir bekannt ist, gilt Prof. Richard Hartmann als Vordenker für die Pfarrverbünde.
Herr Professor, denken Sie einmal über einen Zusammenschluss mit Nachbarfakultäten nach!
Die Finanzkammer Ihres Bistums wird es Ihnen danken!
Redaktion benachrichtigen
#3   Lioba   19:54:57 | Mittwoch, 16. Mai 2007
Ich bin empört,
wie in unserer Diözese mit Kirchensteuergeldern umgegangen wird. Mehr als 25000 Euro jährlich für einen Studenten auszugeben, ist maßloser Luxus.
In Fulda braucht mir keiner zu jammern übers Geld! :-@
Redaktion benachrichtigen
#2   Gotthard   19:49:56 | Mittwoch, 16. Mai 2007
@ruhrpott
Dir stehe er wirklich bei und sende Dir eine Extra-Portion Hl. Geist…
so viel Gesülze ist ja kaum zu ertragen!
Redaktion benachrichtigen
#1   r.ruhrgebietler   19:37:07 | Mittwoch, 16. Mai 2007
??? wie kann das sein ???
Haben die 26 Kandidaten nichts gelernt??
Wissen die nichts von Algermissen und seinen Rotarierfreunden (Lehmann und die Verschwörern der V-II-Sekte)???
es steht ausser Zweifel, daß diese Menschen auch nur den Anflug von Ahnung haben, welche Last sie sich aufbürden wollen. Und weiters: ob sie wissen, das sie ungültig bedacht (geweiht werden)??? somit wird es keine Primiz geben…
26 arme Seelen, die als Multiplikatoren ein vielfaches davon direkt in die Hölle ziehen werden!!! Gott steh uns bei!!!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
TheologieVerwirrende Limbus-Theologen TheologieEin verdienter Salesianer LimbusRechtes Denken statt Rührseligkeit LimbusAnspruch auf den Himmel? Judas der VerleumdeteWertloses Material Pater LingenDa waren Volksverhetzer am Werk Ein Grab ChristiÜberhaupt kein Skandal TheologieModularisierte Theologie TheologieDie Zahl der Theologiestudenten sinkt TheologieAngst vor katholischem Profil Limbus geleugnetSofort im Himmel TheologieFakultäten vor dem Aus DoktoratLimbus oder Reinkarnation? TheologieSie liegen todrichtig – der Limbus ist weg Lehre vom LimbusEin theologischer Tornado
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net