(kreuz.net) „Jeder, der den Kapitalismus kritisiert, wird als Terrorist abgestempelt.“
Das erklärte
Heribert Bötcher – Mitglied der Kommission „Globalisierung und Weltwirtschaft“ bei ‘pax christi’ – vor
dem Kölner ‘domradio’.
Die katholische Organisation ‘pax christi’ ist eine internationale katholische
Friedensbewegung mit über 60.000 Mitgliedern. Ihr Hauptquartier befindet sich in Brüssel.
Bötcher
kritisierte den staatlichen Umgang mit Globalisierungsgegnern und warf der deutschen Regierung eine „Überreaktion“
vor.
Im Vorfeld des G8-Gipfels Anfang Juni im norddeutschen Heiligendamm nimmt die Kritik am Vorgehen
der Polizei weiter zu.
Die Sicherheitsvorkehrungen stehen ihn keinem Verhältnis mehr zum Anlaß – so
Bötcher.
Sie würden politisch darauf zielen, „Globalisierungskritiker zu diskreditieren, indem sie
in eine terroristische Ecke gestellt werden“.
Auf staatlicher Seite werde verkannt, daß die Globalisierung
massive soziale Probleme mit sich bringt:
„Aber die sozialen Probleme werden nicht diskutiert, sondern
nur als Sicherheitsproblem wahrgenommen.“
Bötcher erklärte darüber hinaus, daß gerade die staatlichen
Maßnahmen „der Eskalation der Gewalt“ Nachschub verleihen.
‘Pax christi’ werde sich von diesen Maßnahmen
jedoch nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil habe man zu Demonstrationen aufgerufen und plane auch
einen Workshop während des G8-Gipfels.
Dabei werde ‘pax christi’ die „Herausforderung, sich dem Kapitalismus
als einem System zu stellen, das immer mehr Menschen in die Armut treibt“ annehmen und ganz besonders
auch die christliche Perspektive beleuchten:
„Für uns als christliche Friedensbewegung ist das sowohl
ein soziales, ein politisches – aber auch ein theologisches Problem, das uns als Christen direkt herausfordert“.
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Treffender? Es wäre vielleicht die Bezeichnung „Gegner der Globalisier“ treffender als „Globalisierungsgegner“,
da sie ja Gegner nicht der Globalisierung sind, wie wir übereinstimmend festgestellt haben, sondern Gegener
der führenden Globalisierer, da sie eine andere Art der Globalisierung wünschen.
Keine Angst Dabei werde ‘pax christi’ die „Herausforderung, sich dem Kapitalismus als einem System zu
stellen […] annehmen… „Pax Christi“ kann beruhigt sein. Der Weltstaat wird sozialistisch sein. Das
ist eigentlich schon sptätestens seit dem 19. Jahrhundert kein großes Geheimnis mehr.
Weltsprache? International gebrauchte Verkehrssprachen gab es auch schon früher, z. B. das Aramäische,
das von Ägypten bis über Persien hinaus von Kaufleuten gesprochen wurde, vor allem aber westlich des
Euphrat. Man hat also schon früher gewußt, sich zu verständigen, die „babylonische Konfusion“ partiell
zu überwinden.
@VirOblationis Por venki la babilonan konfuzon de la lingvoj ja ekzistas funkcianta rimedo, kiun bedaurinde
la popoloj de la mondo ne jam pretas uzi: La neutrala Lingvo Internacia…
@Ansgar Sie werden mir zustimmen, daß in praktisch allen Bereichen der Kunst und Ästhetik früher Bedeutenderes
geleistet wurde als heute. Nein, ich stimme Ihnen keineswegs zu. Was Sie offensichtlich unter Kunst verstehen,
deckt sich nicht mit meinem Kunstbegriff. Das Lehrreiche, Gute und Schöne als Auftragskunst, wenn auch
in höchster Vollendung, deckt den Kunstbegriff nicht ab. Kunst ist ein Spiegel der Zeit. Gestern und
Heute. Nur heute ist es schwerer in diesen Spiegel zu schauen. Und was uns der Spiegel zeigt, gefällt
manchmal nicht. Es ist, so wie die Welt heute, ungleich schwerer zu begreifen.
@ Leblhuber „Gestrig“ ist und bleibt eine Plattitüde, ob sie nun von mir oder jenem seltsamen „matt“
verwandt wird. Mna sollte sie meiden, darauf wollte ich mit der Überspitzung hinaus. Hätten Sie schon
zu denken begonnen, wüßten Sie das. Nein, im Ernst: Ein Grundübel der Moderne ist die fest geglaubte
Überzeugung, heute sei alles besser, die eitle Pose des auf Vergangenes Herabblicken. Und um konkret
Ihrer Frage zuu antworten: Sie werden mir zustimmen, daß in praktisch allen Bereichen der Kunst und Ästhetik
früher Bedeutenderes geleistet wurde als heute.
@Ansgar: Erklären Sie mir doch bitte, was diese Plattitüden „von gestern“, „von vorgestern“ Ihnen bedeuten.
Mir scheint, nicht VirO, sondern Sie sind einer andressierten Denke verhaftet. Man hat Ihnen gesagt, „von
gestern“ ist rückständig, der Mensch ist heute viel weiter, geläutert, auf bestem Wege. Das haben Sie
gefressen und nie mit dem Denken angefangen. Sie sind also „von heute“? Von Aids-Zeiten, Umweltzerstörung,
Abtreibungsmassakern, zahllosen Kriegen usw.? Glückwunsch! Ich bin da lieber bekennender „Gestriger“.
Sie als bekennender Gestriger können mir sicher auf die Sprünge helfen. Welches Gestern war besser?
Warum war es besser? Für wen war es besser? Können Sie uns dieses bessere gestern beschreiben? Damit
wir mit dem Denken endlich anfangen können!!!
@Ansgar: Wenn Sie mich ohnehin falsch verstehen wollen… macht es keinen Sinn mich weiter zu erklären.
Es ging hier um die Thematik einer Vorstellung von Heimat, die ich etwas keck als „von gestern“ bez. Um
das und nicht mehr.
@ matt Erklären Sie mir doch bitte, was diese Plattitüden „von gestern“, „von vorgestern“ Ihnen bedeuten.
Mir scheint, nicht VirO, sondern Sie sind einer andressierten Denke verhaftet. Man hat Ihnen gesagt, „von
gestern“ ist rückständig, der Mensch ist heute viel weiter, geläutert, auf bestem Wege. Das haben Sie
gefressen und nie mit dem Denken angefangen. Sie sind also „von heute“? Von Aids-Zeiten, Umweltzerstörung,
Abtreibungsmassakern, zahllosen Kriegen usw.? Glückwunsch! Ich bin da lieber bekennender „Gestriger“.
@VirO: Sie sind aber von gestern… ich könnte ebensogut irgendwo anders wohnen und mich dort ebenso
wohl fühlen und ich sehe bei vielen Christen, die aus dem Ausland kommen ein ähnliches Denken. Die fühlen
sich hier in Österreich auch wohl wie in ihrer ursprünglichen Heimat. Der Mythos einer Heimat, der sich
auf einen bestimmten geographischen Bereich beschränkt, oder lokale Bräuche als wesentlich betrachtet
ist aus meiner Sicht eine selbstkonstruierte Schranke im Denken, die das Zusammenkommen von gleichgesinnten
Menschen, die in der Wahrheit Geschwister sind behindert. Ich bin ein Gegner dieses nationalistischen
Denkens. Das halte ich von vorgestern. Sowas führt in erster Linie zu unsinnigen Auseinandersetzungen
und Kriegen.
Erwiderung Ich glaube nicht an eine geschichtliche Überwindung der babylon. Sprachverwirrung. Stattdessen
wird es nur eine zunehmende Entwurzelung heimatlos Gewordener geben. Daß die fortgeschrittene Technik
zur allgemeinen Überwindung von Grenzen führt, halte ich für eine Utopie. Es gab schon früher Fernhandel
und international operierende Unternehmen; die höhere Geschwindigkeit des Transports und der Kommunikation
ändert nichts Grundsätzliches.
@matt die Zerstreuung der Menschheit in Völker ist Gottes Werk. Er wollte das so nach dem Turmbau von
Babel. Jedoch wird es im Himmel – so wie von Ihnen gesagt – nur noch ein Volk geben, nämlich seines.
D.h. irgendwann werden die Einzelnationen untergehen, und das ist dann nicht gegen Gottes Willen.
ach was! meine Heimat ist kein Nation, kein Volk. Wenn schon, dann das Gottesvolk und der Gottesstaat.
Ich kann mit völkischen oder nationalistischen Ideologien nichts anfangen. Ich bin doch kein Kind mehr
sondern ein aufgeschlossener Mensch. Ich treffe gerne zusammen mit guten Menschen von überall her. Die
kommen in den Park zum Tennisspielen. Da sehe ich immer: so unterschiedlich sind die Menschen nicht. Die
können hier wie dort leben, genauso kann ich hier wie dort leben. Hier wie dort ist es schön. Meine
ersehnte Heimat ist der Himmel. Wir sind nur Gast auf dieser Welt.
@virOblationis Sie sprechen sehr interessante Punkte an. Jedoch hat z.B. die Vermischung der Völker nichts
mit Globalisierung der Wirtschaft zu tun, die ich vorhin meinte. Die Vermischung der Völker wird offensichtlich
absichtlich herbeigeführt, und z.B. in Afrika ist das noch viel extremer als in Europa. Jedoch auch die
Globalisierung der Völker können Sie langfristig nicht vermeiden. Wenn man heute mit 1000km/h reisen
kann – um die ganze Welt für einen Bruchteil des Monatslohnes – dann ist das nicht aufzuhalten. Manche
Wiener kennen sich in Tokio besser aus als in Wien, weil sie so oft dort sind, sagen lustige Leute. Damit
will ich nicht sagen, dass man es beschleunigen soll, wie es manche Mächtige auf der Welt offensichtlich
anstreben. Was ist das Ergebnis? Die babylonische Strafe – die Aufteilung der Welt in verschiedene Völker
und Sprachen – wird rückgängig gemacht. Da Gott die Aufhebung seiner Strafe nicht blockiert, sondern
dies geschehen lässt, muss es einen tieferen Sinn haben. So wie ja auch die Technik, die dies alles möglich
macht, von Gott in die Natur gelegt wurde – er hat ja das Alu erfunden, mit dem die Jumbos heute gebaut
werden, und in seine Schöpfung die Möglichkeit gelegt, Flugturbinen zu bauen. Reiner Zufall, den der
Mensch heute ausnützt? Glaube nicht … Der Beitrag rutschte mir jetzt in den falschen Artikel „Viele
Schwalben …“, vielleicht kann den ja jemand dort löschen???
Globalisierung Ich stimme solchem Denken nicht zu, wenn dahinter eine Ideologie steht, die als das Individuum
umgreifende Größe nur den Weltstaat sieht, dessen einzelne Provinzen von denen gebildet werden, die
früher einmal Nationen waren. Solche Ideologie sieht – in der Tradition Hegels – nur den Einzelnen und
den (Partikulär oder Universal-)Staat. Der Mensch wird zum beliebigen Teil einer heimatlosen Maneuvriermasse.
Die geschichtlichen Institutionen der Familie und des Volkes sollen ignoriert werden. Die jeweilige Sprache
wird durch Pidgin ersetzt, das Brauchtum durch das, was man dem Fernseher entnimmt. Die Globalisierung
ist eine Utopie mit antiken Wurzeln: Den Weltstaat wünschten schon die Stoiker herbei. – Ich bin kein
Stoiker, und ich lehne so etwas grundsätzlich und entschieden ab.
@ möchzegern-kathole Aber wenn man es richtig ausgestaltet, haben die Menschen auch was davon, und nicht
nur die Kapital-Bolschewiken. Und das muss der Ansatz sein.
stimme Benedikt zu gibt sehr viele Dinge: das Transportwesen alleine kippt heute schon viele Grenzen,
denn man kann Güter so schnell und Menschen noch schneller um die Welt schicken. Oder: Man kann nicht
20 nationale Firmen haben, die Jumbos bauen, da sich das nicht lohnt – also gibt es halt 2-3 Firmen für
große Flugzeuge, die dann aber global agieren müssen. Gleiches gilt für Energie, Rohstoffe, Information,
Kapital usw, da gibt es nur einen globalen Markt. Aber wenn man es richtig ausgestaltet, haben die Menschen
auch was davon, und nicht nur die Kapital-Bolschewiken.
Globalisierunggegner Globalisierungsgegner mögen in sehr vielen Punkten recht haben: Arbeiter werden
ausgebeutet, Know-how gestohlen etc. Man kann also durchaus gegen die Globalisierung als Phänomen sein.
Ein Ende der Globalisierung zu fordern ist indes utopistisch. Ein solches Phänomen lässt sich nicht
so ohne weiteres aufhalten. Dies könnte man nur schaffen, wenn die Staaten wieder jeder für sich eine
protektionistische Wirtschaftspolitik verfolgen würde. Damit wären wir dann wieder im 19. Jahrhundert.
Statt gegen die Globalisierung zu sein sollte man also darauf dringen, dass ssie ausgestaltet wird. Denn
gegenüber der dritten Welt tritt der Westen weiterhin protektionistisch auf und schottet seine Märkte
ab. Gleichzeitig überflutet er diese Staaten mit seinen Billigprodukten und ruiniert damit die dortigen
Unternehmen. Während man hier nach dem Konkurs zum Sozialamt geht, muss man dort die Kinder von der Schule
nehmen und achtgeben, dass man nicht verhungert.
Erstaunen Genoveva schrieb: „Nein, das sind sie natürlich nicht. Sie sind ja selbst eine global vernetzte
Organisation.“ Dann wundert es mich nur, daß die Bezeichnung „Globalisierungs-Gegner“ offenbar überall
kritiklos hingenommen wird.
@Genoveva Hier auf kreuz.net geht Kapitalismus-Hetze – vor allem in Verbindung mit Anti-Amerikansimus –
ja immer weg wie warme Semmeln das liegt nicht an Kreuz.net sondern daran wie sich der Türeneintretende
und zu Tode befreiende Weltherrscher benimmt.
@VirOblationis: Sind die linken „Globalisierungsgegner“ tatsächlich das, was ihre Bezeichnung vorgibt,
nämlich Gegner der Globalisierung? Nein, das sind sie natürlich nicht. Sie sind ja selbst eine global
vernetzte Organisation. Es handelt sich schlicht um eine linke anti-kapitalistische Gruppierung, der es
im Kern um staatliche Kontrolle der Wirtschaft geht. Das Argument, staatliche Gewalt-Prävention sei verantwortlich
für Eskalation von Gewalt, kennt man bestens aus der RAF-Zeit Hier auf kreuz.net geht Kapitalismus-Hetze –
vor allem in Verbindung mit Anti-Amerikansimus – ja immer weg wie warme Semmeln
Globalisierung ist nicht viel anders als Bolschwisierung und Kontrolle durch Investmenttrusts. Wes sich
weigert Globalisiert und Internationalisiert zu werden wird von US – per cruise missile und Flächenbombardement
Zwangsdemokratisiert und richtig schön „frei“ gemacht !
Gegner der Globalisierung? Sind die linken „Globalisierungsgegner“ tatsächlich das, was ihre Bezeichnung
vorgibt, nämlich Gegner der Globalisierung? Dann müßten sie doch für Volk und Familie, Nation und
Heimat einstehen. Sie sind doch offenbar nur Gegner eines bestimmten Aspektes der Globalisierung, desjenigen,
der die Wirtschaft betrifft. – Ihre Bezeichnung tragen sie demnach nicht zu recht.
Was, um Himmels willen hat Bush und seine Neocons mit „rechts“ zu tun. Will x-net jetzt auch in die Hetze
gegen rechts einstimmen? Dann als nächstes gegen rechte Katholiken und „Rechtgläubige“ … ?
ich habe eigentlich nichts gegen Kapitalismus, solange es ein Steuersystem gibt… durch das der Staat
für einen sozialgerechten Ausgleich sorgt. Ich weiß nicht, wie das Sozialsystem in Amerika funktioniert,
reiner Kapitalismus ohne Sozialfürsorge kann ja dort auch nicht sein. Es geht vielleicht dort mehr nach
dem Leistungsprinzip, als bei uns. Eine globalisierte Wirtschaft muss ja nicht unbedingt zu Ausbeutung
führen. Viele, große Unternehmen sind ja bereits weltweit vertreten und bringen ja vielleicht auch einen
wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Wohlstand in die Region. Aber Kapitalismus muss immer eingeschränkt
sein durch den Staat, der das Wohl aller Bürger im Auge haben muss und für soziale Gerechtigkeit zu
sorgen hat, dass ist klar. Diese „pax christi“-Bewegung zeigt in ihrer Argumentation auch befreiungstheologische
Tendenzen möchte ich meinen. Aber wenns gegen den judenunterminierten Kriegstreiber und Erzfeind Amerika
wettert, dann sind kreuz.net offenbar auch solche Ideologien wieder recht.
Darwin? Homopaarungen? Wie süß Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Seite mal zum Lachen bringt.
Das ist so pervers & lächerlich, dass ich es nur als Persiflage auffassen kann.
Sollen sie diese G8 Treffen doch im Urwald oder auf einer einsamen Insel abhalten Die Merkel ist und bleibt
eine falsche Schlange, vor der man als Katholik gar nicht genug auf der Hut sein kann. Folgende christliche
Errungenschaften werden wir ihr verdanken dürfen: Kinderkrippen, Defacto Abschaffung des Embryonenschutzgesetzes,
gigantische Steuererhöungen, kein Gottesbezug in der EU Verfassung, totaler Überwachungsstaat, garniert
mit der Lüge vom Sinken der Arbeitslosenzahlen (noch nie waren so viele Leute ohne Arbeit wie zur Zeit,
die Statistik wurde so raffiniert geändert, dass die meisten rausfallen), Aufweichung der christlichen
Ehe und Familie, zugunsten von Homopaarungen, Ehen ohne Trauschein, Vereinfachung des Scheidungverfahrens,
etc… mal gespannt was noch so alles kommt…