Der päpstliche Segen für Ferrari + Österreich: Katholische Kirche im Schrumpfen + Erzbischof entführt + „Tag des Judentums“ in Österreich + Falsche „Priesterin“ bei Podiumsdiskussion in Pfarrei der Diözese Linz
Der päpstliche Segen für Ferrari
Vatikan. Am Montag empfing der Heilige Vater bei einer Audienz im
Vatikan Michael Schumacher, Rubens Barrichello, Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo sowie rund 90
weitere Techniker und Manager des Ferrari-Teams. In seinem Grußwort an die Anwesenden lobte der Papst
die sportlichen Erfolge und den Team-Geist der Ferrari-Gruppe. Anschließend überreichte der Ferrari-Chef
Papst Johannes Paul II. ein verkleinertes Modell des Formel 1-Rennwagens, mit dem Schumacher im letzten
Jahr zum siebten Mal den Weltmeistertitel erkämpft hatte. Cordero di Montezemolo betonte in seiner Ansprache,
daß sich der Heilige Vater auf der „Straße der Menschlichkeit in der Pole Position“ befinde. Weltmeister
Michael Schumacher bezeichnete sein zweites Zusammentreffen mit dem Papst als „einzigartigen Moment“.
Besonders freute sich Rubens Barrichello, der vom Pontifex für seine Familienfotos den Segen erbat.
Österreich: Katholische Kirche im Schrumpfen
Österreich. Mit fast 45.000 Kirchenaustritten verzeichnete
Österreich letztes Jahr einen bisherigen Rekordwert bei der Zahl der Menschen, die sich von der Kirche
offiziell und meist wegen der Kirchensteuer losgesagt haben. Insbesondere in den Sommermonaten, nach Bekanntwerden
der Vorfälle im Priesterseminar St. Pölten, sind die Kirchenaustritte massiv angestiegen. Das Bundesland
mit den meisten Kirchenaustritten war das Burgenland. Es verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg
von 40,7 Prozent. Dicht gefolgt war das Burgenland von Vorarlberg mit einem Anstieg von 39,5 Prozent.
Von der Diözese St. Pölten liegen bislang noch keine genauen Zahlen vor. Die Kirchenaustritte des Jahres
2004 übertrafen knapp den bisherigen Höchstwert des Jahres 1995. Damals veranlaßten anhaltende Medienvorwürfe
wegen sexuellen Fehlverhaltens den Wiener Erzbischof Hans Hermann Kardinal Groer zum Rücktritt.
Erzbischof
entführt
Irak. Am Montag wurde der katholische Erzbischof syrischen Ritus, Basile Georges Casmousa (66),
in der nordirakischen Stadt Mossul entführt. Bewaffnete Männer sollen Erzbischof Casmousa vor seiner
Kirche in ein Auto gezwungen und anschließend verschleppt haben. In einer Stellungnahme verurteilte Vatikan-Sprecher
Joaquin Navarro Valls die Entführung als terroristische Tat und forderte die sofortige Freilassung des
Erzbischofs.
„Tag des Judentums“ in Österreich
Österreich. Die katholische Kirche Österreichs beging
am 17. Januar den „Tag des Judentums“. Dieses Ereignisses wurde von den Bischöfen des Landes bewußt
auf dieses Datum, sozusagen als Auftakt zur „Gebetswoche für die Einheit der Christen“, gelegt. Der Wiener
Weihbischof Helmut Krätzl äußerte sich dazu in der Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien „Der Sonntag“
und sprach sich gegen den „beschämenden Antisemitismus“ aus. Dieser „müßte endlich ausgerottet werden“.
Konkret schlug der Weihbischof vor, den „Tag des Judentums“ verstärkt an die Öffentlichkeit zu tragen
und sich durch die Pflege jüdischer Friedhöfe sowie durch öffentliche Stellungnahmen gegen den Antisemitismus
zu engagieren.
Falsche „Priesterin“ bei Podiumsdiskussion in Pfarrei der Diözese Linz
Österreich.
Die angebliche „Priesterin“ Frau Christine Mayr-Lumetzberger ist zu einer Veranstaltung der Pfarrei Timelkam
in der Diözese Linz eingeladen worden. Es handelt sich um eine Podiumsdiskussion, die am 19. Januar 2005
im Rahmen des Katholischen Bildungswerks zum Thema „Zukunft der Kirche – eine Kirche ohne Priester“ stattfinden
soll. Frau Lumetzberger ist eine abgefallene Katholikin. Sie wurde im Jahr 2002 bei einer von den Medien
stark publizierten „Priesterinnenweihe“ auf einem Donauschiff ordiniert. Die Zeremonie wurde von einem
Südamerikaner abgehalten, der sich als Bischof ausgibt, aber als solcher von der Kirche nicht anerkannt
ist. Die Pfarrei Timelkam wird von den Salesianern Don Boscos geleitet. Der gegenwärtige Pfarrer ist
Pater Franz Kniewasser. Timelkam ist eine Ortschaft zwischen Linz und Salzburg.
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2 Lesermeinungen
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45.000 Kirchenaustritte müssten die Leute statt Kirchensteuer – in allen Ländern wo Kirchensteuer erhoben
wird – einen gleich hohen Betrag für Soziales abgeben, träten weitaus weniger aus. Bei Vielen ist es
nur eine Frage des „Geiz ist geil“ – weil Kirche ihnen wurscht ist. Vorkommnisse genannter Art sind sehr
willkommener „Grund“. Nach Eintritt in ihr endgültiges Leben, werden sie erfahren was es heißt, die
von Christus gegründete Kirche zu verachten – die ihre gewesen wäre, hätten sie mit gearbeitet; zumindest
durch Obolus.