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Dienstag, 18. Januar 2005 07:54
kreuzmeldungen
Der päpstliche Segen für Ferrari + Österreich: Katholische Kirche im Schrumpfen + Erzbischof entführt + „Tag des Judentums“ in Österreich + Falsche „Priesterin“ bei Podiumsdiskussion in Pfarrei der Diözese Linz
Der päpstliche Segen für Ferrari

Vatikan. Am Montag empfing der Heilige Vater bei einer Audienz im Vatikan Michael Schumacher, Rubens Barrichello, Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo sowie rund 90 weitere Techniker und Manager des Ferrari-Teams. In seinem Grußwort an die Anwesenden lobte der Papst die sportlichen Erfolge und den Team-Geist der Ferrari-Gruppe. Anschließend überreichte der Ferrari-Chef Papst Johannes Paul II. ein verkleinertes Modell des Formel 1-Rennwagens, mit dem Schumacher im letzten Jahr zum siebten Mal den Weltmeistertitel erkämpft hatte. Cordero di Montezemolo betonte in seiner Ansprache, daß sich der Heilige Vater auf der „Straße der Menschlichkeit in der Pole Position“ befinde. Weltmeister Michael Schumacher bezeichnete sein zweites Zusammentreffen mit dem Papst als „einzigartigen Moment“. Besonders freute sich Rubens Barrichello, der vom Pontifex für seine Familienfotos den Segen erbat.

Österreich: Katholische Kirche im Schrumpfen

Österreich. Mit fast 45.000 Kirchenaustritten verzeichnete Österreich letztes Jahr einen bisherigen Rekordwert bei der Zahl der Menschen, die sich von der Kirche offiziell und meist wegen der Kirchensteuer losgesagt haben. Insbesondere in den Sommermonaten, nach Bekanntwerden der Vorfälle im Priesterseminar St. Pölten, sind die Kirchenaustritte massiv angestiegen. Das Bundesland mit den meisten Kirchenaustritten war das Burgenland. Es verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 40,7 Prozent. Dicht gefolgt war das Burgenland von Vorarlberg mit einem Anstieg von 39,5 Prozent. Von der Diözese St. Pölten liegen bislang noch keine genauen Zahlen vor. Die Kirchenaustritte des Jahres 2004 übertrafen knapp den bisherigen Höchstwert des Jahres 1995. Damals veranlaßten anhaltende Medienvorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens den Wiener Erzbischof Hans Hermann Kardinal Groer zum Rücktritt.

Erzbischof entführt

Irak. Am Montag wurde der katholische Erzbischof syrischen Ritus, Basile Georges Casmousa (66), in der nordirakischen Stadt Mossul entführt. Bewaffnete Männer sollen Erzbischof Casmousa vor seiner Kirche in ein Auto gezwungen und anschließend verschleppt haben. In einer Stellungnahme verurteilte Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro Valls die Entführung als terroristische Tat und forderte die sofortige Freilassung des Erzbischofs.

„Tag des Judentums“ in Österreich

Österreich. Die katholische Kirche Österreichs beging am 17. Januar den „Tag des Judentums“. Dieses Ereignisses wurde von den Bischöfen des Landes bewußt auf dieses Datum, sozusagen als Auftakt zur „Gebetswoche für die Einheit der Christen“, gelegt. Der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl äußerte sich dazu in der Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien „Der Sonntag“ und sprach sich gegen den „beschämenden Antisemitismus“ aus. Dieser „müßte endlich ausgerottet werden“. Konkret schlug der Weihbischof vor, den „Tag des Judentums“ verstärkt an die Öffentlichkeit zu tragen und sich durch die Pflege jüdischer Friedhöfe sowie durch öffentliche Stellungnahmen gegen den Antisemitismus zu engagieren.

Falsche „Priesterin“ bei Podiumsdiskussion in Pfarrei der Diözese Linz

Österreich. Die angebliche „Priesterin“ Frau Christine Mayr-Lumetzberger ist zu einer Veranstaltung der Pfarrei Timelkam in der Diözese Linz eingeladen worden. Es handelt sich um eine Podiumsdiskussion, die am 19. Januar 2005 im Rahmen des Katholischen Bildungswerks zum Thema „Zukunft der Kirche – eine Kirche ohne Priester“ stattfinden soll. Frau Lumetzberger ist eine abgefallene Katholikin. Sie wurde im Jahr 2002 bei einer von den Medien stark publizierten „Priesterinnenweihe“ auf einem Donauschiff ordiniert. Die Zeremonie wurde von einem Südamerikaner abgehalten, der sich als Bischof ausgibt, aber als solcher von der Kirche nicht anerkannt ist. Die Pfarrei Timelkam wird von den Salesianern Don Boscos geleitet. Der gegenwärtige Pfarrer ist Pater Franz Kniewasser. Timelkam ist eine Ortschaft zwischen Linz und Salzburg.
2 Lesermeinungen:
Donnerstag, 20. Januar 2005 22:56
GerdEric: Der päpstliche Segen für Ferrari
und Jesus ritt auf einem Esel…
Mittwoch, 19. Januar 2005 18:34
Bruno-Maria Schulz: 45.000 Kirchenaustritte
müssten die Leute statt Kirchensteuer – in allen Ländern wo Kirchensteuer erhoben wird – einen gleich hohen Betrag für Soziales abgeben, träten weitaus weniger aus.
Bei Vielen ist es nur eine Frage des „Geiz ist geil“ – weil Kirche ihnen wurscht ist.
Vorkommnisse genannter Art sind sehr willkommener „Grund“.

Nach Eintritt in ihr endgültiges Leben, werden sie erfahren was es heißt, die von Christus gegründete Kirche zu verachten – die ihre gewesen wäre, hätten sie mit gearbeitet; zumindest durch Obolus.
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