[ « 198 199 200 201 202 » ]
Donnerstag, 17. Mai 2007 20:43
Kardinal Schönborn verteidigt engen Mitarbeiter
Der Wiener Erzbischof hat sich hinter seinen Bischofsvikar gestellt, dem ein psychisch labiler Mönch „sexuellen Mißbrauch“ vorgeworfen hatte. Doch der Kardinal kritisierte auch.
Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph Schönborn
(kreuz.net, Wien) Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, stellt sich hinter seinen Bischofsvikar, der des sexuellen Mißbrauchs beschuldigt wird.

Das geht aus einem angeblich „internen Schreiben“ hervor, das der österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’ vorliegt.

Kardinal Schönborn erklärt in dem Schreiben, korrekt vorgegangen zu sein, nachdem er von dem angeblichen Mißbrauch erfahren hatte:

„Ich wurde von der Ombudsstelle für Opfer sexuellen Mißbrauchs in der Kirche umfassend informiert und habe dann auch mit dem Beschuldigten ausführlich gesprochen.“ Nach Abwägung aller Informationen habe er seinem Bischofsvikar das Vertrauen ausgesprochen.

Gleichzeitig beteuert der Wiener Erzbischof, daß sich der beschuldigte Bischofsvikar „an jenem Abend durch Alkoholkonsum in eine Situation gebracht hatte, die so nicht hätte sein sollen“.

Für eine weitere Amtsperiode bestätigt
Nachdem Kardinal Schönborn im Herbst 2005 von dem angeblichen Mißbrauch erfahren hat, bestätigte er den Bischofsvikar für weitere fünf Jahre in seinem Amt.

Der – theologisch liberale – Bischofsvikar sei bei Dechanten und Vikariatsräten beliebt. Auch Kardinal Schönborn schätzt ihn „als engen Mitarbeiter und als meinen Vertreter im Vikariat Unter dem Wienerwald“.

„Im übrigen weiß ich, wie sehr er bei den Menschen als Seelsorger beliebt ist.“

Zwei Mönche in der Sauna
Laut einem Artikel des österreichischen Boulevardblattes ‘profil’ soll der Bischofsvikar einen Mönch des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz im Herbst 2005 nach einem gemeinsamen Saunabesuch sexuell belästigt haben.

Der Mönch – der vorher bereits psychisch labil war – begab sich anschließend in psychiatrische Behandlung.

Bei dem Bischofsvikar handelt es sich um einen Mitbruder des angeblich mißbrauchten Mönchs.

© Bild: GNU
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Montag, 21. Mai 2007 11:19
Gerhard: Gefundenes Fressen
Ist es nicht herrlich, dass es immer wieder solche Beispiele gibt, die man genüßlich veröffentlichen kann? Beispiele dafür, dass Homosexualität sich auch in anderer Weise darstellen kann, werden geflissentlich übergangen!
Sonntag, 20. Mai 2007 19:11
wickerl: Wahrheit
wichtig wäre einmal Ross und Reiter beim Namen zu nennen.
Samstag, 19. Mai 2007 17:45
Doritta: Zu den angeblichen Geschehnissen
Als der liebe Gott all dies sah, drehte er sich um und
weinte bitterlich.
Samstag, 19. Mai 2007 10:14
nonnobisdomine: @VirFortis
Nö, der sieht immer so aus.
Freitag, 18. Mai 2007 11:41
VirFortis: Hat Hw Christoph
gerade eine Marienerscheinung auf dem Bild ?
Freitag, 18. Mai 2007 11:40
Rudolfus: Österreichs International-Sozialismus & „profil“
Der gute Rudolphus düfte beste Beziehungen zum Pferd vom Waldheim haben …
Der Witz mit dem berühmten Pferd stammte ja von Kreisky-Nachfolger Sinowatz als Regierungs- und SPÖ-Chef anläßlich der SPÖ-Anti-Waldheim-Campagne – sogar die USA und die ganze westliche Welt – einschließlich bzw. vorgeblich des BRD-Bundespräsidenten Richard v. Weizsäcker – gingen der SPÖ auf den Leim, nur nicht Papst Johannes Paul II.,
und die ganze erfundene Geschichte, die Österreicher wollten einen „Nazi“ wählen, nur deswegen, weil die SED-und DDR-nahe SPÖ meinte, seit 1945 die Hofburg zu Wien und das Bundespräsidentenamt für sich alleine gepachtet zu haben.

Dieselbe „Nationalsozialisten“-Geschichte gegen ganz Österreich und die II. Republik wiederholte die Klima-Gusenbauer-Heinz-Fischer-SPÖ bekanntlich im Jahr 2000 gegen ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel, als dieser mit der ÖVP 30 Jahre nach dem „totalen Wendejahr“ 1970 daranging, keinen SPÖ-Kanzler mehr zuzulassen

(Anm.: 1970 wollte die FPÖ eine ÖVP-FPÖ-Koalition, die die ÖVP ablehnte und damit Bruno Kreisky zum ersten SPÖ-Kanzler [mit FPÖ-Duldung] machte.)

2004 wurde SPÖ-Vizechef a.D. Heinz Fischer vom Volk zum Bundespräsidenten gewählt (bis 2010), welcher 2006 SPÖ-Chef Gusenbauer zum Bundeskanzler nominierte (und ihn 2007 als solchen auch vereidigte).

(Über Kurt Waldheims Haltung in der NSDAP-Zeit vgl.Die Kampagne. Kurt Waldheim – Opfer oder Täter? Hintergründe und Szenen eines Falles von Medienjustiz, Hrsg.: A. Khol, Th. Faulhaber u.a., 1987.)
Alle Lesermeinungen anzeigen 25 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net