13:25:53 | Sonntag, 20. Mai 2007
Pius XII.
Ein bekannter Papstverleumder und Handlanger des sowjetischen Geheimdienstes wird im Alter immer mehr ein Opfer seiner Uneinsichtigkeit.

Pius XII. auf der Sedia Gestatoria
(kreuz.net) Ob er sein Theaterstück gegen Pius XII. heute noch so geschrieben hätte – wurde Papstverleumder
Rolf Hochhuth (76) kürzlich von den beiden Spiegel-Journalisten Alexander Smoltczyk und Matthias Matussek
gefragt:
„Natürlich! Hätte ich damals gewußt, was für ein genuin schlechter Mensch Pius war, hätte
ich eine solche Unfigur auf die Bühne gestellt, daß das Stück unspielbar gewesen wäre.“
Das berichtete
Alexander Smoltczyk am 15. Mai in einem Artikel für die Online-Ausgabe des deutschen Wochenmagazins ‘Spiegel’.
Der Papst habe – so die Unterstellung von Hochhuth – noch im Jahr 1942 vom „halsstarrigen Volk der Juden
und Gottesmörder“ gesprochen.
„Ein ungeheuerliches Zitat“ – erklärt Smoltczyk und fügt trocken hinzu:
„Wenn es stimmen würde“.
Anschließend zitiert er das Original aus der päpstlichen Weihnachtsansprache
von 1942:
„Die dem Apostel würdige Klage, die Klage, über die sich der Diener des Evangeliums nicht
zu schämen braucht, erklingt aus jener Trauer, die auf dem Herz des Erlösers lastete und ihn Tränen
vergießen ließ beim Anblick Jerusalems, das seiner Einladung und seiner Gnade mit starrer Verblendung
und hartnäckiger Verleugnung entgegentrat, die es auf dem Weg der Schuld bis hin zum Gottesmord geführt
hat.“„Kein Wort von Juden“ – stellt Smoltczyk fest:
„Im Gegenteil, es ist ein Schrei gegen die Gottvergessenheit
der Kriegsherren und Völkermörder der Gegenwart. Und genauso wurde die Ansprache damals verstanden.“
Papstverleumder Hochhuth wurde erst im vergangenen Januar als
Handlanger
der sowjetischen Geheimpolizei entlarvt.
Kronzeuge dafür: der ehemalige rumänische Geheimdienstoffizier
Ion Mihai Pacepa.
Pacepa enthüllte, daß Hochhuths Verleumdungsstück auf gefälschten Informationen
basiert, die ihm der sowjetische Geheimdienst zuspielte.
Das Urteil eines Pius-FachmannsZu Pacepas
Enthüllungen
äußerte sich im Februar 2007 der Pius-Fachmann und Jesuit Pater Peter Gumpel.
Sein Urteil
über die Aussage des rumänischen Geheimdienstoffiziers: Pacepas Zeugnis gibt eine realistische Beschreibung
des kommunistischen Angriffs auf die Kirche.
Die Inhalte seien historisch überprüfbar.
Nach Pater
Gumpel war Papst Pius XII. ein bevorzugtes Ziel der sowjetischen Propaganda.
Historisch zutreffend sind –
so der Jesuit – auch Pacepas Äußerungen über die Zusammenarbeit Hochhuths mit der sowjetischen Geheimpolizei.
Pater Gumpel weist darauf hin, daß Hochhuths Schmierstück in allen Ländern des Ostblocks wenigsten
einmal im Jahr pflichtmäßig aufgeführt werden mußte.
Der Grund für den Haß der Sowjetdiktatoren
gegen Pius XII. war dessen harte antikommunistische Haltung.
1948 gründete die Kirche in Italien zahllose
Bürgerkomitees und verhinderte damit einen kommunistischen Wahlsieg, durch den das Land in den sowjetischen
Einflußbereich gefallen wäre.
Das sei der Grund für die kommunistische Hetzkampagne gewesen. Diese
sei im Westen von vielen – kirchenfeindlichen – Medien bewußt oder unbewußt aufgenommen worden.
Papst
Paul VI. habe deshalb einen Großteil der Dokumente aus der Zeit des Pontifikats von Pius XII. bereits
in den 60er Jahren veröffentlicht.
Doch diese historischen Dokumentationen seien gegenüber einer auf
Phantasie und Manipulation gründenden Propagandamaschine machtlos gewesen.
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#6
Guntram 13:44:03 | Montag, 21. Mai 2007
#5
Rodolfo Panetta 20:52:02 | Sonntag, 20. Mai 2007
#4
santo domingo 2 17:47:09 | Sonntag, 20. Mai 2007
#3
Aurelius 15:13:25 | Sonntag, 20. Mai 2007
#2
Ansgar 14:08:51 | Sonntag, 20. Mai 2007
#1
thaumaturgos 14:02:14 | Sonntag, 20. Mai 2007