Pius XII.
Ein genuin schlechter Mensch
Ein bekannter Papstverleumder und Handlanger des sowjetischen Geheimdienstes wird im Alter immer mehr ein Opfer seiner Uneinsichtigkeit.
Pius XII. auf der Sedia Gestatoria
Pius XII. auf der Sedia Gestatoria
(kreuz.net) Ob er sein Theaterstück gegen Pius XII. heute noch so geschrieben hätte – wurde Papstverleumder Rolf Hochhuth (76) kürzlich von den beiden Spiegel-Journalisten Alexander Smoltczyk und Matthias Matussek gefragt:

„Natürlich! Hätte ich damals gewußt, was für ein genuin schlechter Mensch Pius war, hätte ich eine solche Unfigur auf die Bühne gestellt, daß das Stück unspielbar gewesen wäre.“

Das berichtete Alexander Smoltczyk am 15. Mai in einem Artikel für die Online-Ausgabe des deutschen Wochenmagazins ‘Spiegel’.

Der Papst habe – so die Unterstellung von Hochhuth – noch im Jahr 1942 vom „halsstarrigen Volk der Juden und Gottesmörder“ gesprochen.

„Ein ungeheuerliches Zitat“ – erklärt Smoltczyk und fügt trocken hinzu: „Wenn es stimmen würde“.

Anschließend zitiert er das Original aus der päpstlichen Weihnachtsansprache von 1942:

„Die dem Apostel würdige Klage, die Klage, über die sich der Diener des Evangeliums nicht zu schämen braucht, erklingt aus jener Trauer, die auf dem Herz des Erlösers lastete und ihn Tränen vergießen ließ beim Anblick Jerusalems, das seiner Einladung und seiner Gnade mit starrer Verblendung und hartnäckiger Verleugnung entgegentrat, die es auf dem Weg der Schuld bis hin zum Gottesmord geführt hat.“

„Kein Wort von Juden“ – stellt Smoltczyk fest:

„Im Gegenteil, es ist ein Schrei gegen die Gottvergessenheit der Kriegsherren und Völkermörder der Gegenwart. Und genauso wurde die Ansprache damals verstanden.“

Eine einsame Stimme im Schweigen
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli erblickt am 2. März 1876 das Licht der Welt.

Am 2. April 1899 empfing er die Priesterweihe.Im Juli 1933 unterschreibt er als Staatssekretär das bis heute gültige Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.Am 2. März 1939 wird Kardinal Pacelli zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius XII. an.

Papstverleumder Hochhuth wurde erst im vergangenen Januar als Handlanger der sowjetischen Geheimpolizei entlarvt.

Kronzeuge dafür: der ehemalige rumänische Geheimdienstoffizier Ion Mihai Pacepa.

Pacepa enthüllte, daß Hochhuths Verleumdungsstück auf gefälschten Informationen basiert, die ihm der sowjetische Geheimdienst zuspielte.

Das Urteil eines Pius-Fachmanns

Zu Pacepas Enthüllungen äußerte sich im Februar 2007 der Pius-Fachmann und Jesuit Pater Peter Gumpel.

Sein Urteil über die Aussage des rumänischen Geheimdienstoffiziers: Pacepas Zeugnis gibt eine realistische Beschreibung des kommunistischen Angriffs auf die Kirche.

Die Inhalte seien historisch überprüfbar.

Nach Pater Gumpel war Papst Pius XII. ein bevorzugtes Ziel der sowjetischen Propaganda.

Historisch zutreffend sind – so der Jesuit – auch Pacepas Äußerungen über die Zusammenarbeit Hochhuths mit der sowjetischen Geheimpolizei.

Pater Gumpel weist darauf hin, daß Hochhuths Schmierstück in allen Ländern des Ostblocks wenigsten einmal im Jahr pflichtmäßig aufgeführt werden mußte.

Der Grund für den Haß der Sowjetdiktatoren gegen Pius XII. war dessen harte antikommunistische Haltung.

1948 gründete die Kirche in Italien zahllose Bürgerkomitees und verhinderte damit einen kommunistischen Wahlsieg, durch den das Land in den sowjetischen Einflußbereich gefallen wäre.

Das sei der Grund für die kommunistische Hetzkampagne gewesen. Diese sei im Westen von vielen – kirchenfeindlichen – Medien bewußt oder unbewußt aufgenommen worden.

Papst Paul VI. habe deshalb einen Großteil der Dokumente aus der Zeit des Pontifikats von Pius XII. bereits in den 60er Jahren veröffentlicht.

Doch diese historischen Dokumentationen seien gegenüber einer auf Phantasie und Manipulation gründenden Propagandamaschine machtlos gewesen.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Guntram   13:44:03 | Montag, 21. Mai 2007
wenn es einen wahrhaft katholischen Staat gegeben hätte
Man kann nicht genug die der Autorität des Staates von der Vorsehung zugeteilte Rolle hinsichtlich der Unterstützung und Bestärkung der Bürger bei der Erlangung ihres ewigen Heils hervorheben. Jedes Geschöpf ist und bleibt hienieden auf dieses Ziel ausgerichtet. Die Gesellschaften, als da sind: Familie, Staat und Kirche, sind, jede für ihren Bereich, von Gott in dieser Absicht geschaffen worden.
Es läßt sich nicht leugnen, daß die Erfahrung aus der Geschichte der katholischen Nationen, der Geschichte der Kirche und der Geschichte der Bekehrung zum katholischen Glauben die von der Vorsehung gewollte Rolle des Staates in der Tat so deutlich vor Augen führt, daß man mit Recht sagen muß, dieser habe einen bedeutenden, wenn nicht sogar überwiegenden Anteil an der Erreichung des ewigen Heiles der Menschheit.
Der Mensch ist schwach, der Christ ist wankelmütig. Wenn der ganze Apparat und die gesellschaftliche Ausrichtung des Staates weltlich, gottlos, religionslos sind oder die Kirche aus diesen Gründen noch verfolgt wird, wer könnte da zu behaupten wagen, es sei für die Nichtkatholiken leicht, sich zu bekehren, oder für die Katholiken leicht, gläubig zu bleiben.
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#5   Rodolfo Panetta   20:52:02 | Sonntag, 20. Mai 2007
Papa Pacelli santo subito!
Hochhuth ist längst des Schwindels überführt!
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#4   santo domingo 2   17:47:09 | Sonntag, 20. Mai 2007
Rolf Hochhuth
sollte aufgrund seiner Nähe zu David Irving www.daserste.de/…rhtiw0qlcowms~cm.asp stets kritisch betrachtet werden, völlig unabhängig davon, wie man zur Haltung (besser:dem Verhalten) von Papst Pius XII zum Holocaust steht.
Über Sinn und Unsinn eines öffentlichen Protests läßt sich im nachhinein trefflich streiten, ich will mich da auch nicht auf ein vorschnelles Urteil festlegen, aber die nichtöffentlichen Bemühungen um die Rettung bedrohter Juden (z.B. Taufscheine) stehen ja fest.
Hochhuth ist kein Holocaustleugner, aber bei solchen Freunden empfiehlt es sich stets, mehr als einmal hinzusehen – ergebnisoffen.
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#3   Aurelius   15:13:25 | Sonntag, 20. Mai 2007
Papstverleumder
Bleibt zu hoffen, daß die versammelten Papstverleumder, welche hier auf kreuz.net schreiben, nicht Opfer ihrer Uneinsichtigkeit werden.
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#2   Ansgar   14:08:51 | Sonntag, 20. Mai 2007
@ thaumaturgos
In der Tat. Jesus selbst spricht: „Jerusalem, Jerusalem… doch du hast nicht gewollt.“ Wobei, wie oft in der Schrift, dem Wort Jerusalem ein mehrfacher Wortsinn innewohnt.
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#1   thaumaturgos   14:02:14 | Sonntag, 20. Mai 2007

*beim Anblick Jerusalems, das seiner Einladung und seiner Gnade mit starrer Verblendung und hartnäckiger Verleugnung entgegentrat, die es auf dem Weg der Schuld bis hin zum Gottesmord geführt ha*
die stadt jerusalem christus verlegnet?
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