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Samstag, 19. Mai 2007 13:15
Schwere Vorwürfe gegen Benedikt XVI.?
Die Tageszeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ bedient ihr Publikum mit Angebranntem. Ein Kommentar.
Papst Benedikt deckt angeblich seit 1962 "pädophile Priester".
Papst Benedikt deckt angeblich seit 1962 „pädophile Priester“.
(kreuz.net) Papst Benedikt XVI. werde beschuldigt, als Kardinal Homo-Priester, die sich an Minderjährigen vergangen haben, vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt zu haben.

Mit dieser Ente versucht die in Linz erscheinende Tageszeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ heute die Empörung ihrer Leser anzustacheln.

Offenbar hat ein Redaktor der Tageszeitung zuviel im Internet gesurft:

Dort mache ein letztes Jahr in Großbritannien ausgestrahlter Film des ‘Britischen Rundfunks’ über Homo-Priester die Runde.

Der schon bei seiner Ausstrahlung hochumstrittene Film beschuldigt Benedikt XVI. vor seiner Wahl zum Papst, Geistliche geschützt zu haben, die sich an minderjährigen Halbwüchsigen vergangen haben.

Grundlage für dieses Vorgehen soll ein angebliches „Geheimdokument“ namens ‘Crimen Sollicitationis’ gewesen sein. Es wurde vom Heiligen Offizium – der heutigen Glaubenskongregation – im Jahr 1962 herausgegeben.

Das Dokument enthält Anweisungen an die Bischöfe, wie man sich in Fällen von Priestern verhalten solle, die sexueller Verfehlungen beschuldigt werden.

Bekannterweise war im Jahr der Veröffentlichung von ‘Crimen Sollicitationis’ der selige Johannes XXIII. Papst der Römischen Kirche.

Der spätere Benedikt XVI. – damals noch Hw. Joseph Ratzinger – war gerade 35 Jahre alt.

Aber von solchen Details lassen sich die ‘Oberösterreichischen Nachrichten’ nicht beirren:

„Verantwortlich für diese Anweisungen war laut der BBC-Dokumentation Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI“ – so die Zeitung.

Oje. So etwas sollte man nicht einmal mit Berufung auf andere schreiben.

Die Skandale seien „mit Schweigen unterdrückt“ und die von den Justizbehörden gesuchten Geistlichen „versteckt“ worden.

Das Video benütze eine „direkte und raue“ Sprache – sie muß offenbar die mangelnde Wahrhaftigkeit kompensieren.

(Übrigens hat es im April 2005 bereits eine ähnliche Schmierkampagne gegen den Papst – mit sehr ähnlichem Drehbuch – gegeben.)
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 26 Lesermeinungen:
Mittwoch, 23. Mai 2007 01:32
Leblhuber: @Benedikt:
Firmiter stat crux, dum volvitur orbis!!!
Dienstag, 22. Mai 2007 23:35
reuters: Sauerei
Interessant, ich würde mal gerne hören oder lesen welche Fakten es den von Seiten der Kirche gibt das es nicht so war wie in der Dokumentation beschrieben

ich habe die doku nicht gesehen und werde sie mir auch nicht anschauen aber mich würde doch mal Interessieren außer dem alter Ratzingers und seiner Position was es den an Fakten gibt die das konkret entkräften
Dienstag, 22. Mai 2007 11:44
Benedikt: Stat Crux
dum volvitur orbis…
Dienstag, 22. Mai 2007 10:39
wickerl: Veränderung stattgefunden
@no comment, das Internet ist nicht nur der Träger der Kinderpornografie, es macht jeden Einzelnen zum Redakteuer, und die Leserpostings werden überraschend viel gelesen. Volksverblödungskampagnen werden schon oft im Keim erstickt. Die deutsche Springerverlagsdemokratie wird auf Dauer so nicht existieren können.
Montag, 21. Mai 2007 16:09
No Comment: Das Gute an dieser Nachricht:
Die Kampagnen funktionieren nicht mehr; nur noch eine schmale Papsthasserclique stützt damit ihr vorgestriges Weltbild. Immerhin.
Montag, 21. Mai 2007 14:07
Horst Metzker: Lieber Rudolfus, noch ein Österreicherwitz?
Ein Österreicher geht in die Schwammerln, dann …
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