Nationalsozialismus
Woher kam der Haß?
„Das ist nicht das Land, das meine Eltern getötet hat. Nicht die Deutschen haben uns drangsaliert. Es waren die Hitlerleute, die Nazis.“ Von Hubert Hecker.
Siegfried Rosenthal neben dem Gedenkstein auf dem Judenfriedhof Frickhofen/ Langendernbach.
Siegfried Rosenthal neben dem Gedenkstein auf dem Judenfriedhof Frickhofen/ Langendernbach.
(kreuz.net, Frickhofen) Seit dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wohnten Juden in der Westerwälder Landgemeinde Frickhofen.

Frickhofen befindet sich rund 80 Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main.

Um 1820 lebten im Ort drei jüdische Viehhändlerfamilien. Ihre Kinder besuchten die gemeinsame Dorfschule.

Im Jahre 1841 wurden die Juden durch ein herzogliches Edikt den „christlichen Untertanen gleichgestellt“.

Laut einer Statistik von 1843 betreiben im Herzogtum Nassau 80% der Juden einen Handel.

Darum lobte der Frankfurter Bankier Amschel Mayer Rothschild tausend Gulden als Lehrgeld aus, damit die „israelitischen Jungen gewerbliche Berufe lernen“.

Aus Frickhofen meldeten sich Nathan Kaiser und Jacob Heilbrunn zum Wollweber- und Schreinerberuf. Aber nach der Lehrzeit kamen sie doch wieder zur Viehhändlerei.

Die Preußen brachten im Jahr 1866 liberale Religionsgesetze ins Land.

In dieser Zeit trat ein gewisser Sußmann Kaiser aus der örtlichen Kultgemeinde aus. Da starb seine Frau und es stellte sich die Frage nach der Beerdigung.

Kaiser wurde mit der Alternative konfrontiert: dreißig Taler für die Beerdigung auf dem nächsten jüdischen Friedhof im Dorf Ellar oder fünf Taler Jahresbeitrag in der israelitischen Ortsgemeinde.

Kaiser entschied sich für die fünf Taler. Schon eine Woche nach der Beerdigung seiner Frau trat er aber erneut aus der Ortsgemeinde aus.

Zeugnisse der Geschichte
Siegfried Rosenthal und seine Frau Elisabeth, gebürtig aus Nürnberg, am Grab von Siegfrieds Großeltern Siegmund und Rebeka Heilbrunn (+ 1936)Siegfried Rosenthal vor dem Rathaus seiner Heimatgemeinde Frickhofen.Siegfried Rosenthal vor der neugotischen Synagoge in Hadamar, errichtet 1841

Gute Nachbarschaft

Um 1890 wurde in einer Doppelhaushälfte eine kleine Synagoge eingerichtet: sechs Bankreihen unten und die abgetrennte Frauenempore oben.

In dieser Zeit lebten sechs Viehhändlerfamilien im Ort. Zwei jüdische Soldaten fielen im Ersten Weltkrieg für Kaiser und Vaterland – vier jüdische Frickhöfer kehrten wieder heim.

Nach dem Krieg begann im Dorf ein reiches Vereinsleben. Juden wurden Mitglieder im Fußballverein und bei der Feuerwehr. Der Jude Erich Wolf leitete zwei Jahre den Turnverein.

Julius Kaiser war ein eifriger Benützer der katholischen Pfarrbücherei. Sein katholischer Freund Toni Schardt besuchte ihn gerne zum Laubhüttenfest.

Auf den Dorffesten waren die jungen Männer aus jüdischen Familien begehrte Tänzer für Charlston und Walzer.

Zur goldenen Hochzeit von Rebecca und Sigmund Heilbrunn sang der Männergesangverein.

Christen und Juden legten Wert auf gute Nachbarschaft, gegenseitige Hilfe im Alltag, gegenseitige Einladungen bei Familienfesten und Trauerfeiern.

Viele christliche Mädchen aus dem Dorf gingen bei reichen Frankfurter Juden als Hausmädchen „in Stellung“ – allerdings mit der elterlichen Warnung: Juden dürften nach Talmud-Lehre christliche Mädchen „nehmen“.

Auch bei der Viehhändlerei gab es nicht nur Minne. Die Ferkel wirkten im Stall „irgendwie kleiner“ als auf dem Viehwagen gesehen. Und: „Gegen die Juden verlierst du jeden Rechtsstreit. Die haben ihre Rechtsanwälte in der Stadt.“

Die Nationalsozialisten kommen

Doch in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kommt das soziale und politische Gefüge in Frickhofen durcheinander.

1932 marschiert erstmals die nationalsozialistische „Schutz-Abteilung“ durch den Ort.

Bei den letzten freien Wahlen im November 1932 bekommen die Nationalsozialisten 40% der Stimmen.

Im Jahr 1934 verbietet die Hitler-Partei dem örtlichen Metzgermeister, den jungen Siegfried Rosenthal als Lehrling einzustellen.

Rosenthal lernt daraufhin Bäcker in Kassel. Sein Bruder Feodor hat ihm die Lehrstelle besorgt.

Doch so richtig beginnen die Schikanen 1936 – nach den Olympischen Spielen in Berlin.

Die sechs jüdischen Viehhändler verlieren ihre Gewerbelizenz. Dennoch verkaufen ihnen die Bauern ihr Vieh weiterhin – heimlich und nachts von der Weide.

„Erst greifen sie nach dem Knoblauch“, den Juden also – sagt der alte Salomon Kaiser – „dann holen sie den Weihrauch“, also die Katholiken.

Tatsächlich beginnt die Hitlerpartei ab 1937 einen verschärften Kampf gegen die Katholiken.

Die Nationalsozialisten verbieten im Ort die katholischen Vereine: Katholischen Jungmänner-Bund und Pfadfinder, Marien- und Frauenverein.

Hitlerleute reißen die Fronleichnamsfahnen aus den Hausfenstern katholischer Familien. Der Kaplan wird bespitzelt. Vier katholische Jugendliche bekommen je einen Monat Lagerhaft wegen Unbotmäßigkeit gegenüber Parteieinrichtungen.

Mit der Heugabel herausgestochen

Am 9. November 1938 geht es den ungefähr zwanzig jüdischen Dorfbewohnern an den Kragen.

Der Innenraum der kleinen Frickhöfer Synagoge wird verwüstet. SA-Horden überfallen die Häuser der jüdischen Familien und werfen Geschirr und Einmachgläser auf die Straße.

Der Jude Rudolf Hofmann versteckt sich unterm Heu in einer Scheune und wird mit Heugabeln herausgestochen.

Drei jüdische Männer kommen für zwei Monate ins Konzentrationslager Buchenwald. Fünf jüdische Kinder werden ausgeschult.

Zwei Familien beantragen in den USA Asyl. Aber die restriktive Quote von 10.000 Flüchtlingen ist schon Ende Januar 1939 voll – erzählt der Frickhöfer Harry Abraham später.

Im April 1939 gelingt es fünf Personen – darunter Siegfried Rosenthal –, über Genua nach Schanghai auszureisen.

Die 15 verbliebenen Juden werden enteignet und in einem „Judenhaus“ zusammengepfercht.

Sie überleben nur, weil ihre christlichen Nachbarn sie heimlich mit Milch und Brot versorgen, ihre Schuhe und Kleider reparieren oder mit Schulheften und Zeitungen versorgen.

Für die angekündigte „Ausreise nach Polen“ stellen die Dorfbewohner den bedrängten Juden Winterkleidung bereit.

Im August 1942 werden 15 Personen mit dreifacher Kleidung und schmalem Gepäck zum Bahnhof abgeführt.

Ein Lehrer und eine Nachbarin fahren ihnen nach Frankfurt nach und berichten im Ort, daß die Frickhöfer Juden in einer Halle kampieren und auf den Abtransport warten.

Nach dem Krieg konnte der Tod von 11 Personen in den Konzentrationslagern von Theresienstadt, Treblinka, Sobibor, Majdanek und Auschwitz nachgewiesen werden.

Die übrigen mußten für „tot erklärt“ werden.

Ein Überlebender kehrt heim

Ein entkommener Frickhöfer Jude, Siegfried Rosenthal, ließ sich im Jahr 1948 in Haifa im neu entstandenen Staat Israel nieder.

1967 kommt er zum erstenmal in seinen Geburtsort zurück.

Er nimmt regelmäßig an den Klassentreffen seiner alten Volksschulklasse teil.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 1982 verbringt er jedes Jahr zwei Sommermonate in seiner deutschen Heimat – Heimat? Das Land, das seine Eltern umgebracht hat?

„Nein“ – antwortet Rosenthal: „Das ist nicht das Land, das meine Eltern getötet hat. Nicht die Deutschen haben uns drangsaliert. Es waren die Hitlerleute, die Nazis“ – sagt er.

Den Umgang mit den ehemaligen SA-Leuten und der Nazi-Kneipe meidet er.

„Deutsch ist meine Muttersprache, Deutschland ist meine erste Heimat, Israel meine zweite“, bekennt er.

65 Jahre nach der Pogromnacht

65 Jahre nach der nationalsozialistischen Pogromnacht von 1938 organisiert der Autor dieser Zeilen ein Treffen.

Eine Broschüre wird geschrieben, eine Tafel am Rathaus angebracht. Aus Israel, Südafrika und den USA kommen die ehemaligen deutsch-jüdischen Mitbürger des Ortes oder die Kinder der inzwischen Verstorbenen.

Im Pfarrzentrum ist eine kleine Ausstellung aufgebaut. Mehr als achtzig alte und junge Ortsbewohner sind neugierig auf die Ehemaligen und ihre Reaktionen. Sogar der alte Wirt aus der Nazi-Kneipe ist gekommen.

Siegfried Rosenthal ergreift das Wort und erzählt von nationalsozialistischen Schikanen und Nazi-Schlägern – und immer wieder von guten Menschen und hilfreichen Nachbarn.

Zuletzt spricht der Organisator des Treffens: „300 Jahre haben in diesem Ort Christen und Juden in guter Nachbarschaft und dörflicher Gemeinschaft zusammengelebt.

Die böse Saat von Haß und Hetze auf die Juden kam von außen in den Ort und hat auch hier häßliche Früchte getragen.

Die nationalsozialistische Partei und ihre heidnisch-rassistische Ideologie haben in nur zehn Jahren die Gemeinde gespalten, den Frieden zerstört, die jüdischen Mitbürger verfolgt, vertrieben oder vernichtet.

Seien wir wachsam auf gottlose Eiferer, vernunftlose Hetzer und totalitäre Tendenzen.“

Der Autor ist Lokalhistoriker in der Region unterer Westerwald.
      
40 Lesermeinungen
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#40   Bokrug †   00:12:29 | Montag, 27. August 2007
Die Rockefellers finanzierten die Nazis…
Rockefeller, Carnegie, Stanley Morgan…
www.verschwoerungen.info/…r_finanzierte_Hitler
John D. Rockefeller von der Chase Manhattan Bank, Carnegie (Stahlkönig), Prescott Bush, Dulles, die Dresdener Bank…
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#39   Charlotte Bongartz †   21:04:20 | Freitag, 25. Mai 2007
An Matt2 zeigt sich, dass auch für einen Gläubigen…
…ein zweites (drittes…) Buch im Regal nicht ganz schlecht ist. Immerhin: Es gehört schon Mut dazu, so wenig zu wissen und darüber so viel zu schwadronieren. Und es trägt
zur Unterhaltung bei. :)3
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#38   Sentinel   20:35:53 | Freitag, 25. Mai 2007
@matt 1-2-3
Hallo, matt
du ignorierst also einfach die C14-Methode, die bei nicht so alten biologischem Gewebe durchaus Fakten liefert. Es ist so, wie santo domingo bereits ausführte, es gibt einige Wissenschaften die sind genauer als theologisches Gebrabbel!
Aber zum Thema zurück:
Wenn du das Menschengeschlecht anführst (bei Adam & Eva, was sachlich falsch ist, weils vorher Adam & Lilith waren), komme ich selbst bei normaler einfacher Berechnung der Grundlagen auch auf ein Alter der Menschheit, daß weit über 67xx Jahren liegt.
Für das nächste Mal empfehle ich dir meine Beiträge ein bissel genauer zu lesen, nicht daß du dich noch selbst hier in die Pfanne haust – das du sowieso schon regelmäßig tust.
Der jüdische Kalender ist hier schon mal nicht maßgebend, da er erst (rein technisch) mit dem Auszug aus Ägypten beginnt – auch wenn von Anbeginn der Menschheit gesprochen wird – also nenne mir bitte die Quelle, die meine Angaben widerlegt. Sei so lieb! Und dann liefere deine Berechnungsgrundlage für deine grade mal 10.000 Jahre menschlicher Existenz, wenn schon C14 dich widerlegt!
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#37   Hornet   20:18:13 | Freitag, 25. Mai 2007
Kannste, Zahnfee
aber nicht so weit weg. Heute ists hier doch recht drollig.
Ist gut für Lachtränen.
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#36   Zahnfee   20:11:45 | Freitag, 25. Mai 2007
Oh…
also kann ich das Schweiß(?)tuch wieder weglegen?
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#35   Hornet   20:07:25 | Freitag, 25. Mai 2007
Hi Zahnfee!
Nein, nein – ist alles gut! Ich muss schon vor lauter Lachen heute dauernd mal raus! :-$
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#34   Zahnfee   20:00:36 | Freitag, 25. Mai 2007
@hornet
Das war mir neu!
Aber das erklärt natürlich den Logorhoe einiger deiner Geschlechtsgenossen.
Ich hoffe mal, dass bei dir alles so funktioniert wie es soll?
*kringel vor lachen*
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#33   Hornet   19:57:37 | Freitag, 25. Mai 2007
Natürlich, matt.
Und die Erde ist eine Scheibe und Männer müssen nie aufs Klo.
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#32   Rudolfus   19:56:59 | Freitag, 25. Mai 2007
@Matt2 / Infragestellen der C14-Methode
Ich glaube nämlich diese C14-Methode ist einen Scheißdreck wert.
Infragestellen kann man alles, denn das macht ja die wissenschaftliche Arbeitsweise erst zur wissenschaftlichen Arbeitsweise.
Es liegt dann aber bei den Kritikern oder beim Kritiker, Argumente zu liefern, wieso die C14-Methode nicht funktionieren soll, und somit keine korrekten Ergebnis liefert. (Ignorieren kann man sie nicht.)
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#31   santo domingo 2   19:54:47 | Freitag, 25. Mai 2007
@ matt
Ich meinte schon das Alter der Menschheit, wie Rudolfus richtig erkannt hat. Für die Bestimmung des Erdalters ist die C14-Methode tatsächlich ungeeignet. Dafür eignen sich nur wesentlich langsamere Zerfallsreihen, wie die schon erwähnte des Neptuniums – und sie liefern keine ganz exakte Zahl, wohl aber eine richtige Größenordnung.
So, Jasmina und ich werden uns erst ‘mal ausloggen, bis später!
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#30   Zahnfee   19:53:09 | Freitag, 25. Mai 2007
Lachanfall
Wie süß! Die schöpfung!
Laut einer Theorie von Evangelikalen haben sich die ersten Menschen (Adams und Evas Kinder) per Inzucht fortgepflanzt, die dem Herrn damals noch kein Gräuel war – das hat sich erst mit Mosche geändert, da zu diesem Zeitpunkt angeblich die Durchmischung der Gene so weit war, dass es keiner Inzucht mehr bedurfte. Herrlich!!
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#29   matt2 †   19:49:09 | Freitag, 25. Mai 2007
Doch das wird in Frage stehen können…
Wenn die C14-Methode also tatsächlich funktioniert, dann ist die Menschheit mindestens 160.000 Jahre alt.
Das wird man dann wohl kaum in Frage stellen können.
Ich glaube nämlich diese C14-Methode ist einen Scheißdreck wert. Und der matt bleibt bei seinem Denken das Menschheitsalter (weil die Dümmlinge hier nicht lesen können und meinten ich redete vom Erdalter) ist so, wie es die Bibel sagt.
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#28   Rudolfus   19:45:55 | Freitag, 25. Mai 2007
@Santo Domingo 2
Arbeitsgrundlage: Die ältesten Fossilien des homo sapiens, die mit dem heutigen Menschen kompatibel sind, weisen nach der in vitro reproduzierbaren, also nachweislich funktionsfähigen C14-Methode ein Alter von 160.000 Jahren auf, wären also 16x älter als die Erde nach matt.
Herzlichen Dank für den Hinweis auf dieses wichtige Faktum, und somit auch auf etwas, auf das sich die Naturwissenschaft auch wirklich stützen kann.
Wenn die C14-Methode also tatsächlich funktioniert, dann ist die Menschheit mindestens 160.000 Jahre alt.
Das wird man dann wohl kaum in Frage stellen können.
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#27   Pio   19:38:29 | Freitag, 25. Mai 2007
Beleg für die Zukunft
„Erst greifen sie nach dem Knoblauch“, den Juden also – sagt der alte Salomon Kaiser – „dann holen sie den Weihrauch“, also die Katholiken.
Das sind Berichte, die eine an der Wahrheit orientierte Geschichtsschreibung braucht. Heutige Geschichtspropaganda versucht, die Katholiken (siehe Pius XII.) als Täter hinzustellen. Schön wieder einmal zu hören, dass sie (konkret) Opfer und Helfer waren.
War die gute Eintricht zwischen Juden und Katholiken damals eigentlich verbreitet?
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#26   santo domingo 2   19:37:46 | Freitag, 25. Mai 2007
@ Sentinel
Arbeitsgrundlage: Die ältesten Fossilien des homo sapiens, die mit dem heutigen Menschen kompatibel sind, weisen nach der in vitro reproduzierbaren, also nachweislich funktionsfähigen C14-Methode ein Alter von 160.000 Jahren auf, wären also 16x älter als die Erde nach matt.
Im übrigen muß ich Rudolfus dahingehend beipflichten, daß der biblische Schöpfungsbericht theologische, nicht biologische Ansprüche erhebt. Das wird auch vom katholischen Lehramt nicht bestritten.
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#25   Rudolfus   19:36:17 | Freitag, 25. Mai 2007
Das Alter der Erde und der Menschheit
Ich helf mal, matt:Die Erde ist etwa 4,5 Milliarde Jahre alt.
Und wenn die Bibel von 10.000 Jahren ausgeht, liegt sie eben falsch!
Schön, daß man sich da so sicher ist – nämlich, daß die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt wäre: Es gibt aber immer wieder unterschiedliche Angaben, die um „ein paar Millionen oder Milliarden Jahre“ schwanken.
Die Bibel gibt jedenfalls keine genaue Jahreszahlen an und in einer Hochrechnung nach Generationen könnte man lediglich das Alter der Menschheit berechnen, die ja nicht unbedingt mit dem Alter der Erde gleichzusetzen ist –
außerdem wurden in den ersten Generationen, der Hl. Schrift folgend, Menschen Hunderte von Jahren alt, was eine Hochrechnung also sicher etwas durcheinanderwirft.
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#24   Jasmina   19:30:42 | Freitag, 25. Mai 2007
an Hornet
<lach>
Hoffentlich habe ich ihn nicht in Verlegenheit gebracht! :)
Aber ich war ganz lieb,ich habe das mit den 10000 Jahren gemeint und nicht das mit den 28 Tagen.
Bis später!
LG Jasmina
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#23   matt2 †   19:28:30 | Freitag, 25. Mai 2007
ich sprach vom Alter der Menschheit…
welches sich bei Adam und Eva beginnend mittels der biblischen Stammbaumverzeichnisse bis heute hochrechnen läßt. Diese Verzeichnisse sind keine Gedichte, das sind Daten über konkrete, heilsgeschichtlich relevante Personen, nach der Art: Dieser wurde in diesem Alter Vater dieses Menschen und lebte danach noch solange. Das sind keine Märchen. Das ist ein Tatsachenbericht.
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#22   Hornet   19:26:43 | Freitag, 25. Mai 2007
Liebe Jasmina,
da er die Wissenschaften für komplettes Teufelswerk hält, ist „Periodensystem“ wahrscheinlich für ihn eine unglaubliche Sauerei… falls er da dummerweise was verwechselt…
:-D
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#21   Sentinel   19:25:55 | Freitag, 25. Mai 2007
@matt2
Hallo, matt,
du geniales Superhirn der Denkfehler.
Wenn du die Lebensalter der alten Patriarchen, die in der Bibel aufgeführt werden, zusammenrechnest, kommst du auf ca. 67xx Jahre.
Schön und gut.
Dein fehlerhaftes Denken hat aber etwas vergessen zu berücksichtigen:
1. Die jahrmilliardenlange Erschaffung des Planeten (in kosmischen 6 Tagen),
2. Die Zeit die es brauchte, bis Gottes Schöpfungen auf die Idee kamen, sich selbst zu reproduzieren,
3. Die Zeit, die Adam mit Lilith im Paradies verbrachte, zuzüglich die kurze Zeit, die danach noch mit Eva zusammen war.
Nach meiner Rechnung komme ich da auf etwas mehr als 4,3 Mrd Jahre. Also scheint deine Rechnung da irgendwo einen Denkfehler zu besitzen. Bitte erkläre mir diesen, damit wir diesen Streit beilegen können, bevor er eskaliert.
Ach ja, zu diesen 4,3 Mrd Jahren mußt du natürlich auch noch die 67xx Jahre dazurechnen, die schon die alten Patriarchen verbraucht haben. Und noch die Zeit, die vergangen ist, seitdem nicht mehr mit den Lebensaltern der Patriarchen gerechnet wird!
Viel Spaß beim Rechnen und den Gegenbeweis erbringen. Aber lesen würde ich ihn gerne doch von dir (und kein Bibelzitat, damit disqualifizierst du dich nur!)
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#20   Rudolfus   19:17:16 | Freitag, 25. Mai 2007
Schöpfung und Textsorten der Hl. Schrift
Man muß die Hl. Schrift und ihre einzelnen Bücher und Teile in dieser Intention verstehen, in der sie auch damals bereits geschrieben und verstanden wurden.
Der Hl. Geist bedient sich der menschlichen Sprache und somit auch der menschlichen kulturellen Gegebenheiten und Textsorten.
Dies bedeutet z.B., daß der Hl. Geist im Gedicht über die Schöpfung z.B. gar keine wissenschaftlich korrekte Beschreibung, wie die Schöpfung im Detail geschehen ist, geben wollte, sondern etwas anderes bezwecken wollte,
nämlich allein auf die Hintergründe der Schöpfung und ihres Ursprungs allein in Gott hinzuweisen,
und uns somit nur eine theologische, aber keine naturwissenschaftliche Lektion erteilen wollte.
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#19   Jasmina   19:15:59 | Freitag, 25. Mai 2007
an matt2
Das hat zwar mit dem Artikel AUCH nichts zu tun,aber
Somit läßt sich das Alter ziemlich präzise bestimmen und spielt sich also in einem Bereich < 10.000 Jahre ab.
wie jeder Schüler heute lernt,sind die natürlichen Neptuniumvorräte durch Zerfall erschöpft.Nach 10000 Jahren müsste aber noch jede Menge da sein.
Wollen Sie mal im Periodensystem nachsehen und mir das erkären?
LG Jasmina
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#18   Hornet   19:11:58 | Freitag, 25. Mai 2007
Ich helf mal, matt:
Die Erde ist etwa 4,5 Milliarde Jahre alt.
Und wenn die Bibel von 10.000 Jahren ausgeht, liegt sie eben falsch!
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#17   matt2 †   19:04:10 | Freitag, 25. Mai 2007
Über das genaue Alter der Erde weiß ich mit Sicherheit nichts zu sagen…
denn dafür ist mir der Schöpfungsbericht zu abstrakt und schematisch. Aber für das Alter der Menschheit spricht er eine klare Sprache, weil wir von der Erschaffung des ersten Menschenpaars an ein Geschlechterverzeichnis in der Bibel haben. Somit läßt sich das Alter ziemlich präzise bestimmen und spielt sich also in einem Bereich < 10.000 Jahre ab. Dieser Bericht an den ich also glaube ist unvereinbar mit den Behauptungen der Wiss.
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#16   Rudolfus   19:03:48 | Freitag, 25. Mai 2007
@Matt2 / Evolutionstheorie, Alter der Welt und der Menschheit etc.
Es ist sehr wichtig, sich hier einen kritischen Geist zu bewahren, gerade im heutigen Deutschland und Europa.
Denn man schaue sich nur die Geschichte der Wissenschaft der letzten Jahrhunderte an –
mit all ihren Dogmen, die von Leuten infrage gestellt wurden, die eben nicht dem geschlossenen Fakultätsestablishment angehörten.
Die Antwort des Establishments war gewöhnlich nicht die Diskussion, sondern lediglich, sich lustig zu machen.
Und das ist heute nicht anders, besonders in Europa, aber auch im säkular-europäisch denkenden Teil der USA.
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#15   Hornet   18:52:57 | Freitag, 25. Mai 2007
Köstlich, Matt, Danke!
Hier liegt ne ganze Redaktion vor Lachen auf dem Boden!
:-D :-D :-D
Übrigens:
Die Europäer hatten bei sich zuhause zu wenig Land und hier bei den Wilden lag es brach und blieb ungenutzt.
Wenn wir uns auch nicht über das Alter der Menschheit einigen können: die Erdkugel hat sich ja wohl nicht aufgebläht, oder? Zum „brachliegenden Land der Wilden“ (auch köstlich!):
der Bodensee hat eine Oberfläche von 536 km², heisst also, man könnte die gesamte heutige Erdbevölkerung daraufstellen. Und dann sollten die paar peoples in Europa damals nicht genug Platz gehabt haben??? Unfassbar, die Argumentation. Ich kann vor Lachtränen gerade die Tastatur kaum noch erkennen…
:-D :-D :-D
Das Universum ist auch keine 14 Milliarden Jahre alt, oder?
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#14   Rudolfus   18:48:56 | Freitag, 25. Mai 2007
@Matt2 / Großbritanniens Philosophie
Ein wichtiger Denkansatz –
die Europäer, besonders die Briten, sind aber durchaus etwas weiter gegangen, nämlich der Maxime vom Lebensvorrecht des stärkeren Volkes folgend … und wo kein Richter, da kein Kläger!
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#13   matt2 †   18:42:47 | Freitag, 25. Mai 2007
Die Heiden im Neandertal sind nicht so alt, wie die Wiss. behauptet…
überhaupt ist die Wiss. ein verlogenes Monstrum. Sie verbreitet Lügendogmen über das Alter der Menschen um ihr Lügenkonstrukt ET zu stützen und damit die Bibel als falsch hinzustellen. Dieser Satan wird untergehen!
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#12   Hornet   18:28:32 | Freitag, 25. Mai 2007
Bei den Heiden
im Neandertal wars genauso! Immer nur rumziehen und jagen. Nur hatten die das Glück der frühen Geburt, da gabs noch keine missionsverrückten Mönche.
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#11   matt2 †   18:21:35 | Freitag, 25. Mai 2007
Die Heiden in Afrika haben mit dem Land eben nichts angefangen…
sie waren unzivilisiert und haben keinen Ackerbau getrieben, keine Viehwirtschaft um viele Menschen zu ernähren. Nur immer Nomadendasein und Jagd. Bei den Indianern war’s ja ähnlich. Was heisst schon: hatten wir das Land…? Das Land gehört allen Menschen. Die Europäer hatten bei sich zuhause zu wenig Land und hier bei den Wilden lag es brach und blieb ungenutzt.
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#10   Rudolfus   18:08:32 | Freitag, 25. Mai 2007
Seien wir wachsam
Seien wir wachsam auf gottlose Eiferer, vernunftlose Hetzer und totalitäre Tendenzen.
Eine ausgezeichnete und wichtige Analyse über das Deutschland 1933-1945.
Dieser gottlose und teuflische Nationalsozialismusspuk … und ausgerechnet im wichtigen Trägergebiet des Heiligen Römischen Reiches.
(Über das Hl. Römische Reich vgl. auch das wegweisende Werk Die Reichsidee von Dr. Otto von Habsburg-Lothringen (CSU), Kronprinz von Österreich und Ungarn.)
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#9   Hornet   18:05:18 | Freitag, 25. Mai 2007
Super, Matt!
Genauso wie der Terror der Kreuzzüge, der Terror der Inquisition, der missionarische Terror…usw.
Genau, alles Gottlos!
„Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt:Wir hatten die Bibel und sie das Land.“
Desmond Tutu
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#8   matt2 †   17:57:40 | Freitag, 25. Mai 2007
Der Nazi-Terror war eine Leidensprüfung für die ganze Welt…
der wie jeder Terror zunächst seine Ursache hat in der Gottlosigkeit der Welt.
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#7   thaumaturgos   17:35:30 | Freitag, 25. Mai 2007
hass.net
ist antisemitis bis in die i-punkte …
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#6   Rainer Tobak   17:31:28 | Freitag, 25. Mai 2007
Sehen Sie, Herr Hecker,
schon wieder beim Polcorr-Test durchgefallen!
Warum müssen Sie sich auch zu einem Thema äußern, wo eine ganze Priesterkaste von Gutmenschen ihre Deutungshoheit verteidigt. Ikonographie ist gefragt und nicht lebensnahe Charakteristik. Sowas ist „untergriffig“ und – natürlich – „antisemitisch“! Schämen Sie sich! :-$ >:) :-$
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#5   Johannes Damaszenus   16:29:08 | Freitag, 25. Mai 2007
untergriffig
irgendwie verlogen: einerseits sanfte moralische Empörung über die Nazis, andererseits ein kleiner Untergriff auf die jüdischen Viehhändler mit ihren als eben nicht zu verhindernden „irgendwie kleinen“ Tricksereien. Könnt ihr bitteschön, mal EINEN Artikel ohne Untergriffigkeiten bringen? Es wäre der Sache, um die es eigentlich geht, ums Katholische nämlich, dienlicher. Übrigens: ich hatte noch nie einen Rechtsstreit mit Juden, wohl aber schon mit schmierigen Menschen, die ihren Katholizismus wie eine Monstranz vor sich hertrugen. Darunter auch ein geistliches Gefäß der Andacht. Ich käme dennoch nicht auf die Idee, das der Katholizität dieser Menschen anzurechnen. Wieso muß man das bei Juden ständig zwischen den Zeilen lesen? Haben die alten Naziparolen ihre suggestive Kraft immer noch nicht verloren?
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#4   semper reformandus   15:37:59 | Freitag, 25. Mai 2007
@bericht
Ich empfinde einige der „Anekdoten“, die in dem Bericht enthalten sind und die den Eindruck erwecken, „typisch jüdische“ Verhaltensweisen sollten – augenzwinkernd? – angesprochen werden, als höchst überflüssig und deplaziert. Der Autor macht sich auf diese Weise ohne Not angreifbar. Es werden antisemitische Klischees bedient. Was soll das?
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#3   DocRöntgen   15:12:59 | Freitag, 25. Mai 2007
Wohl gesprochen:
Seien wir wachsam auf gottlose Eiferer, vernunftlose Hetzer und totalitäre Tendenzen.
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#2   santo domingo 2   14:36:57 | Freitag, 25. Mai 2007
@ Athanasius
So ‘was, daß wir auch ‘mal einer Meinung sind… wer hätt’s gedacht!
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#1   Athanasius   14:32:10 | Freitag, 25. Mai 2007
Schöner Artikel!
Danke dafür! Só sollte es sein, so muss es sein, will die Welt noch eine Zukunft haben.
Auch gut ist es zu wissen, daß diese jüdische Deutschen nicht ihr Vaterland hassen, und gut ist es sich daran zu erinnern, daß Hunderttausende von ihnen im Ersten Weltkrieg für das Deutsche Kaiserreich und euer deutsches das Vaterland fielen.
Ja, sogar in der kriminellen Hitlerzeit gab es 110.000 jüdische Soldaten in deutschem Dienste, Ironie des Schicksals… Auch an der Ostfront…
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