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Freitag, 25. Mai 2007 16:33
Der Sparkurs in der Kirche Deutschlands führt auch zu einem Kahlschlag unter den Kirchenmusikern. Die Überlebenden müssen spielen, bis sie blau sind.
Zurück zum Artikel 13 Lesermeinungen:
Montag, 11. Juni 2007 00:13
J’sus †: Von der Redaktion entfernt
Montag, 28. Mai 2007 16:45
landorganist: @ruhrgebietler
Danke für die Blumen, aber ich habe nichts mit dem Artikel zu tun, wenn gleich ich natürlich den Verfall der Kirchenmusik mit Erschrecken beobachte und bedaure.
Sonntag, 27. Mai 2007 16:55
Rudolfus: @surfsider / Pastoralkonzil 1962-65
Die heutigen Bischöfe und Prälaten preisen weiterhin dieses einmalige und einzigartige Pastoralkonzil, und dieses darf innerhalb des Amtskirchenklerus auch nicht infragegestellt werden, ohne, daß man mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen hätte.

Aber objektiv gesehen war die Kirche bis 1962 die erfolgreichste Religion der Welt, und zwar einschließlich der Missionszentren und -pfarren in Afrika und auch in den U.S.-Diözesen.

Und seit 1962-65 und in denen Jahren danach kann von einer Erfolgsgeschichte keine Rede sein, nämlich was die einfachen Zahlen der Sakramentsempfänger, Meßbesucher, Priesterweihen, Ordenswachstum, Kirchenbau etc. betrifft.

Die Bischöfe und Prälaten fahren denselben Kurs aber unvermindert weiter, zum Schaden der Seelen in allen Pfarrgebieten, besonders auch in den deutschen Ländern.
Sonntag, 27. Mai 2007 16:43
surfsider: Ein Drittel der Größe des gesamten Bistums
Nach Informationen auf www.kath-meinerzhagen.de besitzen die drei Großpfarreien insgesamt 18 Kirchen, die zum großen Teil noch genutzt werden.

Sie verteilen sich auf ein Gebiet, das ungefähr einem Drittel der gesamten Bistumsgröße entspricht. Von der nördlichsten (St. Josef, Nachrodt) zur südlichsten Kirche (St. Peter am See, Hunswinkel) sind es laut map24.de rund 47 Kilometer, von der westlichsten (St. Engelbert, Rönsahl) zur östlichsten (St. Johannes Baptist, Eiringhausen) sind es rund 37 Kilometer.

Trauriges Schicksal für Kirchenchöre: Sie müssen aufgelöst oder zusammengelegt werden. Wie der Chor-Fahrplan aber an besonderen Festtagen wie Weihnachten oder Ostern funktionieren soll, ist weiterhin fraglich.
Samstag, 26. Mai 2007 12:24
r.ruhrgebietler: @Freinsberg – stimmt
…die Zeiten des Hamoniums lassen grüßen – da wird der Gemeindegesang zur wahren Qual!
Samstag, 26. Mai 2007 11:16
Freinsberg: @ Heinrich von Ofterdingen
Und Gemeindegesang-Begleitung ohne Pedal? Schrecklich!
Samstag, 26. Mai 2007 11:05
HeinrichvonOfterdingen: Na lieber Freinsberg,
es gibt ja auch genug manualiter Literatur! Und Pianisten, wenn Sie denn wirkliche Pianisten und nicht nur Dilettanten sind beherrschen wenigstens die Tastatur.
Samstag, 26. Mai 2007 11:00
Freinsberg: Kirchenmusikerstellen
Immerhin gibt es in Deutschland Stellen für Kirchenmusiker/innen. Davon kann man in Österreich (von Ausnahmen abgesehen) nur träumen. Der Nachteil ist nicht nur finanzieller Natur. Wenn keine Stellen ausgeschrieben werden, können musikalische Laien (=Pfarrer) darüber befinden, wer in den Kirchen musikalisch auftreten darf. Selbst in größeren österreichischen Städten hört man immer wieder Pianisten, die (ohne Pedal) Orgel spielen. Manchmal kommt mir vor, die Kirche sei der einzige Ort, wo jeder Dilettant sich ungestraft produzieren darf.
Samstag, 26. Mai 2007 09:17
r.ruhrgebietler: @landorgel – schöner Artikel von Ihnen
wenn ich Zeit habe gehe ich mit ‘nem Hut ‘rum sammeln!
Freitag, 25. Mai 2007 23:19
Iacopone: Ausgebildete Fachleute sind nicht zu ersetzen
Wenn die Musica sacra wirklich „wesentlicher Bestandteil der feierlichen Liturgie“ ist, wie der hl. Pius X. schreibt, dann ist der Brotberuf des Kirchenmusikers nicht durch jedweden x-beliebigen Orgelspieler ohne jegliche liturgisch-musikalische Bildung zu ersetzen, der ganz nett das althergebrachte Liedgut begleitet – bei allem Respekt vor dem mannigfaltigen ehrenamtlichen Engagement gerade in traditionellen Kreisen! Doch mit wahrer Kunst und wirklicher Schönheit hat dies – letztlich zum Schaden für die Ehre Gottes und das Heil der Gläubigen – oft nichts zu tun. Leider ist eine unziemliche Ignoranz gegenüber den Anforderungen der Sache und dem ausdrücklichen Willen der Kirche von Pius X. über Pius XI. und Pius XII. bis hin zum II. Vaticanum in kirchlichen Kreisen aller Art sehr weit verbreitet. Eine würdige Musica sacra im Vollsinn des Wortes verlangt ausgebildete Fachkräfte. Dies kostet nun einmal etwas.
Freitag, 25. Mai 2007 18:45
RJH: Die vielen Chöre brauchts eh nicht!
Und der Herr Regionalkantor mit akademischer Ausbildung kann mit Sicherheit auf etliche fähige Organisten in seinen Gemeinden zurückgreifen.

Es soll Organisten geben, die sind froh wenn sie spielen dürfen! Und ja, die können auch was. Noch wesentlich wichtiger als das abspielen von Literatur ist eine Sensibilität für gute Liturgie sowie die Pflege des althergebrachten Liedgutes!
Freitag, 25. Mai 2007 17:06
MT. 18,3:: also:
Wir haben in unserer Pfarrei einen Kirchenmusiker mit einer Vollstelle, der meiner Meinung nach zu wenig für sein Geld arbeitet. Und ich denke, das das in Diözesen wie hier in München-Freising keine Einzelheit ist.
Ich verstehe auch nicht ganz, wenn man hier Panikmache betreibt, indem man Zustände wie in Essen anführt. Das Bistum Essen schließt auch mehr Kirchen als die meisten anderen.
Freitag, 25. Mai 2007 16:43
Frasim: Also…
…wir haben an unserer kleinen Kirche 5 Organisten, die dem alten Ritus zuliebe ehrenamtlich spielen. Dazu kommen nochmal etwa 3, die -ebenfalls für Gotteslohn, versteht sich- aushelfen, wenn keiner der ersten 5 kann. Und obendrein gibts einen Kirchenchor und eine Choralschola, die ebenso ehrenamtlich von (Ex-)Domsingknaben geleitet werden.
Und jetzt muss ich auch schon los, die Choralprobe für Pfingsten steht an…
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