(kreuz.net, Paderborn) Der Erzbischof von Paderborn, Mons. Hans-Josef Becker (58), weiht heute vormittag
zwölf Diakone zu Priestern.
Einer der Weihekandidaten ist Gerhard Stille (47). Er ist ein ehemaliger
evangelischer Pastor, verheiratet und Vater einer zwölfjährigen Tochter. Seine Ehefrau Christiane ist
protestantisch, Tochter Therese katholisch und Ministrantin.
Seit Papst Pius XII. gibt es in der Kirche
die Möglichkeit, daß konvertierte Amtsträger aus protestantischen Denominationen bei einer Konversion
zum katholischen Glauben zu Priestern geweiht und dabei eine bestehende Ehe weiterführen können.
Deshalb
dispensierte Papst Benedikt XVI. auch Hw. Stille vom Zölibat.
Ökumene statt Verkündigung
„Für uns
in Paderborn ist das etwas ungewöhnlich“ – erklärte ein Sprecher des Paderborner Generalvikariates,
Thomas Throenle, vor der kirchenfeindlichen Berliner ‘Tageszeitung’.
Hw. Stille ist der einzige verheiratete
Priester im Erzbistum Paderborn. In anderen Bistümern Deutschlands gibt es ähnliche Fälle.
Weltweit
schätzt die ‘Tageszeitung’ die Zahl der protestantischen Prediger, die katholisch wurden und die Priesterweihe
empfingen, auf etwa 300.
Die zwölf Priesterweihen in Paderborn nannte Throenle eine „erfreulich hohe
Zahl“. Im übrigen herrsche auch im seinem Erzbistum Priestermangel.
Dennoch werde die Konversion protestantischer
Pastoren die Ausnahme bleiben: „Wir starten keine Werbeaktion.“
Kaum Unterschiede zum Protestantismus
Der Neupriester Stille konvertierte im Jahr 2000. Seine Ehefrau rechnete nach diesem einschneidenden
Schritt mit Veränderungen. Doch inzwischen hat sie festgestellt, daß „im Prinzip nicht viel Unterschied
ist“. Das erklärte die zukünftige Priestergattin vor der ‘Tageszeitung’.
Hw. Stille erzählte der Lokalzeitung
‘Neue Westfälische’, daß er schon als protestantischer Vikar eine große Sympathie für die Katholische
Kirche entwickelt habe. Er habe sie als Weltkirche kennengelernt: „Da hatte ich eine starke Sehnsucht:
»Da will ich dazu gehören.«“
Im Jahr 2002 trat Hw. Stille ins Priesterseminar Paderborn ein.
Letztes
Jahr empfing er die Diakonenweihe.
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Matt2: Vereinigung Man wird Ihrer Auffassung vielleicht im Rahmen des eucharistischen Nüchternheitsgebotes
zustimmen können. Denn es gibt, wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, zwei Sakramente der Einheit:
Das Altars- und das Ehesakrament. Im Altarssakrament begegnen wir dem Herrn und allen Menschen, in denen
der Herr lebt und wirkt und dem ganzen Kosmos. Bei Vollzug des Ehesakramentes begegnen wir dem Ehepartner
(bzw. Ehepartnerin), im Ehepartner dem in ihm lebenden Herrn, allen Menschen, in denen der Herr lebt und
wirkt und dem ganzen Kosmos. Zwei solche Vereinigungen könnte unsere Erlebensfähigkeit überfordern.
Unter diesem Gesichtspunkt stimme ich einer Verpflichtung zur Enthaltsamkeit vor Empfang des Altarssakramentes
zu.
matt2: Vereinigung Vollzug des Ehesakramentes ist Erfüllung des göttlichen Auftrags „Wachset und mehret
euch“! Wieso soll man nach Erfüllung göttlichen Auftrags sich nicht mit Gott im Altarssakrament vereinigen?
Laut AT galt ein Mann nach dem Samenerguß bis zum nächsten Tag unrein… soweit ich mich an das Wort
erinnere. Auch galt, meines Wissens, die Frau als unrein in der Zeit der Blutung. Das ist nun kein abwägiger
Gedanke, dass der Mensch nicht unmittelbar nach fleischlichen Vorgängen wieder in Gemeinschaft mit Gott
treten soll, da dies von einem unreinen Geist zeugt, der Gott nicht die entsprechende Achtung erweist
in der Hintanstellung der körperlichen/ehelichen Vorgänge. Es passt einfach nicht, wenn die Eheleute
unmittelbar nach dem Verkehr in den Gottesdienst rennen, dass ist nicht andächtig.
Rudolfus: kultische Reinhet Herzlichen Dank für Ihren Hinweis! Hier ergibt sich die Frage, ob dieses
Gebot auf göttliche Anordung (über die Propheten) oder als Einfluß aus dem Heidentum in das jüdische
Gesetz eingegangen ist.
Ofterdingen, Freinsberg: Zölibat Der Hinweis auf den Unterschied zwischen Enthaltsamkeitsverpflichtung
und Verpflichtung zur Ehelosigkeit ist interessant. Gibt es hierzu Quellen, oder handelt es sich um eine
Vermutung? Möglicherweise spielt hier eine Rolle die aus dem Heidentum stammende Ansicht eine Rolle,
Sexualität mache kultisch unrein. Mir wurde berichtet, im Osten dürften Frauen während ihrer Periode
nur im Vorraum der Kirche am Gottesdienst teilnehmen, das gelte selbst für Äbtissinen, und Männer das
Altarssakrament dürften nicht empfangen, wenn in der vorherigen Nacht eine Pollutio stattgefunden hat.
Da es sich hier auch nach östlicher Auffassung um keine Sünde handelt, könne der Mangel durch die Beichte
nicht behoben werden. Wieso Augustinus diesen Einfluß gewinnen konnte, frage ich mich allerdings auch.
Vermutlich trägt er allene die Verantwortung für manche Verklemmtheit. So weiß ich von meiner verstorbenen
Mutter (Jahrgang 1911), daß Eheleute sich nach Vollzug ihrer Ehe nicht ohne Beichte zum Empfang des Altarssakramentes
trauten. Das ist schon alleine wegen des Gebotes „Wachset und mehret euch“ widersinnig. Nach damaliger
Aufassung war also die Erfüllung dieses Gebotes Todsünde. Langsam bekomme ich Verständnis, warum kirchliche
Verlautbarungen auf diesem Gebiet nicht immer ernst genommen werden. Da selbst unverheiratet, hat mich
dieses Thema nie unmittelbar berührt.
@Mickey – irgendwie nicht marianisch veranlagt, was?? Predigten kann man auch heute noch als Spam bezeichnen.
Man könnte fast zustimmen! Leider! Genauso wie das Rosenkranzbeten. Haben Sie etwas gg. liebende Gottesmutter,
irgendwie nicht marianisch veranlagt? HERR JESUS CHRISTUS, SOHN DES VATERS, SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER
DIE ERDE. LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN, IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER, DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN,
VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG. MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER, DIE EINST MARIA WAR, UNSERE FÜRSPRECHERIN
SEIN. AMEN.
@ Veritatis Predigten kann man auch heute noch als Spam bezeichnen. Genauso wie das Rosenkranzbeten. Aber
wer spamartig ständig die gleichen Predigten predigt wie Spambruder Thermophil, den kann man auch als
Spamprediger bezeichnen. Spamophil klingt auch gut
Bruder Spamophil Wenigstens weiß man, woher das Wort „gebetsmühlenartig“ stammt. Gebetsmühlenartig
wiederholt Prediger Bruder Spamophil den immer gleichen Mist.
@Ottaviani – merkwürdig Samstag, 26. Mai 2007 12:46 Alfredo Ottaviani: …Wir brauchen hier keine Irrtümer
und keine Häresien! + Alfredo Card. Ottaviani Ich zitiere mal aus www.bautz.de/…/o/ottaviani_a.shtml
OTTAVIANI, Alfredo, Kirchenrechtler, Kardinal, * 29. Oktober 1890 in Rom, † 3. August 1979 ebendort. Ende
des Zitates – wir brauchen tatsächlich keine Irrtümer und Häresien. Amtsanmaßung ist irgendwie auch
nicht so richtig gut. Für weitere Frage steht Ihnen der Weg der elektrischen Post sehr gerne offen!
Triebtäter! wer aber seine triebe nicht behrrschen kann, der soll heiraten, er sündigt nicht. jegliche
hurerei aber verbietet sich im angesicht der liebe, weil hurerei mehr menschen zur strecke bringt als
alle unseligen kriege der erde zusammengerechnet. Der Montag erreicht seine humoreske Spitze!
Paulus, Augustinus etc. Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen kommt im Neuen Testament vor: als
Rat. Die Argumentation, die Augustinus bringt (natürlich nachdem er seine Freundin weggeschickt hat),
ist gnostisch, manichäisch oder sonstwas, aber nicht biblisch. Ich frage mich nur, weshalb Augustinus
so großen Einfluss hatte.
zölibat schon… den zölibat gibt es schon in der bibel und er wird bei dem jüngern jesu besonders
erwähnt. auch petrus ist da nicht mehr ausgenommen! das verheißene reich gottes wird für die erleuchteten
so wertvoll, dass sie alles irdische wie dreck achten (nach paulus) und nur noch von christus beseelt
sind und seinem großen auftrag seelen zu retten. es heißt ausdrücklich, dass derjenige, der heiratet,
gut handelt, wer aber nicht heiratet besser dran ist. nicht heiraten heisst dann jesus ganz und gar nachzufolgen.
wer aber seine triebe nicht behrrschen kann, der soll heiraten, er sündigt nicht. jegliche hurerei aber
verbietet sich im angesicht der liebe, weil hurerei mehr menschen zur strecke bringt als alle unseligen
kriege der erde zusammengerechnet. wenn ein menschen sich verfehlt will ich nicht drüber urteilen, denn
auch ich habe mich schon mehr als einmal verfehlt, wenn menschen aber hingehen und für schwere verfehlungen
werbung machen und die schützenden gebote gottes verhöhnen, dann ist es allerhöchste zeit widerstand
zu leisten. ich habe mit verzweifelten vätern und müttern geredet deren töchter schon in jungen jahren
im bordelbetrieb landeten oder voll in der sexszene waren. kaum jemand von den eltern hatte den kindern
das christentum von kindesbeinen an liebevoll nahegebracht und ihnen gesagt, dass sie sich aufgrund ihrer
hohen berufung zum ewigen leben hin nicht so furchtbar entwerten lassen sollen.
Lieber Jörg Guttenberger, (kleine Übernahme aus wikipedia) Neuere Forschungen haben ergeben, dass es
eine Zölibatsverpflichtung schon viel länger gibt als bisher angenommen. Vor allem die Entlarvung der
Paphnutius-Geschichte von Nicäa (325) als Legende hat Historiker angeregt, neu zu forschen. Wichtig ist
die Unterscheidung zwischen einem Ehelosigkeitszölibat und einem Enthaltsamkeitszölibat. Unter Ehelosigkeitszölibat
versteht man, dass Kleriker nicht verheiratet sein dürfen; unter Enthaltsamkeitszölibat ist es durchaus
möglich, dass Verheiratete die Weihen empfangen, allerdings müssen sie ab dem Tag der Weihe enthaltsam
leben. Der Enthaltsamkeitszölibat wird erstmals auf der Synode von Elvira (ca. 306) als Gesetz aufgeschrieben.
Allein die Tatsache, dass in dieser Zeit, bevor etwas Gesetz wurde, etwas allgemein gültig war, weist
darauf hin, dass das nicht der Beginn einer Zölibatsverpflichtung war, sondern dass schon eine längere
Tradition bestand. Einige Historiker (Cochini, Heid,…) sind sogar der Ansicht, der Zölibat gehe auf
apostolische Zeit zurück. Das Nichteinhalten dieser Verpflichtung führte dann zum Übergang in den Ehelosigkeitszölibat,
der sich im hohen Mittelalter abspielte und wodurch die falsche, aber gängige Meinung entstand, der Zölibat
habe seinen Ursprung im Mittelalter. Seit dem 2. Laterankonzil 1139 (zur Zeit von Papst Innozenz II.)
stellt der Zölibat eine unabdingbare Zugangsvoraussetzung (conditio sine qua non) für den Empfang der
Priesterweihe in der römisch-katholischen Kirche dar.
Rudolfus: Klerikerehe Wo steht in der Bibel eine ablehnende Bemerkung über den Vollzug der Ehe? Wegen
des diskreten Inhalts finden wir sicher keine Einzelheiten, vom Verbot ist in der ganzen hl. Schrift keine
Rede. Auch Jesus Christus wußten gesunde Lebensfreude durchaus zu schätzen, siehe Wunder zu Kana. Zwar
lesen wir in der hl. Schrift von Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen, aber das ist eindeutig eine
besondere Berufung, die nicht für jeden gedacht ist (sonst widerspräche dieser Hinweis dem Gebot „wachset
und mehret euch“!). Es gibt schließlich auch andere Auforderungen des Herrn, die nicht für jeden sind,
so z. B. seinen ganzen Besitz zu verkaufen und den Erlös den Armen geben. Täten das alle, wo sollten
die Interessenten für das gesamte Kaufangebot herkommen? Wie sollte dann die Wirtschaft funktionieren,
von der schließlich auch die ganze Truppe der Kostverächter lebt? Wegen solcher Fehlinterpretationen
hat es übrigens lange Jahre kaum ein katholisches Unternehmertum gegeben, d. h., die Katholiken haben
sich praktisch aus der Verantwortung gestohlen. Daß Sexualität kultisch unrein macht, ist eine Übernahme
aus dem Heidentum, die durch keine Stelle in der Bibel gedeckt ist. Mit dem Menschen ist es wie mit einer
Pflanze, die sowohl Sonne braucht als auch aus dem Boden Nahrung bezieht. Beides ist gleichermaßen notwendig!
Bei Entzug von einem von beiden verkümmert sie. Also bitte, lieber Rudolfus, behalten Sie Bodenhaftung!
@Freinsberg / Christus, St. Paulus & St. Augustinus der Kirchenvater So ein Unsinn, diese neuen Theorien
über St. Augustinus. Lesen Sie doch selbst die Evangelien mit Christi Ehelehre und mit Christi Ehelosigkeitslehre,
und der Heiland spricht an vielen Stellen sehr deutlich darüber. Auch der hl. Paulus in der Hl. Schrift
erläutert diese Ehefragen bereits seinen Gemeinden. St. Augustinus hat sich bekehrt, und diese Lehren
angenommen, und danach gelebt, wie andere Heilige bereits vor ihm und nach ihm. Ebenso sagen heutige Theologen
über St. Augustinus, er hätte überhaupt erst Christi Erlösungsopfer erfunden (die Kreuzigung als Opfer
des Neuen Bundes) – dabei spricht auch die Hl. Schrift bereits deutlich davon. Menschen, Philosophen,
selbst „Theologen“, die soetwas behaupten, können nur auf solche Ideen kommen, wenn sie die Hl. Schrift
gar nicht gelesen haben – und selbst viele Theologen wissen „nur ungefähr“, was selbst in den Evangelien
und im Neuen Testament drinnen steht. Man muß nur selber die Hl. Schrift lesen können, um zu sehen,
was vorher da war, nämlich „die Henne oder das Ei“.
@ Rudolfus Und woher kommt dieses eigenartige Enthaltsamkeits-Gebot? Doch wohl von Augustinus, der Sex
selbst in der Ehe für Sünde hielt – und ihn nur tolerierte, weil anders keine Kinder entstehen. (Wahrscheinlich
wäre er heute Befürworter der künstlichen Befruchtung. )
@J. Guttenberger / Zölibat Den verheirateten Priestern in der alten Kirche wurde explizit vorgeschrieben,
daß sie ab der hl. Weihe völlig enthaltsam leben mußten, trotz einem Fortbestehen der häuslichen Ehegemeinschaft.
Insofern Zölibat nicht nur ein Heiratsverbot bedeutet, sondern auch die Lebensweise völliger Enthaltsamkeit,
ist dieser verheiratete Neupriester also nicht nur vom Ehestandsweihehindernis dispensiert, sondern auch
von der Verpflichtung, enthaltsam leben zu müssen. Der Zölibat ist nicht nur ein juristisches Eheverbot,
sondern auch die Verpflichtung zur Lebensweise der Enthaltsamkeit, die für alle nichtverheiratete Christen
gilt. Ein Priester, der sich nicht an die Enthaltsamkeitslebensweise hält, bricht das Zölibat, auch
wenn er nicht formell eine Ehe schließt.
Zölibat Der Neupriester wurde überhaupt nicht vom Zölibat dispensiert! Denn der Zölibat bedeutet das
Heiratsverbot für Kleriker vom Diakon aufwärts. Sollte die Ehefrau des Neuprieters sterben, darf er
genauso wenig (neu) heiraten, wie andere Kleriker auch. Dieser Neupriester ist lediglich vom Weihehindernis
wegen einer bereits bestehenden Ehe dispensiert worden!
römische Kirche Nur die römische Kirche kennt den Pflicht-Zölibat der Priester. Alle anderen katholischen
Kirchen orthodoxer Riten und eigenen Kirchenrechts kennen den Pflicht-Zölibat nur für die Bischöfe.
Vom Zölibatsversprechen kann vor der Diakonenweihe dispensiert werden, wie das in diesem Fall geschehen
ist und häufiger geschieht. Es gibt keinerlei Grund zu irgendeiner Aufregung!
@Regina 1961 Die Ehe ist kein Weihehindernis, aber die Weihe ein Ehehindernis. Beim Tod der Ehefrau, könnte
er z.B. nicht nochmals heiraten. Diese Regelung kommt auch bei den ständigen Diakonen zum Tragen: Ein
Verheirateter kann Diakon werden. Wer aber bereits geweiht ist, kann nicht mehr heiraten. Dass die (römische)
Kirche im Normalfall nur ehelose Männer weiht, ist eine disziplinäre/kirchenrechtliche Angelegenheit,
bei der es eben auch Ausnahmen gibt (wie z.B. auch bei den mit Rom unierten Ostkirchen).
Zölibatärer Protestant? Obwohl ich keine Verfechterin des Zölibats bin stellt sich mir da doch die
Frage: Wie geht die heilige Mutter Kirche mit diesem Priester um, wenn er denn seine Frau verlassen würde
bzw. umgekehrt? Für mich ist diese Weihe eines „Protestanten“ schwierig zu verstehen, entweder dürfen
alle katholischen Priester heiraten bzw. vom Zölibat dispensiert werden, oder gar keiner. Das wäre gerechter
für alle. Regina 1961
Roms Autorität? Doch erkennen die Protestanten die – zweifellos vorhandene – Autorität Roms nicht an.
Warum sollten sie das denn tun? Bekloppt sind die Evangelen ja nun auch nicht. Und wie wir alle wissen:
„Die spinnen, die Römer!“
Roms Autorität Ich widerspreche Ihnen nicht, werter Rudolfus. Doch erkennen die Protestanten die – zweifellos
vorhandene – Autorität Roms nicht an. Geläufig erscheint heutzuttage die Interpretation des Satzes,
der bei der protestant. Trauung vorgetragen wird: „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht
scheiden!“ in folgendem Sinne: Der Mensch soll die Ehe zwar nicht scheiden, aber aus seelsorgerlichen
Gründen muß dies halt doch dann und wann geschehen, will man doch nicht unbarmherzig sein. Schließlich
nimmt doch Gott jeden Menschen so an, wie er eben nun einmal ist. Natürlich haben die Reformatoren noch
anders argumentiert, doch sie stehen in den heutigen „Landeskirchen“ auch nicht gerade hoch im Kurs.
@virOblationis denn wenn eine Ehe geschlossen wird, die man aber entgegen dem Gebot des Heilands von vornherein
nicht als prinzipiell unauflöslich ansieht, dann weist m.E. die Form dieses Eheschlusses einen so gravierenden
Defekt auf, daß ich bezweifle, daß die Ehe unter diesen Voraussetzungen überhaupt zustande kommen kann.
Die heutige „Bischöfin“ muß das Ehegebot Christi damals, zur Zeit ihrer Eheschließung, aller Wahrscheinlichkeit
nach bereits gekannt haben. Man kann ihr darum nicht einfach das Gegenteil unterstellen. Irdische Letztinstanz
über die Gültigkeit der Ehen ist aber die römisch-katholische Kirchenautorität – leider ist es möglich,
daß diese Instanz, wie jedes menschliche Gericht, auch getäuscht werden kann. In so einem Fall muß
man darum auch auf das göttliche, jenseitige Gericht verweisen. Denn sowohl die geistlichen Kirchenamtsinhaber,
als auch die restlichen Gläubigen, müssen bedenken, daß man die irdische Kirchenautorität täuschen
kann, aber nicht Gott selbst.
@Alfredo: Ich hatte den Ruhrgebietler, ebenso wie Sie, schon einmal darauf hingewiesen. Ich fragte ihn
auch, wer Maria denn jetzt ist, denn die Verbform „war“ weist ja ausdrücklich auf eine abgeschlossene
Vergangenheit hin. aber ich fürchte, er hat ein Problem: Sein mühsam auswendig gelerntes Gebet müsste
er ja überdenken…
Defekt Rudolfus schrieb: „Die Unauflöslichkeit der Ehe ist durch Christi Gesetz gegeben, und Christus
gibt hier klare Unterweisungen in den Evangelien. Dieses Gesetz kann auch keine „Bischöfin“ ändern.“
Gewiß. „Ihre Ehe muß deshalb von katholischer Seite als gültig angesehen werden, …“ Dies halte ich
keineswegs für zwingend, denn wenn eine Ehe geschlossen wird, die man aber entgegen dem Gebot des Heilands
von vornherein nicht als prinzipiell unauflöslich ansieht, dann weist m.E. die Form dieses Eheschlusses
einen so gravierenden Defekt auf, daß ich bezweifle, daß die Ehe unter diesen Voraussetzungen überhaupt
zustande kommen kann.
Lieber r.ruhrgebietler Ihr Gebet ist in dieser vorliegenden Fassung von der Kongregation für die Glaubenslehre
als irrig verurteilt worden, genauer gesagt die Aussage „… die Frau, die einst Maria war…“ Bitte korrigieren
Sie dieses Gebet oder unterlassen Sie es. Wir brauchen hier keine Irrtümer und keine Häresien! + Alfredo
Card. Ottaviani
niemand kann zwei Herren dienen …auch nicht der „Weihekandidat“. Wie tief ist die hlg. röm.-kath. Kirche
gesunken! HERR JESUS CHRISTUS, SOHN DES VATERS, SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE. LASS DEN HEILIGEN
GEIST WOHNEN, IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER, DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN, VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG.
MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER, DIE EINST MARIA WAR, UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN. AMEN.
In Sachwaltung ohne Auftrag für Bruder Theophil: Das Evangelium von heute, Vigil von Pfingsten: „In jener
Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: „Wenn ihr Mich liebt, so haltet Meine Gebote. Ich will den Vater
bitten, und Er wird euch einen andern Tröster senden, damit Er in Ewigkeit bei euch bleibe: den Geist
der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch kennt. Ihr aber werdet
Ihn erkennen; denn Er wird bei euch bleiben und in euch wohnen. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen.
Ich komme wieder zu euch. Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht Mich nicht mehr. Ihr aber werdet
Mich sehen; denn Ich lebe, und auch ihr werdet leben. An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß Ich in Meinem
Vater bin, und ihr in Mir, und Ich in euch. Wer Meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der Mich liebt.
Wer Mich liebt, der wird von Meinem Vater geliebt, und auch Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren.“
(Jo. 14, 15 – 21)
Die Unauflöslichkeit der Ehe ist durch Christi Gesetz gegeben, und Christus gibt hier klare Unterweisungen
in den Evangelien. Dieses Gesetz kann auch keine „Bischöfin“ ändern. Ihre Ehe muß deshalb von katholischer
Seite als gültig angesehen werden, es sei denn, der Gatte wäre ein Katholik und die Ehe wäre ohne die
katholische Kirche geschlossen worden – denn kein Katholik kann eine gültige Ehe ohne die katholische
Kirche schließen, lediglich Nichtkatholiken können das.
protestant. Ehen RJH schrieb: „die Unauflöslichkeit bewahren das machen ja nicht einmal evangelische
‘Bischöfinnen’.“ Eben. Deshalb halte ich die heutzutage praktisch selbstverständliche Anerkennung einer
von getauften Protestanten geschlossenen Ehe für problematisch. – Man kann doch nicht die Augen davor
verschließen, daß schon für die Reformatoren des 16. Jh’s eine Scheidung mit Wiederverheiratung für
den unschuldigen Teil als möglich angesehen wurde. Wenn aber eine Scheidung von vornherein als möglich
angesehen wird: Wie soll man dann eine Ehe eingehn, die man zugleich als unauflöslich anerkennt?
Ehering und Priesterweihe Die Priesterweihe im Dom zu Paderborn ist um diese Stunde bereits erfolgt. Der
verstorbene Papst Joh. Paul II. hat zu diesem Fall noch seine Zustimmung gegeben. Der Papst hat die Binde-
und Lösegewalt. Es gibt nichts zu bekritteln. Nach meiner persönlichen Meinung wäre es richtiger gewesen,
Herrn Stille als ständigen Diakon einzusetzen, aber nicht zum Priester zu weihen. Zu der Frage, ob seine
Ehe gültig ist, nachdem er konvertierte, kann ich nichts sagen. Aber ich denke, dass der Herr Erzbischof
und seine Mitarbeiter da kirchenrechtlich nichts anbrennen lassen. Was mich aber echt schockt, ist die
Aussage der Ehefrau des Neupriesters: Inzwischen hat sie aber festgestellt, daß „im Prinzip nicht viel
Unterschied ist“. Das erklärte die zukünftige Priestergattin vor der ‘Tageszeitung’. Das ist für gläubige
Katholiken ein Schlag vor den Kopf. Die Dame versagt damit sowohl als evangelische Pastorenfrau im Sinne
von Martin Luther, als auch als Ehefrau eines katholischen Theologen, der heute zum Priester geweiht wurde.
Sie hätte sich besser mit ihren Äusserungen zurückhalten sollen. Der katholischen Kirche und ihrem
Ehemann hilft sie damit auf keinen Fall. Veni, Creator Spiritus!
@ Grzegorz I.: … zwei gültig getaufte evangelische Christen spenden sich nach kath. Lehre (nicht nach
evtg. Lehre!) das Sakrament der Ehe, wenn sie beim Eheabschluß vor dem evg. Pfr. (oder vor dem Standesbeamten!)
ehefähig sind, die Unauflöslichkeit bejahen, den Willen zum eigenen Kind haben und keine indispensablen
Hindernisse im Wege stehen.
@Grzegorz I KANN MIR JEMAND ERKLÄREN; WARUM DIE KATHOLISCHE EINE NICHT KATHOLISCHE HEIRAT ALS GÜLTIG
ANERKENNT? Es gibt eine spezifische katholische Eherechtslehre und ein spezifisches katholisches Eherecht,
unter welchen Umständen eine Ehe für die katholische Kirche gültig ist: Diese regeln z.B. auch die
Gültigkeit von nicht-katholisch geschlossenen Ehen durch zwei nichtkatholische Ehepartner, entsprechend
einer katholischen Eheschließung. Sobald aber ein Ehepartner katholisch ist, ist die Gültigkeit (für
die Kirche) nur durch eine kirchliche Eheschließung gegeben.
Zölibat ist gut, aber nicht wesensmäßig für das Priestertum Verheiratete Priester sind nicht so selten,
wie man vielleicht meint. So gibt es z.B. in den unierten orthodoxen und orientalischen Kirchen viele
verheiratete Priester, abgesehen von den Priestern der Orthodoxie, von denen auch viele verheiratet sind.
Der Zölibat gehört also nicht zum Wesenskern des katholisch-orthodoxen Priestertums und beide Sakramente
schließen einander nicht aus, wie sollten sie das denn auch, entspringen doch beide aus ein und derselben
Quelle, dem durchbohrten Herzen Jesu. Nichts desto trotz tut die katholische Kirche gut daran, am Zölibat
festzuhalten, da dies eine besondere Form der Imitatio Christi gerade für diejenigen ist, die in seiner
Person handeln und leben. Wenn ein protestantischer Pfarrer katholisch wird, ist das doch nur zu begrüßen,
wendet er sich doch damit von protestantischen Irrlehren ab und der wahren katholischen Kirche zu.
… was ich nicht verstehe: warum ist eine protestantische hochzeit in der katholischen kirche gültig?
dabei handelt es sich doch um kein sakrament und es ist eben keine katholische Hochzeit…warum wird das
dann anerkannt? eigentlich müsste der papst bzw. der bischof folgendes sagen: lieber protestanischer
pastor, der konvertiert ist und nun zum diakon geweiht wird. entweder verlasse sie diese frau ( mit der
sie nicht verheiratet sind, weil es sich um KEINE katholische hochzeit gehandelt hat ) und sie werden
Diakon oder sie bleiben bei dieser frau, aber daNN WERDEN SIE EBEN NICHT ZUM DIAKON GEWEIHT: NOCHMAL MEINE
FRAGE. KANN MIR JEMAND ERKLÄREN; WARUM DIE KATHOLISCHE EINE NICHT KATHOLISCHE HEIRAT ALS GÜLTIG ANERKENNT?????
@RJH, Karl Murx Abgesehen davon, daß der Weiheritus seit 1969 nicht mehr der katholische, sondern ein
anglikanischer mit unklarer Form (es wird nicht gesagt, wozu geweiht wird!) ist, dürfte die Gültigkeit
auch im Zusammenhang damit stehen, wie der/die Weihespender zur häretischen (DH, NA) und schismatischen
Konzilssekte stehen…
@ Karl Murx Wenn Sie die Gültigkeit des Weihesakramentes des Erzbischof von Paderborn, Mons. Hans-Josef
Becker anzweifeln, muß ich bei Ihnen leider die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche anzweifeln.
kirchenfeindlichen Berliner ‘Tageszeitung’ ich vermute ausser der häretischen piuspostille ist alles
kirchenfeindlich, und warte darauf bis ich lese der kirchenfeiondliche osservatore romano