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130 jüdische Rabbiner + Entführter katholischer Erzbischof wieder in Freiheit + Orthodoxer Patriarch für die künstliche Befruchtung + Die Sozialisten möchten vermehrt Kinder abtreiben + Die Kommunionspendung am Weltjugendtag + Der Herzmuskel bewegt den Roboter
130 jüdische Rabbiner beim Papst

Vatikan. Papst Johannes Paul II. empfing gestern die Mitglieder der jüdischen Stiftung „Pave the way“ – zu deutsch: Ebnet den Weg. Insgesamt waren rund 130 Rabbiner und jüdische Kantoren bei der Audienz. Die Juden dankten dem Papst für seinen Einsatz im christlich-jüdischen Dialog. Johannes Paul II. unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung von „Nostra Aetate“. Das Konzilsdokument wurde vor 40 Jahren veröffentlicht und behandelt das Verhältnis von Christen und Juden. „Möge uns dies ein Anlaß sein, unseren Einsatz für größeres gegenseitiges Verständnis zu erneuern und zu größerem Verständnis und besserer Zusammenarbeit zu finden.“ Papst Johannes Paul II. möchte, so seine Ansprache, gemeinsam eine Welt errichten, die sich immer mehr auf den Respekt des Göttlichen in jedem einzelnen Menschen stützt.

Entführter katholischer Erzbischof wieder in Freiheit

Irak. Gestern wurde Erzbischof Basile Georges Casmousa (66), nach weniger als 24 Stunden in den Händen von Entführern, wieder freigelassen. Der syrisch-katholische Erzbischof der nordirakischen Stadt Mossul war vergangenen Montag verschleppt worden. Das berichtet der Missionsnachrichtendienst ‘Misna’. Christen und Moslems im Irak reagierten erfreut. Der Papst sei erleichert über den glücklichen Ausgang des Verbrechens, ließ der Sprecher des Heiligen Stuhles verlauten.

Orthodoxer Patriarch für die künstliche Befruchtung

Rumänien. Letzten Sonntag hat die pensionierte Hochschullehrerin Adriana Iliescu 67-jährig Zwillinge zur Welt gebracht. Sie ist damit die älteste Wöchnerin der Welt. Eines der beiden Mädchen starb kurz nach der Geburt. Dies berichete der rumänische Fernsehsender ‘Realitatea TV’. Die Rumänin ließ sich neun Jahre lang mit starken Hormonpräparaten behandeln. Auf diese Weise wurde in ihr die Menstruation erneut hervorgerufen. Die Befruchtung der Eizelle erfolgte im Reagenzglas. Bogdan Teleanu, ein Mitarbeiter des Pressebüros des rumänisch-orthodoxen Patriarchen von Bukarest, begrüßte das Vorgehen der 67-jährigen Mutter. Die Bibel verkünde Liebe und Fortpflanzung für jegliches Alter.

Die Sozialisten möchten vermehrt Kinder abtreiben

Österreich. Die „Sozialistische Jugend Österreich“ verabschiedete am vergangenen Sonntag bei einer von ihr einberufenen Frauenkonferenz ein Schreiben, das die Kinderabtreibung als Menschenrecht in der europäischen Grundrechtscharta verankern möchte. Die Forderung wurde gemeinsam mit dem „Verband Sozialistischer Studenten“ und der sozialistischen Schwesterorganisation in Frankreich „Mouvement des Jeunes Socialistes“ gestellt. In Österreich und in Frankreich jährt sich heuer die straffreie Tötung ungeborener Kinder zum 30. Mal.

Die Kommunionspendung am Weltjugendtag

Deutschland. Das Presseamt der Erzdiözese Köln sucht Ministranten und Ministrantinnen für die großen Messen während des 20. Weltjugendtages im kommenden August. „Dabei geht es im wesentlichen um die Begleitung von Kommunionhelferinnen und -helfern bei der Kommunionausteilung in den beiden großen Meßfeiern.“ Damit ist das Ansuchen des „Initiativkreises“ vom 20. November 2004, die Kommunionausteilung am Weltjugendtag nach den römischen Richtlinien durchzuführen, abgelehnt. Der „Initiativkreis“ ist eine internationale Organisation von katholischen Laien und Priestern, die für das Recht auf eine integrale Verbreitung des katholischen Glaubens einsteht.

Herzmuskelzellen bewegen einen Roboter

USA. In Los Angeles hat ein Forschungsteam Zellen von Ratten mit Siliziumchips verbunden. Dies berichtete der britische Nachrichtendienst ‘BBC’. Die kalifornischen Wissenschaftler haben auf einem speziell aufbereiteten Silikonchip Herzzellen von Ratten gezüchtet. Diese Verbindung von Tier und Maschine brachten sie dazu, sich fortzubewegen. Die Bewegung wurde durch die Kontraktion der Herzzellen erzeugt. Mit dieser Methode könne man möglicherweise in Zukunft Maschinen produzieren, die bisher noch ungeahnte Aktivitäten entfalten könnten, meinten die Forscher. Vielleicht wird sich eine Tiermaschine sogar einmal selber zusammensetzen können.
      
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