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Montag, 28. Mai 2007 14:09
Rassistischer Holocaust
Nicht jeder, der durch den nationalsozialistischen Rassenwahn ums Leben kam, ist in gleicher Weise zu bedauern. Von Leo G. Schüchter.
Zigeunerin im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Zigeunerin im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
(kreuz.net) Der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Dr. Avshalom Hodik, schrieb kürzlich einen Brief an den Kurator des österreichischen Lebensschutzmuseums, Dr. Josef Preßlmayer.

Darin erklärte Hodik, daß sich der Begriff Holocaust „in der Historiographie ausschließlich auf die Vernichtung der Juden, sowie der Roma und Sinti im Dritten Reich, also auf ein ganz bestimmtes, einmaliges geschichtliches Ereignis“ beziehe.

Somit ist das Holocaust-Konzept nicht einzigartig auf eine Ganzopferverbrennung von Juden reserviert, sondern auch auf die nationalsozialistische Zigeunerverfolgung auszudehnen.

Ähnlich äußerte sich der damalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 1997 zur Debatte um ein zentrales Berliner Mahnmal für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors:

„Der Völkermord an den Sinti und Roma ist aus dem gleichen Motiv des Rassenwahns, mit dem gleichen Vorsatz und dem gleichen Willen zur planmäßigen und endgültigen Vernichtung durchgeführt worden wie der an den Juden.“

Opfer eines systematischen GenozidsOpfer eines systematischen GenozidsKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 9 Bildern zu starten.

Etwa 500.000 Angehörige der europäischen Zigeunervölker wurden von den Nationalsozialisten ermordet – ungefähr die Hälfte der damals in Europa lebenden Zigeuner.

Nach den Kriterien von Bundespräsident Herzog gehören auch die 150.000 Behinderten und Kranken zu den Opfern, die von den nationalsozialistischen Schergen aus rassehygienischen Motiven zwischen 1939 und 1945 gezielt getötet wurden.

Der deutsche Historiker Reinhard Koselleck († 2006) stellt 1998 in einem Beitrag für die Wochenzeitung ‘Die Zeit’ fest:

„Es gibt keinen Grund, die als slawische Untermenschen umgebrachten Menschen der Vergessenheit auszusetzen. Rein numerisch übersteigt deren Zahl bei weitem die der Juden und anderer Gruppen. Rund drei Millionen nichtjüdische Polen kamen gewaltsam um.“

Der Historiker fragte auch, warum die dreieinhalb Millionen russischen Kriegsgefangenen bei Gedenkfeiern und Mahnmalen vergessen würden. Diese habe man ebenfalls aus Motiven des Rassenwahns als „slawisch-minderwertige“ Menschen verhungern lassen.

Bei der Debatte um das in Berlin anvisierte zentrale Mahnmal gab es Mitte der 90er Jahre zwei Parteien: die Vertreter des Holocaust-Konzeptes um die Journalistin Lea Rosh und die Befürworter eines Denkmals für alle Opfer der rassistischen und totalitären Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus.

Letztere mahnten, daß man nicht die Sichtweise der nationalsozialistischen Rassenideologen übernehmen dürfe, indem man die rassistischen Wertabstufungen von Menschen bei den Opferkategorien und Gedenkformen fortsetze.

Es gebe bereits in der Öffentlichkeit und in der offiziellen Gedenkkultur eine bedenkliche Hierarchisierung von Opfern des Nationalsozialismus.

„Die Vernichtungskategorien“ – so wieder Koselleck – „wurden von den Rasseideologen der SS entwickelt, sortiert und exekutiert – der Tod war der gleiche, so einmalig und so verschieden die Menschen auch waren, die unschuldig in diese Mordmaschine eingeschleust wurden.“

Die Vorstellung der unteilbaren Menschenwürde und der gleichen Menschenrechte für alle Opfer hatte bei den politischen und medialen Einpeitschern des Holocaust-Konzeptes keine Chance.

Allen voran marschierten Lea Rosh und Ignatz Bubis († 1999), der damalige Vorsitzende des ‘Zentralrats der Juden in Deutschland’.

Sie setzten „mit unüberbietbarer Intoleranz durch, ein Denkmal nur für die ermordeten Juden zu schaffen, unter striktem Ausschluß jeder anderen Opfergruppe“ – so Koselleck.

In diesem Zusammenhang ist zu fragen, ob der von der Stadt Frankfurt ausgelobte „Ignatz Bubis-Preis für Verständigung“ – der alle drei Jahre mit einer Dotation von 50.000 Euro vergeben wird – eine staatliche Wiedergutmachungsaktion für Bubis Intoleranz ist.

Auch internationale jüdische Organisationen machten Druck auf die damalige Bundesregierung.

Der mächtige ‘Jüdische Weltkongreß’ forderte Bundeskanzler Helmut Kohl schon im Jahr 1991 definitiv auf, nur einem Exklusivdenkmal für die ermordeten Juden zuzustimmen.

Nachdem entschieden war, eine Gedenkstätte alleine für die jüdischen Opfer zu errichten, blieb nur die Alternative übrig, für die anderen Opfergruppen jeweils eigene Mahnmale zu fordern oder anzustoßen.

Die makabre Ironie dieser zweiten Lösung bestehe darin, schreibt Koselleck, daß „wir uns weiterhin an die Häftlingskategorien der SS halten, die in den Konzentrationslagern alle so oder so definierten Gruppen gegeneinander ausspielte“.

Unter diesen Umständen forderte der Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland eine eigene Gedenkstätte in „räumlicher Nähe“ zu dem Mahnmal für die ermordeten Juden.

Die beiden Denkmäler sollten auch „gestalterisch verbunden“ sein, um eine gleichartige Würdigung der Opfer zumindest anzudeuten.

Selbst diesen Ansatz lehnte Ignatz Bubis ab.

Er brüstete sich sogar in unüberbietbarem Zynismus mit der öffentlichen Feststellung, daß er sich zwischen der Gedenkstätte für die Juden und dem Gedenkort für die Opfer der Sinti und Roma höchstens „eine gärtnerische Verbindung“ vorstellen könne.

Auch darin zeigt sich ein rassistischer Ansatz der Holocaustbetreiber.

Als Romani Rose (60) – der Zentralratsvorsitzende der Sinti und Roma – Ignatz Bubis Apartheidsdenken vorwarf und von „Ausgrenzung“ und „Selektion“ sprach, fühlte sich dieser ertappt, spielte öffentlich den Beleidigten und ließ alle weiteren Gespräche über eine Verbindung der Gedenkstätten – und damit über ein gleichwürdiges Gedenken der Opfer – absagen.

Sogar der deutsch-jüdische Publizist Raphael Seligmann (59) fordert inzwischen: „Im Gedenken sollte man von einer Selektion absehen.“

Ab Mitte der 90er Jahre wurde über den Gedenkstättenort für die ermordeten Juden und die Denkmals-Entwürfe gestritten.

Zu dem letztlich realisierten Eisenman-Entwurf gab es ein Vorbild im ehemaligen Konzentrationslager Treblinka.

Dort sind 16.000 Grabstelen aus Granit aufgestellt, in menschlichen Ausmaßen gestaltet und in unterschiedlichen Abständen plaziert, dem unterschiedslosen Gedenken von 800.000 unterschiedlichen Menschen gewidmet.

Dagegen wirkt der fußballfeldgroße Monumentalismus des Berliner Holocaustums, von dem amerikanisch-jüdischen Architekten Eisenman entworfen, beängstigend und bedrückend.

Bei dieser Ästhetik des Monumentalen, dem militärisch-martialischen Massenaufmarsch von Massenblöcken, einer Demonstration von Brutalität in Stein, haben manche Betrachter ein alptraumhaftes Déjà-vu-Erlebnis totalitärer Dimensionen.

Offenbar sind die Apartheidsprinzipien des Holocaust-Konzeptes auch in den ästhetischen Kategorien des Gedenkstättenkonzepts durchgeschlagen.

Die Grundideen der Holocaust-Ideologie, die vor dreißig Jahren in den USA entwickelt wurden, reproduzieren anscheinend die rassistischen Ideen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa und Nordamerika weit verbreitet und tief in der europäischen Geistesgeschichte verankert waren.

Dieser Rassismus geht auf die europäische Aufklärung zurück.

Die in Europa assimilierten und integrierten liberalen Juden haben diesen Rassismus der aufgeklärten Moderne mitgetragen – etwa gegen die Schwarzen in Amerika oder gegen die Zigeuner in Europa.

Heute wird dieses rassistisch bestimmte Denken von jüdischen und nichtjüdischen Holocaustideologen auf subtile Weise in den Opferkategorien des Nationalsozialismus erneuert.

Bemäntelt mit dem hehren Kampf für Gerechtigkeit und für die Opfer des Antisemitismus wird gerade von jüdischen Organisationen mit alten Kategorien ein neuer Rassismus gefördert.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 458 Lesermeinungen:
Dienstag, 12. Juni 2007 17:51
Schopenhauer: @ Manuel
Das sind keine Parteien mit einem rechtsgerichteten Programm. Rechtspopulisten werden von diesen Parteien ausgeschlossen, siehe Beispiel Martin Hohmann.

Seit wann ist die Union keine rechte Partei? Berlusconi ist israelfreundlich. Hamburgs Ex-Innensenator Schill hat eine Pro-Israel Haltung vertreten.
Rechtsradikale für Israel

Nächstes Beispiel, ein Blog:
Initiative Verteidigt Israel, Kiel

Auch da sucht man natürlich nicht lange um etwas antideutsches zu finden:
Massenmord made in Germany
Zu den Tätern des 11. September und ihren nützlichen Idioten

Von der HSG Studierende für Israel, Kiel und der Antifa Kiel


Natürlich sucht man da nicht lange!
Was genau soll an dem Blog oder an dem Artikel „antideutsch“ sein? Der Artikel ist völlig zutreffend.
Ich weiß ziemlich gut über antizionistische Linke bescheid. Grundsätzlich dürften Linksradikale eher Israelfeindlich eingestellt sein. Bspw. die großen Zeitungen „Neues Deutschland“ oder „Junge Welt“, die regelmäßig antizionistisch verbrämten Antisemitismus servieren. Israelfreundliche Zeitungen wie die von der JW abgespaltene „Jungle World“ verkaufen sich dagegen eher schlecht als recht.
Außerdem ist die „antideutsche“ Haltung mancher Linker ein Produkt Bismarckscher Einigungspolitik und keineswegs eine Folge der Nazis. Bismarck hat eine Politik betrieben die darauf hinaus lief Dtl. und Konservatismus in eins zu setzen. Dagegen wehren sich „Antideutsche“.

des Likud-Blockes, eine rechtsgerichtete Partei.

„Rechts“ ist nicht „Nazi“!
Dienstag, 12. Juni 2007 01:26
Manuel: @ Schopenhauer
Die Politik Israels wird schon lange von rechten Parteien eher unterstützt als von linken. Die CDU vertritt Israel-freundlichere Positionen als die SPD.

Das sind keine Parteien mit einem rechtsgerichteten Programm. Rechtspopulisten werden von diesen Parteien ausgeschlossen, siehe Beispiel Martin Hohmann.

Schwachsinn! Sharon steht für eine konservative Politik.

Sharon war der Führer des Likud-Blockes, eine rechtsgerichtete Partei. Erst am Ende seiner Karierre wurde er gemäßigter.

Zeigen Sie mir mal wo es solche Antifas gibt. Die Antifas laufen gewöhnlich mit Palästinenser Tuch um den Kopf herum.

Die linken Antizionisten sind die Palituch-Träger. Zum Programm der Antifas gehört die Solidarität mit Israel. Beispiele:

Antifa-Freiburg:
Gegen jeden Antisemitismus!
Zur notwendigen Verteidigung Israels


Man sucht nicht lange, bis man das typische „Antideutsche“ findet:

Nie wieder Deutschland!

Nächstes Beispiel, ein Blog:
Initiative Verteidigt Israel, Kiel

Auch da sucht man natürlich nicht lange um etwas antideutsches zu finden:
Massenmord made in Germany
Zu den Tätern des 11. September und ihren nützlichen Idioten

Von der HSG Studierende für Israel, Kiel und der Antifa Kiel


Antifa Mainz, Israelsolidarität und antideutsch in einem Artikel:
Solidarität mit Israel!
Deutschland das Existenzrecht entziehen!


Genügen diese Beispiele? Sie sind nicht richtig informiert über Antifa einerseits und linken Antizionisten andererseits.
Montag, 11. Juni 2007 23:37
Schopenhauer: @ Pünkten u. Manuel
In welchen Rechts-Parteien findet man Philosemiten?

Die Politik Israels wird schon lange von rechten Parteien eher unterstützt als von linken. Die CDU vertritt Israel-freundlichere Positionen als die SPD. Die amerikan. Rep. genauso. Auf der neokonservat. Seite kath.net findet man fast durch die Bank israelfreundliche Artikel.
Die dänischen Rechtsparteien bspw. sind nicht erst seit den Mohammed Karikaturen entschieden pro-israelisch.

Die radikalen Antifas hingegen, die ihren Philosemitismus

Zeigen Sie mir mal wo es solche Antifas gibt. Die Antifas laufen gewöhnlich mit Palästinenser Tuch um den Kopf herum.

Beide vertraten eine rechtsradikale Politik.

Schwachsinn! Sharon steht für eine konservative Politik. Konservativ nicht in dem Sinn des Weichspüler Konservatismus der CDU (eher rechte Sozialdemokratie), sondern des Kons. der britischen Torries oder der amerik. Rep. Sharon hat die Kadima gegründet um aus dem Gaza Strip abziehen zu können!

nicht aber das, was sie belegen müßten

Hä? Es ging darum was die Kirche der gläubigen Frau und Mutter von fünf Kindern rät, die von ihrem ungläubigen, rüpelhaften und HIV-positiven Mann bedrängt wird. Und auch hier verbietet die Kirche Kondome!

Da Sie hier immer den großen Humanisten, Aufklärer und Menschenrechtsaktivisten geben, darf man wohl fragen, wie Sie dazu kommen, einem Meinungsgegner, dem Sie erkennbar nicht gewachsen sind, den Tod zu wünschen!

Gehts vielleich noch dramatischer? Mir kommen schon die Tränen!
Montag, 11. Juni 2007 13:53
Manuel: @ Schopenhauer
Sharon ist nicht LePen.

Beide vertraten eine rechtsradikale Politik. Während die wenigsten Frankophilen die Politik LePens unterstützen dürften, unterstützten die Philosemitien die Politik Sharons uneingeschränkt.

Womit wieder mal jeder die Israel positiv gegenüber steht als „Deutschen-Feind“ gebrandmarkt werden soll.

Dieses Ziel verfolge ich mit Sicherheit nicht. Ich stehe grundsätzlich Israel positiv gegenüber, trotzdem kann ich nicht jede Aktion Israels rechtfertigen und schon gar nicht würde ich mich oder jeden, der Israel positiv gegenüber steht, als „Deutschen-Feind“ betrachten. Die radikalen Antifas hingegen, die ihren Philosemitismus in ihrer uneingeschränkten Solidarität zu Israel zur Schau tragen, outen sich selbst als „Deutschen-Feind“.

Auch findet man ihn bei bürgerlichen Rechts-Parteien.

In welchen Rechts-Parteien findet man Philosemiten? Bitte Beispiele.
Montag, 11. Juni 2007 01:33
GerdEric: @Liberalsozialist
Liberalsozialist: Wenn der Messias ofenbart wird werden sie bestimmt hüpfen vor Freude ohne zu wissen dass er unter seiner Schirmmütze zwei Hörner hat.
Der wird aber gestürzt werden von einem der schonmal hier war…


Ups.

Wollen Sie mir Angst machen,
dass Sie unter der Schirmmütze hervor kriechen?

na, und wer war schon mal da?
genau!
Karl Marx?

nun, den halte ich zwar weder für den Messias und auch nicht für dessen Wegbereiter…
Montag, 11. Juni 2007 00:10
J’sus †: Von der Redaktion entfernt
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