Mission? + Unter Freunden + Päpstliche Publicity + Abtreibung in Cannes + 30 Jahre vor dem Konzil?
Papst Benedikt XVI.: Der interreligiöse Dialog muß ein Hauptziel der Thomaschristen sein.
Mission?
Vatikan. Gestern empfing Papst Benedikt XVI. den Großerzbischof Baselios Mar Cleemis – das
neue Oberhaupt der mit Rom unierten syro-malankarischen Kirche. Deren Mitglieder werden auch Thomaschristen
genannt. Der Großerzbischof wurde im Februar gewählt und vom Papst bestätigt. Benedikt XVI. ermutigte
die Thomaschristen zur Ökumene und zum interreligiösen Gespräch. Der Dialog mit den anderen Religionen
müsse zu den Hauptzielen der syro-malankarischen Kirche zählen.
Unter Freunden
Vatikan. Papst Benedikt
XVI. hat am Pfingstsonntag den emeritierten Münchner Philosophieprofessor Robert Spaemann zu einem vertraulichen
Gespräch empfangen. Spaemann feierte am 5. Mai – drei Wochen nach dem Papst – seinen 80. Geburtstag.
Das letzte Foto von Madeleine am Tag ihrer Entführung
Päpstliche Publicity
Vatikan. Die britischen Eltern der Anfang Mai in Portugal entführten vierjährigen
Madeleine McCann werden bei der morgigen Generalaudienz den Papst treffen. Das gab ein Sprecher der Familie
bekannt. Die Eltern erhoffen sich von dem Treffen eine persönliche Ermutigung und Werbung für ihre internationale
Suchkampagne.
Abtreibung in Cannes
Frankreich. Die Goldene Palme des Internationalen Filmfestivals von
Cannes in Südfrankreich wurde dieses Jahr einem Abtreibungsdrama verliehen. Der rumänische Film ‘4 Monate,
3 Wochen und 2 Tage’ erzählt die Geschichte der schwangeren Rumänin Gabita, die im Jahr 1987 in Bukarest
ihr Kind trotz Abtreibungsverbot schlachten will. In einem schäbigen Hotelzimmer sucht sie mit einer
Freundin einen Kinderabtreiber auf. Statt Geld fordert dieser als Gegenleistung für das Tötungsdelikt
Prostitution. Die blutige Kinderleiche im Alter von 4 Monaten, 3 Wochen und 2 Tagen ist im Film auf dem
Badezimmerboden zu sehen.
30 Jahre vor dem Konzil?
Italien. Der liberale Erzbischof von Mailand, Dionigi
Kardinal Tettamanzi, würdigte Papst Pius XI. († 1939) anläßlich seines 150. Geburtstag, den er am 31.
Mai gefeiert hätte. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘Ansa’. Pius XI. war vor seiner
Wahl zum Papst Erzbischof von Mailand. Kardinal Tettamanzi glaubt, daß es Pius XI. zu verdanken sei,
„wenn sich heute ein Gefühl für die Wichtigkeit von Gewissens-, Ausbildungs- und Informationsfreiheit
durchgesetzt hat“.
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18 Lesermeinungen
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Josefus Sie haben recht! Das Perverse ist in erster Linie die Bereitschaft ein Kind zu töten und nicht
die Umstände, die für solch ein Verbrechen hinderlich oder förderlich sind! Der in Cannes ausgezeichnete
Film erweckt – unabhängig von der Frage seines künstlerischen, dramaturgischen oder gar „dokumentarischen“
Wertes – „tödliches Mitleid“, Mitleid mit den Tätern, denen „humanere“ Tatumstände zu wünschen seien.
Die Humanität von Ungeborenen wird nämlich geleugnet, obwohl fast alle Leugner es besser wissen und
die Inhumanität des Metzelns und Mordens der wehrlosen Ungeborenen wird durch Euphemismen und gezielte
Desinformation verschleiert. Vor allem sind es die Täter selber, die einen unstillbaren Durst danach
haben, ihre Untat nachträglich reingewaschen und gerechtfertigt zu sehen. Und so erklärt es sich auch,
daß ein Großteil der abtreibungsfreudigen Kulturschickeria die Tränen von „Müttern in Not“ in cinematographischen
Alabasterfiolen einfangen, die Megatonnen an Blut aber, die bei ihren und ihresgleichen tag-täglichen
Kindstötungen fließen, der Kanalisation des Verdrängens und Leugnens überantworten.
Teuflisch Nur weil eine Mutter, ein Vater, eine Gesellschaft keine Verantwortung für ein eigenes Kind
tragen will, gibt es ihnen absolut kein Recht es zu vernichten. Das Kind ist unschuldig, hilfsbedürftig,
auf andere angewiesen. Diese Verantwortung wahrzunehmen, indem man das Kind brutal vernichtet, ist teuflisch.
@Josefus @flaneur Josefus: Pervers Was soll dieses Abtreibungsdrama uns wohl sagen? … wieso aber nicht
die gleiche Erschütterung bei Mord an dem noch nicht geborenen Kind. Endlich einmal einer der die richtigen
Fragen stellt. Wenn Sie es jetzt noch schaffen, aus Ihrem römisch-katholischen Denkghetto heraus zu kommen
und ein paar Antworten zu finden, wie Sie nicht von der Altmännerherrschaft in Rom vorgekaut wurden,
dann sind Sie auf dem richtigen Weg die Antworten auf Ihre beiden Fragen oben zu finden. cyberflaneur:
pro choice klingt nach nem interessanten film, der ‘4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage’ den sollte ich mir
wohl anschauen, wenn sektierer schon anfangen zu pöbeln. Zum einen ist der Film sehenswert, zum anderen
benötigen Sie starke Nerven. Was gezeigt wird, sind die Folgen eines absoluten Abbruchverbotes auf die
Menschen allgemein und auf Freundschaft zweier Frauen im besonderen. Vielleicht informieren Sie sich vorher
über die Zustände in Rumänien unter Ceausecu. Das Stichwort ist „Dekret 770“. PS: übrigens ist es
typisch für blutrünstige Despotien und streng konservative Regenten, dass sie gerade und vor allem gegen
Frauen sehr streng strafrechtlich vorgehen, wenn sie eine Schwangerschaft beendet haben. Die Herrscher
glauben, dass sie selbst Anspruch auf das Kind haben, als Soldat, als Kirchenmitglied, als Untertan und
Rentenzahler und dass ihnen durch die Abtreibung ihr Eigentum genommen wurde. Warum das aber die „Religion
der Liebe“ auch durchsetzen will, ist mir ein Rätsel.
#15 Nachtlaterne 17:53:20 | Dienstag, 29. Mai 2007
virfortis nein, hass bringt nichts und hassen tu ich auch nicht. was sich hier aber alles im namen der
menschlichkeit geklesitet wird schreit unaufhörlich zum himmel! „ihr lebt in einer menschheit, die eine
neue zivilisation des atheismus und der unmenschlichkeit errichtet hat. man liebt nicht mehr, man achtet
vbdas leben und die güter des nächsten nicht mehr, die flammen der selbstsucht und des hasses töten
die samen des guten, die immer noch in den herzen der menschen aufkeimen. die armen werden im stich gelassen,
die kleinen werden in fallen gelockt und mit der vergifteten speise des skandals genährt. die jugendlichen
werden mißbraucht und frühzeitig zu schlechten erfahrungen verführt und die familien werden entweiht
und zerstört… wie groß ist eure verwüstung. wie dicht ist die finsternis, die euch einhüllt. in
welche abgründe seid ihr gestürzt!“ blaues buch s. 757
nachtlaterne hass bringt nichts. finden sie zuversicht in der gewissheit dass gott letztendlich alle zur
verantwortung ziehen wird die sich des verbrechens mitschuldig machen. viele schon im diesseits. sehr
viele sind bereits innerliche wracks obwohl sie nach aussen grinsen…
#11 Nachtlaterne 17:28:37 | Dienstag, 29. Mai 2007
man befürchtet… … blutige abtreibungen in hinterzimmern bei nichtlegalisierung der abtreibungen.
es geht also im zimmer eines regulären abtreibers nicht blutig zu und da wird also kein kind abgeschlachtet
und der abtreiber ist also nicht militant gegen das abzutreibende kind? ich hasse die so genannten argumente
der abtreibungsbefürworter schlimmer wie die pest. mit ihren scheinargumenten stoßen sie das tor zum
tode sperrangelweit auf und selbst unsere geistlichen schweigen in der mehrheit lau und liberal zur millionenfachen
abtreibung jesu christi.
#10 cyberflaneur 17:00:28 | Dienstag, 29. Mai 2007
pro choice klingt nach nem interessanten film, der ‘4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage’ den sollte ich mir
wohl anschauen, wenn sektierer schon anfangen zu pöbeln.
Pius XI. Tatsächlich war es Pius XI., Papst von 1922-1939, der aus der Lehre seiner beiden Vorgänger
die Konsequenz gezogen hat, dass der Katholizismus niemals mit einer totalitären Ideologie verwechselbar
sein dürfe (Verbot der „action francaise“ 1926). Kurz vor seinem Ableben, im September 1938, hat er „katholisch“
motiviertem Antisemitismus für alle Zukunft den Boden entzogen. Wer das Konzil bekämpft, bekämpft eigentlich
schon Pius XI., den in den Konzilsaussagen (nach Pius XII.) (zweit-) meist zitierten Papst.
Pervers Was soll dieses Abtreibungsdrama uns wohl sagen? Die arme Frau, die ihr Kind abtreibt, muss so
unter dem perversen Arzt leiden, (ist es nicht genauso pervers, dass er das Kind tötet) leiden, weil
Abtreibung verboten war und in der Illegalität geschah. Deswegen muss das Kind ja auch schon über 4
Monate alt sein. Ganz Deutschland ist erschüttert, wenn ein Mutter ihr geborenes Kind verwahrlosen lässt,
wenn Eltern ihr Kind misshandeln, wieso aber nicht die gleiche Erschütterung bei Mord an dem noch nicht
geborenen Kind.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Markus 10, 28-31 In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du
weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder,
der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder
oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser,
Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden
Welt das ewige Leben. Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten
werden die Ersten sein.
Robert Spaemann: Die europäische Kultur und der banale Nihilismus oder: Die Einheit von Mythos, Kult
und Ethos „Der christliche Kult ist Vergegenwärtigung eines Opfers. Das Opfer ist die reale und gewaltsame
Negation der Selbstbehauptung des Endlichen gegenüber Gott. „Nicht mein Wille, sondern der Deine“, sagt
Christus zu Beginn seines Leidens. Das Opfer von Golgotha ist daher Ende aller Opferaltäre der Geschichte,
weil es die Erfüllung der Intention aller dieser Altäre ist. In der Mitte des kultischen Opfers der
Kirche steht die Transsubstantiation – das Paradigma aller Kunst Europas, die mehr war als bloße Unterhaltung.
Durch mehr als ein Jahrtausend war die Feier dieses Kultus Kern der künstlerischen Kultur und des Kontinents,
eine unaufhörliche Quelle der Inspiration für bildende Kunst, Dichtung und Musik bis in die Mitte unseres
Jahrhunderts. Es muß erlaubt sein, darüber nachzudenken, warum das seit den sechziger Jahren plötzlich
und vollständig aufgehört hat. Zu der kulturrelevanten Selbsterneuerung der Kirche gehört in erster
Linie die Wiederherstellung einer Feier der Messe, in welcher der Mysteriencharakter, der Opfercharakter
und der Gebetscharakter unmißverständlich hervortritt“ Das Zitat stammt aus dem oben genannten Aufsatz.
Dieser und andere Aufsätze, Vorträge, Audio-Files von Spaemann sind >>hier www.kreuz.net/bookentry.1117.html<<
zu finden!
Spaemann ein großer Befürworter der tridentinischen Messe Papst Benedikt XVI. hat am Pfingstsonntag
den emeritierten Münchner Philosophieprofessor Robert Spaemann zu einem vertraulichen Gespräch empfangen.
Aber hallo! Läuten da nicht bei einigen schon alle Glocken? Bereits 1999 tat sich nämlich folgendes:
dokumentierte der oberste vatikanische Glaubenswächter, Kardinal Josef Ratzinger, in Weimar seine Einigkeit
mit den kirchlichen Traditionalisten. Mit dem Gesicht zu Kreuz und Altar und mit dem Rücken zur Gemeinde
feierte er ein Pontifikalamt im alten tridentinischen Ritus. Die Messe war Bestandteil eines Treffens
der Laienorganisation „Pro Missa Tridentina“, die sich für die Pflege der alten Liturgie einsetzt. Bei
einem Empfang nach dem Gottesdienst drückte der zweite Vorsitzende der Vereinigung, der Philosoph Robert
Spaemann, die Hoffnung aus, daß das Pontifikalamt dazu beitrage, den dem klassischen römischen Ritus
„gebührenden Platz in der Katholischen Kirche Deutschlands zurückzugewinnen“.
Auch die Kleriker sind entbehrlich und können zum Teufel gehen… sollen etwa nur die anvertrauten Seelen
büßen für den Frevel des Verrats der Kirche? Auch die Kleriker soll es treffen und die Oberhirten.
Davon zeugen die toten Priester in der Vision Fatimas. Jeder, der es mit dem Teufel hält, der soll auch
mit dem Teufel ins Verderben fahren. Die Hurerei dieser Kirche mit den Antichristen ist eine himmelschreiende
Schande!
Idiotie ich frage mich ernsthaft, wie Mission in dieser Kirche überhaupt noch funktionieren soll Die
Kirche hat genug missioniert. Diese Mission brachte unzähligen Menschen den Tod. Wenn sie den Wahrheitsanspruch
aufgibt Würde sie endlich etwas vernünftiges bringen. Ihre dämliche Anbiederung an falsche Religionen
vernichtet Seelen Christliche Intoleranz hat mehr als genug Seelen vernichtet.
leider weicht Benedikt nicht ab von der Idiotie des interreligiösen Dialogs… ich frage mich ernsthaft,
wie Mission in dieser Kirche überhaupt noch funktionieren soll, wenn sie sich selbst den Anstrich gibt
nur eine Option unter vielen zu sein. Wenn sie den Wahrheitsanspruch aufgibt, dann ist der Glaube nutzlos.
Ihre dämliche Anbiederung an falsche Religionen vernichtet Seelen. Sie glaubt damit, den Frieden zu bewahren,
den Christen zu helfen. Treulose Kirche! Ein Scheinfrieden ist’s, Bequemlichkeit ist’s, Unwille und Kleinmut
ist’s, der Dich zum Dialog treibt. Ein scheinheiliger Dialog, Verrat begehst Du! Mit seiner Anerkennung
anderer Religionen ist der jetzige Papst ein Häretiker ebenso wie sein Vorgänger. Das sind die Früchte
des verruchten Konzils. Wann kommt die Kirche endlich wieder zur Besinnung?