Politik
Die christdemokratische ÖVP als Steigbügelhalterin der „Grünen“?
Ein bekannter katholischer Rechtsanwalt wendet sich gegen die politische Verfilzung im Bundesland Niederösterreich. Eine Zusammenarbeit der dortigen Christdemokraten mit den „Grünen“ wäre eine Verleugnung der christlichen Wurzeln der ÖVP und ein Verrat an ihren Wählern. Die ÖVP werde zur Etikettenschwindlerin.
(kreuz.net, St. Pölten) Am 31. Dezember 2004 hat der bekannte niederösterreichische Rechtsanwalt und Vertreter von PRO VITA, Dr. Alfons Adam, drei Anfragen an den christdemokratischen Regierungschef seines Bundeslandes, Erwin Pröll, geschickt. Pro Vita ist eine katholische Bewegung für das Menschenrecht auf Leben. Niederösterreich ist das österreichische Bundesland im Umkreis von Wien. St. Pölten ist die Hauptstadt von Niederösterreich.

Dr. Adam berichtet in einer Aussendung, es sei ihm zu Ohren gekommen, daß das Land Niederösterreich auf Betreiben der ÖVP Dienstposten einzurichten beabsichtigt, die mit Funktionären der „Grünen Partei“ besetzt werden sollen. Ziel dieser Dienstposten sei, den grünen Parteifunktionären ein arbeitsloses Einkommen zu sichern, damit sie sich ihrer Parteiarbeit widmen können. Die „Grüne Partei“ ist eine politische Gruppierung des linksextremen Spektrums. Trotz einer angeblichen besonderen Ausrichtung dieser Gruppierung auf den Naturschutz, ist sie eine radikale Verfechterin der Kinderabtreibung und der Vernichtung von Leben im Mutterschoß.

In Niederösterreich sollen sich hohe Funktionäre der ÖVP außerdem bei Bankinstituten darum bemühen, daß den lokalen „Grünen“ Kredite gewährt würden. Es sei darum nicht mehr auszuschließen, daß die ÖVP von Niederösterreich insgeheim plane, eine Zusammenarbeit mit den Grünen in der Landespolitik einzuleiten.

Dr. Adam informiert die Öffentlichkeit, daß der niederösterreichische Landeshauptmann bisher auf seine Anfrage nicht geantwortet habe.

Es sei darum zu befürchten, daß die christdemokratische ÖVP nach Oberösterreich jetzt auch in Niederösterreich eine Zusammenarbeit mit den Grünen planen. Eine solche Zusammenarbeit sei eine Verleugnung der „christlichen Wurzeln“ der ÖVP und betrüge die christlichen Wähler dieser Partei.

Im Lichte dieser jüngsten Entwicklungen sehe es danach aus, daß die kürzlich in St. Pölten erfolgte Verleihung eines „Kulturpreises“ an den Religionsbeschmutzer Hermann Nitsch durch den christdemokratischen Landeshauptmann kein einmaliger Ausrutscher gewesen sei, sondern die Richtung verrate, in welche die ÖVP zu marschieren gedenke.

Auf diese Weise werde das Christliche im Parteiprogramm der ÖVP zum Etikettenschwindel. Die Zusammenarbeit der Partei mit einer politischen Gruppierung, die der Kirche offen als Feind gegenüberstehe, sei für christliche Wähler der ÖVP nicht tragbar.

In Zukunft sei es notwendig, genau zu prüfen, welchen Beruf Grünpolitiker ausübten und wie sie sich in die Landespolitik Niederösterreichs einbrächten.

Dr. Adam bittet, beim österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und beim niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll gegen die politischen Absichten der ÖVP zu protestieren. Es sei notwendig, beiden Politikern mitzuteilen, was Katholiken von einer Zusammenarbeit der österreichischen Christdemokraten mit dieser „antichristlichen Partei“ halten würden.
      
4 Lesermeinungen
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#4   richard   22:20:58 | Samstag, 15. Oktober 2005
Ja, Wölfe im Schafspelz!
Ich unterstreiche jedes Wort von Bonifatius. Besonders gut dokumentierbar bei Josef Fischer, der sogar deutscher Außenminister werden konnte. Die ganze Welt lachte über diese politische Narrheit, einen Einpeitscher der Rotfrontgang, brutalen Polizistenprügler und Molotow-Cocktailwerfer, RAF-Sympathisanten, engen Kumpan des bekennenden Kinderschänders Daniel Cohn-Bendit usw. usf. zum Außenminister eines der wichtigsten Länder Europas zu machen. Durch die US-„re-education“ ist jedoch dieses Volk politisch derartig verblödet, daß man ihm jede Person mit noch so üblem Hintergrund als „Heroes“ verkaufen kann. Gilt natürlich auch für Österreich. Und die „christliche“ ÖVP will sich zukünftig mit eindeutig Linksextremen in das politische Ehebett legen. Das Etikett „christlich“ war in diesem Lager immer ein Riesenschwindel, nur merken es die breiten katholischen Wählermassen noch nicht! Ich kann, denke ich an diese ÖVP (und auch CDU/CSU), gar nicht so viel kotzen, wie ich möchte.
Richard
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#3   bonifatius   22:41:39 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Wölfe im Schafspelz
Die Grünen sind Wölfe im Schafspelz. Sie vertreten eine Ersatzreligion. Im übrigen rekrutieren sie sich in der BRD wie vermutlich auch in Austria aus den sog. gut situierten Kreisen (wurde in der BRD bei Wahlanalysen festgestellt). Dem Staat, d.h. uns Steuerzahler kosten sie ein Heidengeld und werden sicherlich in einigen Jahren als Hauptursache einer neuen Armut in den früheren Wirtschaftswunderländer genannt. Wenigstens haben sie , wie auch die ÖVP, kein C in ihrem Emblem.
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#2   Yersinia   18:37:16 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Christen in der Grünen Partei
Die Partei der Grünen wurde zumindest in Österreich zu einem wesentlichen Teil von katholischen Christen mitgegründet und wird von solchen mitgetragen – dies ganz eindeutig mit dem Impetus, jene „größere Hoffnung“ (1Petr3,15) in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen, die Christen erfüllt; diesen Beweggrund habe ich selbst miterlebt.
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#1   sttn   16:43:18 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Aus bundesdeutscher Sicht
Sorry, aber als BRDler muß ich ein wenig schmunzeln. Soll nicht böse gemeint sein und ist nicht böse gemeint.
Nur haben wir BRDler wie allgemein bekannt ist sogar einen grünen Außenminster (der auch bei vielen Katholiken im hohen Ansehen steht) und es gibt unzählige Koalitionen zwischen der CSU/CDU und den Gründen auf Komunaler Ebene. Und es würde niemanden wundern wenn es auch mal Koalitionen auf Landesebene geben würde…
Deshalb schmunzle ich ein wenig über diesen Artikel. Nicht böse sein, ist auch nicht böse gemeint, nur stellt man halt in der BRD fest das die Grünen nicht soooo schlim sind wie oft gerne behauptet wurde.
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