Eine argentinische Zeitung kündigte an, daß die Freigabe der Alten Messe unmittelbar bevorsteht. Die Freigabe scheint einen – großen – Haken zu haben.
(kreuz.net, Buenos Aires) Am Samstag hat in Sachen Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe eine neue
mediale Ankündigungswelle begonnen.
Der Vatikanist der internationalen Nachrichtenagentur ‘Associated
Press’, Frau Nicole Winfield, widmete der Alten Messe einen ausführlichen Hintergrundbericht.
Ihr Artikel
faßt die Ereignisse und Kommentare zum Motu Proprio der letzten Monate zusammen. Er erschien in vielen
auflagenstarken englischen Tageszeitungen, wie zum Beispiel in der US-Tageszeitung ‘New York Times’.
„Wir können nicht zurück“
Die einzige neue Information im Artikel ist eine Stellungnahme des liberalen
belgischen Erzbischofs von Mechelen-Brüssel, Godfried Kardinals Danneels (73).
Der Kirchenfürst warnt
vor ‘Associated Press’, daß eine Verbreitung der Alten Messe die Kirche spalten könnte.
Je nach dem,
wie das Dokument geschrieben sei, könnte es zu einer „Verneinung“ der Reformen des Zweiten Vatikanischen
Pastoralkonzils führen. Als Beispiel nennt der Kardinal die Religionsfreiheit.
Der Ritus sei nicht das
Entscheidende, sondern was danach komme: „Wir können nicht zurück. Das Zweite Vatikanum ist ein Konzil
wie all die anderen“ – erklärt Kardinal Danneels über das Pastoralkonzil.
Vetorecht der Bischöfe
Heißes berichtete auch der Vatikanist der argentinischen Tageszeitung ‘Clarin’ – Julio Algañaraz. Er
wußte am Sonntag, daß die Veröffentlichung des Motu Proprio unmittelbar bevorstehe: „Alles ist bereit.“
Algañaraz beruft sich auf ungenannte vatikanische Quellen.
Der Vatikanist wartet auch mit Details aus
dem Text auf.
Der Papst werde zwar die gegenwärtige Einschränkung des Alten Ritus aufheben. Aber ein
Diözesanbischof könne die überlieferte Messe in seiner Diözese verbieten, sofern er dem Vatikan vorausgehend
seine Gründe für diesen Entscheid darlege – so Algañaraz.
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Alter Ritus? Ich bin mit beiden Riten aufgewachsen und muss ehrlich eingestehen, dass ich den alten Ritus
wesentlich schöner finde. Da ich auch noch den alten Schott habe, kann ich diesen Messen problemlos folgen,
denn dieses Gebetbuch ist bilingual aufgesetzt. Zudem vermittelt es ein umfangreiches Wissen zur Liturgie
durch Erläuterungen, was ich sehr informativ finde, denn wer weiß denn schon noch, was hinter den einzelnen
Ritualen steht, die ein Priester während der Messe durchführt. Im heutigen Religionsunterricht erfährt
man doch nur noch alles zu sämtlichen anderen Religionen, nur nichts mehr zu der eigenen.Bei den modernen
Messen habe ich oft den Eindruck, dass sich hier jeder Priester so austobt wie er meint, ob das den Gläubigen
gefällt oder nicht!
Modernisten Der Vatikanist der internationalen Nachrichtenagentur ‘Associated Press’, Frau Nicole Winfield,
widmete der Alten Messe einen ausführlichen Hintergrundbericht. immer diese Modernisten – schicken schon
Frauen als Vatikanisten los …DARF doch nicht sein!
Pünktchen: Auswahl Diese Probleme gibt es auch im NOM. Wenn wir, und das gilt gerade auf Reisen, an einer
hl. Messe teilnehmen wollen, wissen wir beileibe nicht, was auf uns zukommt! Die Möglichkeit reicht vom
lateinischen Hochamt bis zur „Familenmesse“. Die Freigabe der „alten“ Messe ändert daran m. E. nichts.
Lediglich das Angebotsspektrum wird größer.
juergen Nehmen wir mal an, die „Auswahl“ des Ritus ist freigestellt und jeder Priester kann sich aussuchen,
welchen er aktuell für die Messe verwendet. Natürlich wäre es übel, wenn ein Priester ad hoc und willkürlich
mal so – mal so zelebrieren wollte und die Gemeinde müßte sich den Launen des Priesters fügen. Aber
ganz was anderes wäre es: wenn feste Zelebrationsstätten für den alten Ritus (idealerweise in Sakralräumen
ohne störenden Volksaltar) oder festgelegte Zelebrationszeiten eingerichtet werden. Dann ließen sich
alle Irritationen vermeiden, weil jeder weiß „wo er dran ist“. Genauso wird dies ja problemlos an allen
Kirchen praktiziert, wo z.B. Priester der Petrusbruderschaft gastweise Messen zelebrieren. Bei gutem Willen
aller Beteiligten … Oder ist irgendjemand etwa nicht gutwillig?
praktische „Probleme“ Ich sehe bei dem MP auch rein praktische Probleme: Nehmen wir mal an, die „Auswahl“
des Ritus ist freigestellt und jeder Priester kann sich aussuchen, welchen er aktuell für die Messe verwendet.
Dann nehmen wir eine Pfarrei, in der es mehrere Sonntagsmessen gibt, und der Pfarrer entscheidet, daß
eine dieser Messen im „alten Ritus“ gefeiert wird. Soweit so gut, Soweit so schlecht. Welcher Heiligenkalender
soll benutzt werden? Soll in der einen Messe der Heilige am Tage X gefeiert werden und in der anderen
Messe am Tage Y? Im alten Ritus gibt es die Pfingsoktav, im neuen ist schon wieder „Zeit im Jahreskreis“.
Die Tageslesung im alten Ritus ist diese, im neuen Ritus jene. Zum Ende des Kirchenjahres feiert man im
alten Ritus die „nachgeholten Tage nach Epiphanie“; im neuen nicht. usw. usw.
Wo sollte ich mein Posting unterbringen? Es zeigt sich durch die mehr als abwartende Haltung des Hl. Stuhls
(= und damit meine ich nicht mal den Hl. Vater), daß im Vatikan doch mehr die Hierarchen Macht haben,
als der Hl. Vater selbst. Der Papst ist wirklich ein „Gefangener“. Ein Gefangener der Freimaurerei? –
Ein Gefangener des Liberalismus? – Ein Gefangener seiner eigenen Strukturen? Ich persönlich vermute mal,
daß die Veröffentlichung des Motu Proprios noch lange auf sich warten läßt. Und ich lobe Gott, daß
es die FSSPX in meiner Nähe gibt, um dort der unveränderten und unverfälschten Liturgie des Hl. Meßopfers
zu folgen. Aber auch – wenn es denn endlich der Hl. Stuhl macht – nach der Veröffentlichung des MP wird
es in meinem Umkreis keinen Priester geben, der die überlieferte Messe zelebriert. Das Konzil und die
Folgen dieses Spektakels haben mittlerweile irreparablen Schaden angerichtet.
@HvO: Ich habe mich nicht falsch informiert! „um die Alte Messe zelebrieren zu können, muss ein Priester
nicht über ausgeprägte Lateinkenntnisse verfügen; er muss die Messe ja lediglich lesen, d.h. er muss
dass, was er da liest, nicht bis ins letzte Wort hinein intellektuell erfassen.“ So stand es da, bei meinem
Vorposter. Er muss die Messe lediglich lesen. Steht genau so da, oder? Er muss das, was er da liest, nicht
bis ins letzte wort hinein intellektuell erfassen. Wie deuten Sie das denn? Das heisst doch, er muss es
nicht verstehen, aber Hauptsache beten bzw. „lesen“. Eine Messe lesen kann jeder (Priester), und doch
muss er verstehen, was er tut. So heisst es in der Weiheliturgie!
Na, wann kommts denn endlich Nach der 1.000sten Prophezeiung von kreuz.net ist es immer noch nicht veröffentlicht.
Fazit: kreuz.net ist das kirchliche Titanic-Magazin! @Burgorus Dann treten wir in die Phase ein, von der
die Muttergottes vor einigen Jahren beschwörend in Marpingen gesprochen hat: „Bleibt dem Papst treu!“
Ja, hier bastelt sich jeder seinen Glauben selbst. Sei es in Econe oder Marpingen. Was ist denn mit diesem
Kaff im Saargebiet!? Da ist genausowenig passiert wie in dem Kaff in Bosnien. Das hat DIE Kirche festgestellt.
Im Gegensatz zu Fatima, Lourdes u.a. Dem Papst treu zu bleiben, heißt, nicht jeder der behauptet eine
Erscheinung zu haben, hinterherzurennen und ebensowenig gibt es eine Legitimation, schismatischen Bischöfen
zu folgen
@Benedikt: Zwei Paar Schuhe Tertullian redet von der Religion im Singular, der christlichen Religion.
Und daß diese nicht aufgezwungen werden darf, war in der Tat immer christliche Lehre. Ergo besteht der
von Ihnen negierte Anspruch gegenüber dem Staat sehr wohl. Bestünde er nicht, so dürfte der Staat ja
doch aufzwingen. Nein, wieso? Wenn der Staat auch nach überlieferter Lehre nicht die christliche Religion
aufzwingen darf, so darf er nach eben dieser Lehre sehr wohl das Bekenntnis oder die Verbreitung anderer
Religionen mehr oder weniger unterdrücken. Das sind doch zwei Paar Schuhe. Im übrigen ist diese Auffassung
auch völlig vernünftig. Eine verfassungsfeindliche oder gar verbrecherische Bewegung kann ja nicht nur
deswegen von staatlicher Unterdrückung freigestellt werden müssen, weil sie sich eine „Religion“ nennt.
Man löse sich doch nur einmal von dem ganzen abstrakten Gerede über was Religionen alles Tolles sind
und schaue sie sich mal konkret an! MfG Christoph Heger
@ Dr. Heger Tertullian redet von der Religion im Singular, der christlichen Religion. Und daß diese nicht
aufgezwungen werden darf, war in der Tat immer christliche Lehre. Ergo besteht der von Ihnen negierte
Anspruch gegenüber dem Staat sehr wohl. Bestünde er nicht, so dürfte der Staat ja doch aufzwingen.
Lieber Müller, Ihr Vorposter Krak des Chevaliers schrieb: nicht bis ins letzte Wort hinein intellektuell
erfassen. So weitgehend sollte er sie schon erfassen, heißt das. Zuerst verfälschen Sie die Aussage
ihres Vorposters und dann haben Sie ein leichtes Spiel. Durchschaubar, aber keine ehrliche Argumentation.
@Vorposter: So, der Priester muss also nicht verstehen, was er betet? Erinnere ich mich Recht, dass genau
das Trienter konzil diesen Mangel beheben wollte? Kommt es also nur darauf an, vor sich hinzumurmeln???
Was für ein ehrwürdiger ritus würde daraus entstehen? Aber Ihnen ist es ja wichtiger, dass solche „unseligen“
dinge wie die Handkommunion ausbleiben müssen! Merkwürdige Wertung!
mangelnde Lateinkenntnis – kein Hindernis um die Alte Messe zelebrieren zu können, muss ein Priester
nicht über ausgeprägte Lateinkenntnisse verfügen; er muss die Messe ja lediglich lesen, d.h. er muss
dass, was er da liest, nicht bis ins letzte Wort hinein intellektuell erfassen. Ich weise lediglich auf
die Gefahr hin, dass sich so unselige Dinge wie die Handkommunion in die Alte Messe einschleichen könnten,
wenn man nicht aufpasst. Das darf nicht geschehen.
>Das geht nicht „mal eben so“.< Das ist wahr! Und aus diesem Grunde ist die Befürchtigung der einen und
die Hoffnung der anderen, die allgemeine Wiederzulassung würde eine Lawine in Gang setzen auch ziemlich
unbegründet. Die Gegenwart der alten Messe in den Diözesen würde als Maßstab und Prüfstein auch für
die Messen nach dem Ordo von 1970 dienen können. Maßstab und Prüfstein für solche Dinge wie Opfercharakter,
Anbetung, Theozentrik des liturgischen Geschehens … Ich bin überzeugt davon, daß ein bestimmter liturgischer
Wildwuchs in den Messen nach 1970 allmählich zurückgeschnitten werden könnte, weil der ständige Seitenblick
auf die alte Messe (und die Gefahr der Abwanderung des Kirchenvolkes zu ihr!) die Liturgen zu größerer
Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit zwänge. Trotzdem: ein „Erdrutsch“ ist nicht zu erwarten! Das kann die
Modernisten (einstweilen!) beruhigen und die Tradis müssen sich dies abschminken!
nicht jeder kann es, nicht jeder will es (können) Die Messe nach dem trid. Messbuch zu zelebrieren kann
sicher nicht jeder Priester – zumindest nicht ohne sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Manch einem
Priester – das muß man leider sagen – mangelt es auch an den nötogen Lateinkenntnissen. Aber die Rubriken
des Messbuchs sind im Gegensatz zum Messbuch von 1970 (oder auch dem ganz neuen) doch erheblich umfangreicher
und komplizierter. Vor längerer Zeit habe ich sie mir mal durchgelesen. Die detailierten Bestimmungen
kann man nicht einfach auswendiglernen, sondern muß man auch verinnerlichen und verstehen. Das geht nicht
„mal eben so“.
@ Krak des Chevaliers >>Die „Freigabe“ der Alten Messe könnte auch dazu führen, dass sich nun jeder
ohne große Vorbereitung daran macht, und versucht, diese zu zelebrieren<< Die Gefahr, dass viele Priester
im alten Ritus zelebrieren, ist nicht sehr groß. Unsere jungen Priester können kaum mehr Latein, das
heißt: Sie erfassen nicht, was sie da sprechen – und könnten die lateinischen Texte nicht einmal richtig
deklamieren.
@Benedikt: Nicht schon immer Auffassung der Kirche DH erklärt nichts anderes, was schon immer Auffassung
der Kirche war, nämlich dass es „eines der fundamentalen Rechte der Menschen, ein Privilegium der Natur
[ist], dass jederman Gott nach seiner eigenen Überzeugung verehren solle. Das ist nun so offensichtlich
falsch, wie es nur sein kann. Die Behauptung von DH, es bestehe ein menschenrechtlicher Anspruch an den
Staat, in der Wahl, dem Bekenntnis und der Förderung seiner (jedweden) „Religion“ von staatlichen Einschränkungen
frei zu bleiben, kann sich in gar keiner Weise auf die Tradition bzw. frühere lehramtliche Aussagen stützen.
Das Gegenteil ist der Fall. Tertullian ist allerdings zuzustimen: Es gehört durchaus nicht zum Wesen
der Religion, die Religion aufzuwingen. Sie muss frei und ungezwungen angenommen werden.“ (Tertullian).
Tertullian redet von der Religion im Singular, der christlichen Religion. Und daß diese nicht aufgezwungen
werden darf, war in der Tat immer christliche Lehre. Darum geht es aber bei dem von DH behaupteten Menschenrecht
auf Religionsfreiheit überhaupt nicht. In DH wird „Religion“ – selbst da, wo es sie ungenügend liberal
auf „Gottesverehrung“ einschränkt – zum undefinierten Leerbegriff, so daß DH auch schon wegen Mangels
sachlicher Bestimmtheit ausfällt. Ihre Behauptung, daß alles, was ein ökumenisches Konzil so an bedrucktem
Papier von sich gibt, müsse unterschiedslos als göttliche und katholische Wahrheit angenommen werden,
kommt damit in Schwierigkeiten – aber nicht nur mit damit. Ch.H.
Lieber Stephanus… ja, vermutlich haben Sie Recht. Aber wir müssen erst mal abwarten, ob dieses sagenumwobene
MP nun tatsächlich das Licht der Welt erblickt und was dann darin steht. Danach können wir weitersehen.
Aber alle Spekulationen bringen uns jetzt nicht weiter. Aber, ganz gleich, ob das MP nun kommt oder nicht
(ich bin da eher pessimistisch), das Gute ist ja, dass die Alte Messe täglich gefeiert von kompetenten
Priestern gefeiert wird. Die „Freigabe“ der Alten Messe könnte auch dazu führen, dass sich nun jeder
ohne große Vorbereitung daran macht, und versucht, diese zu zelebrieren. Ich fürchte, durch eine ungezügelte
„Freigabe“ dringen dann ganz schnell all die unseeligen Dinge in die Alte Messe ein, unter denen die Neue
seit Jahrzehnten leidet, z.B. Handkommunion, Kommunionhelfer, weibliche Ministranten, Volksaltar. Wenn
es eine „Freigabe“ gibt, dann bitte, bitte, eine kontrollierte und geschützte Freigabe.
krak des chevaliers: der Sinn könnte z.B. sein daß es im Gegensatz zur Situation vor der Veröffentlichung
nun auf jeden Fall heißen muß: Der Papst will es! Und das hätte man dann schriftlich! Wenn hier darauf
hingewiesen wird, daß die örtlichen Bischöfe ein Nein aussprechen dürfen, dann muß wiederum gefragt
werden:Welche Auswirkung darf ein regional gesetztes Nein maximal haben? Es kann doch nicht sein, daß
innerhalb derselben Kirche die Gläubigen in Raum A mit gewöhnlichem Aufwand ihren Verpflichtungen nachkommen
können, während im Raum B die Gläubigen nur unter Erbringung eines hohen Einsatzes an Zeit und auch
Geld dasselbe tun können. Würde der Heilige Vater die hier beschriebene Situation begünstigen, dann
würde das weit mehr verraten, als die wirkliche Machtfülle des Papstes. Wie aber auch immer: Wir hier
in Deutschland sind nicht umsonst Papst und die herrlichen Kirchen und Dome gehören nicht den neinsagenden
Ortsbischöfen allein. Die Kirchen wurden auch nicht gebaut für Neinsager, sonder für Jasager und ich
will den Polizisten sehen der mich nach Inkenntnissetzung des MP im Auftrag des „Hausrechtes“ auf die
Strasse setzt und sogar strafrechtlich verfolgt. Man sollte es einfach mal darauf ankommen lassen, wie
weit die Amtskirche geht. Geht auf einem Weg im Ungehorsam gegen den Papst. Ich kann es mir finanziell
nicht leisten Sonntäglich das Bistum zu wechsel. Das kann auch der Papst nicht wollen!
Alte Liturgie Hier wird wieder von den Gegnern (der alten Liturgie) mit schlichtweg sachlich nachweisbar
falschen Argumenten gearbeitet: 1. Der römische Ritus bleibt unverändert in Kraft. Es wird lediglich
eine Liturgie (wieder) allgemein erlaubt, die bis zum Konzil Allgemeingut war. 2. Daß die Wiederzulassung
der alten Liturgie die Kirche spalten könne, ist schlichtweg Dienstmädchengeschwätz. Bekanntlich hat
ja gerade das Verbot der alten Liturgie die Kirche gespalten! 3. Wieso durch eine unbeschränkte Wiederzulassung
der algen Liturgie das Konzil rückgänig gemacht wird, weiß Kardinal Danieels alleine. Es ist absolut
nicht nachvollziehbar, wieso die alte Liturgie die Religionsfreiheit infrage stellt. Die Gegner einer
unbeschränkten Wiederzulassung der alten Liturgie sind offenbar so in Beweisnot, daß ihnen die schwächsten
Argumente gerade gut genug sind.
@ Athanasius Jedes Konzil hat die Offenbarung weiter ausgeleuchtet. Das kann man deutlich schon an den
Symbola der frühchristlichen Kirche erkennen. Von daher musste das Zweite Vatikanum nicht wortwörtlich
alles wiederholen, was zuvor bereits gelehrt wurde, welches Konzil hat das zuvor schon getan? DH erklärt
nichts anderes, was schon immer Auffassung der Kirche war, nämlich dass es „eines der fundamentalen Rechte
der Menschen, ein Privilegium der Natur [ist], dass jederman Gott nach seiner eigenen Überzeugung verehren
solle. Es gehört durchaus nicht zum Wesen der Religion, die Religion aufzuwingen. Sie muss frei und ungezwungen
angenommen werden.“ (Tertullian). Wenn Sie und andere Tradis das permanent mit einer Gewährung innerkirchlicher
(!) Religionsfreiheit verwechseln, dnn ist das Ihr Problem. Lesen Sie halt die Dokumente. So oder so sind
die Beschlüsse eines Ökumenischen Konzils für jeden Katholiken bindend. Das Fehlen von Kanones ist
irrelevant. Jeder Buchstabe des Tridentinums ist bindend, nicht nur die angehängten Kanones. Ergo sind
auch die Dokumente des II. Vatikanums bindend. Ihr Versuch, ein Ökumenisches Konzil der Kirche auf eine
Art Theologenkongress herabzustufen ist weder aus der Tradition noch aus der Rechtslage begründbar. @ Dr.
Heger Bitte, welche denn? Oder soll alles, was es gesagt hat, „verbindliche Lehre“ sein? Selbstverständlich.
Und bitte wieso nicht? Weil es nichts desto trotz lehramtliche Äußerungen sind.
@Benedikt Na, dann wissen Sie es doch besser als Mgr. Pericle Felici, der 1965 offiziell diese Aussage
in ‘Osservatore Romano’ tat. Dignitatis Humanae und Gaudium et Spes stehen lehramtlich nicht einmal auf
der gleichen Ebene wie ‘Fides et ratio’ und ‘Ordinatio sacerdotalis’. Das ist einfach eine Tatsache. Oder
wollen Sie behaupten deren Propositiones (von DH und GeS) seien schon immer und überall von der katholischen
Kirche vorher gelehrt worden? Nun, wenn das nicht der Fall ist, geht es um Ausdrücke des authentischen
Magisteriums, zu dem man keine Akzeptanz des kirchlichen Gehorsams, oder der göttlichen Offenbarung,
gebührt, sondern nur Akzeptanz in ‘religiösem Geiste’. Ich habe nicht gesagt jene Formulationen seien
explizit häretisch. Das habe ich nicht gesagt, Sie müssen mir aber beweisen, wo diese jemals auf die
Stufe des ausserordentlichen Magisteriums oder sogar des universellen und ordentlichen Magisteriums erhoben
wurden. Das ist nie geschehen und geht auch nie, da deren Lehren niemals zuvor verkündet wurden, die
verbindliche Glaubenslehren (bis Munificentissimus Deus & Ordinatio Sacerdotalis) aber sehr wohl schon.
Verbindliche Lehren? Nach kursorischer Lektüre dieses Diskussionsfadens kann ich allerdings nicht, wie
einige hier, finden, daß Athanasius „Unsinn“ gesagt habe. Benedikt z.B. meint: Das Konzil hat verbindliche
Lehren gesetzt, Bitte, welche denn? Oder soll alles, was es gesagt hat, „verbindliche Lehre“ sein? die
Nicht-Dogmatisierung ändert hieran nichts. Und bitte wieso nicht? Bei früheren Konzilien machen wir
doch sehr wohl den Unterschied, ob es dies oder das dogmatisiert bzw. anathematisiert hat. Oder soll auf
einmal alles, was frühere Konzilien gesagt haben, verbindliche Lehre sein? Und da wieder einmal unter
den „Lehren“ des jüngsten Konzils die über die Religionsfreiheit als Paradepferd herhalten muß: Diese
Lehre kann schon allein wegen Mangels an sachlicher Bestimmtheit – was bitte wollten die Konzilsväter
alles unter den Begriff „Religion“ fassen? – keine verbindliche Lehre sein. MfG Christoph Heger
@ Athanasius Das Wort „Unsinn“ trifft sehr gut auf Ihre Ausführungen zu, insbesondere auf diesen Abschnitt:
„Religionsfreiheit“ und andere Konzepte des II. Vatikanums haben nicht die Autorität von dogmatischen
Definitionen und sind lediglich so wie Ansprachen von Bischöfen und Päpsten sonst auch zu betrachten.
Diese Aussage ist kirchenrechtlich nicht haltbar. Das Konzil hat verbindliche Lehren gesetzt, die Nicht-Dogmatisierung
ändert hieran nichts.
Es wird Zeit… …dass so Dinosaurier wie Lehmann, Marini und Daneels endlich ihren „verdienten“ Ruhestand
antreten – sehr zum Segen und Genesung der hl. Kirche. Geb’s Gott! Amen.
das 21.Konzil ist wie alle anderen! In allen Konzilien sind die Texte so gut wie vergessen. Wer liest
schon noch die Texte des ersten vat. Konzils? Endlose Abhandlungen … Das gilt jedoch nicht für die
dogmatisierten Teile – die sind auch heute so wichtig wie immer. Beim 2. Vatikanum wird es ebenso sein,
es gibt jedoch keine dogmatisierte Lehrentscheidungen. Alles andere? Fromme Texte aus dem ausgehenden
2. Jahrtausend, die in ihrer oft erkennbaren Unschärfe zeigen, dass die Kirche damals gespalten war.
Das einzige Pastoralkonzil (1962-65): Die hl. Kirche bis 1962: die erfolgreichste Religion der Welt. Die
hl. Kirche 1962-65 bis heute: ein ungeordneter Sauhaufen … Die einzigen, die das „Pastoralkonzil“ noch
verteidigen, sind die Mitbeteiligten und deren verbliebenen Weihekandidaten. Ein derartiges „Pastoralkonzil“
aus den 1960ern muß auch an seinen „Erfolgen“ und Früchten gemessen werden, nämlich am größtem Abfall
der Europäer und das Missionsende außerhalb des katholischen Europäertums (auch außerhalb des Stammkontinentes
Europa wie z.B. Kanada und die USA). Das Motuproprio hätte der Papst am besten bereits noch am Tag seiner
Papstwahl aufgesetzt – was soll diese Rücksichtsnahme auf die Unterhierarchen, die nichts vorzuweisen
haben, und nur die Rechtgläubigen behindern und verfolgen, und selbst gegen den Papst Stellung beziehen,
etwa mit irrwitzigen modernistischer Panikpropanda à la „die alte Messe ist antisemitisch“ (vgl. die
deutschen Bischöfe und Cardinal Lehmann).
#13 thaumaturgos 17:53:41 | Dienstag, 29. Mai 2007
wie immer die schismaten es tiitulieren die hweilige kirche nennte es XXI CONCILIUM SEU SYODUS OECUMENORUM …
und das heisst es ist genauso verbindlich wie Trient Vatikan I und die Syniode von Elvira
Pferdefuss naja, mal wieder eine neue Ungereimtheit. Sö blöd kann doch unser Hl. Vater nicht sein, dass
er die Alte Messe gegen die Bischöfe durchsetzt und den Bischöfen dann direkt wieder die Möhlichkeit
zum Veto bietet. Also dieser Pferdefuss ist unglaubwürdig. maliems
Unsinn „Wir können nicht zurück. Das Zweite Vatikanum ist ein Konzil wie all die anderen“ – erklärt
Kardinal Danneels über das Pastoralkonzil. Unsinn. Das II. Vatikanische Konzil hat nicht anathemisiert.
Die anderen 20 ökumenischen Konzilien haben das aber gerade getan, haben Lehren festgestellt. „Religionsfreiheit“
und andere Konzepte des II. Vatikanums haben nicht die Autorität von dogmatischen Definitionen und sind
lediglich so wie Ansprachen von Bischöfen und Päpsten sonst auch zu betrachten. So hat Mgr. Pericle
Felici es 1965 ja auch gesagt. Nur die wiederholten bereits früher definierten Lehren die schon im Lehramt
zu finden waren, waren dogmatisch und verbindlich, z.B. Auferstehung Jesu Christi, die Weihen, der Primat
Roms. Aber sonst muss man Reservierungen machen. Danneels sagt dass man nicht zurück könne, sagte er
die Wahrheit, würde er eher sagen: wir („ich“) wollen nicht hinter das „Vatikanum II“ zurück. Und mit
seiner Meinung habe ich nichts zu schaffen, dieser Mann hat mit Confratres schon Jahrzehnte die Kirche
in Belgien zerstört und von innen heraus vernichtet – was auch in seinem Auftreten gegenüber ihm sogar
sklaverisch-gehorchenden Indult-Gemeinschaften ans Tagelicht kam. Noch 2006. Dieser Mann ist auch als
Mensch nicht zu beneiden. Würde ein Chef so in einem Betrieb sich benehmen, er wäre Kunden, Mitarbeiter
und am Ende seine eigenen Stelle los geworden. Aber in der konziliaren Weltkirche geht heute alles. Aber
in der Römisch-Katholischen Kirche nícht!
Experimentierphase, Kirchenspaltung, Papst schönes Gesicht machen, Relativitätstheorie Wenn der Papst
das Muto proprio schon nicht allgemein durchsetzen kann, wie wär’s dann, wenn er wenigstens eine „einjährige
Experimentierphase mit allgemeiner Erlaubnis der tridentinischen Messe“ forderte und die Bischöfe erst
nach diesem Jahr das Veto einlegen dürften? Damit die Leute sehen, was Ihnen verboten wird! Wenn sich
dann noch einzelne Bischöfe gegen das Motu stellen, fällt es diesen sicher schwer, den Leuten ihre Verbundenheit
mit dem Papst mit einem lächelnd lieben Gesicht zu heucheln. Die Kirchenspaltung wird wohl auch so offensichtlich,
denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Bischöfe wie Mixa, Müller und Meisner, die prinzipiell auch
gegen das Motu sind, ein Veto einlegen. Dann treten wir in die Phase ein, von der die Muttergottes vor
einigen Jahren beschwörend in Marpingen gesprochen hat: „Bleibt dem Papst treu!“ Ich war über die Pfingsttage
nicht on-line. Habe nun mit ein paar Tagen Verspätung noch einen Kommentar zum Artikel Kann Leben von
selbst entstehen? www.kreuz.net/article.5252.html über die „Relativitätstheorie“ abgegeben, den ich
die Interessierten zu lesen bitte.
Pferdefuß? Warum Pferdefuß? sofern er dem Vatikan vorausgehend seine Gründe für diesen Entscheid darlege –
so Algañaraz. Das dürfte Diözesen schwerfallen, die bereits einen Indult erteilt haben.
@Regina 1961 – vielleicht wachen die Mummelgreisen alle 8 Wochen aus ihrem gesunden Schlaf ZUHAUSE AUF –
im Beichtstuhl eingeschlafen wäre es bedeutend unbequemer, dort wären sie schon kurz nach dem einnicken
wg. der harten Bretterwände wieder aufgewacht. Wenn so ein Kopf dagegenfällt gibt es ein weckendes Geräusch…
Auktion im kreuz.net Motu proprio zum ersten, zum zweiten… Freigabe der alten Messe zum ersten, zum
zweiten… Das letzte Zucken zur Freigeabe der alten Messe lag um den ersten April. Was schließen wir
daraus? Alle 8 Wochen geht ein Zucken durch die alte Gemeinde des Herrn und sie schreien (mal wieder)
nach der Freigabe der alten Messe. Leider erfolgt die Antwort nicht in Form eines Schreibens aus dem Vatikan,
sondern in Form eines „es-wäre-möglich“ Artiikels auf kreuz.net. Das nenne ich seriöse Berichterstattung.
Wie wäre es, wenn kreuz.net erst die Pforten wieder öffnet, wenn das motu proprio und die eventuell
damit einhergehende Aufhebung des Schismas und der Exkommunikation wirklich da sind. Regina1961
… Der Vatikanist […] Frau Nicole Winfield… Vorweg: das hat jetzt nichts mit „Feminismus“ oder Emanzipation
zu tun. Das ist einfach orthographischer Unfug!
Man kann jetzt schon vorhersehen, welcher Grund der häufigstgenannte sein wird, wenn ein Bischof damit
sein „Veto“ ausspricht: die Sorge um die Einheit der Kirche. Diese Sorge zu haben werden dann ausgerechnet
jene Bischöfe vortäuschen, denen liturgisches Allerlei und jegliche Profanierung bis dato gleichgültig
gewesen sind. Immerhin gibt es dann aber auch etliche Diözesen, die beiden Meßformen gleichberechtigt
Raum geben. Nach einer gehörigen Weile (ca. einem Jahrzehnt) ließe sich dann über die Früchte der
Zulassung und die Gefahren einer „Spaltung“ auf gesicherter Datenbasis weiterdiskutieren.
Der schwarze Peter würde bei einem Veto auf die Bischöfe fallen. Jeder würde sehen, dass sich der Bischof
gegen den Willen des Papstes stellt. Ob das Bischöfe, deren oberstes Gebot es ist, dem Volk in den Hintern
zu kriechen, durchstehen?