08:35:02 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Die erste Pflicht + Neokatechumenat gegen Lateran-Universität + Linker Faschist + Katholisches Land, katholischer Präsident + Radikaler Pacelli gegen moderate Bischöfe

© Douglas Mansur/visitadopapa.org.br Die erste PflichtVatikan. Gestern veröffentlichte der Vatikan die diesjährige Botschaft zum Weltmissionstag
am 21. Oktober. Das Motto der Botschaft lautet: „Alle Kirchen für die ganze Welt“. In der Botschaft erklärt
Papst Benedikt XVI. die Mission zur vorrangigen Pflicht der Kirche. Die Verkündigung des Evangeliums
sei der erste Dienst, den die Kirche der heutigen Menschheit schulde.
Neokatechumenat gegen Lateran-Universität
Italien. In den vergangenen drei Monaten kämpften 16 Priesterseminare und theologische Fakultäten beim
‘Clerus Cup’ auf dem Fußballfeld gegeneinander. Am letzten Wochenende war das Finale: das Päpstliche
Lateran-Seminar gegen das Neokatechumenat. Den Sieg holte sich das Neokatechumenat nach einem harten Match
mit 1:0 durch einen Elfmeter. Die Gewinnertrophäe zeigt einen Bronzefußball mit Saturno – dem traditionellen
Priesterhut.
Linker FaschistVenezuela. Der Erzbischof der Westvenezolanischen Diözese Merida, Mons.
Baltazar Cardozo (62), verglich den Präsidenten des Landes, Hugo Chavez mit Adolf Hitler († 1945) und
Benito Mussolini († 1945). Das berichtete die deutsche Nachrichtenagentur ‘DPA’. Chavez habe sich mit
dem Verbot kritischer Medien – zuletzt des Fernsehsenders der Opposition ‘RCTV’ – wie die „Nazi-Faschisten“
verhalten. Die Politik Chavezs sei eine Mischung aus „Marxismus, Militarismus und Populismus.“
Katholisches
Land, katholischer PräsidentBrasilien. Die brasilianische Regierung will die Anti-Kinderpille durch
Subventionen vermehrt unter die Leute bringen. Am Montag behauptete der sozialistische Präsident Luiz
Inacio Lula da Silva, daß man auch armen Brasilianern ermöglichen will, die Zahl ihrer Kinder „zu planen“.
Bereits jetzt verteilt Brasilien in staatlichen Apotheken Anti-Kinder Pillen und Kondome gratis. Nun soll
die Pille auch in privaten Drogerien zu deutlich reduziertem Preis verkauft werden. Benedikt XVI. hatte
erst Anfang Mai in Brasilien die kinder- und frauenfeindliche sogenannte Familienplanung kritisiert.
Radikaler Pacelli gegen moderate Bischöfe„Kardinal Pacelli und Bischof Hudal lagen in der weltanschaulichen
Analyse nicht weit auseinander, zogen daraus aber so verschiedene Konsequenzen, daß sie zu unversöhnlichen
Gegnern wurden. Hudal sah die Verantwortung für die kirchenpolitischen Mißerfolge der zurückliegenden
Jahre auf die Partei und auch auf einzelne Vertreter der Kirche verteilt, »wenn auch gewiß nicht in
gleicher Weise«, und warb für eine Beschwichtigungsstrategie gegenüber dem Nationalsozialismus: »Es
muß vermieden werden, Hitler selbst, den Nationalsozialismus oder Deutschland, sei es publizistisch,
in Reden oder Ansprachen, anzugreifen! Das ist nicht gut! Man verletzt das deutsche Nationalgefühl und
fordert Widerspruch und Radikalismus heraus.« Pacelli distanzierte sich in aller Öffentlichkeit von
diesem Kurs und ließ erklären, der Heilige Stuhl stehe gewissen Publikationen Hudals »durchaus fern«.
Schon 1935 hatte Pacelli trotz des zunächst erteilten Imprimaturs den Verkauf von Hudals Veröffentlichung
»Der Vatikan und die modernen Staaten« als »non opportuno« wieder gestoppt. Die umstrittenste Veröffentlichung
Hudals, »Die Grundlagen des Nationalsozialismus« (1936), entging nur deshalb der Indizierung, weil bis
dahin noch kein Konsultor des Heiligen Offiziums selbst auf den Index gesetzt worden war. Das Staatssekretariat
sah keine Möglichkeit, mit einem schon in den bilateralen Beziehungen vertragsbrüchigen Partner zu politischen
Kompromissen zu kommen, um gemeinsam mit ihm den Bolschewismus zu bekämpfen.“
Dr. Karl-Joseph Hummel –
Direktor der Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn – in der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’ vom 31. März.
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#5
No Comment 13:38:04 | Mittwoch, 30. Mai 2007
#4
wolfgang e. 10:38:03 | Mittwoch, 30. Mai 2007
#3
RJH 10:31:37 | Mittwoch, 30. Mai 2007
#2
Romulus 10:17:41 | Mittwoch, 30. Mai 2007
#1
Bruder Theophil 10:10:31 | Mittwoch, 30. Mai 2007