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Die erste Pflicht + Neokatechumenat gegen Lateran-Universität + Linker Faschist + Katholisches Land, katholischer Präsident + Radikaler Pacelli gegen moderate Bischöfe
© Douglas Mansur/visitadopapa.org.br
Die erste Pflicht

Vatikan. Gestern veröffentlichte der Vatikan die diesjährige Botschaft zum Weltmissionstag am 21. Oktober. Das Motto der Botschaft lautet: „Alle Kirchen für die ganze Welt“. In der Botschaft erklärt Papst Benedikt XVI. die Mission zur vorrangigen Pflicht der Kirche. Die Verkündigung des Evangeliums sei der erste Dienst, den die Kirche der heutigen Menschheit schulde.

Neokatechumenat gegen Lateran-Universität

Italien. In den vergangenen drei Monaten kämpften 16 Priesterseminare und theologische Fakultäten beim ‘Clerus Cup’ auf dem Fußballfeld gegeneinander. Am letzten Wochenende war das Finale: das Päpstliche Lateran-Seminar gegen das Neokatechumenat. Den Sieg holte sich das Neokatechumenat nach einem harten Match mit 1:0 durch einen Elfmeter. Die Gewinnertrophäe zeigt einen Bronzefußball mit Saturno – dem traditionellen Priesterhut.

Linker Faschist

Venezuela. Der Erzbischof der Westvenezolanischen Diözese Merida, Mons. Baltazar Cardozo (62), verglich den Präsidenten des Landes, Hugo Chavez mit Adolf Hitler († 1945) und Benito Mussolini († 1945). Das berichtete die deutsche Nachrichtenagentur ‘DPA’. Chavez habe sich mit dem Verbot kritischer Medien – zuletzt des Fernsehsenders der Opposition ‘RCTV’ – wie die „Nazi-Faschisten“ verhalten. Die Politik Chavezs sei eine Mischung aus „Marxismus, Militarismus und Populismus.“

Katholisches Land, katholischer Präsident

Brasilien. Die brasilianische Regierung will die Anti-Kinderpille durch Subventionen vermehrt unter die Leute bringen. Am Montag behauptete der sozialistische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, daß man auch armen Brasilianern ermöglichen will, die Zahl ihrer Kinder „zu planen“. Bereits jetzt verteilt Brasilien in staatlichen Apotheken Anti-Kinder Pillen und Kondome gratis. Nun soll die Pille auch in privaten Drogerien zu deutlich reduziertem Preis verkauft werden. Benedikt XVI. hatte erst Anfang Mai in Brasilien die kinder- und frauenfeindliche sogenannte Familienplanung kritisiert.

Radikaler Pacelli gegen moderate Bischöfe

„Kardinal Pacelli und Bischof Hudal lagen in der weltanschaulichen Analyse nicht weit auseinander, zogen daraus aber so verschiedene Konsequenzen, daß sie zu unversöhnlichen Gegnern wurden. Hudal sah die Verantwortung für die kirchenpolitischen Mißerfolge der zurückliegenden Jahre auf die Partei und auch auf einzelne Vertreter der Kirche verteilt, »wenn auch gewiß nicht in gleicher Weise«, und warb für eine Beschwichtigungsstrategie gegenüber dem Nationalsozialismus: »Es muß vermieden werden, Hitler selbst, den Nationalsozialismus oder Deutschland, sei es publizistisch, in Reden oder Ansprachen, anzugreifen! Das ist nicht gut! Man verletzt das deutsche Nationalgefühl und fordert Widerspruch und Radikalismus heraus.« Pacelli distanzierte sich in aller Öffentlichkeit von diesem Kurs und ließ erklären, der Heilige Stuhl stehe gewissen Publikationen Hudals »durchaus fern«. Schon 1935 hatte Pacelli trotz des zunächst erteilten Imprimaturs den Verkauf von Hudals Veröffentlichung »Der Vatikan und die modernen Staaten« als »non opportuno« wieder gestoppt. Die umstrittenste Veröffentlichung Hudals, »Die Grundlagen des Nationalsozialismus« (1936), entging nur deshalb der Indizierung, weil bis dahin noch kein Konsultor des Heiligen Offiziums selbst auf den Index gesetzt worden war. Das Staatssekretariat sah keine Möglichkeit, mit einem schon in den bilateralen Beziehungen vertragsbrüchigen Partner zu politischen Kompromissen zu kommen, um gemeinsam mit ihm den Bolschewismus zu bekämpfen.“

Dr. Karl-Joseph Hummel – Direktor der Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn – in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 31. März.
      
5 Lesermeinungen
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#5   No Comment   13:38:04 | Mittwoch, 30. Mai 2007
@Wolfgang
Die Ortskirchen als Kirchen päpstlicherseits stärker ins Bewusstsein zu rufen ist überfällig, da sonst nur ein virtuelles Kirchesein in der „Gesinnung“ existiert, aber die katholische Realität in den diversen Kontexten zu kurz kommt.
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#4   wolfgang e.   10:38:03 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Tutte le Chiese per tutto il mondo
So lautet das Motto auf italienisch (in anderen Sprachen ist die Botschaft auf der Vatikanhomepage www.vatican.va/…ion-day-2007_it.html noch nicht zu finden).
Im zweiten Absatz wird das Motto erklärt:
Gemeint sind die lokalen (katholischen!) Teilkirchen, die zur Zusammenarbeit in der Mission gerufen sind.
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#3   RJH   10:31:37 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Pfarrer ließ Volksaltar aus Kirche räumen
www.kleinezeitung.at/…land/451960/index.do
Weil der Pöllauberger Pfarrer Roger Ibounigg die Messe teilweise mit dem Rücken zum Volk feiern will, drohte Pfarrgemeinderat mit Rücktritt.
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#2   Romulus   10:17:41 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Bitte um Erklärung
Das Motto der Botschaft lautet: „Alle Kirchen für die ganze Welt“.
Bin ich bescheuert? Ich verstehe das Motto nicht. Kann mir jemand mal den Sinn dieses Mottos erklären?
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#1   Bruder Theophil   10:10:31 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium (bis 1500 Zeichen)
EVANGELIUM Markus 10, 32-45
In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger auf dem Weg hinauf nach Jerusalem waren, ging Jesus voraus. Die Leute wunderten sich über ihn, die Jünger aber hatten Angst. Da versammelte er die Zwölf wieder um sich und kündigte ihnen an, was ihm bevorstand. Er sagte: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben; sie werden ihn verspotten, anspucken, geißeln und töten. Aber nach drei Tagen wird er auferstehen.
Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen.
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind.
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