Ernennungen
Die Dreierliste ist publik
Der Apostolische Nuntius in der Schweiz hat sich unter dem Siegel des Päpstlichen Geheimnisses nach möglichen Bischofskandidaten umgesehen.
Links im Bild: Kathedrale St. Maria Himmelfahrt, Bischofskirche der Diözese Chur
Links im Bild: Kathedrale St. Maria Himmelfahrt, Bischofskirche der Diözese Chur
(kreuz.net, Chur) Eine Dreierliste für die Bischofsnachfolge im Schweizer Bistum Chur – zum dem die Stadt Zürich gehört – ist von einem Priester gezielt den Medien zugespielt worden.

Der kirchenfeindliche Journalist Michael Meier von der kirchenfeindlichen Zürcher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’ veröffentlichte gestern abend die drei Namen.

In den meisten Diözesen der Welt schickt der zuständige Apostolische Nuntius vor einer Bischofsernennung eine Dreierliste nach Rom. Aus dieser wählt die römische Bischofskongregation dann einen Bischof aus, der vom Papst ernannt wird.

Im Bistum Chur ist es umgekehrt. Die Bischofskongregation erstellt eine Dreierliste, aus der das Domkapitel den Bischof wählt.

Invormativverfahren über mögliche Bischofskandidaten

Schon im Februar sammelte der Schweizer Nuntius, Erzbischof Francesco Canalini (71), Informationen zu möglichen Bischofsanwärtern.

In dem „Infomativverfahren“ legte der Nuntius ausgewählten Priestern und Laien des Bistums Chur zehn Fragen vor. Der Brief wurde in einem doppelten Kuvert geschickt.

Jetzt wurde dieses Schreiben dem ‘Tages-Anzeiger’ zugespielt.

Dabei hatte der Nuntius ausdrücklich geschrieben, daß das ganze Verfahren für immer unter das päpstliche Geheimnis falle. Darum sollte der Empfänger den Brief seiner Rückantwort beilegen.

Nuntius Canalini fragte bei mindestens drei Kandidaten nach ihrer Treue und Ehrfurcht gegenüber dem Heiligen Vater, dem Apostolischen Stuhl, der Hierarchie und den Inhalten des Katechismus.

Ferner erkundigte er sich über den Charakter, das Temperament, den Gesundheitszustand, die menschliche, christliche und priesterliche Bildung und Tugend, die seelsorgerliche Einstellung sowie die Wertschätzung in der Öffentlichkeit.

Zwei Konservative, ein Linker

Die drei Beurteilten sind der Graubündner Generalvikar Vitus Huonder (65), der Churer Regens Josef Annen (62) und der Domherr Christoph Casetti (64).

Über Hw. Casetti fällt der ‘Tages-Anzeiger’ – in seiner konservativ Erzbischof-Haas feindlichen Manier – zuerst her.

Dazu geht der Journalist Michael Meier – der für seinen Haß auf Bischof Haas bekannt war – 17 Jahre zurück. 1990 habe der „beim Kirchenvolk unbeliebte“ damalige Churer Bischof, Mons. Wolfgang Haas, Prälat Casetti zum Generalvikar für den Kanton Zürich ernannt.

Darauf verweigerten die Laienadministratoren der Kirche im Kanton Zürich dem neuernannten Generalvikar sein Büro und den Lohn.

Den gegenwärtigen Generalvikar für den Kanton Graubünden, Prälat Vitus Huonder, wertet Meier als konservativ und angeblich dem Opus Dei nahestehend. Auch er sei ein „stets umstrittener Haas-Protégé“.

Prälat Huonder wurde schon von Bischof Haas zum Generalvikar ernannt, distanzierte sich aber im Lauf seiner Amtszeit immer mehr von ihm. Er ist einer der wenigen, die das von Haas-Nachfolger Mons. Amédée Grab inszenierte Köpferollen überlebte.

Generalvikar Huonder habe schon im Februar erklärt, kaum Möglichkeiten zu sehen, Bischof zu werden. Er hat bereits seinen Rücktritt eingereicht und will sich als Priester in ein Frauenkloster zurückziehen.

Hw. Annen – liberaler Regens des Churer Priesterseminars und frühere Winterthurer Stadtpfarrer – ist derjenige, den Meier am deutlichsten bevorzugt.

Hw. Annen genieße den Ruf eines „integren Seelsorgers und gemäßigten Theologen“. Die Bezeichnung „gemäßigt“ ist in linken Kreisen ein Codewort für „liberal“.

Das Churer Domkapitel bewertet Meier als „Altherren-Klub – in dem die meisten Priester über 70 sind, der Älteste sogar 92“. Angeblich konservative Domherren würden – nach Meier – im Verhältnis von zwei zu eins dominieren.

Es ist bekannt, daß der bisherige liberale Bischof von Chur, Mons. Amédée Grab, sehr daran interessiert ist, einen linken Nachfolger zu bekommen und sich darum den liberalen Regens Josef Annen als neuen Bischof von Chur wünscht.
      
8 Lesermeinungen
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#9   Gotthard   23:12:13 | Sonntag, 3. Juni 2007
Abgang: @nachtlaterne
geht Dir mal wieder alles unten unkontrolliert ab?
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#8   landorganist   20:04:18 | Donnerstag, 31. Mai 2007
Die kirchenfeindliche Website
Kreuz-net erfindet mal wieder in einem kirchenfeindlichen Artikel kirchenfeindliche Thesen. So what?
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#7   Nachtlaterne   14:04:09 | Donnerstag, 31. Mai 2007
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#5   Nachtlaterne   18:20:48 | Mittwoch, 30. Mai 2007
geht denn
geht denn die unrecht begünstigende laue liberalität von so vielen geistlichen wirklich so weit, dass sie sogar der abtreibung jesu christi und der abtreibung marias gleichgültig gegenüberstehen. oder stehen sie auf dem standpunklt, dass unterhalb jesu und mariens alles abgetrieben werden darf, wenn einem danach ist?
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#4   Maledica   13:06:43 | Mittwoch, 30. Mai 2007
seriöse Berichterstattung
Der kirchenfeindliche Journalist
O diese seriöse Titulierung mit Attributen…
Die Bezeichnung „gemäßigt“ ist in linken Kreisen ein Codewort für „liberal“.
Codewort!? O ja, diese Verschwörungstheorien
Angeblich konservative Domherren würden
angeblich, wieder so ein kreuz.net-Attribut
Es ist bekannt, daß
heißt so viel, daß ausschließlich kreuz.net meint…
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#3   sacerdos helveticus   11:28:19 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Irreführende Überschrift
Zumindest die Überschrift des Artikels ist irreführend.
Der Artikel selbst und auch der zugrundeliegende Artikel des Tagesanzeiger beinhalten eigentlich nur die Information, dass der Nuntius über die drei genannten Personen Erkundigungen eingeholt hat (nach dem üblichen Verfahren). Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass er über weitere Personen solche Erkundigungen eiongezogen hat, um eine möglichst grosse Basis zu haben… U.a. Aufgrund der erhaltenen Ergebmnisse wird der dann wohl eine liste mit drei Personen der zuständigen Bischofskongregation zusenden. Dort kann die Liste jedoch noch verändert werden (z.B. müssden alle Diözesanbischöfe regelmässig für ein Bischofsamt ihnen geeignet erscheinende Personen nach Rom melden, so dass bei der Kongregation durchaus ein „Kandidatenpool“ besteht), bevor sie dann dem Domkapitel zugesandt wird, das dann zur Wahl schreiten kann.
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#2   thaumaturgos   10:22:07 | Mittwoch, 30. Mai 2007
das ist wieder mal
purer hass.net dünnpfiff …
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#1   Romulus   10:14:36 | Mittwoch, 30. Mai 2007
Tipps zum Bischofsalter
Die drei Beurteilten sind der Graubündner Generalvikar Vitus Huonder (65), der Churer Regens Josef Annen (62) und der Domherr Christoph Casetti (64).
Liebe Römer, Ihr macht es einfach falsch. Schaut Euch doch mal das Alter an: 65-62-64
Entweder ich will wirklich was Neues, dann sind die Typen zu alt. Oder Ihr wollt sie los werden, falls sie Mist bauen – wie die meisten deutschen Bischöfe – , dann sind sie zu jung und die Gläubigen und Ihr liebe Römer müsst die zu lange ertragen. Also da braucht man zum Wohl der Gläubigen ältere, also 70 aufwärts, weil mit 75 ja schon wieder Schluss ist.
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