An Pfingsten marschierten die Scharen wieder von Paris nach Chartres. Ihr Anliegen war die Alte Messe, die alle engen nationalen und sprachlichen Grenzen sprengt. Ein Eindruck.
Trotz Sturm und Regen pilgerten 8.000 Gläubige den über 100 km langen Weg von Paris nach Chartres.
(kreuz.net, Chartres) Schmerzende Füße, Sturm und Regen, verschwitzt und durchnäßt – und trotzdem
glücklich.
Das war die Pfingstwallfahrt derer, die mit glühendem Herzen die volle Rehabilitation der
traditionellen und ewig jungen katholischen Frömmigkeit in Glaube und Liturgie ersehnen.
Dieses Jahr
feierte die inzwischen berühmte altgläubige Wallfahrt von Paris nach Chartres ihr 25. Jubiläum. Sie
fand vom 26. bis 28. Mai statt.
Der Himmel meinte es gut – und schickte Sturm, Kälte und Regenschauer,
vermatschte Wege und unzählige Blasen an den Füßen – um das Maß der Sühne und die Kraft der Gebete
zu vervielfachen.
Es ist eine Erfahrung der besonderen Art mitzuerleben,
wie sich Tausende von Pilgern, größtenteils Jugendliche und junge Erwachsene auf den Weg machen, um
den über hundert Kilometer langen Weg von Paris nach Chartres in zweieinhalb Tagen zurückzulegen.
Dazu
kamen dieses Jahr etwa an die 200 Kuttenträger – Priester, Seminaristen, Ordensleute – welche die Wallfahrt
geistlich betreuten und auch die Strapazen mit den Gläubigen teilten.
Nicht zu vergessen sind die Männer
und Frauen, welche dieses Großereignis jedes Jahr mit großem persönlichen Einsatz planen und durchführen –
die Organisatoren und Hilfskräfte –, dadurch auch geistlich geformt werden und lebendig Anteil am Pilgergeschehen
nehmen.
Es ist eine Wallfahrt vor allem der Franzosen. Aber weil es in anderen Ländern, selbst in den
USA, nichts Vergleichbares gibt, kommen die Pilger von überallher.
So strömt auch aus den deutschsprachigen
Gebieten Jahr für Jahr eine wachsende Pilgerschar, die den Geist von Chartres erleben möchte.
Da das
Anliegen der traditionellen Liturgie die nationalen Grenzen überschreitet, wissen sich alle Pilger wunderbar
geborgen und beheimatet – auch wenn sie aus anderen Ländern stammen und eine andere Sprache sprechen.
Doch um den Altar sind sie alle in der einen Liturgie der Kirche vereint, die ihnen so vertraut ist.
Die Wesensmerkmale der Heiligen Kirche sind vielleicht nirgends auf so eindrückliche Art zu erleben –
Rom nicht ausgenommen – wie bei dem in Chartres versammelten gläubigen Gottesvolk.
Hier brennt die Sehnsucht
nach der una, sancta, catholica et apostolica Ecclesia tief im Herzen.
So war der Großanlaß ein Zeichen
der Hoffnung. Geistliche, Großfamilien, Kinder und Jugendliche zogen mit Bannern und Flaggen, Liedern
und Gebeten übers Land.
Durch ihr Lebenszeugnis gaben sie die Gewißheit, daß der katholische Glaube
nicht zu zerstören ist und daß Gott in den Herzen der Menschen die Sehnsucht nach dem wahren Leben und
der unverratenen Liebe immer wieder erweckt – wider alle Anstrengungen der Mächte der Finsternis.
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@ zum Glück katholisch 1. Wo kann man sich anmelden? ich bin mit der petersbruderschaft gegangen, also
versuch www.fssp.org und schreib ihnen ein email an. 2. Bis wann muß man sich anmelden? ich glaube mindestens
zwei, drei wochen vor. 3. Wie schaut des mit Kosten aus? ich habe 90euro für die pilgerbeitrag bezahlt.
Ich bin von bayern mit der petersbruderschaft mit dem bus kostenlos gefahren. Jede muss ihre eigene essen
mitnehmen und schlafsack usw. Wir schlafen in grosse Zelt, männer und frauen getrennt. 4. Ist Anreise
und Abreise privat oder kann man sich Gruppe anschließen? mann geht mit gruppe naturlich. es gab eine
österreiches gruppe, schweizer und zwei deutsche gruppe.
„Fest soll mein Taufbund“ und verwandte Lieder im Gebetsteil. Weitere Begründg. für „in seine Kirch“
Ich habe alle Strophen nun in den Gebetsteil www.kreuz.net/book.3.html gestellt. Da können sie noch überarbeitet
werden. Momentan stehen in Streitfällen die Gesangbuch-Strophen. Warum nicht „zur wahren Kirch“?: Schlechtes
Deutsch: „in“ statt „zu“:: Man wird zu einer Aufgabe (Amt) berufen, zum Priester, zum Professor usw.,
aber in eine Gemeinschaft, in einen Ausschuss, in eine Organisation, in eine Kirche. Zu betonen, dass
die eigene Kirche die wahre ist, heißt, dass man noch nicht fest im Glauben verankert ist. Wer fest im
Glauben sitzt, hat es nicht nötig, auf andere einzuschlagen. Nur wer selbst schlecht ist, hat es immer
wieder nötig, zu betonen, dass er gut ist, dass andere sehr schlecht sind, damit er selbst besser da
steht. Aber derjenige, der über allem steht, greift, selbstsicher wie er ist, niemanden an. Er lobt sich
nicht selbst. „Wer sich verteidigt, klagt sich an!“ heißt ein Sprichwort. Wenn man also ohne Grund von
der „wahren“ Kirche spricht, fragt man sich sofort, gegen welchen Vorwurf verteidigt er sich. Es gibt
also auch eine angeblich falsche. Diese klagt ihn an, sodass er sich verteidigt. Wer hat nun Recht? Sein
Gewissen klagt ihn an. Warum verteidigt er sich sonst ohne angeklagt worden zu sein? Liefern Sie Ihre
Arbeit ab und sagen Sie: „Das ist alles wahr.“ Der Lehrer hätte dies nicht bezweifelt, aber jetzt wird
er skeptisch. Die „wahre“ Kirch erweckt also bereits Zweifel, die im Taufbund-Lied, das vom unerschütterlichen
Glauben sprechen soll, alles andere als tragbar sind.
@ all jetzt muß ich noch n paar allgemeine Fragen zur Wallfahrt anbringen, weil ich selber noch nie dabei
war, aber vielleicht nächstes Jahr teilnehmen möchte. 1. Wo kann man sich anmelden? 2. Bis wann muß
man sich anmelden? 3. Wie schaut des mit Kosten aus? 4. Ist Anreise und Abreise privat oder kann man sich
Gruppe anschließen? Ich hoffe, Sie können mir meine Fragen beantworten. Im voraus schon mal ein „Herzlichen
vergelt’s Gott!“
Leben und allzuviel Blut waren es zwar nicht, aber schon eine ganze schöne Kiste voll Schweißperlen,
produziert auf einigen der Chartrewallfahrten. Gerne bin ich diese mitgegangen, habe mitgemacht, mitgearbeitet,
mitorganisiert, aber bei allem Verständnis für Richtungsstreitereien zwischen Pius und Petrus und wie
sie alle heißen: Für das eine große Ziel wäre die Chartrewallfahrt die Gelegenheit gemeinsam zu beten
und zu büßen. Es paßt mir überhaupt nicht, daß die einen so und die anderen entgegengesetzt losmarschieren.
Hier einige Tausend, dort einige Tausend, dabei der doppelte Aufwand für die würdige Meßgestaltung
usw usw. (was ja auch mehr Geld kostet, Geld was dann anderswo, bei den Schulen z.B. fehlt) Nein, mir
paßt das hinüber und herüberwallfahrten nicht und darum gehe ich auch nicht mehr mit. Vom regnerischen
Himmel tausendfach vermehrt, reicht mir einfach nicht. Weil: es könnte nämlich heißen: noch vieltausenfach
vermehrter!!! Merke: Rom hat schon immer nach folgendem Spruch regiert: Teile und herrsche! Wir sollten
den Teilern die Suppe versalzen und gemeinsam wallfahrten, gemeinsam den Himmel bestürmen: Nur dann kann
es eines Tages heißen: Vom regnerischen Himmel millionenfach vermehrt. Und das wäre auch sehr sehr notwendig!
Unterschiedliche Inhalte zwischen „O Seligkeit getauft zu sein“ und dem Taufbundlied „O Seligkeit getauft
zu sein“ beschreibt die Gnadenwirkung der Taufe, das Taufbundlied aber die geforderte Realisierung des
Taufbundes, sodass ich ersteres als Zusatzstrophen zu Tauffeiern oder als selbstständiges Lied ließe.
Die Ketzerstrophe O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus neu geboren! Von aller Schuld bin ich befreit,
erlöst ist, was verloren. Wer kann ermessen, welche Gnad mir Gott der Herr erwiesen hat? Mein Leben soll
es danken. ketzt in Vers 4 und erweckt in Vers 3 den Eindruck, man sei für alle Zukunft von Schuld befreit,
bringt aber als einzige die Wahrheit der Sündenvergebung durch die Taufe. Auch ist das „neu geboren“
ein neuer Aspekt. Vers 5-7 sind profane Parodie zur 1. Taufbund-Str. Vorschlag mit Neudichtung der 1.
Str.: 1. O Seligkeit, getaut zu sein, in Christus neu geboren! Die Tauf wusch mich von Sünden rein, bin
rein zu sein erkoren. Die Reinheit weckt der Liebe Glut, so Christi Lieb’ im Herzen ruht; (so = wenn)
es sei Ihm anempfohlen. (=Überleitg. zu 2.Str.) 2. O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus eingesenket!
Am Leben der Dreieinigkeit, ward Anteil mir geschenket. Ich bin der Kirche Christi Glied, ein Wunder ist’s,
wie das geschieht. Ich bete an und glaube. 3. An Jesu Christi Priestertum hab ich nun teil in Gnaden.
Zum Opferdienst, zum Gotteslob hat er mich eingeladen. Ich bin gesalbt zum heil’gen Streit, bin Christi
Königreich geweiht. Ihm will ich leben, sterben. Dann können die 1. und auch weitere Str. des Taufbundliedes
folgen.
@Gotthard: Kuttenträger Sie waren es jedenfalls nicht! Die einzige(n) Blase(n) die Sie haben ist die,
mit der Sie am Kirmeswagen der V-II-Sekten Ihre Notdurft verrichten oder waren es die Finger, die hier
auf +.net unglaublich geistigen Flachtext meißeln?? Gotthard, nehmen Sie wieder Ihre Medikamente, damit
Sie ruhiger werden. Dazu eine gute Lektüre: z.B. die Amsterdamer Botschaften, oder die Botschaften von
Hede, Konnersreuth oder Heroldsbach. „Der Rhein fließt in den Tiber“ könnte Ihren Horizont ein wenig
erweitern. Oder lesen Sie eine Biographie über den „Pfarrer von Ars“, Die Visionen des hlg. Don Bosco
oder Padre Pio. Oder „Sie haben Ihn entthront“. Das Rosenkranzgebet würde auch bestimmt etwas für Sie
sein. In diesem Sinne einen gesegneten Tag mit Jesus Christus und der liebenden Gottesmutter und Jungfrau
Maria!
Vorschläge: „gäb“ statt „geb“ und „ließ“ statt „lass“; Seitenhieb „zur wahren Kirch“ unangebracht.
Wenn es heißt: „Ich will die Kirche hören“, ist doch schon klar, dass es um die katholische geht. Die
Protestanten sagen vielleicht: „Ich will die Bibel lesen“, aber nicht „Ich will die Kirche hören“; welche
ihrer vielen? Bei denen darf doch jeder selbst auslegen. Dann danken wir dem Herrn, „Dank sei dem Herrn,
der mich aus Gnad“ und mit „in seine Kirch“ folgt das Bindeglied zwischen Jesus (dem Herrn) und der Kirche.
In diesem Ausdruck steckt Liebe: Wir lieben die Kirche so, wie wir den Herrn lieben, denn es ist seine
(!!!) Kirche. Bei „zur wahren Kirch“ lese ich einen Seitenhieb gegen die Protestanten, ein Ablenkungsmanöver,
das den Strom der Liebe unterbricht. Das Credo rechtfertig „zur einen Kirch“ oder zur „heil’gen Kirch“;
die heilige Schrift rechtfertigt „seine Kirch“ („auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen“). Ich
spreche vom wahren Glauben, von der wahren Lehre, aber weniger von der wahren Kirche. Zum „geb-gäb“-Streit
ist mir noch eingefallen, dass der Konjunktiv stärker wirken kann, weil er den Bezug zur im Konjunktiv
(„müsst“) geschriebenen Verfolgungssituation besser aufrecht hält. Wie wär’s also, wenn wir den Konjunktiv
zweimal einsetzten? Dann wirkt er sogar stärker, weil er statt: „Nie (wirklich nie?) lass ich ihn mir
rauben“ verdeutlicht, selbst wenn ich unter Verfolgung stünde, ließe ich ihn mir nicht rauben! 4…
und müsst’ ich durch Verfolgung geh’n, nie ließ’ ich ihn mir rauben. Der Glaube bleibt mein höchstes
Gut, für ihn gäb’ Leben ich und Blut;
video hey das ist mein video! und ich bin in die erste foto auch. ich trage die kurze blau hose und ich
habe den rosa regenschirm. Der Wallfahrt war wunderbar!!!!
Fest soll mein Taufbund… ich bin mit der Version von virOblationis wirklich sehr zufrieden. ich wüßte
auch nicht, wie man es noch weiterverändern könnte… Es wäre noch die Strophe „An Jesu Christi Priestertum“
übrig… ich habe sie al 2. Strophe am Freitag, 1. Juni 2007 11:23 gepostet… Vielleicht fällt jemandem
ein, wie man sie noch unterbringen kann; denn sie hat meiner Meinung nach eine sehr wichtige Aussage:
Die „Bereistellung“ des Lebens für Christus. Behüt euch Gott und gesegnete Nacht
@Rudolfus –- Alte Bücher Was brauchen wir schon wieder irgendeine Neubearbeitung? Es reicht, die katholischen
Gesangs- und Gebetsbücher vor der unseligen „Gotteslob“-Liedbuchära wieder in Gebrauch zu nehmen. In
den alten Büchern sind – je nach Diözese unterschiedlich – wirklich gute Lieder enthalten. Einige „neue“
Lieder des Gotteslobs sind aber auch nicht schlecht; manche in den End-60er/Anfang-70er Jahren getextete
Lieder indess, haben ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten. Vor dem Gotteslob gab in fast jeder
Diözese eigene Bücher mit unterschiedlichen Texten oder mit gleichen Texten aber unterschiedlichen Melodien.
Ich find es schon gut, wenn in ganz Deutschland oder im dt. Sprachgebiet größtenteils einheitliche Lieder
gesungen werden können. Das soll und darf aber nicht zu einer „Gleichmacherei“ führen. Deswegen hat
das Gotteslob auch diözesane Anhänge, in denen den Eigenarten der Diözesen Rechnung getragen wird;
etwa auch bei Heiligenliedern zu Diözesanpatronen. Die sind so regional begrenzt, daß sie oft in anderen
Diözesen nicht verehrt werden. Wer kennt außerhalb von Paderborn schon Lieder zu Heiligen wie dem Hl.
Liborius oder wer kennt Lieder zum Hl. Ansgar außer in Hamburg etc. etc.
Kuttenträger Kuttenträger nahmen an dieser Wallfahrt teil! WOW … um welche Species Mensch handelt
es sich dabei? Haben diese Kuttenträger sich auch nasse Kutten und Blasen geholt? Dann müssen sie besondere
Gnaden empfangen haben … Träger von nassen Kutten mit Blasen!
Soldat des Christkönigs 5. [Soldat des Christkönigs] Dem Weltherrn ward ich untertan, hab’ seiner Fahn’
geschworen. Nun hang’ ich seinem Reiche an, da ich aus Gott geboren. Wir schreiten auf zum Königstor:
schon bricht ein Strahl des Lichts hervor. Dem König will ich folgen. Bezüglich der sehr interessanten
Diskussion über die verschiedenen versionen von „Fest soll mein Taufbund immer stehn“ möchte ich nur
anführen, dass es für mich klar zu sein scheint, dass die „Weltherrn“-Strophe einzig und allein auf
Christus, den Herrn und König der Weltzu beziehen ist, „Soldat des Christkönigs“ ist deshalb eine sehr
zutreffende Beschreibung der Strophe, Bezug auf weltliche Herrscher ist hier sicher nicht gemeint, es
wird ja auch klar gesagt, man hange dem Reiche an, „da ich aus Gott geboren“. Das ist doch ganz klar die
Taufe, die einen in den „Kriegsdienst Christi“ treten lässt.
Noch keine Endversion In der Credo-Strophe muss es heißen: „und an den Sohn, Herrn Jesus Christ’,“. Außerdem
bin ich mit Burgorus (er hatte es übersehen und konnte gestern nicht mehr antworten) gegen die Formulierung
„zur wahren Kirch“. Abgesehen davon, dass bei „zur wahren Kirch“ bei uns jeder die ziemlich allgemein
bekannte erste Strophe umlernen muss (wie schaut’s bei der Piusbruderschaft aus?), wollen wir bei diesem
Lied nicht an die Protestanten denken müssen, sondern nur an die katholische Kirche und deren Gründer,
Christus. Und „seine Kirch’“ ist meines Erachtens ein Bekenntis dafür, dass die katholische Kirche DIE
Kirche Christi ist, nicht (nur) in ihr „subsistiert“. Dieses „subsist in“ wird ja von vielen Theologen
als Abschwächung von „IST die Kirche Christi“ gedeutet, obwohl es – nach Meinung von Alexandra von Teuffenbach
(„Die Bedeutung des „subsist in“ Lumen Gentium 8“) – ganz anders gemeint war, nämlich als Bekräftigung
des „IST“. Auch über das „Geb“ statt „gäb“ sollte noch einmal nachgedacht werden: Ich halte „gäb“ einfach
für richtig: Das Blutzeugnis ist hier und in diesem Moment des Singens nicht gefordert. Das ist etwa
bei einer Hochzeit anders: Da folgt direkt (auch weiter) das Lieben, Achten und Ehren alle Tage des Lebens –
nicht erst wenn eine andere Situation eintritt. Das muss aber beim Martyrium hinzukommen. „Gäb“ wäre
deshalb falsch. Einschränkend verstehe ich „geb Leben“. Das ist NUR im übertragenden Sinn richtig. Und
damit wird nicht mehr das echte Blut gemeint.
Die verwandten Lieder zu „Fest soll mein Taufbund“ – Bin erst ab Montag abend wieder on-line. Alles klar,
dann ist die Endversion so, wie sie virOblationis gepostet hat. Eine Frage habe ich trotzdem noch: Ist
„ward“ eine altdeutsche Form von „wurde“ oder steckt da noch eine andere Nuance dahinter? Dann zu den
anderen Strophen. zum Glück kath. hat am 1. Juni 20:53 „Der Herr ist hier mit Fleisch und Blut gepostet“
(3 Strophen) in der Original-Version war da als erste Strophe „Fest soll mein Taufbund“, weswegen ich
an die Kreation von Zusatzstrophen dachte. Es ist mir damals nicht aufgefallen, dass er die Taufbund-Strophe
bereits weggelassen hat. Das Ganze ist jetzt ein in sich sehr stimmiges Altarsakrament-Lied, das im jeweils
drittletzten Vers nacheinander die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe anspricht. Also
kann man dieses Lied als selbständiges so lassen, wie’s ist. Im Posting sind nur zwei Verswechsel-Fehler
in Strophe 1. Die Idee mit Zusatzstrophen ist also passé. Wir haben also drei selbständige Lieder derselben
Melodie: 1. Fest soll mein Taufbund immer steh’n (6 Strophen, fertig) 2. Der Herr ist hier mit Fleisch
und Blut (3 Strophen, fertig) 3. O Seligkeit, getauft zu sein (3 oder 4 Strophen, unfertig), wobei die
letzte von „O Seligkeit“ auf „Fest soll mein Taufbund“ überleitet und somit mit weiteren Strophen dieses
Liedes fortsetzbar ist. Überlegt euch bitte, was wir mit der ersten Strophe von „O Seligkeit“, gepostet
ab 1. Juni 21:15 Uhr, machen sollen. Ich habe ja schon Vorschläge gemacht, mit denen ich aber nicht ganz
glücklich bin.
O Seligkeit Diese Strophen sind „Zusatzstrophen zur Taufe“ (ebenso wie die „Zusatzstrophen mit Bezug zum
allerheiligsten Altarsakrament“). Mir wäre ja „in seine Kirch’“ und „gäb’ Leben ich und Blut“ lieber
gewesen, aber ich kann auch mit der „wahren Kirch’“ und „geb’“ gut leben.
@virOblationis Mit Ihrer Version bin ich eigentlich sehr bis vollkommen zufrieden. Aber wo haben wir die
Strophen mit „O Seligkeit…“ ? Müßte diese dann als „Anhängsel“ noch angefügt werden, oder ganz und
gar gestrichen? (was ich sehr bedauern würde)
Dann wäre dies – wenn ich es recht sehe – jetzt der vollständige Text: 1. [Berufung zum Glied am Leib
Christi] Fest soll mein Taufbund immer stehn, Ich will die Kirche hören! Sie soll mich allzeit gläubig
sehn Und folgsam ihren Lehren! Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ Zur wahren Kirch’ berufen hat, Nie
will ich von ihr weichen! 2. [Abrenuntiation] Dem bösen Feind und seiner Pracht gelob’ ich zu entsagen;
verachte seine ganze Macht, will lieber Schmach ertragen. Ich fliehe alle Werke sein, sie enden mit der
Hölle Pein, bereiten ew’ge Qualen. 3. [Credo] An Gott, den Vater, glaube ich, den Schöpfer aller Dinge
und an den Sohn, Herrn Jesus Christus, dass er uns Rettung bringe. Ich glaube an den Heil’gen Geist, der
uns in Wahrheit unterweist und seine Kirche lenket. 4. [Leben im Glauben] So will ich mutig aufrecht stehen,
will wahren meinen Glauben; und müsst’ ich durch Verfolgung geh’n, nie lass ich ihn mir rauben. Der Glaube
bleibt mein höchstes Gut, für ihn geb’ Leben ich und Blut; im Glauben werd’ ich siegen. 5. [Soldat des
Christkönigs] Dem Weltherrn ward ich untertan, hab’ seiner Fahn’ geschworen. Nun hang’ ich seinem Reiche
an, da ich aus Gott geboren. Wir schreiten auf zum Königstor: schon bricht ein Strahl des Lichts hervor.
Dem König will ich folgen. 6. [Ausblick auf die Erlösung] Die rechten Wege wandle ich, Solang ich leb’
auf Erden. Getreuer Gott, beschütze mich Und lass mich selig werden! O mach mich ähnlich Deinem Sohn,
Daß ich erhalte meinen Lohn Im Himmel einst auf ewig.
Zustimmung Ich plädiere jetzt auch dafür, die Weltherrn-Strophe als fünfte in den Grundtext aufzunehmen.
Der „Strahl des Lichts“ im vorletzten Vers der Weltherrnstrophe bietet dann das notwendige Licht für
„Die rechten Wege wandle ich“ in Vers 1 der nunmehr sechsten Strophe. Volle Zustimmung. Ich möchte die
„Weltherren-Strophe“ auf Christus beziehen. Im „Lied zum Sanctus“ der Limburger Domfestmesse (1936) von
Joseph Haas heißt es: Heilig bist Du! Heilig bist Du! Heilig, heilig, heilig bist Du: Christus, König
der Welt! und vorher: Wir preisen, o Herr, Deinen Sohn, der Priester und König zugleich. Wahrheit und
Recht ist sein Thron, Liebe und Friede sein Reich. Sein Thron steht als Altar im ganzen Erdenrund. Der
Christen frommer Mund singt mit der Engel Schar: Heilig… Noch eine Kleinigkeit: Wenn wir den Grundtext
durch Hinzufügen einer Strophe nochmals ändern, dann kann ich diese eigentlich unwesentliche Frage aufwerfen.
Ich hatte ja bereits im vorletzten Vers von Strophe 2 „Sie endigen mit Höllenpein“ zu „Sie enden mit
der Höllenpein“ geändert. Wäre es nicht dichterischer, „Sie enden mit der Hölle Pein“ zu schreiben?
Einverstanden.
Fest soll mein Taufbund „ihm will ich allzeit leben“ vs „nie will ich von ihr weichen“. Das Argument,
die Lieder sollten in einer verständlichere Sprache übertragen werden kann man hier wohl eher nicht
bringen. Ansonsten aber muss man fair sein: Auch das alte Mainzer Kirchengesangbuch kennt nur eine Strophe
des Lieds (die hier geopstete ältere Version). Die vielen anderen Versionen scheinen aus dem süddt.
Raum zu kommen, von daher war es nicht verwunderlich, dass es in die Diözesanteile gewandert ist, die
jede Diözese nach eigenem Gusto ausgestalten konnte.
Strahl des Lichts und rechte Wege; –------------- „mit der Höllenpein“ oder „mit der Hölle Pein“ Ich
plädiere jetzt auch dafür, die Weltherrn-Strophe als fünfte in den Grundtext aufzunehmen. Der „Strahl
des Lichts“ im vorletzten Vers der Weltherrnstrophe bietet dann das notwendige Licht für „Die rechten
Wege wandle ich“ in Vers 1 der nunmehr sechsten Strophe. Noch eine Kleinigkeit: Wenn wir den Grundtext
durch Hinzufügen einer Strophe nochmals ändern, dann kann ich diese eigentlich unwesentliche Frage aufwerfen.
Ich hatte ja bereits im vorletzten Vers von Strophe 2 „Sie endigen mit Höllenpein“ zu „Sie enden mit
der Höllenpein“ geändert. Wäre es nicht dichterischer, „Sie enden mit der Hölle Pein“ zu schreiben?
Vorgezogene Genitive machen sich immer gut in der Dichtung. Auf der anderen Seite darf die Höllenpein
auch etwas plump klingen.
Möglichkeiten Muß man denn die folgende Strophe auf die von Gott eingesetzte Obrigkeit hin verstehen?
„Dem Weltherrn ward ich untertan, hab’ seiner Fahn’ geschworen. Nun hang’ ich seinem Reiche an, da ich
aus Gott geboren. Wir schreiten auf zum Königstor: schon bricht ein Strahl des Lichts hervor. Dem König
will ich folgen.“ Ist es nicht möglich, sie im geistlichen Sinne zu verstehen: „Gottes Reich hang’ ich
an etc.“ – Zur Fahne vgl. die Darstellungen des Auferstandenen am leeren Grabe. Wenn ich Gott als dem
Weltherrn anhange, dann in der Konsequenz natürlich auch der weltlichen Obrigkeit, die von ihm eingesetzt
ist und ihr Selbstverständnis von daher erlangt. So würde eine Stellung vor der vierten Strophe auch
sehr gut passen. Bedenkt man aber, daß die Weltherrn-Strophe (anders als die vierte) sowohl in geistlichem
als auch in weltlichem Sinne, m.a.W. in doppelter Weise zu verstehen ist, dann hat sie einen besseren
Platz hinter der vierten. Sie wäre dann sozusagen deren Konsequenz: Der Schritt vom Glauben in die Welt.
Strophe 5 schlösse mit „Die rechten Wege wandle ich“ sehr gut an.
Fest soll mein Taufbund… Ich dinde es unbandig interessant, was sich daraus jetzt entwickelt. Es wäre
wirklich wünschenswert, wenn die „Gotteslob-macher“ auch auf solche produktiven lieder eingehen würden.
aber davon sind wir wohl noch weit entfernt, wenn man bdenekt, daß im katholischen Gotteslob Luther-Lieder
drin sind…
„Dem Weltherrn ward in untertan“ und Berichtigung der Ketzerstrophe Warten wir auf virOblationis und iustus,
was die über die Unterbringung der Weltherrn-Strophe sagen. Ich meine, momentan, in der jetzigen Mediendiktatur
(„Demokratie“) ist die Strophe ohnehin noch nicht passend. Wenn wir aber wieder eine Monarchie haben,
würde sie, so glaube ich, als fünfte Strophe des Grundtextes passen. In der vierten verspricht man,
das Leben für die Kirche zu geben, dann betont man in der fünften die Verbundenheit mit dem König als –
so sollte es sein – Schutzherr der Kirche, bevor dann die nunmehr sechste in die ewige Seligkeit führt.
Jetzt noch zur ersten Strophe des Taufliedes. Sie hat einen Hang zur Häresie, bringt aber doch ein wesentliches
Element der Taufe, das bis jetzt nicht genannt wurde, nämlich die Vergebung der Sünden. Darauf sollte
man nicht verzichten. So habe ich beschlossen, diese Strophe zu „entketzen“. Die Ketzerstrophe reimt sich
ohnehin nicht so toll (zu sein – befreit). Mein Vorschlag: O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus neu
geboren! Die Tauf’ wusch mich von Sünden rein, hat Reinheit anempfohlen. Wer kann ermessen, welche Gnad
mir Gott der Herr erwiesen hat? Mein Leben soll es danken. Weiß auch nicht, ob man sagen kann, dass „die
Taufe Reinheit anempfiehlt“. Wenn man sie mit dem taufenden Priester identifiziert, dann schon. Die anderen
Verse stehen natürlich auch zur Debatte, obwohl es daran nichts auszusetzen gibt.
@Burgorus jetzt wirds langsam kompliziert mit den ganzen Strophen… Aber ichw erd mal sehen, wie ich
„dem Weltherrn…“ noch unterbringen kann… Meinen Sie, wir könnten die Strophe in die „allgemeine“
Fassung einbringen… vor der Strophe mit „Die rechten Wehe wandle ich…“
Die dritte Strophe im München-Freisinger „Gottesdienst“: „Dem Weltherrn ward ich untertan. Dem Weltherrn
ward ich untertan, hab’ seiner Fahn’ geschworen. Nun hang’ ich seinem Reiche an, da ich aus Gott geboren.
Wir schreiten auf zum Königstor: schon bricht ein Strahl des Lichts hervor. Dem König will ich folgen.
Diese Strophe im Anschluss an das Lied „Fest soll mein Taufbund“ sagt klar aus, dass Reich (natürlich
in der Staatsform der Monarchie) und Kirche zusammengehören.
Wieso soll das Häresie sein? Soll die Kirche erstmal „den Lehren des Herrn“ folgen, von denen sie abgeirrt
ist. Ist es ein Wunder, dass sich viele Gläubige nicht am Treiben der Kirche orientieren wollen? Steht
etwa die Frau über dem Manne? Männliches richtet sich aus am männlichen Sein, nicht am Weiblichen.
Häresieverdächtige Strophe! Folgende Strophe des von „zum Glück katholisch“ geposteten Taufliedes stammt
aus der modernistischen Version, wo es heißt: „und folgsam seinen (des Herrn) Lehren“ statt „ihren (der
Kirche) Lehren“. Deswegen bin ich da immer besonders vorsichtig, was Häresie anbelangt. Jetzt zur Strophe:
O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus neu geboren! Von aller Schuld bin ich befreit, erlöst ist,
was verloren. Wer kann ermessen, welche Gnad mir Gott der Herr erwiesen hat? Mein Leben soll es danken.
Es ist zwar richtig, dass die Taufe von aller Schuld, sogar von den Sündenstrfen befreit (weswegen sich
ja früher viele erst am Ende ihres Lebens taufen ließen), aber das Lied erweckt den Eindruck, dass man
durch die Taufe auch in der Zukunft von aller Schuld befreit ist, dass man durch die Taufe bereits den
Freibrief zum Himmel hat. Dieses allgemeine „erlöst ist, was verloren“ geht in Richtung Allversöhnungslehre.
Ich plädiere dafür, diese Strophe zu streichen. Oder was sagen die (anderen) Experten der katholischen
Lehre und deren Aushöhlung?
@M.W. „Orthodoxie“ „Orthodoxie“, angewandt auf die Konstantinopel’schen Kirchen, ist jedenfalls von römisch-katholischer
Position aus verfehlt. Denn die Orthodoxen können nicht die anderen sein, das sind wir römische Katholiken
selbst.
Altgläubig Der Begriff „altgläubig“ wird in der Regel mit einem anderen Zusammenhang gebraucht, nämlich
mit der Orthodoxie und der damaligen Reform, die zur Abspaltung der Altgläubigen führte. Hier geht es
nicht um einen „alten“ glauben, sondern um die generelle Wiederzulassung der „alten“ Messe.
Beim Gotteslob lief vieles falsch 1. Es ist unhandlich, viel zu dick und zu groß, passt nicht in eine
Hosentasche. 2. Sieht eher aus wie ein MS-DOS-Handbuch (farbig) als ein Gebets- und Gesangbuch. Statt
schwarz ist es farbig ohne christliches Symbol am Einband. 3. es ist in der Kirche ausgelegt. Die Leute
haben schnell begriffen, dass sie kein Gebetsbuch mehr zu kaufen brauchen. So besitzt kaum einer mehr
ein Gebetsbuch, das er auch in seinem privaten Kämmerlein nutzt. Und wenn einer eins besitzt, dann verstaubt
es, denn zur Kirche braucht man’s ja nicht mitzunehmen. 4. Der Verkürzungen und Verfälschungen der Lehre
sind allzu viele. Die Idee, ein deutschhspachiges Einheitsgesangbuch mit Diözesanteil ist aber in einer
regional flexibleren Welt vom Prinzip her gut. Wenn man’s gut machte, könnte man viele Liedzersplitterungen
wieder gut machen, sowie wir es hier auf dieser Seite mit „Fest soll mein Taufbund“ gemacht haben. Die
alten Lieder sammeln und aufbereiten! Dasselbe mit den Gebeten. Ich kann mir das aber von unseren Bischöfen
nicht vorstellen.
Das neue Gotteslob Zum Glück kath.: Bis wann solls denn das neue Gesangbuch geben. Ein oder mehrere Lieder?Bis
wie lang kann man da noch Vorschläge machen? Werden die berücksichtigt, wenn sie zur Stützung der Lehre
dienen? Ist das wieder ein Einheitsgesangbuch, sodass auch Lehmann mitwirkt, oder ist das diözesanabhängiger?
Schau mal hier: www.dbk.de/…buch/home/index.html
neues Gotteslob und bonne nuit Im nene Gotteslob sind, m. E. Dinge drin, die nicht sein müssen…Was
ich schade finde ist, daß man auch die Litaneien verändert hat, und die Abläße nicht mehr unter die
Gebete geschrieben wurden. Aber so ist es halt. ich bin gespannt auf die weiteren Postings, verabschiede
mich nun aber. Eine ruhige Nacht und ein seliges Ende gewähre uns der allmächtige und barmherzige Gott
und lasse die Seelen der abgeschiedenen Christgläubigen ruhen in frieden.
@Zum Glück kath.: Bis wann solls denn das neue Gesangbuch geben. Ein oder mehrere Lieder? Bis wie lang
kann man da noch Vorschläge machen? Werden die berücksichtigt, wenn sie zur Stützung der Lehre dienen?
Ist das wieder ein Einheitsgesangbuch, sodass auch Lehmann mitwirkt, oder ist das diözesanabhängiger?
Nochmals zum Thema: Ein Vorschlag wäre: ein langes Lied Str. 1-5: Grundtext Zusatzstr. 6: „Dem Weltherrn
ward ich untertan…“ Zusatzstr. 7-9: die zur Eucharistie, Zusatustr. 10-13 als Liedbeginn: die zur Taufe
1-3 hinschreiben Zusatzstr. 13 = Weiter mit 1. oder eben drei oder vier Lieder draus machen.
@zumGlückkatholisch Die sind ohnehin im alten Buch genauso drin. Dafür sind im alten Buch sämtliche
guten Lieder und zusätzlich eine Vielzahl an Gebeten. Man fragt sich, wieso das „Gotteslob“ überhaupt
so dick ist, wenn sie so viel rausgenommen haben. Ich gehe jedenfalls nur mehr in die alte Messe oder
in Pfarren, von denen ich weiß, daß in denen die neue Messe im Geiste der alten zelebriert wird – und
das sind nicht sehr viele. Ich danke jedenfalls Gott, daß die alte Kirche in der PBSPX weiterlebt, und
daß man sich nicht mit der schlechten Liturgie in den restlichen Novus-Ordo-Kirchen zufrieden geben muß.
neues Gotteslob Ich habe das nur erwähnt, weil anscheinend wieder „alte“ Liedtexte reinkommen. natürlich
könnte man auch einfach die alten Liederbücher wieder nehmen. ich würde die jetzigen Gotteslöber trotzdem
nochn beibehalten, denn manchmal sind ja auch „Glücksgriffe“ drin: Lieder, die eigentlich sehr schön
sind…
@zum glück katholisch Was brauchen wir schon wieder irgendeine Neubearbeitung? Es reicht, die katholischen
Gesangs- und Gebetsbücher vor der unseligen „Gotteslob“-Liedbuchära wieder in Gebrauch zu nehmen. Das
alte Gesangs- und Gebetsbuch fürs Volk ist in den PBSPX-Kirchen und -Kapellen weiterhin in Gebrauch,
wie in der Zeit vor dem unseligen Pastoralkonzil 1962-65.
@Burgorus Ich denke, man könnte viel verändern, an den liedern, wie sie heute gesungen werden. Und es
wird auch schon eine neue Auflage des „Gotteslob“ erarbeitet, in der dann auch Lieder wie „Segne du Maria“
und dergleichen anscheinend wieder Platz finden. Ich muß sagen, ich würde so etwas begrüßen. und als,
so Gott will, zukünftiger Priester, würde sogar Liedzettel mit den alten strophen verteilen…obwohl
ich kein Anhänger der „Zettelwirtschaft“ bin
@czibo @zum Glück katholisch @iustus @czibo: Ich hatte das bereits vermutet, dass dieser so lange, unverfälschte
Text aus dem evangelischen Gesangbuch stammt. Ich weiß auch von Kennern des Kirchenlieds, dass das evangelische
Gesangbuch als gelungen gilt. Und viele Lieder beziehen sich nicht auf die Konfession wie eben auch „Morgenglanz
der Ewigkeit“. Im Gegenzug dazu hat das „katholische“ Einheitsgesangbuch Gotteslob eigentlich so alle
verärgert, vor allem die älteren wegen der vielen Änderungen und dann eben auch diejenigen, die die
katholische Lehre noch kennen. @iustus: Da haben Sie sicherlich recht. Und auch deswegen war mir das „gäbe“
irgendwie zu schwach, hört sich in etwa an wie „gern geb’ ich mein Leben nicht, aber wenn’s nicht anders
geht.“ @zum Glück katholisch Ich überlege mir, ob man aus den restlichen Strophen extra Lieder machen
soll oder alles in ein Lied zusammenfassen soll (wie es meine ursprüngliche Vorstellung war), sodass
man dann z.B. bei Ihrem letzten Lied nach Strophe 4 = Strophe 1 Grundtext mit „Dem bösen Feind und seiner
Pracht“ weitersingen kann, wenn man will. Z.B. wäre meine Zusatzstrophe, die ich morgen noch bringen
will (dem Weltherrn ward ich untertan), als selbständiges Lied eher wenig, da sie dann nur eine Strophe
wäre. Bei Zusatzstrophen denke ich an „Rosenkranzkönigin“, wo im München-Freising-Diözesanteil z.B.
steht: „Zum freudenreichen Rosenkranz“, dann folgt die Zusatzstrophe.
Hier mein Vorschlag zur Taufe Zur Taufe O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus neu geboren! Von aller
Schuld bin ich befreit, erlöst ist, was verloren. Wer kann ermessen, welche Gnad mir Gott der Herr erwiesen
hat? Mein Leben soll es danken. O Seligkeit getauft zu sein, in Christus eingesenket! Am Leben der Dreieinigkeit
ward Anteil mir geschenket. Ich bin der Kirche Christi Glied. Ein Wunder ists, wie das geschieht. Ich
bete an und glaube. An Jesu Christi Priestertum hab ich nun teil in Gnaden. Zum Opferdienst, zum Gotteslob
hat er mich eingeladen. Ich bin gesalbt zum heiligen Streit, bin Christi Königreich geweiht. Ihm will
ich leben, sterben. Fest soll mein Taufbund immer stehn, Ich will die Kirche hören! Sie soll mich allzeit
gläubig sehn Und folgsam ihren Lehren! Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ Zur wahren Kirch’ berufen
hat, Nie will ich von ihr weichen! Ich hab grad mit unserem kaplan telefoniert; er hat gesagt, es ist
immer so, daß erst „ich widersage“, dann „ich glaube“ kommt… was auch noch ein interessantes Bsp. dafür
ist, wie im Gotteslob gekürzt wurde, merkt man, find ich, besonders an maria Maienkönigin! 4. Wo dir
ein frommes Herz sich weiht, da hilfst du freundlich pflegen [:die Blüten zarter Lieblichkeit, die sich
im Herzen regen:] 5.Drum, liebe treue Gärtnerin, wir unser Herz dir schenken, [:du nimmst es als dein
eigen hin und wirst es treu bedenken:] 6. dann blühts in uns voll süßem duft wie auf des Maien Auen,[:und
wenn der herr zur Ernte ruft, wird uns ein selig Schauen:]
Burgorus Weil ich um die Kalamitäten wusste, habe ich auch gar nicht aus dem Gotteslob mit den vielfach
verhunzten Liedtexten, die auf abenteuerlich Weise katholisch gemacht wurden, zitiert, sondern aus dem
Evangelischen Kirchengesangbuch. Da wurden die Texte pfleglicher behandelt wurden, als von der nachgeholten
katholischen Heimholungspflichtkür.
Sehr konstruktive Diskussion! ich hätte auch noch einen Vorschlag zu Taufe… Immer voran! Mir fällt
aber zum „gäbe“ und „gebe“ von Leben und Blut noch etwas ein: „Ich gebe ihm mein Leben und mein Fleisch
und Blut“. Dieser übertragende Sinn ist MIR jetzt zu schwach. Im Verfolgungsfall tatsächlich das biologische
Leben geben zu wollen, das ist für mich zwingend mit einem großen Ernst verbunden, einem größeren
als ihn der übertragende Sinn beinhaltet.
Fest soll mein Taufbund… Dann bin ich ja froh, daß ihr mit meinem Verauch eigentlich zufrieden seid.
Hier noch im Bezug auf das allerheiligste Altarssakrament: Der Herr ist hier mit Fleisch und Blut als
Gott und Mensch zugegen, er ist mein Hirt, mein höchstes Gut, der Seele Speis und Segen. Dies glaub ich
treu und festiglich, dies lehrt die heilge Kirche mich, nie will ich von ihr weichen. Mein Heiland weiß,
was mir gebricht im Leben und im Sterben; sein Fleisch und Blut gibt Kraft und Licht, so werd ich nicht
verderben. Dies hoff ich froh und sicherlich, dies lehrt die heilge Kirche mich, nie will ich von ihr
weichen. Der Herr setzt ein dies Sakrament zum Denkmal seiner Liebe, daß er mein Heil, mein Ziel und
End, und ich sein Kind verbliebe. Ihn lieb ich nun und ewiglich; dies lehrt die heilge Kirche mich, nie
will ich von ihr weichen. ich hätte auch noch einen Vorschlag zu Taufe…
End-Version des Grundstocks zu „Fest soll mein Taufbund“ Str. 2 und 3 von vorher zu vertauschen ist notwendig,
4 schließt dann exakt an (das hatte ich sofort nach Absenden meines Postings bemerkt). Ich möchte aber
„in seine Kirch“ statt „zur wahren Kirch“. Auch die protestantische Taufe ist katholisch anerkannt. Hier
den Konfessionsstreit hochzuspielen halte ich für unangebracht. Wir Katholiken wissen, dass „seine Kirche“
die katholische ist. 1. Fest soll mein Taufbund immer steh’n, ich will die Kirche hören! Sie soll mich
allzeit gläubig sehn und folgsam ihren Lehren! Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirch’
berufen hat; nie will ich von ihr weichen! 2. Dem bösen Feind und seiner Pracht gelob’ ich zu entsagen;
verachte seine ganze Macht, will lieber Schmach ertragen. Ich fliehe alle Werke sein; sie enden mit der
Höllenpein, bereiten ew’ge Qualen. 3. An Gott, den Vater, glaube ich, den Schöpfer aller Dinge, und
an den Sohn, Herrn Jesus Christ, dass er uns Rettung bringe. Ich glaube an den Heil’gen Geist, der uns
in Wahrheit unterweist und seine Kirche lenket. 4. So will ich mutig aufrecht steh’n, will wahren meinen
Glauben; und müsst’ ich durch Verfolgung geh’n, nie lass ich ihn mir rauben. Der Glaube bleibt mein höchstes
Gut, für ihn geb’ Leben ich und Blut; im Glauben werd’ ich siegen. 5. Die rechten Wege wandle ich, solang’
ich leb’ auf Erden. Getreuer Gott, beschütze mich Und lass mich selig werden! O mach mich ähnlich Deinem
Sohn, dass ich erhalte meinen Lohn im Himmel einst auf ewig. Zusatzstropen morgen.
Hervorragend Einfach 2 und 3 vertauschen, Genau! dann passt aber 4 nicht mehr so gut drauf, Nein, 4. passt
dann exakt. Diesen Glauben, der dann in 3. benannt ist, DEN will ich wahren, für IHN geb’ Leben ich und
Blut.
@virOblationis @Czibo @virOblationis Ja, weil Sie’s sagen, kommt’s mir jetzt auch so vor, dass zuvor das
„Widersagst Du“ kommt und dann das „Glaubst du?“ Bin mir aber immer noch icht sicher. Welche Strophengestaltung
schlagen Sie vor? Einfach 2 und 3 vertauschen, dann passt aber 4 nicht mehr so gut drauf, oder 2 ganz
rauslassen und als Zusatzstrophe für Heilig-Geist oder Dreifaltigkeitsfest einfügen… @Czibo: Nochmals
zu Morgenglanz: Im Gottesdienst standen Ihre Strophen 3 und 4 als 2 und 3. Diese sind jetzt durch langweilige
Strophen ersetzt. Aber selbst an der ersten ist was rumgerüttelt: Es heißt jetzt: „Licht vom unerschaffnen
Lichte“. Ist „unerschaffen“ als Synonym für „unerschöpft“ zu verstehen? Oder ist „unerschöpft“ nicht
vielmehr eine Aufforderung, vom göttlichen Licht stets zu schöpfen“ „Licht vom Licht“ heißt „Das Licht
Gott Sohn vom Licht Gott Vater“. Von Gott Vater wird gesagt, er sei unerschaffen, das kann dann den Eindruck
erwecken, der Sohn sei geschaffen! Doch gemäß Nizäa-Konstantinopel gilt vom Sohn: „gezeugt, nicht geschaffen!“
Reihenfolge Meines Erachtens muß die Absage an das Böse dem Bekenntnis des Glaubens voraufgehen: Nach
dem Glaubensbekenntnis hat die Absage des Bösen doch keinen rechten Sinn mehr. Dort folgt vielmehr dasjenige,
was man als Glaubender in der Kreuzesnachfolge zu erdulden hat.
„Fest soll mein Taufbund“ @Zum Glück katholisch: Der Strophenaufbau des fünfstrophigen Grundstocks ist
in sich konsistent. Auch die fünfte passt als Abschluss recht gut. Strophe 2 und 3 beschreibt meines
Wissens den Ablauf des Taufgelübdes. Zuerst: „Glaubst du an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist?“, dann
„Widersagst Du dem Teufel und all seiner Pracht?“ Bin mir da jetzt nicht sicher. Wenn aber dem so ist,
dann sollte man die Reihenfolge der Strophen auch so lassen. Schade ist nur, dass dann die „satten“ Strophen
von 2 und 3 (bei meinem Grundstock) auf 3 und 4 um 1 weiter nach hinten gewandert sind. @iustus Das „gäb“
(„Für ihn gäb Leben ich und Blut“) ist natürlich auf die ganannte Verfolgungssituation bezogen. Ich
möchte trotzdem das „Leben und Blut geben“ in etwas weiterem Sinne betrachten, d.h. dass man sein Leben
ganz, mit Leib und Blut, dem Glauben übergeben soll, also vollen Einsatz für den Glauben zeigen soll;
das muss nicht unbedingt mit dem Martyrium verbunden sein. Und wenn man’s in diesem weiteren Sinn sieht,
wäre „gäb“ sogar unpassend. @Czibo Das Lied „Morgenglanz der Ewigkeit“ ist auch eine dichterische Hochleistung.
Sehen Sie aber im Gotteslob nach, dann finden sie nur noch die erste Strophe davon. Strophe 2 und 3 (mehr
als drei sind nicht drin) musste M. L. Thurmair umschreiben, da die alten Strophen in den Augen der Gotteslob-Gestalter
als untragbar galten.
Ich sage es ja: da sind Schätze verborgen! Ich kann bis heute nicht verstehen, mit welcher Eiseskälte
die neukatholischen Reformer nicht nur materielle Schätze „entsorgt“ haben, sondern auch solche herrlichen
Wunderstücke, die noch dazu den Vorteil haben, zu belehren, zu erziehen, zu erheben. Angestoßen von
den protestantischen geistlichen Liedern, hat sich auch bei uns eine ganz beachtliche Liederkultur geformt,
die es anderswo nicht gibt (ich bin z.B. ein Fan von Friedrich von Spee). Falls Sie den französischen
Kirchen-Fernsehsender kto über Satellit bekommen: schauen Sie sich mal die kulturellen Katastrophen an,
die uns dort als „katholisch“ verkauft werden sollen. Noch schlimmer als in Deutschland. Mit Gruß!
Maurice corvisier Morgenglanz der Ewigkeit Christian K. von Rosenroth, 1684 Morgenglanz der Ewigkeit,
Licht vom unerschöpften Lichte, Schick uns diese Morgenzeit Deine Strahlen zu Gesichte Und vertreib durch
deine Macht Unsre Nacht! 2. Die bewölkte Finsternis Müße deinem Glanz entfliehen, Die durch Adams Apfelbiß
Über uns sich müßte ziehen, Daß wir, Herr, durch deinen Schein Selig sein. 3. Deiner Güte Morgentau
Fall’ auf unser matt Gewißen, Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen Und erquick uns,
deine Schar, Immerdar! 4. Gib, daß deiner Liebe Glut Unsre kalten Werke töte, Und erweck uns Herz und
Mut Bei entstandner Morgenröte, Daß wir, eh’ wir gar vergehn, Recht aufstehn! 5. Laß uns ja das Sündenkleid
Durch des Bundesblut vermeiden, Daß uns die Gerechtigkeit Möge wie ein Rock bekleiden Und wir so vor
aller Pein Sicher sei’n. 6. Ach du Aufgang aus der Höh’, Gib, daß auch am Jüngsten Tage UnseLeichmann
aufersteh’ Und, entfernt von aller Plage, Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann! 7. Leucht uns selbst
in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne, Führ uns durch das Tränenfeld In das Land der ew’gen Wonne,
Wo die Lust, die uns erhöht, Nie vergeht! Ein mystischer Text wie er selten in einem Gesanbuch zu finden
ist.
Bester „zum Glück“, ich denke, das kann man so stehenlassen. Und mit dem „zur wahren Kirch“ geht’s auch
in Ordnung, das gibt / gab es wohl regionale Unterschiede. Bei uns hieß es eben „in seine Kirch“. So.
Nachdem das Werk getan scheint, müssen wir jetzt sorgen, daß es neu verbreitet wird (in meiner Gemeinde
wird es sowieso gesungen). Und da habe ich Bedenken, daß es in neukatholischen Gemeinden angenommen würde,
von neukatholischen Priestern ganz zu schweigen.
hier eine „allgemeine“ version-nur ein Versuch Fest soll mein Taufbund – „allgemeine“ Version Fest soll
mein Taufbund immer stehn, Ich will die Kirche hören! Sie soll mich allzeit gläubig sehn Und folgsam
ihren Lehren! Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ Zur wahren Kirch’ berufen hat, Nie will ich von ihr
weichen! An Gott, den Vater, glaube ich, den Schöpfer aller Dinge und an den Sohn, Herrn Jesus Christus,
dass er uns Rettung bringe. Ich glaube an den Heil’gen Geist, der uns in Wahrheit unterweist und seine
Kirche lenket. Dem bösen Feind und seiner Pracht gelob’ ich zu entsagen; verachte seine ganze Macht,
will lieber Schmach ertragen. Ich fliehe alle Werke sein, sie enden mit der Höllenpein, bereiten ew’ge
Qualen. So will ich mutig aufrecht stehen, will wahren meinen Glauben; und müßt’ ich durch Verfolgung
geh’n, nie lass ich ihn mir rauben. Der Glaube bleibt mein höchstes Gut, für ihn geb’ Leben ich und
Blut; im Glauben werd’ ich siegen. Die rechten Wege wandle ich, Solang ich leb’ auf Erden. Getreuer Gott,
beschütze mich Und laß mich selig werden! O mach mich ähnlich Deinem Sohn, Daß ich erhalte meinen
Lohn Im Himmel einst auf ewig.
Volle Zustimmung Ich gebe nur zu bedenken, dass sich „gäb’“ auf die Verfolgungssitzuation bezieht: „Müßt’
ich durch Verfolgung gehen…“ Aber geb’ ist in Ordnung, wenn es auch in unseren Breitengraden selten
gefordert ist.
Mein Vorschlag für einen Grundstock zu „Fest soll mein Taufbund“ und noch was zu Zusatzstrophen Ein Lied
mit vielen Strophen sollte in Grundstock und Zusatz-Strophen für gewisse Feste aufgeteilt werden, denn
es werden meist nur die ersten zwei, drei gesungen. Diese sollten somit die „satten Strophen“ sein, die
die Modernisten am liebsten totschwiegen. Möchte deshalb kurz folgenden Grundstock des Liedes vorschlagen.
Die erste ist ziemlich klar: Hier würde ich mehr für die gängigere Version „in seine Kirch“ statt „zur
wahren Kirch berufen hat“ (Internet-Version) plädieren. Das „wahr“ betont zwar, dass es auch viele falsche
Kirchen gibt, aber weniger, dass die eine Kirche Christi Kirche ist. Mein Vorschlag für die zweite und
dritte: 2. Dem bösen Feind und seiner Pracht gelob’ ich zu entsagen; verachte seine ganze Macht, will
lieber Schmach ertragen. Ich fliehe alle Werke sein, sie enden mit der Höllenpein, bereiten ew’ge Qualen.
3. So will ich mutig aufrecht stehen, will wahren meinen Glauben; und müßt’ ich durch Verfolgung geh’n,
nie lass ich ihn mir rauben. Der Glaube bleibt mein höchstes Gut, für ihn geb’ Leben ich und Blut; im
Glauben werd’ ich siegen. Zur zweiten: „Sie endigen“, wie in der Internet-Version hätte eine zu starke
Betonung auf der eigentlich unbetonten Endsilbe. Auch finde ich „Schmach“ besser als „Leid“. Zur driiten:
„gäb“ statt „geb“ klingt wie „zur Not, wenn’s denn sein muss“, ist mir zu wenig freudig. Strophen 1 und
2 von „O Seligkeit, getauft zu sein“ kann man als vorausgeschickte Zusatstrophen -1 und 0 insbesondere
für Tauffeiern verwenden.
Fest soll mein Taufbund… Nachdem ich jetzt von euch jegliche Versionen hab, werd ich mich mal dran machen,
was zu basteln und somit vielleicht Burgorus’ Wunsch nahe kommen
Ich denke auch an ein anderes, sehr schönes Lied aus dem Gesangbuch von „vorher“: „Nun danket all’ und
bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt! Ermuntert
euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut.
Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn, und werf all Angst, Not, Sorg und Schmerz in
Meerestiefen hin. Er lasse Seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; Er gebe Glück zu unserm Tun
und Heil zu allem Stand.“ Wir haben es früher zum Ende des Hochamtes, zum Auszug gesungen. Der Text stammt
von dem großen protestantischen Dichter Paul Gerhard, dessen in diesem Jahr besonders gedacht wird. Er
hat es 1647 gedichtet, in einer ähnlich zerrütteten Zeit wie heute. Rührt es mich deshalb so an, weil
es ungebrochenes Gottvertrauen zeigt, weil Gerhard auf das wirklich wichtige weist, auch und gerade für
heute? Diese wunderbaren alten Lieder waren reine Katechese. Nach dem, was man so hört, scheint das von
den heutigen musikalischen Einlagen nicht mehr gesagt werden zu können.
kreuz.net-Fassung von „Fest soll mein Taufbund“ Fällt mir gerade auf, dass die zweite Strophe des Liedes,
die ich gestern um 23:37 gepostet habe, im Wesentlichen eine Mischung aus der zweiten Strophe dieser Version
ingeb.org/…iritua/festsoll.html und der dritten Strophe, die iustus gerade gepostet hat, ist. Es wäre
doch sinnvoll, eine allumfassende Version, die alle sinnvollen Strophen (die neuen Fassungen können wir
hier getrost vergessen) enthält, zu kreieren. An deren Ende können dann Zusatzstrophen angehängt werden,
eine Zusatzstrophe, wenn wir wieder einen Kaiser haben (Dem Weltherrn ward ich untertan…) sowie Zusatzstrophen
zur Erstkommunion und eucharistischen Festen (die von RJH). Die zweite Strophe von iusti Fassung könnte
man auch als Zusatzstrophen zu Pfingsten und Dreifaltigkeit nehmen.
Fest soll mein Taufbund immer stehen … …ich will die Kirche hören sie soll mich allzeit gläubig
sehen und folgsam ihren Lehren. Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirch’ berufen hat. Nie
will ich von ihr weichen. Und weil diese Strophe ein so schönes Glaubenskenntnis ist, hier zwei weitere
mit diesem Inhalt: An Gott, den Vater, glaube ich, den Schöpfer aller Dinge und an den Sohn, Herrn Jesus
Christus, dass er uns Rettung bringe. Ich glaube an den Heil’gen Geist, der uns in Wahrheit unterweist
und seine Kirche lenket. So will ich mutig aufrecht stehen, will wahren meinen Glauben und müßt’ ich
durch Verfolgung geh’n nie lass ich ihn mir rauben. Der Glaube bleibt mein höchstes Gut für ihn gäb’
Leben ich und Blut im Glauben werd’ ich siegen. Die aktuelle Fassung in unserem Diözesanteil des Gotteslobs
(von mir kommentiert): … ich will die Kirche hören, (Puuh. Glück gehabt.) ich will den Weg des Glaubens
gehen (was will jemand damit sagen, dass er nicht mehr formuliert: Sie soll mich allzeit gläubig sehen?)
und folgen Gottes Lehren (durch die Änderung wird deutlich: Die Lehren der Kirche sind nicht Gottes Lehren.
Also: Warum sollte ich ihr beitreten?). Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirch’ berufen
hat, ihm will ich allzeit leben (Also: Von von der Kirche kann ich sehr wohl weichen). Brave new church!
Volks- und Kirchenlieder Zum Glück katholisch: Ich habe ja den „Gottesdienst“ zu Hause, habe heute morgens
bemerkt, dass ich vergessen habe, die dritte Strophe nachzuschauen. Heute abends vergesse ich es sicher
nicht. Am Samstag Mittag poste ich alle drei Strophen zu „Fest soll mein Taufbund“ hier auf dieser Seite,
damit diese Fassung in komplett zu sehen ist. Maurice, danke für das schöne Gedicht, auf der Homepage
dieser Lied-Seite. Da gab’s doch irgend so ein Kulturabkommen nach dem Krieg, bei dem die Deutschen verpflichtet
wurden, mindestens 50 % der Filme (oder Ähnliches) aus Amerika zu importieren. Seitdem stirbt bei uns
das deutsche Volkslied. Und wenn auf Festen jemand mit der Steirischen Ziach aufspielt, kann kaum noch
einer mitsingen. Traurig. Möchte bei dieser Gelegenheit ein Volkslied nennen, das wir in der Schule gelernt
haben und das mir immer noch nahe geht: Nun ade, du mein lieb Heimatland ingeb.org/Lieder/nunadedu.html.
„Fest soll mein Taufbund“ ist ein Lied, das besonders auch meinen jüngeren Bruder fasziniert hat. „Segne
du Maria“ ist wohl das Lieblingsmarienlied meiner Schwester, meins dürfte vielleicht „Maria zu lieben“
sein, natürlich die alten Strophen. In den ersten Jahren nach Einführung des Gotteslobes haben diese
Strophen noch öfters die neuen im Gotteslob übertönt, aber inzwischen muss man den Leuten schon die
Texte in die Hand drücken, damit sie die alten Strophen noch singen können.
@Müller Der Leser kann schon unterscheiden, wenn irgendwelche wegen irgendeinem Beitrag sofort ihre „Faschismuskeule“
hervorholen. Z.B. wurde ja vonseiten der DBK auch dem Heiligen Vater auf seinen Wunsch nach der Freigabe
der Alten Messe indirekt ausgerichtet, die Alte Messe sei „antisemitisch“. Man fragt sich, wer soetwas
noch ernst nimmt. Darüberhinaus nütze ich gerne die Gelegenheit, daß man sich an das verdienstvolle
Heilige Römische Reich erinnern möge, und daß dessen Erinnerung nicht durch das Deutsche Reich verdeckt
werden soll.
@Burgorus Es wäre unheimlich interessant, wenn sie sich an die 3. strophe des Liedes aus Ihrer Diözese
erinnern könnten… Ich stell mir gard eine Liste mit den verschiedenen Strophen zusammen… Es ist unbandig
schön, daß über dieses Lied gesprochen wird… Deo gratias
@Rudolfus: Fernab von Reichszugehörigkeiten habe ich Maledica schon geantwortet. Aber sie zieht es wohl
vor, sich nicht für ihre Anfrage, ob ich Faschist sei, zu entschudligen. Dafür wartet sie wahrscheinlich
ab, ob sie anderen Leuten in anderen Threads was vorwerfen kann. Man kann uninformiert sein, aber ob man
deshalb frech werden muss wie Maledica bleibt dahin gestellt.
@Maledica / Das Reich des Großherzogtumes Luxemburg Alle alten Reiche sind schon lange versunken: Sowohl
das tyrannische nationalsozialistische Großdeutsche Reich (1938-1945), aber auch das Deutsche Reich (1871-ca.1949),
und selbst das Heilige Römische Reich (800-1806) und das Kaiserreich Österreich (1804-1918). Das Reich,
dem Luxemburg und Liechtenstein entstammen, ist das Heilige Römische Reich und nicht das „Deutsche Reich“.
Fest soll mein Taufbund… Wie schön, daß über solch ein wunderbares Lied debattiert wird… Ich kenne
die Stophe „Fest soll mein Taufbund“ nur als 3. Strophe des Liedes „O Seligkeit getauft zu sein“ aus unserem
gotteslob im Bisrum augsburg… in der Laudate von 1927 wird auch nur „Fest soll mein Taufbund“ genannt.
O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus eingesenket! Am Leben der Dreieinigkeit, ward Anteil mir geschenket.
Ich bin der Kirche Christi Glied, ein Wunder ist’s, wie das geschieht. Ich bete an und glaube. An Jesu
Christi Priestertum hab ich nun teil in Gnaden. Zum Opferdienst, zum Gotteslob hat er mich eingeladen.
Ich bin gesalbt zum heilgen Streit, bin Christi Königreich geweiht. Ihm will ich leben, sterben. Fest
soll mein Taufbund immer stehen, ich will die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig sehn und folgsam
ihren Lehren. Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad in seine Kirch berufen hat; nie will ich von ihr weichen.
@Maledica: Waren Sie in Echternach? Die Litanei vom heiligen Willibrodrd, nachzulesen auf der Seite „www.willibrord.lu“
wird tasächlich in deutsch gebetet. Mag wohl daran liegen, dass die meisten Pilger aus Deutschland sind,
dass die ältesten Wallfahrten aus den Regionen Aachen-Prüm-Waxweiler stammen (Deutschland zugehörig)
und vor allem auch der Tatsache entspringen, dass die meisten Luxemburger deutsch verstehen/lesen/sprechen
können. Wenn man also keine Ahnung hat, sollte man sich vorher erkundigen. Übrignes ist „letzebuergisch“
ein mosel-fränkischer Dialekt, der in weiten Teilen der Eifel und des Moselgebietes auch in Deutschland
gesprochen wird. Merke: O, hättest du geschwiegen, … Übrignes: in Latein sangen wir das Tantum ergo
zum saktramentalen Segen und das Abschlussgebet „Panem de coelo…“
Danke für den link, Burgorus, und ich bin ganz froh, daß dieses schöne Lied ein solches Echo findet! –
Nach wie vor läuft mir ein froher Schauder über den Rücken bei der Zeile: „Dank sei dem Herrn, der
mich aus Gnad …“. Übrigens eine ganz interessante homepage, die Sie da verlinkt haben. Auf der Startseite
ein sehr bemerkenswertes kleines Gedicht: „Besseres kann kein Volk vererben, Als der eigenen Väter Brauch.
Wenn des Volkes Bräuche sterben, Stirbt des Volkes Seele auch.“ Wie sehr liegen wir doch schon im Sterben.
@Tausendfach vom Himmel vermehrt… …wurde tatsächlich der Segen, der von der Wallfahrt zum hl. Willibrord
ausging, und das, obwohl dort in deutsch und latein gesungen und in deutsch gebetet wurde!
@Wallfahrt: Ich war an Pfingsdienstag in echternach bei der Springprozession zu ehren des hl. Willibrord.
Tausendfach wurde dort der Segen vermehrt, ein ziechen dafür, dass Gott das Opfer, das die vielen Wallfahrer
darbrachten, angenommen hat.
@Maurice Corvisier finde ich sehr sympathisch von Ihnen, dass Sie als kath. Traditionalist auch noch Humor
beweisen, in dem Sie sich selbst als „Piushansel“ bezeichnen.
Ich wollte das Lied doch nur in aller Unschuld kurz zitieren – es war seit meiner Erstkommunion ein Lieblingslied.
Nur noch eine kleine Geschichte dazu: Als vor einigen Jahren eine kleine Nichte in einer neukatholischen
Kirche getauft wurde, stimmte der Organist dieses Lied an. Freudiges Erstaunen, und da uns das Gotteslob
völlig unbekannt war und ist, sang der Tradi-Teil der Familie den alten Text aus voller Brust. Zum völligen
Erstaunen der neukatholischen Teilnehmer, die verstört aus dem Gotteslob-Gesangbuch aufstaunten. Das
war nur ein winziges Schlaglicht, und doch einer jener Momente, in denen mir (uns) klar wurde, bis in
welche trotzdem entlarvende Kleinigkeiten hinein alles verändert worden ist. Wie dankbar man sein kann
für den katholischen Glauben und seine unverkürzte Bewahrung, das wird einem an solchen kleinen Dingen
wieder ganz besonders deutlich. Ja. Ich will die Kirche hören. Und ihren Lehren, so wie sie immer waren
und sein werden, diesen Lehren will ich treu folgen. Danke, lieber Gott.
welch schönes Zeugnis der Tradition! Jesus Christus wir danken Dir für dieses wunderbare und heroische
Zeugnis des Glaubens bei dieser Wallfahrt. Wind und Wetter konnten der würdigen Zelebration des hhlg.
Messopfers nichts anhaben! Priester, als solche klar erkennbar, weil in Soutane, die auf Seelenpflege
waren (schade, daß Bruno Isenmann nicht mehr auf der Erde lebt!) Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten
Sakrament des Altares!
Ad VirumFortem & ad RJH Ad VirumFortem: „War nicht als Kritik zu verstehen, hab’s mir gern angehört,
was ich mit dem Kommentar nur beweisen wollte. Ad RJH: Danke für Ihre Info. Interessant zu wissen, dass
es auch ein Taufgelübde-Lied speziell zur Erstkommunion gibt. Wäre gut, wenn dieses zur Erstkommunion
auch gesungen würde, denn was die Erstkommunionkinder über das eucharistische Sakrament heute lernen,
ist nahezu destruktiv: „In diesem Brot kommst du uns noch näher.“
Weil mir danach ist Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Wer hilft uns frei aus aller
Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feine, mit Ernst er’s meint; groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist, auf Erd’ ist nicht seinsgleichen. Mit unserer Macht ist nichts getan, wir sind
gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der
ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. Und
wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es
soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt, tut er doch nicht; das macht,
er ist gericht’. Ein Wörtlein kann ihn fällen. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein’ Dank dazu
haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind
und Weib, laß fahren dahin, sie habens kein’ Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1529
@ Burgoros Stimmt. Ich habe jetzt auch den Hintergrund recherchieren können. Das Lied in der älteren
Fassung wurde in der besonderen Liturgie der Feier der Erstkommunion der Kinder gesungen. Und zwar nach
Ablegung der Taufgelübde bis zur Opferung.
@VirFortis: Hab’s mir angehört, ist die neuere Fassung von RJH @RJH: Die Strophen 2-4 Ihrer älteren
Fassung sind sehr auf den Glauben an das Allerheiligste Altarsakrament fixiert, könnten eigentlich auch
als selbstständiges Lied zur Lehre über das Altarsakrament dienen.
@RJH: Zweite Strophe zu „Fest soll mein Taufbund“ (andere Fassung) Die Fassung im „Gottesdienst“ der Erzdiözese
München- Freising. 1. wie Ihre ältere. 2. Dem bösen Feind und seiner Pracht gelob ich zu entsagen,
verachte seine ganze Macht, will lieber Schmach ertragen! Der Glaube bleibt mein höchstes Gut, für ihn
geb Leben ich und Blut! Im Glauben werd ich siegen. 3. Dem Welthernn ward ich untertan, hab seiner Fahn
geschworen … Der Rest fällt mir jezt nicht mehr ein. Die zweite Strophe in dieser Fassung finde ich
sehr schön und halte sie für überaus wichtig.
@Czibo Nieznany und Sie vergessen in Ihrem Posting auch das, was Sie in Ihrem NOM vergessen: das Opfer
Das scheint den Modernisten ganz besonders verrückt zu sein, dass man opfert – wie unser Erlöser es
gemacht hat, am Kreuze, für uns.
Eine Wallfahrt macht noch lange keinen Sommer Die Bilder zur Wallfahrt nach Chartres erwecken außer
dem Bilde mit dem Altar, dem Brothäuschen und den kunstwillig hingestellten Kerzen zu beiden Seiten nicht
den Eindruck, als dass daraus derAufbruch ins Alte zu befürchten wäre. Wallfahrtsbilder dieser Art sind
nicht exklusiv. Auch mit NOM hat es verregnete Wallfahrten gegeben, mit verspritzten Alben, durchnässten
Wallfahrern und dem befreienden Gefühl, die Wallfahrt überstanden zu haben. Was soll denn Wallfahrt
bewirken: frei zu sein, die Umgebung zun verlassen, nicht zu wissen, was auf einen zukommt, den den Mut
zu haben angewöhnte, ausgetretene Wege zu unterbrechen, andere Wege zu tun und dabei Neues zu erfahren,
zu entdecken, vorausgesetzt, man wir nicht mit Gebeten eingelullt, die neue Erfahrungen verindern. Pfarrer
Roland Breitenbach, der den Jakobusweg selbst bis zum „bitteren“ Ende gegangen ist, sagte mir, dass der
Weg zurück der eigentlich wichtigere Weg ist, um zu erfahren, was „Ex oriente Lux“ zu bedeuten haben
könnte. :(3
@Juergen Sie haben mir um 20:23 geschrieben, ich habe leider erst jetzt für eine Antwort: Sie schrieben:
„Ja, ich kenne diese 200Jahre Grenze. Aber da blieb nicht viel übrig. Rechne mal vom Konzil von Trient
200 Jahre zurück. Wäre es nur um Texte gegangen, die irgendwelche Übernahmen aus protestantischen Gebieten
enthielten, hätte man wohl kaum 200 Jahre zurückgreifen müssen. Da hätte 70 oder 100 Jahre locker
gereicht.“ Antwort: Vielleicht war Pius V streng – mag sein. Sicher ist da auch etwas Willkür dabei –
man hätte auch 199 Jahre oder 198 Jahre nehmen können. Aber er hat sicher die Ritenvielfalt der damals
letzten 200 Jahre besser gekannt als Sie – überlassen Sie ihm doch einfach das Urteil. Jedenfalls tat
er kein Unrecht, die Grenze dahin zu setzten, wo er sie hingesetzt hat. Zu Hippolyt: nun auch wenn er
nicht zu 100% ein Gegenpapst war, dann meinetwegen zu – sagen wir 99% * Jedenfalls sagen uns das die
Quellen, und andere habe ich nicht, und Sie auch nicht, also wir nicht. Sie schreiben: „Ob er sich tatsächlich
zum Gegenpapst hat wählen lassen ist Quellentechnisch nicht 100%ig gesichert. Sollte das aber der Fall
sein, wäre das nach 217 geschehen. Der Text, der das Hochgebet enthält entstand etwa in dem Zeitraum
ab 210 bis zu seinem Tode.“ Also fällt nach Ihrer eigenen Ansicht Hippolyts Hochgebet und sein „Wirken“
als Gegenpapst ungefähr zusammen. Vielleicht schrieb er sein Hochgebet sogar als Gegenprogramm zum Römischen
Canon – wie P6. Ansonsten: Schlafen Sie gut
Hier die ältere Fassung: Die ich bislang tatsächlich nicht kannte und jetzt eben in einem vorkonziliaren
Gesangbuch rausgesucht habe. Dagegen ist natürlich auch nichts einzuwenden: 1. Fest soll mein Taufbund
immer stehn, ich will die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig sehn, und folgsam ihren Lehren.
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad in seine Kirch berufen hat, nie will ich von ihr weichen. 2. Der
Herr ist hier mit Fleisch und Blut als Gott und Mensch zugegen, er ist mein Hirt, mein höchstes Gut,
der Seele Speis und Segen. Dies glaub ich treu und festiglich, dies lehrt die heilge Kirche mich, nie
will ich von ihr weichen. 3. Mein Heiland weiß, was mir gebricht im Leben und im Sterben; sein Fleisch
und Blut gibt Kraft und Licht, so werd ich nicht verderben. Dies hoff ich froh und sicherlich, dies lehrt
die heilge Kirche mich, nie will ich von ihr weichen. 4. Der Herr setzt ein dies Sakrament zum Denkmal
seiner Liebe, daß er mein Heil, mein Ziel und End, und ich sein Kind verbliebe. Ihn lieb ich nun und
ewiglich; dies lehrt die heilge Kirche mich, nie will ich von ihr weichen.
@ juergen Wieso sollte das Lied seicht sein – es gibt präzise wieder, was die Taufe bewirkt. Insofern
ist es sehr lehrreich, was man über 90% der neueren (i.E. 60er, 70er Jahre) Lieder nicht gerade sagen
kann.
Ad hlucem Die erste Strophe von „Fest soll mein Taufbund“, wie Sie sie bringen, enthält an sich nichts
Falsches, birgt aber doch die Gefahr in sich, zu glauben, man könne Jesu Lehre befolgen, ohne auf die
Kirche zu hören. Es handelt sich also um eine Verkürzung der Lehre, die in den Textänderungen seit
Einführung des Gotteslobs am laufenden Band zu finden ist.
#51 Sursum Corda 22:19:28 | Donnerstag, 31. Mai 2007
Textfehler Während es die Strophen 2 und folgende beim vorgenannten Liede in verschiedenen Fassungen
gibt, wurde die erste allerdings wohl überall in der Urfassung gesungen: Fest soll mein Taufbund immer
steh’n ich will die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig seh’n und folgsam ihren Lehren. Dank
sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirch’ berufen hat, nie will ich von ihr weichen!
#50 AthanasiusII 22:15:37 | Donnerstag, 31. Mai 2007
Redaktion! Warum werden keine Photos und Berichte von der FSSPX-Wallfahrt von Chartres (Kathedrale) zu
Montmatre (Paris) reingestellt? Die katholische Wallfahrt der aus den Kirchen geschlossenen FSSPX-Patres
stand im Zeichen „Priester für die Römisch-Katholische Kirche“ und war auch sehr interessant!
Fest soll mein Taufbund immer stehn 1. Fest soll mein Taufbund immer stehn, ich will dem Herrn gehören.
Er soll mich allzeit gläubig sehn, gehorsam seinen Lehren. Dank sei dem Herr, der mich aus Gnad in sein
Kirch berufen hat, nie will ich von ihr weichen 2. O Seligkeit, getauft zu sein, in Christus neu geboren!
Von aller Schuld bin ich befreit, erlöst ist, was verloren. Wer kann ermessen, welche Gnad mir Gott der
Herr erwiesen hat? Mein Leben soll es danken. 3. O Seligkeit getauft zu sein, in Christus eingesenket!
Am Leben der Dreieinigkeit ward Anteil mir geschenket. Ich bin der Kirche Christi Glied. Ein Wunder ists,
wie das geschieht. Ich bete an und glaube. 4. An Jesu Christi Priestertum hab ich nun teil in Gnaden.
Zum Opferdienst, zum Gotteslob hat er mich eingeladen. Ich bin gesalbt zum heiligen Streit, bin Christi
Königreich geweiht. Ihm will ich leben, sterben.
zum Glück „is ja interessant… ich wäre vor 2 Jahren auch über ein Referat ins Opus Dei eingetreten…
LK ist bei „uns“ die Bezeichnung für „Leistungskurs“ in der Oberstufe des Gymnasiums…“ Na, dann: Erfolgswunsch
doppelt! „Allerdnings hab ich da schon nochmal ne Frage: Pius X. sieht den Papstthron seit dem II. VK
als vakant an, nicht?“ Nein. „darf ich fragen, wie Sie dazu stehen? Sind sie auch der Meinung, daß Benedkit
XVI kein „rechtmäßiger“ Papst ist?“ Meine Meinung ist völlig unmaßgeblich. Benedikt XVI. ist selbstverständlich
rechtmäßiger Papst. „Und: hat sich St. Pius X „nur“ wegen der Liturgiereform von der römisch-katholischen
Kirche getrennt?“ Haben die Piushanseln nicht. Es gibt das schöne deutsche Lied: Fest soll mein Taufbund
immer stehen. Und weiter geht es: Sie (i.e. die Kirche) soll mich allzeit gläubig sehen, und folgsam
ihren Lehren. Daran halten wir uns. Gute Nacht!
Zweites Hochgebet und Hochgebet nach Hippolyt Das Original-Hochgebet nach Hippolyt hört sich viel satter
an als das heute gebetete: Da kommen in etwa folgende Ausdrücke vor: „Um die Bande des Teufels zu zerreißen,
die Hölle zu zertreten, die Gerechten zu erleuchten, den Grenzstein aufzurichten und die Auferstehung
zu offenbaren, … da nahm er das Brot …“ Und die heute verwendete Verschandelung hört sich etwa so
an: „Ja du bist heilig, großer Gott…“ Darum schauen wir, dass wir die Sache schnell über die Bühne
bringen.
@ Kurt K. Ich habe gar nichts gegen den sog „NOM“. Jedoch müssen sich auch Pro-„NOM“ Argumente an sinnvollen
Maßstäben orientieren. Entscheidend für die Berechtigung des „NOM“ ist nicht, dass er „volksnah“ ist,
sondern dass auch mit ihm Gott dass ihm gebührende Opfer dargebracht werden kann. Einem Ritus der das
nicht sicherstellte, könnte noch so „volksnah“ sein, er wäre illegitim.