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Freitag, 1. Juni 2007 18:26
Wenn die Ehefrau die Hure ihres Mannes ist
Schon länger können Katholiken aufatmen. Dank der ‘Natürlichen Empfängnisregelung’ läßt sich das Kinderbekommen vom ehelichen Beischlaf trennen. Vom Heiligen Augustinus von Hippo.
(kreuz.net) Es liegt keine Schuld daran, wenn man den ehelichen Beischlaf mit der alleinigen Absicht ausübt, Kinder zu zeugen.

Doch wer im Beischlaf – wenn auch innerhalb der Ehe – die Fleischeslust sucht, der begeht eine läßliche Sünde.

Ich nehme den Fall an, daß diese Person – obwohl sie den ehelichen Beischlaf nicht um der Zeugung willen vollzieht – die Zeugung von Kindern nicht durch ein böses Gebet oder eine böse Tat verhindert.

Die solches tun, sind kein Ehemann und keine Ehefrau, auch wenn sie sich so nennen. Sie führen keine wirkliche Ehe.

Älteste Darstellung des Augustinus im Lateran, 6. Jahrhundert
Älteste Darstellung des Augustinus im Lateran, 6. Jahrhundert
In Wahrheit verbergen sie unter einem ehrbaren Namen eine Schmach.

Wenn sie so weit gehen, die Kinder, die gegen ihren Willen geboren wurden, auszusetzen, stellen sie sich selber bloß. Sie wollen jene Kindern nicht ernähren oder behalten, die sie gar nicht haben wollten.

Deshalb hegen sie einen verborgenen Zorn gegen jene Kinder, die sie nur mit Unwillen geboren haben. Das kommt in offenem Frevel ans Licht.

Verborgene Schande verrät sich durch offenkundige Grausamkeit.

Manchmal geht diese wollüstige Grausamkeit oder grausame Wollust so weit, daß sie sich sogar Gifte beschaffen, um sich unfruchtbar zu machen, und – wenn das nicht funktioniert – das ungeborene Kind im Mutterleib ersticken und vernichten.

Es ist ihnen lieber, daß ihr Kind stirbt, bevor es lebt. Wenn es im Mutterleibe bereits gezeugt ist, ziehen sie es vor, das Kind zu töten, ehe es geboren wird.

Mit Sicherheit sind der Mann und die Frau, wenn sie so handeln, in Wirklichkeit nicht verheiratet. Wenn sie es anfangs gewesen wären, so kamen sie nicht durch das Band der Ehe zueinander, sondern durch Verführung.

Da beide einander nicht Mann und Frau sind, wage ich zu sagen, daß die Frau geradezu die Hure ihres Mannes ist oder er ein Ehebrecher mit seiner eigenen Frau.


Aus dem Traktat über „Ehe und Begierlichkeit“ des Heiligen Kirchenlehrers Augustinus von Hippo († 430).
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 153 Lesermeinungen:
Montag, 21. Januar 2008 16:47
wunderkind3: was bin ich froh
das ich nicht eure religion teile und mich deshalb nicht an solchen nonsens gebunden fühle.
Montag, 11. Juni 2007 00:06
J’sus †: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 7. Juni 2007 23:19
Kurt K.: Gebote…?
Ich habs gewusst. Da kommt jetzt nichts mehr.
Donnerstag, 7. Juni 2007 17:34
Wolfgang K.: Augustinus von Hippo
Dieser „heilige“ Augustinus scheint eine ekklesiogene Neurose gehabt zu haben. Heute würde man ihm raten eine Therapie zu machen. Um diese Auswüchse in diesem Bereich zu wehren bedurfte es wahrlich der Reformation eines Martin Luthers.

Dieser Augustinus scheint schon besonders extreme Ansichten gehabt zu haben – irgendwie war dieser Mensch doch krank.
Donnerstag, 7. Juni 2007 14:41
Horst Metzker: Du sollst nicht ehebrechen!
Wo bitte steht in der Bibel die Gebrauchsanleitung für den sexuellen Akt? Wenn überhaupt darüber geschrieben steht, dann in kirchlichen Gesetzen, aber nicht in göttlichen Geboten. Weder Gott am Sinai noch sein Sohn bei der Berg-Predigt haben je von einer Missionarsstellung gesprochen, sind auch nicht die Autoren der Beichtspiegel.
Aber ihr Durchgeistigten könnt das Göttliche belehren.
Na Bravo, oder Booooaaaaa, eeeeehhhhh.
Donnerstag, 7. Juni 2007 14:35
Kurt K.: Lieber Rudolfus,
jetzt zeigen sie mir bitte mal auf, wo denn stehen soll: „Du, Weib, sollst deinen Mann nicht mit der Hand befriedigen!“ oder ähnliches. Sie berufen sich immer auf „Gottes Gebote“ aber dann fehlen zu solchen Dingen immer konkrete Aussagen Gottes. Bitte, bringen Sie doch mal ein Beispiel, wo sowas vorkommt. Oder woraus man so etwas immanent findet.
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