Motu Proprio steht bevor
Ein langes Interview und zwei Extrafragen
In einem heutigen Interview sprach der vatikanische Staatssekretär lange über die letzte Reise des Papstes nach Brasilien. Das Interessante kam am Schluß.
Kardinal Bertone kündigte die Freigabe der Alten Messe an: "Man wird nicht lange warten müssen."
Kardinal Bertone kündigte die Freigabe der Alten Messe an: „Man wird nicht lange warten müssen.“
(kreuz.net) Heute gab der vatikanische Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone, der italienischen Tageszeitung ‘Avvenire’ ein langes Interview.

Die Tageszeitung gehört der italienischen Bischofskonferenz.

In der Frage der Exkommunikation von Abtreibungspolitikern schiebt der Kardinal den Schwarzen Peter an die Bischöfe:

Der Papst habe in Brasilien daran erinnert, daß es deren Sache sei, eine eventuelle Exkommunikation auszusprechen. Diese erfolge im Fall von Abtreibungspolitikern nicht automatisch.

Im Interview kommt der Kardinal auch auf die vier Sünden zu sprechen, die vor Gottes Angesicht nach Rache rufen: Mord, homosexuelle Unzucht – „die unreine Sünde gegen die Natur“, wie sich der Kardinal ausdrückt –, die Unterdrückung der Armen und die Nichtauszahlung des Lohnes:

„Wie man sieht, sind das Sünden, die leider von größter Aktualität sind.“

Die Polemik des sozialistischen Präsidenten von Venezuela, Hugo Chavez, gegen den Papst weist Kardinal Betone zurück.

Chavez hatte von Papst Benedikt XVI. eine Entschuldigung verlangt, weil dieser angeblich den Holocaust der europäischen Eroberer an den Einheimischen in Südamerika nicht angemessen verurteilt hatte.

Man müsse davon ausgehen – so der Kardinal –, daß Chavez die Rede des Papstes nicht sorgfältig gelesen habe:

„Im übrigen ist bekannt, daß Politiker, die vom Schwung ihrer Rede ergriffen werden, in ihren Urteilen manchmal jenseits dessen gehen, was sie in Wahrheit denken.“

Zur Audienz des Papstes für den US-Präsidenten Georg W. Bush, stellt Kardinal Bertone heraus, daß Bush sich durch einige positive Initiativen für das Leben von der Empfängnis an ausgezeichnet habe:

„Es bleiben aber einige Probleme, die schon vom großen Propheten, dem Diener Gottes Johannes Paul II., herausgestellt worden sind, zum Beispiel der Krieg im Irak und auch die dramatische Situation der irakischen Christen, die immer schlimmer wird.“

Zwei Extrafragen

Den Schluß des Interviews bilden zwei „Extrafragen“.

Die erste betrifft den Brief des Papstes an die chinesischen Gläubigen.

Der Text des Briefes sei definitiv vom Heiligen Vater approbiert worden – erklärt Kardinal Bertone:

„Jetzt ist man dabei, die verschiedenen Übersetzungen herzustellen und kümmert sich um die technischen Aspekte der Veröffentlichung.“

In der zweiten Zusatzfrage wird der Kardinal gefragt, an welchem Punkt das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe angelangt sei:

„Ich glaube, daß man nicht lange wird warten müssen, um seine Veröffentlichung zu sehen“ – antwortet der Staatssekretär:

„Der Papst ist persönlich daran interessiert, daß das geschieht. Er wird das in einem Begleitbrief erklären und dabei auf eine wohlwollende Aufnahme des Schreibens hoffen.“

© Bild: latin-mass-society
      
18 Lesermeinungen
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#19   Fragender   13:49:50 | Freitag, 8. Juni 2007
Motu Proprio: ein Drama für das kreuz.net
sollte das Motu Proprio tatsächlich mal kommen, wäre das ein absoluter Tiefschlag für kreuz.net
Worüber soll man denn dann schreiben???
Haßartikel gegen Homosexuelle mit ausgewählten Fotos von Paraden und ein paar Hetzartikel gegen nicht ausreichend extremistische Priester können doch nicht alles sein, oder?
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#18   Stephanus   01:03:45 | Dienstag, 5. Juni 2007
ordo62:
was wird sich ändern, wenn wir es schwarz auf weiß vor Augen haben???
Jede Münze hat nur zwei Seiten:
1. es bleibt alles wie bisher, weil kaum ein Ortsbischof sich danach richten wird, was der Papst da in Rom so von sich gibt.
Aber immerhin könnten dann die Befürworter mit gutem Gewissen sagen: Wir tun das was wir tun unter dem wohlwollenden Blick unseres Heiigen Vaters.
(Das wäre ja schon mal was)
2. es kommt zu einer Kirchenspaltung, vor allem hier im teilprotestanitschen Westeuropa. Und damit fallen dann für die Weltkirche dringend benötigte Steuermilliarden weg.
Darum kann ich mir bei allem Hoffen doch nicht vorstellen, daß das Motu Proprio die entscheidende Stärkung für denkatholischen Ritus bringt.
Eher eine Duldungserklärung für Liebhaber prunkvoll ausgestalteter Messen. Eine Dauerkarte fürs Museum in etwa.
Und damit sind dann alle die Traditionalisten enttäuscht die sich einen Befreiungschlag erhofft hatten. Das kreuz-net ist ja voll davon.
Und viele der Enttäuschten werden dann die Stellungen der Sedis füllen und unsere Position damit zusätzlich schwächen.
Teile und herrsche, die dominaten Kardinäle werden sich auch von Papa Ratzi nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.
Bleiben wir realistisch!
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#17   ordo62   10:49:38 | Montag, 4. Juni 2007
Ich glaube erst dann an die Freigabe, wenn ich sie selbst aus dem Munde seiner Heiligkeit vernommen
Kürzlich empfauhl der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. S.E. Bischof Fellay den Gläubigen, es in diesem Punkt wie der Apostel Thomas zu handhaben. Es erst dann zu glauben, wenn man es auch berühren kann. Bis dahin gilt: ORATE FRATRES!!!
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#16   r.ruhrgebietler   07:50:27 | Montag, 4. Juni 2007
@irfanview (03. Juni 2007 -23:32)
Mir ist aufgefallen,dass hier Links zu Beiträgen die zur Aufklärung vieler Menschen beitragen, einfach gelöscht werden.
Ich finde es sehr unaufrichtig und stelle den gelöschten Link wieder ein, in der Hoffnung, dass auch andere Meinungen anerkannt werden!
Andere Meinung werden anerkannt – wenngleich diese auch irrig sind. Algermissen und seine Rotarierfreunde haben so viele Seelen in die Irre geführt! Algermissen, treten Sie endlich ab! Nutzen Sie die Ihnen von Gott gegebene Zeit Ihres irdischen Lebens zur Umkehr und Buße – für Ihre persönliche Seelenrettung. Zur Erinnerung, was ein röm.-kath Priester kennzeichnet (finden Sie davon etwas bei Algermissen??? ich nicht!)
Ein rk. Priester hat sich Jesus Christus bis in den Tod verschrieben und nicht dem PGR oder der Frauengemeinschaft oder einer sonstigen charismatischen Bewegung. Seine Heimat ist der Beichtstuhl! Seine Wirkstädte ist der Altar, seine Arbeit die würdige Zelebrierung des hlg. Messopfers, seine Freizeitbeschäftigung ist das sammeln von Seelen für den Himmel, seine Kleidung das Skapulier. Sein Gürtel ist der Rosenkranz, seine Mutter ist die Jungfrau Maria! Sein Knappe im Kampfe gg. den Satan ist der hlg. Erzengel Michael! Sein Banner in den Wogen der Welt ist Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament und auf den Prozessionen! Er ist unermüdlich um die Seelenrettung seiner Gemeinde bemüht!
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#15   monti   07:07:23 | Montag, 4. Juni 2007
@defensor fidei
mein Posting bezog sich auf den Artikel aus dem gelöschten link von kreuts.net.
@Vogelsberger: es fällt mir überhaupt nicht schwwer, Ihnen Recht zu geben.
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#14   Sentinel   01:27:44 | Montag, 4. Juni 2007
@Die Laterne in der Nacht
Ich finde es wunderbar, wie du es geschafft hast, ein Textzitat von kreuz.net als ein solches zu erkennen. Der untere Satz, den du gepostet hast, stammt anscheinend vom Autor.
Und ich muß dich enttäuschen: Die Rotary-Clubs setzen sich schon für die Erhaltung des Lebens ein. Und zwar für das bereits Geborene!
In jedem Fall liegst du hier total falsch. Und Danke, daß du deine Lügen offenbarst. So lernen alle etwas davon, auch die, die nichts lernen wollen.
Dafür noch einmal meinen herzlichen Dank.
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#13   VirFortis   00:27:58 | Montag, 4. Juni 2007
@Alle ! Obelix hat sich bekehrt
sei gesegnet – neuer Bruder in Christo :(3
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#12   Nachtlaterne   23:46:48 | Sonntag, 3. Juni 2007
rotary club
KREUTS.net schreibt:Der Rotary-Club ist eine weltweite, religiös neutrale Organisation von Geschäftsleuten und führenden Berufskräften. Er bemüht sich nach eigenen Angaben um humanitäre Hilfe, hohe ethische Standards in allen Berufen und bemüht sich um den Völkerfrieden und die Völkerfreundschaft. Weltweit gibt es ungefähr 1.2 Millionen Rotarier in mehr als 31.000 Rotary-Clubs in insgesamt 167 Ländern.
Wenn der der Humanität verschriebene Rotary-Club jemanden wie Bischof Algermissen sogar zu einem Ehrenmitglied ernennt, hat dies nichts damit zu tun, daß er Freunde in diesen Kreisen hat. Sondern eher damit, daß sich der heutige Bischof von Fulda für die Humanität verdient gemacht hat
was für ein meer an unsäglichen lügen! der rotary club hat sich niemals gegen totale menschenverachtung wie abtreibung und pornografie gewand. soviel zu seinen „hohen ethischen standarts“!
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#11   IrfanView   23:32:08 | Sonntag, 3. Juni 2007
Mir ist aufgefallen,
dass hier Links zu Beiträgen die zur Aufklärung vieler Menschen beitragen, einfach gelöscht werden.
Ich finde es sehr unaufrichtig und stelle den gelöschten Link wieder ein, in der Hoffnung, dass auch andere Meinungen anerkannt werden!
kreuts.net/wordpress/?p=102
Mfg IrfanView
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#10   Graf von Galen   23:19:51 | Sonntag, 3. Juni 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ Schulschwänzer
Gott benötigt die Erwähnung in der Verfassung nicht.
Die Menschen sind es jedoch Gott schuldig, ihm die
Ehre zu erweisen. Außerdem benötigen die sündigen,
schwachen Menschen eine Erinnerung, daß diese
vor Gott für ihre Taten verantwortlich sind.
Bei einem Staatenbund, der den Mord an den Ungeborenen und die widernatürliche Unzucht fördert,
stellt sich jedoch die Frage, ob eine Erwähnung von
Gott nicht eher einer Lästerung gleichkommt.
Das ist etwa so wie damals, als sich Adolf Hitler auf
göttliche Vorsehung berief.
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#9   schulschwänzer   23:05:26 | Sonntag, 3. Juni 2007
Allmächtigkeit
Wie schwach ist ein Gott,
der einer Erwähnung in einer
Verfassung bedarf?
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#8   Nachtlaterne   23:00:52 | Sonntag, 3. Juni 2007
wundern
Wenn aber nur noch das Unkraut gedeihen darf und entsprechend gedüngt wird, dann dürfen wir uns über schwere Verwahrlosungen nicht mehr wundern.
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#7   Graf von Galen   22:59:38 | Sonntag, 3. Juni 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ MT 18,3
In Deutschland herrscht schon lange keine Meinungs-
freiheit mehr. Sollte Sie zu bestimmten geschichtlichen
Ereignissen nicht das offizielle Geschichtsbild teilen
und dies öffentlich kundtun, kommen Sie schneller
und länger in den Knast, als wenn Sie auf einen
Schulhof an Kinder Heroin verkauften.
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#6   Vogelsberger   22:48:16 | Sonntag, 3. Juni 2007
NA JA
Kreuz.net hat ja schon recht oft das motu proprio in Aussicht erstellt. Man ist hier wohl recht heiß drauf…
Ach so:
@ Monti: wissen-> Ich weiß
nur mal
von wegen Rechtschreibfehlern
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#5   Defensor Fidei   22:44:33 | Sonntag, 3. Juni 2007
@ monti
Wenn Sie kreuz.net nicht glauben wollen, dann schauen Sie doch bei Radio Vatikan nach.
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#4   Nachtlaterne   22:42:38 | Sonntag, 3. Juni 2007
Mt, 18,3
Ist Freiheit wirklich immer die Freiheit der Andersdenkenden? Das beanspruchten auch damals die Nazis für sich und heute die Perversen!
Wer sich selbst, dem Land, Europa und der Welt eine Verfassung ohne Gott geben will, gerät ganz schnell aus der Verfassung!
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#3   MT. 18,3:   22:11:22 | Sonntag, 3. Juni 2007
oha…
Gilt in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr? oder ist das nur hier so? Meiner Meinung nach hatte sentinal völlig recht. man muss auch mal eine Meinung vertragen, die einem nicht in den Kram passt.
MfG aus München
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#2   monti   22:08:59 | Sonntag, 3. Juni 2007
Ich wüsste nicht,
was es da zu staunen gäbe. Wenn der Artikel genausoviele sachliche Fehler wie grammatikalische und Rechtschtreibfehler, weiss ich, was ich von ihm halten soll!
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