Das vertrauliche Protokoll einer Priesterrat-Sitzung vom letzten Frühjahr ist in Deutschland an die Öffentlichkeit gelangt. Es verkündet eine Drohbotschaft eigener Art.
(kreuz.net, Augsburg) Bereits Anfang März stimmte der Priesterrat des Bistums Augsburg gegen die korrekte
Übersetzung der Wandlungsworte und gegen die Alte Messe.
Das berichtete die Juni-Ausgabe der ‘IK-Nachrichten’.
Es handelt sich um das monatlich erscheinende Informationsblatt der katholischen Initiativkreise Deutschlands.
Die Diözese Augsburg wird von Bischof Walter Mixa geführt. Er gilt theologisch als neokonservativ.
Der Priesterrat tagte vom vom 5. bis 7. März. Die ‘IK-Nachrichten’ erhielten Einblick in das Protokoll
mit dem Tagesordnungspunkt „Wege zur Förderung würdiger Liturgie“.
Ende April kam es im Priesterrat
der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu einer ähnlichen Abstimmung über die Wandlungsworte der Heiligen
Messe.
Priesterrat und Bischof bitten um Restriktionen
Der Schriftführer des Priesterrates konstatiert
im Protokoll „bezüglich der Wandlungsworte wie der erweiterten Zulassung des tridentinischen Ritus eine
große Einmütigkeit unter den Priesterratsmitgliedern wie mit Bischof Walter [Mixa]“.
Dies drücke sich
in folgenden Beschlüssen aus:
„Der Priesterrat bittet den Bischof, bei der Deutschen Bischofskonferenz
und in Rom dafür einzutreten, daß bei den Wandlungsworten die Übersetzung ‘für alle’ für den deutschen
Sprachraum beibehalten werden kann. (1 Enthaltung, 1 Gegenstimme)
Der Priesterrat begrüßt, daß Bischof
Walter [Mixa] sich zum grundsätzlichen Umgang mit der Alten Messe klar geäußert hat und keine Notwendigkeit
sieht, im größeren Stil weitere Orte für die Feier der vorkonziliaren Liturgie zu benennen. (Einstimmig).“
Gemeint ist offenbar auch die vom Bischof abgelehnte Bitte zahlreicher Altgläubiger im Raum Neu-Ulm
um eine Alte Messe.
1.900 Jahre „pro multis“ und 40 Jahre „für alle“
Im Anhang des Protokolls ist die
Zusammenfassung eines Vortrags des theologisch liberalen Leiters der katholischen Akademie in Bayern,
Hw. Florian Schuller, beigefügt. Der Vortrag wurde vor der Abstimmung gehalten.
Hw. Schuller fordert,
den Brief des Präfekten der vatikanischen Liturgiekongregation „zunächst einmal einfach ernst“ zu nehmen.
Darin wird die korrekte Übersetzung der Wandlungsworte gefordert.
Doch Hw. Schuller fragt, wie ernst
die Befürworter der korrekten Übersetzung diese „immerhin seit vier Jahrzehnten gewachsene“, vom Heiligen
Stuhl approbierte, angeblich ostkirchliche Tradition nähmen:
„Wir stehen nicht mehr an einem ‘Punkt
Null’ der landessprachlichen Übersetzung der lateinischen Liturgie.“
Es gäbe eine „ins Bewußtsein
tief eingeschriebene Geschichte“ zentraler liturgischer Texte. Das lasse Änderungen an so herausgehobener
Stelle äußert delikat werden – beschwört Hw. Schuller.
Er fürchtet auch Denunzierungen und neue Polarisierungen
innerhalb der Pfarreien:
„Daß alle Priester ab einem bestimmten Datum klaglos von ‘für alle’ zu ‘für
viele’ wechseln werden, ist nach den Erfahrungswerten der vergangenen Jahrzehnte kaum zu erwarten.“
Durch
die zu erwartenden Auseinandersetzungen könnte eine „wichtige liturgische Einsicht“ verloren gehen, „die
wir unter gewissen Mühen gewonnen haben“ – so Hw. Schuller:
„Daß die forma sacramenti der Eucharistie
nicht nur die Wandlungsworte selbst sind, sondern der ganze Einsetzungsbericht.“
Eine andere Glaubensgemeinschaft
Hw. Schüller warnt in seinem Vortrag auch vor der Freigabe der Alten Messe. Zwei Riten produzierten
„zwangsläufig unterschiedliche Glaubensgemeinschaften“.
Um die Römische Messe könnten sich altrituelle
Gemeinden, Gruppen und Institutionen zusammenfinden. Doch diese wären nicht selten gleichbedeutend mit
Gruppen, in denen „wesentliche Erkenntnisse des [Zweiten Vatikanischen] Konzils“ negiert würden.
Deshalb
begrüßt Hw. Schüller die „deutliche Reserve“ deutscher und französischer Bischöfe gegen die Freigabe
der Alten Messe.
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Gothard und andere: profan Sicher ist die Abschaffung des Unterschiedes zwischen Heiligtum und Profanum
grundsätzlich richtig. Schon die Anweisung des hl. Benedikt in seiner Regel, nachdem das einfachste Klostergerät
wie heiliges Altargerät zu behandeln ist, weist in diese Richtung und wird heute auch so verstanden!
Nur: wir dürfen solche Aussagen nicht pressen. Die Folge obiger Erkenntnis ist tatsächlich katastrophal,
weil damit jegliche Ehrfurcht völlig verschwunden ist, unter dem – falschen – Gesichtspunkt, wenn alles
gleichermaßen heilig ist , dann ist eben alles auch gleichermaßen profan! So wurde eine grundsätzlich
richtige Erkenntnis im Sinne sozialistischer Gleichmacherei völlig in ihr Gegenteil verkehrt! Das Profane
sollte im Sinne einer grundsätzlichen Ehrfurcht vor allem von Gott Geschaffenen als heilig erkannt werden.
Statt dessen wurde das Heilige im Rahmen völliger Ehrfurchtslosigkleit zum Profanen herabgewürdigt,
eine völlige vom Konzil nie beabsichtigte Fehlentwicklung!
@Gotthard ja, da schnallst Du ab … Du hättest Dich mal lieber an meine wirlich guten und gut gemeinten
Ratschläge halten sollten. Doch jetzt ist es zu spät. Sage nicht, ich hätte dich nicht gewarnt, daß
Du den Zug verpassen könntest!
Na da hat sich unser Gotthard wieder weit aus dem Fenster gelehnt… Eine Kirche ist ja wohl kein Marktplatz,
oder eine Geldwechselstube… dem Gotthard sitzt schon wieder das kleine Teufelchen im Nacken. Die besondere
sakrale Bedeutung des Orts ergibt sich aus der Verwendung: ein Haus zur Ehre Gottes, wo die Menschen zu
diesem Zweck hingehen. Natürlich ist das Erlebnis des Sakralen aber nicht auf diesen Ort beschränkt,
sondern kann abhänging von der Aufrichtigkeit des Menschen faktisch überall erfahrbar sein. Ich würde
auch bezogen auf die mosaischen Religionsbräuche nicht von heidnisch sprechen. Schließlich wurden diese
von Gott so eingesetzt. Damals, als die Menschen noch geistig verschleiert waren.
@Gotthard Christen brauchen keine sakralen Orte und haben in diesem religionsgeschichtlichen Sinne auch
keine „non es hic aliud, nisi domus dei et porta coeli“ – so steht es über vielen Kirchenportalen. Jesus
war bezüglich „Das Gotteshaus ist für alles offen und eigentlich eine Markthalle“ nachweislich ganz
anderer Ansicht …
@benedikt Klar gibt es hier in der Gemeinde eine Kirche. Diese Kirche hat aber nicht den heidnisch-sakralen
Charakter eines Tempels – als Sitz der „Gottheit“. Eine Kirche ist für alles offen – wie schon die klassische
Form der Basilika zeigt – als Markthalle. „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir…“ sagt Paulus
auf dem Areopag… genauso ist es… wir Christen brauchen keine sakralen Orte und haben in diesem religionsgeschichtlichen
Sinne auch keine. Die offiziellen Aufgabenträger in der Kirche haben eine sakramentale Sendung … diese
Sendung ist eine für die vielen weiteren Aufgabenträger und Verantwortlichen in den Gemeinden. Die Eucharistiefeier
bedarf des sakramental Beauftragten und der vielen anderen Dienste, um eine Feier der Gemeinde zu sein …
zum Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi.
@Frasim Es ist wirklich schrecklich, wie Profanes und Sakrales nicht mehr auseinandergehalten werden!
Diese strenge Unterscheidung ist allerdings eine sehr heidnische. Der Sakral-Bereich war nur den Priestern
vorbehalten – allein sie durften sich dem Heiligen – der Gottheit – nähern. Seit Weihnachten ist diese
Trennung aufgehoben! Noch einmal sehr eindeutig markiert im biblischen „und der Vorhang des Tempels riss
mitten entzwei“. Alle Trennungen von Sakralem und Profanen in der Vergangenheit waren fromme heidnische
Bräuche – aber nicht von christlicher Theologie und der biblischen Überlieferung gedeckt. Alle Polemiken
gegen Frauen als Kommunionhelferinnen sind christlich-theologisch nicht gedeckt. Alle Polemiken gegen
sakral-profan haben keine christliche Grundlegung… Weihnachten hat die Welt zu einem sakralen = heiligen
Ort gemacht.
@ Rottenburg >>Und warum verweigert der kreuz.net-Informant dann sein aufrichtiges Zeugnis?<< Was heißt
>>aufrichtiges Zeugnis?<< Wahrscheinlich würden ihn seine Priesterratskollegen zerfetzen, wenn er sich
outen würde. Sie wissen ja wohl, wie das so ist – mit gruppeninternen Kontroll- mechanismen. Wer ausschert,
wird geschnitten. Keine Krähe wage es, an der anderen herumzupicken. Wir haben hier ein hübsches kleines
Beispiel dafür, wie es bei Fragen, die das Verhältnis Rom – Ortskirche betreffen, realiter wohl des
öfteren bestellt ist. Man darf einfach davon ausgehen, dass sich in Rom und im Vorfeld der Entscheidung
viele kluge Köpfe um das „pro multis“ ernsthaft, ja sehr ernsthaft Gedanken gemacht haben – aber nein,
Rottenburg weiß es natürlich besser.
Wie dem auch sei Er fürchtet auch Denunzierungen und neue Polarisierungen innerhalb der Pfarreien: „Daß
alle Priester ab einem bestimmten Datum klaglos von ‘für alle’ zu ‘für viele’ wechseln werden, ist nach
den Erfahrungswerten der vergangenen Jahrzehnte kaum zu erwarten.“ …der Mann ist jedenfalls Realist.
@Jörg Guttenberger, Köln 2. Der Fortfall der Grenzen zwischen Heiligtum und Profanem mit der zutreffenden
Begründung, alles sei heilig, hat weitestgehend zu dem Fehl-Umkehrschluß geführt, alles sei profan!
Damit entfällt jegliche Ehrfrcht! Und die eingeführte Mundkommunion ist doch genau ein solcher „Fortfall
der Grenzen zwischen Heiligtum und Profanem mit…“. Mittlerweile dürfen ja auch schon weibliche Laien,
ohne Patene dem stehenden Empfänger das „Brot“ reichen. Entstehender Eindruck: Ist nur was Profanes.
Dagegen die ehrfürchtige Form (vom Priester dem Knieenden mit Patene gereicht). Entstehender Eindruck:
Hier gehts um etwas besonders Kostbares, Heiliges.
@Christian Hüller Und warum verweigert der kreuz.net-Informant dann sein aufrichtiges Zeugnis? Würde
er sich erkenntlich zeigen, könnte man in einen Dialog treten. Aber er taucht wohl eher in der anonymen
Masse ab! Lesen Sie doch mal Mt 10,32f!
@ Gotthard Irrtum. Jede Entscheidung des Priesterrats ist auch auf seine Relevanz für die Weltkirche
(= catholica) zu hinterfragen. Die Ortskirche steht nie nur für sich selbst, auch wenn sie dies bisweilen
gerne würde. Im Übrigen sollte man Leser Rottenburg auch an seinen eigenen Worten messen: >>Es ist schön,
dass man lesen darf, wenn die Heilige Römische Kirche solche Erfolge erzielt. Schade, dass viele Schismatiker
der FSSPX-Sekte noch nicht begriffen haben, wie wichtig für einen Katholiken die Einheit mit dem Bischof
von Rom ist!<< Vor der eigenen Haustüre gilt das wohl nicht …?
Intriganten es gibt immer wieder Intriganten … und Plappermäuler und Wichtigtuer…feige sind sie alle
Male. Wenn Rom völlig überraschend eine Entscheidung mitteilt gegen eine seit langem geübte und von
dort approbierte Praxis, darf es doch wohl Diskussionen und Meinungsäußerungen dazu geben – bestimmt
vom höchsten Beratungsgrremium eines Bischofs – dem Priesterrat einer Diözese. Der Priesterrat einer
Diözese ist nicht einer „interessierten Catholica“ verpflichtet, sondern seiner Diözese.
@ Rottenburg Hüten Sie mal ein bisschen Ihre Zunge. Hier geht es um Treue zu Rom und zum Evangelium,
und wenn sich hier ein Rat über eine -lange debattierte und gründlich abgewogene- Entscheidung mit meinetwegen
demokratischem Beschluss einfach hinwegsetzt, lässt das ziemlich tief blicken. Eigene Überzeugungen
und die überholten Lehrmeinungen protestantischer Exegeten dürfen niemals anstelle autoritativer Festsetzungen
des höchsten Lehramts treten. Dies der Öffentlichkeit Kund zu tun, ist ein Akt von Loyalität gegenüber
Rom und der interessierten catholica. Wie sagte doch neulich Kardinal Meisner aus Köln: Es gibt in der
kath. Kirche mittlerweile viele „Räte“, aber die Ratlosigkeit ist eher gestiegen, trotz der vielen „Räte“.
Feige Verräter! Ende April kam es im Priesterrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu einer ähnlichen
Abstimmung über die Wandlungsworte der Heiligen Messe. Da würde mich ja interessieren, welches Rottenburger
Plappermaul das wieder zu kruz.net trug! Aber wahrscheinlich ist derjenige Priester eh zu feige, um sich
zu „outen“!
@Jörg G., Köln Ist die eucharistische Ehrfurcht in den Ländern ohne Handkommunion spürbar größer?
Da braucht man doch erst gar nicht fragen, daß dem so ist. Manche Bischöfe im Ausland haben die Handkommunion
wieder abgeschafft. Sie ist eine objektiv schlechte Art des Kommunionempfangs, aus vielen Gründen (Partikel,
Raubgefahr etc.), und darum objektiv unwürdig.
Cantuja, Chevalies Cant.: Ihren grundsätzlichen Ausführungen zur Litiurgiereform stimme ich gerne zu.
Nur zu den befürchteten Folgen einer allgemeinen Freigabe der „alten Liturgie“ ist m. E. zu entgegenen,
daß innerhalb der neuen Liturgie die Spannweite zwischen greg. Choralamt und „Famlien“-Messe bzw. sonstigen
individuell gestalteten Liturgien deutlich größer ist, als zwischen einem greg. Choralamt nach alter
und nach neuer Liturgie. Wieso soll die Hinzufügung einer weiteren Variante die von Ihnen befürchteten
Folgen haben? Oder meinen Sie, die abnehmende Autorität der Bischöfe sei – zumindest teilweise – auf
die bereits bestehende liturgische Vielfalt (zumindest zum Teil) zurückzuführen? Das wäre ein interessanter
neuer Gesichtspunkt. Chev.: Die Behauptung, nachlassende eucharistische Ehrfurcht sei auf die Handkommunion
zurückzuführen, hört man viel. Die wesentlichen Ursachen sind jedoch m. E. folgende: 1. Lockerung des
Gebotes der eucharistischen Nüchternheit. Hierdurch wird der tägliche Empfang zwar erleichert, insbesondere
für den werktätigen Teil der täglichen Liturgieteilnehmer. Als täglicher Besucher der hl. Messe gebe
ich zu, daß die Gefahr einer geistlichen Routine besteht. 2. Der Fortfall der Grenzen zwischen Heiligtum
und Profanem mit der zutreffenden Begründung, alles sei heilig, hat weitestgehend zu dem Fehl-Umkehrschluß
geführt, alles sei profan! Damit entfällt jegliche Ehrfrcht! Ist die eucharistische Ehrfurcht in den
Ländern ohne Handkommunion spürbar größer?
Liturgiereform – an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen Für die Liturgiereform gilt ein Wort des
Herrn: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Die Liturgiereform mag größere Verständlichkeit
in die Liturgie gebracht haben. Endlich verstehen die Leute, was gebetet und was vorgelesen wird. Gut
und schön. Das war vor der Liturgiereform auch schon zum Teil verwirklicht. Aber eines ist durch die
Liturgiereform sicherlich nicht besser geworden, und das sind Ehrfurcht und eucharistisches Feingefühl.
Diese so wichtigen Eigenschaften sind der neuen Liturgie verlorengegangen spätestens seit der Zulassung
der Handkommunion. Nicht von ungefähr wird gerade dieser Verlust mittlerweile von einigen Vatican Granden
beklagt (Ranjith). Was aber ist eine Liturgie wert, in der man zwar jedes Wort versteht, in der die Menschen
den Himmel aber nicht mehr spüren und in der der Glaube an die wirkliche Gegenwart des Herrn nur noch
rudimentär vorhanden ist? Nichts, aber auch garnichts!
Immer wieder Gotthard … Ihnen im Gegenzuge diese Empfehlung: Schneide deine Haare ab und wirf sie von
dir und wehklage auf den Höhen; denn der HERR hat dies Geschlecht, über das er zornig ist, verworfen
und verstoßen. Denn die Kinder Juda tun übel vor meinen Augen, spricht der HERR. Sie setzen ihre Greuel
in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, daß sie es verunreinigen, und bauen die Altäre des Thopheth
im Tal Ben-Hinnom, daß sie ihre Söhne und Töchter verbrennen, was ich nie geboten noch in den Sinn
genommen habe. Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß man’s nicht mehr heißen soll Thopheth
und das Tal Ben-Hinnom, sondern Würgetal; und man wird im Thopheth müssen begraben, weil sonst kein
Raum mehr sein wird. Und die Leichname dieses Volkes sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren auf
Erden zur Speise werden, davon sie niemand scheuchen wird. Und ich will in den Städten Juda’s und auf
den Gassen zu Jerusalem wegnehmen das Geschrei der Freude und Wonne und die Stimme des Bräutigams und
der Braut; denn das Land soll wüst sein.
@Regina 1961 Pro multis heißt doch für viele. Müßte für alle nicht irgendwie mit totus oder tutti
übersetzt werden? Wie gesagt, mein Latein ist einige Jahrzehnte Vergangenheit. „für alle“ –-> pro omnibus
Rudolfus: Paul VI zur Liturgiereform [kursiv]Daher entspricht die Neugestaltung einer von der Autorität
der Kirche getragenen Anordnung. Sie stellt einen Akt des Gehorsams und die konsequente Haltung der Kirche
dar. Sie ist ein Schritt nach vorn in der echten Tradition der Kirche und ein Zeichen der Treue und Lebenskraft.
Dieser Reform müssen wir alle bereitwillig zustimmen. Sie ist nicht willkürlich, auch kein hinfälliger,
dem Belieben anheimgestellter Versuch, und ebensowenig das improvisierte Stück einiger Dilettanten, sondern
ein von ausgewiesenen Kennern der Liturgie durchdachtes, lange erörtertes und studiertes Gesetz. Wir
tun gut daran, es mit freudigem Interesse aufzunehmen und mit prompter, einmütiger Bereitwilligkeit durchzuführen.
(Ansprache über die Messordnung vom 19.11.1969
@Juhuben C. / Belieben des einzelnen Priesters Etwas anderes ist es, wenn es dem Belieben des jeweiligen
Priesters anheimgestellt wird, wie es die Oberen der FSSPX als Vorbedingung verlangen. Der alte römische
Ritus ist nicht dem Belieben des einzelnen Priesters ausgeliefert, sondern streng reglementiert. Die Gestaltug
des neuen Ritus dagegen ist tatsächlich der Willkür jedes einzelnen Priesters anheimgestellt. Als lateinischer
Gläubiger besuche ich darum fast ausschließlich nur mehr den alten Ritus.
Jörg Guttenberg. Gehorsamspflicht man kann geteilter Meinung sein, ob die Art und Weise wie Paul VI die
Liturgiereform durchgeführt hat besonders glücklich war. Man muss ihm jedoch zubilligen, dass er überzeugt
war, damit das Gemeinwohl der ihm anvertrauten Gemeinschaft und es deshalb eine Sache des Vertrauens,
ihm in dieser Sache den Gehorsam nicht zu versagen. Im übrigen haben Johannes Paul II und Benedikt XVI
entsprechende Korrekturen vorgenommen, die es dem Gläubigen gestatten, an einem Ritus seiner Wahl teilzunehmen.
Etwas anderes ist es, wenn es dem Belieben des jeweiligen Priesters anheimgestellt wird, wie es die Oberen
der FSSPX als Vorbedingung verlangen. Sollte Benedikt XVI ihr Folge leisten, käme dadurch die Autorität
des Ortsbischof ins Schwanken. Ausserdem würde einander immer mehr sich entfremdende Gruppen innerhalb
der kirchlichen Gemeinschaft entstehen
Freigabe der „alten“ Liturgie Immer wieder der Unsinn mit der Kirchenspaltung, der jetzt noch mit der
Behauptung von zwei Glaubensgemeinschaften überhöht wird! Nicht die Wiederzulassung der alten Liturgie
spaltet die Kirche, sondern deren Verbot hat sie gespalten. Sind diese Klerier geschichtsblind?
@artois bei den Dumpfbacken magst du recht haben. Aber Du hast liegst schon falsch, wenn du Argumente
von Deiner Seite reklamierst. Leider konnte ich bisher selten Argumente bei Dir lesen. „Greuel“ können
nun keine Argumente sein. Also: erhol Dich und mach eine Kur!
@gotthard … komischerweise reagieren alle Dumpfbacken in allen Foren spätestens nach dem zweiten widerlegten
Argument mit irgendeiner „Diagnose“ ohne sachliche Basis … Das spricht „eher“ gegen die Stichhaltigkeit
der Argumente solchen Personals. Im übrigen bediene ich mich der Salbe aus Gilead, falls Ihnen das etwas
sagt …
@artois Du leidest wohl an einer schrecklichen Krankheit … anders sind Deine wahnwitzigen Kommentare
nicht zu erklären. Hoffentlich wird Dir bald mal eine angemessene Therapie zuteil.
@Genoveva Das „derzeit gültige Messbuch“ ist ein Greuel in Gottes Augen und was das bedeutet mögen Sie
in der hl. Schrift nachlesen. Die „Übersetzung“ ist keine „Übersetzung“, – sie ist ein Verbrechen an
der Kirche und abscheulich. Ihre Wahnvorstellung tendieren ins Paranoide, genau wie die ganze NOM-Kirche
deutscher Zunge. Und das kann man ja hier täglich lesen. Lassen Sie schluenigst von Ihrem Tun ab, da
Sie sich das Gericht auf den Hals reden!
Eine Schande für die Diözese! Daß der Priesterrat einer ganzen Diözese mit überwältigender Mehrheit
die verfälschten Wandlungsworte „für alle“ beibehalten will, ist eine Riesenschande für die beteiligten
Priester. Der Geist der modernen Zeit ist ihnen offenbar wichtiger als die Treue zum überlieferten Evangelium.
Diese Entscheidung ist an Schwachsinn und Skrupellosigkeit kaum zu überbieten. Da verwundert auch die
Ablehnung der überlieferten heiligen Messe nicht mehr.
@Genoveva Seien Sie bitte auch anderen gegenüber so nüchtern und sachlich, wie sie mir gegenüber erfreulicherweise
schliesslich bewiesen haben, dass Sie es sein können! Die Möglichkeit, das ‘für alle’ richtig zu verstehen,
bedingt, dass es – sofern dieser Aspekt tangiert war – bislang möglich gewesen sein mag, unter Verwendung
dieser Form zu konsekrieren. Mehr absolut nicht. Vor allem: Alle anderen Liturgien haben ein Äquivalent
zum lat. pro multis, das ist das Zeugnis der heiligen Schrift. Warum macht der NOM hier in den meisten
Landessprachen die einzige Ausnahme?
@Artois: Pöbeln Sie hier nicht rum … Was Sie von sich geben, ist haltloses Gerede. Poster juergen hat
völlig Recht: Das derzeit gültige Messbuch enthält „für alle“ und damit stellen sich Gültigkeitsfragen
an dieser Stelle nicht. Punktum. Und ob es zu einer Änderung dieser Übersetzung kommt, wird man sehen.
Das werden die deutschen Bischöfe einvernehmlich mit dem Heiligen Vater regeln.
@Müller Um den Glauben des Priesters ist es mir nicht gegangen. Wer aber der Konsekrationsformel mit
‘für alle’ einen Sinn gibt, der mit ‘für viele’ völlig unvereinbar ist und weswegen er auch künftig
an ‘für alle’ unbedingt meint festhalten zu müssen, konsekriert nicht, weil alle Änderungen der Form,
die deren Sinn tangieren, die Konsekration verungültigen. Hinsichtlich der Intention halte ich es mit
den Externalisten, insofern die Intention facere quod facit ecclesia als intentio interna nur im Einhalten
des vorgeschriebenen kirchlichen Ritus zweifelsfrei dokumentiert werden kann, via intentio externa also.
Dies scheint mir auch im Sinne einer Rechtssicherheit, gültige Sakramente zu empfangen, der Sichtbarkeit
der Kirche, letztlich ihrer inkarnatorischen Fundierung, geschuldet zu sein. Johannes Stöhr hat zu diesem
Diskussionspunkt die verschiedenen Meinungen der Theologen gut übersichtlich in einem knappen Büchlein
zusammengetragen, das 1980 bei Pattloch erschienen ist. Die intentio ist in jedem Fall ein Willens-, kein
Glaubensakt. Das bedenkliche heute ist, dass sich unsere Priester und Universitätstheologen mit solchen
entscheidenden Fragen gar nicht mehr befassen und sie als (neo)scholastische Quisquilien abtun.
Ja, was gültig ist oder nicht, das entscheidet die Kirche. Und da diese nicht irren kann und sich selbst
nicht widersprechen kann, ist eben „für euch und für viele“ sowohl reichtig, als auch gültig. Ihr Problem
ist, daß Sie in grenzenloser Verwirrung nicht wissen, wo oder was die Kirche ist. Die Lutheraner von
1530 hielten sich auch für super kirchlich und gar konservativ … Ihr „römisches Dikasterium“ erinert
mich eher an einen Klapperkasten …
gültig oder ungültig? „Vergessen Sie diese verunstaltete Formel möglichst rasch, gültig kann die sowieso
nie und nimmer sein.“ Was gültig ist oder nicht entscheidet die Kirche. Die Vollmacht ergiebt sich aus
der petrinischen Binde und Lösegewalt. Wenn die Kirche die Gültigkeit von einem Sakrament an bestimmte
Formen gebunden hat, dann ist das Sakrament gültig, wenn diese Formen eingehalten werden. Das dt. Messbuch
mit „für viele“ ist von dem zuständigen römischen Dikasterium approbiert. Damit ist die Messe auch
gültig.
@Krak Aber all das ist doch nur ein Zeichen für den fast schon chronischen Ungehorsam, der römischen
Anliegen aus deutschen Landen entgegengebracht wird. In den Äußerungen des Augsburger Priesterrates
kann ich keinerlei Ungehorsam entdecken! Er lehnt sich gegen keinerlei Erklärung oder Anweisung aus Rom
auf. Er argumentiert gegen eine mögliche Entscheidung – gut demokratisch! Der chronische Ungehorsam ist
bei den Pius-Hanseln zu finden: sie lehnen sich gegen ausdrückliche Anweisungen Roms auf mit dem Lachnummernargument
eines Notstandes. Herrlich!
Es heißt „für euch und für viele“. „Für euch und für alle“ ist Blödsinn, der niemals in die hl.
Messe gehört, egal wie verstiegen das auch „begründet“ wird. Vergessen Sie diese verunstaltete Formel
möglichst rasch, gültig kann die sowieso nie und nimmer sein.
@Tridentinus Ich entnehme Ihren letzten Postings, daß Sie das Bemühen um theologische Exzellenz für
ein Desiderat gerade in „konservativen“ Kreisen halten – das freut mich sehr. Der katholische Glaube kann
eben nicht ausschließlich als Katechismus ohne theologische Anstrengung weitergeben werden. Es ist ein
schwerwiegender Mangel unserer konservativen Kreise, dies nicht zu sehen. Gerade in Krisenzeiten ist gute
und beste Theologie unverzichtbar. 1540 wurden die Jesuiten vom Papst anerkannt – wenige Jahre später
waren sie bereits mit Theologen auf dem Trienter Konzil vertreten! Zu unserer Angelegenheit zurück: Mir
wird aus Ihren kurzen Anmerkungen nicht klar, warum die Übersetzung „für alle“ und das von mir dargelegte
Verständnis falsch sein und sogar einer gültigen Konsekration im Wege stehen sollte. Christus hat sein
Blut für alle Menschen vergossen, „zur Vergebung der Sünden“. Das Lamm, das geschlachtet wird, trägt
die Sünden der Welt, nicht nur diejenigen der Gerechten. Die von Ihnen angemahnte Einschränkung aufgrund
des Vorauswissens der Ablehnung ist weder aus dem Kontext des Einsetzungsberichtes noch dogmatisch notwendig.
Ich empfinde sie – das ist jetzt eine persönliche Einschätzung – auch bezüglich der Psychologie Jesu
als kontra-intuitiv.
@Tridentinus: ich glaube Sie unterlegen einem Fehler. Seit alter Zeit zählt nicht der glaube des Priesters,
um würdig und recht zu konsekrieren, sondern die Feier selbst. Der glaube der kirche ersetzt den persönlichen
(Un-)Glauben des Priesters.
Termine für Fronleichnam Hier die Termine der diesjährigen Fronleichnamsprozessionen der deutschen Priorate
der Priesterbruderschaft St. Pius X. Bekennen Sie Ihren Glauben an den eucharistischen Herrn! Kommen Sie
zahlreich! Bonn Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Essen Donnerstag, 7. Juni 9.00
Uhr Hochamt, anschl. Prozession Freiburg Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession (Bürgerhaus
am Seepark) Göffingen Donnerstag, 7. Juni 9.30 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Hattersheim Sonntag, 10.
Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Kleinwallstadt Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl.
Prozession München Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Neustadt Donnerstag, 7. Juni
9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Saarbrücken Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession
Stuttgart Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Überlingen Donnerstag, 7. Juni 9.30
Uhr Hochamt, anschl. Prozession Memmingen Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession Zaitzkofen
Donnerstag, 7. Juni 9.00 Uhr Hochamt, anschl. Prozession
Beide Zelebrationsrichtungen Hier wird mir immer der anschein erweckt, als ob nur der Trientische Ritus
der einzig wahre wäre. Ich denke jeder ist es und es zeigt dadurch eine Vielfalt so wie es die katholische
Kirche aus ist. Aber sie ist auch Einheit und das darf nicht vergessen werden. Es sollte deshalb keine
der beiden besser oder schlechter gemacht werden. Das ist aber hier immer wieder der Fall, das Messopfer
nach dem II. Vatikanum als schlecht darzustellen. Mich würde nur interesieren welche Theologie bei den
Gläubigen steht, die nur den trientinsichen Meßritus befürworten! Christus saß beim Abendmahl mit
den Jüngern am Tisch (Communio) und nicht mit dem Rücken!
deutscher Augiasstall Es bleibt spannend um die Alte Messe! Schon des öfteren wurde sie auch in diesem
Forum zu Grabe getragen, aber immer wieder hat es neue Zeichen der Hoffnung gegeben. Dass die Sache immer
noch aktuell ist, kann man auch an den Reaktionen aus deutschen Bischofsstädten ablesen; es wird nach
Kräften dagegen angerannt, Priesterräte sprechen sich in fast schon verdächtiger Eintracht mit dem
Ortsbischof dagegen aus. Ich bin gespannt, wann andere Priesterräte dem Augsburger Beispiel folgen. Aber
all das ist doch nur ein Zeichen für den fast schon chronischen Ungehorsam, der römischen Anliegen aus
deutschen Landen entgegengebracht wird: Man mauert, man lehnt ab, man schwächt ab oder ignoriert schlicht
und einfach. Hätten wir nur einen Drewermann, nur einen Hasenhüttl, nur einen Küng, wir könnten uns
selig preisen. Das Problem ist, dass überall in episkopalen Amtsstuben, in unzähligen Pfarrhäusern
und Professuren Leute dieser Gesinnung anzutreffen sind. Es bräuchte mehr als nur einen eisernen Besen,
um diesen Augiasstall auszumisten.
So seltsam nicht Der Sedisvakantismus ist so seltsam nicht. Es gab eben faktisch eine an Apotheose grenzende
Papstfixiertheit nach 1870. In den Dogmen von 1870 begründet oder abgesichert ist diese nicht. Die neokonservative
Papstbegeisterung hat den gleichen Ausgangspunkt wie der Sedisvakantismus. Die Neokonservativen merken
nicht, dass der Vatikan und die Päpste nicht mehr die von anno 1958 sind. Die Sedis zusätzlich nicht,
dass schon damals nicht alles Gold war, was geglänzt hat. Warum wohl jährt sich heuer zum 100. Mal Pascendi
Dominici Gregis?
@Rudolfus Das reicht eben nicht. Originell sind doch die wirklich modernistischen Theologen auch nicht.
Die KU ist besser als das MB, zugegeben, schwer ist das nicht. Ausserdem: Das monolithische Bild der Kirche
von 1870-1950 ist kein Masstab für das, was Rechtgläubigkeit bedeutet. Die FSSPX bemüht sich im günstigen
Falle um eine rechtgläubige Position in theologischen Fragen. Ein Monopol hat Sie nicht. Egal wo Sie
hinschauen: Intellektuell hochstehende und zugleich genuin katholische Theologen haben Seltenheitswert.
Im amerikanischen Sedisvakantismus trifft man leider oft noch die hoffnungsvollsten Beispiele: Nur – dort
kommt es zu ausweglosen Konklusionen.
@Tridentinus / Rechtgläubige Theologie & PBSPX-Theologie Es reicht, daß die rechtgläubige Theologie
überhaupt noch bekannt ist in Deutschland und in Westeuropa. Originelle Theologen haben wir zuhauf an
den offiziellen Fakultäten. Ausgezeichnet ist jedenfalls auch die PBSPX-nahe Kirchliche Umschau, im SARTO-Verlag
erscheinend.
@Rudolfus Das Mitteilungsblatt hat in den letzten Jahren qualitätsmässig sehr verloren. Als theologisches
Publikationsorgan hat es sich zudem nie verstanden. Beispielsweise die Untersuchung zum Begriff des Paschamysteriums
ist eine einzige Verkennung O. Casels. Ausserdem ist es naiv zu meinen, die Liturgiereform des II. Vaticanums
sei faktisch nur durch die Rezeption der Thesen dieses Benediktiners bedenklich verlaufen. In diesem Sinne
sind die Publikationen der FSSPX eben nicht Träger, Säulen oder Heimstätten einer rechtgläubigen Theologie.
Das ist gar kein Vorwurf. Wo sind denn die brillianten, argumentativ scharfsinnigen und spekulativ-originären
Theologen in der FSSPX?
@Tridentinus / PBSPX-Heftchen Die PBSPX-Heftchen sind jedenfalls ausgezeichnet und einer der wichtigsten
Träger der rechtgläubigen Theologie. Die rechtgläubige Theologie ist derzeit leider im Widerstand und
nicht an den offiziellen Fakultäten in Westeuropa und in den USA.
@Genoveva Ich entnehme meine theologischen Überlegungen keinen FSSPX-Heftchen. Aber auch nicht einer
oberflächlichen Lektüre etwa von Balthasars. Das objektive Faktum des erfolgten Erlösungswerkes Christi
hebt den Unterschied von profanum und fanum nicht auf. Das Gefälle zwischen Schöpfer und Geschöpf wird
nicht eingeebnet, in diesem Sinne ist der Mensch nie ebenbürtig mit Gott. Dass Gott dem Menschen Entscheidungsfreiheit
gibt, ist sozusagen Bedingung der Möglichkeit von Annahme wie Verweigerung des Heiles. Beides nimmt Gott
ernst. Ihre Argumente, die ich Ihnen zu übergehen schien, sprechen gerade deutlich von der objektiven
Seite der Erlösung in Intention und Wirkmächtigkeit Christi und seiner Heilstat. Das letzte Mysterium
ist schliesslich die praemotio physica, die auch Sie und ich hier nicht entschlüsseln werden.
@Christian Hüller / Kleruspanik Wenn man in der Kirche von einer real existenten internen „Kirchenspaltung“
redet – wie dies etwa Weihbischof Laun v. Salzburg getan hat – dann herrscht Panik im Klerus: Wie könne
man nur deratiges behaupten, etc. Wenn aber eine derartige Panik herrscht nach einer solchen Meinungsäußerung
immerhin eines Bischofs, dann heißt das, man hat doch einen Nerv getroffen, und zwar etwas, was dem Klerus
sehr mißfällt, daß nämlich viele Spaltungen bestehen, und das Erbe des II. Vaticanums keine Erben
in Sicht hat.
@ Krak Zustimmung, Krak. Ich sehe die Wiederzulassung der Alten Messe ebenfalls unter dem Stichwort „libertas
ecclesiae“. Die kirchlichen Vollzüge müssen von weltlichen Ideologien bereinigt werden, die neue Messformen
vielfach unterschwellig überlagert oder unterfüttert haben. Diese Reinigung kann vielfach nicht explizit
erfolgen, sondern implizit, indem man solches einfach nicht praktiziert. Nur der ist glaubwürdig, der
nicht nur das Neue duldet und fördert, sondern auch das Altbewährte. Diesbezüglich fehlt einigen Würdenträgern
offensichtlich die notwendige Sensibilität, von solchen wie dem Eichstätter Bischof abgesehen. Die Spaltung,
die einige Kleriker als Argument gegen die „libertas“ vortragen, ist schon längst da und real-existent,
realer als der Sozialismus der ehemaligen DDR: Es ist die Spaltung zwischen immer weniger aktiven Kirchgängern,
relativ wenigen Traditionalisten und einer immer größeren Zahl von Indifferenten. Letztere sollen doch
die Wahl haben, was sie wollen: Missa Tridentina oder NOM. Wenn sie diese Wahl dann wirklich haben, ist
es auch glaubwürdiger, weitere Wahlmöglichkeiten zu offerieren.
@Hacki / Fehlerteufel Danke für den Hinweis: Wenn eine Kirche untergeht, dann geht die Kirche der Modernisten
unter, und natürlich nicht umgekehrt. Alles andere wäre eine Ironie!
@Tridentinus: Ahnungslos Sie haben auf keines meiner Argumente erwidert und den Begriff „Allerlösung“
völlig falsch angewandt. Ideologie ist halt doch viel schöner als Theologie, gell? Aber bestimmt gibt
es irgendwann ein neues Heftchen von einem SSPX-Theologen, dem Sie dann wieder „Munition“ für den edlen
Kampf gegen die Häresie entnehmen können.
Was wird sich ändern? was passiert denn, wenn die Alte Messe wieder zugelassen wird? Es ist doch nicht
damit zu rechnen, dass dann die Neue Messe flächendeckend verdrängt wird? Im Grunde genommen wird sich
nichts ändern, da die meisten Priester die Alte Messe nicht zelebrieren können oder wollen – viel zu
schwierig, für viele eine glatte Überforderung. Es wird also auch weiterhin Karnevals- und Familien“messen“
geben und jeder wird auch weiterhin in der Messe das tun, was er für richtig und im Augenblick für angebracht
hält. Das ganze Gerede der Ordinariate, mit der Zulassung der Alten Messe sei die „Einheit der Gläubigen“
gefährdet, ist doch Quatsch. Die Gläubigen und die Priester haben sich längst auf ein Mittelmaß eingependelt
und haben es sich darin gemütlich gemacht. Man will die Alte Messe nicht, weil diese eine Herausforderung
darstellt, die man sich ersparen möchte. Ich hoffe jedoch sehr, dass der Hl. Vater bald sein Schreiben
veröffentlicht und jeder Priester, der dies will, die Alte Messe frei und ohne Angst vor Repressalien
feiern kann. Vielleicht entdecken dann doch einige die Schönheit, Gottesfürchtigkeit und Erhabenheit
dieses Ritus und finden so neu zu Anbetung und Ehrfurcht zurück. Das sind nämlich genau die Eigenschaften,
die in der Neuen Messe kaum noch zu finden sind.
@Genoveva Mit Verlaub! Ihre (!) Interpretation des „für alle“ ist ungeheuerlich. Christus hat die partielle
Ablehung der Erlösung natürlich nicht vorweggenommmen, aber vorhergewusst. Allerlösung ist eine alte
gnostische Häresie. Aufgrund Ihres weiblichen Nick-names gehe ich davon aus, dass Sie nicht Priester
sein können. Vorteilhaft: So kann Ihr theologischer Irrtum zumindest keine ungültigen Konsekrationen
nach sich ziehen.
@Tridentinus Sie haben meine Frage nach dem Kreuzweg nicht verstanden. Sie haben dort gebetet: „Denn durch
Dein heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst“. Christus „wollte“ nicht nur alle Menschen erlösen,
sondern er hat sie erlöst. Seit Golgotha ist die Welt nicht mehr, die sie vorher war. Erlösung ist kein
„Angebot“ und die Heilsgeschichte kein „Neuer Markt“, auch wenn uns diese Terminologie heute offensichtlich
so naheliegt. Wir müssen davon ausgehen, daß der Mensch in seiner Freiheit, die in Christus auch noch
einmal eine neue Qualität erreicht hat („Wunderbar hast Du den Menschen in seiner Würde geschaffen und
noch wunderbarer erneuert“), diese bereits für ihn und an ihm vollzogene Erlösung zurückweisen kann.
Er tut dies aber nicht gleichsam auf Augenhöhe mit Gott und er relativiert damit auch nicht die in Christus
vollzogene Erlösung der gazen Welt. Der ganze Kontext des Einsetzungsberichtes geht auf die Erlösungstat
Jesu und nicht auf die mögliche Zurückweisung derselben. Unabweisbar deutlich wird dies in der speziellen
Fassung dieses Berichtes am Gründonnerstag (der alten Liturgie!), wo explizit von „allen“ die Rede ist.
Zu behaupten, die Formulierung „für alle“ gebe der Eucharistie einen „stiftungsfremden Sinn“ ist ganz
ungeheuerlich. Als ob der Sinn der Stiftung der Eucharistie die „vorweggenommene“ Ablehnung der einmaligen
Heilstat Jesu Christi beinhalte.
@ No Comment Ich stimme Ihren Ausführungen nur teilweise zu. Der Alte Ritus konnte seine „normative Kraft“
nach dem 2. Vatikanum nicht entfalten, weil er extrem bekämpft wurde. Außerdem herrschte zu dieser Zeit
noch das Gefühl der Erleichterung, etwas als autoritär Empfundenes überwunden zu haben; dieser Reflex
dürfte mittlerweile vorbei sein. Ansonsten kann ich ein Ende des liturgischen Chaos’ kaum erkennen. Da
kann es hilfreich sein, wenn der Alte Ritus mehr wahrgenommen wird. Vielleicht reißen sich die NOM-Virtuosen
dann am Riemen.
Urmeter und Modernismus Es waren ja die Liturgiereformer, die eine „missa normativa“ wollten, also ein
„Urmeter“ schaffen. Das Metermaß ist keins, das in der Natur vorkommt. Eigentlicher Vorzug der alten
Liturgie war ihre organische Entwicklung. Diese ist zu Beginn der Moderne (1570) aus damals zwingenden
Gründen gestoppt worden. Die Not der Zeit erzwang dann heute eine eher „unorganische“, dekretierte Reform,
die in Reinform aber nirgendwo etabliert wurde, da der „NOM“ schon vor Inkrafttreten 1969 durch allerhand
Wildwuchs der Jahre zuvor (!) entstellt war. Das liturgische Chaos ist hoffentlich im Begriff zu verschwinden.
Aber dass überhaupt so eine Chaotik entstehen konnte, ist doch der härteste Beweis gegen die „normative
Kraft“ der alten Messe. Die war mindestens zweihundert Jahre, wenn nicht vierhundert Jahre, zuvor schon
aufgezehrt. Mithin ist ihre Wiederentdeckung für bestimmte Gelegenheiten auch eine Frucht der Reform
und Korrektiv zugleich. Warum aber wird so vehementt gegen „pro multis“ gekämpft? Zweifelhaft. Wenn Episkopat
und Priester nicht einmal eine gut begründete Entscheidung befolgen, auch wenn sie anderer Meinung sind,
existiert dann überhaupt noch das Gehorsamsprinzip im Katholizismus? Unter diesen Umständen wird das
neue Interesse für die alte Messe das vielfältige Durcheinander nur noch um eine „klassizistische“ Variante
bereichern. „Sacramentum caritatis“ könnte in den Wind gesprochen worden sein…
@ Juhuben Der NO-Ritus hat tatsächlich seinen Sinn, und es stimmt auch nicht, daß er zwangsläufig unwürdig
ist. Nur haben die Traditionalisten in einem recht: Den NOM wird es in 50 Jahren so nicht mehr geben.
Er wird sich immer wieder der Zeit anpassen. Ob das gut ist oder schlecht, steht auf einem anderen Blatt.
Der Alte Ritus jedoch wird über die kommenden Jahrhunderte immer weiter erkennbar bleiben. Er ist das
Urmeter und es ist gut, daß es ihn gibt.
zwei unterschiedliche Kulturen zwei unterschiedliche Kulturen liegen den beiden Riten zu Grunde. Der tridentinische
Ritus beruht auf einer Kultur des Misstrauens gegenüber dem menschlichen Streben nach Selbstbehauptung
während der NOM eine Kultur des selektiven Wohlwollen gegenüber der innterweltlichen Entwicklung zur
Voraussetzung hat. Diese Kultur geht davon aus, dass die innerweltliche Entwicklung ihrer eigenen Logik
gehorcht und sucht den Standort zu bestimmen, von wo aus ein christliches Zeugnis abgelegt werden kann
@Genovefa Meinen letzten Kreuzweg habe ich am vergangenen 1. Monatsfreitag aus Anlass des Herz-Jesu-Freitags
gebetet, der diesmal mit dem Quatember-Freitag in der Pfingstoktav zusammengefallen ist. Sie haben mich
missverstanden. Sowohl seiner Intention als auch der Wirkkraft der in seinem Blute geleisteten Sühne
wollte Christus alle Menschen erlösen und hätte sogar unendlich mehr Menschen erlösen können als je
existiert haben und in alle Zukunft existieren werden. Da aber tatsächlich nur viele (also auch nicht
etwa nur wenige) dieses Angebot annehmen, werden zwar viele erlöst, nicht aber absolut alle. Das Blut
Christi ist als eucharistisches ausdrücklich Bundesblut. Wer sich aus dem Neuen (und Ewigen Bund) ausklammert,
hat daran keinen Anteil. Und Gott respektiert die Freiheit des Menschen. Daher: „für alle“ wird sehrwohl
da und nur da richtig verstanden, wo es im Sinne von „alle, die das Heilsangebot Christi explizit oder
implizit annehmen“, interpretiert wird. Also: „für alle“ = „für viele“. Wer „für alle“ absolut nimmt,
verfehlt im Kontext der Eucharistie ihren Charakter und gibt ihr einen stiftungsfremden Sinn. Daher kommt
es dort zu keiner gültigen Eucharistie. Wer in Zukunft „für alle“ sagt, dokumentiert ganz bewusst und
offenkundig, „für alle“ falsch ‘zu füllen’ und daher nicht zu konsekrieren. Bis jetzt besteht diese
Klarheit nicht, denn man kann die Formulierung – wie oben dargelegt – auch durchaus korrekt verstehen.
Sollen doch die Priesterräte an ihrer nunmehr 40-jährigen Tradition des Niedergangs festhalten. Die
neue nachkonzilare Religion wird umso schneller untergehen. Der Stolz auf ihre eigene neue Liturgie und
ihren neuen Glauben hindert diese Herrschaften die wahre Frohbotschaft zu verstehen: Kehrt um und glaubt
an das Evangelium!
@Juhuben C. Aus zwei unterschiedlichen Riten gehen unterschiedliche Glaubensgemeinschaften hervor. Sie
werden doch nicht auch noch im Osten den neurömischen Ritus einführen wollen. Alleine die lateinische
Teilkirche hat gemäß dem Konzil v. Trient bis 1969 alle Riten ausdrücklich erhalten, die damals mindestens
zwei Jahrhunderte alt waren. Manche Diözesen haben einen eigenen Ritus (z.B. in Italien & Spanien), selbst
viele alte Orden. Daneben gibt es noch über zwanzig andere Riten in den Ostkirchen, alle in Einheit mit
dem Römischen Papst und der Kirche von Rom.
Hw.Schuller Hw. Schuller sieht die Sache richtig. Aus zwei unterschiedlichen Riten gehen unterschiedliche
Glaubensgemeinschaften hervor. Langfristig ist eine Entfremdung zwischen derartig unterschiedlichen Gemeinschaften
nicht auszuschliessen. Daher muss im Interesse der Einheit der alte Ritus eine Ausnahme bleiben
pro multis Jesus Christus ist für alle Menschen gekommen und gestorben. Alle nehmen ihn nicht an. Aber
viele. Und bei meinen bescheidenen Lateinkenntnissen: Pro multis heißt doch für viele. Müßte für
alle nicht irgendwie mit totus oder tutti übersetzt werden? Wie gesagt, mein Latein ist einige Jahrzehnte
Vergangenheit. Regina 1961
Die Romuntreue der Diözesen Nur ein weiterer schriftlicher Beleg für die Romuntreue der Diözesen und
des Amtskirchentums. Selber schuld, wer die noch mitfinanziert, obwohl er römischer Katholik ist.
Hermann von Salza Was wollen Sie mit Pacanow zum Ausdruck bringen, werther Hermann von Salza, der am 20.
März 1239 bei Salerno gestorben sein soll. Wenn sie es nicht können, dann schweigen Sie, bitte! Der
Philosoph Ludwig Wittgenstein hat einmal gesagt: „Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen…“!
Das gilt auch für die Person, die sich noch heute mit dem Namen Hermann von Salza schmückt… zu Recht
?
Mir san mir…! Bischof Mixa schaut in die Röhre: Was wollt ihr? Wir haben doch schon immer gewusst,
was wir wollten. Bischof Mixa hat seine Einnahmen. Hartz IV-Empfänger haben die Einnahmen nicht. Bischof
Mixa hat keine Söhne oder Töchter(?), denen er eine Ausbildung zu finanzieren hätte. Was macht der
Augsburger Bischof eigentlich mit seinem Geld…?
was führte zur ersten Sünde und damit für uns alle zu so nachhaltigen Auswirkungen wie die Erleidung
des leiblichen Todes? Richtig: Der Stolz! Der gekränkte Stolz eines Martin Luthers hat letztendlich ein
einiges und daher unüberwindbares Europa mittendurch geteilt, mit dem Ergebnis unsäglichem Elends.Wieviele
hundert Millionen Kriegstote kann man alleine den „Glaubenskriegen „ zuordnen? Vom Leid der auf ewig Verdammten
ganz zu schweigen! Und heute?, da wägt man wirklich 1900Jahre Kirchengeschichte auf gegen 40 Jahre nachkonziliaren
Rückschrittes. Man braucht nicht über seinen eingenen Schatten springen zu können, aber Hirten sein
wollen, daß müssten sie nun doch, die Hw. Herrn Prälaten. Aber ein verletzter Stolz hindert sie daran
und wird dazu führen, daß Europa nicht mittendurch geteilt bleibt, er wird dazu führen, daß sich 95%
der Christen vom ewigen Rom, von Petrus dem Felsen, den die Höllen nicht überwinden können, lossagen
werden. Nach Luther hat es in einigen Gegenden Schwedens ca. 2Generationen oder ca. 70 Jahre gedauert
bis man den Abfall bemerkte. Danach war dann alles so eingefahren, also zu spät für eine Rückkehr.
Von den geschilderten 70Jahren sind für das Resteuropa schon 40 vorbei, es ist also noch Zeit umzukehren.
Beten wir für unsere Hirten, daß sie nicht weiter zu Mietlingen einer diesseitsbezogenen Welt werden,
die letztendlich nur eines im Sinn hat: Sie, die Mietlinge für ihren Verrat zu bestrafen: Die Welt liebt
den Verrat, verachtet aber die Verräter! so war das schon immer!
Hw. Schuller hat Recht und Unrecht … Als Befürworterin der Beibehaltung des „für alle“ muß ich Hw.
Schuller insofern widersprechen, als seine Argumente wenig zweckdienlich sind. Die Tatsache, daß Papst
und Bischöfe im Falle eines Falles nur geringe Chancen hätten, in der Fläche mit einer Vorschrift durchzudringen,
spricht Bände – aber nicht gegen eine Änderung. Wäre die Einsicht, daß man Änderungen an der Liturgie
nur sehr behutsam vornehmen kann, in den letzten 40 Jahren beherzigt worden, dann gäbe das das 2. Problem
wohl nicht: Denn Recht geben muss man ihm mit seiner Einschätzung, daß die Anhänger der beiden „Riten“
(VOM und NOM) sich faktisch zueinander verhalten wie die Angehörigen zweier Konfessionen. Wer das nicht
glaubt, braucht ja nur dieses Forum lesen. Das ist ein großes Elend und ich fürchte, es wird durch das
erwartete MP nicht geheilt werden.
Unterschiedliche Glaubensgemeinschaften Hw. Schüller warnt in seinem Vortrag auch vor der Freigabe der
Alten Messe. Zwei Riten produzierten „zwangsläufig unterschiedliche Glaubensgemeinschaften“. Das ist
schon eine (wiederholt) bemerkenswerte Äußerung. Wenn denn der Unterschied zwischen altem und neuen
Ritus so groß ist, dass man davon ausgehen muß, es handle sich um unterschiedliche Glaubensgemeinschaften,
dann bezieht sich das nicht mehr nur auf die Form, sondern auch auf den Inhalt des Glaubens. Ich selber
merke an mir: Seit ich (vor ein paar Jahren) den alten Ritus gut kennen gelernt habe und ihn regelmäßig
besuche, wurde ich viel sensibler gegenüber der Liturgie, ein Fehler oder Fahrlässigkeiten usw fallen
mir sofort und wesentlich schmerzhafter auf. Ich mag in keine Selbstbau-Liturgie mehr gehen: Entweder
ich gehe in die alte Messe oder ich besuche eine Messe im Nous Ordo, die andächtig und den Vorschriften
entsprechend zelebriert wird. Ja, es kann sein, dass diejenigen, die sich an eine Selbstbau-Liturgie gewagt
haben, nun dass Gefühl einer Fremde gegenüber der katholischen Lehre und Liturgie erfahren. Eine schlimme
Sache, wir sollten alle für die Einheit in der Treue der Überlieferung beten. LG Augustinus
in Rom Bischof Mixa war letzte Woche in Rom … er wird wohl die Bedenken vorgetragen haben. Es ist doch
völlig natürlich, Bedenken gegen römische Pläne und Vorstellungen anzubringen. Die Ortskirchen sind
nun einmal keine rückgratlosen Befehlsempfänger … theologische Erkenntnis wird immer im Dialog gewonnen –
besser also in der Öffentlichkeit als hinter verschlossenen Türen und undurschschaubar.
@Tridentinus: Aftertheologie „Für alle“ bedeutet rechtverstanden nicht „für alle Christen/Katholiken“,
sondern „für alle, die das Heilsangebot Christi annehmen.“ „Für alle“ bedeutet rechtverstanden „für
alle“, i.e. alle Menschen. Christus hat sein Blut für alle Menschen vergossen. Etwas anderes zu behaupten
ist schlicht häretisch. Wann haben Sie zuletzt aufmerksam den Kreuzweg gebetet?
für den Alten … … Ritus gilt noch mehr, was HW. über den neuen gesagt hat: „ins Bewußtsein tief
eingeschriebene Geschichte“ Auf einmal finden die Modernisten also die Tradition, natürlich nur die eigene
und nicht die der ganzen Kirche.
Wenn man sich nicht auf einen Ritus einigen kann, dann muss man eben beide zulassen… das ist doch nicht
so tragisch. Mir persönlich erschien ja schon die Neue Messe altfaderisch. Aber wenn es manche Menschen
eben noch altfaderischer haben wollen, dann soll man doch ihrem Wunsch entsprechen.
@mariokin Ist Hw. Schmidtberger ein lauterer Geselle, so daß man seinen Aussagen blind Glauben schenken
kann? Falls seine Aussagen irgendwo zu finden sind, wo kein Kontakt zur FSSPX besteht, wäre es sehr nett,
wenn sie mir diese Quelle gleichsam – oder jedoch die eMail-Adresse oder die Telefonnummer von Hochwürden
an dieser Stelle nennen könnten.
@Sentinel Nicht wortwörtlich aber dem Sinn gemäß kann man die Aussagen des hl Vaters zur Kirchenkrise
bei religion.orf.at/…ne060828_pius_fr.htm finden. Da es sich um eine Privataudienz handelte ist ein
genauer Wortlaut nicht bekannt. Ich selbst kenne ihn aber von Pater Schmidberger, der bei der Audienz
dabei war.
nun kann man sich ja die Gründe … … für die Forderung nach „alle“ überlegen. Theologische Gründe
scheiden aus – die wurden in den letzten Jahren widerlegt.
#16 thaumaturgos 21:04:46 | Dienstag, 5. Juni 2007
. zwangsläufig auch zwei voneinander getrennt lebende Christengruppen entstehen eben, darum wird sich
b16 hüten, euer geschrei nach einem mp mit einem schreiben zu belohnen … lol
@ Heinrich der Zweite Unsinn. Mit „Glaubensgemeinschaft“ ist offensichtlich nicht eine Konfession/Kirche
gemeint, sondern eine geistlich verbundene Gemeinschaft. Hw. Schüller hat keineswegs gesagt, dass durch
die Einführung einer neue Leseordnung, neuer Hochgebete und der Vereinfachung bestimmter Riten der römischen
Messe eine neue Kirche konstituiert wurde. Er hat nur gesagt, dass durch die Aufspaltung der Gläubigen
in zwei „Messformen“ zwangsläufig auch zwei voneinander getrennt lebende Christengruppen entstehen. Ob
diese Einschätzung richtig ist, sei dahingestellt, aber man muss schon eine sehr boshafte und unredliche
Hermeneutik anwenden, um zu dem Urteil zu kommen, das Sie hier auswerfen.
Entwaffnend! Hw. Schüller warnt in seinem Vortrag auch vor der Freigabe der Alten Messe. Zwei Riten produzierten
„zwangsläufig unterschiedliche Glaubensgemeinschaften“. Hochwürden Schüller hat subtil aber eindeutig
bekundet, dass mit der Liturgiereform eine neue Glaubensgemeinschaft konstituiert wurde. So schön hat
dies schon lange kein Modernist mehr bekundet. Danke Hochwürden Schüller für Ihre (unfreiwillig) klaren
Worte!
Beim Thema bleiben „Für alle“ bedeutet rechtverstanden nicht „für alle Christen/Katholiken“, sondern
„für alle, die das Heilsangebot Christi annehmen.“ Auch Katholiken oder andere Katholiken haben die Freiheit/Möglichkeit,
sich diesem Angebot gegenüber zu verschliessen. Da aber auch die klassische Theologie schon ein implizites
votum baptismi für möglich hält, können in diesem „alle“ auch Nichtchristen umschlossen sein. Da aber
bei Christen wie Heiden immer die Möglichkeit und Wirklichkeit der Verweigerung der Teilhabe am Heil,
das uns Christus erwirkt hat, besteht, ergibt sich logisch zwingend, dass dieses alle mit obigem Relativsatz
effektiv im ‘für viele’ des Zeugnisses der hl. Schrift und aller liturgischen Formulierungen, ausser
dem landessprachlichen NOM, anklingt. Deswegen jetzt endlich folgerichtig auch die Römische Korrektur!
@mariokin Interessant ihre Aussage, daß man diese Aussage auf der Seite der FSSPX finden kann! Noch interessanter
ist, daß nur jene Schriftstücke, die dort veröffentlicht sind, die Bischof LeFebvres Feldzug gegen
den Heiligen Stuhl betreffen, wirklich authentisch sind. Alles andere ist irgendwie zusammen gekleistert
und nicht nachprüfbar. Wenn sie mir also den Link liefern, wo diese Aussage gleichermaßen noch aus einer
anderen Quelle geliefert wird (diese Quelle darf jedoch nicht mit der FSSPX-Seite verlinkt gewesen sein),
so schenke ich Ihnen Glauben. In jedem anderen Fall ist es nur mal wieder einer der Wunschträume unserer
geliebten Bruderschaft, die langsam aber sicher ihre Felle davontreiben sieht und mit dem Strom nicht
mehr mithalten kann.
Antwort Ich muss nicht orakeln, habe es aus erster Hand. Siehe auch auf der homepage fsspx.info. Ist dort
ebenfalls nachzulesen. Wenn Sie keine anderen Sorgen haben?
Witzig Gehen Sie auf die Startseite und scrollen Sie den unteren Fensterrand so, daß er mit der Unterkante
des Birrets von Philipp Neri abschließt. Lehnen Sie sich zurück und betrachten Sie die Kombination aus
dem Engel des Sanctus Verlages und dem oberen Bildstreifen vom Institut PhilippNeri – wem fällt was auf
??
K(r)ak schreibt: „Leider muss man immer wieder feststellen, dass sich im deutschen Sprachraum und wohl
besonders in Deutschland selbst eine oppositionelle Haltung gegen die Wünsche und Anregungen des Hl.
Vaters eingenistet hat“ Tja, mein Lieber, Sie beschreiben trefflich die Zustände bei hetz-net! Mariokin,
schön wie Sie über die Privataudienzen des Papstes orakeln, und der Welt kund tun, was dort gesprochen
wird. Sind Sie dabei, oder haben Sie eine Wanze installiert, oder wissen Sie dies aus Hetznet-typischen
„gut unterrichteten Kreisen“?
Wichtig wäre jetzt eine dogmatische Studie zu folgender Frage: Dokumentiert jemand, der zumindest nach
dem verbindlichen Inkrafttreten der Römischen Entscheidung,’ pro multis’ philologisch exakt mit ‘für
viele’ wiederzugeben, die Überzeugung, mit der bisherigen, nachkonziliaren Übersetzung ‘für alle’ einen
Sinn verknüpft zu haben, den er berechtigt nicht mit ‘für viele’ verbinden und ausdrücken kann? Solche
Priester hätten der forma sacramenti offenbar einen Sinn unterlegt, der die forma in ihrer Aussage mutiert
und auch schon bisher ungültig gemacht haben dürfte. Die Römische Entscheidung einer Korrektur sagt
ja nur, dass man die bisherige freie Übersetzung auch richtig verstehen kann. Wer nach dem Inkrafttreten
dieser Korrektur hartnäckig am ‘für alle’ festhält, versteht es offenbar falsch und konsekriert daher
nicht. Wie gesagt: Dieses Problem muss angesichts der Wahrscheinlichkeit sogar bischöflich abgesicherten
Ungehorsams gegenüber der römischen Korrektur, gründlich und umfassend untersucht werden (Also nicht
im Rahmen von 1500 Zeichen!). Sorgfältig und sine ira et studio, aber unbestechlich der Wahrheit der
Offenbarung und den verbindlichen Daten der Sakramententheologie verpflichtet.