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Mittwoch, 6. Juni 2007 09:50
Ein Tier, das auf zwei Beinen läuft
„Unsere Großväter sind Schreiner geworden und sind das ein ganzes Leben lang geblieben.“ Heute werde die Ehe gerne wie ein Autokauf gehandhabt.
Bereits der heilige Augustinus kritisierte die Prostitution in der Ehe
Bereits der heilige Augustinus kritisierte die Prostitution in der Ehe
(kreuz.net, St. Gallen) „Der Hauptgrund für die große Scheidungsrate ist die Unfähigkeit der Menschen, endgültige Entscheidungen zu treffen“. Davon ist Bischof Karl Josef Romer (75), Sekretär des Päpstlichen Familienrates in Rom überzeugt.

Mons. Romer verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Brasilien und war von 1975 bis 2002 Weihbischof in Rio de Janeiro.

Der gebürtige Ostschweizer hielt sich am vergangenen Wochenende auf Einladung des Hilfswerks ‘Kirche in Not’ in seinem Heimatland auf. Bei diesem Anlaß sprach er mit dem linksliberalen Radiosender ‘kath.ch’.

„Unsere Großväter sind Schreiner geworden und dies ein ganzes Leben lang geblieben.“ Heute könne jederzeit der Beruf gewechselt werden.

Autokauf
Dieses Verhalten zeige sich auch bei den wichtigen Lebensentscheidungen: Die Heirat werde häufig mit dem Kauf eines Autos verwechselt und nicht mehr als lebenslange Verpflichtung angesehen.

In diesem Zusammenhang erinnert der Bischof an die Worte Jesu: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Ein Argumente für das unauflösliche Ehesakrament ist für Mons. Romer auch die Belastung, die mit Trennungen verbunden ist:

„Vor allem die Frau, die von ihrem Wesen feinfühliger und lebensorientierter ist, muß viel Leid auf sich nehmen, wenn sie verlassen, verstoßen oder gar verkauft wird.“ Zu den Leidtragenden gehörten auch die Kinder.

Die Ursache für schwer ertragbare oder zerbrochene Ehen sieht Mons. Romer in einer mangelnden Vorbereitung: Was in gewissen Schulen der Schweiz, Deutschland und Frankreich der Staat an Geschlechtserziehung biete, sei erschreckend.

„Der Mensch wird immer mehr als ein Tier betrachtet, das auf zwei Beinen läuft und dabei etwas schlauer ist als die anderen.“ Es sei ungeheuerlich, was über die große, herrliche Liebe verschwiegen werde.

Ehefrau als Prostituierte
In der Geschlechtererziehung würden Grundsteine für funktionierende Familien gelegt – oder eben auch nicht.

Die Gesellschaft und der Mensch könnten sich weiterentwickeln – zum Besseren oder zum Schlechteren: Der Mensch könne menschlicher, liebesfähiger und verantwortungsbewußter werden: „Oder aber er vertauscht die Liebe mit Vergnügen.“

In diesem Fall werde der leibliche Partner zu einer Marktware: „Und wenn der Mann seine Frau einfach als Prostituierte für das Vergnügen betrachtet, sind wir bei einem Niveau angelangt, das längstens nichts mehr mit Liebe zu tun hat.“

Die echte, wahre Liebe sei das Geheimnisvollste, was es gebe. Wenn dies in den jungen Menschen nicht wieder geweckt werde, werde unsere eigene Geschichte zerstört.

Wesentlich zur Familie gehörten auch die Kinder: „Wenn wir im Kind die Erfahrung wecken, daß es Gottes Ebenbild ist und es lehren, zu beten, dann haben wir Kinder, deren Herzen lieben können.“

© Bild: Sami Ben Gharbia, Creative Commons
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 46 Lesermeinungen:
Freitag, 8. Juni 2007 23:28
Herzlichen Dank für das aussagekräftige Bibelzitat!
Donnerstag, 7. Juni 2007 18:48
GerdEric: @Nachtlaterne
diejenigen aber, die sich in der gewalt haben brauchenn nicht zu heiraten.

wer sagt das wo in der Bibel?
Donnerstag, 7. Juni 2007 15:34
Horst Metzker: Sehr geehrte Nachtfunzel,
habe ich Sie richtig verstanden, dass der wahre Christ zölibatär leben sollte, um mit Haut und Haar Anbetung betreiben zu können?
„Wer sich nicht in der Gewalt hat,“ Labilere Menschen aber dürfen unter der Aufsicht der Kirche heiraten, sind also ein Leib, doch Vorsicht: Onan schon musste erfahren, dass ein Leib auch nicht alles mit sich machen darf. So auch nicht das kath. Ehepaar.
Jetzt haben wir also den Zölibat, die Heteros, brauchen wir noch die Homos. Aber die brauchen wir ja nicht, durch Belehrung wissen wir, die sind geisteskrank.
Fassen wir zusammen:
Für den Menschen ist es am besten wenn er alleine lebt.
Für die Labilen dann das Weib.
Für Gleichgeschlechtliche, die Psychiatrie.
Also a.) b.) c.)
Doch ohne b.) würde es weder a.) noch c.) geben.
Liebe Funzel, war Ihr Vater so labil, dass er a.) nicht einhalten konnte?

Ist es Ihnen noch nie aufgefallen, wie diskriminierend, rassistisch es ist zu sagen: „Aber der Unkeuschheit willen, erlaube ich euch ein Weib.“
„Es ist nicht gut für den Menschen, wenn er alleine ist,
darum werde ich ihm eine Menschin geben.“
„Seid fruchtbar und mehret euch.“
Von Missionarsstellung und Lustfeindlichkeit habe ich noch in keiner Bibel gelesen. Aber wer glaubt, er müsse Gott belehren, bitte und weiter so.
Donnerstag, 7. Juni 2007 13:24
Sentinel: @Leblhuber
Schön,

daß sie mich verstanden haben.

Ich bezog mich jedoch auf einen etwas älteren Kommentar hier in diesem Strang.

Jedoch bleibt meine Aussage so bestehen! Da sie laut Bibel so auch faktisch richtig ist.

Anscheinend sollten hier wirklich einige Leute wieder das Buch lesen, dessen Wahrheitsgehalt sie so vehement verteidigen.
Donnerstag, 7. Juni 2007 13:20
Leblhuber: @Sentinel:
Klar ist, daß er als 12jähriger im Tempel die Tische der Händler und Geldwechsler umgeworfen hat. Nur – was hat ein 12jähriger im Tempel zu suchen? Auch hier ist die Erklärung sehr, sehr einfach: Er wurde an der heiligen Schrift(damals der Talmud) ausgebildet. Die Terroraktion von ihm im Tempel dürfte dann auch der Grund gewesen sein, warum man die darauffolgenden 18 Jahre nirgendwo in der Bibel findet.
Ich glaube, dass Sie da einiges verwechseln.

Lukas 2,49 berichtet vom 12-jährigen Jesus, der zum Paschafest mit seinen Eltern nach Jerusalem pilgert. Er kehrt nicht mit ihnen zurück, sondern bleibt im Tempel um zuzuhören und Fragen zu stellen. Diese Kindheitsepisode berichtet uns nur Lukas.

Matthäus (21,12) und Markus (11,15) erzählen hingegen die Vertreibung der Händler aus dem Tempel(Vorhof) zu Beginn der Passion.

Vielleicht sollten Sie die Stellen, auf die Sie sich beziehen, vorher lesen um irrige Schlüsse zu vermeiden.
Donnerstag, 7. Juni 2007 12:44
Sentinel: @Laterne der Nacht
Sie stehen auf Wiederholungen, oder?*g*

Sie haben mich mit Absicht falsch verstanden. Dies kann ich ihnen nun mit ruhigem Gewissen unterstellen. Sie haben so eben klar gemacht, auf welcher Seite des Zaunes bei Heiligendamm sie stehen würden – nämlich auf der Falschen!

In der Bibel wird behauptet, Jesu sei unverheiratet gewesen. [Sie sagen, der Mensch in Gott würde unverheiratet bleiben – zwar irgendwie unlogisch, aber das kläre ich weiter unten.]

Jesu Jünger nannten ihn Rabbi. Dies geht jedoch nur, wenn er ausgebildet und verheiratet gewesen wäre. In jedem anderen Fall hätte eine entsprechende Gesetzesvorschrift gegriffen, die sich bis in den heutigen Islam gehalten hat.[Hier wird jedoch behauptet, er wäre nicht an der heiligen Schrift ausgebildet gewesen – gleichfalls unlogisch.]

Klar ist, daß er als 12jähriger im Tempel die Tische der Händler und Geldwechsler umgeworfen hat. Nur – was hat ein 12jähriger im Tempel zu suchen? Auch hier ist die Erklärung sehr, sehr einfach: Er wurde an der heiligen Schrift(damals der Talmud) ausgebildet. Die Terroraktion von ihm im Tempel dürfte dann auch der Grund gewesen sein, warum man die darauffolgenden 18 Jahre nirgendwo in der Bibel findet.

Sicher ist jedoch eines: Zu behaupten, daß Männer, die sich nicht beherrschen können, heiraten sollen – und jene, die sich Gott hingeben, unverheiratet bleiben sollen, ist alles eine Lüge des V-I – aber sie sind Katholiban, sie dürfen dies ruhig weiterhin als Gottes Wort Glauben.
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