Finanzen
Vermurkst, vermarxt, vermasselt
Limburger LaiInnen entwickeln aus einer vermurksten Bibelsicht über eine vermarxte Weltsicht eine vermasselte Aussicht. Von Hubert Hecker.
Die Anti-Globalisierungs-Gruppe 'attac' demonstriert in Rostock am 2. Juni
Die Anti-Globalisierungs-Gruppe ‘attac’ demonstriert in Rostock am 2. Juni
(kreuz.net) Zum jüngsten Papstbuch „Jesus von Nazareth“ schrieb das Wochenmagazin ‘Der Spiegel’:

„Der päpstliche Autor hält nichts von den Uminterpretationen dieses Jesus’ in alle möglichen Rollen – vom antirömischen Revolutionär bis zum sanften Moralisten.“

Doch ein Aufruf kirchlicher Gruppen aus dem Bistum Limburg zum G 8 Gipfeltreffen in Heiligendamm preßt Jesus in die Schablone des antirömischen Agitators:

„Wir folgen dem Beispiel Jesu, der die Tische der Geldwechsler und Opfertierhändler im Tempel umgestoßen hat, der römischen Herrschaft Widerspruch entgegengesetzt und eine Alternative radikal gelebt hat.“

Die Limburger LaiInnen fordern die Deutschen auf, in der Nachfolge Jesu „Bündnisse mit globalisierungs- und kapitalismuskritischen Gruppen einzugehen“.

Schutzzaun für den G8-Gipfel an der Jemnitzer Schleuse bei Heiligendamm
Schutzzaun für den G8-Gipfel an der Jemnitzer Schleuse bei Heiligendamm
Das hat offenbar auch der abgehalfterte CDU-Politiker Heiner Geißler (77) gehört: Kürzlich trat er in die Anti-Globalisierungs-Gruppe ‘attac’ ein.

Bei diesem globalisierungskritischen Schwung ist es offenbar leicht, das Beispiel Jesu der aktuellen Zeitgeistströmung anzupassen:

Das Umstoßen der Geldwechslertische wird dann als Widerstand gegen die Politik des Internationalen Währungsfonds und gegen die Kreditpolitik der Industrieländer gegenüber den Entwicklungsländern ausgedeutet.

Das Umwerfen der Händlertische ist der Vorläufer des Protestes gegen „unfaire Handelsbedingungen“ für Drittweltländer.

Schließlich motiviert der jesuanische Widerspruch gegen die römische Weltherrschaft die antiimperialistischen Limburger LaiInnen-Gruppen, den Kampf gegen die Weltherrschaftsbestrebungen der USA und ihrer imperialistischen Lakaien aufzunehmen.

Die Limburger stellen fest, daß die Politik der G8-Staaten an den „global ungerechten Strukturen, sei es im Welthandel, im Bereich der Schuldenpolitik, der Privatisierung der Wirtschaft“ schuldig ist.

Bekanntlich muß ein guter Öffentlichkeitsaufruf auch das Gemüt ansprechen.

Darum wird mit der „Trauer um die Menschenleben“ auch eine Träne für Kinder abgedrückt, „die ihrer Zukunft beraubt wurden“.

Die nur teilweise friedlichen G8-Proteste arten am Mittwoch in Krawalle und Barikaden aus
Die nur teilweise friedlichen G8-Proteste arten am Mittwoch in Krawalle und Barikaden aus
Zum Schluß muß das „biblische Jobeljahr“ herhalten, um die Menschenwürde gegen das „fortdauernde Unrecht“ der Globalisierung zu verteidigen.

Die Verkehrung Christi in einen antiwirtschaftlichen und antirömischen Aktivisten zeugt von einer vermurksten Bibel – und vermarxten Weltsicht.

Seit den 68er Tagen der „antiimperialistischen Kampfsolidarität“ besteht in allen linkslastigen Bewegungen – vom katholischen ‘pax Christi’-Verband bis zur militanten ‘attac’-Gruppe – ein festgeklopfter Konsens, daß die kapitalistischen Industrieländern für alle Wirtschafts- und Armutsprobleme der Welt verantwortlich sind.

Als Beispiele werden gerne die überschuldeten Länder Afrikas angeführt.

Das Bistum Limburg bemüht sich zum Beispiel um einen weitgehenden und auflagenfreien Schuldenerlaß für das Sub-Sahara-Land Sambia, das mit der Diözese vielfältig verbunden ist.

Sambia galt bis Mitte der 70er Jahre als eines der reicheren Länder Afrikas – mit Bodenschätzen, landwirtschaftlichen Ressourcen und einer jungen, engagierten Bevölkerung.

Als die Weltmarktpreise für Rohstoffe ab 1974 fielen und die Ölpreise stiegen, reagierte die damalige Regierung nicht mit wirtschaftlichen Effektivitätsanstrengungen, sondern mit einer sozialistischen Plan- und Zwangswirtschaft.

Alle größeren Rohstoff- und Industriebetriebe wurden verstaatlicht, ausländische Investitionen abgeschnürt, Währung und Staatshaushalt künstlich aufgebläht, der Bevölkerung großzügige Konsum-Subventionen gewährt.

Das Land leistete sich auf schmaler ökonomischer Basis einen üppigen Wohlfahrtsstaat – der im kirchlich-progressiven Jargon als „Option für die Armen“ vernebelt wurde.

Die sozialistische Verschwendungswirtschaft wurde mit steigenden Krediten finanziert. Anfang der 90er Jahre stand Sambia vor dem Staatsbankrott.

In einer solchen Situation fungiert der ‘Internationale Währungsfond’ als Berater und Sanierungsinstanz für Schuldnerländer.

Sambia mußte seine ineffektiven verstaatlichten Betriebe privatisieren, den Binnenmarkt für ausländische Investitionen öffnen, die horrende Inflation bekämpfen und unproduktive Staatsausgaben kürzen.

Eskalationon: Die Polizei muß das G8-Treffen mit Tränengas und Wasserwerfern verteidigen
Eskalationon: Die Polizei muß das G8-Treffen mit Tränengas und Wasserwerfern verteidigen
Diese Strukturanpassung führte bei der subventionsverwöhnten Bevölkerung naturgemäß zu Einschnitten. Etwa Zehntausend unnötig eingestellte Beamte wurden entlassen.

Nach diesen Maßnahmen zeigte sich schnell eine Perspektive des Wohlstands und wirtschaftlichen Aufbruchs.

Sambia wurde wieder kreditfähig. Ein Teil der internationalen Schulden wurde gestrichen.

Doch kirchliche Globalisierungskritiker wollen diese erfolgreiche Verknüpfung von Teilschuldenerlaß und marktwirtschaftlicher Strukturanpassung kappen.

So polemisiert das genannte Limburger Bündnis gegen die vom ‘Internationalen Währungsfond’ und den G 8-Staaten geforderten „Privatisierungen“.

Es sehnt sich offenbar nach der alten sozialistischen Verschwendungswirtschaft.

Das Limburger Ordinariats-Referat „Weltkirche“ fordert seit Jahren einen vorbehaltlosen und auflagenfreien Gesamtschuldenerlaß für Sambia und für andere überschuldete Entwicklungsländer.

Eine solche Politik wäre für diese Länder eine Ermutigung, mit dem alten Schlendrian weiterzufahren.

Es wird auch verlangt, daß die durch Teilschuldenerlaß freiwerdenden Gelder nicht in eine leistungsfähige Infrastruktur für eine produktive Wirtschaft angelegt, sondern, wie gehabt, für wohlfahrtsstaatliche Maßnahmen verbraten werden.

Das Programm der kirchlichen Globalisierungskritiker ist eine Demonstration wirtschaftspolitischer Ignoranz – verbrämt mit einem biblisch-theologischen Etikettenschwindel.

Bilder: Creative Commons
Titelbild: Wiki-Benützer „Alex1011“
Bild Schutzzaun: public domain
Weitere Bilder: Sebastian Schwaner
      
18 Lesermeinungen
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#18   Oramon †   12:55:27 | Montag, 24. Dezember 2007
Papst fordert Solidarität mit den Armen
Papst fordert Solidarität mit den ArmenAP
AP – vor 1 Stunde 4 MinutenCastel Gandolfo (AP) Papst
Benedikt XVI. hat am Sonntag zu mehr Solidarität mit
den Armen aufgerufen. Benedikt erklärte, im Leben gehe
es um die Wahl zwischen Gut und Böse,
Uneigennützigkeit und Egoismus, Ehrlichkeit und
Unehrlichkeit und letztendlich zwischen Gott und
Satan.
«Das Geld selbst ist nicht unredlich», sagte der
Papst. «Aber mehr als jede andere Sache kann es den
Menschen in einen blinden Egoismus führen.» Er
forderte die Wohlhabenden auf, ihre Reichtümer mit den
Armen zu teilen. Der Kapitalismus weise auch positive
Aspekte auf. Der Hunger in der Welt und die
Umweltzerstörung seien jedoch Beweise dafür, dass die
Profigier die Unterschiede zwischen Arm und Reich
verschärfe und zu einer «zerstörerischen Ausbeutung
des Planeten» führe.
Benedikt äußerte sich am Sonntag bei einem Besuch in
der Diözese von Velletri und später beim
traditionellen Sonntagsgebet in seiner Sommerresidenz
Castel Gandolfo südlich von Rom.
© 2007 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten –
All Rights Reserved
de.news.yahoo.com/…n-arm-cfb2994_1.html
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#17   Bokrug †   18:25:39 | Donnerstag, 27. September 2007
Tatsachen…
…über Finanzkapital und Freihandel…
www.heise.de/…r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/art…
Siehe Forum…
www.neo-liberalismus.de
9.11.
www.fromthewilderness.com
Das kirchliche Wuicherverbot ist nach wie vor in Kraft…
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#16   Samurai   22:51:33 | Samstag, 23. Juni 2007
Attac – militant und linkslastig?
Es ist interessant und aussagekräftig, daß im Artikel die Rede von der „linkslastigen“ „militanten“ „Attac-Gruppe“ ist.
Denn Attac ist keine Gruppe im mehr oder weniger homogenen Sinne, sondern ein Netzwerk. Darüberhinaus sind die Franziskaner und Kapuziner wohl nicht linkslastig und militant.
Samurai
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#15   Stimme aus dem Tradiland   08:53:46 | Freitag, 8. Juni 2007
Die Anti-Globalisierungs-Verbalismen
wären noch das Harmloseste an den „Globalisierungsgegnern“. Mein Eindruck ist sogar, dass sich die eigentlichen „Globalisierer“ diese Truppe halten, um so dem – real ja gegebenen – Unmut über die Folgen dieser „Globalisierung“ ein Ventil zu geben und zwar das falsche.
Den die eigentlichen Grundlagen der „G.“ werden nicht hinterfragt: Die gezielte Glaubenszerstörung in den ehemals christlichen Ländern Europas und Amerikas (und die davon sich nicht unterscheidende gleichgerichtete Poltik anderer Industriestaaten wie China und Japan) und die reale Verschwörungspraxis.
Da die „Globalisierungsgegner“ nicht durchschauen, dass es eine permanente Verschwörungspraxis gegen Gott – damit natürlich auch gegen die Menschen – auf dieser Welt gibt (derartiges würden die sicher für „Verschwörungstheorien“ halten und die sind „gaga“) und noch weniger, dass die katholische Moral- und Glaubenslehre die einzig richtige ist (die katholische Kirche – die sie gar nicht kennen – ist bei denen ja auch „gaga“), haben sie gar nicht die Chance, etwas zu verändern.
Es fehlt ihnen das Wissen um ihre eigentlichen Gegner und deren ideologische – antichristliche – Grundlagen. Daher sind sie nur das lautstarke – und fernsehgerechte – Kasperltheater für diverse „Gipfeltreffen“, für die sich sonst ohnedies niemand interessieren würde… Fast könnte man sagen: Die PR-Truppe für die Freimaurer…
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#14   Sentinel   18:20:20 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@Sahin
Sie armes Propagandaopfer sie…
Nein, ich glaube den Scheiße auch nicht. Aber George W. Bush die Schuld an allem zu geben ist noch geistig behinderter, als den Müll, den ich geschrieben habe, auch noch zu glauben.
Aber ich sage Ihnen etwas im Vertrauen:
Die Katholibans tun es …
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#13   Sahin   17:56:50 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Sentinel
über George Bush:
„So ist er Jemand, der einen heiligen Krieg gegen das ungläubige Moslempack führt, um die Welt vor einer Islamisierung zu bewahren, die unsere freiheitlichen Rechte zerstört.“
:-D :-D :-D
Sie armes Propagandaopfer sie…
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#12   Sentinel   17:47:26 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@Sahin
Du armer Kerl,
nur weil George W. Bush im Namen Gottes des Allmächtigen in den Sündenpfuhlen Irak & Afghanistan mit den Ungläubigen Moslems abrechnet, heißt das nicht, daß er ein Massenmörder ist.
Ein Massenmörder wäre er, wenn …
… Bushs Armee jeden Moslem, den sie in den beiden Ländern findet, ohne Grund umbringen würde (machen Moslems zwar in islamischen Staaten ständig mit Christen, aber das ist ja kein Massenmord, sondern Notwehr),
… Bushs Armee Moscheen abfackeln würde, in denen sich Frauen und Kinder aufhalten,
… George W. Bush selbst jeden Moslem erschießen würde, der den Mut hat, ihn vor die Augen zu treten,
… George W. Bush das Buch „Mein Kampf“, daß die Moslems regelrecht vergöttern, geschrieben hätte.
Nur dann, und nur dann, wäre er ein Massenmörder. So ist er Jemand, der einen heiligen Krieg gegen das ungläubige Moslempack führt, um die Welt vor einer Islamisierung zu bewahren, die unsere freiheitlichen Rechte zerstört.
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#11   Sahin   16:56:16 | Mittwoch, 6. Juni 2007
linke Ideologie und Klo-balisierungskritik widerspricht sich.
Nur eine in sich abgegrenzte von Staat geschützte Volkswirtschaft die unabhängig ist von internationalen heuschreken kann einen echten Wohlstand und Segen für die Bevölkerung gewähren wobei der Staat imm kontrollieren muß dass Ausbeutungstendenzen einiger weniger unterbunden werden. Vladimir Putin ist in Russland momentan dabei dieses Weg erfolgreich zu gehen. Dass er damit Erfolg hat zeigt die hetze der medien der „westlichen Wertegemeinschaft“. Linke Ideologie bedeutet automatisch internationalismus und kann daher als Globalisierungskritik nicht ernstgenommen werden. Trotzdem ist es gut und bemerkenswert dass die Jugend Zeichen setzt dass man bereit ist sich zur Wehr zu setzen gegen ausbeuterische menschenverachtende Wirtschaftsysteme.
Dieses treffen in heiligendamm kostet dem Steuerzahler Unsummen – ein immenser Aufwand für den massenmörder George Bush den niemand im Land haben will…
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#10   juergen   16:31:31 | Mittwoch, 6. Juni 2007
überall zu finden
Dieses Schreiben gehört auf jeden Schreibtisch einen guten Katholiken.
Wer es nicht kennt ist kein guter Katholik.
o.O
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#9   Veritatis †   16:31:03 | Mittwoch, 6. Juni 2007
>>litt.s.d.<<
Von diesem Konvolut wurde vor einiger Zeit hier berichtet – es soll wohl so etwas wie eine persönliche Erfahrung N.Ns. mit dem Thema Homosexualität sein, wurde aber – so man/frau von N.Ns. Posting-Sprache auf das Pamphlet schließen darf – wegen mangelhafter Sprachbeherrschung prompt wieder der Makulatur zugeführt…
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#8   litterae sunt divitiae   16:27:05 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@Veritatis
Das unbekannte 30-Leerseiten-Dokument zum Thema der Homosexualität und im Eigenverlag auf Schmierpapier gedrucktes Pamphlet hat N.N. als Autor…
Welches Pamphlet? Wovon reden Sie? Bitte um Aufklärung!
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#7   Veritatis †   16:22:42 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Liebe Catharina!
Was N.N. so zu bieten hat, da wissen Sie nicht? Dann sind Sie erst kurz hier unterwegs…
Das unbekannte 30-Leerseiten-Dokument zum Thema der Homosexualität und im Eigenverlag auf Schmierpapier gedrucktes Pamphlet hat N.N. als Autor…
„Keiner schlafe“, bis wir nicht den Namen dieses N.N. herausbekommen haben…
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#6   Guntram   15:49:27 | Mittwoch, 6. Juni 2007
es geht auch anders!!!
Priesterbruderschaft St. Pius X. baut neue Kirche in Graz
Der Rohbau wird bis Jahresende fertig.
Für große Neugierde bei Anrainern und in Kirchenkreisen sorgt derzeit der Neubau der Kirche der Priesterbruderschaft St. Pius X. in der Grazer Augasse.
Direkt neben dem Hofer-Markt in der Augasse (Gösting) erhebt sich bereits unübersehbar das romanisch-byzantinische Gotteshaus, „das einer alten Kirche in Mähren nachempfunden ist“, wie Pater Helmut Trutt von der Bruderschaft in Schloss Jaidhof (NÖ) erzählt.
„Der Rohbau wird Ende 2007 abgeschlossen. Je nach den finanziellen Möglichkeiten folgt dann der Innenausbau.“, fährt Pater Trutt fort. Grundstück und Rohbau haben bis jetzt eineinhalb Millionen Euro verschlungen. „Alles aus Spenden aufgebracht – und aus einer Erbschaft“, so Pater Helmut. „Der alte Platz war für die 50 bis 100 Gläubigen, die in Graz am Sonntag zur Messe im alten lateinischen Stil kommen, nicht mehr optimal.“
Graz wird von den Priestern betreut, die zum Wochenende aus Wien kommen. Derzeitiger Seelsoger ist Pater Christof Feldner aus Saalfelden im Pinzgau.
„Ein Kirchenbau im Wohngebiet ist überhaupt kein Problem“, lässt das Bauamt verlauten. „Wenn er im Rahmen des Flächenwidmungsplanes stattfindet und nicht gegen Nachbarrechte verstößt. Sogar die Kirchenglocken wären als betriebstypische Emission hinzunehmen.“
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#5   litterae sunt divitiae   15:33:48 | Mittwoch, 6. Juni 2007
@nonnobisdomine
kreuz.net outet sich mehr und mehr zu einer kirchenzerstörerischen Kraft.
Den Satz könnte ich unterschreiben. Aber fragen Sie bitte nicht aus welcher Motivation heraus, denn meine Motivation weicht sicherlich von der Ihren ab.
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#4   catharina   15:22:40 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Und was bietet „nonnobisdomine“?
Jedenfalls nichts, was seinen Sinn für die Sprache unter Beweis stellen würde.
Mit seiner Formulierung: „kreuz.net bringt nichts mehr, was einem „katholischen Nachrichtendienst“ würdig ist“ untermauert er Bastian Sicks Zwiebelfisch-These, daß „der Dativ dem Genitiv sein Tod“ ist.
Im darauffolgenden Satz fordert „nonnobisdomine“ kreuz.net auf, in sich zu gehen. Das dürfte für ein Nachrichtenportal entweder eine Selbstverständlichkeit (wird es doch laufend bearbeitet) oder eine sehr schwierige Angelegenheit sein (da bekanntlich nur personale Individuen, nicht aber Internetseiten in sich zu gehen vermögen).
Sodann eine Zukunftsprognose: „Das Niveau wird von kreuz.net weiter sinken.“ Wird dieses Niveau sich also von kreuz.net auf sinkende Weise fortbegeben, oder wie soll man die Formulierung deuten? Vermutlich meint der fromme Schreiber, das Niveau von kreuz.net (oder: „das Niveau des Nachrichtenportals kreuz.net“., wenn man denn einmal das Wagnis des Genitiv eingehen darf) werde sinken. Nur hätte er das dann auch schreiben sollen.
Gewiß sinkt das sprachliche Niveau dieser Seite weiter, wenn derartige Beiträge veröffentlicht werden.
Am Ende noch ein herrlicher Pseudoanglizismus: „kreuz.net outet sich mehr und mehr zu einer kirchenzerstörerischen Kraft.“ Und „nonnobisdomine“ outet sich als(denn mit diesem Wörtlein wird das traurige Verbum „sich outen“ konstruiert) jemand, der besser gute Bücher lesen als schlechte Beiträge verfassen sollte.
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#3   juergen   15:05:08 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Interview mit einem G8-Gegner
Im Vorfeld des G8-Gipfels sah sich ein Kamerateam bei den G8-Gegnern um. Bei einem Gespräch mit einem G8-Gegner bin ich fast vor Lachen vom Stuhl gefallen.
Das lief etwa so:
Reporter: Sie fahren zur Demo?
G8-Gegner: Ja sicher.
Reporter: Und warum?
G8-Gegner: Weil ich gegen die Globalisierung bin.
Reporter: Und was genau stört sie?
G8-Gegner: Keine Ahnung. Ich bin politisch nicht so interessiert.
:-D o.O :-D
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#2   agmen   14:56:03 | Mittwoch, 6. Juni 2007
G8-Demo
Ich bin mir sicher, dass 30% der Demonstranten nicht wissen was Globalisierung ist.
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#1   nonnobisdomine   14:52:37 | Mittwoch, 6. Juni 2007
kreuz.net
bringt nichts mehr, was einem „katholischen Nachrichtendienst“ würdig ist.
kreuz.net sollte mal in sich gehen. Das Niveau wird von kreuz.net weiter sinken. Und immer mehr Gegner anlocken.
kreuz.net outet sich mehr und mehr zu einer kirchenzerstörerischen Kraft.
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