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Theorie und Praxis + Wo ist das ‘Motu Proprio’? + In Pectore-Kardinal gelüftet? + Humoristisch und kulturell + Mohammed ist der erste
Theorie und Praxis

Vatikan. Gestern abend zelebrierte Papst Benedikt XVI. vor der römischen Lateranbasilika das Pontifikalamt zum Fronleichnamsfest, das in Italien auf den Sonntag verlegt ist. Der Papst erklärte in seiner Predigt, daß die Realpräsenz Christi in der Eucharistie heute schwer zu verstehen und ein „Zeichen des Widerspruchs“ sei. Doch die Kirche bekenne sich mit demütiger Treue zu Christus in der Eucharistie. Nach der Messe trug der Heilige Vater die Monstranz mit dem eucharistischen Heiland in einer feierlichen Prozession vom Lateran zur Basilika Santa Maria Maggiore. Dabei mußte erneut die Polizei einschreiten. Ein muskulöser Mann begann plötzlich wild herumzuschreien. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Wo ist das ‘Motu Proprio’?

Vatikan. Der in Rom wohnende US-Priester John Zuhlsdorf berichtet auf seinem Weblog, daß das ‘Motu Proprio’ zur Freigabe der Alten Messe derzeit im Übersetzungsbüro des Vatikan liege. Er beruft sich dabei auf eine Quelle aus dem Staatssekretariat. Sollte dies tatsächlich wahr sein, sei das ‘Motu Proprio’ bereits unterschrieben und werde promulgiert.

In Pectore-Kardinal gelüftet?

Italien. Die italienische Nachrichtenseite ‘papanews.it’ glaubt, daß der italienische Nuntius, Erzbischof Francesco Lardone († 1980), einer der drei Kardinäle war, die Papst Johannes XXIII. im Jahr 1960 in pectore – im Geheimen – ernannte, aber deren Namen er nie bekanntgab. Erzbischof Lardone war von 1959 bis 1966 Apostolischer Nuntius in der Türkei.

Humoristisch und kulturell

Deutschland. Der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach (55) erhält den Georg-Büchner-Preis 2007. Er ist mit 40.000 Euro dotiert und wird von der ‘Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung’ verliehen. Der Georg-Büchner-Preis ist die bedeutendste literarische Auszeichnung Deutschlands. Als Grund für Mosebachs Würdigung wird dessen Verbindung von „stilistischer Pracht mit urwüchsiger Erzählfreude“ angegeben. Dabei beweise er auch ein „humoristisches Geschichtsbewußtsein, das sich weit über die europäischen Kulturgrenzen hinaus erstreckt“. Die Preisverleihung findet am 27. Oktober statt.

Mohammed ist der erste

Großbritannien. „Mohammed“ könnte in Großbritannien bald der beliebteste Vorname werden. Laut der britischen Zeitung ‘The Times’ ist Mohammed auf der Liste der 3.000 beliebtesten Vornamen derzeit auf Platz 23. Fasse man jedoch die verschiedenen Schreibweisen des Prophetennamens zusammen, rückt er auf Platz zwei. 5.991 Babys erhielten eine Variante des Namens des Propheten. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. 6.929 Neugeborene wurden „Jack“ genannt. Setzt sich der Anstieg weiter fort, ist Mohammed bereits Ende dieses Jahres auf Platz 1.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Müller   18:36:39 | Freitag, 8. Juni 2007
@ruhrgebietler und möchtegern-kathole:
Blablabla! Sprechblasen! Überall den Teufeln sehen, da muss man wohl vom Beelzebub selbst Hinweise bekommen. Kein wunder, wer eine Frau verehrt, die angeblich einst Maria war, kann ja eigentlich nicht gläubig sein. Der kann nicht richtig von falsch unterscheiden!
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#13   r.ruhrgebietler   17:13:58 | Freitag, 8. Juni 2007
nicht nur Benedikt kann denken!
Angesichts des kirchlichen Kaputtkurses der letzten 40 Jahre sträuben sich manch altem Herrn die Haare, und das Vertrauen in diesen Ritus geht so rapide bergab wie die Beichtzahlen in den Diözesen.
es liegt ja nicht am Alter der Beichthörenden (Beichtvater) sondern daran,
1. daß in der V-II-Kirche keiner mehr etwas falsch macht.
2. das dem Volke seit mehr 40 Jahre von eben jenen Herren (Lehmann & Rotarierfreunde) eingehämmert wurde.
3. der Kaputtkurs der Kirche doch mit Verbrechern im Vatikan und deren „Beratern“ bei der Vorbereitung und Durchführung des V-II eingeschlagen wurde. Die lichten Momente, die gesetzt werden sollten sind doch von Rahner & linkskommunistischen Freunden gezielt placiert worden. Malachias hat das schon prophezeit. „Wind swept house“ wäre dbzgl. eine gute Lektüre für lesewillige Seelen.
Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
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#12   möchtegern-kathole   15:50:40 | Freitag, 8. Juni 2007
jemand schrieb über den Papst:
„steht er dennoch zum II. Vatikanischen Konzil und auch zum Neuen Messritus“
Angesichts des kirchlichen Kaputtkurses der letzten 40 Jahre sträuben sich manch altem Herrn die Haare, und das Vertrauen in diesen Ritus geht so rapide bergab wie die Beichtzahlen in den Diözesen.
Da Benedikt denken kann, kann er sich ja auch die Gründe für den Niedergang denken.
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#11   Rudolfus   13:41:49 | Freitag, 8. Juni 2007
@nonobisdomine / Papstgalerie
Die Papstgalerie der St. Paulsbasilika in Rom ist frei zugänglich.
Sie enthält die Päpste seit Petrus bis heute.
Jedem Papst ist ein eigenes ovales Portrait gewidmet.
Man kann die Basilika in Rom aufsuchen.
Es gibt sicher aber auch Abbildungen in diversen Romführern.
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#10   nonnobisdomine   13:37:24 | Freitag, 8. Juni 2007
Ad Rudolfus:
Mein theologisches kirchengeschichtliches Interesse läßt hoffentlich diese Frage zu und deshalb bitte ich um Beantwortung:
Gibt es für das Papstmedaillon des „ersten“ Johannes XXIII. einen Beleg oder eine Abbildung?
Danke Ihnen.
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#9   Rudolfus   13:10:19 | Freitag, 8. Juni 2007
@Alfredo / Johannes XXIII. x 2
Der andere, frühere Johannes XXIII. ist aber auch unter den Papstportraits der römischen St. Paulsbasilika.
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#8   Alfredo Ottaviani   13:07:08 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Typ: Johannesse
Lieber Typ,
einen Papst Johannes XXIII. gab es tatsächlich zweimal. Als Angelo Roncalli 1958 als Nachfolger Pius XII. Papst wurde und sich Johannes XXIII. nannte, verbannte er seinen päpstlichen Namensvetter endgültig in die Reihe der Thronprätendenten, also der Gegenpäpste, der damit den Stuhl Petri nur ursupiert und nie gültig innehatte. Bis 1958 war man sich über den Status des ersten Johannes XXIII. nicht endgültig klar. Roncalli war Kirchenhistoriker und hatte das Feld wohl gut erforscht.
Liebe Grüße
+ Alfredo Card. Ottaviani
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#7   Rudolfus   13:03:45 | Freitag, 8. Juni 2007
Übersetzung
Hoffentlich ist das Motuproprio bald in die ewige Kirchensprache übersetzt, damit es endlich offiziell verkündet werde.
Deo gratias! Gott segne den Papst!
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#6   Benedikt   12:26:26 | Freitag, 8. Juni 2007
Motu Proprio
Vielleicht ist ja ein Preis auf die erste wahre Veröffentlichungsmeldung ausgesetzt?
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#5   Müller   12:04:23 | Freitag, 8. Juni 2007
@Motu proprio:
Ich finde es echt klasse: Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Gewährsmann erzählt, er habe das MP schon gesehen, gelesen oder gehört. Na klar, irgendwann liegt es mal vor, und dann können alle sagen: Seht, ich habe es ja gewusst!
Noch mal die Frage: Was soll es denn bringen: Die einen gehen zu Lefebvre, die anderen zur Petrusbruderschaft, in unserem BNistum gibt es drei Orte, an denen die Messe im alten Ritus gefeiert wird. Erwartet man, dass plötzlich alle Priester sich in das Messbuch von 1962 vertiefen?
Übrignes: Schmunzeln musste ich über die Qualifikation dieses US-Prietser: Er wohnt in Rom, das genügt offensichtlich schon, um als überzeugender Prophet auftreten zu können!
Selbst wenn S. H. Papst Benedikt das MP promuligert, steht er dennoch zum II. Vatikanischen Konzil und auch zum Neuen Messritus.
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#4   RJH   11:44:04 | Freitag, 8. Juni 2007
@ Johannesse
Also nach meinen Unterlagen amtierte Papst Johannes XIII. in den Jahren 962-965
Wie gewöhnlich gut informierte Kreise lancieren, soll es ja bald auch ein Motu Proprio geben, daß die römischen Ziffern u. Zahlen durch die in Europa vertrauten und lesbaren sog. „arabischen“ Ziffern ersetzt werden. Es sei ein weiterer Schritt hin zur Volksnähe. Desweiteren würde damit auch die byzantinische Tradition wieder mehr gewürdigt.
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#3   stimme der vernunft †   11:10:36 | Freitag, 8. Juni 2007
Trotzdem interessant
Also nach meinen Unterlagen amtierte Papst Johannes XIII. in den Jahren 962-965.
Trotzdem interessant wie ein Zeitung herausfindet, was ein toter Papst als Geheimnis mit ins Grab genommen hat.
Wahrscheinlich ist dem Redakteur die Gospa oder die Frau aller Völker erschienen und hat’s ihm ins Ohr geflüstert, vermutlich nach einer Flasche Chianti.
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#2   Typ   10:09:47 | Freitag, 8. Juni 2007
Johannesse
Papst Johannes XIII. im Jahr 1960
Also nach meinen Unterlagen amtierte Papst Johannes XIII. in den Jahren 962-965.
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#1   Bruder Theophil   09:41:11 | Freitag, 8. Juni 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Markus 12, 35-37
In jener Zeit, als Jesus im Tempel lehrte, sagte er: Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias sei der Sohn Davids? Denn David hat, vom Heiligen Geist erfüllt, selbst gesagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde unter die Füße. David selbst also nennt ihn „Herr“. Wie kann er dann Davids Sohn sein? Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.
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