Pastoraler Prozeß
Augenwischerei im Bistum Fulda
Wie man aus einem päpstlichen Geburtstag das Kapital schlagen kann, welches man während des Jahres verpulvert hat. Ein Kommentar von Manuel Köhler.
Webseite des Bistums Fulda
Webseite des Bistums Fulda
(kreuz.net) Mitte Mai berichtete der Pressesprecher des Bischofs von Fulda auf der Webseite der Diözese, daß sich Papst Benedikt für die Geburtstagswünsche bedankt habe, die ihm Mons. Algermissen zukommen ließ.

Auf diese Weise wird der Öffentlichkeit nicht zum ersten Mal vorgemacht, daß der Bischof von Fulda in herzlichem Einvernehmen mit Papst Benedikt XVI. stehe.

Schon bei einer Audienz am 1. Juli 2005 vermittelte der Bischof den Eindruck, als lobte der Papst seine Strukturpläne in Fulda.

Der Papst soll aber über diese beschönigende Darstellung seines Gespräches mit Mons. Algermissen wenig erfreut gewesen sein.

Scheinbar benötigt der Fuldaer Bischof eine Aufbesserung seines Rufes und benutzt dazu die Person und das Ansehen des Papstes.

Seit Beginn seiner Amtszeit steht der Fuldaer Oberhirte in der Kritik.

Seine Erklärung, im Bistum Fulda aufräumen und einen Reformstau beseitigen zu müssen, den sein Vorgänger, Erzbischof Johannes Dyba († 2000) hinterlassen habe, ist noch in bester Erinnerung.

Seine Strukturveränderungen stülpt er dem gesamten Bistum pseudodemokratisch über.

Er arbeitete mit dem Abtreibungsnetzwerk ‘pro familia’ zusammen und distanzierte sich erst nach heftigem medialem Druck davon.

Der Bischof fördert mit dem ‘Fuldaer Kreis für eine offene Kirche’ die Kirchenvolksbewegung ‘Kirche von unten’.

Durch den Rauswurf dreier verdienter Patres der Diener Jesu und Mariens und durch seine fehlende Dialogbereitschaft ist Mons. Algermissen bei vielen Menschen unglaubwürdig geworden.

Der Schaden, den er dem Bistum Fulda zugefügt hat, geht ins Unermeßliche.

Und nun dieser durchsichtige Schachzug. Papst Benedikt feiert seinen 80.Geburtstag. Bischof Algermissen gratuliert ihm theatralisch und bekundet ihm unterwürfig seine angebliche Ergebenheit.

Das allgemeine Dankesschreiben von Erzbischof Leonardo Sandri, das alle Gratulanten erhielten, wird nun ausgeschlachtet, um das Image des Bischofs von Fulda aufzubessern.

Mit einer Presseaussendung wird der Eindruck erweckt, als herrsche zwischen dem Papst und Mons. Algermissen ein herzliches Einvernehmen.

Wann hört diese Heuchelei endlich auf? Jeder, der sich in der Kirche von Fulda einigermaßen auskennt, weiß: Bischof Algermissen liegt inhaltlich keineswegs auf der Linie des derzeitigen Papstes.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Fundamentalist †   23:11:25 | Sonntag, 10. Juni 2007
Abgedroschenes Thema!
Wieso wird hier ein absolut unaktuelles Thema immer wieder aufgewärmt. Dieser Käse ist längst gegessen, auch wenn man ihn hier ständig wieder auskotzt! Niemanden interessiert das noch!
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#15   Toby   07:45:29 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Sentinel + Regina1961
@ Sentinel
Das Gerede von den angeblich „berechtigten Gründen“, die zur Entlassung der drei verdienten SJM-Patres führten, ist einfach nur lächerlich. Die Geheimniskrämerei, die man um gegen die SJM-Patres ausgestreute Gerüchte macht, wirkt einfach nur grotesk. Hätte man wirklich etwas gegen die Betroffenen in der Hand, müsste man die Dinge konkret beim Namen nennen. Das kann man aber nicht, weil es eben keine wirklichen und nachweisbaren Gründe gibt.
@ Regina1961
Das Thema wird so lange aktuell bleiben, bis es wirklich aufgearbetet worden ist. Mit Vertuschung und Verdrängung der Probleme in Fulda kommen wir nicht weiter.
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#14   Regina 1961   00:52:15 | Samstag, 9. Juni 2007
Zum ersten , zum zweiten…
Wie oft wird das Thema „Bischof Allgermissen und die SJM“ von Ihnen noch aufgewärmt? Sie werden es nicht schaffen!!!
Regina1961
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#13   iustus   21:21:57 | Freitag, 8. Juni 2007
Fuldaer Zeitung
Na, die dortigen Artikel habe ich alle gelesen. Aber es wird darin kein einziger nachvollziehbarer Grund für die Kündigung genannt:
Die so arg verurteilte „Veröffentlichung“ erfolgte erst nach der Entscheidung zur Kündigung, kann also nicht der Grund gewesen sein.
Ein ominöser „Sektenbeauftragter“ behauptet, in der Kommunionmappe von Barbara Haid sei „intensiv von der Hölle die Rede“, was – wie jeder feststellen kann – nicht stimmt (an sage und schreibe drei Stellen, die ich auf Anfrage gerne konkretisiere, ist allenfalls sinngemäß davon die Rede).
Aber vielleicht stimmen wir ja in der Bewertung mancher Aspekte nicht überein. So halte ich es im Gegensatz zu dem Kommentator der Fuldaer Zeitung nicht für verwerflich, die Mundkommunion „anzupreisen“, eine von der Kirche offiziell vorgesehene Form des Kommunionempfangs. Lächerlich.
Vielleicht ist ja auch ein oller Leserbrief von anno tobac der Grund :-S
Oder die Tatsache, dass die Ordensleute nicht den Bischof, um etwas baten, das sie für falsch hielten, das sie aber im Gehorsam umgesetzt hätten? Das ist natürlich ganz arg! ;-)
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#12   Sentinel   18:09:24 | Freitag, 8. Juni 2007
@iustus
Nun, dann sollten sie sich dringend zum einen an die Autoren der Anti-Algermissen-Propaganda hier wenden, die nämlich keinesfalls den wahren Gegebenheiten entspricht.
Zum anderen wäre Ihnen dann ein Kontakt zu Bischof Algermissen angeraten, damit sie auch seine Sicht der Dinge erfahren.
Und als dritte Informationsquelle würde ich die fuldaer Zeitungen zu Rate ziehen, die sich nicht dem Dekret der FSSPX unterwerfen wollten, sondern loyal zum Bischof blieben.
Als vierte Quelle empfehle ich Ihnen einfache fuldaer Bürger! Diese werden Ihnen bestimmt die Aussagen liefern, die sie brauchen.
Ich verfahre auf die gleiche Weise und bin im Moment nur dabei, bestimmte Fakten zu sichern. Sobald diese Spruchreif sind, werde ich an entsprechender Stelle ein Schreiben einsenden, um meinen Mißmut zu äußern.
Ich gebe den Herrn Bischof mit seiner Handlungsweise Recht, nachdem, was auf der Straße über die FJM und die FSSPX erzählt wird.
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#11   iustus   17:43:41 | Freitag, 8. Juni 2007
Im Zweifel für die Angeklagten
Dennoch weiß ich aus einigen fuldaer Quellen, was sich da wirklich abgespielt hat.
(…)
Aber ich bin sicher, wenn Hw. Bischof Algermissen dies in seinem Bistum an die große Glocke hängen würde, hätte es entsprechende Konsequenzen für die FJM.
Sie scheinen ja wirklich bestens informiert zu sein – und kennen nicht einmal das Ordenskürzel dieser Bösen.
Bevor ich schlecht von diesem Orden denke, muss ich wissen, was seine Angehörigen hier getan haben. Bis dahin gehe ich in dubio pro reo davon aus, dass es keine stichhaltigen Gründe für die Entlassung gibt. Ich vertraue nicht blind, sondern fordere Beweise.
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#10   Sentinel   16:36:49 | Freitag, 8. Juni 2007
@iustus
Dies zu erzählen würde meine Kompetenz in dieser Sache bei weitem überschreiten. Und nicht nachgewiesene Berichte (mit Zeugenaussagen und so) liegen mir derzeit noch nicht vor.
Dennoch weiß ich aus einigen fuldaer Quellen, was sich da wirklich abgespielt hat. Obwohl ich bisher weiterhin am Zeugen suchen bin.
Aber ich bin sicher, wenn Hw. Bischof Algermissen dies in seinem Bistum an die große Glocke hängen würde, hätte es entsprechende Konsequenzen für die FJM.
Die Beteiligten auf beiden Seiten schweigen sich derzeit aus. Aber fragen sie doch den Herrn Bischof selbst. Ich bin derzeit am Recherchieren in dieser Sache und kann deshalb keine weitergehende Auskunft geben.
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#9   iustus   16:16:04 | Freitag, 8. Juni 2007
@Sentinel
Dumm daran ist nur, daß es damals durchaus berechtigte Gründe gab, die drei FJM-Patres zu entlassen!
Welche?
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#8   nonnobisdomine   15:21:42 | Freitag, 8. Juni 2007
Der Bischof Algermissen mag sammeln.
Ich habe ihn und Bischof Marx persönlich kennengelern.
Diese beiden haben keinen positiven Eindruck auf mich hinterlassen.
Somit ist auch Algemissens Auftreten in seier Eigenschaft als Bischof von Fulda unter meinen Eindrücken zu sehen.
Einen Eindruck von Algermissen habe ich gewinnen dürfen.
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#7   Sentinel   15:08:22 | Freitag, 8. Juni 2007
@nonnobisdomine
Ich finde es interessant, wie weit in die Vergangenheit +.net gehen mußte, um ein neues Pamphlet gegen Hw. Bischof Algermissen zusammen zu klecksen.
Mal von dem miesen Schreibstil abgesehen, kann es sein, daß es eine Reaktion auf den dieswöchigen kreuts.net-Artikel ist, der die Machenschaften der FSSPX im Bistum Fulda so anschaulich beschrieb?
Ich gehe davon aus, da der Herr Bischof sich noch nicht zu diesem Getue hier geäußert hat, obwohl ich mir sicher bin, daß er über jeden weiteren, versuchten, Rufmord von dieser Seite her, postwendend informiert wird.
Jeder Fuldaer weiß, daß diese Vorwürfe aus der Luft gegriffen und nicht nachweisbar sind. Dumm daran ist nur, daß es damals durchaus berechtigte Gründe gab, die drei FJM-Patres zu entlassen! Weder die FJM, noch die FSSPX, denen sie Nahe stehen, haben sich bis heute zu den Vorwürfen geäußert, die dem Bischof über beide zu Ohren kamen! Wenn das kein Schuldeingeständnis ist!
Hier sollte jemand wirklich einmal ein wenig nachdenken, bevor er leichtsinnigerweise nachlegt. Ich bin sicher, der Herr Bischof sammelt die Artikel von hier.
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#6   nonnobisdomine   11:55:28 | Freitag, 8. Juni 2007
Ad Tschibo-Man
Niemand ist neidisch. – Aber wenn etwas SO wie in diesem Bistum, das sich wesentlich unredlicheren Dingen „rühmen“ müsste, so propagandistisch ausgeschlachtet wird, dann sind schon besondere Energien notwendig.
Rotary läßt grüßen.
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#5   Czibo Nieznany   11:27:42 | Freitag, 8. Juni 2007
Propagandageeignet
Warum sollte Bischof Algermissen das päpstliche Schreiben nicht für Propagandazwecke nutzen? Wenn er es schon einmal in Händen hat. Das ist immer noch besser als unterschwellige, unaktuelle Propaganda und die alte Neidsuppe wieder aufzuwärmen.
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#4   nonnobisdomine   11:09:31 | Freitag, 8. Juni 2007
Dankschreiben des Staatssekretariates
Jeder Mensch – und nicht nur Bischöfe – erhalten, wenn Sie dem Hl. Vater ein Geschenk übersenden, eine schriftliche Danksagung.
Mir persönlich wurde diese Danksagung schon am 4.5.2007 (Datumsstempel der Post) über die Apostolische Nuntiatur zugestellt. Darin übermittelt das Staatssekretariat (Erste Sektion – Allgemeine Angelegenheiten Prot.-Nr. 55.000) in ähnlichem Wortlaut auch Dank und den Apostolischen Segen des Hl. Vaters.
Unterzeichnet ist es zwar nicht von einem Erzbischof, sondern von einem Assessor, Prälat G. Caccia.
Insofern teile ich die Meinung des Autors der Meldung im kreuz.net. Es handelt sich um etwas Schönes, aber nicht um etwas Besonders, dem sich „nur“ Fulda rühmen darf.
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#3   Czibo Nieznany   10:49:44 | Freitag, 8. Juni 2007
Kärrnerarbeit verrichten
:-@ Manchmal müssen Bischöfe auch Kärrnerarbeit tun, für die sich viele andere zu gut sind, und nicht nur gütig zum Lauf der Welt lächeln. Bischof Algermissen stellt sich den Aufgaben, di er von seinem Vorgänger vorgefunden, und arbeitet ab. Sollte man ihm da einen Vorwurf machen, nur weil er vorgeht, wo es dem rechten Katholen-Spektrum etwas an den Nervern kitzelt. Man muss nicht immer alles gut heißen, was Bischöfe für gut dahin stellen. Man sollte sich aber hüten alte Leimtöpfe wieder aufzukochen, nur um eine künstliche Personaldiskussion in Gang zu setzen. o^/
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#2   Mitten drin statt nur dabei   10:32:33 | Freitag, 8. Juni 2007
Aktualität?
Es fällt Manuel Köhler aber früh ein, darauf hinzuweisen, dass sich der Papst bzw. sein Büro bei Bischof Algermissen für die Glückwünsche zu seinem Geburtstag bedankt hat. Das geschah nämlich bereits vor vier Wochen www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1136114 .
Aber dabei zeigt sich nun wieder einmal, dass dieses bescheidene Forum kotz.net seiner Zeit hinterherhinkt.
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#1   Typ   10:30:00 | Freitag, 8. Juni 2007
Und wieder…
…eine Ansammlung von Gerüchten. Solange der Papst den Bischof von Fulda nicht abberuft, steht er offensichtlich hinter ihm. Alles andere sind Gerüchte – noch dazu ohne Quellen.
Armseliger „Kommentar“ – ist nämlich kein Kommentar, sondern reine Hetze.
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