Kinderschlachtung
Gewissenlose Gewissensfreiheit
Wer seinen Nachbarn umbringen will, dem wird wärmstens empfohlen, sich auf sein Gewissen zu berufen. Von Lisa Abelin.
(kreuz.net) Im Jahr 1934 legalisierten die Nationalsozialisten die Schlachtung von ungeborenen Kindern, die im Verdacht standen, behindert zu sein.

Die deutschen Bischöfe und viele Pfarrer kämpften damals gegen diese Preisgabe des menschlichen Lebens.

In den 70er Jahren legalisierten sozialistische Feminismus-Ideologen die Kinderabschlachtung.

Die deutschen Bischöfe und die meisten kirchlichen Verbände kämpften damals gegen diese erneute Preisgabe des menschlichen Lebens.

Es war den deutschen Bischöfen der Gegenwart vorbehalten, unter die Decke der staatlichen Massentötungen Ungeborener zu schlüpfen.

Dabei war es leicht, im Abtreibungsgesetz von 1995 den Betrug zu erkennen, durch den die Förderung der Abtreibung als „Hilfestellung und Lebensschutz“ hingestellt wird.

„Mama, ich will leben“
Mit 6 Wochen ist das ungeborene Kind rund 15 Millimeter groß. Es kann schon seine Arme und Beine bewegen.

Sein Herz schlägt schon seit 3 Wochen: seit dem 21. Tag seiner Existenz.Dieses Kind verlor sein Leben nach nur acht Wochen. Tod durch Abtreibung. Mit acht Wochen sind bereits alle Organe des Menschen angelegt. Es sind auch schon Zehen, Brustwarzen, Augenlider und Scheitel vorhanden.Jede Abtreibung fordert zumindest zwei Opfer:

Das Kind wird getötet.
Die Mutter erleidet ein psychisches Trauma.

Am 10. Juni 1992 erklärte Bischof Karl Lehmann von Mainz, daß sich katholische Beratungsstellen niemals in ein Beratungsverfahren im Vorfeld der straffreien Tötung eines ungeborenen Menschen einbinden lassen dürften.

Im Jahr 1993 nannte Rita Waschbüsch – die damalige Vorsitzende im Zentralkomitee der Katholiken – die Beratung vor der Kindstötung eine „Alibifunktion“.

Somit wußte Bischof Lehmann, was er tat, als er seine Mitbrüder ab 1993 auf eine Beteiligung am Fristentötungsgesetz mit Beratungspflicht einschwor.

Dem Staat diente die kirchliche „Konfliktberatung“ dazu, dem brutalen Tötungsnetzwerk den Anschein von Hilfe und Segen zu geben.

Die moralische Verwerflichkeit der Beratung besteht darin, daß sie das Leben eines Menschen dem Belieben der schwangeren Mutter unterstellt.

Der von den kirchlichen Beratungsstellen ausgestellte Schein wurde zum Schuldschein gegen die Bischöfe – die staatlichen Gelder zum Schweigegeld.

Die Folgen dieser Verstrickung in die Abtreibungsbürokratie sind bis heute wirksam.

Mittels der Königsteiner Erklärung kündeten die deutschen Bischöfe im Jahr 1968 ihre Lehrautorität in Fragen von Ehe und Familie auf.

Mit der Beteiligung an der Fristenlösung zerstörten die Bischöfe das kirchliche Lehramt auch in der Frage des menschlichen Lebensrechtes.

Im Jahr 1995 verurteilte Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika ‘Evangelium vitae’ Abtreibungsgesetze und Tötungsbürokratien als „Kultur des Todes“.

Doch in seinen Schreiben an die Deutschen Bischöfe forderte der Papst diese Wahrheit nicht ein, sondern verlegte sich auf „eindringliche Bitten“.

Erwartungsgemäß beantworteten die Bischöfe die päpstlichen Freundlichkeiten mit einer Hinhaltetaktik. Sie machten zum Beispiel den Vorschlag, auf den Tötungslizenzen zu vermerken, daß diese nicht als solche gebraucht werden dürften.

Ferner wurde erklärt, man sei sich im Ziel der Ablehnung der Abtreibung einig. Nur auf dem Weg dahin gebe es Differenzen.

Auf diese Weise verwässerten die Bischöfe das absolute Tötungsverbot zu einer „pastoralen Frage mit lehramtlichen Implikationen“.

Zugleich stellten sie sich auf die Seite christlicher Gutmenschen: Der Papst rede von Prinzipien und Lehre. Sie aber würden durch die Pastoral der Beratungsstellen zählbare Leben retten.

Der ehemalige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus, behauptet bis heute, daß die kirchliche Beteiligung am Entscheidungsrecht der Schwangeren über Leben und Tod das bessere Modell sei.

Dieser Bischof bot dem Papst auch besserwisserisch die Stirn, als sich seine Mitbrüder wieder den Bestimmungen der Kirche unterwarfen.

Er habe zeigen wollen – so seine vollmundige Behauptung – daß in den katholischen Beratungsstellen trotz staatlich geforderter und bezahlter „ergebnisoffene Beratung“ langfristig Beratung ohne Schein möglich sei.

Daß eine Mehrheit der Beratenen auch im Bistum Limburg den Tötungsschein forderte, war für ihn offenbar ein Detail.

Der Beifall der Lebensfeinde hätte den Bischof stutzig machen sollen. Aber er kokettierte lieber mit den Medien.

Nach der späten Ausstiegsweisung aus Rom am 7. März 2002 inszenierte Bischof Kamphaus seinen „erzwungenen“ Ausstieg als spektakulären Medienauftritt.

Der Papst erteilte seine Anordnung „als Nachfolger des Heiligen Petrus und nach dem Willen Jesu Christi vor Gott für das Wohl aller Teilkirchen und die Einheit der Kirche Verantwortung“ tragend.

Bischof Kamphaus präsentierte diese Weisung als persönliche päpstliche „Gewissensentscheidung“. Diese könne er – Bischof Kamphaus – zwar respektieren, aber „persönlich nicht nachvollziehen“.

Damit reduzierte er das kirchliche Lehramt und die Sittenlehre zu einer persönlichen Ansicht und stellte sich zugleich auf die gleiche Stufe wie der Papst.

„Gewissen gegen Gewissen – da muß eben jeder seinem Gewissen folgen“ – folgerte die deutsche Wochenzeitung ‘Die Zeit’.

Mit dieser Aushöhlung der Lehre hinterließ der Limburger Bischof seiner Diözese und der Kirche in Deutschland eine schwere Hypothek.

Die Kirchenzeitung des Bistums Limburg machte ein halbes Jahr Stimmung und Werbung für ‘Donum vitae’. Bis heute unterstützen Pfarrer Hubertus Janssen aus Limburg und andere diesen von Kirche und Glaubenslehre abgefallenen Verein.

Dieser fühlt sich weiterhin berechtigt, die Linie des ehemaligen Bischofs von Limburg weiterzuführen – „aus Gewissensgründen“.
      
130 Lesermeinungen
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#133   Kurt K.   23:17:06 | Montag, 11. Juni 2007
@ Rudolfus
Sie schlossen jetzt blitzschnell auf die USA. Ist auch nicht falsch. Gerade dort werden viele Unschuldige gemordet. Aber auch in anderen Ländern, in denen die Todesstrafe gilt, werden Justizirrtümer am laufenden Band erzeugt.
Und selbst diejenigen, die „schuldig“ sind – haben die die Todesstrafe verdient? Habe gerade gestern eine Live-Stream-Reportage gesehen über ein 16 jähriges Mädchen im Iran, welches wegen „unkeuschen Verhaltens“ gehängt wurde.
…umentationen.blogspot.com/…ge-warum-atefeh.html
War sie schuldig?
Hinrichtung wegen Fahrrad-Diebstahls in China – trifft die TS da „Schuldige“?
Jedenfalls würd ich immer noch gerne die Definition von „staatlicher Notwehr“ hören, die es gestattet, Menschen umzubringen.
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#132   Rudolfus   23:06:30 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K.
Wegen des schlechten US-Rechtssystems in einem unüberschaubar großen Gebiet, in dem jedes Individuum völlige Bewegungsfreiheit genießt.
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#131   Kurt K.   23:01:47 | Montag, 11. Juni 2007
@ Rudolfus
Ja, man hofft, dass es ausschliesslich „schuldige“ trifft. Schauen Sie aber mal in die Statistiken der Todesstrafe. Man hat sehr viele unschuldige hingerichtet bisher.
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#130   Rudolfus   22:57:18 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K. / Todesstrafe & Abtreibung
Der Fehler ist, Abtreibung und Todesstrafe gemeinsam zu diskutieren.
Ein ungeborenes Kind ist immer unschuldig (von der Erbsünde abgesehen) – die Todesstrafe bezieht sich aber ausschließlich auf schuldige Staatsbürger.
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#129   Kurt K.   22:53:54 | Montag, 11. Juni 2007
@ Pünktchen
Hab da noch eine Bitte:
Können Sie mir ein Beispiel geben, in dem der Staat in einer „Notwehrsituation“ ist, die es erlaubt, die Todesstrafe anzuwenden?
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#128   Hornet   19:03:50 | Montag, 11. Juni 2007
Asbach Drag:
Warum gehts bei den Katholen eigentlich immer gleich los mit der Fäkalsprache? Den Unsinn hat mir schonmal einer prophezeit: a.) ich pfeif drauf und b.)das ist das typische „ihr-werdet-schon-sehen“ Gequassel mit dem man kleine Kinder erschrecken kann. Ich bin schon groß! Und in der Lage, meine Entscheidungen ohne einen alten Wälzer unter dem Arm zu treffen!
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#127   Ansbach.Dragoner   18:55:49 | Montag, 11. Juni 2007
Naja wenn sie mal richtig in der Scheißgasse sitzen
werden sie schon sehen wo Hilfe zu erwarten ist.
Weder bei der Wissenschaft, noch bei Buddha, noch bei „Allah“ oder sonstwen – sondern bei Jesus Christus.
Es sind schon viel Hartgesottenere wie Sie es sind zu Kreuze gekrochen wenns denn drauf ankam…
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#126   Hornet   18:53:01 | Montag, 11. Juni 2007
Guter Ansbach:
Ist nett, aber da verkennen Sie mich VÖLLIG! Ich brauche keine Pseudoerklärungen für die Welt, ich bin nicht so vermessen, Menschen für die Krone der „Schöpfung“ zu halten und bin mit diesem einen Leben sehr zufrieden. Ich bitte garantiert nie jemand „demütig“ um irgendetwas!
Ich verrate Ihnen noch etwas: je weiter ich mich von der rk Kirche entfernte, desto besser ging es mir im Leben.
Also: Danke, aber völlig zwecklos!
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#125   Ansbach.Dragoner   18:46:05 | Montag, 11. Juni 2007
Hornet
ich bemerke dass auch Sie gerne glauben würden jedoch ihr Intellekt sie dabei behindert. Wievielen menschen geht es so wie ihnen – sehr vielen…
Bitten Sie Gott demütig um Leitung und Erkenntniss und auch Sie werden Gnade erfahren – da bin ich sicher.
Dann werden sie auch erkennen dass der Glaube der Vernunft nicht widerspricht sondern diese erweitert und vervollkomnet. Das einzige was Sie brauchen ist Demut und Aufgeschlossenheit
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#124   Hornet   18:41:31 | Montag, 11. Juni 2007
auch falsch, Ansbach:
„Christus war schon immer da, ist gerade hier und wird auch immer sein.“
Erst mal gehts höchstens um 2000 Jahre und dann gilt das nur für die , die daran glauben wollen. Und der ganze Wiederkunftsunsinn: wie lange muss ich mir diesen Sermon
noch anhören? Alle paar Jahre soll er plötzlich wiederkommen und jedes aktualisierte Datum verstreicht ohne Aktion! Fehlt jetzt nur noch sowas Drolliges wie „Tsunamis sind von Gott gesandt!“ Dann war wohl auch das Gewitter, das Luther auf intelligentere Wege trieb, ein Schlag Gottes gegen den rk-Verein, was?
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#123   Pünktchen   18:39:33 | Montag, 11. Juni 2007
Methusalix: Sie machen sich lächerlich!
Folgende Sätze sind eben nicht gleichzusetzen:
Die Kirche lehrt, lt. KKK, daß Todesstrafe nicht zulässig ist, es sei denn in einer NOTWEHRSITUATION
Eine Abtreibung ist nicht zulässig, es sei dennin einer >>NOTWEHRSITUATION<< ???o.O ???
Welche Notwehr sollte man gegen ein ungeborenes Kind üben wollen? Trachtet das Kind jemandem nach dem Leben? Bedroht es jemanden lebensgefährlich? Ist es vielleicht bewaffnet? Ist es, wenn bewaffnet, überhaupt zu einer tödlichen Handlung in der Lage? Und wenn, hat das ungeborene Kind schon Mordabsichten? …
Auch wenn man „Notlagen“ als bestehend anerkennt, handelt es sich doch in 99% der Fälle (Ausnahme wären seltene medizin. Indikationen) nicht um eine lebensbedrohliche Situation, die der Schwangeren ein Notwehrrecht einräumen würde!
Das ungeborene Kind ist nicht als Angreifer zu betrachten und es greift vor allem niemandes Leben an! Dieses wehrloseste und unschuldigste Geschöpf einem Interessenkalkül zu opfern und es zu töten, ist niederträchtig und verbrecherisch!
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#122   Rudolfus   18:22:36 | Montag, 11. Juni 2007
@Metuhsalix / Abtreibung & Todesstrafe
Diese beiden Themen haben wenig Zusammenhang, außer den Tod.
Die Todesstrafe bezieht sich nur auf Schuldige, darum wird sie die Kirche niemals völlig untersagen. vgl. auch den KKK v. Johannes Paul II.
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#121   litterae sunt divitiae   18:22:05 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolfus und Hornet zur Ergänzung:
Haben Sie schon mal was von „Eschatologie“ gehört?
Die Eschatologie ist die Lehre von den Hoffnungen auf Vollendung des Einzelnen und der gesamten Schöpfung, die sich aus dem Glauben ergibt.
Zentraler Glaubenssatz der christlichen Eschatologie ist, dass das Reich Gottes, die Gottesherrschaft, bereits mit der Inkarnation, der Menschwerdung Jesu Christi, begonnen hat, aber noch nicht vollendet ist.
d.h. dass das Reich Gottes bereits im Kommen ist,(sog. präsentische Eschatologie). Der Höhepunkt ist erreicht mit der Wiederkunft Christi (sog. futurische Eschatologie).
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#120   methusalix †   18:20:30 | Montag, 11. Juni 2007
@Pünktchen
Pünktchen: Methusalix, wen wollen Sie eigentlich noch
mit Ihren Lügen beeindrucken?
Die Kirche lehrt, lt. KKK, daß Todesstrafe nicht zulässig ist, es sei denn in einer …
Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht zulässig, es sei denn in einer …
Erkennen Sie den Relativismus Pünktchen, den Sie uns 68ern immer vorwerfen, oder sind Sie völlig blind?
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#119   Ansbach.Dragoner   18:08:34 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet
„Nicht mal Jesus hat angenommen, dass er zurückkommt.“
Falscher Gesichtspunkt:
Christus war schon immer da, ist gerade hier und wird auch immer sein. Zeit und Raum gibt es nur hier bei uns.
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#118   Rudolfus   18:07:27 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet / Wiederkunft Christi
Durch nichts zu begründender Satz, ausser durch die kath. Vereinslehre. Nicht mal Jesus hat angenommen, dass er zurückkommt. Und jetzt bitte nicht die Paulusgeschichte!
Eine unsinnige Behauptung – die Wiederkunft Christi als Vollender des Reiches und Königtums Christi ist ein zentraler Bestandteil des Evangeliums und der apostolischen Verkündigung von Anbeginn an.
„Kehret um! Das Himmelreich ist nahe!“
Was machen Sie mit den Endzeitreden Christi in den Evangelien, und der Proklamierung des Gottesreiches generell, entlang des gesamten Evangeliums?
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#117   Hornet   18:03:30 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolfus:
„Die katholische Christkönigslehre bezieht sich darauf, daß Christus bereits vor Seiner Wiederkunft in dieser Welt herrschen soll, durch die hl. Kirche.“
Durch nichts zu begründender Satz, ausser durch die kath. Vereinslehre. Nicht mal Jesus hat angenommen, dass er zurückkommt. Und jetzt bitte nicht die Paulusgeschichte! der hat Jesus zu Lebzeiten nie getroffen und der Rest ist eine vermeintliche Erscheinung, die wiederum duch nichts belegt ist.
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#116   Rudolfus   17:57:15 | Montag, 11. Juni 2007
@Methusalix / Weltlicher Machtanspruch der Kirche
Gemessen an diesem Anspruch gibt sich die Kirche aber seit zweitausend Jahren verdammt weltlich. Um das Wort politisch zu vermeiden.
Das Königreich Christi hat bereits begonnen mit dem ersten Auftreten Christi.
Die katholische Christkönigslehre bezieht sich darauf, daß Christus bereits vor Seiner Wiederkunft in dieser Welt herrschen soll, durch die hl. Kirche.
Vollkommen kann aber Christi Königtum erst mit der Wiederkunft errichtet werden, wenn nämlich Christus als Weltrichter kommt und die Königsherrschaft über die Welt auch real und persönlich antritt.
Nicht ohne Zufall wurde das Christkönigsfest durch Papst Pius XI. (1922-1939) für den Kirchenkalender eingeführt, in einer Zeit, wo die hl. Kirche viel Weltmacht eingebüßt hatte.
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#115   Pünktchen   17:48:55 | Montag, 11. Juni 2007
Methusalix, wen wollen Sie eigentlich noch
mit Ihren Lügen beeindrucken?
Die Kirche lehrt, lt. KKK, daß Todesstrafe nicht zulässig ist, es sei denn in einer (staatlichen) Situation, die diese Maßnahme als Wahrnehmung eines Notwehrrechtes erscheinen ließe. Dir Kirche betont jedoch, daß dies bei modernen Staaten nicht der Fall ist. D.h. die Kirche lehrt ganz widerspruchsfrei und kohärent: Vorsatztötungen sind nicht erlaubt, Notwehr bildet eine Ausnahme!
Interessant ist nun, daß Sie dies alles wissen, aber die Lüge dennoch der Wahrheit vorziehen und sich – jahrelang! – zum Agenten der Lüge machen!
Da geht es mir dann mit Ihnen so, wie Herrn Hüller: ich bin mir sicher, daß Sie sich in Ihrem Leben schon an Abtreibungsverbrechen beteiligt haben und Sie sind verzweifelt damit beschäftigt, sich zu rechtfertigen und andere anzuklagen. Viele Menschen lassen sich durch Ihre Propaganda vielleicht täuschen, Methusalix. Der letzte und höchste Richter nicht!
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#114   methusalix †   17:48:00 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolfus
Die Kirche hat ein übernatürliches Ziel und kein weltliches Ziel wie die KP-Führer!
Gemessen an diesem Anspruch gibt sich die Kirche aber seit zweitausend Jahren verdammt weltlich. Um das Wort politisch zu vermeiden.
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#113   Rudolfus   17:43:10 | Montag, 11. Juni 2007
@Methusalix / Kommunismus und Marxismus
Weil es im Bauch der Frau ist, an dem die Kirche so riesiges Interesse hat?
Das sind 1:1 Formulierungen aus der KP- und Marxistenpropaganda.
Die Kirche hat ein übernatürliches Ziel und kein weltliches Ziel wie die KP-Führer!
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#112   methusalix †   17:39:43 | Montag, 11. Juni 2007
Ist das Ihr Ernst?
Pünktchen: … Die Qualität „unschuldig und wehrlos“ kommt in dieser Form ohnehin fast nur den Ungeborenen zu!
Pünktchen, der grosse Relativierer! Werdendes Leben ist heilig!!! (Weil es im Bauch der Frau ist, an dem die Kirche so riesiges Interesse hat?)
Geborenes Leben, na ja, so ganz unschuldig und wehrlos ist es ja nicht mehr. Da muss man das mit dem Mord nicht mehr ganz so eng sehen. Sonst müsste man sich ja das mit der Todesstrafe auch noch mal überlegen. Und da sei Gott vor!
Grandioser Schuss ins Knie der Kirche.
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#111   Domenico Tuttisanti   17:38:38 | Montag, 11. Juni 2007
=Zweitaccount von .chen @methusalix
„Wünschen wir uns allen,daß nicht weiterhin unschuldige und wehrlose Kinder geopfert werden für Erwachsenen-Interessen“
Daß Sie diesen Satz unterschreiben würden, ist eine dreiste Lüge!
Denn Sie setzen sich für ein „Frauenrecht“ auf Abtreibung ein, d.h. Sie stellen das Leben der jüngsten, unschuldigsten und wehrlosesten menschlichen Wesen ins Belieben von Erwachsenen, die schließlich verantwortlich dafür waren, daß dieses Leben überhaupt entstehen konnte und die es nun nach Opportunitätskalkülen sollen vernichten dürfen.
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#110   Pünktchen   17:26:00 | Montag, 11. Juni 2007
Der Wunsch,
„daß nicht weiterhin unschuldige und wehrlose Menschen geopfert werden für Interessen gleich welcher Art!“
findet natürlich meine Zustimmung!
Mit „geopfert“ ist hier natürlich „ermordet“ gemeint, denn nur so ist der Zusammenhang mit meiner Aussage gewährleistet. Die Qualität „unschuldig und wehrlos“ kommt in dieser Form ohnehin fast nur den Ungeborenen zu! Sie haben keine – wie auch immer geartete – Möglichkeit der Gegenwehr, wenn man(n)/frau ihnen nach dem Leben trachtet. Daß man ihnen nach dem Leben trachtet, ist nicht ihre Schuld. Sie können im Zwischenmenschlichen noch gar keine Schuld verwirklicht haben!
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#109   obelix †   17:15:56 | Montag, 11. Juni 2007
@Pünktchen
Pünktchen: „Wünschen wir uns allen,daß nicht weiterhin unschuldige und wehrlose Kinder geopfert werden für Erwachsenen-Interessen :)3
Hallo Pünktchen,
ich bin entzückt! So wie Sie das hier formulieren, unterschreibe ich das jederzeit und bete dafür, dass Ihr Wunsch in Erfüllung geht! :(3
Darf ich ihn vielleicht noch ein klein wenig umfassender formulieren?
„Wünschen wir uns allen,daß nicht weiterhin unschuldige und wehrlose Menschen geopfert werden für Interessen gleich welcher Art!“
Oder geht Ihnen das jetzt zu weit? Wegen erlaubter Todesstrafe und so. Oder ist das da schon mit drin?
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#108   Pünktchen   17:06:12 | Montag, 11. Juni 2007
Kurt K.
hat seine Relativierung (von weiter unten) relativiert. Nicht, was Mord sei ist relativ, sondern ob Mord – im gegebenen Fall – „falsch“ oder „richtig“ sei, nur dies sei kultur-relativ!
Als Beispiel nennt er die Menschenopfer der Azteken!
Dagegen ist es aber Grundauffassung der Moderne, daß das Menschenrecht auf Leben zu jenen nicht-relativen Grundrechten gehört, die niemals zur Debatte gestellt werden können, ohne daß eine menschliche Rechtsordnung oder Kultur als prinzipiell verwerflich erscheinen muß!
Diese kategorischen Rechtsprinzipien www.amazon.de/…oderne/dp/3518287702 sind unser Maßstab
an eine Kultur und sie gelten – daher spricht man ja auch von „Menschenrechten“ – unabhängig von Rechtssystem und Kultur, gleich ob diese sie anerkennen oder nicht! Ihre Geltung ist mit dem Menschsein gegeben!
(Das ist auch der grund, warum wir es uns herausnehmen, z.B. China wegen Menschenrechtsverletzungen anzuprangern. China verletzt Rechte, die gelten unabhängig vom positiven staatlichen Recht!)
Im übrigen hilft Kurt K. auch diese „definitorische“ Variante nichts: Wenn die Bewertung von Mord kulturrelativ ist, dann hat Kurt K. eben keine Gewäöhr dafür, daß es nicht irgendwann „Mehrheiten“ gibt, die seine Beseitigung als große Kulturleistung und damit als „gut“ bewerten!
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#107   Rudolfus   17:05:12 | Montag, 11. Juni 2007
@Zahnfee
Wenn Sie verhungern, dann ist diesen zu helfen.
Ansonsten müssen Sie sich aber generell auch selbst helfen.
Jedenfalls ist die Vatikanstadt die falsche Adresse, zu lamentieren, daß diesen niemand hälfe.
Die richtige Adresse ist Brüssel, Washington, London.
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#106   Zahnfee   16:59:54 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolf
Generell mag dein Anliegen (Nahrungsmittel statt zu vernichten nach Afrika zu schicken) okay sein, aber genau das würde eine weitere Katastrophe auslösen und zwar die Abhängigkeit von solchen Spenden und der damit einhergeghende Niedergang der einheimischen Produktion.
Beispielhaft sei hierfür die Vernichtung der einheimischen Textilproduktion in afrikanischen Ländern, durch Kleiderspenden genannt.
In ähnlicher Weise geschieht das bereits auch mit der Nahrungsmittelproduktion durch Billigimporte aus der EU.
Ob eine derartige Hilfe also tatsächlich geeignet ist, ist fraglich – wobei bei einer akuten Hungerkatastrophe eine solche Maßnahme sicherlich angezeigt wäre.
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#105   Hornet   16:55:03 | Montag, 11. Juni 2007
Zahnfee:
„Eine noch schwachsinnigere Argumentation fällt dir da nicht ein?“
Warts ab! Pinkchen ist immer für eine Überraschung gut! Der schafft das!
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#104   Rudolfus   16:53:36 | Montag, 11. Juni 2007
@Pünktchen
Aus marktwirtschaftlichen Gründen vernichtet die EU-Kommission riesige Nahrungsmittelmengen und bezahlt dafür, Felder brachliegen zu lassen.
Diese Leute müßten die überschüssige Nahrung nach Afrika und sonstwohin schicken und nicht tonnenweise ins Meer leeren.
Diese Zugang besitzt aber die EU-Kommission und nicht der Heilige Stuhl.
Man muß sich an unsere EU-Regierung in Brüssel wenden, nicht an die Vatikanstadt.
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#103   Zahnfee   16:50:56 | Montag, 11. Juni 2007
@pünktchen
…in der Regel tut er NICHTS gegen den Welthunger und ALLES dafür, daß seiner „Selbstverwirklichung“ keine Kinder in den Weg treten: vor allem nicht die selbstgezeugten!
Eine noch schwachsinnigere Argumentation fällt dir da nicht ein?
Ach ja, es reicht sicherlich, wenn die üblichen Heulbojen bei jeder vermuteten Pauschalaussage gegen eine Religion … sorry, gegen die Kir… sorry, gegen die hier vertretene +net-Meinung aufheulen, oder?
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#102   Kurt K.   16:50:22 | Montag, 11. Juni 2007
@ Pünktchen
Noch schnell was zu Ihnen Pünktchen, dann muss ich erstmal weg und kann sie alle bis heute abend nicht mehr mit meinen genialen Posings beglücken ;-)
Pünktchen: Kurt K. dagegen tut nichts gegen das Elend und nichts gegen die Abtreibungen, die er auch noch zynisch rechtfertigt mit dem Satz:Was Mord ist, ist doch nur eine Sache beliebiger Festlegungen!
Soso, Sie wissen also genau, dass ich nichts gegen das Elend tue… woher? Mir eigentlich egal was Sie glauben. Aber ich finde, Sie sollten sich mit solchen Aussagen etwas zurückhalten, solange Sie nichts wissen und nur raten. :-@
Und letzterer Satz ist auch falsch. Ich „rechtfertige“ gar nichts mit meiner Meinung, dass die Definition von „Mord“ eine rein menschliche ist, die der Zeit entspringt, in der sie gemacht wird. Ist einfach eine Erkenntnis, dass falsch und richtig immer eine an die Zeit angepasste Festlegung ist. Wie gesagt: schauen Sie sich die Menschheitsgeschichte an. Die Azteken opferten jede menge Menschen. Sie fanden das „richtig“ und auch nicht, dass das „Mord“ ist, obwohl es sonst bei ihnen auch verboten war, einen anderen einfach so zu töten. Für die Azteken war klar, dass der geopferte Mensch direkt zu ihrem Gott auffahren würde, also wurden solche Opferungen als besondere Gnade dem Opfer gegenüber gewertet. M.a.W.: Mord, richtig, falsch ist definitionssache der jeweiligen Kultur.
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#101   Pünktchen   16:44:45 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolf
Merkwürdig nur, daß zahnfee bei dem pauschalen ungerechtfertigten Vorwurf gegen die Kirche nicht aufgejault hat!
Es bleibt dabei: ein Großteil des Engagements in kirchlichen und in nicht-kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen ist christlich und kirchlich motiviert. Hier geschieht eine ganze Menge.
Wer es sich aber einfallen läßt, die Abtreibungen in unserern Breitengraden mit dem Welthunger zu rechtfertigen, der handelt doppelt schlecht:
in der Regel tut er NICHTS gegen den Welthunger und ALLES dafür, daß seiner „Selbstverwirklichung“ keine Kinder in den Weg treten: vor allem nicht die selbstgezeugten!
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#100   Rudolfus   16:39:19 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K.
Die Gläubigen der Kirche sind eine der wenigen Gruppen, die den Armen tatsächlich helfen.
Grundsätzlich ist aber jedes Individuum, jedes Land und jedes Volk für sich selbst verantwortlich.
Andere können nur helfen, aber nicht gleichzeitg „das Leben der anderen leben“.
Wenn sich Länder bekriegen, dann kann man da nicht viel machen, ebensowenig im Europa bis 1948.
Dies ist heute in Afrika der Fall.
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#99   Zahnfee   16:36:55 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolf
Dass Christen sich in nicht-kirchlichen Organisationen ebenfalls engagieren bezweifle ich keineswegs.
Mich stört nur die pauschale Aussage Pünktchens:
„Der Unterschied: die Nichtkirchlichen tuen gar nichts und treiben Kinder ab, die Kirchlichen tuen immerhin einiges und lehnen lassen die Kinder leben!)“ (was der letzte Abschnitt auch immer bedeuten mag…)
Eine aussage, die so eben nicht stimmt!
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#98   Hornet   16:35:12 | Montag, 11. Juni 2007
Wirrdingsda:
Ich fasse es nicht – das ist ja schlimmer, als ich dachte!
Ihr lasst die armen Kerle 30 km durch den Busch rennen und die Priester reisen (wahrscheinlich auf deren Kosten) in der Weltgeschichte rum? Unglaublich! Und dann noch hier missionieren wollen? Ich glaube, das einzige was hier re-missioniert werden muss, sind die Missionare! Und für deren Fassungslosigkeit habe ich einen Tipp: Wir lernen hier dazu!
Wollte nicht irgendein afrikanischer Priester wieder Hühneropfer einführen? Und zugegeben: dieses extatische Rumgewälze auf dem Boden bei afrikanischen Messeriten ist schon sehr würdig!
Übrigens: Wissenschaft ist keine Ideologie, Sie Fremdwortkomiker.
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#97   Kurt K.   16:34:49 | Montag, 11. Juni 2007
@ Rudolfus
Wenn unser eigenes Land in Ordnung ist (der Dorn im eigenen Auge), dann können wir auch im Ausland helfen (den Dorn aus dem Auge eines anderen zu ziehen).
Klingt erstmal logisch. Aber wenn man genauer drüber nachdenkt, ist das natürlich eine billige Haltung (auch im pekuniären Sinne).
Wenn ich mir die Klagen über D hier so anhöre, wird für die meisten konservativen Katholiken hier Deutschland so bald nicht wieder „in Ordnung“ sein: Schwulenehe, Schwule überhaupt, Staatssystem Demokratie, Sex vor der Ehe, Sex allgemein, Abtreibungen, Kondome, Freiheit,…
Mit anderen Worten: Man wird NIE helfen, weil irgendwas im eigenen Land IMMER im Argen liegt.
Das mit dem DORN hat auch nur was mit Anklagen zu tun, soweit ich weiss. Verhungern ist aber doch keine Sünde, oder doch?
Ich finde, der Spruch passt nicht auf diese Problematik.
So wie Sie ihn einsetzen würde er bedeuten: „Hilf anderen erst, wenn es dir selber perfekt geht!“
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#96   Pünktchen   16:27:33 | Montag, 11. Juni 2007
Dir Kirche tut beides:
sie lindert Not in aller Welt und verurteilt die Abtreibung als nicht zu rechtfertigende Vorsatztötung.
Kurt K. dagegen tut nichts gegen das Elend und nichts gegen die Abtreibungen, die er auch noch zynisch rechtfertigt mit dem Satz:
Was Mord ist, ist doch nur eine Sache beliebiger Festlegungen! (s. weieter unten!)
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#95   Rudolfus   16:26:54 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K. / Das eigene Land
An erster Stelle sind wir für unser eigenes Land und für unser eigenes Volk verantwortlich.
Wenn unser eigenes Land in Ordnung ist (der Dorn im eigenen Auge), dann können wir auch im Ausland helfen (den Dorn aus dem Auge eines anderen zu ziehen).
Zuerst gilt aber die eigene Familie, dann die eigene Gemeinde und das eigene Land.
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#94   Kurt K.   16:19:18 | Montag, 11. Juni 2007
@ Pünktchen / VirFortis
@ Pünktchen: Es ist jedoch eine Schande, wie hier einige meinen, es ließe sich die millionenfache Abtreibung in Ländern des Wohlstandes mit dem Elend in Hungergebieten rechtfertigen!
Sie verstehen das (absichtlich?) wieder mal falsch. Ich „rechtfertige“ die Abtreibung nicht mit dem Hinweis auf die Millionen Sterbenden in aller Welt. Mir kommt es nur irgendwie seltsam vor, dass es hier dauernd Artikel zur Abtreibung gibt, selten (ich kenne keinen) jedoch zu verhungernden Menschen, die hauptsächlich deshalb verhungern, weil sie sich so grandios fortpflanzen.
[Wenn ich Abtreibungen rechtfertigen will, brauche ich keine solchen Vergleiche. Mir fallen da genug andere Gründe ein. Absolute Entscheidungen pro/contra Abtreibungen halte ich in jedem fall für falsch. ]
@ VirFortis: […]mit Ärmlichkeit und falscher Bescheidung waren schon immer […]
Das liegt daran dass es in eurer eigenen Vereinsatzung steht, dass Reichtum nicht christlich ist. Wenn man eben ständig gegen die eigenen Regeln verstösst, kommt es eben vor, dass andere einem das vorwerfen. Glaubwürdiger wird ein Verein dadurch jedenfalls nicht.
Und das die Armen stolz drauf sind, mag ja sein, ist aber nur eine antrainierte Haltung. Sie wären bestimmt froher, wenn ihre Kinder nicht mehr verhungern würden.
[…]zur Widerspiegelung der himmlischen herrlichkeit.[…]
Im Himmel gibts goldene Monstranzen mit Kadaverteilen drin? Iih. Versucht doch mal, die Erde ein bißchen himmlischer zu machen stattdessen.
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#93   Rudolfus   16:13:29 | Montag, 11. Juni 2007
@VisFortis
Zudem kommt ja bereits der Großteil des Priesternachwuchses aus den materiell in Armut lebenden Ländern.
Europa ist jedenfalls schon seit Jahrzehnten kein christlicher Kontinent mehr.
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#92   VirFortis   16:09:42 | Montag, 11. Juni 2007
Hurnet
In unserer Familie waren schon zahlreiche priester – vor allem aus Indien und auch Afrika. Alles arme Länder aber die Menschen dort legen sehr viel wert auf würdige Zelebration des Messopfers. Für diese Menschen ist Christus und die Eucharistie der Lebensmittelpunkt (und das nichtnicht weil sie arm sind) der würdig zelebriert werden muß. Dort gehen die Leute oft 30 km zu Fuß in die Messe. Diese Priester sind teilweise fassungslos über den Glaubensabfall der Länder die sie einst missioniert haben und die uns nun re-missionieren müssen.
Das spirituelle Nackerbazerl wie Sie das nicht verstehen und mit der Narrenmütze am Hut lieber der Wissenschaftsideologie anhängen ist mir klar.
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#91   Rudolfus   16:03:14 | Montag, 11. Juni 2007
@Zahnfee
Christen findet man doch überall bei caritativen Organisationen, viele von Christen gegründet.
Die UNO ist aber sicher keine Christengründung.
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#90   Hornet   16:03:05 | Montag, 11. Juni 2007
Wirrfortis
Bitte: endlich mal den Sauerstoffregler aufdrehen!
„Vor allem die Armen sind stolz auf den sichtbaren leib Christi und wollen dass Seine Herrlichkeit angemessen uns sichtbar repräsentiert wird.“
Logisch: die verhungern lieber bevor irgendein imaginärer Heiliger unangemessen im Wald rumsteht! Haben die Armen hier angerufen oder ist das Allgemeinbildung?
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#89   VirFortis   16:02:59 | Montag, 11. Juni 2007
Ah da schau her
die Karieshexe ist wieder da :-S
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#88   Zahnfee   16:01:49 | Montag, 11. Juni 2007
Pünktchen: Drehen wie man’s braucht!
Aha, plötzlich sind alle zumindest christlich motiviert? Würde ich z.B. bei den UN-Organisationen gerne mal sehen.
Dir ist auch kein Argument zu billig es für deine Propaganda auszunutzen. Aber das kennt man ja schon zu genüge.
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#87   Rudolfus   15:57:41 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K. / Lehre des Papstes
Der Papst ist nicht der Herr, und auch nicht der Herr der Lehre – dies ist Jesus Christus.
Der Papst ist nur Verwalter der Lehre.
Er kann nicht etwas lehren, was gegen Christus und die Kirche Christi wäre.
Verhütungsmittel und Sexualerziehung, das ist Sache der UNO-Ideologie, damit die Völker noch mehr in ungeordnete Promiskuität geführt werden, nach dem Beispiel der dekadenten westlichen Völker wie die USA und Europa.
Afrika wäre gut beraten, wäre es tatsächlich mehrheitlich katholisch.
Ein Großteil Afrikas wendet sich aber zunehmend dem Islam aus Arabien zu – und war früher gleichfalls protestantisch beherrscht und versklavt, nämlich durch Europas protestantische Kolonialmächte.
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#86   Pünktchen   15:57:41 | Montag, 11. Juni 2007
Zahnfee: Voll daneben!
Ein Großteil der in den genannten Hilfsorganisationen Engagierten Menschen ist durchaus christlich/kirchlich motiviert.
Es ist jedoch eine Schande, wie hier einige meinen, es ließe sich die millionenfache Abtreibung in Ländern des Wohlstandes mit dem Elend in Hungergebieten rechtfertigen! :-!
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#85   VirFortis   15:54:03 | Montag, 11. Juni 2007
Kurti-blabla oink oink
„Es ist scheisse, sich einen solchen PROTZ zuzulegen, zur Ehre eines Gottes, der sich wahrscheinlich einen DRECK um materielles schert (HALLO!! Er ist allmächtig, wenn er eine goldene Monstranz will, dann denkt er sich eine und erschafft sie!), während Mitmenschen dahinvegetieren und sterben.“
Vor allem die Armen sind stolz auf den sichtbaren leib Christi und wollen dass Seine Herrlichkeit angemessen uns sichtbar repräsentiert wird. Gerade die armen Galäubigen sind am stolzesten auf ihre Kirche und auch auf die prächtige Entfaltung derselben an Hochfesten zur Widerspiegelung der himmlischen herrlichkeit.
Karge und krude Urchristenphantasien mit Ärmlichkeit und falscher Bescheidung waren schon immer giftige Pfeile aus der Ecke des feindes gegen den sichbaren leib Christi !
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#84   Hornet   15:52:54 | Montag, 11. Juni 2007
Wirrling u.A.
„Wichtig ist vor allen dass die Seelen der Kinder gerettet werden – der physische Tod ist nicht so wichtig“
Es wäre sicherlich gut, die Genforschung zu beschleunigen, dann bliebe in diesem Fall noch der Rettungsanker „Trend zum Zweithirn“
satzzeichen:
Ich habe was gegen Abtreibung. Aber danke, dass ich folgendes nochmal wiederholen darf:
Kümmert euch erst mal darum, trotz der vorhandenen Möglichkeiten der nächstenliebenden, christlichen rk Kirche, dass nicht alle 3 Sekunden ein Kind an Armut stirbt. Eure Verleugnung dieser Tatsache lässt euer Geschrei gegen die dazu verhältnismäßig geringen Abtreibungszahlen geradezu pharisäerhaft erscheinen.
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#83   Zahnfee   15:51:43 | Montag, 11. Juni 2007
klar doch
„…die Nichtkirchlichen tuen gar nichts und treiben Kinder ab…“
Die UN (UNICEF, UNO Flüchtlingshilfe), Cap Anamur, Terre des hommes, Internationales Rotes Kreuz, Medecins sans Frontieres-International, Ärzte für die Dritte Welt, nur um einige zu nennen, tun rein gar nichts und wollen überall nur Frauen zur Abtreibung zwingen… sicher doch.
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#82   Rudolfus   15:49:24 | Montag, 11. Juni 2007
Kirchliche Hilfswerke
die Kirche ist mit zahlrechen Hilfswerken präsent und jedes Jahr fließen Millionenhilfen in die Krisengebiete. Verantwortlich für den Welthunger ist nicht die Kirche, sondern wir alle –
Noch dazu lebt ein Großteil der Katholiken in den armen Ländern.
Die reichen Länder werden von Protestanten (USA, GB) oder von Ungläubigen dominiert (F, D).
Heute dominieren die USA die Welt, und dort haben auch die Protestanten das Sagen, bis 1945 war es das gleichfalls protestantische Großbritannien.
Die USA und Großbritannien lassen sich nicht durch den katholischen Papst belehren.
Der einzige katholische U.S.-Präsident war John F. Kennedy (1961-63) – und der wurde in der protestantischen Hochburg Texas erschossen.
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#81   Kurt K.   15:48:08 | Montag, 11. Juni 2007
@ Rudolfus
Nun, Macht und Weltherrschaft müssen nicht bedeuten, dass man real irgendwo mit Millitär einmarschieren kann. Da reicht es, dass wenn der Papst sagt: Kondome sind Sünde! ganz Afrika springt. Das ist auch Macht.
Und zur Seele des Mörders: Klar, nach kath. Meinung ist sie selbstverständlich in Gefahr. Bloss: Ist die Seele des Papstes und des ganzen vatikanischen Personals nicht auch in Gefahr, wenn sie noch eine goldene Monstranz in Auftrag geben, während viele Menschen verhungern?
Ich argumentiere ungern mit Bibelsprüchen, aber da gabs doch was mit nem Kamel, nem Nadelöhr, nem Reichen und dem Himmel, oder?
Das kann man natürlich auch ganz logisch und ohne Bibel sagen: Es ist scheisse, sich einen solchen PROTZ zuzulegen, zur Ehre eines Gottes, der sich wahrscheinlich einen DRECK um materielles schert (HALLO!! Er ist allmächtig, wenn er eine goldene Monstranz will, dann denkt er sich eine und erschafft sie!), während Mitmenschen dahinvegetieren und sterben.
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#80   Hornet   15:42:52 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolfus
Katholische was bitte? Ich habe nichts von diesem Blödsinn erzählt. Warm heute? Falscher Fred? Halluzinationen?
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#79   Pünktchen   15:40:10 | Montag, 11. Juni 2007
Hornet
Kinder sollen hier abgeschlachtet werden dürfen, weil Hornet das Problem des hungers in Elendsgebieten als Alibi für eigene Untaten mißbraucht! :-! :-! :-!
(Besonders pikant daran: die Kirche ist mit zahlrechen Hilfswerken präsent und jedes Jahr fließen Millionenhilfen in die Krisengebiete. Verantwortlich für den Welthunger ist nicht die Kirche, sondern wir alle – kirchlich oder nicht-kirchlich gebunden. Der Unterschied: die Nichtkirchlichen tuen gar nichts und treiben Kinder ab, die Kirchlichen tuen immerhin einiges und lehnen lassen die Kinder leben!)
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#78   VirFortis   15:39:45 | Montag, 11. Juni 2007
@Hurnet
„Kümmert euch erst mal darum, trotz der vorhandenen Möglichkeiten der nächstenliebenden, christlichen rk Kirche, dass nicht alle 3 Sekunden ein Kind an Armut stirbt.“
Daran ist der Wirtschftsliberalismus der westlichen Wertegemeinschaft schuld.
Man hilft den Kindern am besten indem man Sand im Getriebe bei uns ist. Spendenorganisationen von Gutmenschenorganisationen dienen nur zur Profilierung einzelner und bringen Null
Wichtig ist vor allen dass die Seelen der Kinder gerettet werden – der physische Tod ist nicht so wichtig
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#77   Rudolfus   15:38:28 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet / Katholische Weltherrschaft
Da kann man nur lachen. Eine katholische Weltherrschaft gibt es schon seit Jahrhunderten nicht mehr, seitdem die protestantischen Engländer die katholischen Spanier als Weltherrscher abgelöst haben.
Sie müssen sich über die Weltsituation schon bei anderen beschweren, zumindest 2007.
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#76   Hornet   15:35:48 | Montag, 11. Juni 2007
Stimmt, Kurt.
Gute Analyse. Geschrei willens der Machterhaltung.
Lebende Hungernde kosten Geld. Aber: Hauptsache getauft! Ich geh kotzen…
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#75   Rudolfus   15:28:40 | Montag, 11. Juni 2007
@Kurt K. / Abtreibung ist Mord allgemein
Und darum geht es auch den Katholiken, daß Mord zu verhindern ist.
In vielen Staaten, auch in Europa, ist Abtreibung zwar weiterhin als Mord verboten, aber straffrei gestellt.
Die Seele der Mörder ist jedenfalls in tatsächlicher Gefahr, ewig und real in die Hölle zu kommen, und zwar in die „richtige Hölle“, und nicht etwa eine angenommene Vorhölle.
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#74   Hornet   15:27:30 | Montag, 11. Juni 2007
die beiden Grobintelligenzler:
„Einzelne Gläubige können das gar nicht.“
Ist schon klar. Gläubige. Mir egal: ich tue es! Ohne auf die tumbe Masse zu warten.
satzzeichen:
Ich habe was gegen Abtreibung. Aber danke, dass ich folgendes nochmal wiederholen darf:
Kümmert euch erst mal darum, trotz der vorhandenen Möglichkeiten der nächstenliebenden, christlichen rk Kirche, dass nicht alle 3 Sekunden ein Kind an Armut stirbt. Eure Verleugnung dieser Tatsache lässt euer Geschrei gegen die dazu verhältnismäßig geringen Abtreibungszahlen geradezu pharisäerhaft erscheinen.
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#73   Kurt K.   15:24:07 | Montag, 11. Juni 2007
@ Hornet / Abtreibungen
Ich habe eine wage Ahnung, warum die katholen hier in diesem Forum so sehr auf den Abtreibungen herumhacken und ihnen sterbende, geborene Menschen nicht so viel bedeuten:
Ein ungeborener Mensch unterscheidet sich in einem ganz deutlich von einem schon geborenen Menschen: Der ungeborene Mensch kann nicht getauft sein.
Es sei denn mit einer „Begierdetaufe“, die allerdings nur hochkatholische Menschen überhaupt in Betracht ziehen – und die treiben nicht ab.
Es geht beid em ganzen Aufgerege über die Abtreibungen nicht wirklich um die Menschen, die dabei sterben. Es geht um die Seelen. Nach alter kath. Lehre kommen ungetauft gestorbene, praktisch unschuldige Kinder in den „Limbus“, eine Art „Vorhölle“. Aufgrund der Erbsünde. Daher muss natürlich ein Kind erst getauft werden. Wenns danach stirbt ist es nicht mehr schlimm. Dann kommts ja direkt in den Himmel, da die Erbsünde mit dem Taufwasser weggespült wurde.
Bei denen wird Gott irgendwie als ein Bürokrat angesehen, der sich an die Regeln der kath. Kirche hält und davon nicht abweichen kann.
Ich glaube, das ist der Hauptgrund der Aufregung über „die paar“ Abtreibungen. Zwar gehen die Abtreibungen in die Zehntausende, aber das ist trotzdem ein witz verglichen mit den Verhungernden in der Welt.
Wenn Kind geboren und getauft, dann kann man vom Geld was nötig wäre es zu versorgen, besser ne neue Kirche bauen – zur Ehre Gottes.
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#72   Pünktchen   15:18:38 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolfus
Nun sieh es doch endlich ein, Hornet möchte weiterhin ungeborene Kinder seiner/ihrer Selbstverwirklichung zum Opfer bringen dürfen, weil die Kirche – im selben Atemzug wird gefordert, sie solle sich aus der Politik heraushalten – noch nicht alle Weltprobleme gelöst hat! Ist doch logisch, oder?
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#71   Rudolfus   15:14:11 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet
Prima, denn sorgt mal in eurer christlichen Nächstenliebe dafür, dass nicht alle 3 Sekunden weltweit ein Kind an Armut stirbt
Einzelne Gläubige können das gar nicht.
Das könnten nur die Staatslenker, z.B., daß sie ihre Länder wieder aufbauen wie etwa Europa nach den Weltkriegen.
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#70   Hornet   15:00:16 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolfus
„Aufgrund dieser Gebote helfen die Christen auch materiell, z.B. privat, oder als Ordenschristen.“
Prima, denn sorgt mal in eurer christlichen Nächstenliebe dafür, dass nicht alle 3 Sekunden weltweit ein Kind an Armut stirbt und kümmert euch weniger um die dagegen verhältnismäßig wenigen Abtreibungen. Und wenn ihr jetzt noch den Vatikan stürmt und die ohnehin zusammengeklauten Reichtümer bergt und verteilt, trete ich eurem Verein sofort bei!
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#69   Rudolfus   14:55:18 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet
Sie haben eine falsche Vorstellung von der Mission der Kirche.
Die Kirche verkündet das kommende Himmelreich und Christi Gebote.
Aufgrund dieser Gebote helfen die Christen auch materiell, z.B. privat, oder als Ordenschristen.
Die hohe Politik gehorcht aber nicht dem Papst und den Bischofskonferenzen, weder in den USA noch in Europa, noch in Afrika oder sonstwo.
Das sind Angelegenheit der weltlichen Regenten.
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#68   Hornet   14:48:32 | Montag, 11. Juni 2007
Rudolfus
„Der katholische Verein ist nicht die Weltpolizei.“
Ich sprach auch nicht davon, dass die Kinder verhaftet werden sollten.
„Die Hilfsorganisationen der Kirche sind jedenfalls weltweit beispielhaft.“
Laut Kalender ist noch nicht Karneval, oder? Den Brüllwitz würde ich mir dafür aufsparen.
Und jetzt bitte keine „Mutter-Theresa“ Hinweise, sonst googel ich schnell mal nach „Todesengel von Kalkutta“
„Die Kirche ist aber sicher nicht für alles in der Welt zuständig, sondern an erster Stelle für das „Seelenheil“.
Genau das verhindert sie seit 2000 Jahren. Dazu gehört nämlich auch Essen. Von „Seelenheil“ allein kann keiner leben.
Der Vatikan scheint sich mehr für Konten, Pomp und Aktienbeteiligungen zu interessieren als für das Seelenheil“
Außerdem redete ich von dem Schwachsinn, sich über ein paar Abtreibungen aufzuregen andererseits aber wider vorhandener Möglichkeiten Kinder verhungern zu lassen.
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#67   Rudolfus   14:38:55 | Montag, 11. Juni 2007
@Hornet
Der „katholische Verein“ ist nicht die Weltpolizei.
Die Hilfsorganisationen der Kirche sind jedenfalls weltweit beispielhaft.
Die Kirche ist aber sicher nicht für alles in der Welt zuständig, sondern an erster Stelle für das Seelenheil.
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#66   Hornet   14:31:17 | Montag, 11. Juni 2007
Wünschen wir uns allen,
daß nicht weiterhin weltweit alle 3 Sekunden ein unschuldiges und wehrloses Kind an Armut stirbt, weil sich der katholische Verein trotz vorhandener Möglichkeiten einen Schei…dreck darum kümmert und die Vereinsmitglieder stattdessen lieber über einige wenige (im Verhältnis dazu) Abtreibungen lamentieren.
Erstmal den Dreck vor der eigenen Haustüre fegen, bitte!
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#65   GerdEric   14:25:00 | Montag, 11. Juni 2007
@.chen
Wenn im noch katholischen Lateinamerika keine Kinder mehr abgetrieben werden, dann können Sie mal gute Vorschläge machen.
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#64   Pünktchen   11:17:02 | Montag, 11. Juni 2007
„Wünschen wir uns allen,
daß nicht weiterhin unschuldige und wehrlose Kinder geopfert werden für Erwachsenen-Interessen!“ :)3
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#63   obelix †   11:09:18 | Montag, 11. Juni 2007
Ein frömmlerischer und geheuchelter Wunsch!
C. Hüller:
Wünschen wir ihm, dass die Mehrheiten IMMER stimmen, nicht dass er eines Tages, im hohen Alter, von Seiten junger Parlamentarier (in der Greisenrepublik BRD) doch noch zum Insekt erklärt wird, dem man gnadenhalber den Freitod mit der Giftspritze gewährt.
Wünschen wir uns allen, dass die katholische Kirche NIE MEHR die Macht zurückbekommt, zu bestimmen, wer als Ketzer, Hexe oder sonst irgendwie missliebiger Mensch gefoltert wird, bis er/sie ein Geständnis abgelegt hat, dass dann den qualvollen Tod auf dem Scheiterhaufen bringt.
Wünschen wir uns allen, dass solche Massaker wie bei der Pariser Bluthochzeit nie mehr geschehen.
Wünschen wir uns allen, von religiös begründetem Terrorismus, sei es von christlicher oder anderer Seite, verschont zu bleiben.
Wünschen wir allen Frauen, nie mehr auf dem Küchentisch einer Engelmacherin zu krepieren. Upps ist mir nur so rausgerutscht. Das wollen Sie ja gar nicht lesen.
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#62   GerdEric   09:25:25 | Montag, 11. Juni 2007
@.chen
Fragt der Ehemann bei Tisch: „Bei welchem Metzger kaufen wir eigentlich?“ Antwortet die Frau: „Seit wann schmeckt dir das Fleisch nicht?“
Nun, egal ist es nicht, selbst wenn der Geschmack (von welchem Mentzger gekauft) nicht zu schmecken ist, denn der Geschmack wird erst in der eigenen Küche bestimmt.
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#61   Pünktchen   09:08:59 | Montag, 11. Juni 2007
Dank und Grüße an Christian Hüller!
Fragt der Ehemann bei Tisch: „Bei welchem Metzger kaufen wir eigentlich?“ Antwortet die Frau: „Seit wann schmeckt dir das Fleisch nicht?“ Die Pointe dieses bescheidenen Witzes trifft nicht nur im häuslichen Bereich. Manchem, der die objektiv-philosophische Frage aufwirft: „Gibt es eine Hierarchie der Wahrheiten?“ wäre weniger mit einem schulgerechten Traktat gedient (den ich gar nicht schreiben könnte) als mit der simplen Gegenfrage: „Welche Lehre möchten Sie dann an unterster Stelle sehen?“
(Friederike Görres)
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#59   Christian Hüller   21:51:08 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Kurt K.
Ja, z. B. im Falle des bellum justum, weil es Zustände gibt, durch die das Leben anderer gefährdet ist, die nur durch Gewalt behebbar sind.
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#58   Kurt K.   21:47:11 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Christian Hüller
Noch eine Frage: Gibt es für sie Ausnahmen im absoluten Lebensrecht des Menschen?
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#57   Christian Hüller   21:28:44 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Kurt K.
Warum sollte sie das nicht sein? Ich interessiere mich zwar nicht nur für Abtreibung (Gott bewahre!), aber ich habe mir hierzu ÜBER Jahre eine Meinung gebildet. Die überzeugenderen, in sich widerspruchsfreieren Argumente liegen aus meiner Sicht eindeutig auf Seiten der Abtreibungsgegner.
Abtreibung wird geduldet, weil sich die Gesellschaft ein Hintertürchen offen lassen möchte, um ungewolltes Leben
kostengünstig loszuwerden, wie es ein Leser mal sehr schön ausgedrückt hat; und weil das ungeborene Leben keine Lobby hat – außer den paar „Fundis“ auf diesem Forum eben (und wo sie sonst noch sein mögen).
:-)
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#56   Kurt K.   21:09:14 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Christian Hüller
Ist das was sie schrieben auch Ihre Meinung?
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#55   Christian Hüller   20:43:01 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Kurt K.
[klein]Haben Sie objektive Kriterien? Wenn ja, HER DAMIT!!![klein]
Es gab da ja mal vor geraumer zeit eine interessante Diskussion in der Zeitschrift DIE ZEIT, da wurden diese Kriterien ausgetauscht und diskutiert. Es gab da durchaus Ethiker, die gegen eine Tötung von Föten nichts einzuwenden hatten, weil sie die Kriterien für das Menschsein derselben ablehnten bzw. als „nicht objektiv“ (genug) betrachteten. Die diesbezüglichen Argumente wurden auch auf diesem Forum immer wieder gebracht: Man argumentiert mit dem Potenzial, das in einem Fötus steckt: das Potenzial zum ganzen Menschen. Und/oder man argumentiert mit der Kontinuität: der Fötus entwickelt sich, wenn seine Entwicklung nicht unterbrochen wird, in einer lebensfreundlichen Umgebung immer und zwangsläufig zum „ganzen“ Menschen. Es handelt sich bei Föten also um nichts anderes als menschliches, aber unausgereiftes Leben. Und die vorsätzliche Tötung menschlichen Lebens ist schon nach dem Strafgesetzbuch Mord, also müsste es stringenter Weise auch die Tötung eines Föten sein, wie wir das bei der vorsätzlichen, unfreiwilligen Tötung eines alten Menschen in jedem Fall ja auch bejahen würden. Der alte Mensch hat wie der Fötus das Potenzial zum ganzen Menschen, selbst wenn bestimmte körperliche Funktionen nicht (mehr) vorhanden sind, worauf die Pro-Abtreiber abstellen. Sie sehen, wie schnell hier alle Dämme brechen (würden), wenn man sich auf die argumentativen Tiraden der Pro-Abtreiber einlässt (und ihnen das Feld überläs…
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#54   Kurt K.   19:54:46 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Christian Hüller
Haben Sie objektive Kriterien? Wenn ja, HER DAMIT!!!
Ausserdem möchte ich mal was klarstellen. Ich finde, dass z.B. die Todesstrafe Mord ist, egal unter welchen Umständen sie verhängt wird. Auch sind für mich Soldaten, die in einem nichtigen Krieg kämpfen, Mörder. Und „nichtige Kriege“ sind fast alle Kriege. Ausnahmen mögen sein, wenn ein Terroregime ein anderes überfällt und dort eine Kultur der Unterdrückung und des Terrors errichten will (also beispielsweise die sich verteidigenden Polen im WKII), also durch die Besetzung das eigene Leben oder das der Angehörigen akut bedroht gewesen wäre.
Dennoch: Wenn ich im Nazi-Regime grossgeworden wäre, wäre meine Einstellung durch Indoktrination durch HJ, AD, SS etc wahrscheinlich anders. Oder wenn ich während der Zeit der Kreuzzüge gelebt hätte, hätte ich den Mord an „Ungläubigen“ wahrscheinlich gut geheissen.
Sie haben anscheinend ein Problem mit theoretischen Überlegungen. Selbstverständlich habe auch ich die innere Einstellung, dass man nicht morden soll. Ich bin ja schliesslich in unserer Kultur aufgewachsen. Ein Blick in die Geschichte und in andere Länder zeigt jedoch, dass Mord nicht immer gleich definiert war. Dadurch kann man darauf schliessen, dass der Begriff Mord eine Definitionssache ist. Auch und gerade wechselhaft definiert durch die RKK.
Also Her mit ihrer letzt – und endgültigen Definition von Mord. Da bin ich jetzt aber mal gespannt.
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#53   Christian Hüller   19:20:39 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
Sie tun mir richtig Leid, wie Sie den Relativisten in Sachen Lebensrecht und Abtreibung immer die Stirn bieten müssen. Und es werden offenbar immer mehr, die dieser Ideologie frönen. Sie suchen jetzt gezielt religiöse Seiten auf, um Ihre Ansichten an den Mann zu bringen (vgl. Methusalix). Gegenwärtig tut sich hier Kurt K. hervor, der Rechtspositivist, für den Recht und Unrecht eben „Definitionssache“ (der Mehrheit) ist. Wünschen wir ihm, dass die Mehrheiten IMMER stimmen, nicht dass er eines Tages, im hohen Alter, von Seiten junger Parlamentarier (in der Greisenrepublik BRD) doch noch zum Insekt erklärt wird, dem man gnadenhalber den Freitod mit der Giftspritze gewährt.
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#52   Kurt K.   17:42:40 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
Was heisst hier schon „willkürlich festgelegt“?
Nach welchen OBJEKTIVEN Kriterien ist denn festgelegt, wann die Todesstrafe Mord ist und wann nicht? Wenn Kaiser Friedrich II. Tausende Mailänder umbrachte als Abschreckung, dann wurde willkürlich festgelegt, dass dies kein Mord sei, sondern „Notwehr“ des Staates. Oder beim Albigenserkreuzzug, als in Beziers etwa 20.000 EW getötet wurden. War das Mord? Oder das „Blutgericht von Verden“ im 8. Jhd. Hat Kaiser Karl der Große da über 4000 Menschen gemordet oder gerichtet? Als Analogie sei hier dann noch ein Nazi-Massaker genannt: Oradour. Über 500 Menschen gemordet oder hingerichtet?
Ich will von ihnen ein objektives, immer gültiges Kriterium, was denn Mord sei, dann halte ich meine Klappe.
Ansonsten ist es willkürlich festgelegt. Ja.
Und was das „wenn Kurt über die Strasse geht und erschossen wird…“ angeht: Im Moment ist festgelegt, dass das Mord ist. Gehen Sie mal ins Alte Japan, da hatte ein Samurai das Recht, zu richten, wenn er von einem Bauern „dumm angemacht“ wurde. Rübe ab und schluss. Mord? Nach damaligem Verständnis nicht. Verteidigung der Ehre wars. War willkürlich festgelegt.
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#51   Rudolfus   17:17:33 | Sonntag, 10. Juni 2007
Der Cartoonwitz ist ausgezeichnet!
Den sollte man allen, die mit Gott rechten wollen, entgegenhalten:
„Gott, warum hast Du uns niemanden geschickt, der ein Mittel gegen Aids und all die Seuchen findet?“
„Das hab ich schon alles getan! Ihr habt sie nur alle abgetrieben!“
Möge man für die Menschen, die von solchen Krankheiten heimgesucht werden, beten, aber besondes für alle, die die Menschen weiterhin zur Sünde verführen, und daß uns Gott mit Seinen Strafen und Geißeln verschone.
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#50   Pünktchen   16:53:52 | Sonntag, 10. Juni 2007
Kurt K.
Ich bestreite nicht, daß es menschliche Festlegungen gibt, ich bestreite, daß es freie Willkür sei, die darüber entschiede, wann die Vorsatztötung eines Menschen Mord ist. Wenn dem so wäre, müßten Sie es auch hinnehmen, daß Sie selbst – aus freier Willkür anderer am hellichten Tag und auf offener Straße – hingemeuchelt werden und dies nicht Mord ist, wenn nur ausreichend viele Leute sich dazu entschlössen, dies als „Insektenvertilgung“ oder „Straßenreinigung“ zu definieren . Frei nach Ihrem eigenen Motto:
Was Mord ist und was nicht ist tatsächlich nur eine Festlegung von Menschen (s.u. Kurt K.)
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#49   Kurt K.   16:44:54 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
Nach klassischer katholischer Auffassung (Th.v.A.) gibt es einen „gerechten Krieg“, der nur der kollektiven Selbstverteidigung dienen kann.
Nehmen Sie einen mittelaterlichen Krieg an. König A überfällt König B. Ist dann der Krieg, den König B führt ein „gerechter Krieg“? Den Untertanen könnte es ja gleich sein, welcher König sie regiert. Wen jukts?
Und zweitens: Sind dann alle Soldaten des angreifenden Königs (A) Mörder?
Ausserdem hat ja König A wahrscheinlich auch „einen Guten Grund“, z.B. die gefühlte Bedrohung seines Reiches durch König B. Präventivschlag sozusagen.
Da wie Sie schon sagten, nicht alle Tötungen Morde sind, ist Mord oder nicht Mord tatsächlich eine menschliche Festlegung. Ist so. Ob nun gerechter Krieg oder nicht, es sterben Menschen. Wenn die „Gefallenen“ keine „Gemordeten“ sind ist also Mord eine Festlegungssache.
Und Todesstrafen „in einer notwehrähnlichen Lage gerechtfertigt“ bedeutet auch nur, dass Menschen festlegen, wann eine Tötung Mord ist und wann eben nicht. Was ist daran so schwer zu kapieren?
Dazu dann noch schnell die provokante Frage: War Jesus Kreuzigung Mord oder war es eine gerechfertigte Hinrichtung?
Im Moment legt z.B. der Gesetzgeber fest, dass wenn sich zwei Menschen duellieren, es Mord (oder zumindest Totschlag) ist wenn einer dabei draufgeht. Das war mal anders. Eine rein menschliche Festlegung. Die USA richten dauernd Leute hin. Mord? Nach ihrer Meinung nicht. Menschliche Festlegung.
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#48   Pünktchen   15:53:20 | Sonntag, 10. Juni 2007
Kurt K.
ja, Sie hatten so viele Fragen gestellt, daß deren Beantwortung den Rahmen von 1500 Zeichen vollkommen sprengen mußte. Und das ist ja auch Teil Ihrer zerredungs- und zermürbungstaktik: verstricke den Argumentationsgegner in viele Definitionsfragen …
Nach klassischer katholischer Auffassung (Th.v.A.) gibt es einen „gerechten Krieg“, der nur der kollektiven Selbstverteidigung dienen kann. Nach Meinung von Th.v.A. ist ein reiner Angriffskrieg also nicht gerechtfertigt. Auch die Todesstrafe wird nach Auffassung des Katechismus nur in einer als notwehrähnlichen Lage als gerechtfertigt bezeichnet. Zugleich betont der Katechismus, daß moderne Staaten sich nicht in dieser Lage befänden, in ihnen also die Todesstrafe nicht legitim ist.
Es bleibt also dabei: außer in Fällen der Notwehr ist die Vorsatztötung von Menschen nicht zu rechtfertigen und keinesfalls Sache beliebiger „Definitionen“ oder Festlegungen. Wer es anders sieht, hat keine Gewähr dafür, daß es nicht irgendwann auch ihn trifft: z.B. Kurt K. und zwar auch dann, wenn er putzmunter, gesund und lebendig ist. Er muß es sich gefallen lassen, daß er – durch eine freie, willkürliche „Festlegung“ – als lebensunwürdiger Zellhaufen bezeichnet wird, denn er vertrat ja die Philosophie:
Was Mord ist und was nicht ist tatsächlich nur eine Festlegung von Menschen (s.u. Kurt K.)
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#47   Kurt K.   15:35:22 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
Nein, die Beseitigung von Kurt wäre kein Mord, sondern nur Datenverlust. So, Spass beiseite.
Sie gehen mal wieder NUR auf die Abtreibungs-Problematik ein. Wie ist es mit Krieg? Ist das eine „Nothilfe/wehr- Situation, dass meine Regierung aus irgendeinem Grund nicht mit der Regierung von XYZ kann?
Ist die Hinrichtung eines Verbrechers Mord?
Naja, ich sehe schon, sie können darauf gar nicht eingehen, weil sie sonst zugeben müssten, dass die Frage „Was ist Mord?“ eben nicht ganz so einfach zu beantworten ist, wie sie sich das vorstellen.
Und nochmal zum Vernichten des Zellhaufens Kurt: Ich hoffe, dass ich, wenn ich mal so sehr krank sein sollte, dass ich mein Ableben nicht mehr selber bestimmen kann, nicht in die Hände von so einem Ideologen wie ihnen in die Hände falle, sondern einem Pragmatiker, der sagt: Das wird eh nix mehr, also Stecker raus.
Nur weil etwas warm ist und auf Nadelpiekser reagiert, heisst das nicht unbedingt, dass es auch menschliches Leben im engeren Sinne (also mit Empfindungen) ist. Auch ein im Reagenzglas gezüchteter menschlicher Zellhaufen (z.B. Haut für Brandopfer) ist menschliches Leben im weiteren Sinn.
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#46   Pünktchen   15:22:58 | Sonntag, 10. Juni 2007
Das Gebot „Du sollst nicht töten“
bildet in der Tat eine absolute Grenze für mein Handeln, d.h. vorsätzlich darf ich nicht die Hand gegen menschliches Leben erheben, es sei denn Notwehr oder Nothilfe bilden die (seltene) Rechtfertigung. (Wohlgemerkt nicht irgendeine „Notlage“, sondern die Abwehr eines direkt lebensbedrohlichen Angriffes!)
Entweder ich anerkenne menschliches Leben als Grenze meines Handelns oder ich erhebe mich als Handelnder selber zur Grenze für menschliches Leben.
Was Mord ist und was nicht ist tatsächlich nur eine Festlegung von Menschen.
So haben auch die Massenmörder von Auschwitz gesprochen! Für sie war das tägliche Geschäft des Mordens so etwas ähnliches wie Insektenvernichtung!
Wann beginnt Leben? Ist ein Zellhaufen bereits ein Mensch?
Das entscheidet die Biologie! Mensch ist ein Individuum der Gattung, dessen Leben mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle beginnt. Wie lebendig dieses Leben ist, sieht man übrigens daran, daß die Abtreiber dem Leben mit technischen und/oder pharmazeutischen Mitteln zu Leibe rücken müssen, um es gewaltsam am Weiterleben zu hindern!
Sie stellen sich hin und erklären: „Alles nur Definitionssache!“, meinen aber damit: alles nur eine Sache freier Willkür! Wer gibt Ihnen die Gewähr, daß nicht auch Sie eines Tages zum Zellhaufen erklärt werden, der von Rechts wegen beseitigt werden darf.
Ist die Beseitigung von Kurt wirklich Mord? Oder gelten hier nicht auch seine Worte:
Was Mord ist und was nicht ist tatsächlich nur eine Festlegung von Menschen
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#45   Kurt K.   15:01:43 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
Und Sie hätten vor 2 Jahrhunderten sicher johlend danebengestanden, wenn wieder einmal ein Ketzer den reinigenden Flammen übergeben worden wäre…
Naja, solche Anschuldigungen bringen niemanden weiter. Ich kann nicht sicher behaupten, dass ich, wenn ich in der NS-Zeit aufgewachsen wäre, nicht Mitläufer geworden wäre. Wer kann das von sich schon sicher sagen?
Was Mord ist und was nicht ist tatsächlich nur eine Festlegung von Menschen. Ist ein Kriegsopfer ein Mordopfer? Nach kath. Lehre nicht. Wieso? Tja… keine Ahnung. Ist Gott ein Mörder, weil er Sodom zerstörte und alle EW tötete? Nein? Wieso nicht? Ist die Todesstrafe Mord? Nein? Sind die Päpste Mörder, weil sie katholiken die Kondome verweigern und somit AIDS vorantreiben? Nein? Dürfen Menschen extrem Dosen an Schmerzmitteln bekommen, so dass sie evtl daran sterben? Sind die Ärzte dann Mörder? Wann beginnt Leben? Ist ein Zellhaufen bereits ein Mensch? Tja… schwierig.
Absolute und immer gültige Antworten auf diese Fragen gibt es nicht. All diese Fragen werden ständig neu beantwortet im Kontext ihrer jeweiligen Zeit. Das Gebot „Du sollst nicht töten“ wurde noch NIE in der Geschichte absolut gesehen. Immer gab es Ausnahmen, wo es dann doch erlaubt war, auch und gerade von der kath. Kirche aus.
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#44   Pünktchen   14:40:26 | Sonntag, 10. Juni 2007
Methusalix weiß, daß Abtreibung Mord ist
und der auch Paragraph § 218 regelt immerhin noch „Straftaten gegen das Leben“. Vorsätzliche Tötung menschlichen Lebens ist Mord, auch wenn sich aktuelle mehrheiten dazu entschlossen haben sollten, den Mord anders, d.h. verschleiernd zu benennen. Immerhin bröckeln diese Mehrheiten! Es gab auch schon einmal die Paragraphen der Nürnberger Rassegesetze , und die waren auch von „Mehrheiten“ getragen! Paragraphen sind Menschenwerk und sie bilden oft genug justitielles Unrecht. Methusalix hätte sich im NS-Regime sicher auch für die Vernichtung und Entfernung von rassisch Mißliebigen eingesetzt, so wie er jetzt für Euthanasie und Abtreibung plädiert!
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#43   methusalix †   14:30:22 | Sonntag, 10. Juni 2007
@Pünktchen und Hüller
Pünktchen: methusalix, Kurt K. und die Hilfen für Fauen.
Von den Selbstaussagen,…
Na Sie bemühen sich ja nicht einmal Ihren tätigen Beitrag zur Senkung der Abbruchzahlen zu dokumentieren. Maulheldentum ohne Ende.
Der Satz, Du darrst nur dann kategorisch gegen Diebstahl und Raub sein, …
Der katholische Fehlschluss ist eben , dass ein Schwangerschaftsabbruch MORD ist. Nicht umsonst gibt es zum Schwangerschaftsabbruch einen eigenen Paragrafen, der auch für Pünktchen und die anderen Maulhelden gilt.
Ich engagiere mich für Alleinerziehende Mütter, ohne mich hier großsprecherisch in Szene zu setzten.
Das ist ganz wunderbar und grossherzig, von Ihnen Pünktchen. Dafür kommen Sie in den Himmel.
Methusalix dagegen schwadroniert hier herum …
„Warum Fauen helfen, man kann doch viel leichter und (billiger) Föten töten!“
Also in einem Atemzug meine Arbeit für Frauen (und Kinder und …) in Frage zu stellen und im gleichen Atemzug zu behaupten, dass ich nicht helfen will, ist eine Lüge Pünktchen. Dafür kommen Sie, nach den katholischen Regeln, in die Hölle.
Christian Hüller: @ Pünktchen
… mit der er das Forum -kraft Doppelaccount- immer wieder in Beschlag nimmt.
Das mit der „Geneigtheit zur Lüge“ sei Ihnen verziehen, Herr Hüller. Es geht ja um Ihre Selbstachtung. Aber dass Sie mir hier den Doppelaccount ankreiden nehme ich Ihnen übel. Ich kann mit zwei Nicks hier nicht mal so viel posten wie andere mit einem. Wenn Sie darauf weiter rumreiten, haben Sie bald noch einen -ix am Hals!
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#42   Christian Hüller   13:10:25 | Sonntag, 10. Juni 2007
@ Pünktchen
>>Methusalix dagegen schwadroniert hier herum und täuscht Hilfsbereitschaft vor, während sein Argument in der Abtreibungsfrage lautet:
„Warum Fauen helfen, man kann doch viel leichter und (billiger) Föten töten!“<<
Korrekt, Pünktchen, treffender ließe sich der Fall nicht zusammenfassen: Utilitarismus pur, der sich auch noch als Hilfe ausgibt.
Ich mutmaße, dass Methusalix auch in seinem persönlichen Umfeld Leuten mit derartigen Ratschlägen eine wirklich „große Hilfe“ war.
Die hartnäckige Unbelehrbarkeit, mit der er den Föten das Menschsein immer wieder (zumindest: implizit) abspricht und den Mordbegriff als – völlig abwegig – weit von sich weist, bringt mich zu dieser Schlussfolgerung.
Methusalix ist in dieser Frage advocatus diaboli im Vollsinn des Begriffs, und er wird dies auch bleiben, bis zu seinem Ende, um vor sich selbst bestehen zu können.
Eigentlich ein trauriger Fall, wenn auf seiner Seite nicht auch ganz stark eine Geneigtheit zur Lüge und Verdrehung zu verzeichnen wäre, mit der er das Forum -kraft Doppelaccount- immer wieder in Beschlag nimmt.
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#41   Pünktchen   12:45:47 | Sonntag, 10. Juni 2007
methusalix, Kurt K. und die Hilfen für Fauen.
Von den Selbstaussagen, die anonyme Leser hier in den postings machen, ist nichts, aber auch gar nichts zu halten!
Abtreibungsbefürworter z.B. behaupten frech, daß sie seit Jahrzehnten verheiratet sind, viele Kinder hätten, „persönlich gegen Abtreibung“ seien und natürlich karitativ so engagiert, daß man sich wundern muß, wie sie zugleich noch dazu kommen, hier täglich stundenlang zu posten!
Zu diesen karitativen Maulhelden gehört – seit Jahren! -Methsualix. Betrachte ich freilich seine ganze Verlogenheit als Diskussionspartner, wüßte ich nicht, wie er in diesem Punkt der eigenen Biographie auf einmal Glaubwürdigkeit beanspruchen könnte.
Der Satz, Du darst nur dann kategorisch gegen Diebstahl und Raub sein, wenn Du bereit bist, mit Deinem ganzen Vermögen (oder doch wenigstens einem Teil desselben!) für Prävention von Diestahl und Raub einzustehen, ist offensichtlich falsch! Aus einem kategorischen Unterlassungsgebot folgt kein kategorisches präventives Handlungsgebot. Dasselbe gälte auch für Mord und Erpressung usw. („Nur wenn Du bereit bist, Dein ganzes Vermögen für die Prävention von Mord aufzuwenden, darfst Du Dich gegen Mord aussprechen“ Unsinn!).
Ich engagiere mich für alleinerziehende Mütter, ohne mich hier großspecherisch in Szene zu setzten.
Methusalix dagegen schwadroniert hier herum und täuscht Hilfsbereitschaft vor, während sein Argument in der Abtreibungsfrage lautet:
„Warum Fauen helfen, man kann doch viel leichter und (billiger) Föten töten!“
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#40   methusalix †   00:54:02 | Sonntag, 10. Juni 2007
@Pünktchen und Kurt K.
Pünktchen: Methusalix wiederholt absoluten Unsinn!
Ein absoluter Handlungsimperativ folgt natürlich nicht daraus! Niemand ist verpflichtet, alles zu geben, damit andere Untaten unterlassen! Eine solche Verpflichtung hätte Erpreßbarkeit zur Folge.
Na und dass die Kirchenfürsten und alle Mit-Maulhelden wie Pünktchen an ihren Forderungen gegenüber den Frauen gemessen werden, da sei Gott vor! Wo kämen wir denn da hin Männer, noch dazu Kirchenmänner zu „erpressen“. Erpressen tun hier nur die Kirchenbeamten.
Im Grunde ist das ganze Gezeter um „Kinderschlächtereien“ ein riesiges Ablenkungsmanöver nach dem Motto: Haltet den Dieb! Weil man selbst nicht bereit ist, auch nur ein ganz klein wenig für Frauen mit Kindern zu tun (oder wird Pünktchen auf Kurt K.‘s Fragen positiv antworten KÖNNEN?), muss man ein ganz lautes Geschrei erheben, damit niemand danach fragt, auf was man denn bereit ist zu verzichten, um die Abbruchzahlen zu senken.
Demut und Verzicht, das sind die Forderungen an die selbst ernannten „Lebensschützer“, die mit ihrem hysterischen Geplärre noch keine einzige Abtreibung verhindert haben. Ich erfülle meinen Anteil an Verzicht, durch Mitarbeit. Erfüllen Sie Ihren Anteil auch, oder bleibt es beim arroganten Maulheldentum? Wenn Sie mir die Demut vormachen, werde ich Ihnen auf diesem Weg folgen, Pünktchen. Trauen Sie sich das zu, oder kneifen Sie den Schwanz ein?
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#39   Kurt K.   23:44:19 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Pünktchen
Niemand ist verpflichtet, alles zu geben, damit andere Untaten unterlassen
Ok, alles brauchen Sie nicht zu geben an Mütter. Aber jetzt mal Tacheles: WIEVIEL haben Sie denn schon diesen Monat an bedürftige Mütter gespendet? Na?
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#38   Pünktchen   18:45:50 | Samstag, 9. Juni 2007
Methusalix wiederholt absoluten Unsinn!
Interessanterweise wiederholt es, obwohl der Unsinn schon einmal widerlegt worden war und er darauf nichts erwidern konnte!
„Absolut“ gilt das Tötungsverbot im Sinne eines unbedingten Unterlassungsgebotes! Jeder erfüllt die Absolutheit dieses Gebotes, der es unterläßt Menschen zu töten!
Ein absoluter Handlungsimperativ folgt natürlich nicht daraus! Niemand ist verpflichtet, alles zu geben, damit andere Untaten unterlassen! Eine solche Verpflichtung hätte Erpreßbarkeit zur Folge.
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#37   methusalix †   18:30:32 | Samstag, 9. Juni 2007
Unvereinbarkeit sehe ich auch nicht Benedikt,
nur abgrundtiefe Heuchelei. Wenn man jeden Abbruch absolut verhindern will, dann muss man sich auch absolut, mit allen seinen Kräften, körperlichen und finanziellen, dafür einsetzen.
Dann kann es keine andere Ausgabe im Budget mehr geben, als solche für Mütter mit Kindern. Absolute Forderung ist nur dann glaubwürdig, also keine Heuchelei, wenn dahinter auch absoluter Einsatz steht.
Und den sehe ich nirgends; vor allem nicht auf kreuz.net. Da herrscht Maulheldentum par excellence vor und der Ruf nach dem Strafrecht. Sonst nichts.
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#36   Benedikt   15:36:11 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Methusalix
Es ist sehr bequem, alle Verantwortung auf die Gesellschaft zu schieben. Haben Sie es noch immer nicht begriffen, Benedikt? Die Gesellschaft, das sind WIR!
Ja eben. Und deshalb ist es doch richtig, wenn man die Gesellschaft in die Pflicht nimmt. Was hilft schon das Engagement der 27 Diozesanbischöfe, wenn die 27 Mio Katholiken sich nicht darum scheren? Ohne gesellschaftliches Engagement ist hier nichts zu holen. Und selbstverständlich bindet das auch uns, die wir hier schreiben. Nur: Es muss doch dennoch möglich sein, klar zum Thema Abtreibung Stellung zu nehmen. Ich sehe da schlicht und einfach keine Unvereinbarkeit.
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#35   methusalix †   01:52:04 | Samstag, 9. Juni 2007
@Benedikt
Benedikt:Ist es nicht eher so, dass Ihre Klage vollkommen richtig wäre, wenn Sie auf die Gesellschaft abzielen würden?
Es ist sehr bequem, alle Verantwortung auf die Gesellschaft zu schieben. Haben Sie es noch immer nicht begriffen, Benedikt? Die Gesellschaft, das sind WIR! Sie und ich, Kurt K., Rudolfus und auch unser Verbalberserker Pünktchen. Genau so wie WIR die Kirche sind. Man kann nicht einfach sagen: „Weil du „Abtreibungspropaganda“ machst, gehörst du nicht mehr dazu“ So einfach wie früher, auf den Scheiterhaufen, anzünden und vergessen, ist das nicht mehr.
Abgesehen davon, dass die unglückseligen Verheizten dann noch sehr lange herumgespenstert sind. Manche wird die Kirche bis heute nicht los. Denken Sie an Giordano Bruno. Der Kerl ist beinahe lebendiger als zu seinen Lebzeiten.
Zur Entwirrung:
>>obelix: In dem Moment, in dem das Kind geboren wird, ist es für die Kirche lange nicht mehr so wichtig, wie im Bauch der Frau.<<
Benedikt: … Was ist mit den vielen diözesanen Netzwerken, die von den Bischöfen gegründet wurden? Kümmern die sich nicht?
>>methusalix: Doch, die „kümmern“ sich schon. Aber wenn jemand den Anspruch erhebt absolut ALLE Abbrüche zu verbieten, hat er auch die Pflicht sich um ALLE Frauen und Kinder zu kümmern!<<
Benedikt: Werter Obelix, es existiert in Deutschland längst ein Fachkräftemangel…
Und was hat der selbst verschuldete Fachkräftemangel in Deutschland damit zu tun, dass die Kirchenfürsten fast nichts für geborenes Leben tun?
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#34   Benedikt   00:23:42 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Obelix
Egal wie viele es sind; so viele, wie von der Kirche beklagt werden, so viele Unterstützungs-, Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsplätze für Mutter und Kinder müsste jemand bereitstellen, wenn er auf einem absoluten Abbruchverbot besteht.
Werter Obelix, es existiert in Deutschland längst ein Fachkräftemangel. Viele Stellen können nicht besetzt werden, weil die entsprechend qualifizierten Bewerber fehlen. Die kämen eigentlich (wie PISA beklagt) aus gutsituierten Familien, nur gibt es dort eben kaum noch Kinder. Es ginge schon, man müsste halt nur wollen. Im Prinzip will der Staat ja auch, was glauben Sie denn, welchem Zweck die Politik der Familienministerin dient? Dass die Frauen arbeiten gehen können? Das ist doch längst so, die Politik will, dass sie dennoch Kinder bekommen. Die Politik will Kinder. In Frankreich hat man damit die Geburtenrate auf 2,0 hochgefahren. Glauben Sie, dass würde ein würde da Steuermilliarden reinpumpen, wenn mehr Kinder gar nicht ausgebildet werden könnten? Oder keinen Arbeitsplatz bekommen könnten? Dann würden sie die Milliarden ins Rentensystem stecken, das würde die Wiederwahl sofort sichern.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie gut jetzt die katholische Kirche in Polen für die Frau und ihre Kinder sorgen wird.
Ich kenn die polnischen Systeme nicht, sollte es keine kirchlichen geben, so wäre das selbstredend eine Schande und zudem moralisch bedenklich.
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#33   methusalix †   23:59:54 | Freitag, 8. Juni 2007
/obelix @Müller @Benedikt
Müller: @Obelix:
… weil man mittlerweile meint, es gebe ein Recht auf Abtreibung. Dem ist nicht so!
Wir leben in einer freiheitlich verfassten Demokratie, in der die Gesetze jederzeit durch den Souverän geändert werden können. Es steht Ihnen frei, die geltenden Gesetze zu ändern. Sie wissen wie es geht. Jammern Sie nicht rum, tun Sie etwas!
Benedikt: @ Obelix
Können Sie das anhand von Beispielen belegen? Was isst mit den vielen diözesanen Netzwerken, die von den Bischöfen gegründet wurden? Kümmern die sich nicht?
Doch, die „kümmern“ sich schon. Wie viele Abbrüche soll es im Land jedes Jahr geben? Zehntausend? Fünfzigtausend? Hunderttausende? Oder gleich ein paar Millionen? (Das sind dann aber gefühlte Abbrüche). Egal wie viele es sind; so viele, wie von der Kirche beklagt werden, so viele Unterstützungs-, Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsplätze für Mutter und Kinder müsste jemand bereitstellen, wenn er auf einem absoluten Abbruchverbot besteht. Falls dieses Verbot wirklich absolut durchgesetzt würde, müsste natürlich auch dafür gesorgt werden, dass die Frauen und Kinder nicht ins bodenlose fallen, wenn eine Schwangerschaft schief geht. Dass das vorkommt, zeigt der Fall der Mutter aus Polen, der nach einer Risikoschwangerschaft die völlige Erblindung droht.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie gut jetzt die katholische Kirche in Polen für die Frau und ihre Kinder sorgen wird. Können Sie das auch Benedikt? Die Frage kam von Ihnen!
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