Walter Marinovic
„Beschimpfungen rund um meine Vorträge sind häufig“
Morgen wird der größte Kulturkämpfer Österreichs in Innsbruck einen Vortrag halten.
Mädchen-Gymnasium der Piusbruderschaft: für Marinovic ein Beispiel geglückter Erziehung
Mädchen-Gymnasium der Piusbruderschaft: für Marinovic ein Beispiel geglückter Erziehung
© St. Theresien-Gymnasium
(kreuz.net) Der Österreicher Walter Marinovic (78) ist ein bekannter Autor zahlreicher Bücher und Artikel zum Thema Kunst und Kultur.

Marinovic wurde in Wien geboren. Mit 16 Jahren wurde er als Soldat der deutschen Wehrmacht eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Krieg studierte er Germanistik und klassische Philologie.

Er war Gymnasialprofessor für Deutsch und Latein. Unter anderem wirkte er als langjähriger Bundesobmann des ‘Verbandes der Professoren Österreichs’ und als Schriftleiter der Zeitschrift „Professor“.

Im Ruhestand leitet er das ‘Kulturforum Freie Kunst’ und ist stellvertretender Obmann des ‘Kulturwerks Österreich’.

Marinovic hat zahlreiche Aufsätze publiziert und viele Vorträge im Raum Südtirol bis Schleswig-Holstein gehalten.

Das Interview mit ihm führte der stellvertretende Vorsitzende des Innsbrucker ‘Initiativkreises katholischer Laien und Priester’, Johannes Auer.

Herr Dr. Marinovic, wann haben Sie den Kampf gegen das Obszöne, Sinnlose und gegen die Diktatur des Häßlichen aufgenommen?

Dr. Walter Marinovic: Schon immer waren mir diese Themen ein Anliegen. Den Kampf gegen die Diktatur des Häßlichen habe ich vor allem in meinem Ruhestand begonnen.

Wie?

Dr. Walter Marinovic: Ich habe zu diesem Thema mein Buch „Diktatur des Häßlichen“ geschrieben. Dadurch hat sich diese Zeit zu einem Unruhestand entwickelt.

Am 10. Juni halten Sie im Innsbrucker Hotel Sailer für den ‘Initiativkreis katholischer Laien und Priester’ einen Vortrag. Wie sehen Sie als Vertreter der national-konservativen Linie eine Zusammenarbeit mit den Katholiken?

Dr. Walter Marinovic: Ich empfinde diese Zusammenarbeit für die Rettung der Gesellschaft als unbedingt notwendig. Wir haben gemeinsame Ziele und gemeinsame Feinde. Wir müssen stärker zusammenarbeiten.

In Ihrem Buch „Kunst oder Antikunst“ loben Sie das deutsche St. Theresien-Gymnasium der Piusbruderschaft als gelungenes Beispiel geglückter Erziehung. Wie kam es zu dem Kontakt mit dieser Einrichtung?

Dr. Walter Marinovic: Bei einem meiner Vorträge war Schwester Michaela Metz, die Rektorin des St. Theresien-Gymnasiums in Schöneberg, unter den Hörern. Sie hat mich nach dem Vortrag angesprochen und zu einem Vortrag an das Gymnasium der Priesterbruderschaft eingeladen, der dann auch zustande kam.

Wie war Ihr Eindruck?

Dr. Walter Marinovic: Ich war von dieser vorbildlichen Schule und der Arbeit von Schwester Michaela begeistert.

Wie ging es weiter?

Dr. Walter Marinovic: Danach folgten weiter Einladungen konservativer und dezidiert traditionstreuer Kreise im gesamten deutschen Sprachraum.

Wurden Sie selbst einmal Opfer der von Ihnen denunzierten linken Diktatur des Häßlichen?

Dr. Walter Marinovic: O ja. Ich wurde wiederholt Opfer der linken Meinungsdiktatur. Das habe ich in meinem autobiographischen Buch „Auf rechten Wegen“ beschrieben.

Wie?

Dr. Walter Marinovic: Linke Beschimpfungen rund um meine Vorträge sind häufig. Von oberster Stelle hat mir der ehemalige sozialistische Kunst- und Kulturminister Österreichs, Rudolf Scholten, den Krieg erklärt.

Wie?

Dr. Walter Marinovic: Sein Ministerium gab ein Buch gegen die „Rechten in der Kunst“ in Auftrag. Dessen Verfasser war der linke Wiener Autor Claus Tieber (41).

Zu welcher Erkenntnis kam Tieber?

Dr. Walter Marinovic: Er hat mir zuerkannt, der wohl aktivste Kulturkämpfer Österreichs zu sein. Das war für mich ein schmeichelhaftes Urteil.

Was wünschen Sie sich in Hinkunft für eine Zusammenarbeit zwischen den National-Konservativen und den Katholisch-Konservativen?

Dr. Walter Marinovic: Ich halte sie für die Gemeinschaft als unbedingt notwendig. Ich spreche hier absichtlich von Gemeinschaft und nicht von Gesellschaft. Der Begriff der Gesellschaft ist eigentlich linker Herkunft. Wie ich oben schon erwähnte, haben wir gemeinsame Ziele und gemeinsame Feinde, die es zu bekämpfen gilt.

Herr Doktor, wir danken für das Gespräch.

Dr. Walter Marinovic wird am 10. Juni um 18:30 Uhr im Hotel Sailer in Innsbruck einen Vortrag für den ‘Initiativkreis katholischer Laien und Priester’ halten.
      
31 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#31   Alois Hudal   14:54:05 | Montag, 11. Juni 2007
@Athanasius:
Dr. Marinovics Großvater war Kroate. Er tat in der kaiserlichen Armee seinen Dienst. Durch einen Unfall verlor er einen Unterarm. Der Kaiser bot diesen Versehrten eine Dienststelle in Wien an. Dadurch ist Dr. Marinovic kein ganzer Kroate, sondern zu drei Vierteln Deutscher und zu einem Viertel Kroate. Daher hat er auch den Vornamen Walter, der daraufhin weist, daß einer seiner Vorfahren väterlicherseits nichtdeutscher Altösterreicher war.
Dr. Marinovic selbst ist einer der herausragendsten und besten Kämpfer für die deutsche Kultur, die wir zur Zeit haben !
Redaktion benachrichtigen
#30   Graf von Galen   23:25:52 | Sonntag, 10. Juni 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ Czibo Nieszany
Ein heiliges Deutschland ist ein katholisches Deutschland,
wo Gott, Familie und Vaterland wieder den Stellenwert
haben, der ihnen gebührt.
Ein Land, in dem der Mord an den Unbeborenen, die
widernatürliche Unzucht verboten und Einwanderung aus
antichristlichen Kuluren wie dem Islam unterbunden wird.
Es ist ein freies Deutschland ohne Meinungsverbote zu
bestimmten geschichtlichen Ereignissen, zu bestimmten
Fremdreligionen und – Kulturen ohne Zwang zu einem
jugendverderbenden Sexualkundeunterricht und zu
einem die Vorfahren verunglimpfenden „Geschichts-
unterricht“ und ohne die Vertragsfreiheit einschränkende
„Antidiskriminierungsgesetze“.
Redaktion benachrichtigen
#29   Rodolfo Panetta   23:16:37 | Sonntag, 10. Juni 2007
Nationalkonservative und Christlich-Konservative
Das hat Dr.Marinovic richtig herausgestellt: Nationalkonservative und Christlich-Konservative müssen gemeinsam dafür kämpfen, die kulturelle Hegemonie der Linken zu brechen. Nichts wäre wichtiger als das!
Redaktion benachrichtigen
#28   Czibo Nieznany   01:36:37 | Sonntag, 10. Juni 2007
Aufklärungsbedarf
Was wil eigentlich der selbsternannte Graf von Galen mit dem…heiligen Deutschland“. Vielleicht möchte Seine Durchtlaucht geruhen, dies im heutigen Deutsch verständlicher zu machen. Wenn nicht, müssten Myriaden von Volksteilnehmern weniger informiert störben. Da besteht Aufklärungsbedarf!
Redaktion benachrichtigen
#27   matt2 †   01:06:38 | Sonntag, 10. Juni 2007
…soldat: ich war früher oft auf einem Bergbauernhof auf dem Land…
und habe das als Kind sehr genossen. Als die dortigen Mädchen mit Bravo daherkamen und anfingen in die Disco zu rennen war mir das als Städter schon damals zuwider. Die waren teilweise modernistischer gesinnt als ich. Ich habe dieses Naturerlebnis dort sehr geliebt, denn die Natur und Schöpfung ist etwas herrliches. Ich bin dort durch den Wald gestreift, hab Wanderungen gemacht, manchmal auch alleine. Das war sehr schön, aber diese Schönheit gehört dem Schöpfergeist und nicht Österreich.
Was nun die Menschen angeht, so habe ich Einheimische lieb und zugereiste Menschen unterschiedlichster Herkunft kennengelernt und für liebenswürdig befunden.
Ich habe keine Probleme damit, wenn wir uns im Christsein verstehen, dass diese Leute das Land bevölkern, wo ich auch lebe. Mir ist egal, wie das dann heisst. Man soll es einfach das Paradies auf Erden und das Volk Gottes nennen.
Redaktion benachrichtigen
#26   Rosenkranzsoldat   00:50:11 | Sonntag, 10. Juni 2007
matt2
sie sehen gleich das Extrem. Ich bin bei Ihnen in der Überzeugung dass ein übersteigerter Nationalismus abzulehnen ist sobald die Tendenz bemerbar wird dass über die natürliche Heimatliebe hinausgehend andere Nationen oder Völker als geringerwertig erachtet werden. Nichtsdestrotrotz ist der Patriotismus eine positive Eigenschaft. Sein Vaterland zu schätzen und zu achten hat nichts zu tum mit Diskriminierung oder geringerschätzung anderer Kulturen.
(Aber ich weiß – als Großstadtwiener ist man wohl zu wenig bodenständig um Heimatbewußtsein zu entwickeln :-D )
Redaktion benachrichtigen
#25   matt2 †   00:43:59 | Sonntag, 10. Juni 2007
@…soldat: Hören Sie auf…
Sozialfürsorge gibt es doch überall in Europa. Der Lebensstandard ist doch kein kulturelles Merkmal der Nation. Was nämlich diese Merkmale seien, das lässt sich ohnehin nicht glaubhaft machen. Oder muss man jetzt irgendwelche Klischees bemühen? Sog. Kultur gibts hier wie dort, wems gefällt, gewisse Eigenarten, die man mitlebt oder über die man schmunzelt.
Natürlich lebe ich in Folge meiner Bequemlichkeit lieber in Österreich, weil ich hier ausgehalten werde vom Staat, da ich hier legitimer Bürger bin. Aber das bedeutet doch nicht, dass ich das Gebilde dieser Nation anbeten muss. Ich würde ebenso auch woanders leben, wenn mir dort dieselbe bescheidene Bequemlichkeit zuteil würde.
Redaktion benachrichtigen
#24   Rosenkranzsoldat   00:15:21 | Sonntag, 10. Juni 2007
matt:„Dieses verbohrte Nationalistenpack versteckt sich hinter dem Christentum…“
Glaube Heimat und Familie sind die Grundpfosten einer intakten Lebenswelt. Liebe zur Heimat gehört dazu.
Ein Patriotismus im positiven Sinne ist nichts schlechtes solang er nicht chauvinistisch übersteigert wird. Als Empfänger von Sozialleistingen sollten auch sie ihrer Nation etwas dankbarer gegenüberstehen matt
Redaktion benachrichtigen
#23   matt2 †   00:07:25 | Sonntag, 10. Juni 2007
Dieses verbohrte Nationalistenpack versteckt sich hinter dem Christentum…
es sucht dahinter Deckung, als ob Christus selbst dem nationalistischen Wahn verfallen wäre, oder etwa nur dieser (jeweiligen) Nation besonders zugetan, weil sie so elitär und tugendhaft wäre. Das ist lächerlich. Nationen sind keine Identitäten. Es sind Götzen, die instrumentalisiert werden um in ewigem Gegensatz und in Feindschaft miteinander zu stehen. Es ist ein Fressen für die Kriegsnarren, die es als Spiel ansehen. Man hasst das Andere, das man nicht einsehen will, das man abschätzig beurteilt. Nationalismus ist eine menschenverachtende Ideologie, eine senile Verstocktheit.
Redaktion benachrichtigen
#22   Kurt K.   23:57:06 | Samstag, 9. Juni 2007
@ Graf vG
Vaterlandsliebe? Ich kenn nur Nächstenliebe und Feindesliebe als christliche Gebote…
Naja, soll ja jeder nach seiner Facon seelig werden.
:-D
Redaktion benachrichtigen
#21   Graf von Galen   23:53:10 | Samstag, 9. Juni 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ Gotthardt
Weil solche „Typen“ im Gegensatz zu Ihnen ihr Vaterland
und ihre Kultur lieben, wie es die Pflicht eines jeden
Christen ist.
Gehen Sie doch in Pension lassen die Welt mit Ihrem
penetranten Alt- 68’er- Geschwätz in Frieden.
Leute wie Sie haben doch die Kirche und Volk und
Vaterland ruiniert.
Redaktion benachrichtigen
#20   Gotthard   23:24:21 | Samstag, 9. Juni 2007
Geistesgröße?
Es ist schon sehr interessant, mit welch dubiosen und faschistoiden Typen dieser ‘Initiativkreis katholischer Laien und Priester’ sich abgibt.
Dieser völlig unbedeutende erzreaktionäre frühere Gewerkschaftsfunktionär wird im Artikel zu einer Geistesgröße hochstilisiert.
Warum können solche Typen nicht ihre Pension genießen und die Welt in Frieden lassen?
Redaktion benachrichtigen
#19   Graf von Galen   23:23:45 | Samstag, 9. Juni 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland
Herzlichen Dank an Dr. Marinovic für seinen Kampf gegen
die antideutsche, antichristliche 68’er- Ideologie und
gegen den Landraub und die Vertreibungsverbrechen der
Kriegssieger.
Ich habe eine CD von ihm „Verlorene Heimat“, die ich nur
jedem empfehlen kann.
Redaktion benachrichtigen
#18   litterae sunt divitiae   19:24:05 | Samstag, 9. Juni 2007
@Vorposter
Weiß jemand, warum man die Lesermeinungen neuerdings nicht mehr nach Stichworten durchsuchen kann? Vor einigen Tagen ging’s noch.
Weiß ich auch nicht, aber ich kann’s mir denken…
Redaktion benachrichtigen
#17   santo domingo 2   19:21:30 | Samstag, 9. Juni 2007
Dr. Walter Marinovic
war auch Gegenstand einer schriftlichen Anfrage (PDF) www.florian-ritter.de/…age_Danubia_2005.pdf im Bayerischen Landtag zur „Danubia“ – recht aufschlußreich!
@ alle: Weiß jemand, warum man die Lesermeinungen neuerdings nicht mehr nach Stichworten durchsuchen kann? Vor einigen Tagen ging’s noch.
Redaktion benachrichtigen
#16   Rosenkranzsoldat   17:48:13 | Samstag, 9. Juni 2007
Korrektur
Ich meinte Nitsch – nicht Mühl
(Was aber nicht heißt dass der Mühl dem Nitsch in punkto Scheusslichkeit hinterherhinkt)
Redaktion benachrichtigen
#15   Typ   17:21:29 | Samstag, 9. Juni 2007
Am 10.9.?
Das bedeutet, dass ab 9.9. wieder mal die Agitatoren des IKL durch die Innsbrucker Kirchen streifen und unglaublich stümperhaft gemachte Werbezettelchen an den Schriftenständen auslegen. Selbstverständlich zehn mal nebeneinander, um alles andere zu überdecken. Und weil der IKL so gut katholisch ist, geschieht alles das natürlich ohne den zuständigen Pfarrer vorher um Erlaubnis zu fragen. Schlechtes Benehmen und Respektlosigkeit gegenüber der Kirche nennt man das.
Und sowas will katholisch sein und gegen die Hässlichkeit kämpfen? Wie peinlich.
Redaktion benachrichtigen
#14   Rosenkranzsoldat   15:08:44 | Samstag, 9. Juni 2007
Gut dass jemand zur Sprache bringt
was sich die Mehrheit der Österreicher über Nitsch , Muhl und anderer Konsorten Fäkalkunstler denkt…
Zur Erinnerung: Mühl quält Tiere inden er die Gedärme herausreißt der er dann am Krzifix aufhängt üm Christus zu verhöhnen…
Redaktion benachrichtigen
#13   Hornet   15:03:33 | Samstag, 9. Juni 2007
Größter Kulturkämpfer!?
„Morgen wird der GRÖßTE Kulturkämpfer Österreichs in Innsbruck einen Vortrag halten.“
GRÖÖÖÖÖÖHL! Armes Österreich! Trägt er da auch wieder selbstverfasste Gedichte vor, die die Zuhörer vor Lachen vom Stuhl fallen lassen? Ein Satz stimmt: „Beschimpfungen rund um meine Vorträge sind häufig.“ Wen wunderts bei dem Unsinn, den der Herr absondert. Schlechtestes Kasperl-Theater!
Redaktion benachrichtigen
#12   Rosenkranzsoldat   14:54:57 | Samstag, 9. Juni 2007
Aufbaukultur vs Fäkalienkunst
Die Kunst und Kulturszene in Österrreich ist ein verschworener „verhaberter“ Klüngel. Der wahre Skandal istt dass zb das Land Niederössterreich Unsummen für ein Herrmann Nitsch Museeum stiftet dass ausgenommen von einigen Fieberphantasten niemand im Land haben will. Steuergelder wird hierfür verschwendet.
Redaktion benachrichtigen
#11   Jasmina   14:49:39 | Samstag, 9. Juni 2007
an Gotthard
Schon wieder die NPD?
Dann ist das kein Zufall mehr.Neben mit der NPD bin ich als bekenntnislose noch christlicher! ;)
Danke für den Tipp.
LG Jasmina
Redaktion benachrichtigen
#10   matt   14:47:04 | Samstag, 9. Juni 2007
Im übrigen ein äußerst „gekünstelter“ Gesprächsverlauf…
ich zitiere: „Wie?… Wie war Ihr Eindruck?… Wie ging es weiter?… Wie?… Wie?… wir danken für das Gespräche.“
Dieser „Wie“-Fetisch ist schon herausragend in dem Interview. Das muss man festhalten.
Redaktion benachrichtigen
#9   Gotthard   14:45:31 | Samstag, 9. Juni 2007
@Marinovic
Unter anderem wirkte er als langjähriger Bundesobmann des ‘Verbandes der Professoren Österreichs’
Dieser Verband ist eine simple Lehrergewerkschaft.
„Vor allem die Entartung der Kunst in der heutigen Zeit, die Fäkalsprache sowie deren Umsetzung auf Bühnenstücken kleidete unser Gast aus Österreich in bewegende Worte. So ist es auch nicht verwunderlich, daß gerade die politische Linke Prof. Dr. Marinovic zu diffamieren versucht.“ –--- so auf einer NPD-Seite zu lesen.
Ein netter Herr, dieser Prof!
Redaktion benachrichtigen
#8   matt2 †   14:37:55 | Samstag, 9. Juni 2007
Ich weiß nicht…
Was hat dieses Klamottenspektakel, wie im Bild gezeigt, mit Christentum am Hut? Und was ist jetzt genau die „Diktatur des Hässlichen“. Sind das etwa diese Nitsch-Eskapaden? Diese Bez. natinalkonservativ und katholischkonservativ geht für mich wieder eindeutig in Richtung jener Verstocktheit, die ich hier schon oftmals tadeln musste. Man fühlt sich dem Kultur-Dottore so zugetan, weil er sich zuvor bei den Pius-Brüdern einschleimte? Ist er jetzt überhaupt ein Christ, oder nicht?
Redaktion benachrichtigen
#7   Pater Lingen   14:01:52 | Samstag, 9. Juni 2007
Placebo-Fetischismus
Walter Marinovic bei der NPD? Nicht wirklich überraschend! Man lese die Lobeshymnen, die seitens NPD und DVU über Ratzinger ausgeschüttet wurden anlässlich seiner Wahl zum sichtbaren Oberhaupt.
Dr. Iwan Götz verwendet für den NPD-Klüngel den richtigen Begriff: „Placebo-Partei“.
Ob „Initiativkreis“, ob „NPD“ – Placebo at its best.
Aber es stimmt schon: Der heutige Kulturkampf ist weitaus grausamer als noch unter Bismarck und Hitler.
Redaktion benachrichtigen
#6   santo domingo 2   13:41:28 | Samstag, 9. Juni 2007
So, so!
Dr.Walter Marinovic als Referent einer NPD-Veranstaltung www.deutsche-stimme.de/…/06-03-Kongress.html – no do schaug her! Zitiere:
„Am Samstag vormittag sprach der frühere Bundesobmann des Wiener Verbandes der Professoren, Dr. Walter Marinovic. Der Autor zahlreicher Bücher referierte zum Thema »Landraub-Vertreibung-Zuwanderung« und zeigte in drei Akten die Tragödien Europas im 20. Jahrhundert auf. Er analysierte dabei vor allem Ursachen, Entwicklung und Folgen in den später widerrechtlich annektierten Provinzen jenseits von Oder und Neiße und zeigte die dortigen historischen Auswirkungen – von der Vertreibung bis hin zur Zerstörung des deutschen Kulturerbes – in diesen Gebieten auf. Empört schilderte er, daß den Siegermächten die Zerstückelung Deutschlands offenkundig noch nicht weit genug gegangen sei, so daß der Wille der Deutschen in ihrem Überlebenskampf nun endgültig durch die seit vielen Jahren erfolgende Masseneinwanderung raum- und kulturfremder Ausländer gebrochen werden solle.“
:-! Fürwahr, ein großer Kulturkämpfer…
Redaktion benachrichtigen
#5   methusalix †   13:38:41 | Samstag, 9. Juni 2007
Wer legt das fest, Athanasius?
Konservativ sein heisst per se katholisch sein.
Sie etwa?
Und heisst das automatisch, dass jeder nicht-Konservative, oder gar „linke 68er“ nicht katholisch sein KANN oder DARF? Sind die alle per se exkommuniziert? Fragen über Fragen, aber ich bin sicher, Athanasius hat auf alle eine sehr gut katholische Antwort. ;-)
Redaktion benachrichtigen
#4   Sirilo   11:44:58 | Samstag, 9. Juni 2007
@Nachtlaterne
Dr. Marinovic kämpft gegen das Häßliche, nicht gegen das Schlechte. „Häßlich“ ist eine ästhetische Kategorie, keine moralische. Es gibt häßliche Menschen, die ein gutes Herz haben, und es gibt schöne Menschen, die abgrundtief schlecht und böse sind.
Für die katholische Kirche ist der Begriff „häßlich“ irrelevant. Aber die Nazis kämpften gegen die vermeintliche Häßlichkeit von Juden (Karikaturen im „Stürmer!“), Zigeunern, Negern und Behinderten. Dafür schätzten sie die „Schönheit“ der Statuen eines Arnold Breker.
Redaktion benachrichtigen
#3   Athanasius   11:38:53 | Samstag, 9. Juni 2007
Nicht katholisch
Wieso nationalkonservativ usw.? Ist Herr Marinovic – mit kroatischem Namen, sesshaft in Österreich – also nicht katholisch? Warum nicht?
Und ist es nicht gefährlich so eine politisierte Annäherung mit Kunsthistorikern zu machen?
Tut mir Leid, dass ich mich ein wenig vor einer Kulturkammer à la Action Française fürchte.
Ich habe liebe linke Azione Cattolica echte Katholiken die an der ganzen katholischen Lehre glauben, auch an der Soziallehre, als Allianzen mit Nationalismus. Auch wenn das den Tirolern gefallen mag.
Ich will dem Dr. Marinovic nichts absprechen, aber wieso ist er nationalkonservativ? Konservativ sein heisst per se katholisch sein. Und vice-versa. Das ‘nationale’ weist allzuoft auf nationalistische Sympathien und Ideologien hin, die mir emotionell zwar lieber sind als der Kommunismus, aber niemals vermischt werden dürfe mit der katholischen Botschaft, die für alle Völker bestimmt ist.
Wir ‘Traditionalisten’ sollten das vor allem wissen. Tauft alle Völker, heisst es, und nicht nur die Lateiner oder Germanen.
Damit will ich keine Multikulti-Gesellschaft des Internationalsozialismus liberaler Prägung verteidigen, aber schon warnen vor zu viel Allianzen mit „Nationalismus“.
Marinovic scheint mir kunstwissenschaftlich ein informierter Mann zu sein, aber warum ist er wie Maurras damals, nicht katholisch?
Redaktion benachrichtigen
#2   Hornet   11:25:50 | Samstag, 9. Juni 2007
Nein, danke!
„Den Kampf gegen die Diktatur des Häßlichen habe ich vor allem in meinem Ruhestand begonnen.“
Wieso fällt mir hier der Begriff „Entartete Kunst“ ein???
Redaktion benachrichtigen
#1   Nachtlaterne   11:05:55 | Samstag, 9. Juni 2007
danke…
…für diesen beitrag. wir brauchen gemeinschaft, da hat er vollkommen recht. werden christen aber jemals zu einer gemeinschaft für das gute und gegen das schlechte fähig sein???
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
KulturBewußtseins-Spaltung oder normal deppert? KulturHäng Deine Unterhosen unter die Schüttbilder Kultur„Wir sind tiefreligiös“ KulturWeihwasser für einen Religionsbeschmutzer KulturKasten als Kunst verkauft Linzer MariendomAuf der Suche nach Ziereremiten HalloweenWozu brauchen wir keltische Gespenstergötzen? HalloweenAsozialer Kulturschrott aus Amerika KulturDer Triumph der Religion in den Künsten KulturVon Papst Johannes XXIII. gesegnet KulturNicht für jede Schweinerei zu haben Soul-SängerErzbischof Milingo plant seinen nächsten Auftritt KunstZwei Bischöfe und ein Ehrendoktorat KulturKatholisch-konservative Kassenschlager KulturWas ist der einzige Unterschied zwischen Pornografie und moderner Kunst?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net