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Dienstag, 12. Juni 2007 09:30
In der alten, toten Sprache Latein
„Jesus Christus muß dem deutschsprachigen Volk ohne Inhaltsverlust gepredigt werden. Dann werden sie ihn akzeptieren und nach ihm leben.“
Pater James Manjackal
Pater James Manjackal
(kreuz.net) Der indische Pater James Manjackal (62) gehört zur Kongregation der Missionare des Heiligen Franz von Sales in Bangalore im Südwesten Indiens.

Er ist ein begabter und sehr erfolgreicher charismatischer Exerzitienprediger. In einem Interview sprach er über seine Seelsorge in den deutschsprachigen Ländern.

Pater James, die deutsche Kirche ist in höchster Not. Die Gottesdienste sind entvölkert. Die Jugend scheint die Kirche völlig verlassen zu haben. Sehen Sie einen Ausweg?

Pater James Manjackal: Das stimmt. Die Kirchen in Deutschland und in anderen deutschsprachigen Ländern sind so gut wie leer. Der Großteil derer, welche die Sonntagsliturgie besuchen, ist über 60 oder 70 Jahre alt.

Gibt es positive Anhaltspunkte?

Aufgrund meiner Erfahrung mit dem deutschsprachigen Volk in den letzten zehn Jahren, sehe ich, daß die Deutschen ein Volk sind, das sich danach sehnt, Gott zu erfahren, der in ihren alltäglichen Problemen eine Quelle der Kraft sein kann.

Wirklich?

Die Deutschen sind ein Volk, das für Wahrheit und Echtheit steht, wenn sie „ja“ sagen, so meinen sie „ja“. Wenn sie „nein“ sagen, so meinen sie „nein“. Sie sind nicht bereit, maskierte, verdünnte oder kompromittierte Wahrheiten zu akzeptieren. Wenn sie die Wahrheit einmal kennen, sind sie bereit, sich ihr sogar bis in den Tod zu verpflichten.

Hat die Kirche in Deutschland Fehler gemacht?

Meiner Meinung nach hat die Katholische Kirche, Jesus Christus oder seine Braut, die Kirche, den deutschsprachigen Völkern nicht ausreichend dargestellt, so daß ihre Sehnsüchte und Bestrebungen erfüllt werden konnten.

Können Sie konkreter werden?

Gebete, Gottesdienste und Liturgien werden auf eine bedeutungslose Art präsentiert, so daß die Menschen aus ihnen keine Kraft finden, um den Problemen ihres Lebens entgegen zu treten.

Ein Beispiel?

Einmal erzählte mir ein junger Mann in München: „Ich habe Freude daheim, auf dem Sportplatz – auch in der Kneipe mit meinen Freunden. Aber wenn ich in die Kirche zum Gottesdienst gehe, sehe ich, wie ein alter Priester die Messe zelebriert und mit ein paar alten Damen eintönige Lieder aus dem ‘Gotteslob’ singt. Dann verliere ich meine Freude.“

Nun höre ich, daß die Liturgie wieder in der alten, toten Sprache Latein zelebriert werden kann. Das könnte wiederum viele junge Menschen von der Kirche wegführen!
Pater James Manjackal:
Nun höre ich, daß die Liturgie wieder in der alten, toten Sprache Latein zelebriert werden kann. Das könnte wiederum viele junge Menschen von der Kirche wegführen!


Sehen Sie noch andere Probleme?

Die Heilige Schrift und die Lehren der Kirche werden weder kompromißlos bezeugt noch gelehrt. Nur die Wahrheit kann uns befreien (Joh 8,32). Jesus Christus ist der einzige Weg, die einzige Wahrheit und das einzige Leben.

Er muß dem deutschsprachigen Volk ohne Inhaltsverlust gepredigt werden. Dann werden sie ihn akzeptieren und nach ihm leben.

Beispiele?

Die Kirche verurteilt die Homosexualität, den Lesbianismus, die Abtreibung, den außerehelichen Geschlechtsverkehr, die Scheidung.

Aber sie sagt den Menschen nicht genug darüber, wie man da rauskommen kann, um ein normales christliches Leben zu führen.

Was ist der Grund für diese Glaubenskrise?

Viele Menschen leben in Zweifel und Verwirrung. Das ist der Grund für die Glaubenskrise. Die gegenwärtige Situation kann nur verändert werden, wenn das Gotteswort wirksam gepredigt und der Heilige Geist im Gebet gerufen wird.

Konkret?

Das deutschsprachige Volk kann mit Leichtigkeit verändert werden, wenn die Wahrheit der Bibel mit der Macht des Heiligen Geistes wirksam und kraftvoll gepredigt wird.

Das ist es, was ich bei meinen Exerzitien erlebe.

Pater James Manjackal wird vom 3. bis 5. August in Linz eine Veranstaltung für Jugendliche abhalten. Informationen . Vom 6. bis 9. September wird er im Bistum Würzburg Exerzitien halten. Informationen .
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. In der alten, toten Sprache Latein
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 48 Lesermeinungen:
Donnerstag, 28. Juni 2007 00:43
Eunous: Wer hats erfunden???
Nicht Ricola, aber festgehalten werden muss doch, dass die Handlungen des NT zum größten Teil in Aramäisch gesprochen wurden, und die erhaltenen Bücher des NT allesamt in Koine geschrieben sind. Wer nun

„In der alten, toten Sprache Latein“

als Überschrift wählt, um mit

„Jesus Christus muß dem deutschsprachigen Volk ohne Inhaltsverlust gepredigt werden. Dann werden sie ihn akzeptieren und nach ihm leben.“

fortzufahren, disqualifiziert sich selber als halbgebildeter Mensch, der eher Fetischen aus der Kindheit als der Vermittlung „ohne Inhaltsverlust“ anhängt.
Mittwoch, 20. Juni 2007 02:09
Breathless: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 14. Juni 2007 12:45
GerdEric: @Sozialkatholisch
Sozialkatholisch: Nur ein Tipp am Rande, ohne Jesus Christus als Gottessohn und dem hl. geist als Beistand ist der Wahrheitsgehalt einer religion doch sehr gering.

Wer einen Jesus, einen Gott, zum anfassen braucht, wer den Heiligen Geist ebenfalls zu seinem Gotte macht, ihn aber so „nebenbei“ dann doch ganz klein schreibt , der ist auch immer voll bei der Sache.

Wer zum Glauben eine Stein- oder Holzfigur braucht, der kann mit dem WORTE G’TTES nichts anfangen, wer sich ein Bild machen muss, hat nur einen äusserlichen, einen schwachen Glauben.
Donnerstag, 14. Juni 2007 09:42
Sozialkatholisch: Mein Lieber GerdEric
Den Unterschied zwischen Frage und Antwort kennen sie doch.
Ach ja meine Heimat ist die röm/kath. Kirche, die einzige in vollbesitz der gesamten Wahrheit befindende Religionsgemeinschaft.
Nur ein Tipp am Rande, ohne Jesus Christus als Gottessohn und dem hl. geist als Beistand ist der Wahrheitsgehalt einer religion doch sehr gering.
Donnerstag, 14. Juni 2007 09:27
GerdEric: @Sozialkatholisch
Sie sprechen hier von neonazistischen Neuheidentum, sind Katholiken für sie keine Heiden?

Danke für Ihre klare Antwort , denn

Sie! müssen wissen, wo Ihr Zuhause ist.
Donnerstag, 14. Juni 2007 08:33
Sozialkatholisch: @ GerdEric
Sie sprechen hier von neonazistischen Neuheidentum, sind Katholiken für sie keine Heiden?
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