Pius XII.
Auch ein Vorläufer des Pastoralkonzils?
Die Fußnoten der Konzilsdokumente erwähnen ihn 200 Mal. Und damit wird er nach der Heiligen Schrift am meisten zitiert.
Pius XII. spendet den Segen
Pius XII. spendet den Segen
(kreuz.net, Vatikan) „Papst Pius XII. hat bei der Vorbereitung des Zweiten Vatikanischen Konzils eine historisch wichtige Rolle gespielt.“

Das erklärte der renommierte Historiker und Postulator des Seligsprechungsprozesses für Pius XII., Pater Peter Gumpel.

Der Jesuit sprach mit dem Missionsnachrichtendienst ‘Fides’. Er hat Papst Pius XII. persönlich gekannt.

Anlaß für das Gespräch war die Veröffentlichung des umfangreichen Werkes „Pius XII. – Eugenio Pacelli. Ein Mensch auf dem Throne Petri“ des italienischen Historikers und Journalisten Andrea Tornielli.

Pater Gumpel sieht Pius XII. als Wegbereiter des Vatikanischen Pastoralkonzils: „Das Konzil fand nicht ganz plötzlich statt, sondern es gab eine lange Vorbereitungszeit während des Pontifikats Pius XII.“

Ein Konzilspapst?

Der Papst sei sich der Notwendigkeit eines neuen Konzils bewußt gewesen. Doch er habe beschlossen, dessen Einberufung seinem Nachfolger zu überlassen.

Dafür gab es nach Pater Gumpel folgende Gründe.

So habe Pius XII. gewußt, daß das Konzil mehrere Jahre dauern würde:

„Man konnte ein Konzil nicht sofort nach dem Zweiten Weltkrieg einberufen, dessen Folgen Europa und verschiedene andere Teile der Welt nur mit großer Mühe verkrafteten. Die Bischöfe mußten deshalb in ihren Diözesen und bei ihren Gläubigen bleiben und ihnen dabei helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden.“

Ein zweiter Grund habe in der Absicht bestanden, vor dem Konzil eine Dokumentation zu sammeln und vorbereitende Studien durchzuführen. Dies habe Zeit in Anspruch genommen:

„Als Pius XII. 1954 krank wurde, fühlte er sich nicht mehr in der Lage, ein derart wichtiges Ereignis zu leiten.“

Doch Pius XII. sei bei den Konzilsarbeiten durchaus gegenwärtig gewesen – betont Pater Gumpel:

„Wenn wir in die Aufzeichnungen der Debatten der Konzilsväter einsehen, dann stellen wir fest, daß sein Name in nicht weniger als in 1.500 Beiträgen erwähnt wird. In den Fußnoten der Konzilsdokumente wird Pius XII. 200 Mal erwähnt. Und damit wird er nach der Heiligen Schrift am meisten zitiert.“

Eine einsame Stimme im Schweigen
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli erblickt am 2. März 1876 das Licht der Welt.

Am 2. April 1899 empfing er die Priesterweihe.Im Juli 1933 unterschreibt er als Staatssekretär das bis heute gültige Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.Am 2. März 1939 wird Kardinal Pacelli zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius XII. an.

Herzlich und nachdenklich

Pater Gumpel bezeugt, daß Pius XII. eine liebenswerte, herzliche und „sogar“ demütige Person gewesen sei: „Es trifft überhaupt nicht zu, daß er kalt und distanziert war.“

Einmal begleitete der Papst den „einfachen Jesuitenpater“ persönlich zur Tür.

Pater Gumpel erinnert auch an einen kürzlich veröffentlichten Briefwechsel zwischen Pius XII. und dessen Bruder Francesco. Hier werde des Papstes ganze Menschlichkeit sichtbar:

„Auch dank dieser Briefe können wir mit einem anderen Mythos aufräumen, der besagt, daß es zwischen Papst Pius XII. und dessen Vorgänger Pius XI. Mißverständnisse gegeben haben soll.“

Schließlich habe Pius XI. seinen Nachfolger zum Staatssekretär ernannt, obwohl sich dieser um eine Diözese kümmern und nicht einmal Kardinal werden wollte.

Pius XI. habe ihn jedoch als seinen Nachfolger vorbereiten wollen und deshalb auf Reisen in die ganze Welt geschickt: „Ich möchte, daß Du die Welt kennst und daß die Welt Dich kennt.“

Pius XI. und Pius XII. hätten sich in ihren Charakteren ergänzt – so Pater Gumpel: „Der Erste war impulsiv und der Zweite nachdenklich.“

Abschließend erinnert der Jesuit an die Armenfürsorge von Pius XII.:

„Es ist ihm zu verdanken, daß rund 100.000 Römer während der Zeit des Krieges jeden Tag eine warme Mahlzeit bekamen.“

Pius XII. habe den nicht zu unterschätzenden Besitz seiner Familie der Kirche und den Armen geschenkt – so Pater Gumpel.
      
34 Lesermeinungen
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#34   No Comment   11:32:33 | Freitag, 15. Juni 2007
@Rudolfus
Das ist eine ungeheuer schwierige Abgrenzung. Georges Bernanos hat dazu schon Wegweisendes geschrieben, als noch niemand an Säkularinstitute etc. dachte: „Wir Laien halten das Zeitliche mit beiden Händen“ (sinngemäß).
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#33   Rudolfus   14:18:24 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@Athanasius / Die vollkommene Christusnachfolge aller Christen in der Welt
Weltkatholiken? Christen sollten die Welt hassen, aber in der Welt bleiben. Oder meinen Sie Weltgeistlichkeit, also Diözesanklerus? Das Opus Dei ist heute keine Lösung für die Krise in der Katholischen Kirche. Die Bücher Msgr. Escrivás sind – so weit ich sie gelesen habe – schön und völlig rechtgläubig, aber die heutige Praxis im O.D. ist auch bei der Rekrutierung nicht einwandfrei.
Zum Begriff „Weltchristen“ gehören alle Christen, die nicht dem Ordensstand angehören (nämlich als Christen in der Welt) – also sowohl Laien und Priester.
Der Gegensatz ist „Ordenschrist“, und auch dieser schließt sowohl Ordenspriester wie Ordenslaien ein.
Das Opus Dei hat als einzigen Gründungsauftrag seit seiner Gründung, dazu beizutragen, daß sich auch die Christen in der Welt um die vollkommene Nachfolge Jesu Christi bemühen, und nicht nur die Christen, die sich der vollkommenen Christusnachfolge in einem Orden den drei evangelischen Räten widmen und so außerhalb des Weltlebens stehen.
Die einzige Lösung der Kirchenkrise seit dem verweltlichten Pastoralkonzil 1962-65 ist es, daß alle Christen vollkommen Christus nachfolgen, und nicht der Welt nachfolgen wie seit 1962-65.
Das Opus Dei bringt hier nichts Neues und wollte auch gar nichts Neues bringen – es hilft lediglich mit, daß sich auch die Weltchristen bekehren und ganz auf Christus ausrichten.
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#32   No Comment   12:57:19 | Mittwoch, 13. Juni 2007
@Athanasius
War also die Entscheidung Pius XII. auch nicht „einwandfrei“, Säkularinstitute zu ermöglichen?
Wem stehen Einwände dagegen zu?? Jens Mersch?
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#31   Athanasius   19:43:10 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Rudolfus
Weltkatholiken? Christen sollten die Welt hassen, aber in der Welt bleiben. Oder meinen Sie Weltgeistlichkeit, also Diözesanklerus? Das Opus Dei ist heute keine Lösung für die Krise in der Katholischen Kirche. Die Bücher Msgr. Escrivás sind – so weit ich sie gelesen habe – schön und völlig rechtgläubig, aber die heutige Praxis im O.D. ist auch bei der Rekrutierung nicht einwandfrei.
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#30   Rudolfus   17:37:46 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Athanasius / St. Josephmaria und die hl. Messe
Die persönliche Treue des heiligen Josephmaria zur hl. römischen Messe, dem Ritus seiner hl. Priesterweihe, zeigt nur den großen Stellenwert, den der Opus-Dei-Gründer der Treue in allem stets beigemessen hat.
Man kann sich auch keinen Heiligen vorstellen, der die alte Messe nicht verehren würde.
Die heutigen Söhne und Priestersöhne des Opus Dei sind jedenfalls weiterhin tief mit dem Vorbild und der Lehren des hl. Josephmaria verbunden, was aber nicht heißt, daß diese alle genau wie der hl. Josephmaria selbst handelten.
Der hl. Josephmaria hat in allen theologischen Fragen, die nicht vom Lehramt vorgegeben sind, stets die persönliche Freiheit auch unter den Opus-Dei-Mitgliedern gelehrt, so gibt es z.B. auch keine festgelegte spezifische theologische Schule, der alle Opus-Dei-Mitglieder verpflichtet wären.
Der heilige Josephmaria wollte für das Opus Dei, daß die Opus-Dei-Mitglieder alle theologische Freiheiten wie alle anderen Weltkatholiken auch haben.
Es besteht also in allen rechtgläubigen Ansichten kein Unterschied zwischen einem Weltkatholiken und einem Weltkatholiken, der zusätzlich Opus-Dei-Mitglied ist.
Es muß nur die Rechtgläubigkeit gewahrt bleiben, während die Funktion des Opus Dei allein geistlicher und seelsorglicher Natur ist.
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#29   Athanasius   17:00:19 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Rudolfus
Portillo mag das so gesehen haben, die Biographen aber nicht. Für Portillos Machtsbereich wäre es in den 1980ern unter dem Benelli’schen Apparat im postkonziliaren Vatikan fatal gewesen darauf hinzuweisen, dass Escrivá den neuen Messritus für sich abgelehnt hat und bis 1975, seinem Todesdatum, der Liturgie seiner Priesterweihe treu geblieben ist.
Er hat einmal versucht die „neue Messe“ zu lesen, ging aber nicht.
Die heutigen Opus Dei-Prälaten sprechen nur was ihnen in den heutigen Kram passt. Somit ist dort auch der falsche Ökumenismus im „Geiste von Assisi 1986“ eingedrungen und hat vieles korrumpiert. Zwar nicht die (Novus Ordo-)Liturgie, aber schon die Mission. Es wird heute – ganz gegen die Schriften Msgr. Escrivás – dem Talmudjudentum angebiedert, obwohl Escrivá selber zwar – wie jeder Katholik tun sollte – die Juden liebte, aber das Talmudtum abwies, und jüdische Konvertiten nicht sagte sie sollten Talmudjuden bleiben, sondern sagte dass sie lieb zu den jüd. Eltern sein müssten, geduldig, aber die moralische Pflicht zum Übertritt in die kath. Kirche Jesu Christi hatten. Das sieht man heute bei Opus Dei leider nicht mehr.
Und nein, ich glaube nicht an den Verschwörungstheorien zu Msgr. Escrivá die jetzt von meist Sedisvakantisten verbreitet werden. Aber die Missbräuche in der Lehre sind auch bei OD heute sichtbar. Mit Dank an das „Assisi“ Johannes-Pauls II. u.a.
Das lässt sich mit der Formulierung in „Der Weg“ nicht versöhnen. Dort heisst es: Extra Eccl. nulla salus
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#28   Rudolfus   14:44:37 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Athanasius / Der neue Ritus beim Opus-Dei-Gründer
In Ihrer Geschichte über den heiligen Opus-Dei-Gründer paßt ein wichtiges Detail nicht dazu:
Wenn der Gründer, St. Josephmaria Escrivá de Balaguer, den neuen Ritus persönlich abgelehnt hätte und nicht zelebrieren hätte wollen, dann hätte er ihn kaum für das gesamte Opus Dei offiziell eingeführt.
Das hätte bedeutet, alle seine Priestersöhne hätten den neuen Ritus angenommen, nur das Opus-Dei-Oberhaupt (1928-1975) selbst nicht.
St. Josephmarias engster Mitarbeiter und 1975-1994 auch St. Josephmarias erster Nachfolger als Opus-Dei-Oberhaupt, Don Alvaro del Portillo, berichtet dagegen klar, daß der Gründer, bei aller persönlicher Betroffenheit über den Novus Ordo, die Neue Messe zelebriert habe und seine Mitarbeiter auch gebeten hat, ihn darauf hinzuweisen, falls er irgendwo beim Zelebrieren dem neuen Ritus nicht exakt gefolgt wäre.
Übertritt zu einem römisch-katholischen Ostritus:
Nachdem diese Ostriten alle in Einheit mit dem Apostolischen Stuhl stehen, wäre dazu nur die Erlaubnis des Papstes erforderlich gewesen.
Anders ein Abfall zu irgendwelchen Schismatikern, die mit der Papstverehrung des Gründers keineswegs in Einklang steht (über den Papst siehe auch die Stellen in „Der Weg“ über den Papst).
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#27   Athanasius   11:36:23 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Rudolfus
Der Opus-Dei-Gründer hat den neuen Meßritus aber, dem Wunsch von Papst Paul VI. gemäß, auch für das Opus Dei übernommen, und den neuen Ritus auch selbst zelebriert.
Das ist nicht wahr und wird nur von den Opus-Dei-Mitgliedern heute behauptet. Einmal hat Escrivá es versucht, und nachher nie wieder gemacht, weil er es nicht „verantworten“ könne. Dass den neokonservativen OD-Machthabern heute diese Geschichte bei der Karriere im Vatikan nicht behilfreich ist, ändert an der Realität der Ablehnung des neuen Messritus von Escrivá nichts. Escrivá hat sogar mit dem Gedanken gespielt damals um zu einer Ost-katholischen Kirche überzutreten, oder sogar zu den Cerulariern (was er aber natürlich verwarf: „NIemals entferne ich mich selbst aus dieser Arche des Heiles, der katholischen Kirche, ausserhalb derer keine Rettung gegeben wird“).
Opus Dei ist heute stark anti-„traditionalistisch“ und hetzt sogar gegen Indult-Gemeinschaften ruhig weiter. Unter anderem in Amsterdam wo – nota bene! – ein Priester OD-Rektor ist, der Neffe des grössten niederländischen Traditionstheologen Van der Ploeg O.P. war. Ironie des Schicksals und Verwirrung durch die Krise.
Und natürlich ist das objektiv die Schuld von Paul VI., da er alles unterschrieben hat.
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#26   Rudolfus   08:57:36 | Dienstag, 12. Juni 2007
@taumaturgos / Die Aufgabe der Kirche
Die Aufgabe der Kirche ist es nicht, die Seelen seelenruhig in die Hölle wandern zu lassen.
Die Aufgabe der Kirche ist es, die Seelen vor diesem Weg zu bewahren und zu warnen!
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#25   thaumaturgos   08:41:33 | Dienstag, 12. Juni 2007
… in das ewige Feuer wandern werden
ich glaube, wir sollten das den obersten chef selber überlassen, dann ist schon viel tioleranz auf erden
richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet und mit welchem maß ihr messt …
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#24   Rudolfus   08:30:54 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Athanasius / Der hl. Opus-Dei-Gründer Escrivá de Balaguer
Monsignore Escrivá de Balaguer wurde ja auch so zum ‘Konzilshelden’ obwohl er nie die „erneuerte“ Messe feiern wollte und würde…
Der Novus Ordo Missae 1969 hätte niemals die Mehrheit der Konzilsväter erlangt – dieser Novus Ordo wurde von Papst Paul VI., dem Despoten des Papsttums, autoritativ der Kirche aufgezwungen – während der alte Ritus niemals verfolgt werden dürfte (und deswegen auch offiziell niemals verboten wurde).
St. Mons. Escrivá de Balaguer, der die hl. römische Messe liebte, hat diese Handlung durch Papst Paul VI. wenig gefreut, wie dies auch aus den Lebensbeschreibungen durch seine Mitarbeiter und Söhne klar ersichtlich ist.
Der Opus-Dei-Gründer hat den neuen Meßritus aber, dem Wunsch von Papst Paul VI. gemäß, auch für das Opus Dei übernommen, und den neuen Ritus auch selbst zelebriert.
Die hl. Messe im neuen Ritus wird durch die Priester des Opus Dei jedenfalls in größtmöglich würdiger Weise zelebriert, dem Beispiel des Opus-Dei-Gründers folgend.
Das Opus Dei ist sicherlich einer der wenigen Teile der Kirche, wo die Neue Messe auch würdig, und nicht sakrilegisch wie in der Amtskirche, gefeiert wird.
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#23   Benedikt   02:05:39 | Dienstag, 12. Juni 2007
@ Galen
Ich denke, Sie werden keinen VII- Anhänger
finden, der nicht gleichzeitig zumindest objektiv
Häretiker ist.
Dann „denken“ Sie mal schön.
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#22   Stephanus   00:33:25 | Dienstag, 12. Juni 2007
Wer seinen Kopf gegen eine Wand donnert, verbraucht 150 Kalorien pro Stunde
Diese Wissen entstammt einer Sammlung von Kuriosem, wohl gedacht für Leser die an Langeweile leiden.
Es ist schon erstaunlich wieviel Energie die Christenheit noch immer damit verschwendet über etwas Vergangenes zu streiten. Über ein Ereignis, welches, so scheint es, über das Wohl und Wehe von vielen Hundertmillionen Menschen entschieden hat und was in keinster Weise eine Umkehr erlaubt!
Warum eigendlich?
Was brauche ich als Katholik der Gegenwart diesen kräftezehrenden Streit? Ganze Familien zerbrechen daran, ja sogar versprochene Ehen werden nicht besiegelt, weil der eine einer vorkonziliar eingestellten Familie entstammt und der andere Verlobte einer Nachkonzilaren.
Dabei ist doch alles so einfach: Das Lehramt der Kirche beinhaltet nicht nur ca. 3 Jahre Kirchengeschichte, sondern fast 2000 Jahre. Falls jemandem diese zu umfangreich und gedanklich als zu schwere Kost erscheint, der hat das NT und den Katechismus.
Da steht alles drin was ich wissen muß.
Und nicht einmal diese Texte brauche ich. Wie auch?!
Ich muß auch als tauber Analphabet die Möglichkeit haben den Himmel zu gewinnen.
Dazu reichen die 10 Gebote und für Menschen ohne Kontakt zur Mutter Kirche, das Befolgen der Naturgesetze!
Jesus hat uns noch nie vorgehalten,daß wir uns schwer getan haben im Begreifen von halsbrecherischen Texten, aber er hat uns gewarnt als er fragte: wo warst du, als ich hungerte, dürstete, einsam war…
Die Nächstenliebe ist der Schlüssel zum Himmelreich, nichts mehr und nichts weniger!
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#21   Graf von Galen   00:19:29 | Dienstag, 12. Juni 2007
Wider VII, @ Genoveva
Sie glauben also z.B. auch daran, daß die Messe ein
Sühnopfer ist und daß es außerhalb der katholischen
Kirche kein Heil gibt ?
Daß Juden, Moslems und alle anderen Häretiker und
Schismatiker selbst, wenn diese ihr Blut für
Jesus vergössen in das ewige Feuer wandern werden,
welches Satan und seinen Engeln bereitet ist ?
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#20   Athanasius   00:14:37 | Dienstag, 12. Juni 2007
Unwahr
Natürlich ist dies Pater Gumpels subjektive Sicht der Sache. Pius XII. und Pius XI. haben kein Konzil einberufen, weil sie sich der schwierigen Lage der innerkirchlichen Infiltration bewusst waren (Alta Vendita, dazu auch der theologische Modernismus, und die Liturgieprogressionsgruppen um Parsch und Maria-Laach).
Pius XII. zum Papst des letzten Pastoralkonzils zu machen, ist deshalb Unsinn. Er hat in „Ci riesce“ 1953 nochmal die katholische Lehre zu religiöser Toleranz und dem Rechte um Irrtumskulte zu verbieten dargelegt. Das dürfte sich mit „Dignitatis Humanae“ des V.-II. schwierig versöhnen. Dazu hat „Mediator Dei“ (1947) vor der Gefahr des Archäologismus, der falschen Ansprüche und der Simplifikation gewarnt. Auch hat Pius XII. zwar das gemeinsame Beten des Vaterunsers mit Protestanten 1949 erlaubt, aber er hat in Gesetz betont, dass man Schismatikern z.B. auch nicht wenn sie bona fide sind, die Hl. Kommunion spenden sollte. Zum Kommunismus dürfte sich Pius XII. auch anders als das „schweigende Pastoralkonzils“ mit seinen sowjetischen Geheimverträgen von Metz ausgesprochen haben. „Divini Redemptoris“ geht auch auf ihn zurück, sowie „Humani generis unitas“ (nicht publiziert) und „Mit brennender Sorge“ (1937).
Pius XII. wird von Gumpel instrumentalisiert wie ‘ne Fahne auf ‘nem Ferkelkotschiff. Monsignore Escrivá de Balaguer wurde ja auch so zum ‘Konzilshelden’ obwohl er nie die „erneuerte“ Messe feiern wollte und würde… Pius XII. verurteilte die Neo-Modernismen…
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#19   Genoveva   00:04:39 | Dienstag, 12. Juni 2007
@Graf
Ich denke, Sie werden keinen VII- Anhänger
finden, der nicht gleichzeitig zumindest objektiv
Häretiker ist.
Wenn Sie unter „VII-Anhänger“ einen Katholiken verstehen, der die Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils hochschätzt, dann empfinde ich mich als Widerlegung Ihrer These. Ich bin „VII-Anhängerin“ und objektiv keine Häretikerin.
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#18   Graf von Galen   23:35:52 | Montag, 11. Juni 2007
Wider VII, @ No comment
Auf welchem Planeten leben Sie denn ?
Wo hat denn VII gute Früchte gebracht ?
Dieses Geschätz vom neuen Pfingsten kann ich nicht
mehr hören. Ich denke, Sie werden keinen VII- Anhänger
finden, der nicht gleichzeitig zumindest objektiv
Häretiker ist.
VII hat Ruinen hinterlassen und wenn diese Katastrophe
überwunden werden soll, muß VII überwunden werden.
Zum Glück war es ein pastorales Konzil und kein
dogmatisches. Man kann also die Dokumente ins
Archiv schieben und dort in Ruhe verstauben lassen.
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#17   No Comment   21:37:29 | Montag, 11. Juni 2007
Paul VI.
Es steht Ihnen frei, Ihre „Meinung“ über den Konzilspapst zu äußern. Es steht Ihnen, falls katholisch, aber nicht frei, die Legalität und Legitimität seiner Unterschriften unter 16 Konzilsdokumente in Zweifel zu ziehen.
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#16   Rudolfus   21:29:38 | Montag, 11. Juni 2007
@No Comment / Anteilnahme an Paul VI.
Es ist Aufgabe jedes Katholiken für alle Verstorbenen und insbesonders auch für einen verstorbenen Papst zu beten, der die universale Hirtenaufgabe der Universalen Kirche innehatte.
Das heißt nicht, daß man diese Person und ihr Wirken persönlich schätzen muß, im Gegenteil – Paul VI. war einer der schlechtesten Päpste der Kirchengeschichte.
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#15   No Comment   21:27:05 | Montag, 11. Juni 2007
@Rudolfus
Ihre geheuchelte Anteilnahme am Geschick des Konzilspapstes kann nicht davon ablenken, dass nach katholischer Überzeugung ein Konzil, das mit und unter dem Papst stattfindet, unter dem Segen des Heiligen Geistes steht. Wenn Sie die Fakten, die längst auf einen langfristigen Erfolg deuten (im Detail auch schon kurzfristig), nicht sehen wollen, dann bleiben Sie bitte „blind“ dem Dogma treu.
Es hat seit Konstanz kein Konzil ohne komplexe Wirkungsgeschichte gegeben; im Vergleich dazu ist „V 2“ glimpflich verlaufen. Dass manche Euphoriker enttäuscht wurden und manche Kritiker dann „Morgenluft“ proklamierten, das ist nicht maßgeblich.
Maßgeblich sind die Beschlüsse. So what?
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#14   Nachtlaterne   21:19:37 | Montag, 11. Juni 2007
Karl May,
Karl May,
über die Deutschen:
„Die Deutschen sind
wie die Maulesel:
Sie tragen geduldig und ohne Ehrgefühl
die größten Lasten.“
aus: Die Pyramide des Sonnengottes,
Seite 234, Band 52, Ustad-Verlag
Dies schrieb Karl May vor etwa 150 Jahren
und bis heute hat sich nichts geändert!
Das heißt: Der Zustand hat sich
verschlimmert!
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#13   Rudolfus   21:18:42 | Montag, 11. Juni 2007
@No Comment / Ein unnötiges Konzil
Es war kein Glücksfall, es war das unnötigste und schädlichste Konzil der Kirchengeschichte.
Gott erbarme sich Pauls VI.!
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#12   No Comment   21:16:32 | Montag, 11. Juni 2007
Johannes XXIII.
hat tatsächlich eine andere Konzilsform gewollt („pastoral“), um ein Verdunsten der Aussagen zu vermeiden. Ihm war die mangelhafte Tragweite päpstlicher Lehrverkündigung seit 1870 „ad extra“ durchaus bewusst.
Die Tragödie besteht darin, dass die Lehrverkündigung des Konzils in wesentlichen Teilen NICHT rezipiert wurde (z.B. Dei Verbum), jedenfalls nördlich der Alpen. Stattdessen wurde das Gerede von der Kirche in der Welt von ‘heute’ (1968?) als Generalerlaubnis dafür ausgelegt, alles bis dato Verbotene hervorzukramen (siehe: Holl. Katechismus).
Die Korrekturen, die das Konzil an den kurialen Vorlagen angebracht hat, haben samt und sonders epochale Peinlichkeiten vermieden, ohne dass aber Wesentliches preisgegeben worden wäre. Ich darf erinnern, dass das Konzil erstmals eine Gesamtschau der Kirche geboten hat (DIESE lehnen die Trad. ab, da ihnen unbewusst eine Staatsreligion politischer Provenienz vorschwebt), die Kirche selber aber UNTER das Wort Gottes stellte und auch erstmals einen Gesamtbegriff der Liturgie fasste. Das sind für das III. Jahrtausend der Christenheit („heute!“) starke Vorlagen.
Die Irritationen der ersten 40 Nachkonzilsjahre werden nur in Europa noch einige Zeit andauern, aber dann auch überwunden werden. Nach Maßstäben der chaotischen Konziliengeschichte war „V 2“ ein Glücksfall. Eine Konvokation, um den Monogenismus zu definieren oder die „Mediatrix“ wäere doch wohl albern gewesen,
„Mater Ecclesiae“ (21. Nov. 1964), das war’s!!
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#11   Nachtlaterne   21:11:34 | Montag, 11. Juni 2007
Betet
Betet in der Kraft des heiligen Geistes! Entfernt euch nicht aus der Liebe Gottes! Judas 20 – 21
Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande. Daniel 12,2
Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast, als du meine Worte hörtest, so habe ich dich auch erhört, spricht der Herr. 2. Chronik 34,27
Jesus spricht: Willst du zum ewigen Leben eingehen, so halte die Gebote. Mattäus 19,17
Jesus sagt nicht: Tu was immer du tun willst, ich werde dich in jedem Fall retten! Wer das behauptet, lügt!
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#10   Fabianus   21:09:39 | Montag, 11. Juni 2007
Das Konzil
sollte
a) das I. Vatikanische Konzil abschließen und
b) den Enzyklikenparagraphen aus humani generis bestätigen, bzw. die Lehrentscheidungen der Päpste absegnen.
Das was Johannes XXIII daraus machte, war komplett neu. (zb. ist es das einzige Konzil, welches ohne eine Notwendigkeit einberufen wurde).
Zum Paradoxon des papstes gehört, dass er erwartet hat, dass das Konzil in einer Sitzungsperiode beendet würde, andererseits aber unter Bea eine Kongregation für Ökumene eingerichtet hat.
Festzustellen bleibt, dass Ottaviani schon im Konklave Roncalli auf ein Konzil ansprach. Allerdings sollte dies ein Konzil im Sinne Pius’XII sein (wie oben beschreiben). Deswegen ist es sehr ungenau zu behaupten, Pius XII habe schon über ein Konzil IN DIESER FORM nachgedacht. Die ART dieses Konziles war neu und ganz im Roncalli-Sinne, kein Ratti/Pacelli-Konzil
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#9   Rudolfus   21:02:06 | Montag, 11. Juni 2007
@NoComment
Ein Konzil unter Pius XI. oder Pius XII. hätte mit Sicherheit andere Ergebnisse gebracht als unter Johannes XXIII. und Paul VI.
Das zeigen auch die Entwürfe für das von Pius XII. geplante Konzil.
Johannes XXIII. ging mit keinem Wort auf das Konzil seines Vorgängers ein.
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#8   No Comment   20:59:12 | Montag, 11. Juni 2007
XI + XII = XXIII
Das II. Vatikanum ist tatsächlich von Pius XI. und Pius XII. maßgeblich vorbereitet worden. Schon Pius XI. dachte lt. seiner Antrittsenzyklika an einer Wiedereinberufung des I. Vatikanums (dass es 1870 unvollendet abgebrochen wurde, war allen kirchl. Zeitgenossen um 1920 noch präsent). Überdies haben die drei wichtigsten Enzykliken Pius XII. die drei wichtigsten Konzilsthemen vorbereitet: Offenbarung, Kirche, Liturgie. Nur zwischen „Humani generis“ (1950) und „Gaudium et spes“ (1965) besteht eine offenkundige Diskontinuität. Wird aber die Pastoralkonstitution endlich als Instrument zur Abwehr sozialer Modernismen interpretiert, anstatt als Generalnorm zur „Neugestaltung“ der „Pastoral“, kann sogar Humani generis im Lichte des Konzils verstanden werden.
Weniger wohlmeinende Leute können die „Nachdenklichkeit“ Pius XII. allerdings auch auf einen eher ängstlichen, introvertierten Charakter zurückführen. Es darf aber auch scheue Päpste geben. In der fraglichen Zeit war das sicher, wenn auch weithin verkannt, ein Vorzug. Hätte ein Polterer die Stadt Rom vor Hitler retten können?
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#7   Rudolfus   20:51:57 | Montag, 11. Juni 2007
Das mögliche Konzil unter Papst Pius XII.
Einer der Gründe, weshalb der Papst ein Konzil auch fürchtete, war genau die gefährliche schwer zu kontrollierende Eigendynamik auf einem Konzil, in der Situation eines autoritär niedergehaltenen Modernismus unter den Theologen der Kirche.
Diese Eigendynamik ist beim Konzil des sel. Johannes XXIII. dann auch tatsächlich zutage getreten.
Es wäre besser gewesen, das II. Vaticanum wäre ein dogmatisches Konzil gewesen, denn dann hätte es klare Aussagen treffen müssen und nicht einfach Dekrete produziert, die man genauso gut ignorieren kann, weil sie keine Fragen beantworten.
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#6   Nachtlaterne   20:41:51 | Montag, 11. Juni 2007
denkt wer…
…an das sterben?
wer sein leben nicht von seinem ende her bedenkt, der wird niemals weisheit gerwinnen! so sagt es die bibel! und wer meint, dass es keine „gewalt der eigenen schuld gibt, der ist wahnsinnig. läßt gott sich bemogeln? sie reden über das wort gottes aber sie kennen es nicht.
sie kennen kein gebet, keine demut, keine beichte, keine reue und keine umkehr. dennoch lästern sie unablässig über das wovon sie nichts verstehen, über das was sie nur verachten und mit ihrem hohngelächter überziehen. gebt acht, dass euch diese säue nicht auf irgendeine art zerreissen!
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#5   Fabianus   20:41:24 | Montag, 11. Juni 2007
trotzdem
würde ich mich über links freuen, soweit sie gefunden werden. Vielen Dank an alle Suchenden. An Logos: Viele Säle im Vatikan sind für die Öffentlichkeit zugänglich (zumindest per Photo). Wieso ist dieser Saal, den ich gerne mal sehen würe das secretum secretorum?
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#4   Nachtlaterne   20:35:11 | Montag, 11. Juni 2007
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#3   Fabianus   20:33:53 | Montag, 11. Juni 2007
@Logos
Vielen Dank und viele Güße!!
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#2   Logos   20:12:44 | Montag, 11. Juni 2007
link leider nicht
Mit einem Link kann ich nicht dienen, aber einem Filmemacher wurde jüngst das Privileg gewährt, dort zu filmen: Benedikt XVI. – Eine deutsche Geschichte, von Ingo Langner (lief in ARD und BR zum Geburtstag Seiner Heiligkeit). Vielleicht hilft das weiter.
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#1   Fabianus   19:35:01 | Montag, 11. Juni 2007
nochmals nachgefragt
Kann mir jemand links zukommen lassen, auf dem man Bilder der Benedikionsaula (direkt hinter der Loggia) des Petersdomes sehen kann?
Danke!
Redaktion benachrichtigen
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