Kinderabtreibung
Leider war die Verantwortliche gerade krank
Am 18. Mai ertränkte sich die 17jährige Stéphanie in einer Kleinstadt in der Normandie. Sie trug ein Kind unter ihrem Herzen. Es kam mit der Mutter um.
Die junge Mutter. Erst wird sie massiv zur Abtreibung gedrängt, dann mit ihrem Trauma allein gelassen
Die junge Mutter. Erst wird sie massiv zur Abtreibung gedrängt, dann mit ihrem Trauma allein gelassen
© Tricia Scott, Creative Commons
(kreuz.net/RU) Der französische Verein ‘SOS Mütter’ kümmert sich seit zwölf Jahren um junge Mütter, die in Gefahr sind, ihr Kind abzutreiben. Der Verein hat bereits 350 Menschen vor der Abtreibung gerettet.

Hier ein winziger Auszug aus seinem „Bordbuch“. Er betrifft einige Ereignisse im Monat Mai.

Freitag, 18. Mai. Stéphanie (17) hat sich in einer Kleinstadt in der Normandie ertränkt. Das Kind, das sie in ihrem Leib trug, kam mit ihr ums Leben. R.I.P.

Heute wird unser Geistlicher für sie eine Messe zelebrieren.

Wir haben dieses Mädchen nie gesehen. Aber sie stand bereits mit unserer jungen Mitarbeiterin Susanne in Verbindung. Die beiden waren Gymnasialfreundinnen.

Vor einer Woche hatte Susanne der schwangeren Stéphanie von uns erzählt. Stéphanie hatte große Probleme mit ihrer Mutter. Diese konnte Stéphanie nicht ausstehen und schlug sie, als bekannt wurde, daß die Jugendliche schwanger war und nicht abtreiben wollte.

Familienglück
Familienglück
© Sean Dreilinger, CC
Unsere Helferin Susanne wollte Stéphanie darum zu uns nach Paris bringen. Aber Lea – die Pariser Leiterin von ‘SOS Mütter’ – war gerade krank.

Der Besuch wurde um eine Woche verschoben. Das war eine Woche zuviel.

Höllische Großmutter

Ein ähnlicher Fall: Die schwangere Mélanie wird diesen September 18 Jahre alt und somit volljährig.

Das Verhältnis zu Mélanies Mutter ist schlecht. Die Mutter möchte unbedingt wissen, von wem das Baby ihrer Tochter ist.

Doch Mélanie wagt es nicht, ihr die Wahrheit zu sagen, weil der Vater des Babys ein ehemaliger Liebhaber der Mutter ist.

Wir diskutieren mit der Mutter und bieten Hilfe für die schwangere Tochter an, um das Kind zu retten. Die höllische Mutter fordert „jeden Monat 350 Euro, sonst ist Schluß!“.

Wir bezahlen die ersten 350 Euro auf der Stelle aus. Das Baby ist gerettet. Die schwangere Tochter ist sichtlich erleichtert. Sie liebt ihr Kind.

Wir werden das Schicksal Mélanies weiterverfolgen. Häufig legen sich die anfänglichen Wogen in solchen Fällen mit der Zeit. Dann könnte Mélanie vielleicht sogar wieder zuhause wohnen.

Alles spielt gegen sie

Samstag 26. Mai. Gegenwärtig beschäftigt uns der Fall der schwangeren Pauline (16) aus Nordfrankreich. Sie wohnt aufgrund eines richterlichen Entscheides auf Wunsch ihrer Mutter in einem Erziehungsheim.

Pauline ist seit drei Wochen schwanger. Der Vater des Babys ist François (23), ein anscheinend solider junger Mann. Pauline hat ihn über ihr wahres Alter getäuscht.

Fuß eines abgetriebenen Kindes, 2 Monate
Fuß eines abgetriebenen Kindes, 2 Monate
François hat sich soeben ein Diplom als Gymnasiallehrer für Sport erworben und besitzt eine Wohnung.

Die beiden lieben sich und möchten das Baby behalten. Doch es droht der Abtreiber.

Denn Paulines Mutter will absolut, daß das Kind verschwindet. Sie hat für ihre Tochter andere Pläne. Auch der Erzieher im Heim wünscht, daß Pauline ihr Kind tötet.

Pauline ist dem Heim ausgeliefert. Denn sie kann nicht vor ihrem 18. Lebensjahr heiraten und wird darum weiterhin dort leben müssen, wo sie in den nächsten Monaten von der Abtreibung bedroht ist.

Was kann man machen? Es bleibt die Möglichkeit, Pauline insgeheim in einer unserer Herbergsfamilien unterzubringen, damit sie ihr Kind dort ruhig zur Welt bringen kann.

In der Vergangenheit haben wir diese Vorgehensweise bereits mehrmals und mit Erfolg praktiziert.

Wir würden uns wünschen, daß das Gesetz schwangere Minderjährige besser schützten würde.

Doch geschützt sind gegenwärtig nur jene Minderjährigen, die ihr Kind abtreiben wollen – auch gegen den Willen ihrer Eltern.

Wenn eine minderjährige Mutter nicht abtreiben will, spielt alles gegen sie. Hier sieht man den todbringenden Charakter unserer Gesetze – ein bluttriefendes Detail unserer Kultur des Todes.

In der letzten Zeit hatten wir wöchentlich zwei Geburten. Das ist für uns jedesmal ein großer Trost.

Die geretteten Kinder kommen schön, unschuldig, lebenslustig und gotthungrig zur Welt – als ob das Leben dieser Welt wieder von Null anfangen würde.
      
17 Lesermeinungen
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#17   methusalix †   18:32:17 | Freitag, 15. Juni 2007
Schon immer!
VirFortis: Obilex >>„Grämen Sie sich also nicht, …<<
Seit wann glaubst du denn an Den ?
Und warum? Ganz einfach deshalb, weil solche Personen wie Sie, einfach nicht durch die Evolution entstanden sein KÖNNEN. Das muss der Liebe Gott an einem besonders schlechten Tag gefertigt und dann vergessen haben.
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#16   Bruder Theophil   11:15:24 | Freitag, 15. Juni 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Lukas 15, 3-7
In jener Zeit erzählte Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.
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#15   VirFortis   10:28:16 | Freitag, 15. Juni 2007
Obilex
„Grämen Sie sich also nicht, JEDER wird Gerechtigkeit erfahren. Aber ich fürchte, nicht so wie Sie das gerne hätten, sondern wie Gott das will.“
Seit wann glaubst du denn an Den ?
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#14   obelix †   10:25:05 | Freitag, 15. Juni 2007
Keine Panik Stephanus!
Wie wäre es eigendlich, wenn sich einmal alle abgetriebenen Ungeborenen genau so verhalten würden und würden von uns Geborenen Rechthabern, Gerechtigkeit einfordern, vielleicht in letzter Konsequenz:die Todesstrafe herbeigeführt in gleicher Art und Weise, wie wir diese an ihnen vorgenommen haben.
Genau das machen alle von der Klerisei gequälte und ermordete Menschen, wenn ihre Peiniger und Mörder vor Gottes Gericht stehen!
Grämen Sie sich also nicht, JEDER wird Gerechtigkeit erfahren. Aber ich fürchte, nicht so wie Sie das gerne hätten, sondern wie Gott das will.
Und Ihr Wille und der Wille Gottes … na denken Sie mal nach.
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#13   Stephanus   01:30:59 | Freitag, 15. Juni 2007
Rechthaberei, oder was????
Was mir einfach nicht in den Kopf will ist, daß es auch hier auf diesem katholischen Sender immer wieder Leute gibt, die ohne Hemmungen bereit sind gegen jedes Recht, vor allem das der anderen anzukämpfen, nur um nicht von ihrem magersüchtigen Postament herunterfallen zu müssen.
Wie wäre es eigendlich, wenn sich einmal alle abgetriebenen Ungeborenen genau so verhalten würden und würden von uns Geborenen Rechthabern, Gerechtigkeit einfordern, vielleicht in letzter Konsequenz:die Todesstrafe herbeigeführt in gleicher Art und Weise, wie wir diese an ihnen vorgenommen haben.
Da kann man dann nur sagen: Wohl bekomms meine Damen und Herren!
Hoffentlich fallen sie nicht von der Leiter auf der sie so hoch da oben stehen, sie würden sich den Hals brechen!
+++
Zur Situation in Frankreich: Jetzt könnte man die sogenannte Mitte-Rechts-Regierung schon einmal testen:
Steht sie für eine Erneuerung Frankreichs ein , auf der Grundlage des sogenannten christlich-abendländischen Kulturkreises, oder war wieder mal alles nur Wahlkampfbetrug wie halt allüberall???
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#12   obelix †   00:42:34 | Freitag, 15. Juni 2007
Gebärzwang und Kidnapping?
kreuz.net:
Was kann man machen? Es bleibt die Möglichkeit, Pauline insgeheim in einer unserer Herbergsfamilien unterzubringen, damit sie ihr Kind dort ruhig zur Welt bringen kann.
In der Vergangenheit haben wir diese Vorgehensweise bereits mehrmals und mit Erfolg praktiziert.
Dann hoffe ich sehr, dass die zuständige Amtsanwältin davon nichts erfährt. So wie das hier beschrieben wird, handelt es sich um ein Vergehen des Kindesentzuges, wenn nicht gar um ein Verbrechen der Entführung und räuberischen Erpressung. Es drohen nach deutschem Recht bis zu 15 Jahre Freiheitsentzug.
Jean: @ Kurt
… nur als Rundumsorgepaket etwas wert… aus der Verantwortung nehmen?
Nein, aber wer so absolut auf Gebärzwang besteht, dass er ihn sogar im Gesetz verankert haben will, …
kreuz.net: Wir würden uns wünschen, daß das Gesetz …
… der muss sich an der Absolutheit dieser Forderungen messen lassen.
Der Anspruch an die so genannten „Lebensschützer“ ist dann genau so absolut, wie der an die Frauen. Alles andere wäre schäbigste, charakterlose Doppelmoral.
matt2: Für jede Mutter mit Kind gibt es einen Weg…
sie bekommt schließlich Geld für das Kind …
Von wem? Von Ihnen?
Dieser Kurt ist ein ausgesprochener Dummschwätzer.
Nein matt2, das sind Sie!
Rudolfus: @Sweetdragon
Die Kirche ist nicht die Gewerkschaft.
Dann sollte sie aufhören mit Klassenkampfparolen gegen anders Denkende, Fühlende, Glaubende und vor allem Liebende vorzugehen. Sonst ist sie nicht besser als so ein Lobbyverein.
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#11   Sweetdragon †   19:24:49 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Rudolfus
Hä ??? Können sie nicht lesen – es geht um den Staat und nicht um die Kirche.
Die Kirch tut im übrigen nur solang was für Alleinerziehende bis die Kinder da sind und getauft. Danach interessiert es sie auch nicht mehr.
Die rk. Kitas sind genau so gut oder schlecht wie die staatlichen und einen Platz bekommt man auch nicht.
Finanzielle Hilfe gibt es von der Kirche auch nicht.
Und die Wartzeiten für Beratung sind von einer Caritas – Beratungsstelle.
Und wass die Gewerkschaften damit zu tun haben verstehe ich nicht. Mein Posting bezog sich ausschließlich auf staatliche Regelungen.
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#10   Rudolfus   17:24:39 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Sweetdragon
Die Kirche ist nicht die Gewerkschaft.
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#9   Sweetdragon †   17:22:37 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Wo bitte leben sie denn
Nun kenne ich nicht genau die Situation in anderen Ländern, aber in Deutschland werden Alleinerziehende staatlich massiv unterstützt.
Ja, echt, wirklich ? WO BITTE ?
Dem deutschen Staat geht es völlig am A… vorbei was mit Alleinerziehenden ist.
– Keine Sau interessiert sich dafür, das der Erzeuger (Vater kann man das nicht nennen) für sein Kind zahlt. Da muß Mama erstmal tief in die Tasche greifen um zu klagen.
– Alleinerziehenden hatten bisher nur Anspruch auf 3 Jahre Unterhalt – Geschiedene für 8 Jahre… und länger… Tolle Unterstüzung… und die Neuregelung bringt eher eine Verschlechterung – soll heißen die werden mit Sicherheit die Zeiten herunter setzen.
– Vorteile bei Kita Plätzen ? In den meisten Städten – Fehlanzeige…
– Die paar Cent die es durch Hartz 4 mehr gibt fürs Kind – einfach lächerlich. Das reicht nicht zum Leben und zum Sterben ist es zuviel.
Denn es soll auch Ae geben die ihr Kind tatsächlich allein erziehen wollen und es nicht abschieben in eine Kindertagesstätte. Was aber auch eine Geldfrage ist, denn so viel muß man erstmal verdienen das man sich das leisten kann.
– Chancen am Arbeitsmarkt ? Haha – hört der Chef du bist Alleinerziehend hast du meist schon schlechte Karten, denn was ist wenn das Kind mal krank ist ? Bei AE noch schlimmer als bei verheirateten Müttern.
– Hilfe bei Problemen, ja wenn man genug Zeit hat um auf einen Termin zu warten. 6 Monate und mehr sind oft keine Seltenheit.
Informieren – und dann Willkommen in der Realität
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#8   PhilomenaWolkenstein   16:52:42 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Frage
1. Frage – wo war der betreffende Vater? Jungfrauenschwangerschaft?
2. Frage – was wird nach der Geburt? Ein Verein, der nix anderes macht, als Frauen belabbert, ein ungewolltes Kind zu kriegen und sie dann im Stich läßt? Großartig – der Vergleich mit dem Ferrari triffts perfekt.
3. Frage – warum wußte eine 17jährige nicht, wie man verhütet? Es wird noch viel zu wenig aufgeklärt und den Jugendlichen Zugang zu Verhütungsmittel ermöglicht.
Auch guter Wille kann Schlimmes anrichten, wenn an der falschen Stelle „geholfen“ werden soll.
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#7   matt2 †   15:49:54 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Für jede Mutter mit Kind gibt es einen Weg…
sie bekommt schließlich Geld für das Kind und für das seelische kann sie als Mutter ja wohl selbst sorgen durch die Beziehung zu ihrem Kind. Dieser Kurt ist ein ausgesprochener Dummschwätzer.
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#6   Athanasius   15:46:40 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Gott sei Dank
für diesen Verein und dessen gute Mitarbeiter. Ihr habt meinen Respekt und meine Bewunderung!
:)3 Für euch.
o^/ Für alle ungeborenen Kinder die im Mutterleib vom Hedonismus bedroht werden und wurden!
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#5   WeyounBN   15:18:18 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Und danach?
weil sie keine rosige Zukunft für sich und das Kind sehen
Wenn’s wirklich überhaupt nicht geht, steht immer noch der Weg der Adoption offen. Nicht (immer) das Ideale, ich weiß. Aber für das Kind ist das immer noch besser, als in einer Umgebung aufzuwachsen, wo es eigentlich unerwünscht oder ‘störend’ ist. Genügend ungewollt kinderlose Paare wären glücklich darüber.
Dies gilt natürlich für Hetero- und Homopaare. ;-)
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#4   Jean   15:16:13 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Kurt
Was ich gesagt habe, trifft noch immer: Warum soll ein Verein, der es sich zur Aufgabe macht, ungeborene Kinder und deren schwangere Mütter zu unterstützen, gleich ein Rundumpaket anbieten müssen, um als gerechtfertigt zu gelten? Ist mir nicht einsichtig. Eine Gesellschaft ist auf eine Vielzahl verschiedener Hilfsprojekte und Betreiber angewiesen. Die Aktivitäten können ineinandergreifen – und tun es ja auch! – , ohne daß alles „aus einer Hand“ angeboten wird.
Nun kenne ich nicht genau die Situation in anderen Ländern, aber in Deutschland werden Alleinerziehende staatlich massiv unterstützt. Private und kirchliche Aktivitäten ergänzen das Angebot nicht unbeträchtlich.
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#3   Kurt K.   15:01:52 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Jean
Das mit dem Studenten ist kein guter Vergleich.
Nehmen Sie einen anderen, der verdeutlich was ich meine: Nehmen wir einen armen Menschen, der unbedingt ein neues Auto will, und zwar einen Ferrari. Nun kommt ein netter Mann daher und gibt dem armen Menschen genug Geld, damit er sich den Ferrari kaufen kann. Jetzt hat er einen Ferrari, kann aber den Sprit und die sonstigen Unterhaltskosten nicht zahlen.
Jetzt ist der Vergleich auch nicht unbedingt ganz passend, da die Anschaffung des Autos an sich ja keine lobenswerte Aktion ist. Er verdeutlicht aber das Problem.
Ich hab so das Gefühl, dass es manchen Leuten nur darum geht, dass das Kind nicht schon im Mutterleib stirbt. Ob es wenn es geboren ist verhungert (ob seelisch, geistig oder materiell) ist ihnen dann scheissegal. Hauptsache Kind da, getauft. Was dann? Egal.
Das Problem ist doch folgendes: Junge Mütter treiben oft deshalb ab, weil sie keine rosige Zukunft für sich und das Kind sehen. Wenn nun ein „Hilfsverein“ Mädchen bis zur Geburt „drängt“ und sie danach ihrem Schicksal überlässt, dann hat die Organisation zwar erstmal das Leben des einen Kindes „gerettet“, aber andere junge werdende Mütter sehen, dass es den Müttern, die schon das Kind haben, beschissen geht. Ergo: Die Motive für eine Abtreibung vermehren sich. Um wirklich etwas zu ändern an massenhaften Abtreibungen müssten die Bedingungen für Mütter mit Kind verbessert werden, nicht nur vor der Geburt.
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#2   Jean   14:50:43 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Kurt
Sie tun ja so, als wäre die Hilfe des genannten Vereins nur als Rundumsorgepaket etwas wert. Oder glauben Sie, daß z.B. ein Professor, der einem gefährdeten Studenten durch die Abschlußprüfung hilft, auch gefälligst für dessen künfigen Arbeitsplatz zu sorgen hat…
Wollen Sie denn den Rest der Gesellschaft aus der Verantwortung nehmen?
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#1   Kurt K.   14:29:54 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Interessant wäre es:
Zu hören, was denn von Seiten dieses Vereins NACH der Geburt der Kinder getan wird, um den Müttern zu helfen. Alles was da steht spielt sich vor der Geburt ab.
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