Evolution
Selten offene Dämlichkeit
Wenn der menschliche Geist erkennt, daß es einen menschlichen Geist gibt, dann gibt es dafür nur eine Erklärung: Er täuscht sich. Von Christian L. Schutzer.
"Außer Betrieb"
„Außer Betrieb“
© David Goehring, Creative Commons
(kreuz.net) In seinen Frühschriften spricht der deutsche Ideologe Karl Marx († 1883) vom „Geist geistloser Zustände“.

Als linker Schüler des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel († 1831) kehrte er die Geist-Materie-Dialektik seines Meisters um:

Geistlose Materie und materielle Bedingungen würden Geist und geistige Verhältnisse hervorbringen.

Diesem Dogma des dialektischen Materialismus oder materialistischen Dualismus stellt sich der sogenannte materialistische Monismus entgegen.

Dessen Begründer – der deutsche Philosoph Ernst Haeckel († 1919) – und seine Epigonen wollen uns weismachen, daß Geist und Intelligenz nichts als materielle Strukturen seien.

Der Kasseler Egel-Forscher Ulrich Kutschera (51) ist ein feuriger Vertreter dieser These und zugleich sein eigener Beleg dafür.

In einem Aufsatz mit dem Titel „Geistlose Evolutionsforschung“ versucht er nachzuweisen, daß die materielle Evolution eine geistlose Entwicklung ist. Somit sind geistige Strukturen nicht existent, wirksam oder nachweisbar.

Kann aus toter Materie von selber Leben entstehen?
Kann aus toter Materie von selber Leben entstehen?
© Flickr-Benützer „dsevilla“, CC
Zugleich behauptet der Biologe in der Überschrift seines Artikels, daß die Forschung geistlos sei und das gleiche muß natürlich auch für den Forscher gelten.

Kutschera demonstriert seine eigene Geistlosigkeit insofern, als ihm der Bezug des Adjektivs – „geistlose“ auf den zweiten Teil eines zusammengesetzten Wortes – „Evolutionsforschung“ – offenbar nicht bewußt ist.

Eine Analyse des Kutschera-Aufsatzes zeigt ferner, daß der Autor die (geistigen) Regeln von Logik und Grammatik nicht beherrscht.

Wenn schon bei den hochstehenden Exemplaren der Gattung homo professoralis solche Lücken des Geistes oder gar Löcher der Geistlosigkeit existieren, dann legt sich die Hypothese nahe, daß die materielle Evolution in der Tat nichts Geistiges hervorbringt.

Während Kutschera in selten offener Dämlichkeit einen platten Materialismus auftischt, entwickelt der deutsche Gehirnforscher Wolf Singer (64) seine Thesen von der menschlichen Geistlosigkeit im Rahmen einer subtilen naturwissenschaftlichen Dogmatik.

In seinen Zeitungsaufsätzen „Hirn als Subjekt?“ oder „Verschaltungen legen uns fest: Wir sollten aufhören von Freiheit zu sprechen“ behauptet Singer, daß nicht ein „Ich“, ein Subjekt, eine geistige Person denkt, will oder spricht, sondern daß „neuronale Netzwerke der Hirnrinde aufgrund genetischer und durch Erfahrungen eingeprägte Vorgaben und Regeln“ diese Akte deterministisch bestimmen.

Was im Gehirn an Wissen und dieses Wissen verwaltende Strukturen enthalten ist, liege allein in dessen funktioneller Architektur.

Die subjektive Erfahrung von Willens- und Entscheidungsfreiheit sei eine Täuschung. Der scheinbar freie Entscheidungsprozeß einer Person sei nur Ergebnis unbewußter Strebungen, die durch neuronale Programmierungen im Gehirn determiniert seien.

Singer bestreitet die eigenständige Dimension von Geist und Freiheit, von „Ich“ und Subjekt mit seinem monistischen Weltbild.

In einer Welt der Physik, die allein durch naturwissenschaftliche Gesetze bestimmt ist, kann er keine immateriellen, geistigen Gegebenheiten zulassen.

Vor 250 Jahren hatte der Aufklärer Julien Offray de La Mettrie († 1751) dekretiert, daß der Mensch nichts als eine mechanische Maschine – l’homme machine – sei.

Anscheinend will Singer mit seiner These vom Menschen als gen- und sozialisationsprogrammierter Rechner diese Theorie neu aufwärmen.

Eine Anerkennung dieser Auffassung hätte erhebliche Folgen für Gesellschaft und Politik:

Kunstwerke und Kompositionen, Texte und Aufsätze – auch jene Wolf Singers – könnten nicht mehr als echte Werke von Subjekten angesehen werden, sondern wären wertlose Ergebnisse vorgeprägter Großhirnstrukturen.

Verbrecher müßten als „Opfer einer ungünstigen Konstellation von Genen, Entwicklungsfehlern, frühen Prägungen und so weiter“ entschuldigt werden.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zu ihrem 50. Geburtstag Wolf Singer als Festredner eingeladen.

Er wird ihr ins Stammbuch eingeschrieben haben, daß islamische Selbstmordbomber allein als determinierte Opfer ihrer fehlerhaften Hirnprägung zu verstehen seien und steinewerfende Chaoten als unfreie Objekte von Gen- und Sozialisationsprägungen zu entschuldigen sind.

Die monistische Richtung der Biowissenschaften unterminiert mit ihrer Bestreitung menschlicher Freiheit und Personenwürde die politisch-rechtlichen Grundlagen unseres Gemeinwesens.
      
79 Lesermeinungen
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#79   Rudolfus   22:17:59 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Artois
Sie hatten mich verbal wegen Geschichtskenntnissen angegriffen gehabt – das war nur die Erwiderung darauf.
Die Redaktion hat das aber schon weggenommen.
Nichts für ungut!
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#78   Artois †   16:54:13 | Sonntag, 17. Juni 2007
@rudolfus
Wie kommen Sie denn auf diese abseitige Idee … ?
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#77   Kurt K.   03:13:02 | Sonntag, 17. Juni 2007
@ Junonian
Ist es Ihnen nicht zu wenig, sich „gut zu fühlen“; vor allem, wenn Sie von einer Seele ausgehen, zeigt uns die katholische Kirche nicht dann einen möglichen Weg an?
Ein klares Doppel-Nein.
Nein, es ist mir nicht „zu wenig“ mich gut zu fühlen. Wieso sollte es?
Nein, die römisch-Katholische Kirche zeigt MIR jedenfalls keinen möglichen Weg an. Zu viel Heuchelei, zu wenig Zugeben von Fehlern, zu komplizierte Lehre, da sie tuto kompletti ALLE Facetten des Lebens irgendwie geregelt hat.
Unfehlbarkeit als Prinzip der Lehre… das ist definitiv kein möglicher Weg für mich. Ich kenne mich nicht wirklich mit Buddhismus aus, aber ich denke, wenn ich mich für irgendeine Art Religion entscheiden MÜSSTE, dann würde ich diese wählen. Da gibt es nur ein paar Grundregeln und der Rest ist quasi jedem selbst überlassen.
Wenn Sie die Röm-kath Lehre einem erzählen, der sich noch nie damit beschäftigt hat, der versteht doch überhaupt nicht, worum es da überhaupt geht. Erbsünde, Opfer des Sohnes der Sünden der Menschen halber… Naja. Kann ja jeder glauben was er will. Aber wenn ich um einen Glauben zur Gänze zu verstehen, ihn studiert haben muss, um theologische Probleme erklären zu können, dann stimmt da irgendwas nicht.
Ansonsten würde ich mit dir ebenso wie Hornet auch, ein Bier trinken gehen können, ohne dass wir uns gegenseitig zerfleischen, glaub ich.
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#76   Rudolfus   17:25:11 | Samstag, 16. Juni 2007
@Artois
Sie haben hier gar nichts zu melden.
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#75   Artois †   16:56:31 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus
Nicht einmal zahnweh hat behauptet, dies wäre „ein wichtiges Zitat aus Hitlers Standardwerk, das ja bekanntlich in Deutschland verboten ist.“
Es ist sehr wohl zu bestreiten, daß Hitler die Juden ermorden wollte, da er dies „nicht wollte“ kann es auch „seinen Wählern nicht bewußt gewesen sein“.
Hitlers absolute Machtübernahme erfolgte durch dasErmächtigungsgesetz mit Hife von Zentrum, Liberalen und späetr auch SPD.
[v.d.Red.zens.]
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#74   Rudolfus   16:46:42 | Samstag, 16. Juni 2007
@Zahnfee
Das ist ein wichtiges Zitat aus Hitlers Standardwerk, das ja bekanntlich in Deutschland verboten ist.
Es ist nicht zu bestreiten, daß Hitler die Juden ermorden wollte, wobei dies vielen seiner Wähler sicher nicht bewußt war.
Hitler hat jedenfalls die wichtige Reichspräsidentenwahl gegen Paul v. Hindernburg verloren (einem Antisozialisten und Antikatholiken aus Preußen, der sich beklagte, daß er mit Hilfe der Katholiken gewählt werden mußte).
Auch bei den Reichstagswahlen hatte Hitler ja nur die relative Mehrheit und war somit die parlamentarische Minderheit.
Hitlers absolute Machtübernahme war nur durch den Tod des Reichspräsidenten 1934 möglich, der die beherrschende Stellung in der Verfassung innehatte.
Alleine der Reichspräsident hätte gegen den Kanzler noch vorgehen können.
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#73   Artois †   16:12:40 | Samstag, 16. Juni 2007
@zahnfee
Nun geht auch mir auf, daß Sie komplett irre sind …
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#72   Junonian   15:11:28 | Samstag, 16. Juni 2007
@Hornet
Sic!
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#71   Hornet   15:05:58 | Samstag, 16. Juni 2007
Junoian
Dito!
Simpel, wie man sich ohne Polemik begegnen kann, oder?
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#70   Junonian   15:01:05 | Samstag, 16. Juni 2007
@Hornet
Zum Wohl!
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#69   Hornet   14:55:32 | Samstag, 16. Juni 2007
Junoian
Na fein, kleines Bier?
:-)
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#68   Junonian   14:49:50 | Samstag, 16. Juni 2007
@Lieber Hornet
Einverstanden, Ihr Wort in Gottes Ohr!
:-)
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#67   Hornet   14:39:48 | Samstag, 16. Juni 2007
Junonian
„(siehe unsere neoliberale Konsumgesellschaft als Abbild einer nicht gelungenen Evolution der menschlichen Ethik).“
Na, da sind wir doch mal einer Meinung! Schließlich vertrete ich meine Ansichten ja nicht dogmatisch. Mir passen ein Haufen säkularer Einsichten und Handlungsweisen überhaupt nicht. Aber wir sind ja auch erst dabei, (erstmals in der Geschichte) frei von dogmatischen Einmischungen durch die Kirchen einen weltlichen Ethik- und Moralbegriff zu entwickeln. Da passieren Fehler, das macht uns die Kirche ja seit 1500 Jahren vor. Machen Sie es doch ruhig auf der Glaubensseite, ich machs auf der weltlichen. Wenn wir es beide ernst meinen, können wir uns ja problemlos in die Augen sehen und die Hände schütteln! Ich habe doch nichts gegen jemand, der glaubt! Vielleicht mit ein wenig Abstand und kritischem Denken gegenüber der RRK?
Übrigens: mir reicht es auch, wenn mein Nachbar „Danke für die Hilfe“ sagt.
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#66   kimse   13:58:27 | Samstag, 16. Juni 2007
@Junonian:
… ausserdem: ein gewisser Wahrheitsanspruch ist doch legitim, …
wenn sie diesen Anspruch haben, haben sie mit kreuz.net die beste Internet-Seite gefunden :-(
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#65   Junonian   13:47:07 | Samstag, 16. Juni 2007
@Kurt K
Blut ist da, genug, ja…und macht mich traurig, kann meine Liebe und meinen Glauben aber nicht brechen, weiss nicht warum, Dummheit oder vielleicht doch ein tiefes Geheimnis, das mit Christus zusammenhängt.-
man muss solche Aussagen auch im Kontext der Zeit sehen, ausserdem: ein gewisser Wahrheitsanspruch ist doch legitim, freilich ungemütlich und unbequemer als grenzenlose Toleranz (s. auch Kindererziehung), ausserdem ist ein klares Wort für den Durchschnittsmenschen oft hilfreicher als Beliebigkeit, Relativierung oder komplizierte Erklärungen.-
Ist es Ihnen nicht zu wenig, sich „gut zu fühlen“; vor allem, wenn Sie von einer Seele ausgehen, zeigt uns die katholische Kirche nicht dann einen möglichen Weg an?
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#64   Kurt K.   13:22:11 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Junonian / Vereinfachungen
1) Ketzerverfolgungen, Inquisition, Kreuzzüge, Judenverfolgungen, Heidenbekehrungen (meist mit dem Schwert)… sind zwar eine Vereinfachung, da die Kirche vielleicht nicht überall alleine Schuld war, aber dennoch hat die Kirche viel Blut an den Händen.
2) Alleine der Satz: „Es gibt kein Heil außerhalb der Kirche!“ sagt genug über den Wert anderer Religionen und Weltanschauungen aus, den die Kirche ihnen beimißt.
3) Ich brauche keinen Gott, der mich belohnt, wenn ich lieb zu meinem Nachbarn bin. Ich bin es selber, der mich dafür belohnt, denn ich fühle mich gut, wenn ich jemandem helfen konnte.
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#63   Junonian   13:13:44 | Samstag, 16. Juni 2007
@Hornet @Kurt K
@Hornet: selbstverständlich auch ausserhalb möglich, aber weil homozentriert unvollkommen und immer untrennbar mit der Gefahr der Egomanie verbunden (siehe unsere neoliberale Konsumgesellschaft als Abbild einer nicht gelungenen Evolution der menschlichen Ethik).
Ohne Rückbindung des Geschöpfes an seinen Schöpfer sehe ich keine Hoffnung und Vertrauen auf das Gute und Bessere, da dieses Hoffen und Vertrauen auf eine Antwort hin angelegt ist, die nicht aus uns selbst kommen kann.
@Kurt K :…und hat die Kirche über einen langen geschichtlichen Zeitraum auch überhaupt nicht interessiert…Sicht der Kirche ist das alles nichts Wert…
sorry, das mein ich, ist eine vereinfachende, ungerechte und undifferenzierte Sichtweise, ähnlich derer hier, die ich beim letzten posting angesprochen habe.
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#62   Kurt K.   12:36:23 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Junonian
Das mag zwar die Grundessenz der Lehre sein, aber wie schon gesagt: Das interessiert ja kaum jemanden
und hat die Kirche über einen langen geschichtlichen Zeitraum auch überhaupt nicht interessiert.
Das ist aber auch die Grundessenz der allermeisten anderen Religionen und Lehren. Ich lese grad die GEO-Zeitschrift über den Buddhismus. Da ist ein Interview mit seiner Heiligkeit, dem 14.Dhalai Lama drin. Der antwortet, nach der Essenz des Buddhismus gefragt, folgendes:„Wenn du deinen Mitmenschen helfen kannst – dann mach es. Aber wenn du das gerade mal nicht zu tun vermagst, dann versuche zumindest, den anderen nicht zu schaden.“
Selbst Areligiöse Verienigungen und Lehren nennen die Liebe meist ihr Hauptanliegen, auch wenn sie es vielleicht nicht so nennen. Kants kategorischer Imperativ zum Beispiel ist nicht viel anders als das Liebes-Gebot, so auch die Lehren der Freimaurer. Aber in der Sicht der Kirche ist das alles nichts Wert, weil ein Bezug zu einem Gott fehlt. Ist meines Erachtens nach völlig schwachsinnig.
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#61   Zahnfee   12:29:55 | Samstag, 16. Juni 2007
Revisionisten am Werk!
„Den Verichtungswillen Hitlers im Sinne eines Genozids versucht man seit 60 Jahren nachzuweisen – ohne Erfolg.“
Dann haben die wohl nie „Mein Kampf“ gelesen oder Hitlers Aussage 1922:
„Wenn ich einmal wirklich an der Macht bin, dann wird die Vernichtung der Juden meine erste und wichtigste Aufgabe sein. Sobald ich die Macht dazu habe, werde ich zum Beispiel in München auf dem Marienplatz Galgen neben Galgen aufstellen lassen. Dann werden die Juden gehängt, einer wie der andere, und sie bleiben hängen, bis sie stinken. So lange bleiben sie hängen, wie es nach den Gesetzen der Hygiene möglich ist, sobald man sie abgeknüpft hat, kommen die nächsten dran, und das geschieht so lange, bis der letzte Jude in München ausgetilgt ist. Genauso wird in anderen Städten verfahren, bis Deutschland vom letzten Juden gereinigt ist.“
Daher mal eine Aufforderung an ALLE sich diesem Gewäsch von Artois und konsorten entschieden entgegenzustellen (oder ist doch die ganze Meute hier nichts weiter als verkappte Nazi-Ideologen?)
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#60   Junonian   12:19:22 | Samstag, 16. Juni 2007
@Kurt K
Meine doch, dass dies die Grundessenz der Lehre ist; die vielen Erklärungen zu menschlichen Problemen, wie Sexualität, Geschlechterrollen und vieles andere, werden von den „Profis“ sehr behutsam aber klar, unmissverständlich und vor allem in Respekt und Liebe getätigt (…Das negative Urteil der Kirche betrifft nicht den Menschen und wertet ihn keineswegs ab, sondern gilt nur seiner Neigung. Diese Unterscheidung ist unendlich wichtig…zit. Laun;ich weiss,schon wieder), Sie haben Recht, der Ton hier von manchen zeugt von keiner wirklich christlichen Haltung, die sehe ich aber nicht als repräsenativ für irgendetwas an, viel mehr eben z.b. www.kirchen.net/…texte/9-ZEHN-HS1.doc
Die präsentieren nur sich selbst, und nehmen klare, durchdachte Lehrmeinungen her, und kürzen sie dann primitiv ab.
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#59   Hornet   12:11:38 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Junonian
Danke, Kurt K., kann ich mir einen Teil der Antwort sparen.
Junonian: es ging um die Frage, ob Moral nur innerhalb oder mit einer Gottheit entstehen würde oder kann. Das ist ein ein religiöses Märchen und wird zur Machterhaltung benutzt und deshalb verneine ich dies entschieden! Zu einem menschenfreundlichen Miteinander braucht es nur ein wenig Verstand, Nachdenken und offene Augen. Ich denke, also bin ich (und andere eben auch).
Wohin religiöser Wahnsinn führt, zeigt die Geschichte und diese Seite treffend. Wobei ich, wie schon des Öfteren gesagt, nie etwas gegen eine gläubigen Menschen sagen würde, wenn der sich tatsächlich an die besseren Gebote wie z. B. das der Nächstenliebe (ohne wenn und aber!) halten würde.
Nur: ICH kann auch ohne Religion prima leben! Ich denke halt selber und lasse nicht denken!
Den Rest hat Kurt ja schon dargelegt.
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#58   Artois †   11:42:49 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus
Den Verichtungswillen Hitlers im Sinne eines Genozids versucht man seit 60 Jahren nachzuweisen – ohne Erfolg. Warum sichten Sie nicht erst einmal die seriöse Literatur, bevor Sie hier derart massiv auf den Putz hauen?
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#57   Kurt K.   11:41:46 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Junonian
Wenn das alles wäre, was die katholische Kirche lehrt: Dann würde ich sagen: SUPER! Besser geht es nicht.
Das ist es aber eben nicht.
Und ich habe auch bei keinem der Katholiban hier das Gefühl, dass er einen Schwulen als seinen Nächsten „gedankenlos als Abbild Gottes so liebt, wie Gott uns liebt“…
Eher gnadenlos verachtet…
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#56   Junonian   23:37:44 | Freitag, 15. Juni 2007
@Hornet
Warum beachten sie ein verkehrsschild (um andere nicht zu gefährden…), helfen über die Strasse… (Gewissen, Mitleid, Hilfsbereitschaft?), sind ehrlich (weil sie so erzogen wurden…?), warum hören sie zu und respektieren den anderen (wäre sonst verschwendung von geist?),
der ursächliche unterschied:
Ganz einfach: die „gedankenlose“ Liebe zum Nächsten als tiefstes gefühl, den Nächsten als Abbild Gottes lieben, so wie Gott uns liebt, bitte glauben sie mir: es geht !
so abgedroschen das alles für Sie klingen mag, der Schlüssel ist: sehnsüchtiges, sich ganz hingebendes, dankendes Gebet.
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#55   Kurt K.   20:03:08 | Freitag, 15. Juni 2007
@ Zahnfee
Jo, guter Vorschlag.
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#54   Zahnfee   19:58:10 | Freitag, 15. Juni 2007
Rudolfus
„Das gilt für alle Völker der Erde. Mögen sich alle Heimatvertriebenen das Volk Israel darin zum Vorbild nehmen.“
Na dann will ich mal nicht so ein und hoffe, dass die Italiener wieder die Grenzen von 37 v.u.Z. errichten!
Lang lebe die römische Republik!
Oder doch lieber zurück zu Frankreich?
Was ist mit den ganzen europäischen Auswanderern? Müssen/dürfen die zurück zu uns?
Die Frage „wer wann wo zuerst war“ ist zu müßig… bleiben wir doch alle einfach da wo wir jetzt sind.
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#53   Rudolfus   19:45:20 | Freitag, 15. Juni 2007
@Zahnfee
Jedes Volk, das vertrieben wurde, hat ein Anrecht auf die Rückkehr in seine angestammte Heimat.
Das gilt für alle Völker der Erde. Mögen sich alle Heimatvertriebenen das Volk Israel darin zum Vorbild nehmen.
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#52   Zahnfee   19:41:24 | Freitag, 15. Juni 2007
Rudolfus
Dass Theodor Herzls Buch der Idee eines eigenen Staates Auftrieb gegeben hat bestreite ich nicht. Dennoch enstand die zionistische Bewegung als eine Reaktion auf die Bedrohung durch den Antisemitismus und war nicht in der Religion als solche begründet.
Die religiöse Vorstellung (mit hervorgehend aus der Zeit nach der Zerstörung des 2. Tempels) geht davon aus, dass der Messias kommt, einen Staat errichtet und dann sein Volk heimführt.
Ein wesentlicher Unterschied!
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#51   Rudolfus   19:27:23 | Freitag, 15. Juni 2007
@Zahnfee
Der Gedanke einer künftigen Rückkehr ins Gelobte Land durch das Volk Israel besteht bereits seit dem Zeitpunkt der Vertreibung Israels aus dem Gelobten Land im Jahre 70.
Der Gedanke an eine Rückkehr wurde fast zwei Jahrtausende während der israelitischen Diaspora gepflegt.
Das 19. Jahrhundert mit seinem Nationalstaatsdenken hat dem Gedanken neuen Auftrieb gegeben, besonders auch durch Theodor Herzls Buch „Der Judenstaat“, einem Bürger der österreichisch-ungarischen Monarchie, die auch sehr viele orthodoxe Juden als Einwohner hatte.
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#50   Zahnfee   19:08:25 | Freitag, 15. Juni 2007
Rudolfus
Prinzipiell muss zwischen Zionismus (bzw. seiner 3 Formen) und Judentum unterschieden werden.
Judentum ist nichts weiter als eine Religion.
Zionismus ist eine säkulare Ideologie, begründet im Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts; leider hatten auch die assimilierten Juden unter diesem zu leiden.
Aber weder die Religion noch der Zionismus lassen den Rückschluss auf eine sog. „jüdische Rasse“ zu.
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#49   Rudolfus   18:56:21 | Freitag, 15. Juni 2007
@litterae sunt diversae
Tatsächlich gibt es seit der Diaspora Israels beide Definitionen.
Es gibt assimilierten Juden, für die das Judentum ein Religionsbekenntnis ist, aber keine Volkszugehörigkeit.
Die nicht-assimilierten Juden haben sich stets zu einer eigenen jüdischen Nationalität bekannt.
Der Staat Israel und der Zionismus beruhen jedenfalls auf dem Volksgedanken. Es gibt ja auch viele nicht-religiöse Zionisten und Israelis.
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#48   litterae sunt divitiae   18:52:21 | Freitag, 15. Juni 2007
@Zahnfee
Die Juden sind aber nicht nur eine Religionsgemeinschaft, sondern auch ein eigenes Volk.
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#47   Zahnfee   18:49:49 | Freitag, 15. Juni 2007
Rudolf
Das hätte ich gerne von einem Rabbi bestätigt. Naja, will nicht so sein, ein Israeli tut’s auch…
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#46   Rudolfus   18:41:31 | Freitag, 15. Juni 2007
@Zahnfee
Das ist keine Naziideologie, sondern die Lehre des Judentums selbst.
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#45   Zahnfee   18:38:23 | Freitag, 15. Juni 2007
Hallo?
„Ja, ein Jude kann bzgl. der Volkszugehörigkeit kein „Deutscher“ sein. Er kann wohl eine „deutsche“ Staatsangehörigkeit besitzen,…“
Was ist das denn schon wieder für ein Schwachsinn?
Seit wann hat eine Religionszugehörigkeit etwas mit Nationalität zu tun?
Vertritt hier wieder jemand diese Nazi-Ideologie von wegen Judentum sei eine Rasse?
Wie blöd kann man denn noch werden wollen?
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#44   Rudolfus   18:33:30 | Freitag, 15. Juni 2007
@Artois
Was die unmaßgebliche Meinung von tschechen oder Polen hier zu suchen hat, leuchtet mir nicht ein …
Hitler und die SS wollte alle Juden, auch die deutschen Juden, als „volksfremde Nichtdeutsche“ vernichten, da die NSDAP ihnen die deutsche Volkszugehörigkeit aberkannte.
Die SS-Lager wurden ab 1945 von den Tschechen und Polen übernommen, um darin die Deutschen zu vernichten.
Dabei haben sie deutsche Juden auch als Deutsche mitgezählt und befreite Juden neuerlich in Vernichtungslager gesteckt.
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#43   Artois †   18:28:57 | Freitag, 15. Juni 2007
@Rudolfus
Da haben Sie wohl recht, doch diese germanisierten Juden waren, nach „jüdischem Recht“ gar keine Juden mehr. Deshalb unternahme das Judentum alles, aber auch alles, um Assimilation zu verhindern oder rückgängig zu machen, oft genug durch nackten Terror und Gewalt.
Was die unmaßgebliche Meinung von tscheechen oder Polen hier zu suchen hat, leuchtet mir nicht ein …
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#42   Rudolfus   17:15:48 | Freitag, 15. Juni 2007
@Artois
Diese Volkszugehörigkeitsdefinition gilt aber nur für das NSDAP-Deutschland.
Denn die Juden bekannten sich, ohne diesem NSDAP-Dogma, sehr wohl zur deutschen Volkszugehörigkeit.
Als die Tschechen und Polen die SS-Lager von den Deutschen nach 1945 übernahmen, steckten sie alle „deutscher Volkszugehörigkeit“ hinein, darunter auch Juden, die sich beim jeweiligen Staat als „deutscher Volkszugehörigkeit“ registriert gehabt hatten.
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#41   Artois †   17:04:02 | Freitag, 15. Juni 2007
@Obelix
Ja, ein Jude kann bzgl. der Volkszugehörigkeit kein „Deutscher“ sein. Er kann wohl eine „deutsche“ Staatsangehörigkeit besitzen, obwohl die ja erst von Hitlern konstruiert wurde, doch dieses Detail können wir gern zunächst beiseite lassen. Falls Sie jetzt an Beispiele wie „Mendelssohn“ denken, dann gleich die Antwort darauf: M. war kein Jude, er war getaufter Christ und er war Deutscher.
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#40   Hornet   12:45:00 | Freitag, 15. Juni 2007
Ansbach:
„Moral ohne transzendenten Hintergrund ist wie ein Verkehrschild welches zu beachten ist und dessen Mißachtung Geld kostet.“
Ich beachte Verkehrszeichen, weil ich nicht dämlich bin!
Nicht, weil die Nichtbeachtung Geld kostet! Ich weiß, auch ohne dass der heilige Geist mitfährt, dass die Nichtbeachtung einer roten Ampel Andere gefährdet. Und da ich das nicht will, halte ich mal an. Wie kommen Sie auf die Idee dieses Vergleichs? Sie behaupten ferner damit, dass es nichts Wert ist, z.B. einer alten, gehbehinderten Dame den Einkauf zu erledigen, wenn man nicht links die Tüte und rechts die Bibel trägt? Und: Ehrlichkeit ist nichts wert ohne „Transzendenz“??? Mein Gott…
„Der letzsinn in einer moralischen Regelbefolgung kann nur in der Liebe liegen aber nie in einem rein vernunftbegründeten Verhalten…“
Na bitte! Denn lieben Sie doch mal Ihre Mitdiskutanten hier und beschäftigen Sie sich mit Meinungen, die nicht der Ihren entsprechen. Auch ohne (Ihre) Transzendenz bin ich in der Lage, anderen zuzuhören und deren Meinung, soweit sie sachlich ist, zu respektieren. Was für eine Verschwendung von (Gottgegebenem?) Geist, wenn wir das nicht könnten!
„…denn wozu und wofür würde es sich nicht lohnen gewisse „gesellschftliche Übereinkünfte“ zu mißachten wenn es dem eigenen Vorteil dient oder macciavelistisch sinnvoll ist. Wer Transzendenz leugnet raubt den Letzsinn und begibt sich selbst in einen Kerker aus dem es kein entrinnen gibt“
Ich leugne ja auch garnichts! Nur bin ich in der Lag…
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#39   matt2 †   11:47:07 | Freitag, 15. Juni 2007
Ich kann es nur immer wieder vorbeten…
die Entwicklung ist immer bezogen auf ein Wesen, das sich entwickelt und sein Potential realisiert. Wenn man von (toter) Materie spricht, dann ist darin eben nicht das Potential für Leben, weil auch kein (Lebe)Wesen darin ist. Das Potential der Materie sind ihre physikalischen Eigenschaften und Zustände. Sie ist nach ihrer Beschaffenheit beliebig formbar.
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#38   Ydefix   10:31:28 | Freitag, 15. Juni 2007
@Obelix:
Das ist alles schon geschehen: „Der Mensch ist das Wesen, in dem die Universalevolution, in welcher die Gottheit ihr Wesen verwirklicht und ihr zeitloses Leben enthüllt, ein Reich von Seiendem und von wertvollem entdeckt…“ (Max Scheler).
Viel Spaß dann beim Anbeten von Mutation und Selektion.
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#37   Stephanus   01:44:58 | Freitag, 15. Juni 2007
In Texas ist es verboten, fremde Kühe mit Graffiti zu besprühen.
und:
Johann Wolfgang von Goethe konnte den Lärm bellender Hunde nicht ertragen.
und:
:-) :-] :-D :-( :-[ :'( ^-^ ;-) :-$ :-P o.O :-O :-S :-| :-# :-@ :-! O:) >:) O:O :&) :)3 :(3 o^/
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#36   Czibo Nieznany   01:06:52 | Freitag, 15. Juni 2007
Lieber offen, dafür dämlich
Lieber offene Dämlichkeit als hinterfotziges Katholisch-Sein.
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#35   obelix †   00:57:13 | Freitag, 15. Juni 2007
Darwin und Gott
Na das wird vielleicht lustig; die Evolutionsbiologen sind zusammen mit den Hirnforschern den Religionen aufder Spur. An irgend einem schwarzen Donnerstag finden die dann heraus, dass Religion ein Produkt der Evolution ist. Und dann?
>:)
BTW
Artois: Herr Singer ist kein Deutscher, sondern Angehöriger des jüdischen Volkes.
Wollen Sie uns damit sagen, dass ein Jude nicht Deutscher sein kann?
Sie haben Recht! Albert Einstein war SCHWEIZER!!!
O:)
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#34   juergen   23:28:01 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Heinrich
Und die katholische Religion gibt uns bei vielen Irrtümern eine klare Richtschnur, anhand derer wir den Irrtum vielleicht nicht völlig durchdringen, aber zumindest erkennen können.
Leider tut sie das in diesem speziellen Fall nicht.
Das Problem ist der freie Wille.
Dort gibt es in der Philosophie grob gesagt zwei Konzepte: eines nach Aristoteles und Thomas v. Aquin; und eines nach Duns Scotus.
Die lehramtlichen Aussagen stehen mit beiden in Einklang.
Das Konzept nach Duns Scotus ist meiner Meinung nach aus praktischen Gründen problematisch, wenngleich es bei einigen Überlegungen in Bezug auf die Erbsündenlehre von Vorteil sein kann; das nach Aristoteles und Thomas hingegen ist rein praktisch gesehen unproblematisch, wenngleich es möglicherweise bei der Erbsündenlehre Probleme bereiten könnte.
Die Kirche ist in Bezug auf die beiden Konzepte indifferent und macht dort keine Aussage.
Die Hirnforscher (wie Singer) bekämpfen vor allem das Konzept nach Duns Scotus.
Gibt es einen freien Willen, wie ihn Duns Scotus lehrt?
Oder einen wie ihn Aristoteles lehrt?
Was haben neue naturwissenschaftliche Erkenntisse für eine Auswirkung auf das Konzept des freien Willens?
Wie frei ist der Mensch?
Wer hat Recht?
Letztlich: Läßt sich der freie Wille „beweisen“?
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#33   HeinrichvonOfterdingen   22:28:01 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Lieber Jürgen,
So einfach ist die Sache allerdings nicht.
da haben Sie möglicherweise Recht! So kompliziert sind aber zumindest die Grundzüge der Sache auch nicht. Und die katholische Religion gibt uns bei vielen Irrtümern eine klare Richtschnur, anhand derer wir den Irrtum vielleicht nicht völlig durchdringen, aber zumindest erkennen können.
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#32   Ydefix   22:16:33 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@KurtK.
„Als der Papst noch monarchischer Herrscher war mit einem nennenswerten Staatsgebiet, hat die Kirche quasi alle ihre eigenen Regeln in den Staub getreten.“
Na Sie wissen es aber ganz genau. Mit der Realität hat das jedoch nichts zu tun.
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#31   juergen   22:10:47 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Heinrich der viertelvorelfte
Der Wikipediaartikel zur Philosophie des Geistes beschäftigt sich nur am Rande mit dem hier Gemeinten.
Verweise auf Hegel, die in anderen Beiträgen angeklungen sind habe überhaupt nix mit dem Thema zu tun.
Da scheint man sich aus Unwissenheit auf alles zu stürzen, von dem man meint, es hätte irgendwie mit dem Thema zu tun, nur um sich auskotzen zu können.
So einfach ist die Sache allerdings nicht.
Ich werde mir aber nicht die Mühe machen den Kleingeistern hier die Thematik näher zu bringen.
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#30   Gunsenum   22:10:46 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@matt2 Geistige Größe
Es zeugt geistiger Größe, wenn man sich sachlich zu einem Artikle wie diesem äußert, die Argumente prüft und diskutiert. Es zeugt von Kleinheit, wenn man nur Thesen aufstellt und lediglich beleidigende Worte raushaut. So wie sie es tun.
und geben sie ruhig zu, dass die Naturwissenschaften das eine oder andere Mal durchaus das plausiblere oder zumindest spannendere Erklärungs- oder Lösungsverfahren haben.
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#29   Ansbach.Dragoner   22:05:17 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Hornet
Moral ohne transzendenten Hintergrund ist wie ein Verkehrschild welches zu beachten ist und dessen Mißachtung Geld kostet. Der letzsinn in einer moralischen Regelbefolgung kann nur in der Liebe liegen aber nie in einem rein vernunftbegründeten Verhalten denn wozu und wofür würde es sich nicht lohnen gewisse „gesellschftliche Übereinkünfte“ zu mißachten wenn es dem eigenen Vorteil dient oder macciavelistisch sinnvoll ist. Wer Transzendenz leugnet raubt den Letzsinn und begibt sich selbst in einen Kerker aus dem es kein entrinnen gibt
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#28   Kurt K.   22:00:46 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Hornet und A.Dragoner
Danke @ Hornet. Hätt ich nicht anders gesagt.
Das einzige, was Menschen zum lernen brauchen, sind Vorbilder. Die RKK bietet sich da nicht grad an, wenn man in ihre blutige Vergangenheit schaut. Das, was Sie heute als RKK kennen, ist so erst seit sie ihre weltliche Macht verloren hat.
Als der Papst noch monarchischer Herrscher war mit einem nennenswerten Staatsgebiet, hat die Kirche quasi alle ihre eigenen Regeln in den Staub getreten.
Und auch GOTT braucht niemand für ein moralisches Leben. Es gibt Kulturen, die haben keinen Gott. Trotzdem gilt auch bei denen ein Gesetz. Nicht morden gehört immer dazu, einfach weil ohne dieses Gesetz eine Gemeinschaft nicht lebensfähig wäre. Das braucht mir doch kein Gott zu sagen!
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#27   Hornet   21:51:01 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Ansbach Drag
„Damit man des Guten fähig ist und es überhaupt erst sinn macht Vater und Mutterzu ehren, nicht zu töten, nicht Unkeuschheit zu treiben nicht zu stehlen kein falsches Zeugniss zu geben, nichts zu begehren was des ächsten ist ist die Anahme eines metaphysischen Gottesbegriffs der Quelle alles Guten an sich unabdingbar“
Das ist ein Irrtum! Jeder Mensch ist in der Lage nach dem Motto „was Du nicht willst. dass ich Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu“ zu handeln. Moral hat nichts mit kirchlichen Regeln zu tun! Weitverbreitere und durch nichts zu belegender Irrglaube! Ich werde ohne den RKK-Verein nicht automatisch zum Tier!
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#26   Kurt K.   21:41:08 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Matt2
Nunja, soweit ich weiss gab es in der Sowjetunion Menschenversuche am Hirn des Opfers (oder Patienten), um entsprechende Menschen z.B. von der Sucht zu heilen. Manche davon waren nach der OP ganz andere Menschen als vorher – charakterlich. Das spricht schon ein wenig für die Biochemie-These.
Aber natürlich ist das eine unheimliche und gruselige These. Ist es biochemisch zwingend notwendig gewesen, dass ich mich vorhin doch noch aufgerafft hab, Klamotten kaufen zu gehen? Ich denke auch: Nein. Dennoch: Vielleicht ist ein Körnchen Wahrheit in deren Thesen und des Menschen Entscheidungen sind tatsächlich chemisch determiniert. Ich kann es nicht wirklich beurteilen, da mir die nötige Kenntnis der These fehlt und ich mich auch biochemisch nicht wirklich auskenne.
Nebenbei: Wenn ein Mensch Drogen nimmt, dann ändern chemische Prozesse sein Verhalten auch grundlegend. Ich denke, einen gewissen Einfluss auf unsere Entscheidungen hat die Biochemie schon. Die Frage ist nur, wieweit dieser geht.
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#25   Ansbach.Dragoner   21:36:36 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Kurt K
Damit man des Guten fähig ist und es überhaupt erst sinn macht Vater und Mutterzu ehren, nicht zu töten, nicht Unkeuschheit zu treiben nicht zu stehlen kein falsches Zeugniss zu geben, nichts zu begehren was des ächsten ist ist die Anahme eines metaphysischen Gottesbegriffs der Quelle alles Guten an sich unabdingbar
Auf einer rein wertrelativistischen Basis allein durch gesellschftliche Übereinkunft würde die Einhaltung des Guten nur sinnabgehoben möglich sein
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#24   matt2 †   21:32:02 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Glauben Sie etwa, dass sind Menschen, die den Menschen zur toten Maschine degradieren wollen…
diese Chaoten sprechen sich selbst das Menschsein ab. Sie sind aber zu dumm um das zu begreifen. Sie sind terminiert in einem prozesshaften, technischen Denken. Von Technik und Physik verstehen sie was, also wird bei ihnen der Mensch zum Abbild ihres Technik/Materie-Götzen. Dasss sie sich selbst dieser abwertenden Darstellung des Menschen entziehen, indem sie sie aufwerfen, kümmert sie nicht, weil sie willige Satansknechte sind. Kleingeistig, ignorant und verbohrt fordern sie die Zugrabetragung des Geistgeschöpfs Mensch. Man nennt sie Doktoren, dabei sind sie die größten Trottel. Sie sind die Mücke, die das Kamel frisst.
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#23   Kurt K.   21:30:31 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Ansbach.Dragoner
Jaaa??
Dann sagen sie mir bitte mal ein paar Beispiele für „ewig Gut“ und „ewig Böse“.
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#22   Ansbach.Dragoner   21:25:41 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Kurt K
„Natürlich kann es das und wird es auch ständig. Um 1200 war es „moralisch GUT“, Andersgläubige (Heiden) zu töten. Heute sieht man es als „BÖSE“ an.“
Die Grundüberzeugung von Gut und Böse, die auch schon im Dekalog manifestiert wurden oder auch in der alttestamentarischen Regel Hillels sind, sind die auch llein durch Vernunfterkenntniss erfahrbaren ewigen Werte des Meschseins an sich und es würde unmittelbar in die Kathastrophe münden diese ewigen menschlichen Gesetze durch Mehrheitsbeschlüsse zu verändern versuchen was ohnehin nicht möglich wäre da allein schon das „Instinktbewußtsein“ des Menschen weiß zwischen dem ewig Guten und dem ewig Bösen Prinzip zu unterscheiden.
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#21   Kurt K.   21:18:03 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Ansbach.Dragoner
da das für die Sachpolitik angewande Prinzip der Mehheitsentscheidung niemals auf das Gebiet der Möral oder auf die Definition von „Gut“ und „Böse“ angewendet werden kann.
Natürlich kann es das und wird es auch ständig. Um 1200 war es „moralisch GUT“, Andersgläubige (Heiden) zu töten. Heute sieht man es als „BÖSE“ an.
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#20   Ansbach.Dragoner   21:14:51 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Hornet
angenommen die Realexistenz grundlegender Wahrheiten wäre nicht nur eine Fiktion ergäbe sich daraus die Pflicht diese nach außen hin zu vertreten. Ein Vulgärsäkularismus ist gesellschftlich existenzbedrohlich da das für die Sachpolitik angewande Prinzip der Mehheitsentscheidung niemals auf das Gebiet der Möral oder auf die Definition von „Gut“ und „Böse“ angewendet werden kann. Die Unendliche Liebe zum Menschen ist es die Christus veranlasst uns anzuweisen die Menschen dem Tod zu entreissen und radikalverkünder der Wahrheit zu sein. Wer still zusieht wenn eine Seele verlorenzugehen droht macht sich mitschuldig !
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#19   Kurt K.   21:13:50 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ GergEric
Schön gesagt. Nur ist der Ganze Plan natürlich nichts Wert, wenn es gar kein Ziel gibt, oder eben mehrere.
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#18   GerdEric   21:10:51 | Donnerstag, 14. Juni 2007
wer hat schon recht?
wenn Menschen ohne Wegbeschreibung planlos durch die Gegend laufen, dann verirren sie sich,
wenn Menschen eine Wegbeschreibung haben, sich peinlich daran halten, dann werden sie das Ziel erreichen,
wenn aber die Wegbeschreibung verändert wird, Strasse und Plätze umbenannt werden, Distanzen vorsätzlich verändert werden, wenn eine Abkürzung zum Ziel erklärt wird, dann werden sie irgendwo ankommen, jedenfalls nicht am Ziel.
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#17   Hornet   21:03:34 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Asbach Drag:
„Christ sein bedeute heute radikal für die Wahrheit und das Leben einzutreten auch wenn man den aktuellen Zeitgeist, die Politik und die veröffentlichte Meinung gegen sich hat, was ein zeichen ist dass man auf dem richtigen Weg ist.“
Komischerweise behaupten dies alle totalitären Wirrköpfe, gleich welcher Couleur! Ein paar Adjektive austauschen, und schon passt es auf alles! Universelles Geschwafel!
„Die meisten Menschen heute sind schon sehr sehr dumm und medienverblödet aber auch propagandistisch belogen sodass diese mehr oder weniger ziellos durchs Leben wanken“
Stimmt! Da würde ich mal ein paar Gründe bei religiös verklemmten Vereinsmitgliedern suchen!
„Deshalb sind wir Katholiken beauftragt die Lüge immer als Lüge zu bezeichen, das Schlechte radikal beim Namen zu nennen und den Verirrten Wege aus der Finsterniss kundzutun.“
Katholiken sind zu garnichts beauftragt! Wie kommen wir denn zu dieser leicht unterbelichteten Erkenntnis?
„Das viele Geistliche heute nicht mehr zu Buße und Umkehr aufrufen und eher verkündigen dass ohnehin jeder gerettet wird wobei grob fahrlässig viele Seelen in Gefahr gebracht werden…“,
Belege dafür, bitte???
Alles in allem ein Beitrag, der die Schizophrenie glaubenssüchtiger, deren Leben ohne denselben nicht möglich wäre, auf das Treffenste dokumentiert!
Herzlichen Dank!
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#16   Kurt K.   21:02:48 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ HeinrichvonOfterdingen
Nein, natürlich haben nicht alle Recht. Dennoch sind meistens selbst die, die Unrecht hatten (wenn es denn die Geschichte zeigte, oder sie sonstwie widerlegt wurden) keine geistig degenerierten Schwachköpfe, sondern haben sich fundierte Gedanken gemacht. Und Lügenmäuler schon gleich gar nicht. Denn meistens glauben die Philosophen wirklich an ihre Theorie. Von Lüge kann also keine Rede sein.
Sicher – es gibt wahrscheinlich Ausnahmen. Wenn zum Beispiel Sektenführer XYZ behauptet, er sei Gott (Ein Ausserirdischer, die Wiedergeburt von Hitler etc) und damit versucht, Leute dazu zu bringen, ihm das ganze Vermögen anzuvertrauen, dann kann man evtl von Lügenmaul reden. Manchmal vielleicht auch von Wahnsinn oder Wahnvorstellungen. Aber das ist ja auch keine Philosophie im engeren Sinne.
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#15   HeinrichvonOfterdingen   20:54:01 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Lieber Kurt K.,
Sondern sie wurde erdacht von Menschen mit einer anderen Meinung.
der intellektuellen Redlichkeit muss man aber darauf hinweisen, dass nicht alle Recht haben. Insbesondere bei kontradiktorischen Meinungen kann nur maximal einer Recht haben. Philosophie sollte sich auch im Idealfall über bloße „Meinung“ erheben, ich weiß selbst, dass dies bei vielen Philosophen nicht der Fall ist.
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#14   Ansbach.Dragoner   20:44:46 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Gruß @Forum
Christ sein bedeute heute radikal für die Wahrheit und das Leben einzutreten auch wenn man den aktuellen Zeitgeist, die Politik und die veröffentlichte Meinung gegen sich hat, was ein zeichen ist dass man auf dem richtigen Weg ist. Die meisten Menschen heute sind schon sehr sehr dumm und medienverblödet aber auch propagandistisch belogen sodass diese mehr oder weniger ziellos durchs Leben wanken – einzig ein paar materielle Werte bieten einen Scheinhalt. Deshalb sind wir Katholiken beauftragt die Lüge immer als Lüge zu bezeichen, das Schlechte radikal beim Namen zu nennen und den Verirrten Wege aus der Finsterniss kundzutun. Das viele Geistliche heute nicht mehr zu Buße und Umkehr aufrufen und eher verkündigen dass ohnehin jeder gerettet wird wobei grob fahrlässig viele Seelen in Gefahr gebracht werden, ist es an uns im schon sehr verfaulten Weinberg zu arbeiten um den Verirrten das Licht, den Hoffnungslosen die Hoffnung und den Trauernden die Freide zusein !
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#13   Kurt K.   20:37:11 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ HvO
Ja, danke, wenn ich mal Zeit und Lust hab, les ichs mal durch.
Und noch eines @ Matt2: Nur weil man eine Theorie ablehnt, heisst das nicht, dass die dann von „geistig degenerierten Schwachköpfen und Lügenmäulern“ erdacht wurde.
Sondern sie wurde erdacht von Menschen mit einer anderen Meinung.
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#12   HeinrichvonOfterdingen   20:21:48 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Lieber Kurt K.,
hier eine gar nicht so schlecht Kurzinfo de.wikipedia.org/…losophie_des_Geistes für Sie.
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#11   matt2 †   20:18:44 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Ich habe immerhin Hegels Phänomenologie des Geistes angelesen…
und eines kann man mit Sicherheit sagen: Hegel war kein stupider Materialist und leugnete keineswegs das Absolute. Man muss schon unterscheiden, wenn man von den deutschen Idealisten spricht. Was dann Feuerbach und Nachfolgende betrifft, so will ich mich nicht äußern. Ich habe nichts gutes über sie gehört, kenne sie aber auch nicht. Ich habe hier zuvor meine Meinung kundgetan über das deterministische/physikalistische Weltbild, Mensch als Ergebnis von geistlosen, objekthaften Prozessen, usf…, wie es hier in dem Artikel zur Sprache kam.
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#10   Kurt K.   20:03:12 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Ist schon lustig…
Ich weiss ja nicht, Matt2, inwieweit Sie sich mit der Materie der „Philosophy of Mind“ beschäftig haben, aber ich darf bezweifeln, dass die sich wirklich eingehend damit beschäftigt haben. Eingehend heisst für mich nicht: mal kurz gegoogelt.
Ich kenne mich auch nicht aus damit. Das vorweg. Aber ich würde nicht im Traum auf die Idee kommen, eine Theorie oder eine Philosophie aufgrund eines 1-2 seitigen Artikels (v.a. nicht eines so voreingenommenen wie diesen hier) für „Dämlichen unwissenschaftlichen Mist“ zu halten, den „geistig degenerierte Lügenmäuler und Schwachköpfe“ erdacht haben.
Bevor man sich eine Meinung über etwas bildet, sollte man wenigstens mal einen guten (d.h. wertneutralen) Artikel oder Aufsatz darüber gelesen haben. Alles andere sind oberflächliche Meinungen von Menschen, die einfach, weil etwas nicht in ihr Selbstbild passt, es verwerfen, um sich ja keine Gedanken drüber machen zu müssen.
Dann lieber sagen: Ok, weiss ich nichts von. Hab keine Ahnung. Oder einfach Klappe halten, sondt kommt eh nichts Vernünftiges raus.
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#9   Rudolfus   19:57:00 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Heinrich v.O.
Ihr Statement über den früheren Unfug von Universitätswissenschaftlern, die früher unsere Universitäten regierten, kann man gar nicht oft genug wiederholen.
Z.B. hat man bis 1945 in Deutschland auch sehr an eine Welteislehre geglaubt, und an diverse andere Welttheorien auch.
Die britische Evolutionslehre stammt verdächtigerweise genau aus diesem obskuren Zeitalter, und kann genausowenig bewiesen werden – nämlich die Hauptlehre, daß niedere Arten höhere Arten hervorbringen sollen.
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#8   HeinrichvonOfterdingen   19:50:00 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Lieber Jürgen,
so ist das mit Pseudowissenschaft. Man braucht nicht unbedingt viel Wissenschaft, sondern lediglich Mut und Auffassungsgabe um den Blödsinn zu erkennen. Wieviele Professoren haben dicke Wälzer über germanische Überlegenheit und Rassenkunde geschrieben. Und was für ein unwissenschaftlicher Mist war das. Matt hat schon Recht, der Mensch ist mehr als Materie. Wenn Menschen Materialisten sind, dann ist das in sich schon widersprüchlich. So ähnlich hat Dietrich von Hildebrand geschrieben, mit den Philosophen, die eine absolute Wahrheit ablehnen, braucht man sich gar nicht beschäftigen, weil das Verdikt auch für Sie gilt. Dass nichts so stumpfsinnig ist, dass ZEIT-Leser (die Bildzeitung derer, die sich für intellektuell halten) es nicht für total tiefsinnig halten, widerlegt diese „einfache“ Logik nicht.
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#7   matt2 †   17:40:52 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Ich finde diesen Artikel sehr gut…
wir haben es hier in der Tat mit den mittlerweile schon langweiligen Auswüchsen einer gottlosen Pseudowiss. zutun, die den Menschen zu einem technischen Apparat reduziert sehen will. Das ganze ist natürlich ein Widerspruch in sich, weil selbst solche dämlichen Anschauungen nur unter Voraussetzung einer, über die objekthafte Materie erhabenen, geistigen Person geschehen können, den die dumme Wiss.menschen aber nicht einsehen kann, weil sie keinerlei Fähigkeit zur Selbstreflexion besiten. Sie sind in Wahrheit der Bodenlurch der Ges., bar der Menschlichkeit und bar jeder Logik: geistig degenerierte Schwachköpfe und Lügenmäuler.
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#6   Heinz Josef   17:07:23 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Jürgen, seit es kotz.net gibt,
wissen wir, dass Bildzeitungsniveau sehr gravierend unterboten werden kann. Und auch hier wieder spinnt sich ein rassisistischer Faschist wie Atoris aus und die Redaktion läßt ihn gewähren.
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#5   juergen   16:49:49 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Hirnforschung und Co.
Der Autor des Artikels, dessen Name im Internet einzig und allein bei kreuz.net zu finden ist (Pseudonym ??), wagt sich hier an ein Thema, das inzwischen große Regalwände an Fachliteratur füllt.
Meist wird das Thema innerhalb der Philosophie unter dem englischen Begriff „Philosophy of Mind“ behandelt.
Aber es würde hier zu weit führen, das näher zu betrachten.
Der Artikel ist einfach nur dumm und zur Verdummung der Leser beitragend. Eher Bildzeitungsniveau! Oder doch kreuz.net-Niveau?
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#4   Artois †   16:42:20 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Herr Singer
ist kein Deutscher, sondern Angehöriger des jüdischen Volkes.
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#3   Navon   16:39:25 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Der sogenannte „Autor“
zeichnet sich aber vor allem dadurch aus, dass er sinnentstellend zitiert und aus dem Zusammenhang gerissene Formulierungen in einen anderen Kontext stellt, als sie ursprünglich gesagt wurden.
Das ist absolut unredlich und hat mit Seriösität nichts zu tun!
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#2   Czibo Nieznany   16:34:52 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Akademischer Dünkel
Der Philosoph Immanuel Kant hat dazu aufgerufen, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Also darf auch eine wissenschaftliche Arbeit von jemand beurteilt werden, der eine Universität noch nicht von innen gesehen hat. Was soll eigentlich der akademische Dünkel, wenn der Gescholtene möglicherweise an einer Fernuniversität studiert hat? Vielleicht hat der Gescholtene deshalb keine Gelegenheit, eine Uni von innen zu sehen.
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#1   Navon   16:24:31 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Schon anmaßend…
… wie sich jemand, der eine Uni noch nichtmal von innen gesehen hat, durch absichtliche Wort- und Sinnverdrehung ein Urteil über die Arbeit eines angesehenen Wissenschaftlers erlaubt. Wie war gleich noch das 8. Gebot Herr Schutzer?
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