kreuzmeldungen
Kirchen-Geschichten + Gezinkte Zahlen + Formlos + Ein Feind, der zerstört werden muß + Persönlicher
Kirchen-Geschichten

Vatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz auf dem Petersplatz sprach Papst Benedikt XVI. über den Vater der Kirchengeschichtsschreibung – Eusebius von Caesarea († 339). Eusebius besitze eine christozentrische Sicht der Geschichte: „Christus, das Wort Gottes, wirkt in seiner Kirche und in der Geschichte und enthüllt das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen“. Zugleich lade er die Gläubigen mit seiner Kirchengeschichte ein, das Zeugnis eines echten christlichen Lebens zu geben.

Gezinkte Zahlen

Deutschland. Die deutsche Lebensrechtsorganisation ‘Aktion Lebensrecht für Alle’ stellt sich gegen die von den Medienkonzernen verbreitete Behauptung, daß die Zahl der gemeldeten Abtreibungsopfer sinke. Das deutsche ‘Statistische Bundesamt’ in Wiesbaden erklärte am 12. Juni, daß im ersten Quartal 2007 – von Januar bis März – die gemeldete Zahl abgetriebener Kinder um 1.400 auf 31.500 Opfer gesunken sei. Die ‘Aktion Lebensrecht für Alle’ hält dem entgegen, daß die Zahl der gemeldeten Kinderabtreibung im Verhältnis zu den Lebendgeburten zunehme. Es sei nicht so, daß mehr ungewollt schwangere Mütter als bisher ihr Kind überleben ließen.

Die Linzer 'Kirchenzeitung' zeigt die Gestaltung der Kirche in Urfahr zum Herz Jesu Fest
Die Linzer ‘Kirchenzeitung’ zeigt die Gestaltung der Kirche in Urfahr zum Herz Jesu Fest
Formlos

Österreich. Die angebliche Künstlerin Monika Migl-Frühling hat die Stadtpfarrkirche im Linzer Stadtteil Urfahr zum Herz-Jesu Fest am Freitag gestaltet. Das berichtete die Linzer ‘Kirchenzeitung’. An den Wänden des Chorraumes stehen nun drei verletzte Keramikoberkörper: einer mit rotem Fleck auf der Brust, einer bis zum Hals mit rot bedeckt und einer mit blattförmigen Striemen durchzogen. Die ‘Kirchenzeitung’ erklärt, daß sich die Skulpturen einer „vordergründigen Symbolik“ – gemeint ist offenbar die Darstellung des Herzens Jesu – entziehen: „Sie werfen die Frage nach der Darstellbarkeit des Herzens Jesu auf uns selbst zurück.“

Ein Feind, der zerstört werden muß

Vatikan. Katholiken sollen die mittlerweile unglaubwürdige Menschenrechtsorganisation ‘Amnesty International’ nicht mehr finanziell oder anders unterstützen. Das erklärte der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Renato Kardinal Martino (74), am Mittwoch vor der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Register’. ‘Amnesty International’ wird im August entscheiden, ob die Kinderabtreibung als „Menschenrecht“ eingefordert werden soll. „Abtreibung ist Mord“ – hielt Kardinal Martino entgegen. Sie definiere das Kind im Mutterschoß als einen Feind, der zerstört werden müsse.

Persönlicher

„Dieser Papst redet nicht viel, aber er sucht, seinen Worten Gewicht zu geben. So hält Benedikt XVI. bei den Ad-Limina-Besuchen der Bischöfe aus der ganzen Welt nur eine Rede pro Land. Dagegen verwendet er, wie die empfangenen Bischöfe bezeugen, mehr Zeit als Johannes Paul II. für die persönliche Unterredungen mit ihnen. Diese Methode ist bedeutsam: Der Papst konzentriert sich als Theologe auf die innere Gesundheit der Kirche, indem er sich auf die vermittelnde Funktion der Bischöfe stützt, die in seinen Augen das Rückgrat des Gebäudes sind.“

Aus einem Artikel der Journalistin Isabelle de Gaulmyn in der Karfreitagsausgabe der linkskatholischen französischen Tageszeitung ‘La Croix’.
      
4 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#4   Rudolfus   14:39:47 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@Formlos – Geldfrage!
Die ‘Kirchenzeitung’ erklärt, daß sich die Skulpturen einer „vordergründigen Symbolik“ … entziehen: „Sie werfen die Frage nach der Darstellbarkeit des Herzens Jesu auf uns selbst zurück.
Die vom Glauben abgefallene Amtskirche hat offenbar zu viel Geld.
Selber schuld, wer diesen unkatholischen Leuten noch sein sauer Verdientes in den modernistischen Rachen schüttet!
Redaktion benachrichtigen
#3   Sozialkatholisch   11:32:29 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@ Laetare
Vielleicht lesen sie hier mal ein wenig!
Klick mal de.wikipedia.org/wiki/Zinken_(Schrift)
Redaktion benachrichtigen
#2   laetare †   11:28:30 | Donnerstag, 14. Juni 2007
sprachliches Unterhaltungsprogramm
Selbst bei harmlosen Meldungen ohne viel Kampfrhethorik schafft es die Redaktion offenkundig nicht, die Wörter der deutschen Sprache so aneinanderzureihen, dass diese am Ende einen semantisch sinnvollen Satz ergeben.
„gezinkte Zahlen“: Was hat man davon, Zink auf zahlen zu geben? Auf Spielkarten ja, die erhalten dadurch ein anderes Gewicht und verhalten sich beim Mischen und Abheben so, dass man den Verlauf eines Kartenspieles beeinflussen kann, wenn man sie kennt. Gut, andererseits muss man der Redaktion zu gute halten, dass sie nicht „getürkt“ geschrieben hat.
„verletzte Tonkrüge“: Anthropomorphismen sind mir – gerechnet auf die kurze Zeit, die ich diese Seite kenne – schon sehr, sehr viele untergekommen. Ein anthropomorphes Bild von einem Tongefäß ist mir aber neu. Verletzung ist semantisch sehr stark auf den lebenden Körper beschränkt, obwohl wahrscheinlich die Verwendung des Wortes für Beschädigungen an Gegenständen nicht sprachlich falsch ist, so ist sie doch Teil eines (eigentlich für die Redaktion peinlichen) sprachlichen Unterhaltungsprogrammes.
Redaktion benachrichtigen
#1   Bruder Theophil   09:56:36 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 5, 20-26
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenNeues Dogma + … kreuzmeldungenZwei Flügel + … kreuzmeldungenEine Freude + … kreuzmeldungenYes, Sir + … kreuzmeldungenDer Pfarrer des Papstes beim Nachdenken + … kreuzmeldungenTheorie und Praxis + … kreuzmeldungenAnnäherungsversuch + … kreuzmeldungenVom Panzerkardinal zum Bronzepapst + … kreuzmeldungenNeues unter der Sonne + … kreuzmeldungenVier Heilige + … kreuzmeldungenDiplomatische Märtyrer? + … kreuzmeldungenNeue Selige + … kreuzmeldungenIllegale Einreise + … kreuzmeldungenOhne Madeleine + … kreuzmeldungenDie erste Pflicht + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net