[ « 173 174 175 176 177 » ]
Freitag, 15. Juni 2007 16:30
Bereits im Mai 1937 sagte Reichskanzler Adolf Hitler, welche neue Kirche er sich wünschte und was mit der Katholischen Kirche geschehen sollte. Von Ronald J. Rychlak.
Zurück zum Artikel 50 Lesermeinungen:
Sonntag, 17. Juni 2007 23:28
Rudolfus: @Athanasius
Ihren Ausführungen ist nur zuzustimmen.

Besonders zu Beginn war der neue Staat ja sehr kirchenfreundlich, auch mit der Staatsreligion und dem Vatikanstadtstaat.

Unter den National-Sozialisten und den International-Sozialisten hätte es derartiges nicht gegeben.
Sonntag, 17. Juni 2007 23:24
Athanasius: @Rudolfus
Einige Worte dazu:

1. Der Italienische Faschismus war i.d.T. nicht antisemitisch. Allerdings nicht vor 1938 und danach bis 1943 auch nur um Hitler zu gefallen. Vor 1936 gab es faschistische Minister jüdischer Herkunft.

2. Der italienische Faschismus, geführt vom erst 1927 in aller Eile getauften Duce Benito Mussolini, war aber nach 1931 nicht mehr ‘kirchenfreundlich’. Sie haben noch nie von dem Schreiben ‘Non abbiamo besogno’ gehört und von Mussolini der von Christus als ‘fremden Gott’ und später ‘Judengott’ sprach als Pius XI. gegen ihn protestierte?

3. Der – pro-katholische – spanische Faschismus war kein echter Faschismus, sondern Korporatismus. Der Falangismus und Syndicalismus hatten nur den Römischen (‘Hitler’-)Gruss und das Führerprinzip mit NS-Deutschland gemeinsam.

4. Mussolini-Italien hat 1934 beim Mord auf Dollfuss gedroht NS-Deutschland anzugreifen wenn die Reichswehr versuchen würde ‘Anschluss’ zu machen.

5. In der Tat ist die Gleichsetzung von Faschismus und Nationalsozialismus naiv und oft marxistisch begründet. Es bleibt aber der Autoritarismus der beide Ideologien verband. Sowie der Antikommunismus. Die Sowjetunion und die westlichen Kulturmarxisten haben oft die ‘Faschismus’-Keule geschwungen. Nach 1950 auch recht gerne gegen die USA, Norwegen, England und Kanada. Was absurd war, so wie der Begriff ‘Austro- oder Klero-Faschismus’ lügnerisch ist und bleibt.
Sonntag, 17. Juni 2007 19:30
Lutheraner: Rudolfus Hören Sie sich eigentlich selber zu?
Ich habe nichts dergleichen gleichgesetzt. Und es spielte nicht mal eine Rolle, wenn ich es hätte.

Sie setzen gleich, nämlich den Nationalsozialismus mit dem Kommunismus. In Ihrer elenden Katholikenwelt war wohl Karl Marx der Erfinder des Arier-Glaubens?
Ersparen Sie mir und anderen dieses gotterbärmliche Rumgeeier, das ja wohl nur dazu dient, den Thread vollzumüllen.
Sonntag, 17. Juni 2007 15:13
Rudolfus: @Lutheraner / Faschismus und National-Sozialismus
Die Ideologien des Faschismus und des National-Sozialismus haben wenig bis gar nichts miteinander zu tun.

Lediglich die sozialistischen Staaten bezeichnen auf ihren Denkmälern, Reden etc. den National-Sozialismus als „Faschismus“ – die UdSSR tat das, die DDR, und die Sozialisten machen das noch heute, oder sie sprechen von „Nazismus“, um das Wort „Sozialismus“ aus der NSDAP-Ideologie herauszuhalten.

Der italienische Faschismus war z.B. nicht katholisch, aber auch nicht antisemitisch, aber er war kirchenfreundlich – der spanische Faschismus war ausdrücklich katholisch geprägt und die alleinige Option der Kirche in Spanien gegen den Kommunismus.

Das faschistische Italien war z.B. lange Zeit ein Gegner von NSDAP-Deutschland und weltweit die einzige Schutzmacht gegen den katholischen Ständestaat Österreich (den man zuweilen auch austrofaschistisch bezeichnet, auch wenn dies eher die Bezeichnung der Kommunisten ist, die dem damaligen katholischen Einparteienstaat Österreich naturgemäß ablehnen und mit der Bezeichnung „faschistisch“ in ein negatives Eck rücken wollen).

Die Gleichsetzung von Faschismus und NSDAP ist völlig unzulässig und war nur in den sozialistischen Staaten der Sprachgebrauch.

Ein faschistischer Staat unterscheidet sich in seiner Ideologie und in seiner Regierung komplett vom NSDAP-Staat, der den KP-Staaten der UdSSR weit näherstand.
Sonntag, 17. Juni 2007 15:13
Junonian: @Lutheraner
Ein Urteil über die Geschichte im Nachhinein, insbes. die Kirchengeschichte zu fällen, und zu meinen, Papst Pius XI. hätte seine Seele verkauft, erscheint mir gelinde gesagt sehr hochmütig.
Sonntag, 17. Juni 2007 15:12
Nolasker: @Christus vincit
Trotz echten Bemühens konnte ich bei Jes 11,15 diese Worte nicht finden. Könnten Sie dieses fehlerhafte Zitat bitte korrigieren?
Seine Worte in der Juden Ohr!Nur oberflächliche Geister können der Irrlehre verfallen, von einem nationalen Gott, von einer nationalen Religion zu sprechen, können den Wahnversuch unternehmen, Gott, den Schöpfer aller Welt, den König und Gesetzgeber aller Völker, vor dessen Größe die Nationen klein sind wie Tropfen am Wassereimer, in die Grenze eines einzelnen Volkes, in die blutmäßige Enge einer einzelnen Rasse einkerkern zu wollen (Jes 11,15). – Stimmt einfach nicht.
Besten Dank, Nolasker
Sonntag, 17. Juni 2007 14:35
Lutheraner: Rudolfos
Pius XI unterschrieb zwei Staatsverträge. Mit dem ersten anerkannte er den Faschisten Mussolini als Regierungschef, eine Anerkennung, die Mussolini bis dahin versagt geblieben war. Weil eine Hand die andere wäscht, erhielt Pius XI von Mussolini den Vatikanstaat als Gegenleistung!

Mussolini feirten den Staatsvertrag als „großen Erfolg“ und machte aus lauter Dankbarkeit den Katholizismus auch noch zur Staatsreligion! Faschismus und Katholizismus – das scheint die perfekte Symbiose zu sein.
Vielleicht blüht gerade wegen des strengen Katholizismus in Italien die Mafia? Wäre sicher eine Untersuchung wert.

Auch Hitler war Katholik. Vielleicht war sogar das der Grund für Pius XI, auch mit ihm einen Staatsvertrag zu schließen?

Pius wollte seinen Machtanspruch festigen und war sich nicht zu schade, dafür seine Seele an den Faschismus zu verkaufen. Daß er von den faschistischen Ideen Mussolinis (entsprechend Hitlers) nichts gehört hätte, wollen sie hoffentlich nicht behaupten, schließlich liegt der Vatikan mitten in Italien?

Ihr rabulistischer Versuch, die Tatsachen ins Nebulöse zu schieben, ist leider typisch für den Katholiken.
Wundert sie nicht, daß dem Katholiken die Heuchelei anhaftet wie der Jungfrau das „Nein“?
Sonntag, 17. Juni 2007 14:34
Rudolfus: @Junonian / Antisemitismus in Europa
Der Antisemitismus kann nur besonders in Europa entschieden abgelehnt werden – denn diese SS-Lager, die konnten tatsächlich nur aus dem Denken des Teufels heraus entstehen.

Die SS praktizierte zudem okkulte Rituale.
Sonntag, 17. Juni 2007 14:30
Junonian: @Rudolfus
ganz richtig, habe Sie auch nicht angesprochen.
Sonntag, 17. Juni 2007 14:27
Rudolfus: @junonian / An so manche Gottlose
Wenden Sie sich lieber an so manche Gottlose, denn diese haben Europa im 20. Jahrhundert verwüstet, und nicht die Kirche Christi, die über viele Epochen hindurch eine Schutzmacht der Juden war, und auch im NS-Europa.
Sonntag, 17. Juni 2007 14:26
Junonian: @ an so manchen“Katholiken“ hier
Es muß dem Teufel eine besondere Genugtuung sein, Christen in die Falle des Antisemitismus zu locken.
Offenbar hat der Teufel die lebendige Einheit von Judentum und Christentum früher erkannt als die Christen. „Judenhaß ist Christenhaß“, und wenn die aufgepeitschte Nazi-Versammlung am Wiener Heldenplatz gegen den damaligen Kardinal skandierte: „Innitzer und Jud, eine Brut!“, wenige wussten, wie wahr und treffend formuliert das ist, was gerufen wurde: Juden und Christen sind unlösbar verbunden, sie sind in den Augen der Hölle wirklich „eine Brut“. (zit. Roth/Laun)

Papst (Johannes Paul II. ) forderte eindringlich „Reinigung des Gedächtnisses“: durch die Erkenntnis jenes starken Bandes, das uns Christen mit dem jüdischen Volk, mit unseren älteren Brüdern und Schwestern, verbindet.

Gebet um Reinigung der Herzen „von der Sünde des Antisemitismus“ (28.4.00) Bischof Laun :
„Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Abraham und seinen Kindern Deine Verheißungen gegeben. Erhöre das Gebet Deiner Kirche: Wir bitten um Vergebung für alles, was Christen im diesem Land Deinem erwählten Volks jemals angetan haben. Reinige unsere Herzen für immer von der Sünde des Antisemitismus. So bitten wir mit geläutertem Herzen für das Volk, das Du als erstes zu Deinem Eigentum gewählt hast: Gib, dass es zur Fülle der Erkenntnis und der Fülle der Erlösung gelange. Durch Christus unseren Herrn“.
Sonntag, 17. Juni 2007 13:47
Rudolfus: @Lutheraner / Staatsoberhäupter
Pius XI. unterschrieb die Lateranenverträge mit Mussolini und Hitler schließlich nicht in geistiger Umnachtung, sondern anerkannte damit beide faktisch als rechtmäßige Staatspräsidenten.
Sie meinen wohl als Staatsoberhäupter – und es waren zwei unterschiedliche Veträge.
Derjenige mit Italien ermöglichte erst wieder die staatliche Souverainität des Papstes, dem das Italienische Königreiche das Papststaatsgebiet gestohlen hatte.

Mussolini war nie italienisches Staatsoberhaupt, sondern das war immer der italienische König Viktor Emmanuel, der Mussolini somit vorgesetzt war: Mussolini war immer nur Regierungschef, wenn auch diktatorisch regierend.

Hitler übernahm nach Reichspräsident von Hindenburgs Tod 1934 automatisch die Befugnisse des Staatsoberhauptes, nannte sich aber nie Präsident, sondern „Führer und Kanzler“.

Ein rechtliche Regelung der Kirchensituation ist aber mit jedem Staat notwendig. Wer dort regiert, das kann die Kirche nicht mitbestimmen, ebensowenig in der heutigen Zeit.
Sonntag, 17. Juni 2007 13:21
Lutheraner: Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Hals zu schaffen (J.W.v.Goethe)
Schon Pius VII ließ sich von der Aussicht auf Herrschaft verführen. Er hat bei Napoleons Krönung mitgewirkt, wohl in der guten Hoffnung auf gewisse Vorteile. Doch die blieben aus.

Nicht nur, daß Napoleon weder vor- noch nach der Krönung zu den Völkerverstehern gehörte und mordend und brandschatzend über Europa, Afrika, Asien herfiel, Napoleon zeigt sich Pius VII gegenüber wenig dankbar und besetzte einfach den Kirchenstaat.

Die Kirchenpolitik hätte ob ihres unbedingten Machtanspruchs mal ins Grübeln kommen können. Tut sie aber nicht. Sie begeht Fehler lieber wieder:

Pius XI. unterschrieb die Lateranenverträge mit Mussolini und Hitler schließlich nicht in geistiger Umnachtung, sondern anerkannte damit beide faktisch als rechtmäßige Staatspräsidenten.
Der Holocaust hätte in der Form nicht stattfinden können, wenn es diese Unterschriften nicht gegeben hätte.

Katholiken sollten dringend über ihre Interpunktion nachdenken! Ihr verzweifelter Versuch, nur dabei statt mitten drin gewesen zu sein, muß scheitern, zeigt er auch dieselbe Tendenz, Geschichte zu verklären, wie wir das von der politischen Elite kennen. Könnte das daran liegen, daß beide ein und dasselbe sind?!
Sonntag, 17. Juni 2007 12:47
Rudolfus: @Stephanus / Der National-Sozialismus im heutigen Deutschland
Es besteht kein Zweifel, daß vieles am National-Sozialismus, der ja auch ein Produkt der Ideologien des 19. Jahrhunderts ist (Nationalismus & Sozialismus für „deutsche Verhältnisse“), im Deutschland nach 1945 weiterlebt – insbesonders in den anderen übriggebliebenen Ideologien aus dem 19. Jahrhundert, nämlich im International-Sozialismus und im Nationalismus.

Die NSDAP-Wissenschaftler hätten sich jedenfalls im SP-geprägten Deutschland äußerst gutaufgehoben gefühlt, insbesonders unter den SPD-FDP- und SPD-GRÜN-Regierungen in der BRD, aber auch im österreichischen SPÖ-Regime seit 1970, das jedesmal noch einen internationalen Politikdemokratie-Super-GAU gegen Österreich fabriziert hat, sobald ein Nicht-SPÖ-Kandidat Bundespräsident (1986 gegen Alt-UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim, ÖVP) oder Bundeskanzler (2000 gegen Wolfgang Schüssel, ÖVP) zu werden drohte.

In Österreich beanspruchte die SPÖ das Monopol auf den Bundespräsidenten seit 1945 bis 1986, auf den Bundeskanzler seit 1970 bis 2000.

Heute sind die Volksverhetzer von damals Bundespräsident (Heinz Fischer, SPÖ-Vizechef im Jahr 2000, ab den 1970ern SPÖ-Nationalratsclubchef, danach Nationalratspräsident) und Bundeskanzler (Alfred Gusenbauer, SPÖ-Geschäftsführer im Jahr 2000), beide UdSSR-, DDR- und Kubaanhänger.


Ohne die SPÖ-Campagne – immer zuhilfe mit der „profil“-SPÖ-Zeitung, die von der katholisch geprägten Raiffeisenbank finanziert wurde – wäre jedenfalls Kurt Waldheim mit Sicherheit bis 1998 Präsident geblieben.
Sonntag, 17. Juni 2007 12:29
Stephanus: Rudolfus, genau
z.B. von einem Bundeskanzler Gerhard Schröder, der sich nicht zu schade war zu bemerken, daß er die „Sozialdemokratie“ zu so sensationellen Leistungen führen wolle, daß die Kirche einfach überflüssig sei.
Er hat leider dabei vergessen, daß Jesus Christus gesagt hat, mein Reich ist nicht von dieser Welt und:
er hat es nicht einmal geschafft die grundlegenden sozialen Sicherheiten aufrecht zuerhalten.
Grün und rot, ergeben rein farbenmäßig im übrigen:braun!!!
Wenn ich mir die heutigen Auswüchse anschaue hinsichtlich Abtreibung, Euthanasie, Versuche an Lebendpatienten, Organhandel usw usw. dann wundert mich eigendlich überhaupt nichts mehr.
Nur das: das die Schreier gegen Kirche und Moral, sich ihrer eigentlichen Wurzeln nicht bewußt sein wollen.
Samstag, 16. Juni 2007 19:20
Zahnfee: Wie schön
Eine gewisse Einigkeit haben wir wohl erzielt:
Hitler war katholisch, bezahlte brav seine Beiträge, war allerdings eine Karteileiche (kein bekennender Kathole) und plante sicherlich auch die Kirchen insgesamt abzuschaffen, wurde aber auch nicht offiziell exkommuniziert (im Gegensatz z.B. zu den italienischen Kommunisten nach ‘45).
D’accord?

Schließen wir also mit des frömmelnden Kardinal Faulhabers Worten in seinem Bericht an Pacelli (auf Seite neun): „Der Reichskanzler [Hitler] lebt ohne Zweifel im Glauben an Gott.“

Zurück zu dem eigentlichen Thema: Pacelli und seiner Enzyklika oder lieber zu dem Entwurf der Enzyklika „humani generis unitas“ seines Amtsvorgängers Achille Ambrogio Damiano Ratti (alias Pius XI.).

Dessen Botschaft war unmissverständlich: „… die sogenannte Judenfrage ist in ihrem Wesen weder eine Frage der Rasse, noch der Nation, noch des Volkstums, noch der Staatlichkeit, sondern sie ist eine Frage der Religion und seit Christus eine Frage des Christentums … Nur mit Entrüstung und mit Schmerz sieht die Kirche heute eine Behandlung der Juden auf Grund von Anordnungen, die dem Naturrecht widersprechen und also niemals den Ehrennamen von Gesetzen verdienen“

Leider lehnten Pacelli und seine Genossen diesen Text ab. Schade. Der könnte nämlich heute als ein wirklich großartiges und mutiges Zeitzeugnis über menschliche Größe, moralisches Verhalten und politische Weitsicht dastehen.
Samstag, 16. Juni 2007 16:52
Rudolfus: @Hitlers Äußerungen über das Christentum
Eine private Äusserung Hitlers (06.05.1933):
…Mit den Konfessionen, ob nun diese oder jene: das ist alles gleich. Das hat keine Zukunft mehr. Für die Deutschen jedenfalls nicht. Der Faschismus mag in Gottes Namen seinen Frieden mit der Kirche machen. Ich werde es auch tun. Warum nicht?
Das wird mich nicht abhalten, mit Stumpf und Stiel, mit allen seinen Wurzeln und Fasern das Christentum in Deutschland auszurotten…

Dieses Programm ist jedenfalls sehr verwandt auch mit den heutigen international-sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien, und hätte auch von einem roten Bundeskanzler stammen können, egal ob in der BRD, in Österreich oder von einem DDR-Staatsratsvorsitzenden.
Samstag, 16. Juni 2007 16:51
Hitler war Mitglied der katholischen Kirche, starb auch nicht ausdrücklich exkommuniziert, aber er war kein gläubiger Katholik. Eher eine Karteileiche, wenn man so will.

Seine Haltung zum Christentum allgemein ist ja durch Ihr Zitat ausgiebig belegt und sollte etlichen im Forum operierenden Epigonen der „Deutschen Christen“, auch wenn sie sich katholisch nennen, zu denken geben!
Samstag, 16. Juni 2007 16:43
agmen: @Zahnfee
Wer meint, Hitler sei ein gläubiger Katholik gewesen, ist einfach nur strohdumm.

Eine private Äusserung Hitlers (06.05.1933):
…Mit den Konfessionen, ob nun diese oder jene: das ist alles gleich. Das hat keine Zukunft mehr. Für die Deutschen jedenfalls nicht. Der Faschismus mag in Gottes Namen seinen Frieden mit der Kirche machen. Ich werde es auch tun. Warum nicht?
Das wird mich nicht abhalten, mit Stumpf und Stiel, mit allen seinen Wurzeln und Fasern das Christentum in Deutschland auszurotten…
Samstag, 16. Juni 2007 16:26
Rudolfus: @Zahnfee / Hitler und die Kirche in der späteren BRD
Hitler kann, seiner nationalistischen Ideologie entsprechend, sicherlich als ein Wegbereiter der deutschen Ökumene angesehen werden – die Ökumene der „beiden Kirchen“ in der späteren Bundesrepublik Deutschland wäre jedenfalls ganz im Sinne Hitlers gewesen, der vor allem die Internationalität der katholischen Kirche ablehnte – wie die aller internationaler Organisationen.

Die Internationalität wird auch von den heutigen deutschen „Ökumenekatholiken“ abgelehnt, zugunsten einer einseitigen EKD- und Martin-Luther-Fixierung.

Z.B. werden Ausländische katholische Geistliche in Deutschland von den Bischofsordinariaten als Gefahr für den Ökumenismus betrachtet – und viele von vornherein abgelehnt, damit die katholische Kirche in Deutschland stattdessen Ökumenelaien oder Ökumenediakone anstelle von Priestern „aus dem Ausland“ anstellen kann.

Hitler selbst lehnte die Christlich-Soziale Partei entschieden ab – er war ein Germanengläubiger und lernte von Wiens Bürgermeister Lueger (Christlich-Soziale Partei) lediglich die demokratische Demagogie mit den Juden als Feindbild, wobei Lueger keinerlei Rassenideologien gegenüber den Juden vertrat, sondern lediglich eine kulturelle Ablehnung.
Samstag, 16. Juni 2007 13:43
santo domingo 2: @ Athanasius
Zufällig habe ich zu diesem Thema kein Wort geschrieben und auch nicht das Gegenteil behauptet. Nachlesen freigestellt!

Sie fantasieren schon wie Williamson.
Samstag, 16. Juni 2007 13:21
AthanasiusII: @Hornet-Zahnfee-WolfgangSekteninfo-santo-domingo
Die Christlich-Soziale Partei Österreichs wurde nicht von der katholischen Kirche unterstützt. Die Kirche unterstützte die tolerante Politik der katholischen Kaiser, die aus Wien ein Bollwerk jüdischer Konzentration machten, und die von den Juden wirklich bejubelt wurden. (Nicht von den Freimaurerischen zwar, aber dennoch von den Orthodoxen-Juden.)

Die CSPÖ war etwa gleich wie die ‘Action Française’ in Frankreich. Nicht von der Kirche getragen bzw. kritisch beobachtet. Übrigens war die katholische Identität Teil der deutschösterreichischen, und somit konnte man damit noch nicht brechen. Und sogar Seyss-Inquart, der einzige Bonze der sich während des Krieges wagte zu protestieren bei Himmler gegen die Judenverschleppungen, wurde nach 1945 wieder katholisch. Der echte Nationalismus war aber im Wesen antiklerikal und oft ursprünglich liberal (Mazzini, Garibaldi) und niemals katholisch. Die katholischen Staaten waren alle transnational, multinational. Inkl. Polen-Litauen.

Wer eine Verbindung zwischen Nationalsozialismus/Hitler und der Kirche herstellen will, muss notwendigerweise ‘Tatsachen’ erfinden und Lügen verbreiten. Damals verteidigten sogar niederländische und Moskauer Kommunisten die kath. Kirche und ihr Auftreten im Kriege. Erst nach der fatalen Wahl 1948 in Italien, wo die Kirche den Kommunisten einen schwersten Schlag gab, wurden die antikatholischen Lügen und Tiraden eines ‘Hitler-Papstes’ erfunden. Aber 1955 und 1960 noch negiert. Man wusste ja selbst besser.
Samstag, 16. Juni 2007 13:14
Athanasius: @Zahnfee
Hitler hatte sich schon ipso facto, latae sententiae exkommuniziert durch aktive Beihilfe bei der Errichtung protestantischer Denominationen, durch seine Unterschrift des „Gesetzes zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses“ das die Euthanasie und Abtreibung geborenen und ungeborener Kind mit Leibeskrankheiten erlaubte (obwohl man die Abtreibung bei rassisch reinen und nicht erbkranken Ungeborenen als demographisch kontraproduktiv ablehnte). Auch durch Gewalt gegen Geistliche (z.B. die Ermordung P. Bernhard Stempfles in der ‘Nacht der langen Messer’ 1934) auf der Strasse (z.B. in Berlin, 1938 in Salzburg und Wien, Vernichtung des Palastes von Kardinal Innitzer).

Zudem empfing Hitler spätestens seit 1905 keine Sakramente mehr und hat bereits vorher kräftig gegen z.B. die Firmung protestiert.

Da bedurfte es keiner Feststellung des Sakramentsausschlusses mehr. Das war jedem Katholiken unter Kanonrecht bewusst. Politische Exkommunikationen hat man damals ebensowenig wie im kommunistischen Polen oder der Tschechoslowakei nach 1950 durchgeführt da diese nur kontraproduktiv wirken würden. Das war auch der Grund warum ‘Mein Kampf’ unter Druck des Bischofs von Trier und der deutschen Diplomatie in Rom 1934 nicht indiziert wurde, obwohl ‘Der Mythus des 20. Jahrhunderts’ wohl indiziert wurde.
Samstag, 16. Juni 2007 12:57
Hornet: „Geschichtsamateur“ Zahnfee???
„Wiens damaliger katholischer Bürgermeister Dr. Lueger: „Gleichgültig, ob man die Juden henkt oder köpft.“

Adolf Hitler ist von Dr. Lueger und seiner Politik beeindruckt. Allerdings stören den späteren Führer bei Lueger und den Christlichsozialen die einseitige Ausrichtung auf die katholische Kirche, „die Bindungen an den Klerus“. „

Weiteres gibts hier mit Quellenangaben:
http://ww3.das-weisse-pferd.com/…7/kirche_hitler.html
Samstag, 16. Juni 2007 12:55
Zahnfee: Mach die Scheuklappen weg!
„Nominell katholisch, heisst noch nicht katholisch. In Holland wäre Hitler exkommuniziert. “
Eure Sakramente gelten doch ewig, oder? Und wieso wurde er nicht exkommuniziert? So lange einer die Kohle zahlt ist gut?

„Hitler stand unter Einfluss Von Schönerers, nicht von Lueger oder der CSPÖ.“
Er stand unter beider Einfluss.

„Quelle. Noch nie gelesen.“
Wundert mich nicht.

„ Alfred Rosenberg, Bormann und Himmler waren Frühmitglieder. Und zutiefst antichristlich. Sogar der Antichrist Goebbels musste Bormann und Himmler manchmal bremsen.“
Es geht hier um Hitler, Adolf.

„In der ‘Stillen Hilfe’ war …
…einem Alois Hudal nicht bewusst. Sogar die Russen haben Kriegsverbrecher zur Flucht verholfen (v.a. Wissenschaftler). War deswegen die Sowjetunion auf einmal nazistisch? Wohl kaum.“

Was soll denn schon wieder diese Relativierung? Wir sprechen hier von der rk Kirche! nur weil das andere auch gemacht haben heißt das noch lange nicht, dass es gerechtfertigt war!
Samstag, 16. Juni 2007 12:26
Athanasius: @ANtikatholischem Autor und Geschichtsamateur Zahnfee
Wie ihr es auch immer schön reden wollt: Hitler war Mitglied der rk Kirche und zahlte bis an sein Lebensende seine Kirchensteuer. Schon als junger Mann stand erunter dem Einfluss der von der katholischen Kirche unterstützten Christlichsozialen Partei Österreichs.
Nominell katholisch, heisst noch nicht katholisch. In Holland wäre Hitler exkommuniziert. Hitler stand unter Einfluss Von Schönerers, nicht von Lueger oder der CSPÖ.

Die Judenverfolgung versteht er später als eine Fortsetzung des „Werkes der Kirche“.
Quelle. Noch nie gelesen.

Dass die Nazis später ihre Ideologie von den kirchlichen Wurzeln abzukoppeln versuchen
Alfred Rosenberg, Bormann und Himmler waren Frühmitglieder. Und zutiefst antichristlich. Sogar der Antichrist Goebbels musste Bormann und Himmler manchmal bremsen.

Unmittelbar nach 1945 ist das noch anders: Beide Kirchen setzen sich mit Engagement vor allem für die Verteidigung von Nazi-Kriegsverbrechern ein.
In der ‘Stillen Hilfe’ war Weihbischof Neuhäusler, Verfolgter des NS-Regimes und Häftling im KZ Dachau, aktiv. Nach 1945 hat es bekanntlich viele Lynchings von willkürlichen dt. Offizieren gegeben und auch Schauprozesse z.B. gegen litauische SS-Männer. Dass bei deren Fluchtverhelfung auch tatsächliche NS-Kriegsverbrecher mit raus nach Argentinien kamen, war damals einem Alois Hudal nicht bewusst. Sogar die Russen haben Kriegsverbrecher zur Flucht verholfen (v.a. Wissenschaftler). War deswegen die Sowjetunion auf einmal nazistisch? Wohl kaum.
Samstag, 16. Juni 2007 07:15
Zahnfee: Hitler und die Kirche
Wie ihr es auch immer schön reden wollt: Hitler war Mitglied der rk Kirche und zahlte bis an sein Lebensende seine Kirchensteuer. Schon als junger Mann stand erunter dem Einfluss der von der katholischen Kirche unterstützten Christlichsozialen Partei Österreichs.
Die Judenverfolgung versteht er später als eine Fortsetzung des „Werkes der Kirche“.
Allerdings – das ist wohl euer Vorwurf? – dachte er konfessionsübergreifend oder neudeutsch: ökumenisch! n In „Mein Kampf“ missbilligt er die Auseinandersetzung zwischen Katholen und Evangelen.

Dass die Nazis später ihre Ideologie von den kirchlichen Wurzeln abzukoppeln versuchen, kommt den beiden Großkirchen sehr gelegen.

Unmittelbar nach 1945 ist das noch anders: Beide Kirchen setzen sich mit Engagement vor allem für die Verteidigung von Nazi-Kriegsverbrechern ein. Der Vatikan ist in dieser Zeit Zufluchtsort für Kriegsverbrecher, die aus Deutschland fliehen. Von Rom aus verhilft ihnen die Kirche mit falschen Pässen zur Flucht nach Südamerika (z.B. Adolf Eichmann,Hans-Ulrich Rudel).
Samstag, 16. Juni 2007 06:58
Sozialkatholisch: Ein wirklich guter Artikel
Man darf auch nicht vergessen das Hitler gesagt haben soll das nur ein Katholik den Katholizismus in Europa auslöschen kann.
Samstag, 16. Juni 2007 06:58
Zahnfee: Rudolfus
„Diesen Luftkrieg haben keinesfalls „wir“ (Deutschland) begonnen, sondern das waren schon die Briten!
Lesen Sie doch die WK-II-Chronik!“

Mal sehen…

26. April 1937 – Guernica (okay, gehört noch nicht wirklich zu WK2, aber laut deiner 30jähriger Krieg-Theorie irgendwie schon)

1. September 1939 – Wielun

bis 28. September 1939 – Warschau

10. Mai 1940 – Freiburg (kleines Missgeschick der Luftwaffe… das waren wir selber… zu dumm, wenn man sich verfliegt und Dijon nicht findet)

12. Mai 1940 – Mönchengladbach (R.A.F., 35 Bomben sind gefallen)

14. Mai 1940 – Rotterdam

15.November 1940 – Coventry
Samstag, 16. Juni 2007 02:45
Athanasius: @Kurt K.
Dieser User ‘Christus vincit’ ist kein Repräsentant des Römischen Katholizismus, sondern eher ein zweifelhafter Katholik der gerne Neuheidentum toleriert auf Kosten der Kirche. Er vertritt keineswegs die Kirche.

Zu dem was C.vt. behauptete:
Hitler war bis zu seinem Lebensende Mitglied der katholischen Kirche!
Hitler hatte keinen Band mit der Kirche und schätzte die Mitgliedschaft nicht. (A. Speer, Im Dritten Reich, S. 96) Goebbels schrieb 1939 im Tagebuch: Der Führer ist tiefgläubig, aber zutiefst antichristlich.

Diese, insbesondere auch ihr sichtbares Oberhaupt, hatte einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf ihn.
Sieh oben. Pius XII. hat sogar einen Fernexorzismus gegen Hitler durchgeführt.

Die Katholiken im Deutschen Reich hatten bis zum Schluß die Möglichkeit, ihre Religion auszuüben (Konkordat!).
Unsinn. Hitlerjugendaktivitäten wurden gezielt am Sonntagmorgen geplant, Kirchen und Klöster gestürmt (Aktion Klostersturm 1941), und ab 1943 durften keine Geistlichen mehr ernannt werden bzw. in den Truppen auftreten wenn sie nicht auch Mediziner o.ä. waren. Feldbischof Rarkowski wurde ignoriert. Immer war die hl. Messe in den dt. SS-Einheiten verboten.

daß die katholische Kirche nach einem deutschen Sieg eben die Freiheit gehabt hätte, die ihr von Stalin und seinen Nachfolgern im Ostblock nicht gewährt wurde…!
Das darf C.v. vor Pater Maksymilian Kolbe usw. erklären. Und schlimmer als Stalin? Unter Stalin durfte Bischof Wyszynski wenigstens in Warschau noch predigen.
Freitag, 15. Juni 2007 22:49
Kurt K.: @ Schopenhauer
Ja, guter Einwand.
Freitag, 15. Juni 2007 22:25
Schopenhauer: Saudummes Geschwätz!
Man sollte die USA und London fragen, warum sie die Juden aus Hitlers Reich nicht haben wollten, nachdem die Nationalsozialisten mehrere Angebote an die USA und an Großbritannien gemacht haben.

Also: wenn „wir“ die Türken nicht mehr haben wollen, dann drohen wir einfach sie zu vergasen und machen „Angebote“ an alle möglichen Länder sie doch aufzunehmen, wenn sie’s verhindern möchten. Lehnen die dann ab, dann können wir auch nix dafür wenn wir wieder ein paar Millionen vergasen. „Wir“ haben da ja langsam Übung drin!
Freitag, 15. Juni 2007 20:05
Zahnfee: Rudolfus
„Vergleichen Sie doch einfach die Situation von Kirche und Staat unter Hitler und vergleichen Sie Stalins Staat!“

Hmmm, der Unterschied? Hitler kam mit Hilfe der christlichen Parteien, zu seinem Ermächtigungsgesetz und Stalin schaffte es ohne die russ.orth. Kirche seine gegenr zu eliminieren und als Nachfolger Lenins an die Macht zu kommen?
Freitag, 15. Juni 2007 20:00
Kurt K.: @ Rudolfus
Ist in Ordnung. Sie, Rudolfus, (ein kathole durch und durch) finden, dass Hitler gar nich so ein böser Mann war, weil Stalin auch böse war. Stalin war sowieso noch viel böser als Hitler, weil er die Kirche unterdrückt hat. Hitler wollte wahrscheinlich Polen nur überfallen, um es vor dem bösen Mann im Osten beschützen wollte und natürlich, um auch die Kirche in Polen vor dem bösesten zu schützen. Die paar Juden – mein Gott, wen juckt das schon, solange der Mörder in der katholischen Kirche ist. Den Hitler-Stalin Pakt hats natürlich nicht gegeben. Und Frankreich? Als das Land der bösen franz. Revolution gehörte es natürlich von einem nicht ganz so bösen Katholik (Hitler) erobert. Belgien, Holland? Ach, diese Popel-Länder- Verlust is halt immer. Wo gehobelt wird fallen Späne. Norwegen, Schweden? Auch gerettet vor dem Gottlosen Russen.

Die guten, gottgläubigen Nationalsozialisten! Wie habe ich ihnen Unrecht getan. Ich werde SOFORT in die NSDAP-AO eintreten. Doch halt: Mist, ich habe meinen Arier – Ausweis verloren. Schade. Dann eben doch nicht.

So gesehen ist Hitler natürliich ganz anders zu bewerten. Ist ja fast ein Verteidiger der Kirche. Schade eigentlich, da hätte ihn der Papst doch zum Kaiser krönen müssen, oder?
Freitag, 15. Juni 2007 19:46
Rudolfus: @Kurt K.
Dann brauchen Sie das gar nicht zu diskutieren, nachdem Sie ohnehin nicht die Wahl zu treffen haben.
Freitag, 15. Juni 2007 19:45
Kurt K.: @ Rudolfus
Wieso sollte ich Pest mit Cholera vergleichen?

Dieses relativieren von Hitlers Greuel-Regime mit Hilfe von Stalins Terror-Staat ist einfach sinnlos und zum KOTZEN.
Freitag, 15. Juni 2007 19:43
Rudolfus: @Kurt K. / Hitler & Stalin
Auch die von Hitler eroberten Staaten waren überwiegend katholisch, so daß anzunehmen ist, daß die katholische Kirche nach einem deutschen Sieg eben die Freiheit gehabt hätte, die ihr von Stalin und seinen Nachfolgern im Ostblock nicht gewährt wurde…!
Vergleichen Sie doch einfach die Situation von Kirche und Staat unter Hitler und vergleichen Sie Stalins Staat!
Freitag, 15. Juni 2007 19:38
Kurt K.: Hitler und die Kirche
Habe da grad ne Diskussion mit Christus Vincit in nem anderen Strang. Wenn seine Meinung stimmt, dann ist klar, warum der Papst nicht mit aller Härte gegen Hitler und seine Schergen vorgegangen ist:

Kurt K: Wenn Hitler gewonnen hätte, hätte es gehiessen Christus verpiss dich.

Christus Vincit:
…behaupten Sie so einfach. Woher wollen Sie das wissen? Was sind Ihre Anhaltspunkte für eine solche Behauptung? Hitler war bis zu seinem Lebensende Mitglied der katholischen Kirche! Diese, insbesondere auch ihr sichtbares Oberhaupt, hatte einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf ihn. Die Katholiken im Deutschen Reich hatten bis zum Schluß die Möglichkeit, ihre Religion auszuüben (Konkordat!). Auch die von Hitler eroberten Staaten waren überwiegend katholisch, so daß anzunehmen ist, daß die katholische Kirche nach einem deutschen Sieg eben die Freiheit gehabt hätte, die ihr von Stalin und seinen Nachfolgern im Ostblock nicht gewährt wurde…!
Freitag, 15. Juni 2007 19:29
Rudolfus: @Zahnfee
„…dafür aber alle Zivilsiedlungen der Deutschen in Schutt und Asche bombten…“
Vielleicht aus den gleichen Gründen wie auch Guernica, Coventry, Rotterdam, Londen u.a. Städte von der deutschen Luftwaffe bombadiert wurden? Wer einen krieg anzettelt braucht sich nicht zu beschweren, wenn mit den gleichen Waffen zurückgeschlagen wird, oder?

Diesen Luftkrieg haben keinesfalls „wir“ (Deutschland) begonnen, sondern das waren schon die Briten!

Lesen Sie doch die WK-II-Chronik!
Freitag, 15. Juni 2007 19:23
Zahnfee: Rudolfus
Wie ich bereits sagte, geht es mir um die Enzyklika, nicht prinzipell um Pacelli.

Aber gut: „Man sollte die USA und London fragen, warum…“
Sicherlich haben sich die USA und Großbritannien (ebenso wie andere außer-/europäische Länder) nicht vorbildlich verhalten – streitet keiner ab. Hierzu kann ich dir nur einen Besuch in Yad va-Shem empfehlen. Dort wird dieser Punkt auch ausführlich behandelt.

„Der Papst war von Hitlers Truppen umgeben, genauso wie die Katholiken Untertanen der Hitlerdikatur waren.“

„…dafür aber alle Zivilsiedlungen der Deutschen in Schutt und Asche bombten…“
Vielleicht aus den gleichen Gründen wie auch Guernica, Coventry, Rotterdam, Londen u.a. Städte von der deutschen Luftwaffe bombadiert wurden? Wer einen krieg anzettelt braucht sich nicht zu beschweren, wenn mit den gleichen Waffen zurückgeschlagen wird, oder?

„Pius XII. ist sicher in allem vorbildhaft gewesen…“
Nun, für die Sache der rk-Kirche sicherlich. Aber wieso hat er keinen Protest erhoben, obwohl der Abtransport der römischen juden mehr oder weniger genau unter seinem Fenster stattfand.
Der Vatikan bekam auch Nachricht von jeder Station des Zuges, mit dem die Juden von Rom nach Auschwitz transportiert wurden. Dennoch schwieg er. Statt dessen habe er sich mehr für die Schäden in Rom interessiert, die durch die Luftangriffe der Alliierten entstanden waren.

Wohl eine Frage der Sichtweise.
Freitag, 15. Juni 2007 19:00
Rudolfus: @Zahnfee
Der Papst war von Hitlers Truppen umgeben, genauso wie die Katholiken Untertanen der Hitlerdikatur waren.

Man sollte die USA und London fragen, warum sie die Juden aus Hitlers Reich nicht haben wollten, nachdem die Nationalsozialisten mehrere Angebote an die USA und an Großbritannien gemacht haben.

Und warum diese Staaten mit ihrer Lufthoheit die Lager erst durch Fußtruppen kurz vor Kriegsende befreien ließen, dafür aber alle Zivilsiedlungen der Deutschen in Schutt und Asche bombten.

Pius XII. ist sicher in allem vorbildhaft gewesen, keineswegs der US-Präsident und der U.K.-Ministerpräsident.
Freitag, 15. Juni 2007 18:56
Zahnfee: Rudolfus
War auch nicht meine Absicht ihm dies abzustreiten (wenn auch sein Eintreten deutlicher hätte sein können, aber diese Diskussion hatten wir schon einmal).

Es ging unds geht mir um die Bedeutung der Enzyklika.
Freitag, 15. Juni 2007 18:37
Rudolfus: @Zahnfee
Papst Pius XII. hat als einziger ausländischer Staatschef Hunderttausenden Juden das Leben gerettet.

Andere Staatschefs hatten die Möglichkeit dazu, taten das aber nicht.

Pius XII. hat vollkommen vorbildlich gehandelt, die Staatschefs des alliierten Auslandes, das die Lufthoheit hatte, nicht.
Freitag, 15. Juni 2007 18:34
Zahnfee: Etwas weniger Selbstbeweihräucherung
Der Blick der Enzyklika konzentriert sich leider nur auf den Binnenraum der Kirche und die unverfälschte Doktrin.
Begriffe wie Rasse, Volk oder Nutzen werden lediglich abstrakt theologisch argumentiert. Auf konkrete Vorfälle, gar Verbrechen außerhalb dieses Kirchenraumes wird nicht verwiesen.
Pacelli meidet in diesem Schreiben jede Anspielung auf die sich systematisch verschlechternede Situation der Juden und die sich aufbauende Judenverfolgung. Das Wort Jude kommt nicht einmal vor!
Die Kirche war verfolgt, das war das einzige was für Pacelli zählte.
Der römische Aufschrei traf die Kirchenpolitik Nazi-Deutschlands und verurteilte lediglich das pseudoreligiöse Gehabe der nationalsozialistischen Ideologie. Zugegebenermaßen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Allerdings verteidigte der Vatikan nur die Rechte der rk-Kirche und zentrale Glaubenswahrheiten. Der Schrei endete abrupt an den Grenzen der Kirche.
Das Eintreten für die elementaren Rechte aller Menschen war unterblieben!
Freitag, 15. Juni 2007 18:16
Rudolfus: @Schopenhauer
Lernen Sie Geschichte!
Freitag, 15. Juni 2007 18:15
Christus vincit †: Seine Worte in der Juden Ohr!
Nur oberflächliche Geister können der Irrlehre verfallen, von einem nationalen Gott, von einer nationalen Religion zu sprechen, können den Wahnversuch unternehmen, Gott, den Schöpfer aller Welt, den König und Gesetzgeber aller Völker, vor dessen Größe die Nationen klein sind wie Tropfen am Wassereimer, in die Grenze eines einzelnen Volkes, in die blutmäßige Enge einer einzelnen Rasse einkerkern zu wollen (Jes 11,15).
Freitag, 15. Juni 2007 18:12
Schopenhauer: @ Rudolfus
Der erste Kirchenfeind, das Alte Rom, war leider erst nach drei Jahrhunderten überwunden.

Tatsächlich? Obwohl die Evangelisten sich so rangeschmissen haben? Immerhin hat Rom seine „Hände in Unschuld“ gewaschen! Und der erste Christ war auch ein Römer („Wahrlich dieser Mann war Gottes Sohn!“)!
Von Feindschaft ist im NT jedenfalls nicht viel zu spüren. Eher von einem subtilen Werben.
Freitag, 15. Juni 2007 17:51
Rudolfus: @Christian Hüller
Die Zeit aller Kirchenfeinde hat immer irgendwann einmal ein Ende.
Der erste Kirchenfeind, das Alte Rom, war leider erst nach drei Jahrhunderten überwunden.
Freitag, 15. Juni 2007 16:57
Christian Hüller: Verbrecherbande
Richten wir unseren Augenmerk auf dieses kleine Detail: Verschiedene Priester wurden mit fabrizierten Anklagen Devisenvergehen oder moralischer Verfehlungen angeklagt.

Die verruchte braune Verbrecherbande hat sich natürlich nicht gescheut, Vertreter der Kirche auch moralisch oder im Hinblick auf ihr Vermögenshandeln anzugreifen.

Die größten Verbrecher und moralisch und weltanschaulich verkommensten Subjekte -wohl versteckt hinter ihren Staatstiteln und schmucken Uniformem- waren sich nicht zu fein dafür, im tiefsten Dreck zu wühlen und Priester und sonstige Kirchenleute
mit üblen Nachreden und verleumderischen Behauptungen in ihrer Integrität zu verletzen.

Aber am Ende sind sie alle aufgeflogen, die Bastarde, und heute haben sie zum Glück nichts mehr zu sagen.

Freitag, 15. Juni 2007 16:50
Alois Hudal: @Artikel, Enzyklika:
Zitat: „Wer die Rasse, oder das Volk…- die innerhalb der irdischen Ordnung einen wesentlichen und ehrengebietenden Platz behaupten – aus dieser ihrer irdischen Wertskala herauslöst, sie zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge.“

Hier hätte ich mir eine Unterscheidung zwischen dem geoffenbarten Schöpfergott, der volkstumsunabhängig ist, und der religiösen Verehrung im Brauchtum, die sehr wohl volkstumsabhängig ist, gewünscht.
Hitler selbst hat keinen eigenen Nationalgott gewollt, sehr wohl aber esotherische Kreise in der SS oder der Bewegung um Hauer. Für das Zitat aus der Schweizer Zeitung wünsche ich mir eine Belegangabe.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net