Petrusbruderschaft
Eine Absolution auf lateinisch
Die Priester der Petrusbruderschaft haben sich in der Erzdiözese Wien ihren Platz erkämpft. Ein Pater arbeitet auch – am Schreibtisch in der Nuntiatur.
Zu den Aufgaben der Petrusbruderschaft in Wien gehört auch das Beichtehören.
Zu den Aufgaben der Petrusbruderschaft in Wien gehört auch das Beichtehören.
© José Rodrigues, Creative Commons
(kreuz.net, Wien) In der jüngsten Ausgabe ihres monatlich erscheinenden ‘Mitteilungsblattes’ stellt die altgläubige Priesterbruderschaft St. Petrus ihr Priorat in Wien vor. Der Bericht stammt aus der Feder des deutschen Distriktsoberen Pater Axel Maußen.

Wie alles begann

Pater Maußen erinnert an die Anfänge der altrituellen Gemeinde in Wien.

In der Folge der unerlaubten Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre im Jahr 1988 bemühten sich einige Laien bei der Erzdiözese um eine Alte Messe.

Die Gruppe erhielt geistlichen Beistand vom damaligen Kaplan Reinhard Knittel, der heute als Rektor der Indultkirche von St. Pölten wirkt.

Die Anfänge von damals entwickelte sich zu einem vielfältigen Einsatzgebiet – so Pater Maußen: „Natürlich nimmt die Seelsorge für die Gottesdienstgemeinde des ‘Alten’ Ritus den ersten Rang dieses weitgesteckten Arbeitsfeldes ein.“

Die neue Kirche

Pater Maußen erklärt, daß sich die Gemeinde sehr gut entfaltet habe. Als einen Grund nennt er den zentral gelegenen Gottesdienstort in der Kapuzinerkirche – unweit des Stephansdoms.

Dort habe die Bruderschaft Menschen erreichen können, die zuvor noch keinen Kontakt zur Alten Liturgie gehabt hätten und in der Zwischenzeit dort verwurzelt seien.

Pater Maußen läßt unerwähnt, daß seine Bruderschaft in der Kapuzinerkirche werktags an einem Seitenaltar zelebrieren muß, während die Gläubigen außer Sichtweite in Richtung Hochaltar knieen.

Auch die Sonntagsmesse im Alten Ritus ist in der Kapuzinerkirche nur am Abend möglich. Das sei besonders für kinderreiche Familien problematisch – erklärt Pater Maußen.

Darum bemühte sich die Bruderschaft in Wien um eine eigene Kirche. Diese Suche war kürzlich von Erfolg gekrönt.

Jetzt besitzt die Bruderschaft ein eigenes Gotteshaus im 18. Bezirk – etwa eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt.

Während des laufenden Jahres will die Petrusbruderschaft prüfen, ob die Gläubigen die Kirche annehmen und die Kosten tragbar sind. Auch die Nutzungs- und Besitzrechte müssen mit der Erzdiözese Wien geklärt werden.

Die Messen in der zentralen Kapuzinerkirche bleiben unberührt.

Weitere Apostolate

Der Distriktobere berichtet auch über weitere Aktivitäten der Bruderschaft in Wien.

Die Wiener Altritus-Pfarrei ist sehr kinderreich: „Daher erteilen die Mitbrüder den in Altersgruppen aufgeteilten Kindern an bestimmten Nachmittagen Religionsunterricht und bereiten sie auf den Empfang der Sakramente vor.“

Heuer empfingen sechs Kinder der Gemeinde die Erstkommunion.

Ein Pater der Bruderschaft arbeitet von Montag bis Freitag und manchmal auch am Wochenende ganztätig für den Apostolischen Nuntius in Wien.

Ferner predigen die Priester regelmäßig Einkehrtage und stehen verschiedenen geistlichen Gruppen wie der Legio Mariä zu Vorträgen, Andachten sowie als Beichtväter zur Verfügung.

Als weiteres Arbeitsfeld nennt Pater Maußen die Beichtseelsorge im Stephansdom, für welche die Erzdiözese nur mit Mühe die notwendigen Priester auftreiben kann.

Die Priester der Wiener Niederlassung der Petrusbruderschaft sind dort sowohl an festen Zeiten, als auch zur Aushilfe mehrere Stunden in der Woche beschäftigt.

Im Wiener Stephansdom wird den ganzen Tag bis zehn Uhr abends Beichte gehört.
      
36 Lesermeinungen
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#36   Samhain   12:23:24 | Mittwoch, 20. Juni 2007
Dummes Zeug
„Pater Maußen läßt unerwähnt, daß seine Bruderschaft in der Kapuzinerkirche werktags an einem Seitenaltar zelebrieren muß, während die Gläubigen außer Sichtweite in Richtung Hochaltar knieen.“
Dem eifrigen Textparaphrasierer und Kommentator ist offenbar entgangen, daß der Kirchenraum in punto Größenordnung der Anzahl der Leute entsprechen sollte, weshalb Werktagsmessen häufig am Nebenaltären gefeiert wurden. – Dazu kommt, daß die kritisch abqualifizierte Kaiserkapelle eine der exquisitesten Gottesdienstorte der Welt ist, in jener berühmten Kapuzinerkirche, deren Krypta eben jene Kaiser bewahrt. Von „außer Sichtweite“ kann keine Rede sein. Und schließlich erlauben Gestühl und Chorgestühl eine unmittelbare Nähe zum Kaiseraltar.
Gelegentlich, z.B. an kleineren Marienfesten werden auch in Sankt Sebastian/Salzburg Messen der FSSP am Marienaltar (Seitenaltar) gefeiert.
Also bitte Hirn einschalten und Vorsicht mit vorschneller Kritik/Kritiksucht.
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#35   Rudolfus   12:00:53 | Dienstag, 19. Juni 2007
@Giuseppe / Priesterbruderschaft St. Petrus
Romulus, Rudolfus Heinrich von Ofterdingen/der Zweite drücken diesen TEUFLISCHEN Hass in diesem Forum aus. Sie lästern, spotten, verhöhnen die FSSP und spucken auf sie, wie römische Soldaten es mit dem Herrn gemacht haben, als er sich hingab und ans Kreuz genagelt wurde, angeblich resignierend, in Wirklichkeit aber trotz tiefster Erniedrigung den ewigen Sieg davontragend.
Nicht irgendwelche Dinge unterstellen, die nicht der Wahrheit entsprechen, denn damit sündigen Sie, bei schweren Unterstellungen sündigen Sie schwer!
Die St.-Petrus-Priesterbruderschaft ist außerdem nur wenig erwähnt worden, da sie ja in Rom auch nur eine Nebenrolle spielt.
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#34   Guiseppe   11:52:47 | Dienstag, 19. Juni 2007
TEUFLISCHER Hass gegen die Petrusbruderschaft
Romulus, Rudolfus Heinrich von Ofterdingen/der Zweite drücken diesen TEUFLISCHEN Hass in diesem Forum aus. Sie lästern, spotten, verhöhnen die FSSP und spucken auf sie, wie römische Soldaten es mit dem Herrn gemacht haben, als er sich hingab und ans Kreuz genagelt wurde, angeblich resignierend, in Wirklichkeit aber trotz tiefster Erniedrigung den ewigen Sieg davontragend. Selbstgerechtigkeit, Hochmut und Pharisäertum prägt das Denken der oben genannten Schreiberlinge. Doch gerade die Tatsache, dass die demütige Petrusbruderschaft die Piusbruderschaft zwar kritisiert, aber den Hass nicht erwidert, macht die Petrusbruderschaft so stark.
Wenn das Motu Proprio denn kommt, wird die – in sich zerstrittene – Piusbruderschaft ins Schwitzen kommen, nicht die Priester der heutigen Petrusbruderschaft, die Lefebvres Supergau am 30. Juni 1988 nicht mitmachen wollten und konnten.
Der Petrusbruderschaft geht es um das Seelenheil, der Piusbruderschaft wohl mehr um das eigene Heil.
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#33   Gotthard   22:32:27 | Montag, 18. Juni 2007
@nachtlaterne
solcher Art Priester gibt es nicht mehr… sind mit dem Entzweireißen des Vorhangs im Tempel für den Neuen Bund nicht mehr relevant.
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#32   Nachtlaterne   22:14:57 | Montag, 18. Juni 2007
MALEACHI:
2:1 Jetzt ergeht über euch dieser Beschluß, ihr Priester:
2:2 Wenn ihr nicht hört und nicht von Herzen darauf bedacht seid, meinen Namen in Ehren zu halten – spricht der Herr der Heere –, dann schleudere ich meinen Fluch gegen euch und verfluche den Segen, der auf euch ruht, ja, ich verfluche ihn, weil ihr nicht von Herzen darauf bedacht seid.
2:3 Seht, ich schlage euch den Arm ab und werfe euch Unrat ins Gesicht, den Unrat eurer Feste, und man wird euch zu ihm hinausschaffen.
2:4 Dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin, der diesen Beschluß über euch ergehen ließ, weil ich einen Bund mit Levi habe, spricht der Herr der Heere.
2:5 Mein Bund bedeutete für ihn Leben und Heil; beides gab ich ihm, dazu die Furcht: Er sollte mich fürchten und vor meinem Namen erschrecken.
2:6 Zuverlässige Belehrung kam aus seinem Mund, nichts Verkehrtes fand sich auf seinen Lippen, in Frieden und Aufrichtigkeit ging er mit mir seinen Weg, und viele hielt er davon ab, schuldig zu werden.
2:7 Denn die Lippen des Priesters bewahren die Erkenntnis, und aus seinem Mund erwartet man Belehrung; denn er ist der Bote des Herrn der Heere.
2:8 Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg und habt viele zu Fall gebracht durch eure Belehrung; ihr habt den Bund Levis zunichte gemacht, spricht der Herr der Heere.
2:9 Darum mache ich euch verächtlich und erniedrige euch vor dem ganzen Volk, weil ihr euch nicht an meine Wege haltet und auf die Person seht bei der Belehrung.
2:10 Haben wir nicht alle denselben V…
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#31   Czibo Nieznany   00:04:01 | Montag, 18. Juni 2007
Na und…
Vor Jahren hatte ich ein Meeting mit einem protestantischen Pfarrer. Nachdem er sich mehrmals über eine winzige Winzigkeit mehrmals entschuldigt hatte, bot ich ihm, kraft Taufe (!) an, ihm die Absolution zu erteilen, auf Lateinisch (Ego te absolvo…) oder auf Deutsch… Er fragte, weshalb ich das tuen würde uind ich sagte: Kraft Taufe darf ich das…!
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#30   Rudolfus   23:00:17 | Samstag, 16. Juni 2007
@Heinrich der Zweite
Kinder im Ungeist meinten Sie natürlich
Was die illegitimen „Christentumskinder“ betrifft, so können die natürlich nur „Kinder im Ungeist“ sein.
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#29   Gotthard   22:56:03 | Samstag, 16. Juni 2007
@Romulus
Es geht um Theologie und nicht um die Befriedigung folkloristischer Wünsche bei der Auseinandersetzung zwischen der Piusbruderschaft und Rom.
genau, deshalb kann Williamson auch sagen, dass er einer anderen Religion angehöre wie der katholischen Kirche.
Mit der Ritus-Folklore werden die Leute geködert – während es eigentlich um eine absolutistische Sicht von Kirchen und Welt geht… um einen Kampf gegen die Aufklärung auch in der Kirche.
Wer die Volk-Gottes-Theologie ablehnt, muss auch den heutigen römischen Ritus ablehnen – der Ausdruck dieser Theologie ist.
Wer allerdings dem Absolutismus in Welt und Kirche immernoch anhängt, kann mit diesem Ritus nichs anfangen – und muss zum tridentinischen Zuflicht nehmen – der Ausdruck des Absolutismus des Klerus in der Kirche war und ist.
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#28   HeinrichderZweite   22:53:13 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Rudolfus,
Kinder im Ungeist meinten Sie natürlich.
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#27   Rudolfus   22:37:31 | Samstag, 16. Juni 2007
@Sirilo
Die illegitimen Kinder des Christentums können höchstens „Kinder im Geiste“ sein, aber es ist ohnehin nur ein Vergleich gewesen.
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#26   Romulus   22:11:57 | Samstag, 16. Juni 2007
@RodolfoPanetta: Petrus – Pius – Theologie – Folklore
Warum geht das nicht überall?
… weil diese Typen der Petrusbruderschaft der Lächerlichkeit preisgegeben sind. Wer fragt denn noch nach einer Priesterbruderschaft St. Petrus, wenn das Moto Proprio zur Tridentinischen Messe erst mal raus ist und jeder Pfarrer, wenn er Bock hat, diese Messe feiern darf? Ich kann es ihnen sagen: „Kein Mensch wird mehr danach fragen.“ Die Folkloristen werden mit dem MP bestens bedient sein und als Folge wird die Priesterbruderschaft St. Petrus aussterben. Glauben Sie bloß nicht, es gehe um barocke Caseln, Soutanen und lateinische Formeln.
Es geht um Theologie und nicht um die Befriedigung folkloristischer Wünsche bei der Auseinandersetzung zwischen der Piusbruderschaft und Rom. Und eben um jene ehrliche Auseinandersetzung hat sich die Petrusbruderschaft gedrückt: Sie hat ihre Theologie der Folklore geopfert von 1988 bis heute und ist deshalb im letzten unglaubwürdig.
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#25   Sirilo   20:00:01 | Samstag, 16. Juni 2007
@Rudolfus
Wenn das Christentum illegitime Kinder hätte, so würde das ja bedeuten, daß es fremdgegangen ist bzw. Ehebruch begangen hat…
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#24   Rodolfo Panetta   18:56:43 | Samstag, 16. Juni 2007
Warum nicht überall so?
Hier wird doch sichtbar, wie die Petrusbruderschaft zum Heil der Seelen wirken kann, wenn man sie nur läßt. Warum geht das nicht überall?
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#23   Typ   18:30:20 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Die Oberhoheit über die Beurteilung des rechten Glaubens hat das Lehramt unter Führung des Papstes.
Die hat es auf dem II. Vatikanischen Konzil wahrgenommen und den Glauben verbindlich in „Dogmatischen Konstitutionen“ formuliert.
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#22   Rudolfus   18:11:27 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Erst lesen, dann schreiben
Übrigens sind scholastische Disputationen keineswegs Träger des Lehramts.
Davon ist auch gar nicht die Rede, sondern von Trägern der Wissenschaft der Theologie und des Lehramtes, die ja nicht ident sind.
Die Oberhoheit über die Beurteilung des rechten Glaubens hat das Lehramt unter Führung des Papstes.
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#21   Typ   18:07:06 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Und wer stellt fest, was katholisch ist?
Die Kirche in Form des Lehramts (z.B. II. Vat. Konzil) oder Rudolfus, dem die Letztentscheidung über lehramtliche Äußerungen zukommt?
Übrigens sind scholastische Disputationen keineswegs Träger des Lehramts.
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#20   Rudolfus   18:05:09 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Katholische Theologie und Lehramt
Das sind auch Träger der katholischen Theologie und des Lehramtes.
Dazu muß man einmal katholisch sein.
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#19   Typ   18:03:35 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Wohl noch nie eine scholastische Disputation gelesen, was? Zählen Sie mal, wieviel Schriftzitate da vorkommen!
Wohl noch nie Benediktsregel gelesen, was? Zählen Sie mal, wie oft dort Schriftzitate als Begründung für bestimmte Klosterregeln angeführt werden!
Wohl Konzil von Trient nicht gelesen, was? Zählen Sie mal, wie oft dort Schriftzitate als Begründung für dogmatische Aussagen angeführt werden!
Wohl noch nie Neues Testament gelesen, was? Zählen Sie mal, wie oft dort Schriftzitate (aus dem AT) als Begründung für alles Mögliche angeführt werden!
Stimmt, die Kinder der katholischen Kirche sind alle katholisch: Der Ritus von 1570, der Ritus von 1962, der Ritus von 1969 – und sogar das Konzil von Nikaia, das das Knien an Sonntagen untersagt.
Konkret: Ist Ihrer Meinung nach der can. 20 des Konzils von Nikaia kein legitimes Kind der katholische Kirche? Ist es also unkatholisch, wenn jemand die Weisung des ältesten Konzils beachtet und am Sonntag sich nicht hinkniet?
Legitimes Kind oder illegitimes Kind?
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#18   Rudolfus   16:30:17 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Bibelzitieren
Die katholische Kirche kennt keine Bibelstreitereien mit Zitaten, für die sich leicht Gegenzitate finden lassen.
Das Wort von den „illegitimen Kindern des Christentums“ ist auch nur eine religionswissenschaftliche Betrachtung, denn legitime Kinder der katholischen Kirche können per definitionem nur Katholiken sein.
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#17   Typ   16:16:35 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Die nichtlegitimen Kinder sind für die göttliche Kirche ohne Bedeutung.
Hm, ja, is klar.
Mt 15,24
Lk 5,31
Lk 15,4
Symbolum: „propter nos homines“
Hm. Ja. Ohne Bedeutung für die Kirche. Klar.
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#16   Rudolfus   16:05:27 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Legitime und Nichtlegitime
Das Christentum hat schier unendlich viele Kinder – es gibt aber, wie Sie korrekt bemerken, legitime und nichtlegitime „Kinder im Geiste“.
Das rechtgläubige Christentum ist nur die eine Kirche Jesu Christi mit dem Petrusnachfolger.
Die nichtlegitimen Kinder sind für die göttliche Kirche ohne Bedeutung.
Denn nur der legitime Erbe erbt das Himmelreich, nicht der nichtlegitime!
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#15   Typ   16:01:56 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Auch die Phase der Gegenreformation ist nur eines von vielen Kindern des Christentums.
Auch das Missale von 1570 ist nur eines von vielen Kindern des Christentums.
Auch der Tabernakel auf dem Hochalter ist ein erst 1614 geborenes Kind des Christentums – es gibt viele andere.
Und alle diese Kinder sind legitime Kinder.
Auch wenn die Tradis immer meinen, nur die 1570 geborenen Kinder seien legitim.
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#14   Rudolfus   15:58:48 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Aufklärungszeitalter in der christlichen Theologie
Dieses Zeitalter ist für die rechtgläubige katholische Theologie wenig bedeutend und hat nur eine Masse an Irrlehren voll falschem Menschenstolz und Menschenselbstvergötzung hervorgebracht.
Zudem ist dieses Zeitalter nur eines der vielen Kinder des Christentums.
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#13   Typ   15:56:06 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Eben! Und was soll dann an der Aufklärung schlecht sein? Die Prinzipien der Aufklärung (Vernunft) haben noch nie dem Glauben und der Theologie widersprochen.
Danke, dass Sie es nun endlich auch zugeben.
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#12   Rudolfus   15:53:00 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Die Vernunft in der Theologie
Aber um festzustellen, dass dieser Fall vorliegt, braucht man: richtig, die Vernunft, die man über die Autorität stellt!
Und somit ist der Pius-Verein einer, der in der Tradition der Aufklärung steht.
Die Vernunft war schon immer ein wichtiger Gegenstand katholischer Theologie – und das anderthalb Jahrtausende vor irgendeinem „Vernunftzeitalter“ in Europa.
Die katholische Theologie kommt bestens ohne die europäische Neuzeit aus.
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#11   Typ   15:39:48 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Rudolfus
Keine kirchliche Autorität darf den Glauben an Häresien gegen die katholische Lehre fordern – kein Konzil, und auch kein Papst.
Sehr richtig! Aber um festzustellen, dass dieser Fall vorliegt, braucht man: richtig, die Vernunft, die man über die Autorität stellt!
Und somit ist der Pius-Verein einer, der in der Tradition der Aufklärung steht.
Und sich noch dazu in seinem Vernunfturteil irrt – aber das nur am Rande.
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#10   HeinrichderZweite   15:35:17 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Typ,
Und was tut denn die Pius-Sekte, wenn sie ungehorsam gegen das Konzil und die kirchliche Autorität ist? Sie stellt ihr eigenes Urteil über das der Kirche.
Ach je! Sie hat nur das Urteil der ca. 2000 Jahre Kirche vor dem 2.Vatikanum über die Irrtümer des Konzils gestellt. Und sie bediente sich dabei des Satzes: „Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen.“
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#9   Rudolfus   15:27:56 | Samstag, 16. Juni 2007
@Typ / Das Pastoralkonzil
Und was tut denn die Pius-Sekte, wenn sie ungehorsam gegen das Konzil und die kirchliche Autorität ist? Sie stellt ihr eigenes Urteil über das der Kirche.
Keine kirchliche Autorität darf den Glauben an Häresien gegen die katholische Lehre fordern – kein Konzil, und auch kein Papst.
Ein Konzil, das Irriges lehrt, das stellt seine Autorität über die Autorität der Kirche.
Das II. Vaticanum war ein Pastoralkonzil für 1962-65 und ist für die Kirche ohne Wert.
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#8   Typ   15:15:24 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Heinrich der Zweite
„Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen“ – so das oft zitierte Schlagwort der Aufklärung.
Und was tut denn die Pius-Sekte, wenn sie ungehorsam gegen das Konzil und die kirchliche Autorität ist? Sie stellt ihr eigenes Urteil über das der Kirche.
Und dann gegen Aufklärung sein? Ist ja lächerlich. Ohne Aufklärung würde mit solchen Leuten wie den Pius-Anhänger, die dem Papst und dem Konzil erzählen wollen, was er zu tun und zu lassen hat, kurzer Prozess gemacht. Sehr kurzer sogar. Könnte tödlich enden.
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#7   HeinrichderZweite   15:10:54 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Typ,
ansich ist die alte Messe schlecht, da sie die Menschen von den Segnungen der Aufklärung wegführt, die in der katholischen Kirche durch das zweite Vatikanum eingeführt wurde. Allerdings ist sie gut, soweit sie Menschen von der bösen Priesterbruderschaft St. Pius X wegführt. Insoweit kann sie zugelassen werden und so törichten Menschen, wie den Priestern der Priesterbruderschaft St. Petrus oder so skurrilen Menschen wie „Pater“ Goesche zugestanden werden. Bedingung ist jedenfalls, dass man „seine“ Gläubigen von der Priesterbruderschaft St. Pius X mitbringt, gemäß dem Motto: divide et impera. Wenn die Priesterbruderschaft St. Pius X kaputt gemacht ist, dann kann man die alte Messe ja kollektiv und für alle verbieten und den rückständigen, verstockten Priestern die Errungenschaften der Aufklärung und der Humanität per Gehorsamspflicht aufzwingen.
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#6   Typ   14:57:45 | Samstag, 16. Juni 2007
@ Romulus und Heinrich
Also entweder die authentische Lehre von kreuz.net ist wahr, dann ist allein der Ritus von 1962 schon der pure Heilsbringer, der die Ex-Katholische-Kirche wieder auf den Pius-Heilsweg bringt. Dann aber dürften modernistische Untermenschen wie Bischof Schönborn solche Gottesdienste niemals zulassen.
Oder, hm, ja oder die authentische Lehre von kreuz.net ist irrig, und es gibt 1962er-Messen, die nicht gut sind?
Welches von beidem stimmt denn nun?
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#5   Romulus   14:39:27 | Samstag, 16. Juni 2007
Belächelt, und nicht geliebt
Diese Petrusbruderschaft ist ein Trauerspiel; weder Fisch noch Fleisch. Ein zahnloser – von den offiziellen – belächelter Tiger. Am Beispiel der Petrusbruderschaft läßt sich prima studieren, wie man in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Zerstörung (der Ideale) durch (modernistische) Umarmung. Folklore bleibt dann übirg. Das wissen diese Petrusbrüder auch.
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#4   HeinrichderZweite   14:29:42 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Typ,
das passt schon zusammen. Wenn es darum geht der Priesterbruderschaft Pius X zu schaden, dann springt die Amtskirche hat schon mal über ihren Schatten. Dem alten Ritus geht es nur deshalb so gut in Wien, weil es die Piusbruderschaft gibt. Ohne Piusbruderschaft gäbe es auch keine Notwendigkeit ihr zu schaden und damit auch keine Petrusbruderschaft.
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#3   Typ   14:10:48 | Samstag, 16. Juni 2007
Und übrigens
Ich dachte eigentlich, nach authentischer Lehrmeinung von kreuz.net sei der Erzbischof von Wien ein dreckiger Untermensch und einer perverser Sodomistenfreund, der eigentlich im KZ verbrannt gehört anstatt auf einem Konsistorium zum Kardinal kreiert.Und jetzt muss ich lesen, dass es der Petrusbruderschaft ja doch relativ gut in Wien zu gehen scheint.
Wie ist das zu erklären, wenn der Bischof doch eine so verkommene Häretikersau ist? Bitte um eine Antwort der Redaktion, danke!
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#2   HeinrichvonOfterdingen   14:07:14 | Samstag, 16. Juni 2007
Lieber Typ,
dann halt neu-ungläubig. Kleines Versehen der Redaktion.
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#1   Typ   14:04:37 | Samstag, 16. Juni 2007
Altgläubig?
Wer kommt nur auf diese hanebüchene Bezeichnung „altgläubig“? Die Petrusbruderschaft anerkennt – im Gegensatz zur Piussekte – den Papst und ist Teil der katholischen Kirche. Sie anerkennt – im Gegensatz zur Piussekte – das II. Vatikanische Konzil. Sie hat aber das Recht, ihre Liturgie nach den Büchern von 1962 zu feiern.
Mithin ist die Petrusbruderschaft „altrituell“, aber keineswegs „altgläubig“.
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