Nationalsozialismus
Der Weihbischof entließ die Jugendlichen mit einem Aufruf
Was ist der Unterschied zwischen dem Juni 1964 und dem Juni 2007. Diese Frage ist schnell beantwortet. Von Hubert Hecker.
Rauch aus der Euthanasie-Anstalt Hadamar
Rauch aus der Euthanasie-Anstalt Hadamar
(kreuz.net) Im Jahr 2006 erschien das Buch „Hadamar. Heilstätte – Tötungsanstalt – Therapiezentrum“. In dessen Vorwort heißt es:

„Wirtschaftswunderzeit und Kalter Krieg ließen die Aufarbeitung und rechtliche Sühne der Verbrechen in den Hintergrund treten. Von den Tätern und Opfern sprach bald keiner mehr.

Mit den Studentenunruhen von 1968 (…) brach jedoch eine Zeit an, in der das Schweigen über die nationalsozialistischen Verbrechen in der Psychiatrie und ihre Opfer nicht mehr hingenommen wurde.“


Das Interpretationsschema „Verdrängen der nationalsozialistischen Verbrechen im ‘Mief der Adenauerzeit’ und Bewältigen der Hitlerzeit seit den 68ern“ ist bis heute in fast alle Köpfe eingeschweißt.

Doch selbst in den weiteren Kapiteln des oben genannten Buches erweist sich diese These als linke Verdrehung der Wirklichkeit.

Schon 1947 informierte die Presse über die Ermordung von mehr als 14.000 kranken und behinderten Menschen in der „Landesheilanstalt Hadamar“. Die Berichterstattung stand im Kontext der Hadamar-Prozesse in Frankfurt, bei denen sechs Todesurteile gefällt und drei achtjährige Zuchthausstrafen verhängt wurden.

Gedenkstätte Hadamar
Die Angeklagten des zweiten Hadamar-Prozeßes vor dem Frankfurter Landgericht 1947. 2. Reihe von rechts die beiden Mörderärzte Dr. Bodo Gorgass und Dr. Adolf WahlmannZeitungsbild des berüchtigten Euthanasie- Gutachterarztes Dr. Werner Heyde anläßlich der Einlieferung in das Limburger Untersuchungsgefängnis im August 1961. Heyde entzog sich am 18. 2. 1964 durch Selbstmord dem Prozeß vor dem Limburger Landgericht.Ein Relief im Eingangsbereich des Landeskrankenhaus mahnt zum Gedenken an die Terrorzeit.

Dabei war der Begründungsbezug der Richter auf das Naturrecht – und damit die Negierung des gesetzten oder vereinbarten Rechts der Nationalsozialisten – grundlegend:

„Über dem Befehl des Tyrannen stehen die ewig gültigen Gesetze der Ethik. Wenn es keine unwandelbare Ethik und Moral gibt, dann, meine Herren Richter, zerreißen Sie ihre Roben“ – sagte der damalige sozialdemokratische Anklagevertreter Adolf Arndt.

Im Jahr 1960 nahm der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer erneut die Ermittlungsverfahren gegen 29 in den Nachkriegsjahren „nicht auffindbaren Beschuldigten“ auf.

Im Februar 1964 begann am Landgericht Limburg der Prozeß gegen hochrangige Organisatoren der nationalsozialistischen Krankenmorde.

Einer der Angeklagten, der berüchtigte Obergutachter Dr. Werner Heyde, verübte eine Woche vor Prozeßbeginn Selbstmord.

Mordkiste Hadamar

Mit der Übernahme der Landesheilanstalt Hadamar in den Landeswohlfahrtsverband Hessen 1953 wurde eine erste symbolische Gedenkstätte im Eingangsbereich der Anstalt errichtet.

Ein Relief mahnt bis heute „Zum Gedächtnis“ an die Toten aus der Terrorzeit „1941 -1945“.

An der Einweihungsfeier am 13. März 1953 nahmen Schüler und Lehrer des Hadamarer Gymnasiums teil. Landesrat Dr. Friedrich Stöffler († 1982) hielt die Gedenkrede.

Dabei erklärte er, daß das Programm zur Beseitigung sogenannt lebensunwerten Lebens – das lange vor der Hitlerzeit in weiten Kreisen der Bevölkerung virulent war – „vom Nationalsozialismus in grauenhafter Weise in die Tat umgesetzt“ worden sei.

„Diese Tat bedeutet die Abkehr von dem abendländischen Sittengesetz, das den Menschen gebietet, den Nächsten zu lieben wie sich selbst und in lapidaren Worten gebietet: Du sollst nicht töten.“

1961 veröffentlichte der gleiche Dr. Stöffler als inzwischen pensionierter zweiter Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen eine historische Arbeit unter dem Titel „Die ‘Euthanasie’ und die Haltung der Bischöfe im hessischen Raum 1940 – 1945“.

Das Werk erschien im „Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte“, Band 13.

Im selben Jahr publiziert der Autor Alfred Hermanns in Dortmund das Buch „Die Mordkiste von Hadamar“. Es enthält eine Erzählung aufgrund authentischer Dokumente und wahrer Begebenheiten.

Im Bertelsmann-Verlag Gütersloh erschien schon im Jahre 1955 das Buch der Hadamarer Schriftstellerin Maria Mathi († 1961) „Wenn nur der Sperber nicht kommt“.

Darin wird die Ermordung der Behinderten im Krankenhaus hoch über der Stadt als Bedrohungskulisse für die Deportation der Juden dargestellt.

Schließlich wurde im Jahre 1964 der anstaltseigene Friedhof, auf dem die nationalsozialistischen Krankenschlächter 4.000 Opfer würdelos in Massengräbern verscharrt hatten, zu einer Gedenklandschaft umgestaltet.

An den Kosten beteiligten sich die hessische Landesregierung und die damalige Adenauer-Regierung.

Im Mittelpunkt des Gedenkfriedhofs steht bis heute die Stele mit der Aufschrift: „Mensch achte den Menschen“.

Die örtliche Zeitung berichtete damals, daß weitere Gedenksteine daran erinnern sollten, „daß hier in der nationalsozialistischen Terrorzeit Menschen verschiedenen Glaubens und verschiedener Nationen den Tod gefunden haben“.

2.000 Jugendliche

Der damalige Präsident der evangelischen Landeskirche von Hessen und Nassau, Martin Niemöller († 1984) stellte bei der Einweihungsfeier am 18. September 1964 die Frage, ob aus den nationalsozialistischen Verbrechen die nötigen Lehren gezogen würden:

„Genügen Menschlichkeit und guter Wille?“ fragte auch der katholische Stadtpfarrer Hans Schlitt in seinem Grußwort.

Er mahnte die Ehrfurcht vor der Heiligkeit des Lebens an, die in Gott, dem Schöpfer des Lebens, begründet ist.

Drei Monate vorher hatte das Bistum Limburg zu einer Großveranstaltung nach Hadamar aufgerufen.

2.000 katholische Jugendliche waren am 17. Juni aus allen Dekanaten des Bistums mit ihren Gruppenfahnen und Vortragskreuzen nach Hadamar gekommen, um in einer Gedächtnis- und Sühnewallfahrt an die unzähligen Opfer des nationalsozialistischen Terrors zu erinnern.

Bei einer Statio auf dem Marktplatz in Hadamar legte der damalige Diözesan-Jugendpfarrer, Hw. Christian Jung, in einem detaillierten und „nüchternen Bericht die Schandtaten dar, die zwischen 1940 und 1945 nur ein paar hundert Schritte entfernt von dieser Stelle in der Landesheilanstalt an wehrlosen Kranken und Gefangenen verübt wurden“ – so die ‘Nassauische Landeszeitung’ vom 19. Juni 1964.

Anschließend zog die Gedächtnis-Wallfahrt zur Gnadenkapelle des Herzebergs hoch über der Stadt.

Auf diesem Berg – ein Pendant zu der Anhöhe gegenüber, auf dem die nationalsozialistischen Krankenmorde begangen wurden – hatten die Jesuiten vor 300 Jahren eine Gnadenkapelle zur Mater Consolatrix erbaut, zur Ehren Marias, der Mutter der Betrübten.

Auf dem Platz vor dem barocken Marienheiligtum zelebrierte der damalige Weihbischof von Limburg, Mons. Walter Kampe († 1998), eine Heilige Messe, in der er auch predigte:

„Was muß geschehen“ – fragte der Weihbischof – „um die Unmenschlichkeiten des Hitlerreiches nicht wieder aufleben zu lassen?“

Zur Antwort auf diese Frage müsse man – gerade am 17. Juni – einen Blick über den Eisernen Vorhang und die Mauer in Berlin werfen, wo die Menschen einem ähnlichen Druck ausgesetzt seien wie unter dem Nationalsozialismus.

Wo die Gottlosigkeit beginne, da fange die Gefahr für die Menschen an.

Er rief die Christen dazu auf, diesen gefährlichen Tendenzen das Zeichen des Kreuzes entgegenzusetzen.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Weihbischof an die „beispielhafte Haltung der Limburger Bischöfe, Mons. Antonius Hilfrich († 1947) und Mons. Ferdinand Dirichs († 1948), die in Zeiten größter Bedrohung durch die Nationalsozialisten Widerstand leisteten sowie jene Hadamarer Bürger, die ihre Bischöfe über die in den Mauern ihrer Stadt begangenen Untaten unterrichteten“.

Der Weihbischof entließ die Jugendlichen mit dem Aufruf, die Kenntnisse und die Lehren aus den mörderischen Ereignissen von Hadamar im ganzen Land zu verbreiten.

Das war im Juni 1964. Im Juni 2007 ist die Euthanasierung lebensunwürdigen Lebens schon längst wieder ein Thema.

Der Autor war 13 Jahre pädagogischer Mitarbeiter der Gedenkstätte Hadamar.
      
23 Lesermeinungen
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#23   GerdEric   08:42:17 | Freitag, 22. Juni 2007
@VirFortis
Na, sind wir nicht irgendwie alle „Sonderlinge“? ;-)
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#22   VirFortis   12:10:15 | Montag, 18. Juni 2007
@Leblhuber
„Mir auf die Schulter klopfen dürfen Sie erst, wenn Sie der Sprache Ihrer Vorfahren gerecht werden. Zur Zeit sieht es noch nicht danach aus. Ihre Postings sollten Sie einem Sprachcheck unterziehen, bevor Sie loslegen.“
Das Schulterklopfen wäre nett gemeint gewesen um Ihnen wenigstens einmal ein Gefühl von Wertschätzung (also ein Erfolgserlebnis)zu vermitten. Therapeuthisch soll das hochwirkungsvoll sein.
Im Übrigen ist die Befrachtung dieses Forums mit ihren
abstrusreligiösen Vorstellungen, die es unmöglich machen sie ernst zunehmen da sie sich (unfreiwillig) als peinlich sektiererischer philosemitischer Sonderling outen mit der Zeit nervig.
l.g
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#21   Gunsenum   09:15:50 | Montag, 18. Juni 2007
Herr Leblhuber!
Meine Grüße nach Österreich!
Besser hätte man das Anliegen, Rudolfson und Konsorten ihre Lächerlichkeit zu vergegenwärtigen, nicht ins Wort bringen können! Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen! :-)
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#20   Leblhuber   01:44:07 | Montag, 18. Juni 2007
VirFortis:
Leblhuber bemüht sich hier seine Privatvision eines auf seinen semiprofissionellen Schhriftauslegung basierdenden Christentums zu präsentieren, welches nach seinem Ideal gemäß bescheiden als Beiwagerl seiner wahren Herzensreligion – dem Judentum – eine ethisch – humanistische Philosophie bilden soll. Nicht zu übersehen ist sein barockes Popanzgehabe mit dem er die Lächerlichkeit und Nichtigkeit seiner abstrusitäten kaschien will.
Geben wir uns einen Ruck und klopfen ihm auf die Schultern und lachen wir erst wenn er zur Tür hinaus ist …
Mir auf die Schulter klopfen dürfen Sie erst, wenn Sie der Sprache Ihrer Vorfahren gerecht werden. Zur Zeit sieht es noch nicht danach aus. Ihre Postings sollten Sie einem Sprachcheck unterziehen, bevor Sie loslegen.
Der Rest Ihres Postings ist nicht kommentierbar.
Stottern Sie?
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#19   VirFortis   01:30:23 | Montag, 18. Juni 2007
Rudolfus
Na immerhin hatte sein Großvater eine solide Weltanschauung wenn er ein Dollfußbild ans Fenster gelegt hat. Vermutlich aber war er zu lasch in der Erziehung und hat ihm zu viel Flausen durchgehenlassen – da kommt dann sowas raus… :-D
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#18   Rudolfus   01:21:09 | Montag, 18. Juni 2007
@VirFortis
Solange er sich gut unterhält …
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#17   VirFortis   01:16:36 | Montag, 18. Juni 2007
Rudolfus/Lebi
Rudolfus – Leblhuber bemüht sich hier seine Privatvision eines auf seinen semiprofissionellen Schhriftauslegung basierdenden Christentums zu präsentieren, welches nach seinem Ideal gemäß bescheiden als Beiwagerl seiner wahren Herzensreligion – dem Judentum – eine ethisch – humanistische Philosophie bilden soll. Nicht zu übersehen ist sein barockes Popanzgehabe mit dem er die Lächerlichkeit und Nichtigkeit seiner abstrusitäten kaschien will.
Geben wir uns einen Ruck und klopfen ihm auf die Schultern und lachen wir erst wenn er zur Tür hinaus ist … :)3
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#16   Rudolfus   01:04:34 | Montag, 18. Juni 2007
@Leblhuber / Temporäres und Ewiges
Mir gefällt es in Österreich. Ich bin da geboren, habe eine gute Ausbildung genossen, genieße einen beträchtlichen Wohlstand und habe erkannt, dass Menschen Ihrer Couleur nicht zu hassen, sondern vielmehr zu bedauern sind.
Ihr Einfluss ist gleich 0…
Zuerst weise ich sicher darauf hin, daß Österreich sehr viel Gutes für die Welt geleistet hat, und entsprechend stolz darf man auch zu dieser Größe stehen – abseits aller Wienerischen Prognosen.
„Vernachlässigbare Größen“ etc., das ist alles der Zeit unterworfen – sehen Sie nur Österreich vor 1918, nach 1934, nach 1938, nach 1945 etc.
Ähnlich auch der Einfluß der Kirche in der Welt vor diesen genannten Wendedaten.
Die Kirche ist göttlicher Herkunft und deshalb weiß sie auch, wer den tatsächlichen Endsieg bereits in der Tasche hat.
Wie’s dazwischen mit der Kirche zugeht, bis der letzte Tag des Herrn auf uns zukommt, das darf den Christen wenig kümmern – und den Gläubigen kümmert „die Welt“ tatsächlich auch wenig, wohl aber die Kirche.
Alle im Pilgerstand auf Erden haben die Möglichkeit, mit der Kirche zu gehen, oder ohne Kirche zu gehen – und diese Entscheidung wird auch bestimmen, wo jeder am letzten Tag des Herrn stehen wird, nämlich zur Rechten oder zur Linken.
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#15   Leblhuber   00:29:01 | Montag, 18. Juni 2007
Rudolfus:
Sie geben 1:1 die Propaganda aus dem Wiener Rotfunk und aus den SP-nahen Medien wieder.
Sie sind das beste Beispiel für staatliche Indoktrination.
Wären Sie in den USA, würden Sie an die Bush-Medienpropaganda glauben.
Jedem, dem es in Wien nicht gefällt, der kann ja nach Amerika gehen.
Mir gefällt es in Österreich. Ich bin da geboren, habe eine gute Ausbildung genossen, genieße einen beträchtlichen Wohlstand und habe erkannt, dass Menschen Ihrer Couleur nicht zu hassen, sondern vielmehr zu bedauern sind.
Ihr Einfluss ist gleich 0. Ihre Einfältigkeit entschuldigt Ihren Fanatismus. Sie sind eine vernachlässigbare Größe in der Gesellschaft. Es ist meine ethische Grundhaltung, die mich veranlasst, mich mit Ihnen überhaupt auseinanderzusetzen. Und es ist nebenbei auch unterhaltend.
Auf Ihre Meinung inhaltlich detailliert einzugehen, wäre verschwendete Zeit. Es genügt mir, Ihnen und Ihren Gesinnungsfreunden Ihre Bedeutungslosigkeit immer wieder vor Augen zu führen.
Ihre Marginalität sollte Ihnen bewusst werden und Sie zum Denken bewegen.
Wohl eine vergebliche Hoffnung!
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#14   Rudolfus   23:58:35 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Leblhuber
Dass Sie nicht alle Tassen im Schrank haben, beweist Ihr Verweis auf Karl Habsburg-Lothringen.
Dieser Selige bringt die Hühner zum Lachen. Eine Wunderheilung von Krampfadern befördert einen unfähigen Politiker in die Sphäre der Seligen und liefert den kath. Glauben dem Gelächter aus.
Sie geben 1:1 die Propaganda aus dem Wiener Rotfunk und aus den SP-nahen Medien wieder.
Sie sind das beste Beispiel für staatliche Indoktrination.
Wären Sie in den USA, würden Sie an die Bush-Medienpropaganda glauben.
Jedem, dem es in Wien nicht gefällt, der kann ja nach Amerika gehen.
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#13   Leblhuber   23:54:20 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Rudolfus:
Dann kommen Sie aus dem einzigen Land, dessen amtierender katholischer Regierungschef von den National-Sozialisten „weggeräumt“ wurde,
und aus dem Land, das den sel. Kaiser Karl I., den einzigen seligen Staatschef Europas dieser Zeit hervorgebracht hat.
Außerdem wurde Hitler keineswegs von den Österreichern gewählt – er wäre bei uns ein Armengemeindehausbewohner in Wien geblieben, er wurde woanders gewählt.
Vielleicht wurden Sie nur zu lange vom roten Staatsfunk indoktriniert.
Dass Sie nicht alle Tassen im Schrank haben, beweist Ihr Verweis auf Karl Habsburg-Lothringen.
Dieser Selige bringt die Hühner zum Lachen. Eine Wunderheilung von Krampfadern befördert einen unfähigen Politiker in die Sphäre der Seligen und liefert den kath. Glauben dem Gelächter aus.
Sie sind also Österreicher. Bedauerlich! Von Ihrer Sorte gibt es schon zu viele. Wir sind ein kleines Land und jeder Narr zählt sozusagen doppelt.
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#12   Rudolfus   23:38:52 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Leblhuber
Dann kommen Sie aus dem einzigen Land, dessen amtierender katholischer Regierungschef von den National-Sozialisten „weggeräumt“ wurde,
und aus dem Land, das den sel. Kaiser Karl I., den einzigen seligen Staatschef Europas dieser Zeit hervorgebracht hat.
Außerdem wurde Hitler keineswegs von den Österreichern gewählt – er wäre bei uns ein Armengemeindehausbewohner in Wien geblieben, er wurde woanders gewählt.
Vielleicht wurden Sie nur zu lange vom roten Staatsfunk indoktriniert.
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#11   Leblhuber   23:30:58 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Rudolfus:
Sie wissen im Jahr 2007 natürlich alles besser und hätten alles richtig gemacht.
Wie heißt’s so schön: Der Widerstand gegen Hitler wächst seit 1945 kontinuierlich an – auch beim Herrn Leblhuber.
Ihre Geschichtsklitterung geht mir auf die Nerven. Zu Ihrer Entlastung nehme ich an, dass Sie ein indoktrinierter Mensch sind, der die Wahrheit scheut und sich daher auch nicht wirklich mit der Geschichte auseinandersetzt.
Mein Großvater war Fassbinder und meine Großmutter Köchin. Beide haben mich gelehrt, dass jeder die Unmenschlichkeit des Systems erkennen konnte, wenn er wollte.
Mein Großvater hat 1938 beim Einmarsch Hitlers aus Protest ein Bild von Dollfuß in das straßenseitige Fenster gestellt. Prompt wurde er von der Gestapo abgeholt. Nur die Intervention eines verwandten NSDAP-Mitglieds hat ihn gerettet.
Also sparen Sie sich Ihre blöden Sprüche!
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#10   Rudolfus   23:20:16 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Leblhuber
Sie wissen im Jahr 2007 natürlich alles besser und hätten alles richtig gemacht.
Wie heißt’s so schön: Der Widerstand gegen Hitler wächst seit 1945 kontinuierlich an – auch beim Herrn Leblhuber.
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#9   Leblhuber   23:18:14 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Rudolfus:
Eben! Es sind ja nur die Nationalsozialisten, Sozialisten und Kommunisten ausgetreten – und diese rekrutierten sich ja gar nicht vor allem aus den katholischen Familien Deutschlands.
Die Mehrheit der Deutschen ist anständig geblieben!
Die Mehrheit der Österreicher ist auch anständig geblieben.
– Jene, die seit den Nürnberger Rassegesetzen genau wussten, wohin die Reise geht und 1938 mit JA stimmten.
– Jene, die MEIN KAMPF gelesen hatten und dann in Linz am Hauptplatz oder in Wien am Heldenplatz standen und HEIL HITLER gröhlten.
– Jene, die im November 38 die Synagogen brennen sahen und trotzdem der Partei beitraten.
– Jene, die um ein Spottgeld jüdische Häuser und Betriebe arisierten und deren Nachkommen heute noch davon profitieren.
– Jene, die ihren jüdischen Nachbarn ungerührt zusahen, wie sie abtransportiert wurden und trotzdem für den Endsieg beteten.
– Jene, die in die Wohnungen der verschleppten Juden einzogen und die Wohnungen samt Inventar ihren Kindern und Enkeln hinterließen.
– Jene, die mit der SS Geschäfte machten und davon reich wurden.
– Jene, die ihre Landsleute bespitzelten und der Gestapo auslieferten.
Usw.
Lauter anständige, katholische Österreicher!
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#8   Rudolfus   22:24:35 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Gotthard / Wer aus der Kirche austrat …
dann hätte es in Deutschland und Österreich aber eine wahre Austrittswelle aus der Kirche geben müssen.
Eben! Es sind ja nur die Nationalsozialisten, Sozialisten und Kommunisten ausgetreten – und diese rekrutierten sich ja gar nicht vor allem aus den katholischen Familien Deutschlands.
Die Mehrheit der Deutschen ist anständig geblieben!
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#7   Gotthard   22:20:16 | Sonntag, 17. Juni 2007
@rudolfus
Die einzigen, die damals aus der Kirche austraten, das waren Kommunisten, Sozialisten und National-Sozialisten
dann hätte es in Deutschland und Österreich aber eine wahre Austrittswelle aus der Kirche geben müssen.
Nichts von alle dem! Eine wissenschaftliche Arbeit an der Uni Köln im Fach Geschichte ergab, das kaum Menschen aus der Kirche einer bestimmten Gemeinde austraten in den Jahren der NS-Diktatur – wohl aber fast alle bis Ende 1946 wieder zurückgekehrt waren.
Die Denunzianten eines Kaplans wegen einer Predigt waren als NSDAP-Mitglieder alle in der Messe gewesen … und sagten in Berlin als Gemeindemitglieder im Prozess aus.
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#6   Christian Hüller   21:40:17 | Sonntag, 17. Juni 2007
Ergänzende Ausführungen zum Thema
Die Rede von Bischof Scheuer aus Anlass des 100. Jahrestages von Jägerstätter vom 18. Mai 2007 in St. Radegund
(…) Heute wird unter Zivilcourage das Auftreten gegen oder für die herrschende Meinung verstanden, mit dem der Einzelne, ohne Rücksicht auf sich selbst, seine persönlichen Werte oder die Werte der Allgemeinheit vertritt. Zivilcourage ist sichtbarer Widerstand aus Überzeugung. Das Gegenteil von Zivilcourage sind falsches Sicherheitsdenken und Resignation, aber auch der moralische Verfall, Apathie und Gleichgültigkeit. Es ist der Zuschauer, der keine Verantwortung übernimmt und auch nicht hilft und nicht einsteht, wenn Menschen in ihrer Würde bedroht oder in Not sind. Das Gegenteil von Zivilcourage ist die „Verantwortungsdiffusion“, die mit der Zahl der beteiligten Zuschauer wächst.
1961 stand Adolf Eichmann in Jerusalem vor Gericht, eines der „Ungeheuer“, die für die massenhafte Tötung der Juden verantwortlich waren. Das vermeintliche Ungeheuer stellte sich während des Prozesses als pflichtbewusster Bürokrat dar, der nur die Befehle eines Höheren ausgeführt hatte. Das veranlasste Hannah Arendt, ihrem Prozessbericht den Titel zu geben: „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen“. Das Wort von der Banalität des Bösen sollte die Durchschnittlichkeit des Täters bezeichnen; es legte nahe zu sagen: Die große Masse war nicht besser als Eichmann, jederzeit bereit, Gleiches unter gleichen Umständen zu tun. (…) (Quelle: kath.net)
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#5   Rudolfus   21:31:29 | Sonntag, 17. Juni 2007
@Lutheraner / Wer unter Papst Pius XI. aus der Kirche ausgetreten ist
Wie viele Katholiken sind aus der Kirche ausgetreten, als Pius XI dem Faschisten Mussolini den Steigbügel zum Staatlenker hielt, ihn bilateral mit einem Staatsvertrag anerkannt hat?
Wie viele sind ausgetreten, als Mussolini den Katholizismus zur Staatsreligion erklärt hat?
Keiner! Keiner!
Und es ist auch keiner ausgetreten, als Pius XI Hitler mit einem Staatsvertrag in den Sattel half.
Papst Pius XI., der Papst des Christkönigsfestes in einer Zeit der versunkenen Throne, soll also die Schuld am deutschen NSDAP-Kanzler haben!
Als ob es Pius XI. gewesen wäre, der Hitler zur relativ stimmenstärksten Partei machte,
und als ob es Pius XI. gewesen wäre, der Hitler zum Reichskanzler ernannt hat!
Ein Papst würde höchstens einen katholischen Kaiser oder Monarchen eine Weihe erteilen, und auch diese Monarchen werden nicht vom Papst bestimmt.
Der damals letzte katholische Kaiser Europas, das war der sel. Karl I. von Österreich – und den hatte man ins Exil geschickt.
Die einzigen, die damals aus der Kirche austraten, das waren Kommunisten, Sozialisten und National-Sozialisten – genau jene Anhänger der gottlosen Bewegungen aus dem 19. Jahrhundert, die das Europa des 20. Jahrhunderts in Konzentrationslager und in einen einzigen Kriegsschuaplatz verwandelt haben.
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#4   Lutheraner   20:49:32 | Sonntag, 17. Juni 2007
Katholiken und Faschisten – da treffen sich zwei auf Augenhöhe
Wie viele Katholiken sind aus der Kirche ausgetreten, als Pius XI dem Faschisten Mussolini den Steigbügel zum Staatlenker hielt, ihn bilateral mit einem Staatsvertrag anerkannt hat?
Wie viele sind ausgetreten, als Mussolini den Katholizismus zur Staatsreligion erklärt hat?
Keiner! Keiner!
Und es ist auch keiner ausgetrteten, als Pius XI Hitler mit einem Staatsvertrag in den Sattel half.
Lateranverträge www.kath.de/…lateranvertraege.php
„Man kann sagen, dass die Lateranverträge den Faschismus katholisiert und den Katholizismus faschisiert haben.“, erklärt der Faschismus-Experte Lutz Klinkhammer.
Die Faschisten nutzten für ihre Zwecke eine Äußerung von Papst Pius XI über Mussolini. „Vielleicht war ein Mann nötig, wie ihn uns die Vorsehung hat treffen lassen“, hatte der Papst gesagt. Daraufhin wurde Mussolini von den Faschisten unter Berufung auf Pius XI verkürzt als „Mann der Vorsehung“ bezeichnet.
Pius XII ist nur ein Störmanöver, um von den Schandtaten Pius XI und der eigenen Lügenhaftigkeit abzulenken.
Katholizismus ist Prostitution und Verrat in einem. Es ist die niedrigster Form menschlichen Daseins.
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#3   ottaviani   18:34:38 | Sonntag, 17. Juni 2007
können sie das genauer ausführen
bitte ich finde man kann nicht hart genug gegeb Leute wie die Mörder der Nazi zeit vorgehen
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#2   Artois †   17:22:31 | Sonntag, 17. Juni 2007
Herr Generalstaatsanwalt Fritz Bauer
war ein furchtbarer Jurist, der über Leichen ging und in einem Atemzuge mit Freisler zu nennen ist!
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#1   Zur Kenntnisnahme   17:16:23 | Sonntag, 17. Juni 2007
Hintergrundinformation – Danke!
Von wem stammt das Buch und das Vorwort und wer hat es finanziert?
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