07:59:34 | Freitag, 21. Januar 2005
Die Wahrheit hat sich nicht geändert. Das Kondom ist keine brauchbare Lösung in der Aidsproblematik. AIDS muß durch Treue und Keuschheit überwunden werden. Das Präservativ sei jedoch innerhalb der Ehe erlaubt, wenn einer der Ehegatten an der tödlichen Viruskrankheit leidet. So Kardinal Lozano, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Krankenpastoral.
(kreuz.net, Rom) Mit einem Ja-Aber bekräftigte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Krankenpastoral,
Javier Kardinal Lozano Barragan (71), gestern die kirchliche Ablehnung von Präservativen. „Die Verwendung
von Kondomen ist inakzeptabel“, so der vatikanische ‘Gesundheitsminister’ im Interview mit der linksliberalen
italienischen Tageszeitung ‘La Repubblica’. Das Kondom sei für eine Lösung der Aids-Problematik untauglich,
denn der eigentliche Kampf müsse gegen die Unzucht geführt werden.
Das sechste Gebot sage es klar:
‘Du sollst keine Unkeuschheiten treiben.’ „Dies ist keine negative Aussage: Sie dient der Verteidigung
des Lebens.“
Zwei Tage vorher hatte der Sprecher der spanischen Bischofskonferenz verlauten lassen, daß
Kondome bei der integralen und globalen Aids-Vorbeugung ihren Platz hätten. Unter Bezugnahme auf „wissenschaftliche
Ergebnisse“ propagierte er den Dreischritt „Enthaltsamkeit, Treue und Kondome“. Der Sprecher wurde kurz
darauf
von den spanischen Bischöfen zurückgepfiffen. Jetzt bekräftigte auch der mexikanische Kurienkardinal,
daß die Verwendung von Kondomen grundsätzlich unmoralisch ist: „Die Kirche hat ihre Prinzipien nicht
geändert und wird sie nicht ändern.“
Die Position des Papstes sei in dieser Frage eindeutig. Sie ziele
auf den Kampf gegen Aids mit allen Mitteln, jedoch im Rahmen des Prinzips: ‘Seid keusch und treibt keine
Unzucht’. Die katholische Kirche setzt auf Keuschheit und Enthaltsamkeit.“
Allerdings, so Kardinal Lozano
Barragan, könne eine Frau beim ehelichen Geschlechtsverkehr von ihrem HIV-infizierten Ehemann den Gebrauch
eines Kondoms verlangen. Der Kardinal begründete seine Position damit, daß dieser Spezialfall zum „Recht
auf Selbstverteidigung“ gehöre. „Ich sehe dies als ihr Recht. Ja, sie hat das Recht ihren Mann zu bitten,
ein Kondom zu verwenden.“ Die Kirche war stets eine Verfechterin des Selbstverteidigungsrechtes.
Ein
in Rom unterrichtender Moraltheologe wies auf Anfrage jedoch darauf hin, daß das Prinzip der Selbstverteidigung
weder auf die eheliche Liebe noch auf die eheliche Fortpflanzung angewendet werden könne. Ein durch Plastikbarrieren
abgeschirmter ehelicher Akt sei in Wirklichkeit kein solcher mehr, sondern eine Form der Selbstbefriedigung,
die moralisch zu verwerfen sei. Genauso wenig sei es möglich, daß sich zwei Ehepartner durch einen Plastiksack
hindurch küssen, um eine Hepatitisinfektion zu vemeiden. Es gebe Krankheiten, die den ehelichen Akt unmöglich
machen. AIDS gehöre dazu.
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FioreGraz 11:09:12 | Sonntag, 23. Januar 2005
#7
Catholicus 15:35:11 | Freitag, 21. Januar 2005
#6
FioreGraz 13:15:07 | Freitag, 21. Januar 2005
#5
Stimme aus dem Tradiland 12:53:43 | Freitag, 21. Januar 2005
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Stimme aus dem Tradiland 12:34:24 | Freitag, 21. Januar 2005
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FioreGraz 11:21:16 | Freitag, 21. Januar 2005
#2
Stimme aus dem Tradiland 09:28:15 | Freitag, 21. Januar 2005
#1
FioreGraz 08:14:27 | Freitag, 21. Januar 2005