Alte Messe
Ohne Absprache. Ohne Liebe.
Wird der Oberhirte der französischen Diözese Laval soweit gehen, die Ordnungshüter zu alarmieren? Von Sylvie Mimpontel.
Die französischen Bischöfe stoßen die Altgläubigen regelmäßig vor den Kopf. Niafles ist der jüngste Fall.
Die französischen Bischöfe stoßen die Altgläubigen regelmäßig vor den Kopf. Niafles ist der jüngste Fall.
(kreuz.net) Der Skandal von Niafles offenbart den Haß und die Gleichgültigkeit, die viele französische Bischöfe jenen Gläubigen ihrer Diözesen entgegenbringen, die der traditionellen Liturgie der Kirche verbunden sind.

Was ist das Problem?

Seit vierzig Jahren lebte eine große Gemeinschaft von Gläubigen – etwa 250 Personen – ihren Glauben im Rhythmus der traditionellen Liturgie.

Kurz nachdem ihr greiser Priester gestorben war, wurden diese Gläubigen vom Ortsbischof, Mons. Armand Maillard von Laval, aus ihrer Kirche vertrieben.

An die Stelle dieser eifrigen und friedlichen Gebetsgemeinschaft setzte der Bischof eine leere Kirche mit einer Novus-Ordo-Messe, die einmal alle elf Wochen zelebriert werden soll.

Kirchenbesetzung von Niafles
Am 3. und am 10. Juni fand vor der Kirche von Niafles eine heilige Messe im überlieferten Ritus statt.Sie wurde von dem mexikanischen Priester P. Neri zelebriert.Entgegen Behauptungen gehört der Priester nicht zum neu gegründeten 'Institut vom Guten Hirten'.

Es stimmt, daß Bischof Maillard seither in seiner Bischofsstadt Laval die Zelebration der Alten Messe erlaubt hat. Aber das löst die Probleme der Gläubigen von Niafles nicht. Die Distanz zwischen den beiden Orten beträgt über vierzig Kilometer.

Wenn die Messe in Laval für die dortigen Gläubigen in sich eine gute Nachricht ist, so betrifft sie die Menschen von Niafles kaum mehr als jene von Le Mans, Rennes oder Nantes.

Der Kern des Problems liegt darin, daß man heute in Frankreich eine Kirche zusperrt und die Gläubigen ans andere Ende der Diözese deportiert, obwohl bereits eine bedeutende Gottesdienstgemeinde existiert und ein junger Priester der kanonisch regulär arbeitenden Petrusbruderschaft vorhanden ist.

All das ohne Dialog. Ohne Absprache. Ohne Liebe.

Der Gipfel des Skandals, des Hasses, der Grausamkeit war die offene Drohung des Bischofs, Polizeikräfte zu alarmieren, um die katholischen Gläubigen von Niafles aus ihrer Kirche zu verjagen.

Das ist die traurige Wirklichkeit im Jahr 2007. Ein Bischof, der eigentlich der Vater seiner Diözese sein sollte, zieht dem Dialog und dem Respekt die Polizeigewalt vor.

Lieber Knüppel und Schläge als Respekt und Liebe. Was für ein Anti-Zeugnis.

Wie kann man sich Apostel Jesu Christi und Getreuer des Liebesgottes nennen und sich gleichzeitig so benehmen? Das ist einfach unglaublich.

Mons. Maillard bräuchte nur nach Niafles zu fahren. Er könnte dort die zahlreichen jungen Familien treffen. Er könnte ihren eifrigen Herzen und Seelen begegnen, die nichts anderes wollen, als weiterhin ihren Glauben im Rhythmus der traditionellen kirchlichen Liturgie in Gemeinschaft mit dem Ortsbischof zu leben, so wie das seit vierzig Jahren der Fall war.

Doch anstelle einer christlichen Haltung des liebenden Vaters, gibt es Unterstellungen, Gesprächsverweigerung und die Androhung einer polizeilichen Räumung der Kirche.

Wo hat es das im Jahr 2007 gegeben, daß sich jemand leisten kann, nicht mehr zu reden? Diese Situation, die schon in der Zivilgesellschaft unglaublich wäre, ist im kirchlichen Umfeld um so schockierender.

Was ist das für eine Kirche, welche die Gläubigen nicht respektiert?

Was ist das für eine Kirche, die das Gespräch nicht sucht, den Gläubigen nicht begegnet und ihnen statt dessen falsche Absichten unterstellt?

Was ist das für eine Kirche, die das zerstört, was existiert und funktioniert?

Was ist das für eine heuchlerische Kirche, die von der Liebe redet und den Haß regieren läßt.

Warum diese Abwesenheit der Liebe von Seiten unseres Bischofs?

Warum diese Kultur der Verachtung?

Ist das alles konform mit den Werten des Evangeliums?
      
15 Lesermeinungen
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#15   sacerdos helveticus   22:33:02 | Dienstag, 19. Juni 2007
@artois
Aufgepasst!
Sie sind einer Täuschung erlegen.
Der Leser, auf den Sie geantwortet haben, ist nicht der bekannte „Athanasius“ sondern „Atanasius“
( wahrscheinlich nur ein Provokateur oder Troll) und hat bisher nur einen einzigen Beitrag verfasst und zwar denjenigen, auf den Sie geantwortet haben.
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#14   Artois †   16:22:19 | Dienstag, 19. Juni 2007
@Athanasius
Nur so weit es katholisch ist!
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#13   Atanasius   16:02:18 | Dienstag, 19. Juni 2007
Gehorsam
Die Gläubigen sollen ihrem Bischof gehorchen!
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#12   Müller   09:21:53 | Dienstag, 19. Juni 2007
@Rudolf albert Felix:
Ich glaube, Sie missverstehen mich. Wenn Sie sich mal die mühe machen, meine zuschrift zu lesen, dann werden Sie hoffentlich darin erkennen, dass ich es ausdrücklich positiv hervorhebe, dass der Bischof in seiner Kathedrale eine Messe in der alten Liturgie feiern lässt.
Wenn Sie sich dann noch die Mühe machen, meine früheren Postings nachzulesen, dann werden Sie entdekcen, dass ich nicht müde werde, wenn es angebracht ist, darauf hinzuweisen, dass in unserem Bistum Trier an drei Pfarrorten die Messe im überlieferten Ritus gefeiert werden darf. Dies hat unser Bischof nicht zuletzt durch eine Rekonziliationsfeier in einem saarländischen Ort deutlich gemacht, indem er eine ganze Kirchengemeinde wieder in das Bistum aufgenommen hat.
Wo fehlt mir also in meinen Postings das Verständnis für „altgläubige“?
Mir fehlt, da gebe ich Ihnen dann Recht, das Vetrständnis für diejenigen „Altgläubigen“, die erzählen wollen, der Papst, die Bischöfe, die Priester und die Gläubigen, die nicht am alten, sondern am neuen Ritus teilnehmen, seien Häretiker, Apostaten, Totengräber der Kirche und das II. Vatikanische konzil sei Schuld an allen Missständen bis hin zum Glaubensschwund in der Kirche.
Machen Sie sich also die Mühe und lesen Sie und staunen Sie! Im übrigen bin ich genau wie Sie der Meinung, dass man natürlich das Recht hat an der Alten Liturgie teilzunehmen. Was Sie allerdings dann qwieder zu einer Wertung verleitet, in der die Liebe fehlt, ist die Beurtweilung des Friedensgrußes.
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#11   Sirilo   18:52:47 | Montag, 18. Juni 2007
@R.A. Felix
Sie sind fassungslos, weil ich einen offensichtlichen Übersetzungsfehler moniert habe? Sie meinen, man sollte Fehler einfach durchgehen lassen?
Wenn Sie wissen wollen, was „Liebesgott“ auf Deutsch bedeutet:
www.google.de/search?source=ig&hl=d…=
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#10   Rudolf Albert Felix   18:44:11 | Montag, 18. Juni 2007
Liebe? Redlich?
Der Fall bietet Anlaß zum Nachdenken. Danke Kreuz-net für die Veröffentlichung.
Die Liebe
Zahlreiche Geistliche und auch Laien führen das Wort Liebe inflationär und völlig sinnentleert im Munde ohne zu begreifen, daß Liebe mehr beinhaltet, als die Achtung Gleichdenkender – nämlich gerade den Respekt vor dem Andersdenkenden, ja sogar Toleranz gegenüber seinem Wesen und Denken. Mir ist klar, daß es Grenzen der Tolerant gibt, aber die Liebe geht noch duldend über diese hinaus. Innerhalb der Grenzen von Liebe, Duldung, Achtung und Akzeptanz befinden ganz sicher Denkweisen, die den Werten der Kirche und ihrer jahrhundertelangen Tradition nicht widersprechen, etwa dem Denken und den Bedürfnissen der sog. Altgläubigen.
Anspruch auf Achtung hat auch der, der in einem Kuhdorf wohnt. Ich lese mit Fassungslosigkeit und Ablehnung die Leserbriefe von Sirilo, Müller und der Stimme der Vernunft, die jede Liebe und auch Toleranz und sogar Begreifen vermissen lassen – auch ein schnoddriger Tonfall und vermeintlicher Witz kann das nicht rechtfertigen.
Die lateinische alte Messe gehört zu meiner Spiritualität, ich brauche sie einfach, wie wohl auch die Einwohner des französi-sche Dorfs, – ist das so schwer zu begreifen und noch schwerer anzuerkennen?
Ich sage aber auch ausdrücklich, daß ich die spirituellen Bedürfnisse anderer anerkenne, etwa den novus ordo oder die Muttersprache in der Kirche oder das an sich banale Hände-schütteln.
Das Elternrecht
Zur Liebe gehört auch die Anerkennung des …
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#9   Graf von Galen   17:26:56 | Montag, 18. Juni 2007
Wider VII
Die Gläubigen sollten sich vertrauensvoll an die FSSPx
wenden und den Herrn Bischof einen guten Mann
sein lassen. Da in Frankreich die Kirchen dem Staat
gehören, kann man diese dann ggf. auch weiterhin
nutzen.
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#8   maliems   16:19:24 | Montag, 18. Juni 2007
ein wichtiger Beitrag
ein wichtiger Beitrag
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#7   Sirilo   13:30:45 | Montag, 18. Juni 2007
„Getreuer des Liebesgottes“
Der Liebesgott – ist das nicht Amor bzw. Eros? Wie kommt der hier ins Spiel?
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#6   Müller   13:24:34 | Montag, 18. Juni 2007
@stimme:
Wenn dort wirklich nur knapp 300 Katholiken in dem Dorf wohnen und über 250 zur Messe gehen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ist dieses Dorf katholischer als der Vatikan, weil der kirchebesuch nahezu 100 Prozent beträgt; oder es kommen viele gläubige von außerhalb des Dorfes. Wenn die meisten Gläubigen also eh mit dem Auto untwerwegs sind, könnten die doch auch in die Bischofsstadt fahren. Im übrigen kann der bischof wohl keinen aus der kirche klagen, ich denke mir mal, die gehört doch wohl dem Ort.
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#5   stimme der vernunft †   13:21:46 | Montag, 18. Juni 2007
Stimmt!
der Bischof soll gefälligst einen altrituellen Priester herbeizaubern.
Und wenn er nicht zaubern kann, soll er halt einen backen.
Jedenfalls ist es das größte Problem der Christenheit seit der Schlacht von Lepanto, dass in einem französischen Kuhdorf keine alte Messe mehr gelesen wird.
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#4   Müller   13:13:05 | Montag, 18. Juni 2007
@Dismas:
Also, ich kenne jetzt auf Anhieb keien Bischof, der das Hl. Messopfer verhindert. Bringen die Bischöfe nicht sogar tagtäglich das hl. Messopfer dar?
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#3   Dismas   13:07:47 | Montag, 18. Juni 2007
Bischöfe die das hl. Messopfer verhindern sind exkommuniziert
Dieser Bischof sowie auch viele andere hochbezahlte Kirchenfunktionäre sind schon lange exkommuniziert. Die Bischöfe auch in unserem deutschen Lande müßten öffentlich aussprechen, dass die Politiker, die sich an der Abtreibung/Kindermorden beteiligen exkomminiziert sind. NEIN – sie SCHWEIGEN!. Da sie also Mittäter an diesen Greuel sind – sind sie lt. Kirchenrecht exkommuniziert. Nennen möchte ich hier stellvertretend nur einen – Herrn Kardinal Lehmann.
Orate Fratres für diese Ungläubigen – das sie sich doch noch bekehren mögen. Für Gott ist nichts unmöglich.
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#2   Artois †   12:12:50 | Montag, 18. Juni 2007
Ein höchst eigentümlicher Aufsatz
der mit mindestens sechs Fragezeichen endet …
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#1   seraphincgn   12:09:17 | Montag, 18. Juni 2007
Packt euch mal an die Eigene Nase
Lieber Knüppel und Schläge als Respekt und Liebe. Was für ein Anti-Zeugnis.
Das is doch das MOtto dieser seite also warum pisst ihr uech net mal selber an den Karren?
Ein kläger der selbst sich des verbrechens schuldig mach das er anklagt ach wie fein.
Ein Lügner der schriet Lüge ein Mörder der Schreit mord.
Jaja weiter so +net
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