12:03:42 | Montag, 18. Juni 2007
Ohne Absprache. Ohne Liebe.
Wird der Oberhirte der französischen Diözese Laval soweit gehen, die Ordnungshüter zu alarmieren? Von Sylvie Mimpontel.

Die französischen Bischöfe stoßen die Altgläubigen regelmäßig vor den Kopf. Niafles ist der jüngste Fall.
(kreuz.net) Der
Skandal von Niafles offenbart den Haß und die Gleichgültigkeit, die viele französische
Bischöfe jenen Gläubigen ihrer Diözesen entgegenbringen, die der traditionellen Liturgie der Kirche
verbunden sind.
Was ist das Problem?
Seit vierzig Jahren lebte eine große Gemeinschaft von Gläubigen –
etwa 250 Personen – ihren Glauben im Rhythmus der traditionellen Liturgie.
Kurz nachdem ihr greiser Priester
gestorben war, wurden diese Gläubigen vom Ortsbischof, Mons. Armand Maillard von Laval, aus ihrer Kirche
vertrieben.
An die Stelle dieser eifrigen und friedlichen Gebetsgemeinschaft setzte der Bischof eine
leere Kirche mit einer Novus-Ordo-Messe, die einmal alle elf Wochen zelebriert werden soll.
Kirchenbesetzung
von Niafles

© jt.france3.fr

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Es stimmt, daß Bischof Maillard seither in seiner Bischofsstadt Laval die
Zelebration der Alten Messe erlaubt hat. Aber das löst die Probleme der Gläubigen von Niafles nicht.
Die Distanz zwischen den beiden Orten beträgt über vierzig Kilometer.
Wenn die Messe in Laval für
die dortigen Gläubigen in sich eine gute Nachricht ist, so betrifft sie die Menschen von Niafles kaum
mehr als jene von Le Mans, Rennes oder Nantes.
Der Kern des Problems liegt darin, daß man heute in Frankreich
eine Kirche zusperrt und die Gläubigen ans andere Ende der Diözese deportiert, obwohl bereits eine bedeutende
Gottesdienstgemeinde existiert und ein junger Priester der kanonisch regulär arbeitenden Petrusbruderschaft
vorhanden ist.
All das ohne Dialog. Ohne Absprache. Ohne Liebe.
Der Gipfel des Skandals, des Hasses,
der Grausamkeit war die offene Drohung des Bischofs, Polizeikräfte zu alarmieren, um die katholischen
Gläubigen von Niafles aus ihrer Kirche zu verjagen.
Das ist die traurige Wirklichkeit im Jahr 2007.
Ein Bischof, der eigentlich der Vater seiner Diözese sein sollte, zieht dem Dialog und dem Respekt die
Polizeigewalt vor.
Lieber Knüppel und Schläge als Respekt und Liebe. Was für ein Anti-Zeugnis.
Wie
kann man sich Apostel Jesu Christi und Getreuer des Liebesgottes nennen und sich gleichzeitig so benehmen?
Das ist einfach unglaublich.
Mons. Maillard bräuchte nur nach Niafles zu fahren. Er könnte dort die
zahlreichen jungen Familien treffen. Er könnte ihren eifrigen Herzen und Seelen begegnen, die nichts
anderes wollen, als weiterhin ihren Glauben im Rhythmus der traditionellen kirchlichen Liturgie in Gemeinschaft
mit dem Ortsbischof zu leben, so wie das seit vierzig Jahren der Fall war.
Doch anstelle einer christlichen
Haltung des liebenden Vaters, gibt es Unterstellungen, Gesprächsverweigerung und die Androhung einer
polizeilichen Räumung der Kirche.
Wo hat es das im Jahr 2007 gegeben, daß sich jemand leisten kann,
nicht mehr zu reden? Diese Situation, die schon in der Zivilgesellschaft unglaublich wäre, ist im kirchlichen
Umfeld um so schockierender.
Was ist das für eine Kirche, welche die Gläubigen nicht respektiert?
Was ist das für eine Kirche, die das Gespräch nicht sucht, den Gläubigen nicht begegnet und ihnen statt
dessen falsche Absichten unterstellt?
Was ist das für eine Kirche, die das zerstört, was existiert
und funktioniert?
Was ist das für eine heuchlerische Kirche, die von der Liebe redet und den Haß regieren
läßt.
Warum diese Abwesenheit der Liebe von Seiten unseres Bischofs?
Warum diese Kultur der Verachtung?
Ist das alles konform mit den Werten des Evangeliums?
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Artois † 16:22:19 | Dienstag, 19. Juni 2007
#12
Müller 09:21:53 | Dienstag, 19. Juni 2007
#11
Sirilo 18:52:47 | Montag, 18. Juni 2007
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maliems 16:19:24 | Montag, 18. Juni 2007
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Sirilo 13:30:45 | Montag, 18. Juni 2007
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Müller 13:24:34 | Montag, 18. Juni 2007
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Müller 13:13:05 | Montag, 18. Juni 2007
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Dismas 13:07:47 | Montag, 18. Juni 2007
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Artois † 12:12:50 | Montag, 18. Juni 2007