10:50:01 | Mittwoch, 20. Juni 2007
Probleme gibt es mit der Ausstattung der Fußballmannschaften. Derzeit ist nicht bekannt, ob das Organisationskomitee einem Antrag auf Spitzentrikots stattgeben wird.

Ein Mitglied der Petrusbruderschaft beim Training
(kreuz.net/adn.vaduz) Am 4. Juni 2007 eröffnete Prinz Albert von Monaco in Monte Carlo feierlich die
Zwölften Kleinstaatenspiele. An ihnen nehmen Sportler verschiedener Disziplinen teil.
Kleinstaaten wie
Andorra, Zypern – und natürlich Liechtenstein – kämpften um Ehre und Medaillen.
Während dieses Ereignis
in Liechtenstein starke Beachtung erhält, findet unweit des Fürstentums ein weiterer, spektakulärer
sportlicher Wettkampf statt. Er verdient nicht weniger Aufmerksamkeit.
In Wigratzbad bei der Gemeinde
Opfenbach im Bodenseeraum wird am 24. Juni 2007 um 15.00 Uhr zum Eröffnungsfußballspiel der Ersten Ecclesia-Dei-Meisterschaft
angepfiffen.
Die Idee zu diesem Kongregationen-übergreifenden Kräftemessen stammt vom Präsidenten
des ‘Klerikalen Olympischen Komitees’ (KOK), Prälat Camille Perl. Er ist Sekretär der Päpstlichen Kommission
‘Ecclesia Dei’, die sich um die Anliegen der Altgläubigen kümmert.
Prälat Perl erhofft sich durch
die Ecclesia-Dei-Meisterschaft einen vertieften Austausch der Beziehungen zwischen den verschiedenen Ordensgemeinschaften,
die seiner Kommission unterstellt sind.

Die Petrusbruderschaft ist auch im Tischfußball bewandert
Nicht zuletzt im Hinblick auf die bevorstehende Veröffentlichung
eines Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe hält Prälat Perl ein engeres Zusammenwirken der Alt-Ritus-Gemeinschaften
im Geiste des Evangeliums und des fußballerischen Fair Play für wünschenswert.
Zur Eröffnungsfeier
in Opfenbach wird ein Untersekretär der Kommission ‘Ecclesia Dei’ erwartet.
Schirmherr der Meisterschaft
ist der Generalobere der Servi Jesu et Mariæ (SJM), Pater Andreas Hönisch.
In seinem lateinisch gehaltenen
Grußwort an die Ecclesia-Dei-Teams zitiert Pater Hönisch den Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig
Müller.
Dieser hatte im März anläßlich eines diözesanen Ministranten-Hallenturniers gesagt:
„Bei
Fußball ist Teamgeist und Gemeinschaft gefragt. So ist das Fußballspiel so etwas wie eine Einübung
in das Leben. Ähnliches gilt auch für unser Leben mit Gott in seiner Kirche. Auch hier stehen wir nicht
allein, sondern hineingenommen in eine große Gemeinschaft, in der jedem ein unverzichtbarer Platz zukommt.“
Als Favorit auf den ersten Titel gelten die Spieler der ‘Servi Jesu et Mariæ’.
Kaum eine andere zum
‘Klerikalen Olympischen Komitees’ gehörende Gemeinschaft prüft ihre Spieler mit solch harten Aufnahmetests –
die sogenannten Montagsskrutinien.
Diese harten Trainingseinheiten sind Profibedingungen nicht unähnlich.
Sie schulen den Angriff und stählen die Abwehr. Mit Hilfe von Gastpsychologen werden die Spieler zudem
regelmäßig mental gecoacht.
Darauf kann heutzutage kein Erfolgsteam mehr verzichten.
Als erster Gegner
der ‘Servi Jesu et Mariæ’ wird am 24. Juni 2007 in Opfenbach um 15.00 Uhr Ortszeit das Team der Priesterbruderschaft
St. Petrus (FSSP) antreten.
Nach Meinung von Experten werden den Petrusspielern jedoch trotz ihres Heimvorteils
nur Außenseiterchancen eingeräumt.
Hinsichtlich der weiteren Teilnehmer kann momentan nur spekuliert
werden.
Gerüchten zufolge hat das Spitzenteam vom Institut Christus König aus Gricigliano in Italien
die zum Fußball gehörenden, aber frisurenschädigenden Kopfbälle kritisiert.
Auch ist mehr als fraglich,
ob ihrem Antrag auf Spitzentrikots stattgegeben wird.
Das Institut St. Philipp Neri aus Berlin sieht
sich bis auf weiteres nicht in der Lage, eine vollzählige Mannschaft aufzustellen.
Überraschungen sind
hingegen aus verschiedenen französischen Traditionsklöstern zu erwarten.
Unter Ausschluß der Öffentlichkeit
werden seit Wochen hinter den Klostermauern eifrig taktische Varianten durchgespielt.
Das Medieninteresse
konzentriert sich vor allem auf die ‘Servi Jesu et Mariæ’.
Doch deren Teamchef – so heißen Trainer
ohne Lizenz – Frater Florian Birle, schwieg sich vor Sportjournalisten über die von ihm gewählte Strategie
aus.
Dabei verwies er – unglaubwürdigerweise – auf das kleine Stillschweigen.
Es scheint jedoch klar
zu sein, daß die ‘Servi Jesu et Mariæ’ aus einer gewohnt kompromißlosen Abwehr heraus den Gegner gleich
zu Beginn mit einer starken Anfangsoffensive beeindrucken und für klare Verhältnisse sorgen wollen.
Ob das gelingt, bleibt offen.
Die Offensivqualitäten der ‘Servi Jesu et Mariæ’ dürften sich mittlerweile
bis nach Wigratzbad herumgesprochen haben.
Außerdem gilt nach wie vor die alte Weisheit: Der Ball ist
rund und ein Spiel dauert neunzig Minuten.
Für die Richtigkeit der Angaben im Artikel gibt es keine
Gewähr. Fest steht nur, daß ein Freundschaftsspiel zwischen der Sankt Petrusbruderschaft und den ‘Servi
Jesu et Mariæ’ stattfinden wird. Auch Datum, Uhrzeit und Austragungsort sind korrekt.
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Typ 16:12:46 | Mittwoch, 20. Juni 2007