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Wilde Jugend + Kurienkardinal verstorben + Zu späte Einsicht + Unerträglich obszön + Gut ausgewichen
Benedikt XVI.: "Die wahre Freude kann man nur in der Begegnung mit Christus finden."
Benedikt XVI.: „Die wahre Freude kann man nur in der Begegnung mit Christus finden.“
Wilde Jugend

Italien. Am Sonntag abend fand in Assisi eine Begegnung von Jugendlichen mit Papst Benedikt XVI. statt. Der Heilige Vater hielt sich am Wochenende im umbrischen Wallfahrtsort auf und bezeichnete das Jugendtreffen als Höhepunkt seiner Pilgerfahrt. Den Jugendlichen sagte der Papst, daß Franziskus ein modernes Vorbild sei – gerade durch seine Bekehrung nach einer eher „wilden Jugend“. Franziskus habe im Mittelalter dieselben Versuchungen erlebt wie die Jugend heute: Eitelkeit, Abenteuerlust, Feiern und Geld ausgeben. Der Heilige habe jedoch erfahren, daß er die wahre Freude nur in der Begegnung mit Christus finden könne.

Kurienkardinal verstorben

Vatikan. Der emeritierte Kurienkardinal Angelo Kardinal Felici (87) ist am Sonntag in Rom gestorben. Kardinal Felici erblickte am 26. Juni 1919 in Segni in Mittelitalien das Licht der Welt. 1942 empfing er die Priester- und 1967 die Bischofsweihe. Von 1988 bis 1995 war er Präfekt der Heiligsprechungskongregation. Danach leitete er fünf Jahre die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’. Das war eine Zeit des vollständigen Stillstandes in der Frage der Altgläubigen. Heute abend wird Benedikt XVI. für den verstorbenen Kardinal in der Peterskirche das Requiem zelebrieren.

Zu späte Einsicht

Frankreich. Man könne niemanden zwingen, gegen seine Überzeugung Kinder abzutreiben. Das erklärte die französische Politikerin und ehemalige Präsidentin des Europäischen Parlamentes, Frau Simone Veil (79) vor dem Internetfernsehen ‘TVMag’. Die Holocaust-Überlebende gilt als Verantwortliche für das 1975 eingeführte französische Abtreibungsgesetz. „Es ist wissenschaftlich mehr und mehr eindeutig, daß es sich von der Befruchtung an um ein lebendes Wesen handelt“ – erklärte sie nun. Dem sogenannten Veil-Gesetz fielen seit 1975 mehr als sechs Millionen Menschen zum Opfer.

Unerträglich obszön

Italien. Die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz ‘Avvenire’ kritisierte die Plakate am Homo-Aufmarsch in Rom. Die Slogans gegen den Vatikan seien „auf unerträgliche Weise obszön“ gewesen – bedauerte ‘Avvenire’. Die Homo-Ideologen beklagten eine „klerikale Diktatur in Italien“ und plakatierten „Besser gay als Opus Dei“. Sie griffen auch den Heiligen Vater und den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz an.

Homo-Auflauf in Rom, 17.6. 2007
"Er will Dein Gutes. Laß nicht zu, daß er es Dir wegnimmt."Der Vatikan bezeichnete die Slogans des Auflaufes als "auf unerträgliche Weise obszön".Papstverhöhunung: Maledictus XVI.

Gut ausgewichen

„Ich habe den tridentinischen Ritus selber nie zelebriert, denn ich bin Dominikaner und bin im dominikanischen Ritus aufgewachsen. Es gab einen wunderschönen eigenen Dominikanerritus mit der Besonderheit zum Beispiel, daß die Gabenbereitung vor dem Stufengebet war. Das ist so wie in der Ostkirche. Es gab in der dominikanischen Liturgie eine ganze Reihe von eigenen Riten und Gebeten, die leider nach dem Konzil gestrichen wurden. Das heißt, der Dominikanerorden hat die Römische Liturgie übernommen, aber ich bedaure es eigentlich, daß dieser dominikanische Ritus einfach zur Gänze gestrichen worden ist.“

Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn im Interview mit dem konservativen Linzer Nachrichtendienst ‘kath.net’ auf die Frage, ob er in Zukunft auch ab und zu die Alte Messe feiern werde.
      
7 Lesermeinungen
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#9   franco.felice   18:51:11 | Mittwoch, 20. Juni 2007
Zu späte Einsicht … „Ach, das tut mir aber leid!“
Hoffentlich hat sich der Verfasser des Artikels erkundigt, ob die Bezeichnung „Holocaustüberlebende“ in diesem „sinngefährdenden Zusammenhang“ (Dr. h.c. S.) auch erfolgen durfte. Nun ja, kreuz.net hat nichts zu befürchten. In Deutschland jedenfalls hat h. c. Spiegels Intervention nebst §130 StGb seine Spuren eingegraben. So darf diese Erwähnung auf gar keinen Fall benutzt werden um z. B. heutigen Mordbefürwortern oder gar Mördern die Abscheulichkeit ihrer Taten ins Gewissen zu rufen.
An der Abtreibung aber sieht man deutlich, wie es in heutigen Demokratien zugeht, wo sich Agitatoren oder ganze Parlamente eine Macht in die Hände geben, wie man sie sonst nur von Diktaturen kennt. (Für alle, die sich so über eine „ehrliche“ Diktatur erheben und die Nachfahren jener unterjochten Deutschen in ein ständig zu tragendes Büßerhemd zwängen möchten, wäre ein Nachdenken über die heutigen Systeme, die pünktlich schon mal die Meinungsfreiheit und dann den Lebensschutz beschnitten haben, mal angebracht.)
Wenn jene „ethisch hoch stehende Dame“ den Mord an 6 Mio. Unschuldigen jetzt bereut, na ja: bin gespannt, welcher Beichtvater schon bereit steht, ihr für ihre folgenschweren Dienste die Absolution zu erteilen. Vielleicht sind auch statt der Heiligenbildchen nach getaner Beichte noch Fahrkarten nach Südamerika vorhanden. Leute mit wenig oder gar keinem Gewissen wurden dort schon mal gerne infiltriert.
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#8   Benedikt   11:46:31 | Mittwoch, 20. Juni 2007
@ Tarcisius
Selbst wenn er noch zelebriert werden würde: Als Bischof einer Diözese müsste er sich doch wohl an den römischen Ritus halten, oder?
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#6   Tarcisius   00:38:45 | Mittwoch, 20. Juni 2007
Wenn Kard. Schönborn diesen Ritus soooo vermißt…
… warum feiert er ihn dann nicht? o.O
Wenn er nicht mehr weiß, wie es geht :-( , möge er nach Köln fahren. Dort hat er einen Mitbruder, der kann’s und tut’s… :-)
O:) o^/ O:)
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#5   Benedikt   17:04:05 | Dienstag, 19. Juni 2007
Ordensriten
Können die nicht einfach durch Beschluss des Generalkapitels (bzw des entsprechenden höchsten Rates des jeweiligen Ordens) wieder eingeführt werden?
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#4   athanasius1957   10:03:09 | Dienstag, 19. Juni 2007
die Riten der „Latinitas“
TRIDENTINISCH sowie sein slawisches Pendant in Dalmatien, GLAGOLICA, der nicht in Latein sondern in Kirchenslawisch zelebriert wurde.
AMBROSIANISCH
MOZARABISCH
BONNER EIGENRITUS, etc.
Daneben gab es aber auch die ORDENSRITEN, die allesamt der Kulturrevolution von VII zum Opfer gefallen sind.
Bin gespannt, ob auch diese mit dem Motu proprio wieder Auferstehung feiern dürfen.
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#3   Rudolfus   09:16:18 | Dienstag, 19. Juni 2007
@Cardinal Schönborn über den dominikanischen Ritus nach Papst Pauls VI. Kulturrevolution
Es ist nur lobenswert, wenn ein Cardinal die Verluste der alten Riten der lateinischen Kirche nach dem Pastoralkonzil der 1960er öffentlich bedauert.
Cardinal Schönborn trat bis jetzt ja vor allem nur als Förderer der neuvatikanischen Riten auf, zelebriert durch Charismatiker.
Man muß dem Heiligen Geist sehr danken, daß die alten Riten, die sonst nach dem Wunsch Papst Pauls VI. aussterben hätten sollten, Zuflucht unter dem Schutz der Priesterbruderschaft St. Pius X. gefunden haben:
Denn auch Teile der alten Orden, ihres alten Geistes und ihrer Disziplin einschließlich ihrer überlieferten Riten, existieren unter dem Schutz dieser wichtigen Priesterbruderschaft weiter.
Selbst wichtige nichtkatholische Kulturträger Europas, z.B. auch aus dem protestantischen Großbritannien, ersuchten den damaligen Papst Paul VI., von seinen damals bekanntgewordenen Auslöschungsplänen der katholischen Riten in der Westkirche Abstand zu nehmen.
Denn welches Recht maßte sich selbst ein Papst an, die alten überlieferten Riten, einfach kraft seines unwürdigen Pontifikates, auslöschen zu wollen – ein Papst, der bei seiner Krönung noch den Krönungseid wider die Neuerungssucht abgelegt hatte!
Paul VI. ließ sich durch die schriftlichen Appelle wenig beeindrucken und setzte sein Vorhaben gegen Europas katholische Traditionen persönlich um, begründet durch die absurde Idee, daß einem Papst, dem Inhaber der Universaljurisdiktion, in allem zu gehorchen sei, und setzte den Verfolgungsmechanismus in Gang.
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#1   Bruder Theophil   08:42:26 | Dienstag, 19. Juni 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 5, 43-48
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
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