21:58:36 | Dienstag, 19. Juni 2007
Die von Gott geoffenbarten Zehn Gebote kennt niemand – auch die Gläubigen nicht mehr. Ob das der Grund ist, warum der Vatikan jetzt neue geschrieben hat?

Links vorne: Renato Raffaele Kardinal Martino
(kreuz.net, Vatikan) Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Seelsorge an Migranten und Menschen
unterwegs, Renato Raffaele Kardinal Martino (74), hat am Dienstag Leitlinien für die Seelsorge auf der
Straße veröffentlicht.
Das 60seitige
Dokument enthält vier Abschnitte. Darin geht es um die Seelsorge
für Straßenbenützer, die Seelsorge für die Befreiung von Straßenmädchen, die Seelsorge für Straßenkinder
und die Seelsorge für Obdachlose.
Zur Prostitution verfolgt der Vatikan „die Linie der
schwedischen
Gesetzgebung“.
In Schweden gilt seit 1999 das „Gesetz zum Verbot des käuflichen Erwerbs sexueller Dienstleistungen“.
Freier riskieren eine Geldstrafe oder Freiheitsentzug bis zu sechs Monaten.
Bei der Präsentation des
Dokumentes in Rom erinnerte Kardinal Martino an die 1,2 Millionen Menschen, die jährlich infolge von
Regelverletzungen und Fahrlässigkeit im Straßenverkehr umkommen.
Verkehr als Versuchung?

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Der Kirchenfürst gab den Kraftfahrern wichtige Hinweise. Sie sollen sich vor jedem Reiseantritt bekreuzigen
und auf der Fahrt einen Rosenkranz beten. Der Rhythmus und das sich wiederholende Muster würden die Aufmerksamkeit
des Fahrers nicht ablenken.
Ferner erklärte der Kardinal, daß gefährliches Überholen Sünde sein
könne. Flüche, unhöfliche Gesten oder Flegeleien seien für Christen ebenso unangebracht wie die Benützung
eines Autos als Ort der Sünde – etwa für die Prostitution.
Der Kirchenfürst hat offenbar auch bemerkt,
daß Dokumente in kurialer Schaumsprache nicht gelesen werden.
Darum wurde in dem neuen vatikanischen
Dokumenten immerhin auf das von der Kurie geliebte Wort „
authentisch“ fast ganz verzichtet. Es kommt nur
dreimal vor: in den Formulierungen „authentische Beziehungen“, „authentischer christlicher Liebe“ und
„authentischer Frieden“.
Das ansonsten langatmige Dokument glänzt auch durch etwas Kurzes: die Zehn
Gebote für Autofahrer.
Zehn Gebote für Autofahrer1. Du sollst nicht töten.
2. Die Straße soll
ein Ort der Zusammenkunft von Menschen sein, kein Platz zum Sterben.
3. Höflichkeit, Fairness und Klugheit
werden Dir helfen, mit unvorhergesehenen Zwischenfällen fertigzuwerden.
4. Sei wohltätig und hilf Deinem
Nächsten in Not – besonders den Opfern von Unfällen.
5. Autos sollen keine Symbole der Macht und der
Herrschaft sein – und keine Gelegenheit zur Sünde.
6. Überzeuge die Jugendlichen und die nicht so Jungen
nicht zu fahren, wenn sie fahruntüchtig sind.
7. Unterstütze die Familien von Unfallopfern.
8. Bringe
schuldige Fahrer und ihre Opfer zur richtigen Zeit zusammen, so daß sie die befreiende Erfahrung der
Vergebung machen können.
9. Schütze die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf der Straße.
10. Fühle
Dich für andere verantwortlich.
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#10
Lutheraner 21:21:29 | Mittwoch, 20. Juni 2007
#9
Benedikt 11:30:15 | Mittwoch, 20. Juni 2007
#7
Karl Murx 09:43:00 | Mittwoch, 20. Juni 2007
#6
Tridentinus 09:15:07 | Mittwoch, 20. Juni 2007
#5
r.ruhrgebietler 07:06:05 | Mittwoch, 20. Juni 2007
#4
Fundamentalist † 23:16:21 | Dienstag, 19. Juni 2007
#3
matt2 † 22:50:57 | Dienstag, 19. Juni 2007
#2
Gotthard 22:43:20 | Dienstag, 19. Juni 2007
#1
Czibo Nieznany 22:08:52 | Dienstag, 19. Juni 2007